Jenna: Hallo! Danke für dein Review! Klar schreibe ich weiter - dieser Oneshot ist bspw. schon fertig! Ich brauchte nur genügend Reviews, um weiterzuposten... ;)

Jenny: Hey. danke für dein Lob! Es freut mich wahnsinnig, dass die Story dich berührt...

Jojo: Hallo, danke für dein Review! Ich mag den Song auch total gerne, das ist mein Lieblingslied von Jem, aber sie hat auch noch ein anderes, tolles Lied.

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Doch als die Person aus den Schatten tritt und einen Meter vor mir stehen bleibt,
entspannt sich mein Körper und betrügt mich damit selbst.

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I'm not alone, I sense it,

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„Malfoy."
Es ist eine Gewohnheit, die ich wohl niemals ablegen werde.
Sein Name gelangt so gehässig über meine Lippen, als würde ich alle Verachtung, die meiner Seele innewohnt, auf ihn projizieren.

„Granger, welch eine Überraschung."
Sein Tonfall ist ungewöhnlich neutral.
Es erscheint mir beinahe so, als wäre er heute nicht auf der Höhe seiner Kräfte. Aber nur beinahe.

Doch ich gerate ins Zweifeln, als er nicht weiterspricht.
Er fragt nicht nach Harry oder Ron.
Er beleidigt nicht mein Aussehen und er spottet nicht über meine Herkunft.
Er schenkt mir keinen feindseligen Blick.

Seine gehässige Maske scheint verrückt.

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I sense it

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Beinahe möchte ich sagen, dass er mir Angst macht.
Doch mit dieser Erkenntnis würde ich ihm den Sieg überlassen, und dies völlig wehrlos.
Seit Jahren hatte weder er noch ich in unseren hitzigen Streitgesprächen gewonnen. Keiner von uns Beiden konnte den anderen verbal oder systematisch zu Boden bringen.
Und ich hatte nicht vor, ihn den Ersten sein zu lassen.

Ich recke mein Kinn in die Höhe und begegne seinem Blick mit aller Härte, die ich aufbringen kann.

Plötzlich umhuscht ein nie gekannter Schatten seine Mundwinkel und er senkt den Blick.
Dann tritt er einen Schritt auf mich zu, sieht zu mir hoch und hebt seine Hände.

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All that I said, I meant it,

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Ich nehme wie in Zeitlupe wahr, dass er seine Arme in die Höhe hebt. Seine blasse Haut scheint im schwachen Licht der Flammen beinahe zu leuchten.
Dann berühren seine Hände meine Schultern.
Ich zucke zusammen, ob vor Schock oder der Kälte seiner Hände – ich weiß es nicht.
Vielleicht liegt es auch an seinem Blick, mit dem er mich die gesamte Zeit ununterbrochen fixiert, meine Augen absucht, als könne er in ihnen lesen wie in einem Buch.

Ich spüre die sanfte Berührung seiner Finger, als er seine Hände nach einiger Zeit ein wenig herunterbewegt.
Jeden Millimeter nehme ich so intensiv wahr, als ob sich alle meine Sinne auf seine Berührung konzentriert hätten.
Doch ich nehme nicht nur seine Hände wahr, sondern auch seinen Blick.
Die gesamte Zeit habe ich den Seinen fixiert, als könne ich damit festhalten, dass hier etwas passiert, was ich niemals erwartet hätte.

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I meant it

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Die Hitze in meinem Körper scheint nun unerträglich, beinahe glaube ich die Luft flimmern zu sehen.
Aber das kann auch durch den Nebel in meinem Kopf ausgelöst sein.
Mein Verstand steht in Flammen, als er sich mir beinahe unmerklich um Millimeter nähert.

Bisher hatte ich nicht bemerkt, dass ich die gesamte Zeit flach atmete.
Doch das würde die bedrückende Leere in meinem Kopf erklären.
Bewusst ziehe ich tief die kalte Luft der Kerker ein.
Aber meinen Blick wende ich nicht von seinen Augen ab.

Überraschenderweise ist er nach einer Ewigkeit derjenige, der seinen Blick von mir abwendet.
Plötzlich und unvermittelt bricht er unseren stillen Augenkontakt und senkt sein Gesicht gen Boden.
Dann sieht er wieder zu mir hinauf, nachdenklich, und neigt den Kopf leicht zur Seite, sodass ihm seine stets akkurat geordneten Haare ins Gesicht fallen.
Ich erkenne nur noch, dass in der Mauer hinter seinen Schultern ein Stein fehlt und wie er seine Hände zu Fäusten ballt, ehe ich nichts mehr wahrnehme, nichts mehr als Draco.

Unvermittelt berühren seine Lippen die meinen.

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And I can't believe

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Ich zucke zusammen und ich spüre, wie er sich wieder verspannt.
Doch seine Lippen liegen immer noch stumm auf meinem Mund.
Und so verharren wir.

Starr.
Bewegungslos.
Sprachlos.
Entsetzt.

Die Zeit scheint ihre Bedeutung verloren zu haben.

Doch irgendwann, irgendwie, gelange ich wieder zu Bewusstsein.
Und auch seine Augen verlieren den unmerklichen Schleier, den ich noch nie bei ihm gesehen habe.

Wir lösen uns genauso plötzlich wieder voneinander, wie er mich berührt hatte.
Doch den Blickkontakt brechen wir nicht.

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How much I've wasted my time

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Wir sind nicht fähig zu sprechen; wir sind noch nicht einmal fähig, einen klaren Gedanken zu fassen.
Und so lesen wir nur in den Augen des anderen.
Und wir lesen darin, dass wir uns unter diesen Umständen niemals wieder so nahe kommen werden.
Und es schmerzt. Es schmerzt, obwohl es bereits seit jeher keine Option war.

Draco.
Draco Malfoy.

Er ist schön, intelligent, sprachgewandt und verstand überraschenderweise schon immer meine komplexe Denkweise.
Doch in den Zeiten des Krieges haben diese Attribute keinen Wert.

Aber ich glaube, dies ist nicht das Einzige, das er bereits begriffen hat

Der Ausdruck in seinen Augen ändert sich.
Völlig beiläufig hebt er seine Hand und zieht mein Gesicht zu sich.
Sein Atem streicht über meine Wangen und seine Stimme ist leise und rau.

„Der letzte Horkrux befindet sich im Raum der Wünsche."

Seine Fingerspitzen wandern über meine Wangen an meinem Hals herab.
Als sie an meinen Oberarmen angelangen, senkt er seinen Blick.
Auch nachdem einige Sekunden verstrichen sind, wendet er ihn mir nicht mehr zu.

Ruckartig dreht er sich um und entschwindet in die Schatten des fackelbeschienenen Korridors.
Und obwohl sein Schritt so gewandt und sicher ist wie eh und je, sehe ich in seinem eleganten Gang nichts als eine Flucht.
Doch ich kann all die Dinge nicht benennen, vor denen er davonrennt.
Dafür mangelt es mir an Zeit.

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... Reviews? Den vierten und letzten Teil gibt es erst mit insgesamt 7 Reviews! :)