Disclaimer: Wie gehabt. Mir gehört nix.

Kapitel 3 – Eine andere nächtliche Begegnung

„Aufstehen!", rief jemand in ihrem Zimmer und öffnete die Vorhänge. Da es zuviel Licht war und sie noch weiter schlafen wollte, versteckte sie ihren Kopf unter einem Kissen.

„Hau ab...", sagte sie schläfrig.

„Auf keinen Fall! Es ist ein wunderschöner Tag und Mom und Dad wollen dich unbedingt sehen!", sagte Ron, während er sich auf ihr Bett setzte und das Kissen von ihrem Kopf nahm.

„Ron"", schrie sie und versuchte blinzelnd ihre Augen an das helle Licht zu gewöhnen.

„Ginny, sind wir ok? Wir hatten diesen Streit letzte Nacht... Ich will nicht, dass du böse auf mich bist.", sagte er mit einer traurigen Stimme.

„Ron, ich bin nicht böse auf dich ...Wie könnte ich auf meinen Lieblingsbruder böse sein? Es ist nur so, ich war immer viel zu sehr behütet, weil ich die jüngste bin. Ich versuche nur unabhängig zu sein, und mich um mich selbst zu kümmern. Verstehst du?", fragte Ginny ihn mit bittenden Augen.

„Versteh schon, Schwesterchen. Ich bin nur besorgt um dich. Du bist immer noch meine kleine Schwester.", sagte Ron und umarmte sie zärtlich. „Hab dich lieb, Ginny!"

„Hab dich auch lieb, Ronnielein!", lächelte Ginny.

Das war ein guter Start in den Tag ... Ginny stand auf, duschte und ging dann hinunter zum Frühstück. Als sie die Küche betrat, wurde sie sofort von zwei starken Armen umarmt bis sie keine Luft mehr bekam.

„Mom! Ich bekomme keine Luft mehr!", lachte Ginny und küsste ihre Mutter auf die Wange.

„Oh, mein kleines Mädchen. Du bist so dünn. Ist du auch genügend? Ich kann sehen, dass nicht!", begann Mrs. Weasley sich über das Essen der Muggel zu beschweren.

Ginny ignorierte ihre Kommentar und ging hinüber, um ihren Vater zu umarmen, der sie glücklich anlächelte.

„Es ist schön dich wieder hier zu haben, Liebling.", sagte er nur.

Während Hermine und ihre Mutter sie in den neuesten Klatsch und Tratsch einweihten, trank Ginny ihren Orangensaft und las die Wohnanzeigen im Tagesboten. Am Ende des Frühstücks hatte sie drei Möglichkeiten und würde sich ansehen.

Die erste Wohnung gehörte einer alten Dame, die enorm viele Katzen hatte. Ginny wollte nicht in einem Zoo leben und apparierte deshalb zur nächsten Wohnung.

Die nächste Wohnung war nett, sehr sauber und in einer guten Lage, aber die Miete war schrecklich hoch.

„Merlin, ich will das Haus doch nicht kaufen!", seufzte sie als sie zum letzten Angebot des Tages apparierte. Es lag nur zwei Straßen vom St. Mungo's entfernt, so konnte sie zur Arbeit laufen und gleichzeitig etwas trainieren.

„Hallo, wie kann ich dir helfen?", fragte eine junge Frau als sie die Tür öffnete.

„Guten Morgen, mein Name ist Ginny Weasley und ich bin wegen des freien Zimmers hier.", sagte sie mit einem Lächeln.

„Oh komm doch bitte herein! Mein Name ist Julie Sanders! Meinem Freund und mir gehört die Wohnung!", erklärte die nette Frau, während sie sich auf die Couch im Wohnzimmer setzten. Der Raum war groß, hatte viel natürliches Licht und war modern eingerichtet, was Ginny sofort gefiel. Alles sah nett und friedlich aus.

„Es sieht toll hier aus.", sagte Ginny ehrlich.

„Vielen Dank! So jetzt erzähl mal was von dir!", fragte Julia lächelnd.

„Ok, ich bin Ginny, ich bin Heilerin im St. Mungos, ich arbeite Tag- und Nachtschichten, darum muss ich manchmal tagsüber schlafen und ich bin gerade wegen dem Benehmen meiner Mitbewohnerrinnen aus meinem alten Zimmer ausgezogen.", sagte sie, ebenfalls lächelnd.

„Was ist passiert? Wenn du hier einziehst, müssen wir dafür sorgen, dass so etwas nicht passiert!", fragte Julie interessiert.

„Nun, lass uns einfach sagen, sie haben Tag und Nacht geschrieen!", sagte sie heftig errötend.

„Ich gebe morgens kleinen Kindern Privatstunden. Wir machen aber keine Lärm, so damit du schlafen kannst. Wir teilen alle Aufgaben auf! Jede Woche, kocht einer, der andere putzt und der andere wechselt die Bettlaken. Du kannst deine persönlichen Gegenstände nicht im ganzen Haus herumliegen lassen, auch nicht im Badezimmer, du darfst das Haus nicht verlassen ohne das Bett gemacht zu haben, du darfst keinen Lärm nach Mitternacht machen und du darfst keine Gäste über Nacht mitbringen ohne vorher zu fragen. Bist du einverstanden?", fragte Julie, diesmal ernst.

„Natürlich! Ich wünsche wir hätten diese Regeln in dem anderen Haus gehabt...", sagte Ginny ehrlich „Kann ich mir das Haus ansehen?"

Die Küche war sauber und groß und es gab 3 Zimmer: Julie und Mark's Zimmer, Philips Zimmer (ihr Freund) und das leerstehende Zimmer. Das ganze Haus war sehr modern mit großen Räumen. Der Preis war exzellent und Ginny entschied, dass sie nichts besseres finden konnte!

„Ich nehme das Zimmer.", sagte sie fröhlich.

„Klasse! Ich denke wir werden gut miteinander klarkommen.", lachte Julie „Wann willst du einziehen?"

„Heute Abend?", fragte Ginny schüchtern.

„Na dann willkommen!"


Endlich, nach einer 48 Stunden Schicht, war Ginny auf dem Heimweg, in den kalten dunklen Straßen Londons. Es war fast ein Uhr und sie wollte nur noch ins Bett.

Sie war vor einem Monat eingezogen und Julie war nun ihre beste Freundin. Sie führten lange Unterhaltungen über alles mögliche ... es fühlte sich an als würden sie sich schon ein Leben lang kennen. Mark war ein attraktiver Mann, arbeitete als Auror im Zaubereiministerium und war befreundet mit Harry. Er war nett, aber sprach nicht viel. Den anderen Mann, Philip hatte sie bisher noch nicht getroffen, denn der war nach Julies Aussage auf einer Mission in Irland.

Vollkommen in ihren Gedanken versunken, kämpfte Ginny um die Tür auszuschließen, aber ihre Arme waren vollgepackt und sie fand das Schlüsselloch nicht.

Schließlich fand sie es, drehte den Schlüssel und betrat den dunklen Raum. Als sie die Tür schloss, sprang jemand oder etwas auf sie, und warf sie mit dem Gesicht nach unten zu Boden.

(Draco's Point of View)

Draco war gerade von einer zwei Monate langen Mission mit seinem Partner Harry auf der Suche nach Todessern zurückgekommen. Wer hätte das gedacht? Er, Draco Malfoy, arbeitete mit dem Wunderknaben, Harry Potter! Nun ja, die Vergangenheit war vergessen. Sie hatten einen großen Krieg miteinander gekämpft und waren nun Freunde ... Gute Freunde...

Als er auf der Couch saß, versunken in seinen Gedanken, hörte Draco jemanden die Tür öffnen. Julie und Mark schliefen wahrscheinlich schon ... also musste es ein Einbrecher sein!!!!

Er stellte sich hinter die Haustür, wartete bis die Person hereingekommen war und sprang dann auf die Person zu. Er warf sie zu Boden und fror ihre Bewegungen mit seinem Zauberstab ein.

Als er das Licht anmachte, sah er nur eine große Anzahl Bücher und Papiere auf dem ganzen Boden verteilt und einen fantastischen Frauenkörper mit tollen Beinen. Der Rock war wegen dem Sturz etwas hochgerutscht und dieser Anblick ließ ihn in Verzückung geraten. Aber er schrie fast als er zu ihrem Kopf blickte. Dort war eine große Masse roten lockigen Haares! Eine Weasley?


A/N: Okay. Noch nicht wirklich viel Draco/Ginny. Aber es wird besser ich versprechs. Ich hoffe euch hat's trotzdem gefallen. Warum Draco von Julie „Philip" genannt wird erfahrt ihr in einem späteren Kapitel. Danke noch für alle Reviews. Entsprechend einem Tipp, hab ich auch anonyme Reviews zugelassen.