Hallo, ihr Lieben.
Leider habe ich die sieben Reviews, welche ich mir zu dem letzten Teil erhofft hatte, nicht bekommen. Aber ich möchte euch das Ende der Story nicht vorenthalten. Ich hoffe einfach, dass ich vielleicht zu diesem Part ein paar Reviews bekomme. =)

kekschen: Wow, vielen Dank für dein tolles, tolles Review! Ich habe mich riesig gefreut, dass ich dir Harry und die Endsituation näherbringen konnte, als in den Büchern! Toll, dass dir die Story und mein Schreibstil so sehr gefallen... Draco Malfoy ist in den Büchern ein A., aber es wird kaum auf seine übrigen Charakterzüge eingegangen. Mein Charakter Draco Malfoy ist tiefschichtiger und detailreicher gezeichnet als der von Mrs. Rowling. Bei ihr nimmt er nur eine Nebenrolle ein, in meinen Storys konzentriere ich mich voll und ganz auf ihn. ^^

Panazee: Die Ruhe vor dem Sturm... ja, so könnte man es bezeichnen. Schade, dass du hier nicht angemeldet bist, aber ich hoffe, dass du das hier einmal liest und auch das Ende der Story erfährst! =)

A/N: Ich habe Nagini der Gattung der Boa constrictor zugeordnet. Man möge mir verzeihen.


Part 4/4

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In just 8 hours they'll be
laying flowers
on my life, it's over tonight
I'm not messing no

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Es dauert nicht lange, bis ich vor den Toren der Großen Halle stehe.
Noch weniger Zeit benötige ich dafür, Ron und Harry zu überzeugen, dass ich herausgefunden habe, wo der Horkrux verborgen ist.
Und schon nach kurzer Zeit hat Ron ihn mit Hilfe des Schwertes von Gryffindor zerstört.

Nun befinden wir uns wieder in der Großen Halle.

„Lord Voldemort gibt uns drei Stunden, um unsere Entscheidung zu treffen. Dann wird er in das Schloss einfallen."
Das waren Professor Dumbledores Worte, ausgesprochen in jenem Moment, in welchem ich unbeachtet von allen die Flügeltüren der Großen Halle aufschub und durch einen schmalen Spalt hindurchschlüpfte.
Diese bittere Nachricht hatte mich nicht überrascht, ja, noch nicht einmal verwundert. Ich hatte nichts Anderes erwartet, lediglich der Zeitaufschub erstaunte mich ein wenig.
Dieser jedoch dient einem raffinierten Zweck.

Voldemort gibt uns die Wahl.
Er gibt uns die Wahl, ihm Harry auszuhändigen oder aber den Krieg erneut zu beginnen.
Und Dumbledore trifft die Entscheidung.

Und somit sitzen wir gemeinsam an den langen Haustischen und warten.
Warten auf das, was kommen mag, was kommen wird und kommen muss.

In meinem Kopf kämpfen so viele Gedanken um meine Aufmerksamkeit, dass ich nichts mehr um mich herum wahrnehmen kann.
Was nützt Voldemort dieser Aufschub?
Ist es lediglich Druck, den er erzeugen möchte?
Oder handelt es sich womöglich um einen raffinierten Plan?
Dumbledore würde sich doch niemals gegen Harry entscheiden, das musste er wissen. Dumbledore hatte sich stets auf die Seite der weißen Magier geschlagen und diese winzige Sünde seiner Jugend hatte ihn für sein gesamtes Leben gebrandmarkt.

Und Draco Malfoy... ich habe nicht genügend Zeit, um mir über ihn den Kopf zu zerbrechen - und dennoch kreisen meine Gedanken um seine Person.
Ich kenne seine Ziele nicht und seine Absichten sind stets verschleiert.
Ich weiß nicht mehr über ihn, als dass er mir vor wenigen Stunden die reine Wahrheit gesagt hatte.
Eine Wahrheit, die ihn das Leben kosten kann - und das seiner Familie dazu.
Wieso tut er das?
Was erhofft er sich?

Ich versuche diese Gedanken aus meinem Bewusstsein zu löschen und hebe meinen Blick.
Er sieht mich an.
Unbewegt.
Emotionslos.
Starr.

Seine Augen sind grau.
Soweit ich mich erinnere, haben die Farbe von verglommener Asche und ich frage mich, ob dies schon immer schon so war.
Durch die große Halle hinweg kann ich mir diese Frage jetzt nicht beantworten, doch ich vermerke sie mir in meinem Hinterkopf.

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I
need your blessing
and your promise to live free
please do it for me

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Der erste Schrei ist immer der Schrecklichste.

Bei dem Klang des schrillen Kreischens, das aus der Eingangshalle herübertönt, scheinen alle Schüler zusammenzuzucken. Einige Köpfe wenden sich zu den großen Flügeltüren und eine bedrückende Stille kehrt ein.
„Ich bitte euch, nicht in Panik auszubrechen." Dumbledores ruhige Stimme hallt sogleich beherrschend durch die Totenstille. „Die Lehrer und unzählige Auroren und Helfer des Ministeriums werden Hogwarts gegen Lord Voldemorts Anhängerschaft verteidigen. Ich bitte euch Schüler Hogwarts nur inständig darum, nicht überstürzt oder unkontrolliert zu handeln. Niemand verlässt die Große Halle, denn hier seid ihr in Sicherheit."

Daraufhin eilt der alte Schulleiter um den langen Tisch am Kopfende des Saals herum und begibt sich, gefolgt von einigen Lehrern, durch die schweren Flügeltüren aus der Großen Halle.

Es dauert noch einige Sekunden, bis wieder die ersten Geräusche vernehmbar werden.
Nervosität, Unsicherheit, Verwirrung, Entgeisterung und Ratlosigkeit sind nur ein Bruchteil der Gefühle, welche man auf jedem Gesicht erkennen kann.

Ich drehe mich zu Harry und Ron um.
Die beiden Menschen, die mich am besten kennen; die beiden Menschen, die für mich meine zweite Familie darstellen; die beiden Menschen, welche ich am meisten liebe.
Die beiden Menschen, für die ich mein Leben geben würde.

„Harry", sage ich. „Ron."
Ich weiß nicht, wie ich es ausdrücken soll, damit es nicht so endgültig klingt. Nicht so, als würde das Demoklesschwert bereits über unser aller Haupt hängen.
Doch ich muss es ihnen sagen, ich kann es nicht unterlassen.
„Wenn... wenn einem von uns..." Ich sehe Ron in die Augen und schweige einen Moment, dann zwinge ich mich dazu, die Wörter hervorzuwürgen. „Wenn einem von uns beiden etwas... passiert, wenn einer von stirbt -" Mein Blick wandert zu Harrys Gesicht, kehrt dann aber schnell zu Rons Augen zurück. „Wenn einer von uns beiden stirbt, dann wird der Andere mit all seiner Kraft Harry bei seiner Aufgabe unterstützen. Versprichst du mir das, Ron?"
Rons Augen weiten sich entsetzt, als die Absicht hinter meinen Worten erkennt.
„Uns wird nichts passieren, Hermine", flüstert er tonlos. „Aber... ich verspreche es dir."
Ich schlucke einmal und wende mich dann Harry zu, der mich entsetzt ansieht.
„Versprichst du mir das auch, Harry?", sage ich leise und meine Stimme klingt brüchig. „Versprichst du mir, weiterzumachen?"

Und ich hasse seinen Blick.
Sein Blick, der so viel versteht, der so viel begreift.
„Ja", sagt er. „Ja."

Und dann schweigen wir.

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In just 1 hour they'll be
laying flowers
on my life, it's over tonight

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Ich kann nicht mehr sagen, wieviel Zeit verstrich, in der wir durch Hogwarts Gänge irrten.
Wenige Minuten? Eine Stunde? Die halbe Nacht?
Wir fanden den letzten, heimlichen Horkrux in Nagini, Voldemorts treuer Boa constrictor.
Neville hat sie durch das Schwert von Godric Gryffindor vernichtet.
Ich glaube, ich werde niemals stolzer auf meinen ewigen Nachhilfeschüler sein.

Nun stehen wir in der Eingangshalle und uns gegenüber Nott, Crabbe und Goyle, sowie Bellatrix Lestrange im wilden Kampf mit Molly Weasley.
Für den Bruchteil einer Sekunde starren sie uns drei unbewegt an, dann verzerren sich ihre Gesichter beinahe gleichzeitig zu einer gehässigen Maske. Und Harrys und Rons Zauberstäbe peitschen im selben Moment wie der meine in die Richtung der maskierten und doch so sichtbaren Todesser.

Ein Kampf beginnt, der nicht zu enden wollen scheint.

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I'm not messing no

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Ich sah den Fluch nicht auf mich zukommen.
Völlig unerwartet prallt er mit unvorstellbarem Schmerz in meinen Rücken und grünes Licht blendet meine Augen.
Bellatrix Lestranges wahnsinniges Gelächter dringt gedämpft in mein Bewusstsein.
Und plötzlich zieht es mich nach vorne und ich folge dem Impuls und kippe vor.

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I
need your blessing

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Und in diesem Moment scheint die Welt stillzustehen.
Ich falle.
Langsam, so langsam.
Müde, so müde.
Leer, so leer.

Und mit einem gewaltigen, unmenschlichen Ruck reißt mich eine unsichtbare Macht aus der Tiefe.
Mein letzter Atemzug.

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and your promise to live free

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Und mein Blick schweift durch die Masse und findet Harry.
Der verschwundene Kampflärm zwischen mir und Nott schien ihn zu irritieren und er dreht sich.
Seine Augen finden meine, in dem Moment, in dem ein Fluch auf Crabbe senior aufschlägt und ihn zu Boden zerrt. Und Harrys Ausdruck wandelt sich schleichend von der verbissenen Maske zu reinem Entsetzen.
Seine Augen schmerzen mich, sein Leid droht mich im letzten Moment meines Lebens zu zerreißen.

Mein Blick streift über Molly Weasley und Bellatrix Lestrange.
Mrs Weasleys Gesicht zeigt nichts als Grauen und die Knöchel ihrer Hand, die sich um Bellatrixs rechten, ausgestreckten Arm gekrallt haben, treten deutlich hervor. Lestranges irrsinniger Ausdruck fixiert mich und ihr Zauberstab zeigt direkt auf mich. Und er sinkt, allmählich.

Mein Blick findet Ron.
Seine Augen liegen bereits auf meiner Gestalt und ein Ausdruck verzweifelter Fassungslosigkeit stehen so deutlich wie nie auf seinem Gesicht. Die roten Haare bewegen sich unglaublich langsam über seine entsetzten Augen und verhängen mir die direkte Sicht in seine Seele.

Mein Blick wandert zu Draco Malfoy.
Er steht am Eingangsportal und seine Hände krallen sich fest um den kalten Türgriff.
Sein Körper ist vollkommen erstarrt und sein entgeisterter Blick brennt sich in meine zufallenden Augen.

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please do it for me

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Seine Augen sind nicht aschgrau.
Sie haben einen leichten Blaustich.
Sie sind rauchgrau.
Sie sind wie der Nebel einer Septembernacht.

Sie umschließen mich und begleiten mich hinauf.

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Part 4/4

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THE END

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Ich freue mich über jedes Review!

Wer noch Lust auf weiteres Hermine/Draco aus meiner Feder hat, dem empfehle ich meine laufende Story "Beautiful Lie", die gerade in die zweite Runde geht - auf dem Grimmauldplatz!
"Beautiful Lie": .de/s/47cda5200000512c067007d0