Ja, ich update auch noch mal :D Sorry, dass ich so lange brauchte, aber meine Beta-leserin war in Frankreich (das kann doch jedem mal passieren! ;P) Dafür ist dieses Kapitel jetzt garantiert fehlerfrei!


Depression

Als House von Cuddys Büro in sein eigenes zurückkehrte, wurde er dort bereits von Wilson, der es sich hinter seinem Schreibtisch gemütlich gemacht hatte, erwartet.

Misstrauisch blickte House ihm entgegen. Wilsons selbstzufriedener Gesichtsausdruck gefiel ihm ganz und gar nicht...

„Was ist jetzt schon wieder?", fragte er genervt.

„Ich wollte dir nur gratulieren.-Du hast die ersten drei Stufen geschafft. Also: Gratulation!- Ich bin ja so stolz auf dich" Breit grinsend sah Wilson ihn an. Es gefiel ihm sichtlich, ausnahmsweise House in Verlegenheit zu bringen

„Was?" Irritiert hob House eine Braue. „Ich hab was geschafft?"

Immer noch selbstzufrieden lächelnd zeigte Wilson mit der linken Hand auf die Tafel, auf der immernoch die fünf Stufen der Trauer geschrieben standen, nur, dass mittlerweile die ersten drei Begriffe durchgestrichen waren. Houses Gesicht verfinsterte sich.

„Was bist du doch für ein Scherzkeks.", bemerkte House sarkastisch. „Ich nehm alles zurück, was ich heute morgen zu dir gesagt habe!- Du solltest lieber Komiker statt Psychiater werden.- Dazu hast du noch weit mehr Talent!" Missmutig warf er einen weiteren kurzen Blick auf die Tafel. „Und was genau meinst du mit: 'die ersten drei Stufen geschafft'?"

Entspannt lehnte Wilson sich auf Houses Stuhl zurück. „Ich hab gehört, du hättest den Neuen eifersüchtig aus Cuddys Büro vertrieben und später mit ihr darüber verhandelt, ob sie mit dir schlafen würde... Sehr elegant! Und so subtil.- Cuddy soll dich beide Male einfach stehen gelassen haben..." Wilson kicherte schadenfroh...

„Von wem hast du denn den Mist?", verärgert runzelte House die Stirn.

„Cuddys neue Assistentin ist ein wahres Klatschweib...", amüsiert über Houses Unmut beugte Wilson sich vor und stützte die Ellbogen auf den Schreibtisch. „Außerdem kann sie verdammt gut mit Cuddys Gegensprechanlage umgehen."

„Du glaubst auch jeden Mist!" Spöttisch verzog House das Gesicht.

„Du hast Cuddy also weder um ein Konsult wegen einer 'mysteriösen' Frau gebeten, die sich mit einem Dermatologen treffen will, noch ihr völlig selbstlos, wie es so deine Art ist, angeboten, sie flach zu legen?", hakte Wilson belustigt nach.

Statt zu antworten, hob House nur zynisch eine Braue, humpelte zu Tafel und wischte sie mit einem Schwamm ab.

„Wirklich interessant...", warf Wilson grinsend ein und beugte sich weiter vor. „Hast du jetzt grad'nen Rückfall in die Stufe 'Wut', oder ist das schon 'Depression'?"

House traf Wilson mit dem Schwamm am Kopf.

„Also ein Rückfall", schloss Wilson trocken, während er sich mit einem Arm über das Gesicht fuhr, um die Wasserspuren zu entfernen, welche der von House so gekonnt geworfene Schwamm hinterlassen hatte.

House sah ihn nur weiter finster an.

„Ach komm schon...", meinte Wilson einlenkend: „Sag deinem Doktor Freund, wo der Schuh dich drückt!"

House humpelte um seinen Schreibtisch und scheuchte Wilson von seinem Stuhl. „Hast du nichts anderes zu tun, als mir auf den Geist zu gehen?" Er setzte sich und kramte ein wenig auf seinem Schreibtisch rum.

„Lass mich nachdenken...Nein!", feixte Wilson, ging aber trotzdem langsam in Richtung Tür.

„Du bist ja so witzig."

„Und sensibel.-Vergiss sensibel nicht!" Vor der Tür blieb Wilson stehen.

Genervt rollte House mit den Augen. „Willst du sonst noch was?- Sonst würde ich gerne meinen Schreibkram erledigen!" Demonstrativ nahm House eine Akte, schlug sie auf und begann darin zu lesen.

„Oho!", gespielt besorgt sah Wilson ihn an. „Du flüchtest dich in Arbeit?- Also doch schon 'Depression'..." Er legte eine Hand auf die Klinke. „Aber keine Angst, Cuddy ist nach Aussage ihrer Assistenten gar nicht mit dem Dermatologen verabredet..."

„Was?" Plötzlich wieder interessiert blickte House auf. „Cuddy hat gelogen?"

Wilson zuckte mit den Schultern und öffnete die Tür einen Spalt. „Ihre Assistentin sagt, Cuddy hätte sich mit den Worten 'Wir sehen uns morgen in der Klinik' von dem Dermatologen verabschiedet..." Damit ließ er House allein in dessen Büro zurück.

Cuddy hat gelogen... Ein leises Lächeln breitete sich auf Houses Gesicht aus. Dieses kleine Biest...

Mit deutlich gehobener Laune legte er die Akte wieder beiseite, erhob sich und machte sich auf den Weg zu Cuddys Wohnung.


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