So, ist wieder verspätet, aber ihr könnt sagen was ihr wollt, hier war ich echt mal obersnapish
12. Wer aus fremden Futternäpfen nascht
Die beiden Gestallten am Schreibtisch hielten abrupt inne und das Kätzchen zuckte erschrocken zusammen. Im Türrahmen stand ein Mann mit verfilztem dunklem Haar und einem vor Wut verzerrten Gesicht. Seine Augen glühten förmlich und eine Reihe gelber Zähne blitzten unter dem wilden Bartwuchs hervor.
„Snape, du Bastard, lass ihn sofort los!"
Irritiert wandte Lucy den Blick wieder zum Schreibtisch. Hatte sie da was nicht mitbekommen?
„Black..." Sich entspannt in eine sitzende Position aufrichtend betrachtet Snape den anderen. „Da deine Wahrnehmung scheinbar genauso beschränkt ist wie alles andere an dir, hier ein kleiner Tipp: Ich halte niemanden fest..."
„Du schmieriger, kleiner-„
„Sirius!" als der Mann drohend auf den Schreibtisch zuging, trat ihm Lupin entgegen.
„Wag es dir nicht mich zu ‚Sirius-en'!" fuhr ihn der Angesprochene funkelnd an. „Wir reden später! Jetzt ist der da dran."
Entnervt verdrehte Snape die Augen. „Ich weigere mich darauf sarkastisch zu antworten, selbst das wäre dir gegenüber Verschwendung, Black. Also verschwinde einfach und nimm den Wolf gleich mit, ja?"
„Ich mach dich fertig. Ich werde dich lehren dich an ihm zu vergreifen. Ich-" Wütend versuchte sich der Eindringling gegen Lupin zu wehren, welcher mit aller Kraft versuchte ihn vom Schreibtisch abzuhalten.
Gelassen stand Snape auf und begann seine Kleidung zu ordnen.
„Und ich würde sagen, dass du ein wenig Ich-, fixiert bist. Schon mal an eine Behandlung gedacht, oder bieten sie das Tierheim nicht an?"
„Du schmieriger, kleiner-„
„Meine Güte Black, wie konntest du es mit dem vielseitigen Wortschatz nur auf der Straße enden, ich bin ehrlich schockiert."
„Du –"
„- lass mich raten, schmieriger, kleiner Bastard? Oder wolltest du dich selbst intellektuell fordern und ‚kleiner schmieriger Bastard' sagen?" Gegen seinen Schreibtisch gelehnt beobachtete Snape die Befreiungsversuche des Fremden sichtlich amüsiert.
„Ich würde vorschlagen, dass du mein Büro nun verlässt Lupin. Und nimm Waldi mit, ich will schließlich keine Flöhe kriegen."
Lupin warf seinem Kollegen einen wütenden Blick zu. Er hatte große Mühe den bärenähnlichen Mann in Schach zu halten, welcher durch jedes von Snapes Worten rasender zu werden schien.
„Keine Angst Snivillus, in deinen fettigen Haaren findet sowieso kein Floh Halt. Und selbst wenn würde sich dir kein Insekt freiwillig nähern. Ich dachte das hätten wir dir damals bei gebracht." Die Worte kamen etwas atemlos, da Lupin den Fremden gut in Schach hielt, doch sie schienen eine starke Wirkung auf Snape zu haben. Lucy beobachtete wie sich der Körper des Lehrers versteifte. Snapes Augen verengten sich und er trat einen Schritt auf die Kämpfenden zu.
„Die Insekten überlasse ich dir nur allzu gern Black. Ich habe mit den anderen Tiere die dein Bett fliehen, alle Hände voll."
„Schwein!"
Plötzlich ging alles sehr schnell. Lucy sah, wie Lupin durch den Raum geworfen wurde und fast im selben Augenblick sprang ein riesiger schwarzer Hund auf Snape zu. Er warf sich gegen den Brustkorb des Lehrers und beide fielen zu Boden. Snape lag halb unter dem Tier begraben, und Lucy beobachtete wie seine Finger hektisch die Taschen der Robe durchsuchten. Der Hund war nur einen Moment benommen, dann richtetet er sich auf und stemmte die Pfoten auf Snapes Brustkorb. Ein tiefes Knurren drang aus der Kehle des Tieres, als er sich mit gefletschten Zähnen über den Hals des Lehrers beugte. Das Maul öffnete sich und ein dicker Speichelfaden tropfte zäh auf die darunter liegende Haut. Snape bewegte sich nicht. Sein Gesicht spiegelte eine Mischung aus Verachtung und Ekel. Als das Tier erneut knurrte kräuselten sich seine Lippen zu einem gehässigen Lächeln. „Lupin hatte mich fast in der selben Position, aber sein Atem roch bedeutend besser als deiner, Black."
Das war zu viel. Mit einem erneuten Knurren setzte der Hund dazu an seine Zähne in die Kehle des Lehrers zu schlagen.
