Snape
wachte viele Stunden später erholt auf. Ohne die Augen zu öffnen,
wusste er, dass er allein war.
Seine Sinne waren immer noch so
geschärft, wie es für einen Doppelagenten überlebenswichtig
war.
Mit dem Erwachen kam auch die Erinnerung an seine Träume
wieder.
Fast wäre er rot geworden, aber natürlich nur
fast.
Widerwillig öffnete er nun doch seine Augen, um die Träume
endgültig zu verscheuchen, und bemerkte, dass es mitten in der Nacht
sein musste.
Durch das Fenster konnte er einen tiefschwarzen
Himmel erkennen, der weder vom Mond, noch von einem Stern erhellt
wurde.
Ein schwaches Pochen in seiner Leiste lenkte ihn von
dem Anblick ab, fast willenlos stürmte die Erinnerung der
vorangegangenen Träume wieder auf ihn ein.
'Oh, bei Merlin, was
hat diese Frau nur mit mir gemacht? Wo ist meine Selbstbeherrschung,
wo meine Eigenkontrolle hin?'
Weiter kam er mit seinen Gedanken
nicht.
Wie von selbst tastete sich seine rechte Hand über
seinen Bauch hinab in seine Boxershorts hinein.
Leise aufstöhnend
nahm er seinen schon steifen Schwanz in die Hand und umschloss ihn
fest.
Ab und zu hatte auch er schon masturbiert, wobei seine
Gedanken meistens bei dem rot-blonden Mädchen von früher
verweilten.
Doch eine Intensität wie heute war ihm fremd.
Die
Gestalt von Lily verschwand und machte der jungen Frau aus seinen
Träumen Platz.
Hermine Granger.
Es war nicht mehr er, der seinen Schwanz hielt und langsam anfing sich rhythmisch zu bewegen, sondern sie.
Wieder stöhnte Severus, diesmal deutlich lauter als gerade.
Deutlich sah er die schönen, ebenmäßigen
Gesichtszüge, die langen, wilden Locken vor sich, erlebte noch
einmal die Szenen, die sich noch vor kurzem durch seine Träume
zogen.
Da war sie, mit einem lockenden Lächeln, wie sie vor
seinem Krankenbett stand, wie ihre Finger langsam die Knöpfe ihrer
engen, weißen Bluse öffneten.
Jeden freigelegten Zentimeter
ihrer hellen, glatten Haut umspielte sie sanft mit ihren
Fingerspitzen, wobei sich ihr Mund leicht öffnete.
Nach der
Bluse, die sich achtlos zu Boden gleiten ließ, beschäftigte sie
sich mit ihrer Hose, die neben der Bluse landete.
Nur mit ihrer
dunkelgrünen Spitzenunterwäsche bekleidet trat sie an sein Bett,
hob die Decke an und legte sich eng an ihn heran.
Bei dem überwältigenden Gefühl, das ihre warme Haut und die kühlere Spitze ihrer Wäsche so nah an seiner Haut auslöste, verweilte Severus.
Immer fester umschloss er seinen Schwanz, immer
schneller bewegte sich seine Hand auf und ab.
Mit der anderen
streichelte und knetete er seine Eier, was ihn erneut seufzen und
stöhnen ließ.
Die Frau seiner Träume richtete sich auf,
entkleidete sich völlig und saß plötzlich auf ihm.
Ihr Becken
rieb sich an seiner Erektion, immer wenn er in sie stoßen wollte
entfernte sie sich, nur um sich fast im gleichen Moment wieder an ihm
zu reiben.
Severus bewegte sich wild in seiner Hand, seine
Finger strichen kreisend über seine feuchte Spitze.
Mit einem
letzten lauten aufstöhnen ergoss er sich in seine Hand, über seinen
Bauch.
Völlig erschöpft schlief er, ohne einen weiteren Gedanken fassen zu können, ein.
Wenige Stunden später betrat
Albus Dumbledore in den frühen Morgenstunden das Krankenzimmer.
Müde
schaute er auf seinen schlafenden Tränkemeister hinab und ein
schelmisches, zufriedenes Schmunzeln breitete sich auf seinem Gesicht
aus.
Leise und unbemerkt sprach er einen Reinigungszauber, mit
einem weiteren Schlenker seines Zauberstabes falteten sich Snapes
Hände ordentlich auf der Bettdecke und die Boxershorts rutschte an
ihren Platz zurück.
'Ein Glück, dass ich heute Morgen noch
nach ihm geschaut habe. Nicht auszudenken, was passiert wäre, hätte
Hermine ihn so gefunden. Obwohl das sie Sache sicher beschleunigt
hätte. Wenn ich nur wüsste, ob ich ihr von ihrer Prophezeiung
erzählen soll.'
Vor sich hingrübelnd verließ Dumbledore das
Zimmer.
Als Snape am späten Vormittag aufwachte, saß
Hermine, schüchterner als es sonst ihre Art war, an seinem Bett.
Bei
dem Gedanken an die letzte Nacht, der schlagartig wieder in ihm
präsent war, wurde er diesmal tatsächlich rot.
Erschrocken
schaute er an sich hinab, stellte aber erleichtert fest, dass er,
bevor er wieder eingeschlafen war, wohl doch noch an die Beseitigung
der Spuren gedacht hatte.
"Guten morgen." ertönte eine
leise, sanfte Stimme.
"Ähm, guten morgen. Sind sie schon lange
da und schauen mir beim schlafen zu?" entgegnete Snape eisiger als
er es beabsichtigt hatte.
Noch im selben Moment taten ihm seine
Worte leid, doch einmal gesagt, schaffte er es nicht, über seinen
Schatten zu springen und sie um ein paar freundliche Worte zu
ergänzen.
Unerwartet freundlich antwortete Hermine: „Ich bin gerade erst gekommen, aber deinen Anblick im Schlaf konnte ich ja schon die ganzen letzten Wochen genießen. Ich bin sehr froh, dass du wach und ansprechbar bist. Ich hab mir große Sorgen um dich gemacht."
"Du hast, sie haben, du hast dir Sorgen um mich
gemacht?" stotterte Snape wenig souverän.
"Warum? Du hast
mich die ganzen sieben Jahre in denen du meine Schülerin warst
gehasst."
"Die Zeiten ändern sich. Als Lehrer warst du
wirklich unausstehlich, in dem Punkt hat sich meine Meinung auch
heute noch nicht geändert. Aber heute sehe ich auch den Menschen in
dir, der alles riskiert hat, um viele Menschen zu schützen. Und
nicht nur das."
Bei ihren letzten Worten errötete Hermine und
wollte aufstehen um weg zu gehen, doch eine Hand schloss sich um
ihren Arm.
"Bleib, bitte bleib."
Überrascht setzte
Hermine sich wieder und kämpfte gegen das warme Gefühl an, welches
seine Hand auf ihrem Arm verursachte.
