Drei Leser o So einfach is das also. Mal eben 2 Jahre warten, eins auf die Rübe kriegen, weiter posten und dann klappt's. Hätt man mir auch früher sagen können…
Allerdings gleich mal ne Vorwarnung (ganz clever sazaria, verscheuch sie ruhig wieder…): ich red mit mir selber. Ok, das is aber für die Story irrelevant und deshalb interessiert es euch nicht und deshalb ist es auch nicht das, was ich schreiben wollte. Äh… noch mal: ich hab da ein kleines Problem. Die Story liegt ja hier schon ne Weile und leider isse nicht ganz fertig. Und ehm, ich glaub zwar schon, dass ich das irgendwie hinkriege (obwohl ich gestern die Kapitel gelesen hab und nicht fassen konnte, dass ich mal so snapisch war- wo isses hin verdammt? T.T), aber es wird etwas dauern. Die kommenden 3 Wochen stehn Prüfungen bei mir an und dann noch mal 3 Wochen Urlaub.
Also… lufthol wär-es-ok-wenn-ich-so-einmal-die-Woche-poste-oder-verlasst-ihr-diese-Geschichte-dann-wieder? O.O
Kapitel 5. Das Knäuel kommt ins Rollen
„Erde an Lucy! Hallo?! Noch jemand da?" „Hmmm?" Lucy riss sich selbst aus den Träumen. Wann hatte Susann eigentlich angefangen dermaßen nervig zu sein? Wirklich unfassbar. Sie seufzte. Ok, zugegeben, ganz fair war das nicht, wahrscheinlich hatte ihre Freundin sie gerade davor bewahrt noch eine Strafarbeit aufgebrummt zu bekommen. Professor Sinistra war schon über die halbfertige Hausausgabe milde gesagt wenig begeistert gewesen. Lucy mochte sich lieber nicht vorstellen wie die Tante reagieren würde, wenn Lucy nicht einmal dem Unterricht folgte. Dabei gab sie sich eigentlich alle Mühe. Aber he, wenn sich einem ständig das Bild eines völlig unbekleideten Zaubertrankmeisters aufdrängte, wen interessierte da noch was sich so in Milliarden Lichtjahren Entfernung abspielte?
Unterricht war wirklich eine schreckliche Erfindung. Hatte sich sicher irgend son schwarzer Magier einfallen lassen, nachdem ihm die Ideen für gute Foltermethoden ausgingen. Wobei es natürlich schlimmer sein könnte, wenn sie jetzt zum Beispiel Arithmantik hätte...
„Miss Wilde, dürfte ich erfahren wo sich ihre Sternenkarte befindet?" Der strenge Blick der Lehrerin durchbohrte sie förmlich. Lucy begann seufzend in ihrer Tasche zu kramen. Man sollte den Tag eben nicht vor dem Abend loben...
Lucy schleppte sich durch den Vormittag. Wie langsam so eine verdammte Minute vergehen konnte, von Stunden ganz zu schweigen. Selbst das Essen wurde zur Qual, dabei gab es Schokoladeneis mit frischen Erdbeeren zum Nachtisch...
„Seit wann verzichtest du denn auf Schoki?" Susann schaute völlig entsetz als ihre Freundin das noch halbvolle Schälchen von sich schob. Das war nun wirklich krank. Lucy rührte angeekelt in der fast flüssigen Eiscreme. Seit dem Morgen hatte sie über die vergangene Nacht nachgedacht. Zuerst war es nur ein Abenteuer gewesen- glücklich überstanden wohlbemerkt. Eine einmalige Angelegenheit, welche es wert wäre in die Schulchronik aufgenommen zu werden, nun ja, mal abgesehen von einigen Einzelheiten. Aber umso länger Lucy überlegte, desto bedauernswerter fand sie die Entscheidung es bei einer einmaligen Angelegenheit zu belassen. Warum denn nicht ein bisschen mit dem Feuer spielen? Was sollte denn groß passieren? Na gut, mal abgesehen davon, dass er dahinter kommen könnte und sie qualvoll zu Tode foltern würde oder so. Aber schließlich würde dies nicht geschehen, solang Lucy nur einen Hauch von Intelligenz bewies und das würde sogar ihr möglich sein. Also...
Susann hatte die wechselnden Gedankengänge im Gesicht ihrer Freundin beobachtet. Lucy bei so etwas zu stören konnte lebensgefährlich werden, aber nun schien ja ein Ende erreicht.
„Und zu welchem Entschluss bist du gekommen?" Lucy lächelte, ihr frisch entwickelter Appetit auf Sahne hatte seinen ersten Sieg errungen.
War der Mann taub? Sie mauzte hier doch bestimmt schon seit fünf Minuten. Doch ein Tierquäler, sie hatte es ja gewusst. Als Lucy gerade begann an ihrem Entschluss zu zweifeln, öffnete sich die Tür. Ohne noch eine weitere Reaktion von ihm Abzuwarten schlüpfte sie entnervt in das Zimmer. Noch ein paar Sekunden länger in diesem Flur und ihre Pfötchen wären erfroren.
Ohne zu zögern sprang sie auf einen der großen Sessel vor dem Kamin, Katzen durften frech sein. Snape wandte sich lächelnd dem unerwarteten Besucher zu. „Heimweh meine Süße?" bei dieser Bezeichnung lief Lucy ein Schauer über den Rücken und ihre Barthärchen stellten sich auf. Wie viele Personen mochten von ihm wohl schon mit diesem Titel geschmückt worden sein? Sie schenkte ihm einen Blick unter gesenkten Lidern. Entweder war er ein Nachtmensch oder der Raum wirkte beeinflussend auf ihn. Ohne unterrichtlichen Druck und seine strenge Lehreraura wirkte der Mann noch wesentlich attraktiver als er ohnehin schon war. Zumal die schwarze Robe in der Verbannungsecke ihrer verschleiernden Aufgabe nicht nachkommen konnte- wirklich zu schade. Genüsslich gab sich Lucy der Betrachtung ihres Lieblingsstudienobjektes hin und kuschelte sich in den Sessel.
Der Master of Potions schien allerdings etwas unruhiger als im Klassenzimmer. Während ihrer kurzen Anwesenheit hatte er nun schon einige Male auf die Uhr geschaut- das war doch eigentlich nur charakteristisch für Schüler... Und das ständige hin und her Gerenne konnte einen ja direkt nervös machten. In einer abrupten Bewegung blieb er plötzlich vor Lucy stehen und fuhr zärtlich mit den langen Fingern durch ihr dichtes Fell. Sie schnurrte. Sehr brav, bau deine Erregung ruhig an mir ab... Das Leben konnte ja so schön sein. Behaglich begann sie ihre Pfoten abwechselnd in das Sesselpolster zu drücken und schmiegte ihr Köpfchen in die liebkosende Hand. Doch als ihr Schnurren gerade an Lautstärke zunehmen wollte, klopfte es plötzlich an der Tür.
