Titel: Der Internationale Zauberer

Autor/Übersetzer: Ron Ravenclaw

Spoiler: Alles, was ihr schon über Harry Potter gelesen habt.

Generelle Zusammenfassung: Der Internationale Zauberer ist eine wöchentliche Zeitschrift, die aus Aufsätzen von verschiedenen Journalisten der ganzen Welt besteht…

Heute im Internationalen Zauberer: Eine neuer Artikel aus unserer Reihe über Hogwarts.

Disclaimer: Die Gründer, Hogwarts und die Zaubererwelt gehören J.K. Rowling, Septimus Astrus gehört mir.

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Hogwarts ist tot, es lebe Hogwarts!

Leitartikel der Zauberzeitung, von Alberic Lăcrĭmo, Chefredakteur.

19. Juli 1030.

Diese Nachricht erhielten wir heute Morgen um acht, als die Eule von Septimus Astrus, dem berühmten Astrologiemeister der jetzt berühmten Hogwartsschule, auf meinem Arbeitstisch landete. Als ich das Pergament öffnete, erfuhr ich mit Überraschung und mit der größten Traurigkeit den Tod von zweien der größten Zauberer unserer Zeit. Vor drei Wochen hatten wir hier geschrieben, dass Salazar Slytherin seinen alten Freund Godric Gryffindor noch ein letztes Mal herausgefordert hatte. Samstag beim Sonnenuntergang verlief dieses Duell ohne Sekundanten und mit ihren Gattinnen als einzigen Zeugen.

Da Astrus nicht in der Schule anwesend war, als das Duell stattfand, fand er vor seiner Tür ein Pergament von Rowena Ravenclaw, in dem sie ihm erzählte, wie dieser letzte Kampf gelaufen war und wie sie sich gegenseitig getötet hatten – Gryffindor hatte es schließlich geschafft, Slytherin tödlich zu verletzen, bevor er verschied. Laut Astrus habe ihm die Mitschulleiterin ihren und Lady Hufflepuffs Willen mitgeteilt, die Schule sofort und endgültig zu verlassen, und sie habe erklärt, dass Hogwarts ihrer Meinung nach mit ihren Gatten gestorben sei.

Sie erinnern sich wahrscheinlich daran, dass es nach der Abreise ihres Freundes sehr schwierig für die Lehrer gewesen war, Lord Gryffindor, Lady Ravenclaw und Lady Hufflepuff davon zu überzeugen, in Hogwarts zu bleiben. Dasselbe motivierte die Entscheidung der beiden Gründerinnen, die Schule zu verlassen. Wie nämlich Lady Ravenclaw erklärt hat, war Hogwarts für die vier nicht nur eine Schule gewesen, sondern das Schloss war für sie alle ein Zuhause, ein Ort, an dem sich ihr innigsten Traum verwirklichte. Doch war dieser Traum nicht der Traum eines Einzelnen- alle vier teilten ihn und er sollte zugrunde gehen, als einer nicht mehr da war.

Nur eines hatte die drei Gründer davon gehalten, alles zu verlassen: die Gewissheit, dass Slytherin, selbst wenn er diesen Traum verraten hatte, indem er es abgelehnt hatte, Muggelgeborene in Hogwarts einzuschulen, noch den Willen hatte, seine Kunst zu lehren und Generationen junger Zauberer und Hexen auszubilden. Er hat nämlich im Westen des Oströmischen Reiches [dieses Reich umfasste das heutige Osteuropa und die Türkei und wurde von den Muggeln nach seiner Hauptstadt Byzantinisches Reich genannt] eine Schule gegründet. Wie die anderen drei Gründer damals bemerkt hatten, war die Abreise zwar bedauerlich, durfte aber auf keinen Fall Hogwarts' Ende sein.

Wenn Hogwarts Slytherins Abreise überlebte, hatte dennoch die Zauberergemeinschaft schon zu dieser Zeit gespürt, dass die drei anderen Gründer nicht mehr so viel Lust wie früher daran hatten, ihr Werk weiter zu führen. Der Name des vierten Gründers wurde zu einem Tabu in der Schule und die Spannung zwischen den Gründern hat sich offensichtlich bei den Schülern widergespiegelt: in den letzten zehn Jahren geschahen viele Zwischenfälle zwischen den Schülern Slytherins und denen der drei anderen Freunde – vor fünfzehn Jahren mussten die Gründer nämlich widerstrebend die Schüler in „Häuser" aufteilen, damit die immer größere Schüleranzahl nicht zu einem Problem wurde.

Vorgestern endete das zweite Duell mit dem Tod der beiden Duellanten, und die beiden bleibenden Gründerinnen trafen die Entscheidung, die Schule zu verlassen. Wenn Slytherins Abreise „ein bedauerliches Ereignis" war, sind sein und Gryffindors Tod „für [die beiden Gründerinnen] ein Zeichen, dass der Traum, der zur Gründung Hogwarts' geführt hatte jetzt zu Ende ist." Dennoch würden Rowena Ravenclaw und Helga Hufflepuff die Schließung der Schule als eine noch größere Tragödie betrachten als diesen doppelten Tod. Darum entschlossen sie sich dazu, dem Astrologiemeister die Leitung der Schule zu überlassen. Es scheint, dass diese Entscheidung schon längst getroffen worden war.

Laut Astrus hatten die Gründer seit langem vorhergesehen, dass einer von ihnen endgültig wegreisen oder einen früheren Tod sterben könnte, schon bevor Slytherin die Schule verlassen hatte. Heute endet die Zeit der Gründer und heute beginnt eine neue Ära für die Schule: die der Schulleiter, und sicher wird Astrus nur der erste einer langen Liste sein.

Heute wollen wir Septimus Astrus und seinen Nachfolgern viel Erfolg wünschen. Hogwarts ist mit den Gründern gestorben, Hogwarts soll mit den Schulleitern für ewig leben.

A.L.

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Wichtige Anmerkungen: Das war heute der allerletzte Artikel, den ihr bis jetzt lesen könnt. Das heißt, dass ihr jetzt daran seid: wenn ihr neue Artikel lesen wollt und wenn ihr vor habt, dass Der Internationale Zauberer tatsächlich eine internationale Zeitung wird, warte ich auf eure Kapitel, die spätestens eine Woche nach eurer E-Eule hinzugefügt werden (es sei denn, ich bin nicht zu Hause).

Die zweite und genau so wichtige Anmerkung ist eingentlich ein Danke: ich möchte hier YamiTai für ihre Hilfe noch ein Mal herzlich danken. Ohne sie hättet ihr auch den Internationalen Zauberer lesen können, aber die Artikel wären voller Fehler geblieben. Dank ihr könnt ihr eure beliebteste Zauberzeitung (fast) ohne Fehler lesen.

Schließlich ist es immer gut, etwas Werbung zu machen: Der Internationale Zauberer ist nicht meine einzige Übersetzung und binnen einiger Wochen werdet ihr einige One-Shots und auch einige längeren Geschichten lesen können. Viel Spaß dabei wünsche ich euch!