Disclaimer: Diese Geschichte basiert auf Charakteren und Situationen, die das Geistige Eigentum von J.K.Rowling sowie von verschiedenen Verlegern, inklusive Bloomsbury Books, Raincost Books und Warner Bros. Inc.- jedoch nicht nur von diesen -sind. Ich verdiene hiermit Kein Geld, noch ist es meine Absicht, irgendwelche Copyrights oder Warenzeichen zu verletzen.


Kapitel XV Lass die Katze aus dem Sack, damit die Löwen sie fressen

Mit gemischten Gefühlen, jedoch einem starken Rückhalt, begab sich Marcus nun doch zur Tür. Seine Angst Katie zu verlieren, war immer noch nicht vollkommen fortgewischt und das würde sie wahrscheinlich auch nie sein, aber ihr Geständnis lies ihn sich zum ersten Mal in seinem Leben leichter ums Herz fühlen.

Langsam öffnete er die Tür und war nicht begeistert, als zwei Rotschöpfe ihm die Köpfe entgegenstreckten. Wobei einer nicht minder ärgerlich drein schaute, als der andere. Marcus machte eine einladende Geste mit seiner Hand und noch bevor er überhaupt ein Wort der Begrüßung äußern konnte, hatten die beiden sich schon an ihm vorbei gezogen und waren auf der Suche nach Katie.

Nicht das es Marcus sonderlich störte, dass die beiden ihn nicht begrüßt hatten, jedoch war er von der schon jetzt anhaltenden Stimmung nicht gerade begeistert. Gerade als er den Zwillingen folgen wollte, klingelte es ein weiteres Mal an der Tür. Wenigstens waren alle ihre „Gäste" einigermaßen pünktlich.

Nach und nach trudelten Lee Jordan, Roger Davis und noch einiger andere Freunde von Katie ein, mit denen sie seid der Schulzeit einen guten Kontakt pflegte. Angelina war irgendwann zwischenzeitlich durch den Kamin gekommen und hatte Katie, deren Nerven sowieso schon blank lagen, einen riesigen Schreck eingejagt.

Als sich dann alle soweit begrüßt und sich im Wohnzimmer eingefunden hatten, warteten sie nur noch auf Alicia und Adrian, die es wie immer mit der Pünktlichkeit nicht ganz so ernst nahmen. Katie lief nicht gerade zur Freude ihren Freundes oder auch ihres Besuches im Wohnzimmer auf und ab und machte damit einen sehr nervösen Eindruck.

Marcus hätte sie gerne in den Arm genommen und sie getröstet, doch das war vor ihrem Geständnis nicht ohne Folgen möglich. Um ihr aber dennoch seine Unterstützung zu zeigen ging er auf sie zu und legte Vorsichtig einen Arm auf ihre Schulter, was sie ein wenig beruhigte, aber trotzdem schon einige skeptische Blicke auf sich zog.

Bei Katie kamen keinerlei Geräusche oder Gesprächsfetzen der Besucher an, viel mehr hatte sie sich immer weiter auf das Ticken der Uhr konzentriert. Als dann endlich nach einer ewig scheinenden halben Stunde die Türklingel erneut einen Laut von sich gab, atmete Katie zum ersten Mal an diesem Abend erleichtert aus.

Alicia betrat die Wohnung mit einem für ihre Situation irritierend fröhlichem Lächeln dicht gefolgt von ihrem Freund, der jedoch kein lächeln auf dem Gesicht hatte und sich der Situation nur mürrisch fügte.

Nachdem sich nun endlich alle ins Wohnzimmer begeben hatten, war es also soweit. Die beiden Slytherins wurde kritisch von den Anwesenden beäug, wobei man Adrian noch argwöhnischer ansah, da er keine Ausrede hatte, wie Flint, da er mit Katie eine Wohnung teilte. Niemand kam auf die Idee, dass sich dieses Treffen Sehrwohl mit diesen Slytherins beschäftigte. Mit Ausnahme natürlich von Angelina, die ein breites Grinsen nicht verbergen konnte.

Katie atmete einmal tief durch und wollte gerade beginnen mit ihren Freunden zu reden, als sie eine, ihr leider bekannte Stimme vernahm.

Ui, guck dir die ganzen Gesichter an, wie werden sie erst gucken, wenn du ihnen erzählt hast, welche neue sportliche Tätigkeit du mit deinem Mitbewohner teilst…"

Dabei dachte Katie, ihre lästige Stimme wäre verschwunden, aber da hatte sie sich wohl wieder mal geirrt. Sie ignorierte diesen Kommentar einfach und räusperte sich, so dass sie nun die volle Aufmerksamkeit ihrer Gäste genoss.

„Ihr wundert euch sicher alle, warum ich euch hier her bestellt habe, na ja einige wissen es schon und andere vermuten es sicherlich. Es geht im Grunde um mich und Marcus!"

„…Flint, was hat denn Flint damit zu tun und was macht überhaupt Pucey hier?"

Dieser Kommentar kam von niemand anderem, als von einem der Weasley Zwillinge.

„Bleib mal ganz ruhig Rotschopf und lass Katie aussprechen, dann klärt sich auch auf, warum ich hier bin!"

Gerade wollte Fred aufspringen und dem Slytherin an die Gurgel gehen, was bildete er sich eigentlich ein, er hatte ihm sicherlich nicht den Mund zu verbieten, aber bevor er auch nur entfernt an eine Schlägerei denken konnte, kam Katie ihm zuvor.

„Ich sage das jetzt nur einmal und das gilt für jeden, für wirklich jeden in diesem Raum, wer auch nur im Entferntesten daran denkt hier in meinen Vier Wänden eine Schlägerei anzufangen, flieg schneller raus, als er Quidditch sagen kann! Haben wir uns verstanden?"

Zustimmende Kommentare waren hier nicht nötig, die Anwesenden nickten nur Kurz mit ihren Köpfen und warteten ab, was nun kommen würde.

„Da das nun geklärt ist will ich euch über die neusten Ereignisse in meinen Leben in Kenntnis setzen, auch wenn einiges sicherlich nicht so von mir geplant war. Ob das nun gut oder schlecht ist kommt auf die Situation an. Einige von euch haben sicherlich den Artikel in der Hexenwoche über meine und Marcus Verlobung nicht überlesen könnten…"

Katie konnte noch nicht einmal ihren Satz zu Ende sprechen, als schon ein raunen durch die Menge ging, wobei Fred Weasley eher danach aussah als würde er gleich vor Wut platzen, Das Rot in seinem Gesicht, machte seiner Haarfarbe allerlei Konkurrenz.

„VERLOBUNG??"

Das war ja mal wieder sooooo klar, dass er nicht still sitzen kann, jetzt bin ich ja mal gespannt wie du ihn beruhigen willst!"

„Klappe jetzt, ich rede!"

Eigentlich war Katies Ausbruch ihrer inneren Stimme gewidmet, aber wie es dem Anschein hatte, wirkte es auch ganz wunderbar bei dem Weasley Zwilling, der nun zwar Kerzengerade mit weit aufgerissenen Augen auf dem Sofa saß, aber immerhin hielt er die Klappe.

„Ich wäre euch sehr dankbar, wenn ich erst einmal ausreden dürfte, bevor man mich unterbricht. Um diejenigen von euch ins Bild zusetzen, die nicht in den Genuss dieses wunderbaren von meinem Ex Freund inszenierten Artikel kommen konnten, liegt auf dem Wohnzimmertisch ein Exemplar aus. Sobald jeder von euch ungefähr über dessen Inhalt informiert ist, fahre ich mit meiner Erklärung fort!"

Die meisten der Anwesenden lenkten nun ihre Aufmerksamkeit auf den Artikel, so dass kaum jemand mitbekam, wie Marcus seine Freundin liebevoll in den Arm nahm und ihr beruhigend über den Rücken streichelte.

Angelina jedoch, die den Artikel schon in ihren Einzelheiten kannte, konnte das frisch verliebte Paar beobachten und zum wiederholten Mal stahl sich am heutigen Abend ein Lächeln auf ihre Lippen.

Nachdem alle den Artikel mehr oder weniger gelesen hatten, konnte man merken, wie die Stimmung von einem Moment zum anderen Umgeschlagen war. Die ehemaligen Gryffindors sahen nicht gerade begeistert aus, ob es jedoch an dem unverschämten Artikel oder an den dort in Aussicht gestellten Behauptungen lag, war für Katie nicht auszumachen. Also beschloss die junge Frau einfach mit ihrer „Beichte" Fortzufahren.

„Nun da ihr jetzt ein ungefähres Bild habt, möchte ich euch auch erklären, wie es zu diesem sichtlich unverschämten Artikel kam…"

In den nächsten Minuten klärte Katie ihre Freunde über jede Einzelheit auf, bis zu dem Zeitpunkt, als Marcus ihr zur Hilfe kam und das Gerücht ihrer Verlobung einen Weg in diese Welt fand.

„Flint, was Besseres ist dir ja wohl nicht eingefallen, als so was Absurdes oder wie?"

Wieder einmal konnte sich Fred nicht zurückhalten und suchte den schuldigen in Marcus. Jedoch hatte er mit den Widerworten seiner Freundin nicht gerechnet.

„Nun aber mal langsam Schatz, er hat ihr geholfen und irgendwie ist das ja schon süß!"

„Süß? Süß? Sag mal Schatz auf wessen Seite stehst du hier eigentlich?"

Angelina wurde langsam wütend auf ihren unverständigen Verlobten.

„Auf welcher Seite? Hier gibt es keine Seiten, falls du das noch nicht mitbekommen hast. Flint war hier derjenige der ihr geholfen hat und Alexander ist hier ganz offensichtlich der Übeltäter oder bist du so von Vorurteilen verblendet, dass du diese Tatsache nicht einmal bemerkst?"

Fred verstand die Welt nicht mehr, wie konnte seine Freundin sich jetzt gegen ihn stellen.

Die anderen Anwesenden jedoch hielten sich vorerst aus der Angelegenheit heraus, sie wussten, dass man einen Weasleyzwilling nicht bis zum äußersten Reizen sollte. Angelina hatte da einen Vorteil, als seine Verlobte würde er sie nicht zerfleischen, eher konnten sie es sich bei ihrem Temperament anders herum vorstellen.

„Ich glaube das einfach nicht….."

„Fred ich glaube Katie ist noch nicht fertig und Angelina hat irgendwo Recht, Alexander ist hier das Arschloch, Flint wollte ihr nur helfen, auch wenn auf eine sehr unkonventionelle Art und Weise, er ist eben Slytherin!"

Roger Davis hatte sich letzten Endes doch dazu erbarmt mal ein Wort mit Fred zu reden und ihn wieder auf den Boden der Tatsachen zu holen, denn so wie es aussah, hatte Katie ihnen noch mehr zu sagen, allein für diesen Artikel hätte sie diese Versammlung nicht einberufen.

Roger lächelte Katie aufmunternd zu, während Lee Jordan mit einem breiten Grinsen und zwei noch oben zeigenden Daumen signalisierte, dass sie nun fortfahren könne.

„Einverstanden, dann will ich mal weiter machen, denn sie Dinge haben sich nach diesem Artikel doch ein wenig anders Entwickelt als man vielleicht erwartet hätte…na ja mit Ausnahme von Angelina, du kannst übrigens aufhören so dämlich zu Grinsen…und dein „Ich habe es doch gesagt" kannst du dir auch gleich sparen…"

Nun war es auch an Flint neugierig zu schauen, konnte es etwa sein, das seine Freundin ihm etwas vergessen hatte zu sagen? Weiter trafen nun neugierige Blicke auf Angelina, die diese nur mit einem von einem lächeln begleitenden Schulterzucken quittierte.

Katie erzählte ihnen nun nach und nach von den Geschehnissen und auch von dem Speziellen Anruf ihrer Großmutter. Von Gefühlen jedoch, vermied sie bisher zu sprechen. Noch bevor sie auf ihre eigentliche Beziehung zu Marcus zu sprechen kam, viel ihr diesmal Lee ins Wort.

„Du willst uns doch nicht etwa sagen, dass du etwas mit diesem Slytherin angefangen hast?"

„Und was wäre daran so schlimm, wenn sie es hätte?" mischte sich nun Alicia ein, die sich bisher mehr im Hintergrund gehalten hatte.

„Seid ihr Mädels jetzt irgendwie alle dem Slytherin Fanclub beigetreten oder haben wir hier alle etwas verpasst?" war es wieder Fred der sich zu Wort meldete. „George sag doch auch mal was!"

Als dieser darauf hin nichts sagte, ging seinem Zwilling ein Licht auf.

„Du hast es gewusst! PAH Verräter!"

„Weasley beruhig dich, wir Slytherins sind keine Krankheit, versuch mal für fünf Minuten deine dummen Vorurteile zu vergessen und sei Erwachsen!"

Wenn Katie nicht schon früher darauf hingewiesen hätte, dass sie ohne mit der Wimper zu zucken ihre Freunde aus der Wohnung schmeißen würde, wenn sie sich prügeln würde wäre Fred nun aufgestanden und hätte Adrian in die Mangel genommen.

„Was mischt du dich eigentlich immer ein Pucey? Ich weiß gar nicht was du überhaupt hier zu suchen hast!"

„Er hat genauso das Recht hier zu sein wie du Fred, zufälligerweise ist er mein Freund!"

Mit einem Mal war es in der Wohnung totenstill. Die Freunde hatten an diesem Abend mit vielem gerechnet nur nicht im Entferntesten damit.

Der erste der seine Stimme wieder fand war Roger.

„Du meinst, du und er, ihr seid ein Paar?"

dabei zeigte er zuerst auf Alicia und dann auf Adrian.

Die beiden nickten nur bestätigend und dann passierte wieder etwas, womit niemand gerechnet hatte. Roger fing ohne Vorwarnung an laut zu lachen und konnte gar nicht mehr aufhören.

Dafür handelte er sich von den ehemaligen Gryffindors nur skeptische Blicke ein. Die meisten dachten, jetzt wäre auch er total durchgedreht.

Zwischen Lackkrämpfen die seinen ganzen Körper schüttelten, versuchte Roger seine Reaktion zu erklären.

„Leute ehrlich, dass ist zu Komisch, aber das war so voraussehbar, dass Slytherin und Gryffindor irgendwann mal zusammen kommen, ihr seid euch gar nicht mal so unähnlich!"

Gar nicht mal so unähnlich? Nun waren alle anwesenden davon überzeugt, dass es dem jungen Mann nicht wirklich gut gehen konnte. Wie kam er nur auf diese absurde Idee?

„Kommt Leute, so Unrecht habe ich gar nicht, ihr seid alle samt Sturköpfe!"

Auch wenn sich Slytherins nicht oft etwas eingestanden, so mussten Adrian und Marcus dem jungen Mann an diesem Punkt Recht geben. Sie waren Sturköpfe, mindestens genauso wie die Gryffindors.

„Last uns den übergeschnappten Ravenclaw mal ignorieren und zum Thema zurückkommen!" war es nun Alicia die damit mehr oder weniger ungewollt wieder die ganze Aufmerksamkeit auf sich zog.

„Und bevor ihr mich mit irgendwelchen Fragen bombardiert. Ja wir sind zusammen, dass war vielleicht nicht von Anfang an geplant, aber wir sind nun mal zusammen, wir sind Glücklich und wir Lieben uns…Nein Fred du wirst mich jetzt nicht unterbrechen!...und wenn ihr wirklich meine Freunde seid, dann akzeptiert ihr das auch. Ich hatte verdammte Angst euch die Wahrheit zu stecken, aber dann ist mir klar, dass wenn euch wirklich daran liegt das ich glücklich bin, das ihr diese Beziehung nicht nur toleriert sondern akzeptiert."

Wenn es vor einigen Sekunden noch ein „aber" gab, so war es jetzt verschwunden. Niemand wagte sich etwas dagegen zu sagen. Sie wussten ja irgendwo das Alicia mit allem was sie sagte Recht hatte, aber warum ausgerechnet einen Slytherin.

„Und ich finde ihr solltet Katie jetzt auch mal genau zuhören und sie nicht dauernd unterbrechen, es fällt ihr schon schwer genug, sie hat ein genauso ungutes Gefühl im Bauch wie ich es hatte. Und wenn ihr wirklich ihre Freunde seid, dann werdet ihr das alles auch verstehen oder es zumindest versuchen. Hier verlangt ja keiner von uns, dass ihr gleich mit den Slytherins Bruderschaft trinkt, aber wir verlangen das ihr Erwachsen genug seid ein friedlichen Verhältnis zu ihnen aufbauen zu können."

Damit übergab sie das Wort wieder an ihre Freundin, die von Alicias Mut mehr als beeindruck war. Und da war sie nicht die einzige. Adrian konnte es weder in Worten noch in Gedanken fassen, was er fühlt, als Alicia ihre Beziehung so klar verteidigte und sich definitiv für ihn entschied.

„Nun dann bin ich wohl wieder an der Reihe…..

Katie hatte nun zwar immer noch Angst vor der Reaktion, besonders nachdem was sie an diesem Abend schon alles miterleben musste, aber Alicias Rede hatte ihr Mut gemacht, den Mut den sie brauchte um endlich reinen Tisch zu machen.

„…und seitdem sind wir ein Paar. Und für mich kann ich das gleiche sagen, was Alicia zu euch gesagt hat, wenn ihr meine Freunde seid, dann freut ihr euch mit mir. Ich weiß, dass es unerwartet ist, aber Marcus ist derjenige, der mich glücklich macht und ich habe mich für ihn entschieden und bereue es nicht. Es bleibt nun an euch, ob ihr hinter mir steht oder ob ihr weiterhin ein kindischen Verhalten an den Tag legt und weiter bei euren Vorurteilen bleibt!"

damit hatten Katie vorerst alles gesagt und ein unglaublicher Stein fiel ihr vom Herzen. Angelina war die erste die aufsprang und ihre Freundin in den Arm nahm.

„Ich freu mich wirklich für dich, ganz ehrlich!"

und Angelina konnte man es auch ansehen, dass sie es genauso meinte wie sie es sagte.

„Ich glaube ich brauche jetzt was Hochprozentiges zu trinken…" war alles was Fred noch von sich geben konnte. Roger, Lee und alle anderen männlichen anwesenden nickten zur Bestätigung. Kaum ein paar Sekunden später kam Marcus mit ein paar Flaschen Feuerwiskey und bot diesen den Anwesenden Männern an.

Ohne lang darüber nachzudenken, vom wem der Whiskey kam, nahmen die Herren das Getränk danken an und vernichteten erst einmal eine kleine Menge davon um das gerade eben erfahrene verarbeiten zu können.

Marcus Angst Katie könnte sich gegen ihn entscheiden war völlig unbegründet gewesen und er war so voller Freunde, das sie sich so vehement für ihn entschieden hatte, das er sie am liebsten in den Arm genommen hätte und sie nie wieder los gelassen hätte, aber Katie war gerade von ihren Freundinnen umzingelt und er wäre da nur fehl am Platz gewesen.

„Ok Flint, du und unsere Katie!"

Lee wusste nicht genau wie er ein Gespräch mit dem Slytherin beginnen sollte, aber für den Anfang war dies mal gar nicht so schlecht.

„Sieht wohl so aus!"

Was konnte man auch mehr erwarten, eine Zwanglose Plauderei zwischen Gryffindors und Slytherins wäre für den Moment doch zuviel verlangt gewesen.

Nun kam Auch Adrian dazu und setzte sich den Gryffindors gegenüber. Es war eine ziemlich merkwürdige Stimmung, von der die Mädels jedoch nichts mitbekamen. Sie wussten, dass sie gerade jetzt fehl am Platze gewesen wären. Männer regelten solche Dinge nun mal auf ihre Weise, auch wenn diese nicht immer ganz so logisch war.

Fred stellte sein Glas auf den Tisch und atmete einmal kurz durch, damit er auch ja die Fassung bewahren konnte.

„Also…ich muss nicht sagen, dass ich nicht gerade begeistert bin dem was ich gerade erfahren habe, aber die Mädels sind erwachsen und ich kann mich da nicht einmischen…"

„..dann würde seine Verlobte ihm nämlich die Hölle heiß machen!"

„Danke Bruderherz für deine unglaublich nichts zur Sache beitragenden Kommentare!" zischte Fred seinem Zwilling zu, bevor er mit seiner Ansprache fortfahren konnte.

„…wie dem auch sei, was ich sagen wollte bevor mein Bruder mich so unhöflich unterbrochen hatte…"

„Was ja auch in der Familie liegt…"

Diesmal ignorierte Fred die Worte seine Bruders und fuhr Kommentarlos fort.

„…ich bin vielleicht nicht Glücklich mit den Entscheidungen der Mädels, aber ich akzeptiere sie, da sie anscheinend glücklich sind. Jedoch sage ich euch eins, wenn ihr den Mädels jemals wehtun werdet und glaubt mir ich erfahre davon, dann werden wir…"

„euch jagen…"

„…finden,…"

„und so lange verfluchen,…"

„..bis ihr euch wünscht…"

„…ihr wärt niemals einem Gryffindor begegnet,.."

„…geschweige den einem Weasley!"

die beiden Slytherins hatten ein paar Probleme mit dem Sprecher Wechsel, etwas, was sie an den Weasleyzwilingen abgrundtief hassten, aber die Botschaft war dennoch bei ihnen angekommen.

„Ok wir haben's verstanden, und was mich angeht kann ich euch versichern, dass ich Katie niemals wehtun würde, auch wenn ihr mir das nicht zutraut, ich Liebe sie und ich würde alles für sie tun!"

Ein Wort wie „Liebe" jemals aus dem Munde eines Slytherins zu hören, war das letzte was die Jungs sich jemals hätten vorstellen können, aber es genügte ihnen als Versicherung, dass man nicht mit ihren Mädels spielte.

„Das gleich gilt auch für mich, eher würde ich mich selbst verletzten, als das ich jemals zuließe das Alicia was passiert, ihr habt mein Wort, auch wenn es für euch nicht viel Wert ist."

Irgendwie kränkte diese Aussage die Zwillinge und ihnen wurde mit einem Mal bewusst wie überschüttet sie von ihren Vorurteilen waren, dass sie nicht einmal wahrgenommen hatten, das es sich bei den beiden Slytherins auch um Menschen handelte. Es waren eben immer nur Slytherins gewesen, dass sie dahinter auch Menschen mit Gefühlen und einem tatsächlich intakten Sozialleben handeln könnte, kam ihnen niemals in den Sinn.

„Gut dann hätte wir das geklärt, dann lasst uns darauf anstoßen!"

Die Slytherins schauten die beiden Zwillinge misstrauisch an und auch die anderen waren sich nicht so ganz sicher wie sie die Reaktion der Zwillinge zu deuten hatten.

„Komm schon Flint, ich will ja nicht gleich Bruderschaft mit dir trinken, es ist so etwas wie ein Friedensangebot…"

„...wie Alicia schon sagte, wir sind alle Erwachsen!"

Nun hob Adrian seine Augenbraun und konnte sich seinen Kommentar einfach nicht mehr verkneifen.

„Echt Leute, dieses gegenseitige Beenden der Sätze ist echt mal gruselig!"

„Glaub mir Pucey, das ist noch gar nichts, die beiden können noch schlimmer!"

war alles was Lee dazu sagte und dafür einen Ellbogen von Fred kassierte.

„Also was ist jetzt Flint? Pucey? …Frieden?"

„Einverstanden!"

kam es von beiden gleichzeitig.

Nachdem sie ihre Gläser wieder abgestellt hatten, schaute Fred wieder ernst und wandte sich dann wieder an Flint.

„Aber nur um das mal von Vorne herein klar zu stellen, wir sind jetzt keine Freunde!"

„Keine Sorge Weasley, das würde gegen meine ethischen Grundvorstellungen verstoßen!" erwiderte der Slytherin mit einem schmunzeln in der Stimme.

Es war wohl die merkwürdigste Situation überhaupt die es jemals zwischen den Häusern gab. Hier saßen sie nun, die bisherigen Todfeinde, zusammen in einem Wohnzimmer und tranken gemeinsam Whiskey.

Irgendwann gesellten sich die Mädels wieder dazu. Wobei Katie sich auf Marcus Schoss setzte und es sich dort gemütlich machte. Dieser war zuerst etwas verkrampft, lockerte sich jedoch nach einiger Zeit und schlang seine Arme um seine Freundin. Es war dennoch immer noch eine komische Zusammenkunft, was man auch an den stockenden Gesprächsthemen sehen konnte.

Im laufe der Zeit jedoch floss immer mehr Alkohol und die Stimmung lockerte sich ebenfalls ein wenig auf. Vollkommen löste sich der Sprichwörtliche Knoten jedoch erst nach einem kleinen Disput zwischen Angelina und ihrem Verlobten.

Angelina wollte es ihrer Freundin gleich tun und es sich auf dem Schoss ihres geliebten bequem machen, was diesem aber anscheinend nicht ganz in den Kram passte.

„Du willst dich doch nicht wirklich auf meinen Schoss setzen?"

„Doch warum sollte ich nicht….ich weiß nicht was daran so schlimm sein soll!"

Fred wippte unruhig auf der Couch hin und her bevor er seiner Freundin antwortete, was sich jedoch als großer Fehler herausstellen sollte.

„Schatz, aber meine Beine halten dein Gewicht nicht lange aus!"

Er bereute den Satz kaum, dass er ihn ausgesprochen hatte, als er in das Gesicht seiner Verlobten sah.

„FRED WEASLEY WILLST DU ETWA DAMIT SAGEN ICH SEI FETT?"

Dabei baute sich die junge Frau gefährlich vor dem Rotschopf auf.

„Nein…Schatz..so meinte ich das nicht…ich mein ja nur…das,…..also…!"

„Ja ich höre?"

Dem Weasley Zwilling fiel jedoch in diesem Moment nicht intelligenteres ein, als die Flucht

zu ergreifen, ein allheilmittel bei einer tollwütigen Gryffindor.

Angelina hatte die Verfolgung jedoch schnell aufgenommen, während die anderen sich köstlich über diese kleine Vorstellung amüsierten. Von da an war das Eis gebrochen und der Abend wurde für die vorausgesetzten Verhältnisse noch ganz nett, wenn man davon absah, dass sich Gryffindor und Slytherin bei egal welcher Diskussion nie einig waren.

Gegen zwei Uhr war die Wohnung bis auf Katie und Marcus leer.

„Und bist du zufrieden mit dem Ergebnis dieses Abends?"

Katie schaute ihren Freund mit einem lächeln an und bekräftigte ihre Antwort mit einem Nicken.

„Ja, es lief besser als ich gedacht habe. Ich kann immer noch nicht glauben, dass George es tatsächlich geschafft hat, Adrian ein paar seiner Artikel aufzuschwatzen."

Bei den Gedanken daran musste selbst der Slytherin schmunzeln.

„Ja glaub mir, ich kann es auch nicht wirklich glauben. Aber mal davon abgesehen, habe ich a heute ein wenig mehr Verständnis für die Männer aus dem Hause Gryffindor, wenn man sich vorstellt, was sie unter euch „Löwinnen" alles aushalten mussten und müssen…"

damit ergriff auch der Slytherin der Flucht in Richtung Schlafzimmer.

„Na warte…"

Kaum hatte sie die Schlafzimmertür durchschritten, legten sich zwei starke Arme um ihre Taille und Marcus schmiegte sich an seine Freundin.

„Das ist unfair und das weißt du, wie kann ich dir da noch lange böse sein!"

„Gar nicht mein Sonnenschein, das ist ja Sinn und Zweck der Sache!"

Katie schmiegte sich in seine Umarmung und fuhr dann mit ernster Stimme fort.

„Weiß du eigentlich wie froh ich bin, dich zu haben. Ich bin so stolz auf dich, dass du dich gegenüber meinen Freundin so höflich benommen hast, ich weiß das es dir in manchen Situationen sichtlich schwer fiel und das rechne ich dir wirklich hoch an!"

„Für dich tue ich alles mein Engel, dass weißt du, es war manchmal wirklich schwer Weasley nicht die Meinung zu geigen, aber mittlerweile habe ich wirklich Verständnis für ihn. Er kann einem richtig leid tun was Angelina da mit ihm gemacht hat…"

„Was hast du gesagt…?"

„Ich habe gesagt, dass er einem richtig...!"

„Nein nicht das, ich meinte, du hast sie Angelina genannt!"

„Ja, so ist schließlich ihr Name!" sagte der Slytherin lächeln.

„Ach wirklich? Scherz beiseite, seid wann denn Angelina und nicht mehr Johnson?"

„Seid dem wir uns das du angeboten haben!"

Jetzt war die junge Frau wirklich verwundert, wann sollte das denn bitte gewesen sein, so etwas gerade DAS hätte sie doch mitbekommen.

Na ja du kannst deine Augen und Ohren eben nicht überall haben…!"

Mental knebelte Katie ihre innere Stimme, so dass diese vorerst einmal die Klappe halten würde und wendete sich dann wieder ihrem Freund zu.

„Wann?"

„Als du kurz in der Küche warst, überrascht?"

„Ja doch ich muss sagen ich bin überrascht, aber positiv!"

„Siehst du ich kann auch „brav" sein wenn ich will!"

„Ja man sieht meine Erziehung fruchtet doch!" antwortete die junge Frau ihm übermütig

„Erziehung ja?...na warte Fräulein…."

Damit begann er die in seinen Armen wehrlose Frau durchzukitzeln und hob sie kurze Zeit später aufs Bett.

Das einzige was man in dieser Nacht noch aus dem Schlafzimmer vernehmen konnte, war unaufhörliches Gekicher und sonstige unartikulierte Laute.

Denn nächsten Tag hatte beiden nicht vor all zu früh zu starten, immerhin hatten sie beiden Frei und ihr Besuch war auch nicht gerade Zeitig gegangen. Jedoch wurde sie von dem penetranten Klingeln des Telefons aus dem Bett gerissen.

Katie bequemte sich nach genau 5 Minuten Dauerklingeln dann doch einmal aus dem Bett und begab sich zum Telefon.

„Katie Bell!" mehr brachte Katie nicht zustande, dafür war sie noch viel zu Müde. Dies jedoch änderte sich mit einem Schlag, als sie die hysterische Stimme von Teresa am anderen Ende der Leitung vernahm.

„Sie müssen sofort ins Büro kommen, hier herrscht Ausnahmezustand!"

„Teresa, ganz ruhig was ist denn passiert, es ist noch viel zu früh für so einen Stress!"

„Ja, aber der Minister, etwa unglaubliches….unfassbar, noch nie passiert….doch nicht Tod….alles in heller Aufregung!"

„Ganz ruhig, eins nach dem anderen, heißt das der Minister ist bei ihnen?"

„Ja!"

„Oh mein Gott, wie, warum?"

„Der Pfund gestern im Kellergeschoss….Sirius Black ist wieder da…er lebt!"

„…ich bin unterwegs!" damit hatte Katie aufgelegt um ihren Freund zu wecken, das war wirklich eine außergewöhnliche Angelegenheit, sie wusste noch nicht ganz genau, was ihre Abteilung damit zu tun hatte, aber sie beeilte sich lieber, Minister lies man nicht warten.


A/N: So, es hat lange gedauert, länger als ich es vor hatte. Aber ich hab es endlich geschafft. Leider war es in den letzten Wochen doch sehr stressig und ich kam nicht wirklich dazu etwas für diese Geschichte zu machen. Ich habe zum einen meine Spanischprüfung vorgezogen und soga mit einer 1 bestanden, also hat es sich gelohnt. Zur Zeit bin ich auch gerade meinen Umzug am Planen der bis Ende August vollzgen sein soll. Also ein wenig viel um die Ohren und eigentlich am Mittwoch auch wieder eine Klausur, aber ich habe mir gedacht ich durchkreuze mal ein wenig meinen Terminplan und hier ist das Kapitel. Ich hoffe es gefällt euch und ich würde mich wirklich über ein paar Reviews freuen, kommt schon, ich sehe doch das das hier gelesen wird, ich freue mich wirklich über alles was ihr schreibt.

ganz liebe Grüße und bis ganz bald (ich verspreche ich gebe mein bestes um schneller zu Updaten!!)

Midnight