A/N: Hallo da bin ich wieder. Sorry, dass ich solange nichts hochgeladen hab, aber ich musste erstmal eine Klausur bestehen und meine Seminararbeit schreiben. In diesem Kapitel gehts etwas mehr zur Sache zwischen Draco und Ginny. Viel Spaß damit.

Kapitel 9 – Bereit?

Während der nächsten Woche, schien jede schwangere Frau in der Zaubererwelt ihr Kind zu bekommen und Ginny war ausgelaugt von so vielen Geburten und kranken Kindern. Sie hatte Draco seit dem Abend ihrer Verabredung mit Harry nicht mehr gesehen und sie vermisste ihn – sein Lächeln, seine Bemerkungen, seine Anwesenheit und seine Küsse ...

„Verdammt Ginny, du solltest nicht so viel an das hüpfende Frettchen denken!", flüsterte sie zu sich selbst.

Nachdem sie 36 Stunden ohne Unterbrechung gearbeitet hatte, sammelte Ginny ihre verbliebene Kraft und apparierte nach Hause.

„Hallo Ginny! Wie geht's dir? Du siehst erschöpft aus!", fragte Julie besorgt, während sich Ginny zu ihr auf die Couch. „Du bist so blass und deine Augen sind blutunterlaufen!"

„Ich vermute ich sehe erstaunlich aus!", lachte Ginny. „Das war eine Höllenwoche. Ich würde sterben für ein Bad und ein weiches Bett."

„Das glaube ich dir. Unsere Jungs werden auch bis spät arbeiten.", lächelte Julie, obwohl sie besorgt aussah.

„Unsere Jungs?", fragte Ginny errötend.

„Erzähl mir doch nichts, Ginny.", lachte Julie.

„Haben Sie eigentlich Lucius gefasst? Ich konnte nie fragen.", fragte Ginny ängstlich.

„Nein. Sie bekommen nur falsche Hinweise. Heute müssen sie auch länger arbeiten, weil sie einen neuen Hinweis bekommen haben. Er besagt, dass Narcissa und Lucius mit einem etwa 2 – jährigen Mädchen unterwegs sind.", sagte Julie besorgt. „Wenn ich eine Nichte habe, will ich nicht, dass sie von zwei Todessern aufgezogen wird. Ich möchte, dass sie unverdorben ist. So wie du!"

„Danke Julie. Ich hoffe sie kriegen Lucius dieses Mal. ... Übrigens hast du es Mark erzählt?", fragte Ginny mit einem breiten Lächeln.

„Noch nicht. Ich wollte es heute Abend tun, aber es muss wohl bis morgen warten. Er wird zu müde sein für solche Nachrichten.", sagte Julie und streichelte ihren Bauch.

Ginny nahm ihr Bad und schlief fast sofort ein. Sie wachte erst am nächsten Morgen gegen Mittag auf.

„Guten Morgen!", sagte sie, während sie die Küche betrat und ihre verschlafenen Augen rieb. „Gibt es noch Kaffee?"

„Ja, ich hol dir eine Tasse.", sagte Julie und verließ ihren Platz neben Draco.

„Habt ihr Erfolg gehabt, gestern Nacht?", fragte Ginny.

„Nein. Falscher Alarm.", sagte er, sie aufmerksam beobachtend. Sie sah toll aus, wenn sie verschlafen war. „Hast du dich etwas ausgeruht nach dieser arbeitsreichen Woche?"

„Ein wenig. Wer hätte das gedacht. Draco Malfoy sorgt sich um jemanden!", grinste sie und zwinkerte ihm zu.

„Wer hat was von sorgen gesagt? Ich wollte nur wissen ob du dich mies fühlst, damit ich eine Party schmeißen kann.", sagte er mit überzeugend ernstem Gesicht.

„Oh, könnt ihr beide aufhören euch zu kabbeln?", fragte Julie und gab Ginny ihre Tasse.

„Warum? Es macht Spaß!", sagte Draco grinsend.

„Also, ich muss los. Mark und seine Familie erwarten mich zum Mittagessen. Kommt ihr zwei allein klar?", fragte Julie, Ginny zuzwinkernd.

„Ich glaube schon. Ich verspreche dir wir werden uns gegenseitig zerstören, aber wir zerstören nicht das ganze Haus.", lachte Draco in Julie's ernstes Gesicht.

„Wir werden nur die Küche zerstören, Julie. Heute wird Draco's erste Kochstunde sein.", sagte Ginny und begann zu lachen als Draco's Gesichtsausdruck von amüsiert zu besorgt und aufgebracht wechselte.

„Was ist los, Philip? Angst vor einer einfachen Unterrichtsstunde?", fragte Julie sarkastisch. „Oder hast du Angst vom Lehrer aufgefressen zu werden?"

„Oh, letzteres würde mir nichts ausmachen.", sagte Draco, Ginny's errötendes Gesicht beobachtend.

„Also ich bin sicher ihr zwei werdet viel Spaß haben.", sagte Julie und stand auf.

„Julie, wir werden Abendessen machen. Also müssen Mark und du dafür nach Hause kommen, okay?", fragte Ginny mit einem mysteriösen Glänzen in den Augen.

„Ich weiß zwar nicht, was du vorhast, aber wir werden da sein!", sagte Julie bevor sie disapparierte.

„Bist du bereit, die Schürze anzuziehen?", lächelte Ginny als sie in Draco's gelangweiltes Gesicht sah. „Sieh mich nicht so an. Du wirst sehen, wir werden viel Spaß haben!"

Draco sah sie an und das Wasser lief ihm im Mund zusammen. Aber nicht wegen des Unterrichts, sondern wegen der Lehrerin.


„Draco, ich habe gesagt du sollst das Mehl in diese Schüssel tun! Warum mischst du es mit Zucker?", fragte Ginny gelangweilt, während sie ihren Zauberstab schwang um beides wieder zu trennen.

„Wenn wir später doch wieder alles zusammen tun, warum dann schon nicht jetzt?", fragte er unschuldig.

„Von jetzt an werde ich eine andere Strategie nutzen müssen.", seufzte sie. Seit sie mit dem Kochen begonnen hatten, hatte Draco nichts anderes getan als alles zu ruinieren. Sie hatte ihn gebeten, drei Eier in eine Schüssel zu schlagen und er hatte sie mitsamt Schale aufgeschlagen. Dann hatte er die Schokolade mit fester Butter statt mit geschmolzener Butter vermischt ... Ginny war sich nicht sicher, ob er die Fehler absichtlich machte oder weil er einfach nichts vom Kochen verstand.

In diesem Moment hatte sie eine Idee.

„Pass auf, Malfoy. Dieses Essen ist wichtig für Mark und Julie, also musst du anfangen ein paar Sachen richtig zu machen.", sagte Ginny ernst. „Wir werden ein Spiel spielen ..."

„Was für ein Spiel?", fragte er neugierig.

„Jedes mal, wenn du etwas richtig machst, werde ich ein Stück meiner Kleidung ausziehen. Jedes mal, wenn du etwas falsch machst, wirst du etwas ausziehen. Einverstanden?", fragte sie mit einem schelmischen Lächeln.

„Geht klar.", sagte er, aufgeregt bei dem Gedanken, sie beim ausziehen zu beobachten. Nun würde der richtige Spaß anfangen.

„Vermische die Eier mit Zucker und füge das Mehl hinzu.", sagte ihm Ginny.

Draco machte es richtig und sah dann mit einem breiten Lächeln auf.

„Warum siehst du mich so an?", fragte sie lächelnd.

„Wirst du nicht etwas ausziehen?", fragte er und verschränkte die Arme vor seiner Brust.

„Warum ziehst du es mir nicht aus?", schlug sie mit tiefer verführerischer Stimme vor.

Draco's Augen weiteten sich erst bei dem Vorschlag, lächelten dann aber fröhlich. Langsam ging er auf sie zu und nahm den Bund ihres T-Shirts, um es auszuziehen.

„Es tut mir ja leid, aber zuerst musst du meine Schürze ausziehen.", sagte sie, über sein enttäuschtes Gesicht lachend. „Keine Sorge, wenn du dich benimmst, werden wir noch dazu kommen."

Zustimmend, löste er die Schürze und nahm sie weg.

„Sehr gut. Nun möchte ich, dass du den Zitronensaft und die Schalen hinzufügst und alles miteinander vermischst.", verlangte sie. Er teilte die Zitrone in vier Teile und drückte den Saft aus. Dann schnitt er die Schale in Vierecke und warf sie in die Schüssel, alles durchmischend. Als er fertig war, sah er sie mit breitem Lächeln an.

„Zieh ein Kleidungsstück aus, Draco. Du hast das nicht richtig gemacht.", sagte sie lachend.

Wie sie, zog er die Schürze aus und wandte sich wieder seiner Arbeit zu. Drei Anweisungen später, war Dracos bis auf die Boxer-Shorts ausgezogen, während Ginny noch alles außer ihrem Shirt anhatte. Draco hatte die Anweisungen seit dem Moment, in dem er ihr Shirt ausgezogen hatte, nicht mehr befolgen können. Er konnte nicht aufhören, sie anzusehen, wenn sie nur noch einen babyblauen BH am Oberkörper trug.

„Das ist genug. Stell den Kuchen in den Ofen.", verlangte sie und er tat wie geheißen. „Also, war die Kochstunde so schlimm wie du befürchtet hattest?"

„Nein, es ist nur schade, dass es vorbei ist.", lächelte er, schlang seine Arme um ihre Hüfte und zog sie an sich.

Das Gefühl ihres Hautkontaktes ließ beide glücklich seufzen.

„Kann ich Nachtisch haben?", fragte er mit schelmischem Grinsen.

„Später. Der Kuchen brauch einige Zeit zum backen.", sagte sie, mit ein paar blonden Haarsträhnen spielend.

„Der hier ist schon zubereitet ...", flüsterte und küsste sanft ihre Lippen.

Ginny seufzte, legte ihre Arme um seinen Nacken und ließ sich in den Kuss fallen. Bald saß sie auf dem Küchentisch, mit Draco's Körper zwischen ihren Beinen und immer noch heftig knutschend.

„Du bist guter menschliches Teig, weißt du?", flüsterte er.

„Das kann ich fühlen.", sagte sie lachend. „Ich freue mich, dass du ein paar Sachen übers Kochen gelernt hast."

„Ich weiß viel über eine andere Art von Kochen ...", lächelte er und küsste sie ein weiteres Mal.

Er legte sie auf den Küchentisch, fuhr mit den Händen über ihren ganzen Körper und streifte die Träger ihres BHs herunter, während er die obere Hälfte ihrer Brüste küsste, sich darauf vorbereitend ihn ihr ganz auszuziehen.

„Hallo!", hüstelte Julie an der Küchentür, beide überraschend.

Draco war geschockt und Ginny glitt noch im selben Moment vom Küchentisch und zog ihr Shirt wieder an.

„Es tut mir leid, dass ich das ‚Kochen' unterbrechen muss, aber ich brauche ein Flasche von Mark's Lieblingswein...", erklärte sie, rot angelaufen und lachend.

„Mach nur.", murmelte Draco, heftig errötet.

„Oh, und noch eins. Der Tisch ist nicht der beste Platz dafür ... Glaubt mir, wir haben's versucht, aber er rutscht.", sagte Julie und berührte Ginny's Haare. „Ich kann nicht mal deine Haarfarbe unter dem ganzen Mehl erkennen."

„Julie, manchmal ist dein Timing schrecklich.", seufzte Ginny und ging zum Backofen, um den Kuchen zu begutachten. Sie schaltete ihn aus. „Der Kuchen ist fertig. Ich werde ein Bad nehmen und dann Abendessen machen."

Mit diesen Worten verließ Ginny die Küche und schloss sich im Badezimmer ein.

"Ginny, was machst du nur? Willst du deine Jungfräulichkeit an Malfoy verlieren? Bist du sicher, dass du das willst?", fragte sie sich selbst und blickte ihr Spiegelbild an. „Du weißt, dass er dich begehrt ... Das war ziemlich offensichtlich, aber bist du sicher, dass du diesen Schritt gehen willst, nur weil er dich begehrt?"

Seufzend trat Ginny unter die Dusche und ließ das kalte Wasser über ihren Körper laufen.

„Und hast du dich abgekühlt?", fragte sie Draco, als sie wenige Minuten später wieder ins Wohnzimmer kam.

„Ja, aber ich bin frustriert.", erwiderte er, auf den Platz neben sich zeigend. „Du siehst ohne das ganze Mehl viel besser aus ..."

„Vielen Dank.", sagte sie lächelnd und setzte sich nah neben, seinen Arm um ihre Taille spürend.

„Wir hatten uns nicht mehr ganz unter Kontrolle, oder?", fragte er seufzend.

„Wieso? Bereust du es?", fragte sie ein wenig verletzt.

„Auf keinen Fall. Du weißt nur einfach nicht, wie begehrenswert du bist ...", seufzte er und küsste sie auf die Stirn.

„Begehrenswert ...", wiederholte sie unglücklich.

Das ist alles, was ich bin. Begehrenswert. Nicht anbetungswürdig. Nicht liebenswert. Ich bin froh, dass Julie uns unterbrochen hat ...

(A/N: liebenswert im Sinne von "zu lieben", nicht "lieb sein")

Ginny erhob sich von der Couch und ging in die Küche, um das Abendessen vorzubereiten.

„Willst mich nicht helfen lassen?", fragte er gegen den Türrahmen gelehnt und schaute zu wie Ginny viel Lärm mit den Pfannen veranstaltete. Sie war wegen irgendetwas aufgebracht.

„Ich denke, du hast genug für heute gelernt. Sieh mal, Draco, Julie wird Mark heute etwas wirklich Wichtiges erzählen und ich möchte ihnen ein besonderes Essen vorbereiten. Hast du etwas dagegen, wenn wir irgendwo anders essen und übernachten? Ich möchte, dass sie viel Zeit haben, die gute Nachricht zu genießen.", bat Ginny ihn, ohne ihn anzusehen. Tränen formten sich in ihren Augen und sie wusste nicht einmal wieso ...

„Warum weine ich eigentlich? Ja, er begehrt mich nur, aber warum verletzt mich das?", fragte sie sich selbst. „Ich liebe ihn nicht ... oder doch?"

„Okay. Was sind die tollen Neuigkeiten?", fragte er und setzte sich an den Küchentisch.

„Julie wird es dir bald erzählen.", antwortete Ginny und begann zu kochen.

Sie war so vertieft in ihre Arbeit, dass sie nicht bemerkte wie Draco sich hinter sie stellte.

„Ich weiß nicht, warum du so aufgebracht bist, aber wenn ich der Grund dafür bin, tut es mit leid.", flüsterte er in ihr Ohr, küsste ihren Nacken und verließ die Küche.

„Meine alten Mitbewohnerinnen hatten Recht. Ich bin sexuell frustriert ... Ich sollte nicht auf die wahre Liebe warten ... Ich glaube langsam so was gibt es überhaupt nicht ...", dachte Ginny, während sie den Topf umrührte.


A/N: Ich weiß, dass Ende klingt ein bisschen düster. Aber nix wird so heiß gegessen, wie es gekocht wird. Hat's euch trotzdem gefallen? Wenn ja, dann gebt doch einfach ein kleines Review ab.