Ja ich weiß: immer noch kein slash. Böse sazaria. Aber ich schwöre, dass es anders wird. Aber ich gehör halt zu der Sorte bei der es nicht so schnell geht und äh, außerdem isses doch viel schöner wenn man ein bisschen gequält wird, oder? (rhetorische Frage, d.h. Antwort nicht von Nöten g)

Kapitel 4. Ein bisschen Sahne/ Teil 2.

Warum zum Teufel wackelte denn alles? Mürrisch ließ Lucy sich aus dem Schlaf reißen. Sie hatte eben so schön geträumt und jetzt... Äh ja, jetzt. Wieso lag sie auf dem Teppich? Schlagartig fielen Lucy die Umstände ihrer behaglichen Nachtruhe wieder ein. Sie war doch tatsächlich eingeschlafen. Auf dem Schoß ihres Lehrers- autsch.

Apropos, wo steckte der denn eigentlich schon wieder? Neugierig machte sie sich auf die Suche. Schließlich war das ein ganz typisches Katzenverhalten, Reviererkunden und so. Mühelos schlüpfte sie durch den Spalt der angelehnten Tür. Das sah doch eindeutig nach Schlafzimmer aus. Lucy bedauerte insgeheim, dass Kätzchen nicht grinsen konnten, denn zum grinsen war ihr im Moment eindeutig zu Mute. Das hieß, bei Alice gabs doch ne Grinsekatze... also ginge auch „Lucy im Wunderland". Passte doch wie die Faust aufs Auge.

Um das mit dem Wunderland etwas auszubauen sprang Lucy auf das große Bett. Und groß nicht nur aus den Augen eines kleinen Kätzchens betrachtet. So ließ es sich wirklich leben dachte sie sich, genüsslich in den weichen Kissen räkelnd.

In diesem Moment schob sich einer der grünen Wandvorhänge zur Seite und die Frage nach Snapes Verbleiben war augenblicklich geklärt. Nicht so die Frage was mit seiner Kleidung geschehen war. Obwohl, wenn man die Wassertröpfchen betrachtete, die an den Spitzen der schwarzen Haare hingen, sich ab und zu lösten um glitzernde Bahnen über die weiße Haut zu ziehen. Den sich gleichmäßig hebend und senkenden Brustkorb hinunter, über den angespannten Bauch bis... Lucy kniff die Augen zusammen. Das war nun wirklich nichts für kleine Mädchen.

Hm. Wenn man es aber genau betrachtete, dann war sie momentan ja kein kleines Mädchen, sondern eine kleine Katze. Himmelweiter Unterschied. Außerdem musste sie ja schließlich aufpassen, was er tat, nicht dass Snape sich noch aus Versehen auf sie setzen würde oder so. Also Augen auf und ‚constant vigilance!'

Gott war er schön… Bei jeder Bewegung zeichnete das warme Kerzenlicht weiche Schatten auf die helle Haut. Was für ein Körper. Weite Roben sollten verboten werden. Und wenn er mit ihnen über allem zu schweben schien, verschmolz er nun mit seiner Umgebung. Geschmeidig wie ein Panther, vertraut und gelöst. Lucy spürte wie sich ihr Fell sträubte. Wie konnte ein so seidig helles Wesen soviel Dunkelheit und Härte ausstrahlen?

Snape ging quer durch den Raum, öffnete einen Schrank und zog ein Handtuch hinaus. Wenn er jetzt beginnt sich abzutrocknen, dann sterbe ich… glücklich, aber ich strebe...

Lucy starb nicht, obwohl ihr Zustand dem doch tatsächlich sehr nahe kam, als er begann den weichen Stoff über seinen Körper zu reiben. Ob man sich auch in Handtücher verwandeln konnte?

Für Lucys Geschmack war das Schauspiel viel zu rasch beendet. Nicht dass es keine Freude machen würde Professor Snape beim Ankleiden zu beobachten, aber sein wir doch ehrlich: ausziehen ist in diesem Fall anziehender.

Boxershorts (sorry, aber ich steh auf die Teile), schwarzes Hemd und Hose, Socken natürlich nicht zu vergessen. Das sah aber nicht gerade danach aus, als ob er vorhätte ihr im Bett Gesellschaft zu leisten. War es etwa schon Zeit aufzustehen? Sicher der Mann musste noch das ein oder andere für den Unterricht vorbereiten und... Lucy überlief mit einem Schlag siedend heiß: Unterricht. Lästige kleine Angelegenheit, der sie dummer Weise auch beizuwohnen hatte. Auweia. Die Frage war nun, wie sie aus Snapes Bett in ihren im Klassenraum sitzenden Körper gelangen konnte. Ausgesprochen schwere Frage, wirklich. Und dummerweise war Lucy auch nicht der Typ, welcher sich mit der leichtesten Antwort (in diesem Falle „Gar nicht.") zufrieden gab.

Als Snape Anstallten machte den Raum zu verlassen, sprang sie vom Bett und gesellte sich an seine Seite- so schnell würde er ihr nicht entkommen. Mit einem Wink des Zauberstabes kam die dunkle Robe aus einer Ecke geflogen und legte sich wie Schwingen um seine Schultern. „Na, willst du mich begleiten?" Lucy bedachte die Frage mit einem bedauernden Blick, nichts hätte sie lieber getan. Mit einem letzten Schnurren bedachte sie seine zärtliche Streicheleinheit und schlüpfte dann durch die eben geöffnete Tür. Bevor Snape sie irgendwie hätte hindern können, war das Kätzchen schon in der Dunkelheit der Gänge verschwunden.