Und wieder mit Verspaetung... aber hey, ich bin im Urlaub und da darf das sein. Hoffe irgendwer liest noch. Ich krieg zwar gelegentlich mails die mir sagen, dass ich irgendwo geadded wurde, aber irgendwie bleiben die Reviews aus. Schreibt doch mal wie ihr es findet. Ob irgendwas besser sein koennte, oder so. Ich kann zwar nicht versprechen die Story daraufhin voellig umzuschmeissen, aber vielleicht inspiriert sowas ja ;)
Kapitel 8. Gebunden
Das gedämpfte Murmeln von Stimmen weckte Lucy. Warum schlief sie hier immer ein? Unverständlich. Als das Kätzchen aufblickte zog Harry gerade sein Shirt über den Kopf. Severus saß noch neben ihr, eine warme Decke um die Schultern gewickelt. Es konnte doch unmöglich schon Morgen sein? Ein Blick auf die Uhr bestätigte Lucys Gedanken, halb eins. Warum ging Harry denn jetzt? Hatte sie etwa eine handfeste Ehekrise verpasst? Eigentlich unglaubwürdig, bei einem Streit der beiden könnte sicher nicht einmal mehr ein Faultier in Ruhe weiterschlafen.
Als der Junge an die Tür trat erhob Severus sich und zog Harry noch einmal zu sich unter die Decke. Lucy beobachtete den Abschiedskuss fasziniert, das war mindestens genauso erotisch wie verboten...
Schließlich löste sich Harry aus der Umarmung, strich Severus zärtlich eine verirrte Haarsträne aus dem Gesicht und verschwand. Nachdem sich die Tür hinter dem Knaben geschlossen hatte, sank Severus erschöpft gegen das schwere Holz. Seine Finger strichen gedankenverloren über die dunklen Furchen, als suchten sie nach der entschwundenen Wärme.
Lucy erhob sich und schlich auf ihn zu. Sein Blick schien weit entfern und für einen Augenblick überlegte sie ihn sich selbst zu überlassen. Doch die zusammengesunkene Gestallte machte solch einen verlorenen Eindruck, dass ihn leicht mit der Nase stupste. Nicht hier träumen, Bettchen wartet. Severus sah lächelnd auf sie hinunter. Dann tippte er mit dem Finger gegen das freche Näschen und erhob sich.
Bei jedem Schritt versanken seine Füße in dem weichen Teppich, als er lautlos ins Nebenzimmer verschwand. Das Kätzchen folgte. Als sie den Raum betrat, lag er bereits im Bett. Mit der flachen Hand klopfte Severus sacht auf die Matratze neben seiner Decke und Lucy sprang leichtfüßig neben ihn. Dann rollte sie sich, dicht an den warmen Körper gekuschelt, zusammen. Der Geruch des Jungen lag noch auf seiner Haut. Vor ihren geschlossenen Augen sah sie die glänzenden Körper und hörte das begehrliche Seufzen.
Gleichmäßig spürte sie seinen warmen Atem in ihrem Nacken, zärtlicher als jede Berührung. Harry mochte in dieser Nacht intimer mit ihm gewesen sein, doch es war sie, der er sich so schutzlos auslieferte. Noch einmal hob sie den Blick und betrachtete sein schlafendes Gesicht, so entspannt und verletzlich... Sie mauzte. Das leise Geräusch schien kaum noch sein Bewusstsein zu erreichen, schon fast im Schlaf zog er den Arm unter der Decke hervor und legte ihn schützend um das Kätzchen. Lucy schob ihr Köpfchen in seine Handfläche und schloss selig die Augen. Zu schade, dass sie nun träumen würde.
Sie erwachte von seinem sanften Streicheln mauz Konnte nicht jeder Morgen so beginnen? Mit Bedauern bemerkte Lucy, dass Snape bereits bekleidet war- zu Schade. Gähnend steckte sie die Forderpfoten und kratze sich leicht hinter dem rechten Ohr. Aber was zum Teufel war das denn? Lucy kratzte noch mal etwas tiefer. Das gehörte da hundertprozentig nicht hin! Sie fauchte. Super, schon ganz die Katze. Egal, das musste da weg, sofort.
„Na meine Süße, gefällt dir dein neues Schmuckstück nicht? Keine Angst, du gewöhnst dich schon daran." Mit entsetztem Blick drehte sich das Kätzchen nach der Stimme um. Snape hatte während der Befreiungsversuche auf dem Bett gesessen und lächelnd seinen kleinen Gast beobachtet.
Wie meinte er das denn jetzt? Lucy sprang vom Bett und lief auf den großen Spiegel in der Ecke des Zimmers zu. Was sie sah verschlug ihr sogar ein verzweifeltes Miauen. Das konnte doch nicht wahr sein. Hoffnungslos kratzte sie noch einmal. Nichts. Das grüne Lederhalsband saß genauso fest wie vorher. „Ich verstehe gar nicht, warum es dich so stört, ich habe es extra bequem gezaubert. Bist wohl nicht so gern gezähmt mein Schatz?" Lucy fauchte empört. Das hatte doch mit Zähmung nichts zu tun. Sie wusste auch ohne diesen, nun gut, ausgesprochen schönen Silberanhänger wem sie gehörte. Aber mit dem verdammten Halsband konnte sie sich ja wohl kaum zurückverwandeln, oder? Immerhin war es kein Teil der Verwandlung, so wie ihre übrige Kleidung. Demzufolge würde dieses Mistding in jedem Fall bleiben wie es war und sie bei einer Rückverwandlung höchstwahrscheinlich erdrosseln. Großartig. Jetzt würde sie wohl ewig eine Katze bleiben. Im Prinzip hatte auch das seine Vorteile, allerdings würde dann die Schülerin Lucy Wilde vermisst. Das Kätzchen Ambra mochte sich lieber nicht vorstellen, was geschehen würde, wenn jemand herausfand wer und was sie war. Und irgendjemand würde, schon allein um zu beweisen wie unfair doch das Leben war.
