Disclaimer: Diese Geschichte basiert auf Charakteren und Situationen, die das Geistige Eigentum von J.K.Rowling sowie von verschiedenen Verlegern, inklusive Bloomsbury Books, Raincost Books und Warner Bros. Inc.- jedoch nicht nur von diesen -sind. Ich verdiene hiermit Kein Geld, noch ist es meine Absicht, irgendwelche Copyrights oder Warenzeichen zu verletzen.


Kapitel XVII –Aufgeschoben….heißt nicht Aufgehoben…

Marcus hatte sich schon geistig auf einen Schlagabtausch mit dem ehemaligen Quidditch-Tyrann der Gryffindors eingestellt, als Katie ihm einen Strich durch die Rechnung machte.

Katie war schon ziemlich früh aufgestanden, da sie nicht mehr Schlafen konnte, weil ihr das bevorstehende Gespräch zwischen ihrem Freund und ihrem besten Freund nicht aus dem Kopf ging. Schlussendlich kam sie zu dem Ergebnis, dass es vorerst besser war, sie würde zuerst allein mit Oliver sprechen, wenn alles gut lief, könnte sie die beiden immer noch aufeinander loslassen. Immerhin sollte man sich nur in die Höhle des Löwen wagen, wenn dieser schon gegessen hatte. Und wenn Marcus auf Oliver traf, ohne dass sie vorher vermitteln würde, wäre eine Katastrophe vorprogrammiert, man denke da nur an ihr letztes Zusammentreffen.

Auch wenn Marcus sich nicht wirklich auf das Gespräch gefreut hatte, war er irgendwie…na ja enttäuscht könnte man nicht sagen…eher etwas mürrisch, immerhin war er eine Person, die unangenehme Sache so schnell wie möglich hinter sich brachte und dieses Gespräch, war solch eine Sache. Dadurch, dass sich Katie nun als erstes „opferte", hieß nicht, dass es komplett entfallen würde. Schließlich war aufgeschoben ja nicht aufgehoben…leider.

„Ich weiß wirklich nicht ob die Idee, dass du erst mit ihm redest, besser ist. Immerhin bleibt es die gleiche Angelegenheit!"

Nun war es einmal an Katie gekonnt die Augenbraun in die Höhe zu ziehen

„Na ja etwas anderes ist es ja immerhin schon, immerhin hat Oliver bei mir nicht das Bedürfnis sich zu prügeln!"

Geschlagen nickt der Slytherin seiner Freundin nur zu und trank dann einen Schluck Kaffee.

„Und was wird nun mit deiner geplanten Shoppingtour?"

Katie begann diesmal bis über beide Ohren zu grinsen. „Aufgeschoben ist schließlich nicht Aufgehoben!"

Schon beim Klang dieser Worte verdrehte der junge Slytherin seine Augen, was dem einen positiv erschien, war dem anderen ein Graus und gerade diese Redensart war Marcus zur Zeit nicht beliebteste.

„Ich werde mich dann mal auf den Weg machen, ich hab Oliver schon eine Nachricht zukommen lassen, dass wir uns heute zum Kaffee treffen. Freunde hin oder her, ein Privates Gespräch kann man auch in der „Öffentlichkeit führen, sicher ist sicher!" mit diesen Worten gab Katie ihren verdutzt schauenden Freund einen kurzen Kuss, zwinkerte ihm zu und verschwand aus der Wohnung, nachdem sie noch einmal herzhaft in ihr Croissant gebissen hatte.

Der Slytherin derweil machte es sich im Wohnzimmer bequem, da er ja am heutigen Tag doch nichts mehr vorhatte und versuchte seine freie Zeit zu genießen so gut wie es ihm nun mal möglich war mit dem Gedanken im Hinterkopf, dass sie seine Freundin nun ein weiteres Mal in die Höhle eines Löwen begab, doch in diesem Falle ohne Beistand.

Katie bevorzugte es zum Treffpunkt zu spazieren und sich somit ein wenig Zeit zu lassen. So konnte sie noch ein wenig ihren Gedanken nachhängen und versuchen die immer wiederkehrenden Magenschmerzen zu unterdrücken. Irgendwann musste sie diese Angelegenheit ja hinter sich bringen.

Nach einer unendlich langen Zeit, die sie natürlich mit voller Absicht solange hinausgezögert hatte, kam Katie nun endlich am Treffpunkt an. Oliver wartete schon an einem Tisch auf sich und hatte sich bereits ein Glas Rotwein bestellt. Etwas unsicher und schon wieder mit einer menge Magenschmerzen ging sie auf ihn zu und wurde erst einmal herzlich von ihm begrüßt. Ein Umstand der es für sie nicht leichter machte.

„Hi Kleines, freut mich dich zu sehen!"

Katie umarmte ihren besten Freund, jedoch nicht ohne dabei ein mulmiges Gefühl zu haben.

„Und mich erst, freut mich, dass du dir Zeit für mich nehmen konntest!"

Oliver hatte schon als Katie ihm um ein Treffen gebeten hatte ein ganz und gar ungutes Gefühl und jetzt bestätigte sich dieses Gefühl noch mehr, als er seine Freundin vor sich stehen sah. Sie wirkte um einiges angespannter als sonst und war irgendwie nervös, als wenn ihr etwas Unangenehmes bevorstehen würde. Sie müsste doch wissen, dass zwischen ihnen nun alles geklärt war, schließlich waren sie beste Freunde, auch wenn ihr Kontakt durch seine Sturheit in der letzten Zeit etwas gelitten hatte. Etwas, dass er unbedingt wieder gut machen wollte und auch musste.

Katie setze sich auf den Stuhl gegenüber ihrem ehemaligen Quidditchkapitän und lächelte ihn nervös an. Das konnte ja wirklich was werden, wo solle sie nur anfangen und wie sollte sie das auch überhaupt erklären.

„Bist du irgendwie nervös Kates?"

Was für eine Frage, natürlich war sie nervös und anscheinend auch in einem Maße, dass man es ihr sofort ansehen konnte. Mist verdammter, dachte sich Katie. Das war es dann wohl mit dem angenehmeren Vorgeplänkel, es lies sich nicht weiter hinauszögern.

„Na ja ein wenig schon, ich wollte dir was erzählen und bin mir nicht sicher, ob dir das gefallen wird."

Jetzt war es auch mal an dem Gryffindor seine Augenbraun in die Höhe zu ziehen. Eine Angewohnheit die Katie langsam Angst machte, war dies nicht einmal ausschließlich eine Angewohnheit der Slytherins? Jedoch war sich Katie über eins mit sich selbst einig, wenn Marcus diese Augenbraun-Sache tat, sah es viel besser aus…sie fand es irgendwie sexy…

Na jetzt war Oliver aber gespannt, was konnte sie ihm schon sagen wollen, was ihm nicht gefallen würde. Natürlich wenn es etwas mit dem Slytherin der leider ihr Untermieter war zu tun hatte, dann könnte ihre Vermutung schon stimmen. Aber immerhin hatten sie die Angelegenheit um die Schlange doch schon geklärt, wenn auch nicht ganz so zivilisiert, wie es sich gehört hätte. Aber immerhin war die Sache doch geklärt, oder?

„Also wenn es um die Gerüchte wegen deiner Verlobung mit Flint geht, das Thema hatten wir schon und ich war der Ansicht, dass wir alles geklärt hatten."

„Also wenn ich ehrlich bin hat es indirekt etwas damit zu tun….mist ich weiß einfach nicht wo ich Anfangen soll…"

Und um ihrer Verzweiflung noch mehr Ausdruck zu verleihen lehnte sie ihren Kopf in einer verzweifelten Geste auf die Tischplatte.

„Komm schon Kates, so schwer kann das doch nicht sein, fang am besten ganz von vorne an!"

Ha, hatte der gut reden, von vorne anfangen, sehr witzig das saßen sie mit Sicherheit noch morgen hier…wenn nicht sogar noch länger…"

„…in Ordnung…also, ich weiß ja das du und die anderen nicht wirklich verstanden haben wieso ich mich mit Marcus angefreundet habe, warum ich ihn als Untermieter aufgenommen habe…na ja und nun hat sich da etwas entwickelt…"

Hastig unterbrach Oliver Katie in ihrer nicht wirklich flüssigen Rede.

„Was bitte meinst du mit entwickelt…"

Katie musste schlucken, in ihrer Phantasie schwoll Olivers Kopf schon jetzt auf die doppelte Größe an, wurde dunkelrot und stand kurz davor in die Luft zu fliegen, wenn sie daran dachte, was sie ihm nun sagen wollte.

„….ich hab mich in Marcus verliebt!" nun war es raus, aber wirklich besser fühlte sie sich nun auch nicht, weil sie noch auf Olivers Reaktion wartete. Und die blieb sozusagen erst einmal aus.

Oliver starrte sein Gegenüber nur unglaublich an und wusste gerade nicht wirklich etwas zu sagen. Hatte er sich verhört oder meinte seine langjährige beste Freundin wirklich das was sie zu ihm gesagt hatte. Er musste Träumen und zwar einen Albtraum. Wie konnte das passieren, wie konnte sich einer seiner Löwinnen, ausgerechnet Kates sich in eine dieser Schlangen verlieben. Er hätte definitiv besser auf sie aufpassen sollen.

„…wie..?" war das einzige was er dann nach quälend langen 10 Minuten herausbrachte.

„Ich weiß ihr könnt euch nicht besonders leiden und ihr wart solange ich denken kann feinde, habt euch Dinge an den Kopf geworfen die nichts mit Höflichkeit zu tun haben, standet schon immer auf unterschiedlichen Seiten, aber es ist nicht alles nur Schwarz und Weiß Oliver….er hat mir eine Seite an sich gezeigt die kaum jemand zu Gesicht bekommen hat…weißt du er kann sogar richtig freundlich sein, wenn er will…"

Oliver gab darauf nur einen zischenden Laut von sich und starrte Katie weiterhin an. Jedenfalls hatte er sie nicht angeschrieen, das konnte man doch als Positiv bezeichnen oder?

„Ok Oliver, ich weiß, dass das für dich unglaublich klingt, aber es ist so…"

Vor ungefähr 5 Monaten

Eine Hochgewachsene jedoch trotzdem sehr abgemagerte Frau hatte Katies und Marcus Abteilung betreten und schaute sich ängstlich um. Man konnte ihr förmlich ansehen, dass sie Private emotionale Probleme mit sich herumschleppte, schon allein von der Tatsache her, dass ihr gesamtes Gesicht von kleinen unscheinbaren jedoch deutlich vorhandenen Schrammen gezeichnet war. Wenn man Katie fragen würde, würde diese mit Sicherheit die Vermutung anstellen, dass dies nicht die einzigen Verletzungen waren.

Die Zauberergesellschaft war zwar aufgeklärt, doch auch hier gab es angehäufte Fälle der häuslichen Gewalt und das leider viel zu oft. Katie wurde jedes Mal speiübel, wenn sie daran dachte was manche Männer ihren Frauen antaten, besonders dann wenn sie sich bewusst wurde, dass Zauberer noch ganz andere Möglichkeiten hatten ihren Frauen Schmerzen zuzufügen als Muggel.

Auch heute lief ihr wieder ein kalter Schauer den Rücken hinunter. Solche Mandanten pflegte sie niemals alleine zu empfangen, dazu hatte sie zu sehr Angst vor ihren eigenen Emotionen. Kurz nachdem Katie die neue Mandantin erblickt hatte, kam auch schon Marcus aus seinem Büro um gemeinsam mit Katie den neuen Fall in Augenschein zu nehmen.

Kaum fünf Minuten später saßen sie in Marcus Büro, da hier nun mal nicht so viele Akten herumlagen und man auch zu dritt Platz hatte.

Was können wir für sie tun…Mrs….?"

Mrs. Zabini, eigentlich Vermont-Zabini…!"

Marcus wusste gleich warum ihm diese Frau so bekannt vorkam, es war eine entfernte Verwandte von Blaise Zabini, der ebenfalls ein Slytherin war. Er hatte sie schon einmal bei einem Empfang gesehen, aber damals sah sie noch ganz anders aus.

Ihre Aristokratischen Züge waren weitestgehend verblasst, sie erinnerte eher an eine gezeichnete Frau, der Stolz der früher in ihren Augen glomm, war anscheinend auch schon lange erloschen und ihre Haltung hatte sie ebenfalls eingebüßt.

Ja ich erinnere mich an sie, also was können wir für sie tun?"

Meine Ehe wissen sie, es ist nicht….." sie stockte, Marcus wusste, dass ihr Stolz es einfach nicht zuließ, das sie es laut aussprach.

Katie würdest du der Dame bitte ein Wasser holen!"

Katie schaute ihren Kollegen nur etwas verdutzt an, wieso sollte sie ausgerechnet jetzt den Raum verlassen. Aber er blickte sie do durchdringend mit seinen Augen an, so dass sie lieber seine Bitte folge leistete, immerhin wusste er was er tat, glaubte Katie zumindest.

Katie ging in die anliegende Küche und lies sich etwas Zeit damit ein Glas mit Wasser zu befüllen, sie wusste ganz genau, dass Marcus mit der Frau alleine sein wollte, aber warum, was war denn so falsch an ihrer Anwesenheit? Sie verstand es nicht, sie war doch immerhin eine Frau und konnte somit doch einfühlsam und verständnisvoll sein, oder etwa nicht.

Nachdem Katie sich mehr als eine Viertelstunde in der Küche aufgehalten hatte und langsam nicht mehr wusste womit sie sich beschäftigen sollte, beschloss sie, dass es Zeit war doch endlich mal mit dem Glas Wasser zurück zu kehren.

Als Katie langsam die Tür aufstieß dachte sie zuerst sie würde nicht richtig sehen. Die gerade noch etwas angespannte und Stocksteife Frau lag weinend in den Armen ihres Kollegen, während er sie tröstete.

Shhhh…alles wird wieder gut, wir werden und um ihren Fall kümmern."

Kaum hatte er Katie bemerkt, nahm er ihr das Glas Wasser ab und bot es der nun komplett verheulten Frau. Der jungen Gryffindor war die gesamte Situation sowieso sehr unangenehm. Deshalb fragte sie nach ob sie noch gebraucht wurde, sonst würde sie sich an die Arbeit machen und eine Akte für Mrs. Vermont-Zabini vorzubereiten. Marcus hatte nichts dagegen, da ihm auch bewusst war, das dies hier eine besondere Situation war und es ebenfalls nicht leicht gewesen war, das ihre neue Mandantin sich vollend geöffnet hatte.

Nach zwei weiteren Stunden kam Marcus dann zusammen mit Mrs. Vermont- Zabini aus dem Arbeitszimmer, welche schon um einiges besser aussah als noch einige Stunden zuvor. Marcus half ihr höflich wie er war in den Mantel und verabschiedete sich an der Tür.

Es war merkwürdig ihn so zu beobachten, in seinen Augen spiegelte sich Trauer und Wut wieder, so dass sie vorher abwarten wollte bevor sie mit ihm über den Fall sprach.

„In Ordnung, aber zu Mandanten muss man höflich sein…"

Das war ja so klar gewesen, dass Oliver ein solch dahergelaufenes Argument anführte.

„Mach dich nicht lächerlich, du suchst nur nach Ausreden, damit man nicht an deinem Weltbild ruckelt. Ich sag ja nicht, dass mit ihm Blutsbrüderschaft schließen sollst, aber ich möchte, dass du es akzeptierst. Du bist mein bester Freund, ein Teil meines Lebens und deswegen sag ich es dir persönlich, bevor du es von jemand anderem erfährst. Versteh mich doch…"

„Ich kann dich ja auch verstehen Kates…es ist nur warum ausgerechnet ein Slytherin, warum ausgerechnet Flint, ich meine, dort draußen gibt es so viele Typen, wie konnte das passieren, das ist so unlogisch…"

„Oliver liebe fragt nicht nach Logik genauso wenig wie Freundschaft. Man kann sich nicht aussuchen wen man liebt…auch genauso wenig mit wem man befreundet ist…auch wenn es aussieht als hätte man gerade bei Freunden eine Wahl, diese Entscheidung trifft unser Herz für uns… als wir zwei uns das erste Mal begegnet sind, dachte ich auch nie im Traum daran das wir mal befreundet sein werden.

Oh da hatte sie recht, ihre erste Begegnung war auch nicht das, was man einen guten Start nennen konnte.

Katies zweite Jahr in Hogwarts

Katie hatte keine Ahnung wer dieser Oliver Wood war, von dem alle ihre Freundinnen schwärmten, anscheinend war ein paar Klassen über ihr, ebenfalls in Gryffindor und der neuste Star am Quidditchhimmel von Hogwarts.

Zwar interessierte sich das Mädchen mehr für Quidditch als für andere Dinge für die sich sonst Mädchen in ihrem alter interessierten, aber ihr Hausteam war eine andere Sache. Die meisten der Spieler waren unglaublich arrogant und behandelten die wenigen weiblichen Spielerinnen nicht wirklich mit Respekt. Da sie Oliver Wood nicht persönlich kannte, steckte sie ihn direkt zusammen mit den anderen Mannschaftsmitgliedern in diese Kategorie.

Sobald die Quidditch Saison begonnen hatte, waren fast alle Mädchen aus dem Gryffindorturm hin und weg und jubelten einen der Spieler ihrer Hausmannschaft zu. Katie hingegen interessierte viel mehr die Technik und wünschte sich, selbst auch mitspielen zu können.

Alle möglichen Bücher die sie über Spieltaktik in die Finger bekommen konnte, waren bei ihr zu finden, wobei man sie nicht einmal so interessiert gesehen hat, wenn es um ein Schulbuch ging. Sie sog das wissen förmlich in sich auf, wie ein Schwamm und lies keine freie Zeit vergehen, ohne irgendeine Übung auf dem Besen zu absolvieren.

Kurz vor einem wichtigen Spiel kam dann die Gelegenheit für Katie, die sie sich erträumt hatte. Ein Spieler war ausgefallen, zudem auch noch auf dem Jägerposten und das Quidditchteam suchte einen Ersatz. Natürlich lies Katie sich das nicht entgehen und meldete sich für das Probetraining an.

Jedoch wurde ihre gute Laune schon gleich zu beginn von niemand anderen als Oliver Wood zerstört. Kaum sah er sie nämlich aufs Spielfeld kommen, konnte er sich einen Kommentar nicht verkneifen.

Das hier ist keine Krabbelgruppe, sondern ein Quidditchfeld, ich glaub du bist hier falsch!"

Zugegeben Katie war nicht wirklich die größte, genau genommen, war sie eigentlich ziemlich klein für ihr alter und hatte eine zierliche Statur. Aber dies gab ihm noch lange nicht das Recht, so mit ihr zu reden.

Ach halt doch die Klappe du riesen Baumstumpf, kümmere dich lieber mal um deinen scheußlichen Akzent, das ist ja grässlich!" damit warf sie störrisch ihr langes dunkelblondes Haar über die Schultern und ignorierte Oliver Wood vollkommen, während sie auf die Besen zusteuerte.

Na die kleine hat aber pfiff, dem großen Oliver Wood kontra zu geben…"

Ach halt doch die Klappe, die kleine fliegt schneller vom Besen, als sie Quidditch sagen kann!" davon war Oliver sogar sehr überzeugt.

Jedoch sollte er sich mehr als nur in dieser Hinsicht irren. Katie fiel keinesfalls vom Besen oder machte sonst noch einen gefährlichen oder bedrohlichen Patzer, wie er befürchtet hatte. Vielmehr schaffte sie es sogar zu allem erstaunen, ein Tor zu erzielen. Durch wohlgemerkt SEINE Ringe.

Und was sagst du jetzt, Mr. Wichtig?"

Oliver knurrte nur etwas und entfernte sich dann. Seine Mannschaft hatte sich längst für diese kleine freche Göre entschieden, etwas das er nicht verstand. Wie sollte da eine gute Teamarbeit möglich sein mit solch einem kleinen Monster?

Katie hingegen war sehr zufrieden mit sich selbst. Kaum war es bekannt, dass sie zum Team gehörte lernte sie auch Alicia und Angelina kennen, zwei Mädels, die ebenfalls für Gryffindor spielten.

Du musst unsere neue Jägerin sein?"

Jap das bin ich!" sagte Katie mit stolzer Stimme.

Wir haben gehört du bist schon mit Wood aneinander geraten, Respekt wirklich. Sonst schmachten ihn immer nur alle an…"

Daraufhin konnte Katie nur lachen, sie verstand wirklich nicht, wie man auf solch einen Hornochsen stehen konnte, geschweige denn mit dem befreundet sein konnte.

So toll ist er ja auch wieder nicht…außerdem nervt mich sein gehabe, nur weil ich etwas kleiner, zierlicher und zudem ein Mädchen bin muss ich noch lange nicht mit Barbies spielen!"

Alicia und Angelina war gleich klar, das sie in Katie eine wunderbare Freundin und verbündete gefunden hatten. Da konnte das Training ja noch richtig spaß machen.

Oliver und Katie erinnerten sich genau daran, als wenn es gestern gewesen wäre. Sie konnten sich auf den Tod nicht ausstehen und redeten nur das nötigste miteinander. Als Oliver dann um Kapitän der Mannschaft ernannt wurde, dachte sie erst, er würde sie rausschmeißen, aber da war er bereits von ihrem Talent überzeugt und wäre ein Idiot gewesen, sie aus persönlichen Gründen aus dem Team zu schmeißen.

Kurz darauf bei einem Spiel gegen die Slytherins passierte es dann, irgendwie hatte ja Marcus Flint auch Schuld daran, dass sie heute befreundet waren. Vielleicht sollte er ihm danken?

Es war mal wieder soweit. Ein Spiel Gryffindor gegen Slytherin stand an und das Wetter wollte wie so oft nicht mitspielen. Es regnete in strömen, doch statt das Spiel abzusagen, sollte es trotz allem stattfinden. Oliver hatte dabei ein besonders ungutes Gefühl in der Magengegend und er sollte sich diesmal auch nicht täuschen.

Leute ich weiß das ihr alle Quidditch spielen könnt, das habt ihr mir oft genug bewiesen, aber die Slytherins sind nun mal ein verdammt starker Gegner und die Wetterbedingungen sind alles andere als ideal. Also tut mir, euch …und allen den Gefallen und passt da oben auf!"

Von seiner Mannschaft bekam der frischgebackene Kapitän nur ein gemurmeltes Ja, was ihm jedoch ausreichte.

Kaum hatte das Spiel begonnen, zeigte es sich schon, das die Slytherins die schlechte Wetterlage ausnutzten und unfair spielten. Durch den Regen war kaum etwas zu sehen, so dass den Slytherins nicht einmal eine Strafe durch den Schiedsrichter drohte.

Oliver war damit beschäftigt seine Ringe zu decken, obwohl er kaum etwas sehen konnte. Als sie plötzlich an einer Ecke die Wolken etwas lichteten und er beobachtete, wie Marcus Flint die nichts ahnende Katie vom Besen stieß.

Er reagierte in sekundenschnelle und stürzte mit seinem Besen in die Tiefe. Er konnte nicht zulassen, dass ihr was passierte, egal wie nervig sie auch war.

Katie bekam erst wieder etwas mit als Oliver zur Landung ansetzte und sie absetzte. Das letzte was sie wusste, war das irgendetwas oder irgendjemand sie gestoßen hatte.

Du …du hast mir das leben gerettet…"

Ja das hatte er wohl und so wie sie jetzt in seinem Armen lag, war sie noch zerbrechlicher als sonst, nichts mehr von dem frechen kleinen Mädchen, das ihm den letzten Nerv raubte.

Ja…ähm das ist doch selbstverständlich….schließlich sind wir ein Team.."

Das war das blödeste, was er hätte sagen können. In Gedanken beschimpfte er sich selbst als Idioten und damit hatte er nun mal gar nicht so Unrecht, ab und zu traf diese Beschreibung wirklich auf ihn zu.

Ja…dann danke…"

Katie wusste nicht wirklich was sie sagen sollte, die ganze Situation war ihr unangenehm und sie verzog sich so schnell sie konnte ihn die Umkleide, nachdem das Spiel letztendlich doch abgebrochen wurde.

Zwei Tage später im Gemeinschaftsraum sah Oliver, Katie alleine im Sessel sitzen und beschloss aus einem ihm nicht nachvollziehbaren Grund, sich zu ihr zu gesellen.

Na!"

Katie war etwas überrumpelt, bisher hatten sie eher ein stilles Übereinkommen, sie so gut es ging aus dem Weg zu gehen. Was machte er also jetzt hier?

Hi" antwortete Katie in einer Piepsigen Stimme, die ihre Überraschung nicht verbergen konnte.

Ich weiß wir beide sind nicht unbedingt die besten Freunde…aber was hälst du von einem Waffenstillstand?"

Misstrauisch beäugte die junge Gryffindor ihr Gegenüber, meinte er das wirklich ernst?

Kein faulen Tricks, kein übe den Tisch ziehen? Weil wenn das so sein sollte sorge ich höchst persönlich dafür das du nicht mal mehr weißt wie Quidditch geschrieben wird!"

Oliver würde ja lachen, anhand dieser Aussage, wenn man bedachte von wem sie kam, aber er hatte mittlerweile gelernt, dass man eine Katie Bell niemals unterschätzen sollte.

Keine faulen Tricks, ich meins ernst, wir sind beide Gryffindors, beide in einem Team, wir sollten zusammen halten!"

Wow, das war der erste vernünftige Satz den sie jemals aus seinem Munde vernommen hatte, sie könnte sich daran gewöhnen.

Einverstanden!"

Frieden!"

Frieden!"

und das sollte erst der Anfang sein…

„Ich weiß wir hatten es schwer am Anfang, aber ich möchte deine Freundschaft nicht verlieren, kleines. Auch wenn ich den Slytherin nicht sonderlich mag den du dir da ausgesucht hast…"

„Heißt das du bist mir nicht böse?" fragte Katie sicherheitshalber noch einmal nach.

„Quatsch, wie könnte ich dir böse sein, ich weiß ich hab mich in der letzten Zeit wie ein Idiot benommen und ich war nicht fair zu dir, aber ich werde versuchen damit zu leben nur verlange nicht von mir, dass ich mich mit Flint anfreunde, das wird nicht passieren….ich mag ihn immer noch nicht, ich will dich nur nicht verlieren…"

„Ich dich doch auch nicht…."

Und damit fielen die beiden Freunde sich in die Arme.

„Und keine Sorge, ich glaube kaum das Marcus an einer Freundschaft mit dir interessiert ist…eure Abneigung beruht vollkommen auf Gegenseitigkeit."

„Da bin ich aber beruhigt…aber wenn er dir auch nur ansatzweise wehtun sollte, dann bekommt er es mit mir zu tun!"

„Schon klar Boss!" zwinkerte Katie ihm zu. „ Ich denke trotzdem das ihr beide euch einmal aussprechen solltet, mir zu liebe…keine Freundschaft nur ein sagen wir Waffenstillstand?"

Oliver war skeptisch, ob ein Waffenstillstand wirklich gut gehen sollte, versuchen konnte man es ja, aber ob es dann auch tatsächlich klappte war eine andere Sache, immerhin konnte man ihm dann nicht vorwerfen, er hätte es nicht auch mal probiert.

„Einverstanden, dann kann ich ihm auch gleich mal sagen, das er es mit mir zu tun bekommt, wenn er dir auch nur ein Haar krümmt!"

„Oliver….keine Prügelei!"

„Hey was denkst du nur, du kennst mich doch!" meinte der junge Mann trotzig.

„Eben drum!" war alles was Katie dazu noch sagte.

Das Gespräch war im Großen und Ganzen viel positiver verlaufen, als sie es zu Anfang gedacht hatte. Jetzt mussten die beiden Männer es nur noch unter sich ausmachen und das hoffentlich ohne Gewalt.

Die beiden Freunde unterhielten sich noch einige Zeit und versprachen sich, solche Treffen jetzt wieder regelmäßig abzuhalten, sie hatten ihre Freundschaft viel zu lange vernachlässigt.

Abends als Katie nach Hause kam, wartete Alexander schon auf sie und war neugierig, wie denn das Gespräch seiner Freundin gelaufen war.

„Und?" nicht einmal für eine Begrüßung hatte er Zeit, so neugierig war Marcus, als Katie zur Tür herein geschneit kam.

„Immer langsam mit den jungen Pferden, lass mich erst mal rein kommen und überhaupt erst einmal mal hallo Schatz, wie geht's dir, mir geht's im Übrigen gut!"

„Katie!" meinte Marcus daraufhin nur in einem ungeduldigen Ton.

„Ist ja schon gut, na ja er hat mir nicht den Kopf abgerissen, wir sind immer noch Freunde und ich glaube er muss es erst mal ganz verdauen, aber es war nicht wirklich so schlimm wie ich es mir ausgemalt hatte…"

Marcus hörte ihr gar nicht mehr zu, diese Information reichte ihm voll und ganz, so dass er sie in seine Arme zog.

„Wow was bist du heute so stürmisch…"

„Ich bin eben froh das alles gut gegangen ist, jedoch muss ich dich mit einer schlechten Nachricht aus dem Freudentaumel reißen…unser Büro wurde letzte Nacht verwüstet…..!"

„Wie bitte?" das hatte gerade auch noch gefehlt, langsam löste sich ihr Schlammmassel und neuer Ärger kam ins Haus geflattert.

„Teresa hat das hier gefunden, ich weiß nicht ob uns das weiterhilft…" damit zeigte er Katie den Siegelring.

Und ob ihnen das weiterhelfen konnte. Katie erkannte ihn sofort, von diesen Ringen gab es nur ganz wenige und sie wusste ganz genau wer solch einen Ring trug.

„….Alexander…"


A/N:

Ein unglaublich großes Sorry, aber ich hatte meinen Adapter nicht und ich kann nun mal nur am Laptop kreativ sein und hasse den großen PC. Seid zwei Wochen bin ich nun schon in den Niederlanden und habe hier massig Zeit, aber erst seid vorgestern den Adapter. Ich hoffe trotzdem ihr freut euch das ich es geschafft habe und ich würde mir Reviews wirklich wünschen...

ganz liebe Grüße

Midnight (Liz)