Disclaimer: s. Kapitel 1

Vielen Dank für die Reviews von LunaNigra und Saphira00.

Kapitel 2 – Nächtliche Begegnung

„Mom? Dad?", rief Ginny, als sie im Fuchsbau ankam. Das ganze Haus war dunkel, es sah aus als schliefen ihre Eltern bereits. Normalerweise gingen sie nicht sehr früh ins Bett, aber seit ihre Kinder das Haus verlassen hatten, gab es für ihre Eltern nicht viel zu tun oder zu reden.

„Ginny? Bist du das?", hörte sie eine schläfrige Stimme vom Sofa her und als sie sich näherte, schoss plötzlich ein Kopf in die Höhe, der sie zu Tode erschreckte und sie einen Schrei ausstoßen ließ.

„RON! Du hast mich zu Tode erschreckt, du Blödian!", schrie Ginny, während sie versuchte wieder normal zu atmen. „Was machst du hier? Ich dachte du wärst in Irland ..."

„Nö! Ich bin wegen etwas viel wichtigerem hier geblieben!", sagte er mit einem breiten Grinsen. Wenn es heller gewesen wäre, hätte sie ihr Leben darauf verwettet, dass er roter als eine Tomate war.

„Was denn?", fragte sie neugierig.

„Ron? Wer ist da?", sagte eine Frauenstimme.

Ginny machte große Augen und sah über die Lehne der Couch, nur um dort Hermine neben ihrem Bruder schlafen zu sehen.

„Niemand, Mine! Nur ich, Ginny!", lachte sie und freute sich ihren Bruder endlich zusammen mit Hermine zu sehen.

„Oh, hallo Ginny! Hab dich seit einer Weile nicht mehr gesehen!", murmelte Hermine und schlief wieder ein. Eine Minute später saß sie plötzlich gerade. „Ginny? Du ... Ich ... Wir haben nur ..."

Ginny lachte über das verstörte Gesicht ihrer Freundin. Sie hatte das Licht im Wohnzimmer angemacht, um Hermines und Rons Reaktion sehen zu können.

„Ich weiß ... Ihr habt nur geschlafen! Nun, da du wach bist, krieg ich eine Umarmung und ein Hallo?"

„Natürlich! Ich hab dich so vermisst, Gin!", lachte Hermine und rannte in die Arme ihrer Freundin. „Ich hab dich seit Monaten nicht mehr gesehen! Wie geht's dir?"

„Mir geht's gut! Und dir?", antwortete sie.

„Ganz toll! Ich habe gerade meine neues Buch über alte Runen beendet. Es kommt nächsten Monat raus ...", erklärte Hermine, stolz darauf eine berühmte Schriftstellerin zu sein.

„Das freut mich für dich. Und wie läuft's mit meinem Bruder?", fragte sie genauer.

„Ginny, ich denke du bist zu jung für solche Unterhaltungen! Lass uns über etwas anderes reden!", unterbrach Ron das Gerede der Mädchen mit einem nervösen Blick in seinem erröteten Gesicht.

„Es ist toll!, Er liebt mich, weißt du?", sagte Hermine glücklich, als ob sie Ginny etwas sagte, was noch niemand wusste.

„Nun, jeder wusste das seit eurem 4. Schuljahr! Die Sache ist nur so, ich muss meinen Bruder beschützen und deshalb frage ich dich, liebst DU ihn?", scherzte Ginny.

„Natürlich tue ich das. Und Ron vergiss nicht, dass Ginny nur ein Jahr jünger als wir ist. Sie ist eine erwachsene Frau! Und noch dazu eine wunderschöne!", sagte Hermine, während sie anerkennend die Figur ihrer Freundin musterte. „Harry hat nach dir gefragt! Es hat dich seit Jahren nicht mehr gesehen!"

„Wirklich? Ich vermisse ihn auch ...", sagte Ginny etwas errötend. „Wie geht's ihm?"

„Ach, das Übliche ... Er arbeitet hart. Aber er ist einer der besten Auroren den das Zaubereiministerium je hatte. Malfoy macht im Übrigen auch einen tollen Job. Er ist Harrys Partner!", sagte Hermine, während sie sich zurück auf die Couch setzte.

„Er ist WAS?", rief Ginny überrascht. „Wie konnte das passieren? Wer hat Malfoy Auror werden lassen? Seine ganze Familie waren Todesser!"

„Ginny, vergiss nicht, er hat uns geholfen Voldemort zu besiegen! Und Harry und Malfoy sind jetzt beste Freunde!", sagte Ron leise.

„Wie bitte? Mein Bruder, der Junge, der immer versucht hat Malfoy umzubringen, akzeptiert die Situation? Erstaunlich!", lachte sie. „So, ihr seid also sicher, dass Malfoy sich geändert hat? Zum besseren meine ich!"

„Klar doch ...", lachte Hermine. „Er war ein widerlicher, aber sexy Typ damals in Hogwarts, aber nun ... ist er ein netter und heißer Kerl! Du solltest ihn dir mal anschauen. Er bringt jede Frau im Umkreis von zwei Meilen dazu bei seinem Anblick zu sabbern!"

„Wirklich?!", fragte Ginny interessiert.

„Hermine, bring sie nicht auf dumme Gedanken! Ich kann Malfoy zwar tolerieren, aber ich will nicht, dass er was mit meiner kleinen Schwester anfängt!", beschwerte sich Ron.

„Nun ... ich bin grade aus meiner Wohnung ausgezogen und werde erst mal hier bleiben, bis ich etwas neues finde!", wechselte Ginny lächelnd das Thema.

„Warum bleibst du nicht hier mit Mom und Dad? Du musst nicht mit Leuten zusammenleben, die du nicht kennst!", wandte Ron stirnrunzelnd ein.

„Ron, ich liebe meine Unabhängigkeit und ich will sie genießen! Du bist auch ausgezogen! Warum wohnst du nicht hier? Du könntest jeden Tag mit Dad zur Arbeit gehen!", antwortete sie gelangweilt.

„Das ist was anderes!", seufzte er.

„Nein, ist es nicht Ron! Du bist zwar ein Mann, aber das gibt dir nicht mehr Rechte! Ich werde eine neue Wohnung finden und dann werde ich hier wieder ausziehen!", sagte Ginny, während sie versuchte ruhig zu bleiben.

„Ich würde dich lieber mit einem Typen wie Malfoy sehen, als allein mit seltsamen Leuten zusammenlebend.", murmelte Ron.

„Wie auch immer! Ich gehe jetzt in mein altes Zimmer! Ich sehe euch beide morgen!", sagte sie und ging die Treppe nach oben zu ihrem alten Zimmer. Sie schlief so gut wie lange nicht mehr.


A/N: Im nächsten Kapitel gibts dann die erste Begegnung unseres Lieblingspärchens.