Disclaimer: Diese Geschichte basiert auf Charakteren und Situationen, die das Geistige Eigentum von J.K.Rowling sowie von verschiedenen Verlegern, inklusive Bloomsbury Books, Raincost Books und Warner Bros. Inc.- jedoch nicht nur von diesen -sind. Ich verdiene hiermit Kein Geld, noch ist es meine Absicht, irgendwelche Copyrights oder Warenzeichen zu verletzen.


Kapitel XVI – Anwidernd, Arrogant, Alexander

Es war eine Sache ins Büro beordert zu werden, jedoch war es eine ganz andere dort auch wirklich hinzugelangen. Allein den Weg ins Ministerium als Schwierig zu bezeichnen, wäre noch zu harmlos ausgefallen. Sowohl Katie also auch Marcus waren beiden nicht sonderlich froh, an ihrem freien Tag so durch die Gegend zu hetzen, besonders nicht, als sie auf die Eingangskontrolle vor dem Ministerium aufmerksam wurden.

Mindestens 5 Auroren hatten sich davor platziert, wovon ein einiger dem Anschein nach kontrollierte wer dort ein- und ausging. Die anderen 4 schauten nur missmutig durch die Gegend und Katie war der festen Überzeugung, dass wenn Blicke töten könnten, sie in dem Augenblick als sie vor ihnen halt machte, gestorben wäre.

„Können sie sich Ausweißen?" vernahm Katie in einem alles andere als freundlichen Ton von ihrem Gegenüber, als sie ins Ministerium wollte.

„Ja natürlich!" damit hielt sie ihm höflich ihren Ausweis hin in der Hoffnung alles schnell hinter sich zu bringen. Aber diese Eingangskontrolle schnell hinter sich zu bringen, war wohl nur Wunschdenken.

„Und der Zweck ihres Aufenthaltes im Ministerium?" weiterhin hatte die Stimme des Aurors eher einen kalten und zunehmend unfreundlichen Unterton.

„Ich arbeite zufällig hier!" Katie hatte nun Probleme, weiterhin höflich zu sein. Immerhin hatte sie diesen Auror schon öfters im Ministerium gesehen und war sich sicher, dass dieser wusste wer sie war und dass sie hier arbeitete.

Marcus der von einem anderen Auroren kontrolliert wurde, hatte erst gar nicht probiert höflich zu sein und antwortete genauso unhöflich, wie die Fragen an ihn gestellt wurden.

„Und zu welchem Zweck sind sie an einem freien Tag hier, Mr. Flint?" fragte ihn nun der Auror wobei er Marcus Nachnamen eher ausspuckte und ihn dabei mit einem abwertenden Blick fixierte.

Nun reichte es auch Katie und sie mischte sich ein ohne darauf zu achten, was man sie selbst gerade fragte.

„Verdammt noch mal, man hat uns hierher beordert, es scheint wichtig zu sein und ich glaube nicht, dass es sehr Sinnvoll ist uns hier Stunden lang über unsinnige Dinge auszufragen!"

„Wir können ja schließlich nicht jeden hinein lassen, wir haben unsere Anweisungen!"

„Die haben wir auch und was sie hier veranstalten ist meiner Meinung nach Behinderung der Justiz, also lassen sie uns gefälligst in das Gebäude oder sie können was erleben!" Katie hatte sich mittlerweile in Rage geredet, es regte sie dermaßen auf, es konnte doch nicht wahr sein, dass man sie einfach nicht ins Gebäude lassen wollte.

„Beruhige dich Katie, sonst bekommen wir noch mehr Probleme!" dabei legte Marcus beruhigend seine Hand auf die Schulter seiner temperamentvollen Freundin.

„Von wegen Probleme, die einzigen die gleich Probleme haben werden sind DIE!" dabei deutete sie demonstrativ auf die 5 Auroren die den Eingang zum Ministerium bewachten.

Gerade als Katie ihren Zauberstab zücken wollte und auch die Auroren dabei waren zu reagieren erschien Arthur Weasley am Eingang.

„Gott sei dank, dass ihr da seid, wir warten schon die ganze Zeit auf euch. Wo wart ihr denn so lange?"

Die Auroren schauten sich einmal kurz an und machten dann den Weg für Katie und Marcus frei. Diese schossen jedoch beide nur mit vernichtenden Blicken zurück und gingen ins Ministerium.

„Die Eingangskontrolle hat es mit der Kontrolle etwas zu ernst genommen. Was ist hier eigentlich los, was meinte Teresa mit Sirius Black sei wieder da!"

„Nicht so laut, diese Angelegenheit trägt die höchste Sicherheitsstufe!" und um seine Aussage zu verdeutlichen, unterstrich er seine Aussage mit einer eindeutigen Geste.

Marcus konnte nur mit den Augen rollen. „Als wenn hier jemand unbefugtes zuhören könnte, hier kommt ja nicht mal eine Fliege ohne Ausweis und höchst wichtigen Grund herein!"

Arthur überhörte die Aussage des jungen Mannes absichtlich und machte sich auf den Weg zu den Fahrstühlen um dann mit den beiden jungen Anwälten in den 13. Stock zu fahren.

Dort angekommen wurde sie auch schon erwartet. Zu ihrem Missfallen war auch Alexander anwesend, aber wie sollte es auch anders sein, immerhin war er ja Abteilungsleiter, wenn auch ein nicht besonders guter.

„Schön, dass ihr auch endlich da seid!" begrüßte sie eben dieser mit einem abfälligen Lächeln.

Marcus nahm dies zum Anlass seinen Arm um Katie zu legen und diesem mit einem ebenso abfälligen Lächeln zu antworten.

„Entschuldige, dass wir zu spät sind, aber im Gegensatz zu gewissen anderen Leuten haben wir ein Privatleben!" und damit setze er sich zusammen mit Katie an den großen Konferenztisch, ohne sein Gegenüber noch eines einzigen Blickes zu würdigen.

„Nun da wir alle hier versammelt sind, müssen wir uns um ein aktuelles Problem kümmern. Wie sie alle mitbekommen haben, wurde das Ministerium gestern wegen eines Pfundes in den untersten Abteilungen evakuiert. Der Grund dafür ist, dieser Pfund war niemand anders als Sirius Black!"

Ein Raunen ging durch die Reihen, einige schienen überhaupt noch keinen blassen Schimmer zu haben was passiert war, aber immerhin war jedem der Name geläufig. Wie sollte es auch anders sein, alle anwesenden im Raum waren am Krieg mehr oder weniger Beteiligt gewesen.

„Beruhigen sie sich, ich will ihnen die Situation kurz schildern. Wie se wissen untersucht die Spezialabteilungen Artefakte jeglicher Art und auch so den Torbogen durch den Sirius Black nach unserem Kenntnisstand gefallen ist…."

Es war noch ziemlich früh am Morgen, die Spezialabteilung bestehend aus 2 Auroren, 2 Forscher auf dem Gebiet der magischen Artefakte und ein Fluchbrecher, jedoch war schon voll und ganz in ihre Arbeit vertieft.

Clarissa, kannst du mal kurz herkommen, ich glaube ich habe etwas gefunden!"

Der junge Mann hatte unter einer Schicht Moos und Erde einige alte Keltische Zeichen gefunden, die er nicht so recht entziffern konnte.

Was meinst du was diese Zeichen bedeutet? Ich kenne mich mit keltischen Schriftzeichen nicht sehr gut aus."

Clarissa sah sich die Zeichen genau an, war sich dennoch ebenfalls nichts ganz sicher.

Ich bin mir nicht ganz sicher, das hier könnte sowohl Tod als auch Leben bedeuten. Nur bei dem hier ganz links bin ich mir ganz sicher, das es „Austausch" bedeutet!"

Austausch?... Austausch von was? Kannst du noch weitere Zeichen erkennen?"

Von was, witzig, ich kann vielleicht Runen lesen, aber fürs Hellsehen frag doch lieber wen anders. Erkennen, mal sehen, das hier, siehst du diesen strick von dem zwei Äste ausgehen, das ist allgemein geltend ein Elch und trägt die Bedeutung von Auferstehung. Das ist das einzige was ich noch erkennen kann…die anderen Runen sind zu sehr beschädigt, dass ich sie entziffern könnte!"

Schade eigentlich, ich dachte wir kommen endlich voran!" damit strich der junge Mann enttäuscht über die Eben von Clarissa erklärte Rune, als plötzlich der Torbogen zu vibrieren begann und die einzelnen Runen anfingen zu leuchten.

Verdammt Peter, was hast du gemacht?" schrie die erschrockene Clarissa neben ihm auf.

Und kaum zwei Sekunden später waren auch die anderen Teammitglieder bei ihnen, um zu sehen was passiert war.

Ich habe nichts gemacht, du stehst doch die ganze Zeit neben mir!" verteidigte sich der junge Mann.

Ein etwas älterer Mann der ebenfalls zu der Gruppe gehörte trat näher an den Torbogen und zückte zur Vorsicht seinen Zauberstab. Immerhin wusste keiner was passieren würde.

Langsam zückten auch die anderen nach und nach ihre Zauberstäbe und postierten sich rund herum um den Bogen, sie waren auf alles gefasst.

Doch es passierte einfach nichts. Mit der zeit wurde das Leuchten immer schwächer und erlosch dann vollkommen.

Der ältere Mann war der erste der sich zu Wort meldete.

Was zum Henker war denn das?" und deutete dann auf den nun wieder völlig normal aussehenden Torbogen.

Das Henk, nennt man einen Fortschritt!" verkündete Clarissa ganz stolz.

Die anderen sahen nur skeptisch in Richtung magisches Artefakt. Ein Fortschritt sah für sie doch ein wenig anders aus. Jetzt hatten sie eher noch mehr Rätsel zu lösen. Dieses Projekt würde sie wahrscheinlich nie lösen können.

Ich bin dafür, dass wir erst einmal einen Bericht über das „Leuchten" oder was auch immer es war verfassen und uns dann um diese Runen da kümmern!" machte Peter den Vorschlag.

Was für Runen?" mischte sich nun eine mehr oder weniger auffällig gekleidete Frau ein, die zwar zu der Gruppe gehörte, sich jedoch die ganze Zeit über eher dezent im Hintergrund aufgehalten hatte.

Clarissa deutete auf die keltischen Schriftzeichen, die sie kurz zuvor mit Peter betrachtet hatte, traute sich jedoch nicht diese zu berühren.

Interessant, aber Peter hat recht, wir sollten zuerst einmal einen Bericht verfassen!" damit wandte sich die ungewöhnlich gekleidete Frau um und machte sich zusammen mit den anderen in Richtung Ausgang.

Genau in diesem Moment begann der Torbogen erneut zu leuchten, diesmal wurde es jedoch immer stärker bzw. eher geller, so dass sich Clarissa schützend eine Hand vor ihr Gesicht halten musste, um überhaupt noch etwas erkennen zu können.

Was zum…." Aber weiter kam Henk nicht, denn zusätzlich zu dem Leuchten, verbreitete sich ein ohrenbetäubendes Geräusch, so dass sie nicht mehr wussten, was sie zuerst schützen sollten, ihre Ohren oder ihr Augenlicht.

Das gesamte Spektakel dauerte einige Minuten an und fand schließlich seinen Höhepunkt, als ein riesiger in Licht gehüllter Klumpen, aus dem Torbogen katapultiert wurde. Danach verstummte alles und das Licht erlosch mit einem Mal ohne vorher abzuschwächen.

Clarissa musste sich zuerst an die veränderten Lichtverhältnisse gewöhnen, sie sah noch überall kleine leuchtende Kugeln durch die Lüfte schweben. Jedoch hielt es sie nicht davon ab ihren Zauberstab zu zücken und langsam auf den besagten Klumpen zuzugehen. Auch ihre Kollegen hatten die gleiche Idee und schon hatten sie sich um diesen in einen Kreis formiert, wobei sie ihre Zauberstäbe gezielt auf ihn richteten.

Auch das leuchten, welches diesen Klumpen umhüllt hatte erlosch langsam und sobald sich alle wieder an die vorhandenen Lichtverhältnisse gewöhnt hatten, konnte sie zweifelsfrei erkennen, dass es sich bei dem Klumpen um eine menschliche Gestalt handelte. Genau genommen um einen Mann, der zwar atmete, allem Anschein nach, jedoch nicht bei Bewusstsein war.

Henk stupste den Körper kurz mit seinen Fuß an, so dass dieser sich auf die Seite drehte und man nun das Gesicht des Mannes ganz klar erkennen konnte.

Jeder der Anwesenden hielt für einen Moment die Luft an, während sie immer noch mit erstaunen die Gestalt musterten.

Das konnte nicht wahr sein. Was sie hier vor sich sahen war vollkommen unmöglich. Oder war es doch möglich? Jeder von ihnen dachte wohl, er leide unter Wahnvorstellungen, aber die Sicherheit das sie nicht alleine waren, mit dem was sie sahen, bekamen sie, als Clarissa das aussprach, was keiner so wirklich glauben konnte.

Das ist unmöglich…das….das ist Sirius Black!"

Mittlerweile war des totenstill um den Konferenztisch herum. Auch hier konnte sich niemand erklären, was dort unten passiert war. Jedoch war jedem klar, dass gerade ihre Abteilung nicht hier war, um dies aufzuklären, es gab sicherlich noch etwas, von dem sie bisher nichts wussten.

„Nicht das es mich nicht interessieren würde, es freut mich ja wirklich das wir so eine „Entdeckung" gemacht haben, aber was sollen wir hier? Meinen sie nicht sie verschwenden meine…ich meine unsere Zeit?" war es Alexander der sich als erstes wieder zu Wort meldete.

Katie verdrehte nur die Augen und war sich Heute, was sehr selten vorkam, einig mit ihrer kleinen inneren Stimme. Alexander war solch ein Idiot. Warum hatte sie das früher nur nie gesehen?

„Wenn sie nur ein paar Minuten geduld haben, erkläre ich ihnen die Situation!"

erklärte sich der Sprecher. Katie kannte ihn schon von den Hauptversammlungen im Ministerium. Er gehörte zu einer der mächtigsten im Ministerium, es wurde sogar spekuliert, dass der Minister nur eine Marionette war und er einer der Leute die Leise im Hintergrund die Fäden zogen.

„Wie dem auch sei. Es ist viel Zeit vergangen seitdem Sirius Black damals verschwunden ist und wie sie alle wissen ist heute seine Unschuld längst bewiesen. Jedoch haben wir ihnen allen ein paar Informationen vorenthalten…"

Eine Tatsache die den Anwesenden sehr wohl bewusst war, mochte auch jemand anderes im Amt des Zaubererministers stecken, so fuhr das Ministerium immer noch die Geheimhaltungs- und Vertuschungsschiene.

„…zu Zeiten von Sirius Blacks „Verurteilung" war wie sie alle wissen noch Millicent Bagnold im Amt der Zaubererministerin. Wie sie wissen schob sich zu dieser Zeit Bartemius Crouch sr. In den Vordergrund, der zuerst als sicherer Nachfolger für das Amt des Zaubererministers vorgesehen war. Mrs. Bagnold hatte kaum Kontrolle über das was unter ihr geschah, sie war während der ersten Schreckensherrschaft des dunklen Lords sichtlich überfordert. Ein Grund warum Crouch sr. gemeinsam mit ein paar wenigen anderen wie soll ich es ausdrücken, Dinge taten auf die das Ministerium nicht stolz sein kann."

Bis hierhin waren alle Anwesenden dem Anschein nach voll informiert, der eine mehr der andere weniger, aber alle waren gespannt, was man ihnen nun offenbaren wollte. Eines war sich jedoch Marcus ganz sicher. Hatte man früher mit Crouch eine unmögliche Wahl für die Leitung der Abteilung für magische Strafverfolgung getroffen, so war man heute nicht schlauer geworden, als man nun Alexander diese Leitung übergab.

„…nun um auf das eigentlich zu kommen. Gemeinsam mit einigen Einflussreichen Leuten wollte Crouch seine Macht demonstrieren indem er mit höchst fragwürdigen Methoden gegen Todesser vorging. Für ihn wurde es zu einer Art Besessenheit. Als man Sirius Black vorfand, gab es genügend Muggel die Zeugen der „Tat" waren. Jedoch keine Zeugen die den Mord an Peter Pettigrew gesehen hatten, im Gegenteil, es gab genug Zeugen die Sirius Blacks Unschuld beteuerten und die den wirklichen Ablauf des Geschehens beobachtet hatten. Crouch passte das ganze jedoch gar nicht, die Gefangennahme von Sirius Black würde seine Methoden rechtfertigen und er konnte an ihm ein Exempel statuieren. Er änderte gemeinsam mit einigen ihm vertrauten Personen die Gedächtnisse der Muggel, lies die Zeugenaussagen verschwinden und brachte Sirius Black mit ruhigen Gewissens unschuldig nach Askaban. Bisher war dies nicht aktuelles Thema, aber jetzt da er wieder da ist, hat das Ministerium beschlossen seine Schuld rein zu waschen…"

Katie war sich nicht sicher, was sie davon denken sollte, die wusste schon immer das es korrupt zuging, wenn Menschen, insbesondere Zauberer um Machtstellungen kämpften, aber auf die Kosten von derer die für den Frieden ihr Leben bereit waren zu Opfern, dass ging zu weit. Zudem fand sie das Ministerium heuchlerisch. Jetzt, jetzt wo sein Ruf in Gefahr stand, erst jetzt hatten sie ein klarstellungs- Interesse.

Marcus wusste weder was er dazu sagen noch was er denken sollte. Die Seiten im Krieg waren wohl wirklich nicht immer eindeutig Schwarz oder weiß gewesen. Weder im ersten noch im zweiten. Aber Leute wie er mussten ein Lebenslang dafür büßen, dass sie in die falsche Familie geboren oder in das „falsche" Haus einsortiert wurden. Und solche Grausamkeiten auf Seiten des „Lichts" wurden einfach so ohne weiteres unter dem Teppich gekehrt…

„Nun ja , hier habe ich die Namen derjenigen die damals in diesen Skandal verwickelt waren und heute noch leben, ich möchte das sie Anklage erheben. Offiziell distanziert sich das Ministerium von den damaligen Taten und wird nun durch ihre Hilfe die Strafverfolgung einleiten…besser spät als nie!"

„Ja und auch noch aus so einem edlen Grund!" murmelte der Slytherin mürrisch vor sich hin.

„Entschuldigung, haben sie etwas gesagt?" wandte man sich nun an Marcus.

Dieser schüttelte nur mit dem Kopf, dazu hatte er nun wirklich nichts mehr zu sagen. Was würde es auch ändern. Das Ministerium blieb was es war Scheinheilig, daran würde eine hitzige Diskussion auch nichts ändern. Unter dem Tisch nahm Katie seine Hand und versuchte ihn aufmunternd anzulächeln, was ihr jedoch nur halb gelang, da sie selbst nicht wirklich begeistert über die ihre eben offenbarte Neuigkeit war.

„Das ist doch kein Problem, ich werde den Fall natürlich persönlich übernehmen!" spielte sich wieder einmal Alexander in den Fordergrund, so dass Katie am liebsten ihr Frühstück wieder hoch gekommen wäre, aber leider hatte sie auch heute Morgen keine Zeit dazu gehabt.

„Das ist sehr nett Mr?... Wood richtig? Aber wir haben entschieden, dass der Fall zu wichtig ist. Wir haben uns für Miss Bell und Mr. Flint entschieden. Sie sind die besten Anwälte die wir haben!"

Das hatte gesessen, man konnte es an der Farbe sehen, die in Sekunden aus Alexanders Gesicht gewichen war. Was bildete sich dieser Mann eigentlich ein. Alexander war Fassungslos.

Katie und Marcus jedoch konnte es immer noch nicht fassen. Katie reagierte als erstes…

„Ja natürlich…aber…"

„…aber die beiden können das nicht machen, sie sind zur Zeit viel zu beschäftigt, sie müssen zur Zeit sehr viel Aktenarbeit machen, die ich ihnen am Ende der letzten Wochen zugeteilt habe!" damit dachte Alexander er könnte das Ruder herum reißen, jedoch hatte er sich getäuscht.

„Dann werden sie die Aktenarbeit für die beiden übernehmen, sie haben jetzt etwas Wichtigeres zu tun und damit ist die Sitzung beendet!"

Und schneller als jemand noch etwas darauf erwidern konnte war er auch schon verschwunden.

Man konnte sagen, dass Alexander wütend war und das konnte man ihm auch förmlich ansehen.

„Na mit wem hast du geschlafen, dass ihr diesen Fall bekommen habt?"

Marcus war so wütend über diesen Idioten, er war anscheinend wirklich ein schlechter Verlierer oder er nahm wirklich an, das jeder Erfolg auf solch billige Methoden zurückzuführen war, welche er zu benutzen pflegte.

„Tut mir leid dich enttäuschen zu müssen, aber meine Freundin hat so was nicht nötig, aber vielleicht bekommst du denn Fall ja doch, wenn du dich dem Vorstand anbietest Alexander, ich bezweifele nämlich keine Sekunde das du so tief sinken würdest!"

Damit dreht sich der junge Mann um, nahm die Hand seiner Freundin und verließ zusammen mit ihr den Saal um sich au den Weg in ihr Büro zu machen. So konnte er nicht mehr sehen, wie Alexander vor Wut die Fäuste ballte.

„Ich glaube nicht, dass du das gerade wirklich gesagt hast." Meinte Katie ihrem Freund zugewandt.

„Ich konnte sein Gerede einfach nicht mehr mit anhören, der Kerl hat ein größeres Ego, als es jemals ein Slytherin haben könnte und das meine liebe muss man erst mal schaffen!"

„Ja da gebe ich dir wirklich Recht, euch zu übertreffen erfordert einiges." Und um ihn ein wenig zu ärgern kniff sie ihm in die Seite und zwinkerte ihm lächelnd zu.

„Na warte, komm du mir heute Abend nach Hause...!" gab der Slytherin nur verschwörerisch lächelnd zur Antwort.

Als sie das Büro betraten, war Teresa ebenfalls anwesend und schon ziemlich neugierig, was denn nun wirklich los war, schließlich hatte man sie nur mit dem nötigsten Wissen versorgt, was so gut wie nichts war.

Mit einer riesigen Tasse Kaffee versammelten sich alle gemeinsam in Katies Büro und klärten zuerst einmal Teresa auf. Dieser war Feuer und Flamme, endlich ein großer Fall.

„Aber ich verstehe immer noch nicht, warum das Ministerium das alles so lange vertuscht hat." Sprach Teresa das aus, was heute so vielen durch den Kopf gegangen war.

„Das ist doch klar, man wollte die Gewinnerseite, die Seite des Lichts nicht unnötig in den Schmutz ziehen. Alle war klar das beide Seiten nicht immer mit fairen mitteln kämpften. Man hat zwar vieles gerechtfertigt, die grausamsten Methoden, schließlich hatte man einen schlimmen Feind, den schlimmsten überhaupt, das kann man gar nicht beschönigen. Aber das, diese wir Opfern eine gute Seele für die Sache, gerade auf diese Art und Weise hätte einen Handfesten Skandal gegeben und das Ministerium hätte seine sowieso schon sehr schwächliche Stellung gänzlich eingebüsst." Erklärte Marcus, nicht ohne deutlich zu machen, wie sehr er die Methoden missbilligte.

„Ich verstehe, aber warum jetzt!"

Nun mischte sich Katie auch ins Gespräch ein.

„Heute wie damals geht es immer noch um Macht, das Ministerium will eine reine Weste und sich jetzt als Beschützer der Unschuldigen darstellen, wenn sie nicht selbst handeln, wird es vielleicht Sirius Black tun. Das ist dann wohl Schadensbegrenzung."

„Und was passiert nun mit Mr. Black?" interessierte nun Teresa.

„Dazu wurde uns nichts gesagt, aber sicherlich wird Hermine Granger was wissen, wenn ich sie demnächst mal bei den Weasleys treffe, wird eich sie fragen. Seine Unschuld ist immerhin bewiesen…aber es wird schwer sich wieder in die Zauberergemeinschaft zu integrieren.

Alle nickten stumm und hingen ihren Gedanken nach, bis Teresa plötzlich etwas Wichtiges einfiel.

„Bevor ich es vergesse, ich muss sie dringend an den Ball im Ministerium erinnern. Es bleibt doch dabei, das sie beide gemeinsam dort hingehen?"

Das hatten sie ja während der ganzen Aufregung völlig vergessen. Aber nun gut, was sein musste, musste nun mal sein. Obwohl es den beiden nicht sonderlich gefiel, das sie dort zwangsweise wieder auf Alexander treffen würden. Irgendjemand müsste ihn definitiv mal von seinem hohen Ross herunter holen.

„Natürlich gehen wir zusammen hin…das hatte ich wirklich total vergessen, ich muss mir unbedingt was passende zu Anziehen besorgen. Am besten ich gehe Morgen mit den Mädels Shoppen, du hast sowieso etwas anderes vor!" dabei sah sie ihren Freund mit Bestimmtheit an.

Und ob er etwas vor hatte, zwar begeisterte ihn die Situation nicht wirklich, aber er würde nicht drum herum kommen. Er hatte Katie schließlich versprochen, die Aussprache mit Oliver zu suchen. Zuerst einmal alleine, damit Katie sich nicht noch mehr aufregte. Vielleicht war ein Gespräch unter Männern genau das was sie beiden brauchte. Auch wenn Marcus bezweifelte das sie sich sehr gut verstehen würden oder irgendwelche Gemeinsamkeiten finden könnten.

„Ja ich weiß, ich freu mich so riesig auf dieses Gespräch…"

Teresa beäugte beide mit einem misstrauischem blick, entschloss sich dann aber lieber nichts zu sagen und lies die beiden lieber alleine. Wer weiß was die beiden da noch zu besprechen hatten. Da wollte sie nun wirklich nicht stören, auch wenn sie so ziemlich neugierig war.

„Jetzt hab dich mal nicht so Marcus, verspreche mir nur, dass ihr euch nicht wieder prügelt!"

bat Katie ihren Freund.

„Ich verspreche dir nur, dass ich mich höchstens verteidige, nicht mehr und nicht weniger. Ein versprechen sich nicht zu prügeln solltest du lieber Wood abnehmen." Damit verschränkte der Slytherin die Arme vor der Brust.

Das konnte ja noch heiter werden, da war sich die junge Frau mehr als sicher.

„Lass uns das Thema wechseln, ich will jetzt nicht streiten. Also wie wollen wir an den Fall herangehen?"

„Du hast Recht. Also ich habe mir gedacht, wir arbeiten erst einmal die Aussagen auf, die das Ministerium rekonstruieren konnte und werden dann die auf unserer Liste stehenden Leute einer nach dem anderen befragen, natürlich nicht ohne eine Begleitung eines Aurors."

„Gute Idee, solange es keiner von der netten Eingangskontrolle ist. Ich kann die Gesichter mancher Personen zurzeit einfach nicht ab!" antwortete Marcus seiner Freundin und lehnte sich tief in den Stuhl hinein.

Katie war genauso wenig begeistert wie er. Auch sie hatte sich ihren freien Tag doch etwas anders Vorgestellt, schon allein da sie sich beide von den Strapazen der letzten Tage erholen wollten. Aber es sollte wohl nicht sein.

Sie arbeiteten fast den gesamten Tag an den Akten und verließen erst gegen 21 Uhr das Ministeriumsgebäude um gemeinsam nach Hause zu apparieren.

„Wenn du mich fragst, ich könnte bald Urlaub gebrauchen, aber einen wo man uns auf keinen Fall erreichen kann."

Ohne ein Wort zu verlieren Stimmte Marcus seiner Freundin durch ein Nicken zu. Auch er war von den Ereignissen der letzten Zeit geschlaucht und wünschte sich nichts sehnlicher als einen gemeinsamen Urlaub mit seiner wunderschönen Freundin.

Kaum in ihrer Wohnung angekommen machten es sich die beiden auf dem Sofa gemütlich. Katie legte sich in die Arme ihres Freundes und atmete seinen Duft ein. Er machte zweifellos süchtig.

„Du kannst wohl gar nichts genug von mir bekommen, was?"

Katie grinste ihn zuerst nur an und als sie ein ganz bestimmtes Glitzern in seinen Augen sah, konnte sie sich eine Antwort doch nicht verkneifen.

„Was erwartest du jetzt für eine Antwort von mir. Also ehrlich als wenn ich jetzt noch dein Ego puschen würde. Das hast du gar nicht nötig und das weißt du selbst!" und auf ihrer Antwort folgte ein zärtlicher Kuss.

„Ach hab ich das nicht? Gut zu wissen…!" zwinkerte der Slytherin ihr zu.

Es war neu für ihn, sie hier so in seinen Armen zu halten. Es war ein Gefühl, das ihn nach langer Zeit endlich ganz ausfüllte. Er konnte sich wirklich daran gewöhnen dieses „Kuscheln" war gar nicht mal so schlimm. Aber wenn je einer der Weasley Zwillinge davon erfahren würde, würde er sie töten müssen, egal wie viel Feuerwiskey sie zusammen getrunken hatten. Schließlich hatte jeder Slytherin seinen Stolz.

Nach einiger Zeit beschlossen die beiden, nachdem sie ununterbrochen gähnen mussten, ins Bet zu gehen. Es war schließlich ein unfreiwillig langer Tag geworden und sie hatten am nächsten Tag noch einiges vor.

Marcus war berechtigter Weise nicht sonderlich begeistert, was ihn am nächsten Tag erwartete, aber er würde es Katie zu Liebe auf sich nehmen.

Kaum hatten sich beide in Marcus Bett gekuschelt, waren sie auch schon in die Traumwelt abgedriftet.

Währenddessen im Ministerium befand sich nur noch ein Mitarbeiter um diese Uhrzeit, niemand anders als Alexander Wood, der seine Wut gegenüber dem frisch verliebten Paar nicht wirklich verbergen konnte.

Er musste sich irgendetwas überlegen, aber ihm viel nichts ein, was er hätte tun können um sich an den beiden zu Rächen. Wobei, die beiden nicht wirklich etwas getan hatten, es war eher sein verletzter Stolz den er zurück wollte.

In seiner blinden Wut begab er sich in das Büro der beiden und verwüstete dies aufs äußerste. Stühlen, Akten und alle möglichen losen Gegenstände flogen durch die Gegend und am Ende war nur noch ein Schlachtfeld übrig. Es würde Tage dauern, dieses Chaos wieder zu beseitigen. Sie sollten doch mal sehen, wie sie dann an ihren ach so großen Fall arbeiten sollten.

Was Alexander aber übersehen hatte war, dass als er seiner Wut freien lauf lies, er seinen Siegelring verloren hatten und dieser genau unter Katies Schreibtisch gerollt war.

Zufrieden mit seinem Werk machte der arrogante junge Mann sich auch auf den Weg nach Hause, nicht ohne vorher noch einen Abstecher in ein nicht sehr seriöses Viertel zu machen und dort ein weiteres Mal seiner Wut Luft zu machen, diesmal jedoch eher auf andere aber nicht weniger leidenschaftlicher Weise. Auch wenn die ein oder andere Dame bei dem Wort Leidenschaft in Verbindung mit Alexander Wood ungläubig ihr Augenbraun heben würde.

Jedoch wusste Alexander zu diesem Zeitpunkt noch nicht, dass gerade diese aus Wut erfolgte Tat ihre Folgen haben sollte. Er hätte es als ehemaliger Gryffindor besser wissen müssen, dass man sich nicht mit einer Löwin und auch mit keiner Schlange anlegt und erst recht nicht mit einem Rudel von Löwen die von zwei gewissen Schlangen mehr oder weniger unterstützt werden.

Die erste die am nächsten Morgen das Chaos vorfand war Teresa.

„Bei Merlin, wer macht denn so was?"

Da sie jedoch wusste, dass Katie sowie Marcus genug um die Ohren hatten und sie noch früh genug davon erfahren würden, beseitigte sie das Chaos mit der Hilfe einiger Ministeriums Mitarbeiter, nachdem das ganze jedoch auf Fotos festgehalten wurden.

Als sie noch einmal alle Ecken absuchte, ob auch wirklich nichts vergessen wurde, fand sie Alexanders Siegelring. Zwar wusste sie nicht so Recht, was sie da in der Hand hatte, aber Katie oder Marcus wüssten sicherlich mehr damit anzufangen als sie. Also verstaute sie den Ring in ihrem Schreibtisch und beschloss die beiden Anwälte erst am nächsten Tag mit der Angelegenheit zu behelligen. Schließlich hatten beide etwas vor. Sie wusste zwar nicht genau was, aber es musste etwas wichtiges sein, so wie sich das Gespräch am Vortag angehört hatte.

So ordnete Teresa noch schnell die Akten des aktuellen Falls, legte noch ein paar neu eingetroffene Schriftsätze dazu und schloss dann das Büro ab. Diesmal nicht ohne ein paar extra Sicherungszauber, man konnte schließlich nie wissen.


A/N:

So da bin ich wieder. Ich hoffe die es war nicht so schlimm das ihr fast 3 Wochen warten musstet, aber keine Sorge ich gebe dieses Projekt nicht auf. Ich arbeite dran öfterds zu Updaten, aber jetzt gegen Ende des Semesters bin ich wie immer in Zeit engpässen. Aber ich gelobe mich zu bessern ;-) Erst einmal danke, ich freue mich über jedes einzelne Review und würde mich freuen wenn sich auch der ein oder andere Schwarzleser outen würde ich hoffe euch hats gefallen und ihr hinterlasst mir einen kleinen Kommentar.

bis ganz bald ;-)

lg, Midnight