Anm.: In den nächsten Kapiteln werden Harry, Amirah, Myrta und Laoise von ihrem jeweiligen Leben bis hin zu ihrer Rettung und Ausbildung sprechen. Verzeiht, wenn es dadurch das eine oder andere doppelt vorkommt. Es wird aber dann nicht in dem gleichen Umfang sein.

Dieses Kapitel hier baut auch noch auf die Zusammenarbeit mit „Schlangengift" auf. Viel Vergnügen!


Übergang vom letzten Kapitel:

... Dann lachten alle was das Zeug hielt. Nur Severus schaute alle zornig an, was zu weitern Lachern führte.

Dann konnte sich auch Laoise nicht mehr bremsen: „Schade, das ich da nicht mit dabei war. Aber Severus, mein Lieber, ich kann dir versichern, selbst mit uns dreien zusammen, können wir uns nicht beschweren. Er kann unsere Anforderungen immer zu unserer vollsten Zufriedenheit erfüllen…", dabei blickte sie zu Harry, als sie fortfuhr, „…du…Hengst…du…"

Nun rubbelten Amirah, Myrta und Laoise Harry durch sein Haar, was noch strubbeliger wurde. Er selber hatte erwartungsgemäß einen hochroten Kopf.

Aber er wäre nicht Harry gewesen, wenn er nicht noch einen letzten Kommentar abgegeben hätte: „Lieber Patenonkel. Wenn DU noch Fragen zu dem Thema hast, kannst du mich ruhig fragen…"

„Außerdem, damit es allen klar ist!" sagte Amirah…dann hoben die drei noch ein wenig ihr Shirt an und zeigten ihr Bauchnabel-Pircing, dass mit der Innschrift: #EIGENTUM VON HARRY JAMES POTTER#.

Nachdem sich alle wieder beruhigt hatten begann Harry wieder zu sprechen: „Was wollt ihr eigentlich wissen?"

Fast wie aus einem Mund sagte jeder: „Alles!"

Er schüttelte belustigt seinen Kopf, als ihn Amelia Bones ansprach: „Harry, wir müssen dich verstehen lernen. Das was wir bisher bruchstückweise von dir, beziehungsweise euch, erfahren haben dient eher dazu uns glauben zu machen, das ihr und besonders du nur emotional handelst und selten wohl überlegt. Warte… ich will dich nicht ärgern, sondern nur meine oberflächliche Empfindung darlegen!"

Lebensbeichten und Schicksalsschläge

„Wollt ihr wirklich alles wissen? Also ab dem ersten Jahr in Hogwarts?"

Amelia schüttelte ihren Kopf: „Nein eigentlich interessiert mich auch die Zeit davor, also auch was du in den 11 Jahren vor Hogwarts so gemacht hast…"

Unendlich traurig schaute Harry alle, aber besonders Amirah, Myrta und Laoise, an.

„Ihr wollt also davon hören, wie der große allmächtige Albus Dumbledore, den Jungen-der-Lebt umsorgt und in Sicherheit gehalten hat?", er rollte mit den Augen.

„Sicher in einem Haus, der Schwester meiner Mutter, in dem er missbraucht wurde und die ersten zehn Jahre in einem Schrank unter der Treppe leben musste, mit niemanden als Freund außer Staub und den Spinnen?"

Alle Anwesenden keuchten auf, niemand hatte nur die blasseste Ahnung davon gehabt. Die Frauen hielten sich ihre Hände vor ihre Münder und versuchten ihre Tränen zu unterdrücken.

„Ihr seht nicht glücklich aus? Eher überrascht! Was für ein Wunder. Das hätte auch nicht in das Image des wunderbaren Dumbledores gepasst!"

Amirah, Myrta und Laoise standen auf und ging zu ihm. „Bist du sicher, dass du es wirklich allen hier erzählen willst Harry? Hier von allen Leuten?"

Er hatte seinen Blick nicht von Amelia angewandt. „Ich denke, dass es vielleicht hilft dies hier alles zu sagen. Vielleicht werde ich dadurch damit etwas besser fertig. Die einzige Frage ist nur, wo beginne ich? ... ah ich könnte damit beginnen, wie ich fast täglich, von meine Cousin verprügelt worden bin. Er hatte ziemlich viel Spaß und besonders perverse Fantasie dabei, genauso wie seine Freunde, wenn es darum ging mich zu quälen und verletzen. Wenn ich dann am bluten war oder gar Knochen gebrochen waren, dann steckten sie mich in den Keller, damit niemand meine Jammerei hörte…"

Mann hätte eine Feder fallen hören können.

„Oder noch besser, wie ist es damit, das ich jedes Jahr zusehen musste, wie mein Cousin über zwanzig Geburtstagsgeschenke, von meine Onkel und meiner Tante bekam plus eine riesengroße Party, während ich einen neuen Weg suchte mich umzubringen. Oh wie dumm von mir. Ich vergaß, normalerweise bekam ich zerbrochene Kleiderbügel, gebrauchte Putzlappen oder sonst etwas in der Art zum Geburtstag. Ich muss gestehen das mein bester Geburtstag das Jahr war, in dem ich die Schlaftabletten entdeckte... so viel einfacher und angenehmer, als sie schrecklich schmeckenden Gifttränke."

Alle waren in Tränen ausgebrochen und seine Frauen versuchten ihn stoppen.

„Hey Schatz, komm lass uns ins Haus gehen und reden..." begann Laoise zögerlich.

Myrta versuchte es auch: „Bitte, Harry, bitte es ist genug, das hältst du doch niemals..."

Aber selbst als noch Amirah sich meldete: „Komm lass uns gehen, bitte...", brachte es nichts.

„Nun, es scheint dass Harry viel auf der Seele liegt. Möglicherweise sollten wir aber doch abbrechen..." schlug nun auch Amelia vor, die ein sehr schlechtes Gewissen hatte, weil sie es war die davon erfahren wollte.

„Nein jetzt erst recht! Ihr wollt etwas aus meinem Leben hören... Ich werde es euch nun erzählen. Ich bin euch auch gar nicht böse. Ganz im Gegenteil ich habe das Gefühl als würde mir das helfen."

Er gab ein merkwürdiges Lachen von sich. „Zuerst dachte ich, dass es schwer fallen würde, aber je mehr ich erzähle, je einfacher wird es. Wirklich!"

Er machte noch eine kleine Pause: „So wie ging es weiter? Oh ja... Weihnachten lief es nicht anders ab, als an den Geburtstagen, man gewöhnt sich an alles. Wenn ich besser in der Schule war als Dudley, wurde ich geschlagen und wenn ich viel Glück hatte, musste ich eine Woche ohne Essen in meinen Schrank verbringen. Oh... Was ein Glück, das ich nicht so gemästet wurde wie mein fetter Cousin! Mann, da gibt es so viel, es würde den Tag sprengen."

Dann fuhr er fort: „Wie wäre es, wenn wir alles bis nach Hogwarts überspringen? Da war ich so sicher, dass ich einen Bergtroll bezwingen muss, um meine, bis vor kurzem, beste Freundin zu retten. Im gleichen Jahr war ein Lehrer, der Voldemort in seinem Körper beheimatete, den ich auch bekämpfen musste, nur weil Dumbledore den Stein der Weisen bei mir versteckt hatte."

„Im zweiten Jahr bekämpfte ich die Erinnerungen von Voldemort und einen Basilisken. Rettete eine Mitschülerin, und zwar die, in die ich mich letztes Jahr sogar verliebt hatte, nur um vor zwei Monaten zu erfahren, das ich auch für sie nur Mittel zum Zweck war."

„Im dritten Jahr befreite ich einen Gefangenen, es war Sirius mein bis dahin einzige Verbindung zu meiner Familie und entdeckte das Peter Pettigrew noch lebte."

„Im vierten Jahr wurde ich gezwungen an einen Turnier teilzunehmen, ich kämpfte gegen Drachen, Meermenschen, unzählige andere Kreaturen und half Voldemort unfreiwillig seinen Körper auf den Friedhof wieder zu bekommen. Und wenn Sie denken, dass es eine nette kleine Geschichte ist, dann sollten sie wissen das ich direkt von Barty Crouch jr. dort hingeschickt wurde, Voldemorts beliebtester Günstling. Das dabei vor meinen Augen ein Mitschüler einfach so abgeschlachtet wurde… #Töte den Überflüssigen# … war der Befehl Voldemorts an Pettigrew."

„Dann der dritte Kampf gegen Voldemort. Da unsere beiden Zauberstäbe den gleichen Kern haben, kam es zum Priori Incantatem Phänomen. Alle von Voldemorts Zauberstab getöteten erschienen als Geister, also Cedric und natürlich auch meine Eltern…Letztendlich entkam ich dadurch!"

„Ah noch eine Sache, mein fünftes Jahr... Umbridge ließ mich mit einer Blutfeder schreiben, die jeden Satz in meine Hand ritzte." Er zeigt ihnen seine Narben. „Es gab einige Kreaturen, die mich hätten töten können, Visionen, Todesser, bla, bla, bla. Sie würden denken das wäre genug oder. Nein noch lange nicht."

„Schlussendlich das sechste Jahr. Die Suche gemeinsam mit Dumbledore nach den Horkruxen. Ich war felsenfest überzeugt einen väterlichen Freund an meiner Seite zu haben. Dort kämpfte ich unter anderem gegen Dutzende von Inferi. Um dann mitzuerleben, wie angeblich mein Protege von dir Severus umgebracht wird… aber glaube mir, ich hege keinen Groll gegen dich. Jetzt habe ich verstanden!"

Amirah, Myrta und Laoise versuchten ihn immer noch davon abzuhalten weiter zu erzählen. „Das Jahr vorher entschied sich dieser verdammte Dumbledore, nachdem ich einen Menschen verloren habe, der mir zu dem Zeitpunkt am meisten bedeutete, weil er meines Wissens nach der Rest meiner Familie war, mir von der Prophezeiung zu erzählen."

Er musste pausieren und sammelte seine Kraft um fortzufahren. Er drehte sich mit einen grimmigen Gesicht zu den anderen. „Hört zu... das ist worauf ihr die ganze Zeit wartet. Ich erzähle euch jetzt von der Prophezeiung, die nur mich und Voldemort betrifft."

„Der Eine mit der Macht, den Dunklen Lord zu besiegen, naht heran ... jenen geboren, die ihm drei Mal die Stirn geboten haben, geboren, wenn der siebte Monat stirbt ... und der Dunkle Lord wird Ihn als sich Ebenbürtigen kennzeichnen, aber Er wird eine Macht besitzen, die der Dunkle Lord nicht kennt ... und der Eine muss von der Hand des Anderen sterben, denn keiner kann leben, während der Andere überlebt ... der Eine mit der Macht, den Dunklen Lord zu besiegen, wird geboren werden, wenn der siebte Monat stirbt ..."

Es war mucksmäuschen still. Harry fühlte sich befreit, von all dem was bis eben noch auf ihm lastete.

Neville sah ihn erschrocken an und schüttelte ungläubig seinen Kopf. Remus und Tonks waren jetzt bei Harry und versuchten ihn ebenso wie Severus zu trösteten ihn. Die Longbottoms erkannten was auf ihren Kindern lastete und verstanden plötzlich, warum sie so schnell erwachsen wurden... sie hatten keine andere Wahl.

„Harry möchtest du nun aufhören?" fragte Poppy

„Nein. Es tut mir Leid, dass ihr es mit anhören musstet. Ich wollte euch nicht erschrecken. Ich denke nach allen, das ich euch Antworten auf eure Fragen schuldig bin." Sie starrten ihn alle an.

#Wie kann jemand so etwas durch machen und immer noch so logisch denken. Die Meisten wären schon längst weggelaufen.#

Amelia Bones fasste sich als erste. „Kannst du das? Kannst du ihn töten?"

„Jetzt ja, sogar problemlos. Doch so geht es leider nicht so einfach, wie man es sich vielleicht wünschen würde. Wir dürfen nicht nur ihn beseitigen. Dann würden nur andere kommen und seine Position einnehmen. Wenn dann müssen wir auch möglichst alle Todesser mit eliminieren." Er nickte ihnen selbstbewusst zu und sah nur erstaunte und erschrockene Gesichter.

Plötzlich merkte er eine Hand auf seiner Schulter; er sah in das Gesicht von Severus. „Dann werde ich dir helfen Harry... so gut wie ich kann."

„Danke, besonders nach dem ich nicht gerade nett zu dir in den letzten Jahren war und du die Überraschung mit deiner Tochter auch noch zu verkraften hast. Ich werde jede Hilfe annehmen, die ich bekommen kann."

Die anderen boten ihm nun auch alle, ohne Ausnahme, ihre Hilfe an.

„Bist du in Ordnung?", fragten Amirah, Myrta und Laoise unisono.

Er nahm sie alle in seine starken Arme. „Mir geht es gut ihr Lieben ... ich habe das einfach nicht erwartet, wie hart es werden würde davon zu erzählen." Alle bemerkten dass die drei jungen Frauen das Beste in der Sache waren und versuchte die Vier nicht voneinander abzulenken. Sie begannen sich alle etwas zu entfernen, um ihnen ihre wohlverdiente Ruhe zu geben.

„Was soll ich jetzt machen? Eigentlich wollte ich es nicht mit allen teilen, ich wollte eigentlich noch nicht einmal euch davon erzählen."

„Es ist nicht deine Schuld Harry. Möglicherweise, musstest du einfach deine heiligsten Geheimnisse loswerden", antwortete Myrta.

Amirah wollte wissen: „Hast du noch nie mit jemanden darüber geredet? Noch nicht einmal mit Ron und Hermine? Sie waren doch schließlich sechs Jahre deine besten Freunde?"

Harry schüttelte seinen Kopf.

Laoise senkte ihre Schulter, als sie das realisierte: „Warum hast du das für dich behalten wollen?"

„Möchtet ihr wirklich einen Antwort?"

Alle drei nickten, ebenso wie die anderen.

„Meine Leben war schon gedemütigt genug und dann komme ich in eine Welt, die mich als Helden bezeichnet und regelrecht verehrt. Wie würdet ihr damit umgehen? Es war schon schlecht genug, dass ich die abgetragene und löchrige Kleidung meines Cousins tragen musste, wenigsten im meiner Schuluniform war ich so gut wie jeder andere, die andere Zeit konnte ich mich hinter Roben und Mänteln verstecken. Aber was sagst man zu Menschen, die glauben, dass du sie retten wirst, aber du dir nicht mal selbst helfen konntest?"

Langsam begannen alle zu verstehen. Nach einer längeren Pause atmete Amirah deutlich tief ein.

„Kommt alle her, ich möchte direkt weiter machen", sagte Amirah, „wenn wir nun schon dabei sind, dann will ich euch meine Lebensbeichte auch gleich hier mit ablegen!"

Dabei setzte sie sich in den Sand und drehte sie sich zu Harry: „Schatz, setz dich bitte hinter mich und nimm mich in deine Arme!", und zu Myrta und Laoise gewandt, „und ihr beide setzt euch bitte rechts und links von mir, um mir den notwendigen Halt zu geben!"

„Nun dann solltest ihr einmal meine Geschichte hören. Aber nur in einer Kurzfassung."

Sie lehnte sich ganz eng an Harry und Laoise und Myrta hielten sie liebevoll von den Seiten. Alle bemerkten das unendliche Vertrauen, das alle viere zueinander hatten.

„Euch wird sicher bei meiner Geschichte auffallen, dass es sehr viele verschiedene Parallelitäten zwischen uns beiden gab, trotz unterschiedlicher Protagonisten. Fangen wir aber bei mir von hinten an. Ich war das was man einen angehenden Vampir nennen würde. Ich bin die uneheliche Tochter einer arabischen Prinzessin, die von einem Vampir vergewaltigt wurde. Meine Mutter starb bei meiner Geburt und meine Großeltern worden von demselben Vampir getötet. Er ist ein Führer eines Vampir-Clans."

„Anfangs versuchte ich mit meinen Mitmenschen zu Recht zu kommen. Doch das war eigentlich nicht das Problem. Sie kamen nicht mit mir zu Rande. Am angenehmsten war es, wenn man mich ignorierte. Wenn man mich fortjagte war das noch das harmlosere. Doch meistens wurde ich mit Knüppeln und Steinen beworfen, damit man mich vertreiben konnte. Einige Male wurde ich von aufgebrachten Menschenmengen gefangen genommen und öffentlich ausgepeitscht. Lediglich meine Großtante half mir. Sie hat mich dann jedes Mal gesund gepflegt…"

„Dann mit Vollendung meines 18ten Lebensjahres, also in knapp vier Monaten, wäre ich automatisch zu einem vollwertigen Vampir. Doch das hätte sich schon vorher geändert, da dieser Vampir Anführer mich ausersehen hat, dass ich zu seinem Clan gehören soll. Dafür hätte er mich entjungfert, natürlich mit Gewalt, man gönnt sich ja sonst nichts und dann beißen. Er hat mir angekündigt, das dies bald geschehen würde, wobei er mir noch als Alternative genannt hat, das es auch sein ältester Sohn für ihn machen könnte."

„Um mich davor zu schützen, habe ich mich hier in der Umgebung in Höhlen versteckt und in diesem Haus. Dort bin ich dann auch auf Harry gestoßen."

„Nach vier Wochen waren wir so vertraut miteinander, das wir uns gegenseitig ‚outeten'. Ich erzählte ihm von meiner Zukunft als Vampir und er erzählte mir, dass er ein Elf sei. Dann zeigte er mir in seiner Unschuld in einem Buch das Ritual, das die Wandlung in besondere Wesen beinhaltete, die die Elfen als ‚Nachtelfen' und die die Vampire als ‚Daywalker' bezeichnen."

„Dann wurde es lustig. Ich fragte ihn, ob er sich das mit dem Ritual auch genau durchgelesen hätte!"

Jetzt musste Amirah kichern und Laoise fragte ebenso wie Myrta, um was es bei dem Ritual ginge. Amirah erklärte mit leicht rotem Gesicht: „Voraussetzung war, das wir beide noch Jungfrauen waren…" jetzt grinsten die zwei schelmisch und Amirah wie auch Harry saßen nun mit hochroten Köpfen da, bevor Amirah fortfuhr, „wir mussten miteinander schlafen und während meines Höhepunktes musste ich ihn dann beißen. Dann mussten oder durften #kichern# wir nochmals miteinander schlafen und Harry musste nun mich unter den gleichen Voraussetzungen beißen!"

Sie pausierte und sprach dann weiter:

„Ich wusste nicht was ich machen sollte und verschwand erst einmal. Ich sprach dann lange mit meiner Großtante, die mich auch davon überzeugte, es zu wagen, da sie schneller merkte, dass ich dazu bereit war, als ich es mir selber zugestehen wollte. Nach drei Tagen der Bedenkzeit kehrte ich schließlich zu Harry zurück und wir vollzogen das Ritual!"

„Und wie war's?" fragten Laoise und Myrta synchron.

Amirah schüttelte nur lächelnd den Kopf: „Warum fragt ihr – ihr wisst doch wie es ist…"

Laoise und Myrta mussten schmunzeln.

Nach weiteren vier Wochen wollten wir auf eine Party. Dort waren dann augenscheinlich vier für Harry bekannte Paare. Ron und Hermine genauso eng umschlungen wie Seamus Finnigan und Ginny Weasley, Cho Chang zusammen mit Dean Thomas und last but not least Neville Longbottom zusammen mit Luna Lovegood in der Gewalt von zwei Dutzend der schlimmster Verbrecher. Es waren ca. zwanzig Todesser, Fenrir Greyback, der Werwolf, der etliche schon zu seinesgleichen gemacht hat und wegen vieler Morde in England gesucht wird. Des Weiteren haben wir hier einen Vampir und zwar Samuel Fey der Sohn von Aelfric Fey der Clan-Führer der hiesigen Vampire. Und last but not least, Peter Pettigrew."

„Fenrir Greyback war es der mich…" flüsterte Remus immer leiser.

„Beruhige dich Remus", beschwichtigte Harry, „lass uns zu Ende erzählen…"

Amirah nickte und fuhr fort: „Sie waren nur da, um alle acht zu töten. Besonders diese Ratte hatte perverse Ideen, die besonders die vier Mädchen betrafen. Kurz gesagt, wir haben sie alle umgebracht, obwohl wir beide währen des Kampfes den Todesfluch abbekamen. Als Ergebnis wurden wir von den Freunden, mit Ausnahme von Luna und Neville, aufs heftigste verbal angegriffen."

Mit großen Augen schaute Remus auf Amirah und Harry. Harry wurde konkreter: „Ich war so wütend, ich ahnte schon, das du eines seiner Opfer warst. Hiermit habe ich ihm mit größter Wut seine Kehle zerrissen!", damit entblößte er seine Fangzähne, die er nicht nur, wie normale Vampire im Oberkiefer hatte, sondern auch zwei im Unterkiefer, „Ich muss gestehen, es war befriedigend und er hatte keine Chance. Doch es war richtig!"

Amirah entblößte ihre identischen Fangzähne und erklärte dann: „Ich habe mich genau so an Samuel Fey der Sohn von Aelfric Fey gerächt. Aber glaubt nicht, das wir nun, nur um unsere Ziele zu erreichen, zu jedem aggressiv sind", mit einem Grinsen an Tonks gerichtet, „bei unserem Männchen ist das natürlich was anderes!"

Laoise und Myrta zeigten ebenso ihre Fangzähne, ohne aber weiter darauf ein zu gehen.

Nun begannen alle langsam aber sicher zu begreifen, welche Macht da vor ihnen saß.

„Später dann erfuhren wir von dem Angriff auf Luna und Neville."

Nun fuhr Luna fort: „Poppy konnte uns nicht mehr helfen. Aber Harry und Amirah. Doch die Rettung hatte ihren Preis und ich kann sagen, das ich dankbar bin, das sie es gemacht haben."

Alle, besonders Mr. Lovegood und das Ehepaar Longbottom, schauten Luna fragend an aber Neville sprach weiter: „Sie haben uns gebissen und uns damit ebenfalls zu Daywalkern gemacht. Hätten sie es nicht getan, würden wir heute nicht mehr leben."

Luna vervollständigte in ihrer gewohnt unschuldigen Art: „Ach ja, wir haben dann auch noch das Ritual der Vampire zur Seelenbindung durchgeführt!"

Nach dem Blick von Mr. Lovegood und dem Ehepaar Longbottom zu urteilen, wussten sie, was das bedeutete und Neville suchte eine Stelle um im Erdboden zu versinken.

Mr. Lovegood schaute ihn an und sprach dann beruhigend: „Neville, ihr alle sechs hier habt offensichtlich Schlimmstes durchmachen müssen. Trotz alle dem versucht ihr alles Mögliche, um Anderen zu helfen, egal was es euch kostet. Ich will hier ein für alle Mal fest halten. Du bist das Beste was meine Tochter widerfahren konnte. Und euch allen vier danke ich… mir fehlen einfach die Worte!"

Alice nahm Luna in den Arm und sagte: „Das trifft für dich, Luna, genauso zu, wie das was dein Vater über Neville gesagt hat!"

Frank nahm sie nur Wortlos in den Arm.

„Habt ihr eigentlich herausgefunden, wer euch das angetan hat?" fragte Harry Luna und Neville.

Neville antwortete: „Ja es waren Todesser. Aber das interessante ist, das offensichtlich Botschafter Chang, der Vater von Cho, mit ihnen sympathisiert. Er hat verlauten lassen, dass er keinen Wert auf die weitere Zurückhaltung unsererseits Wert legen würde. Der Angriff auf Cho war hingegen ein Missverständnis, das beinahe schlecht für die Changs ausgegangen wäre."

„Also, nach den Dursleys sind dann die Changs dran, die wir platt machen werden…" resümierte Amirah

„Oh nein", unterbrach sie Luna, „wir wollen auch unseren Spaß. Ihr die Dursleys und wir die Changs!"

Alle schauten die sechs entsetzt an, als Neville bestimmt und selbst bewusst sagte: „Schaut nicht so, ihr werdet noch das eine oder andere erfahren, wo ihr sehen und lernen könnt, das wir nicht mehr so zimperlich sind!"

Nach einiger Zeit der Besinnung fuhr Amirah fort: „Dann bauten wir mit Poppy eine vertrauensvolle Basis auf und sie informierte uns auch über einige delikater Details unter anderem Severus betreffend. Besonders, das er Harrys Pate sei, war der Knaller …"

Harry unterbrach: „Genau genommen wusste es selbst mein Vater nicht, da meine Mutter das ihm wohl erst noch sagen wollte. Sie hatte das einen Tag vor ihrem gemeinsamen Tod veranlasst. Sie waren übrigens entgegen der Geschichte von Dumbledore beste Freunde in ihrer Zeit nach Hogwarts gewesen. Severus durfte lt. Dumbledore nichts sagen und musste sogar auf Anordnung Dumbledores zu allen Gryffindors und besonders zu mir so ungerecht sein. Er wurde erpresst!"

„Zwischenzeitlich wurden wir hier von fünf Vampiren angegriffen und erfuhren, das Myrta beim Vampirclan gefangen gehalten wurde. Doch ab hier sollte nun lieber sie weiter erzählen!"

Amirah stand auf und wechselte die Plätze mit Myrta. Nachdem sie sich ebenfalls regelrecht in Harry hinein gekuschelt hatte, begann sie mit ihrer Erzählung: „Mein Dad war nur kurz verheiratet. Mom wurde angeblich von Todessern umgebracht. Doch das scheint nicht der Wahrheit zu entsprechen. Zumindest bin ich Severus' Tochter. Dumbledore wusste das natürlich. Er hat mich entführen lassen und meinem Dad gedroht mich an Voldemort weiter zu geben. Daher musste mein Dad alles machen was Dumbledore will."

Nun erklärte Severus: „Das stimmt! Dazu gehörte, dass ich dir Gryffindors und besonders Harry, wo immer ich konnte benachteiligen sollte und die Slytherins dementsprechend bevorzugen. So baut man halt ein Feindbild auf!"

Entsetzen stand in den Augen von allen, die diese Geschichte noch nicht kannten.

Myrta fuhr sichtlich emotional fort: „Schließlich landete ich dann tatsächlich bei Voldemorts Schergen, die mich an diesen Clanführer Aelfric Fey in dessen Schloss verschacherten, da in dessen Nähe Harry gesehen worden war. Dort wurde ich dann ein Spielball der perversen Ideen von diesem Dolohow. Doch im wirklich aller letzten Moment konnte mich Harry retten. Er befreite mich und gab mir die Möglichkeit mich direkt an Dolohow zu rächen!"

„Was hat dieser Bastard getan?" Severus war aufgesprungen.

„Das brauchst du nicht zu wissen. Es war schlimm genug. Genau wissen es nur Harry, Amirah, Laoise und ich. Und das reicht. Glaube mir!"

Hier machte sie eine Pause und wurde von ihrem Mini-Clan ganz feste gedrückt.

Erschüttert schaute Severus auf seine Tochter, bevor er leise zu ich sprach: „Wie hältst du das nur aus und ihr anderen auch…"

Auch die anderen waren zu tiefst erschüttert. Keiner hatte auch nur annähernd so schlimmes in seinen Leben durchgemacht.

Dann sprach Myrta mit fester Stimme weiter: „Ein wenig hat es geholfen, dass Harry mir die Chance gab mich an ihm zu rächen. Ich habe ihn geköpft!"

Jetzt wandte sich Neville an seine Eltern: „Harry überließ mir dann Bellatrix. Ich habe sie mit dem Avada Kedavra getötet. Ich musste es tun. Ich war der Überzeugung sie hätte meine Eltern auf dem Gewissen..."

Fassungslosigkeit machte sich breit, doch Amelia wiegelte ab: „Es ist Krieg und ich sage euch eines. So hart wie es klingt, aber nur ein toter Todesser ist ein guter Todesser!", und an Severus gerichtet, „Das gilt nicht für dich, Ausnahmen bestätigen die Regel, wie es so schön heißt!"

Myrta fuhr unbeirrt fort: „Harry tötete dann den Clan-Führer der Vampire. Dann gingen wir hier her. Im Laufe der nächsten Stunden erzählte ich, dass mich bereits ein Vampir gebissen hätte und ich mich in den nächsten Tagen verwandeln würde. Amirah fand dann heraus, das Harry das gleiche Ritual mit mir wie mit Amirah durchführen und ich auch mit ihr, dann würden wir drei unsere Fähigkeiten miteinander teilen und auch gemeinsam den Seelenbund knüpfen!"

Langsam machte sich Verständnis breit, bei den Zuhörern.

Nun grinste Myrta Amirah an, bevor sie ihre Geschichte fortsetzte: „Dazu mussten wir aber Harry erst überreden. Es war sogar etwas mehr als sanfter Druck von Nöten."

Nun mussten Amirah, Myrta und auch Laoise kichern, während dessen Harry eine rote Birne bekam.

„Wir zogen dann zu dritt dieses Ritual durch. Einer der besonderen Augenblicke war das Erlebnis mit meinem Vater, das ihr ja bereits kennt!"

Severus schüttelte nur seinen Kopf.

Danach setzte Myrta ihre Erzählung fort: „Später dann haben Amirah und ich etwas über eine Legende herausgefunden. Dabei handelt es sich um die Legende der Macht und seiner drei Todesengel! Wir stellten dann fest, wer die Macht ist, logisch, es ist Harry, aber dazu später noch mehr und wer zwei der drei Todesengel sind. Fehlt nur noch der letzte Todesengel..."

Nun schaute sie auf Laoise und endete ihre Erzählung: „Dann erfuhren wir bei weiteren Gesprächen von den Fähigkeiten von Laoise, sie ist eine Elementarmagierin, die Voldemort gefangen nehmen wollte, was zwischenzeitlich auch geschah. Doch das ist nun die Geschichte von Laoise!"

Damit wechselte sie nun den Platz und Laoise begann mit ihrer Erzählung: „Soweit stimmt es, außer, das dort wo wir gefangen gehalten wurden noch etwa passiert ist, was ich bisher noch nicht erzählen konnte. Es kamen immer ein Vater und dessen Sohn, mit ganz hellblonden Haaren zu Besuch. Der Vater erklärte mir immer wieder, das wenn ich nicht mitmachen würde, nicht nur, dass meine Eltern und mein kleiner Bruder umgebracht würden, sondern sein Sohn sich mit mir vergnügen würde. Bei jedem Besuch begrapschte und betatschte mich der Jüngere…"

Zornig zischte Harry: „Unsere Liste derer, die ich", mit einem Rundblick auf Amirah, Myrta und Laoise verbesserte er sich, „ die wir killen werden, wird immer länger. Voldemort, Fudge, Dumbledore, die Dursleys, die Malfoys…"

Hier wurde Harry von Remus unterbrochen: „Du kannst doch nicht wirklich jeden aufgezählten umbringen wollen…"

Hier wurde Remus nun von einer wütenden Myrta harsch unterbrochen: „Erstens heißt das ihr und nicht du, denn wir werden da mit machen…"

„Außerdem ist das eine endgültige Lösung…" vervollständigte Amirah.

Laoise beschwichtigte halbherzig: „Was wir wie machen steht noch in den Sternen. Das wir etwas machen ist klar. Dass wir keine Richter oder Henker sind wissen wir. Aber sollten wir von den genannten Personen angegriffen werden, garantiere ich für uns gemeinsam, das wir mit aller Härte uns wehren werden. Ohne Rücksicht auf Verluste!!!"

Amirah, Myrta und Harry nickten heftig dazu.

Verständnis aber auch Schock machte sich bei den Zuhörern breit.

Als sich alle etwas beruhigt hatten fuhr Laoise fort: „Meinen Eltern, mein Bruder und mir gelang dann die Flucht. Ich musste meinen Eltern schwören, dass ich alles dafür einsetzen sollte, um zu fliehen. Egal was mit dem Rest meiner Familie geschehen würde. Unwissend gab ich ihnen mein Wort. Glaubt mir es war entsetzlich. Ich musste mit anhören, wie mein Vater und mein Bruder zu Tode gefoltert wurden, nicht ohne dass sie vorher noch miterleben mussten, dass meine Mutter auf brutalste geschändet wurde. Sie brachte sich dann selber um."

Jetzt konnte sie nicht weiter erzählen und brach schluchzend in den Armen von Harry zusammen.

Hier erzählte nun Harry zu Ende: „Wir fanden Laoise in einer Höhle, fast am Ende ihrer Kräfte. Nachdem wir uns unter schwierigen Umständen verständigt hatten entschieden wir uns anzugreifen!"

Hier machte Harry eine Pause.

„Nun gingen wir vier raus. Amirah und ich voran, schossen Fluch auf Fluch ab und setzten unsere Schwerter gnadenlos ein, bei jedem, der uns entgegen kam. Myrta verwandelte sich in einen königlichen Greifen, sie ist ein Multianimagus und tötete zusammen mit Laoise, die ihre Flammenbälle einsetzte einen nach dem anderen der Trolle. Als die Wehrwölfe mit angriffen, waren die letzten vier-fünf Todesser bereits panisch auf der Flucht. Amirah und ich waren wie von Sinnen und wir griffen die Wehrwölfe mit unseren blanken Händen an und zerrissen ihnen mit unseren Reißzähnen die Kehlen. Einer wurde aber von Laoise mit einem Flammenball zu Asche verwandelt und der letzte von Myrta in ihrer Animagusform zerrissen."

„Glaubt mir, es hat mir nicht Leid getan und wird es auch nicht. Sie haben es verdient und nichts anderes!"

Wieder konnte man das Entsetzen in den Gesichtern der Zuhörer erkennen, das aber wieder schnell einem Verständnis wich.

Nun setzte Laoise schmunzelnd ihre Erzählung fort: „Wir müssen wohl nicht wieder auf die Details eingehen, aber wir vier vollzogen nun gemeinsam das Ritual. Das heißt also, dass wir vier Seelenpartner und wie ihr nun wisst nun auch nach arabischem Recht Ehepartner sind. Das soll aber alles vorerst niemals diesen Kreis verlassen. Das sage ich nur der Vollständigkeit halber."

Alle nickten bestätigend.

Nun wandte sich Harry wieder an die Gruppe: „Wir haben euch noch ein paar wichtige Sachen mitzuteilen, aber wir wollen uns das für morgen und die nächsten Tage aufheben. Glaubt mir, es wird teilweise noch viel härter, als das, was ihr bisher gehört habt!"

Severus schaute die Vier ungläubig an: „Was wollt ihr in der letzten Woche noch alles erlebt haben?"

Harry schaute Amirah, Myrta und Laoise an, die ihm zunickten.

Die anderen, mit Ausnahme von Luna und Neville, die sofort verstanden, blickten die Vier nur verständnislos an.

Dann grinste er ein wenig verlegen und erklärte: „Telepathie ist doch was feines! Nur soviel noch vorab. Wir haben die Chance erhalten in einer anderen Dimension oder Welt eine extrem umfangreiche Ausbildung zu absolvieren. In dieser Welt ist ein Jahr so lange wie hier ein Tag. Wir waren für hiesige Zeit drei Tage weg, das heißt, wir haben euch noch von einer dreijährigen Ausbildung zu erzählen. Dabei haben wir noch einige Aufgaben übernommen und Fähigkeiten erlangt, die seinesgleichen suchen. Noch eins, wir werden das nächste Schuljahr in Hogwarts gemeinsam verbringen. Doch das ist dann das Ende unserer Erklärungen! Aber nicht mehr heute. Heute sollten wir das Gehörte und Erzählte erst einmal verarbeiten!"

Es wurde noch viel über einzelne Details im Laufe des Nachmittags und Abends gesprochen…


Das nächste Chap ist schon in arbeit. Ich freue mich schon wieder auf eure vielen Reviews