Titel: Sparrabeth – When life goes its own way
Story-Paring: Jack / Elizabeth
A/N: Bedanke mich bei allen recht herzlich, die mir zu meinen letzten Kapitel ihre Meinung mitgeteilt haben. Ich hab mich wirklich sehr darüber gefreut. Ich hoffe, dass ich auch weiterhin etwas Interessantes für euch bieten kann. Also lange Rede, kurzer Sinn – weiter geht's mit dem Nächsten Kapitel:
Chapter 03 – Die Karte
Jack konnte es noch immer nicht wirklich fassen, dass sein alter „Freund" Barbossa vor ihm stand. Er versuchte mit seinem berühmten Lächeln davon abzulenken, dass er nervös war. Barbossa sah ihn ebenfalls an und grinste wie ein Idiot vor sich hin. Doch nicht um irgendetwas verstecken zu wollen, sondern freute sich, dass er Jack endlich nach 10 Jahren gefunden hatte.
„Jack, du hast dich wirklich gut versteckt" sagte er schließlich und hielt seine Pistole noch immer auf dessen Gegner gerichtet.
Jack war nicht entgangen, dass er noch immer Hectors Ziel war, doch wie in alten Tagen versuchte er es zuerst mal mit Reden. Waffen kamen bei ihm an letzter Stelle, wenn gar nichts mehr ging.
„Ach Hector, wie schön dich zu sehen, alter Freund" er betonte Freund besonders akribisch.
„Ich war der Meinung, dass du mich eher findest – und nicht erst jetzt". Er setzte dabei ein Gesicht auf, als wäre er schwer enttäuscht, dass Hector nicht schon eher vorbei gesehen hat.
„Was hältst du davon, dass wir uns über die gute alte Zeit unterhalten, als die Pearl noch mir gehörte und du mein erster Mart warst".
Barbossa entging der sarkastische Unterton nicht. Doch er war nicht hier um Jack zu erschießen – zumindest jetzt noch nicht. Er brauchte die Karte um die Quelle des Lebens zu finden. Und die Karte war bei Jack. Er ließ seine Waffe sinken und steckte diese an ihren üblichen Platz zwischen Gürtel und Bauch. Er zog die lange Robe aus und warf sie auf einen Sessel, der ein paar Meter neben ihm Stand.
„Ich denke, da ist was dran Jack. Wir sollten wirklich miteinander reden!"
Er und Jack nahmen am Schreibtisch Platz. Es war eine eigenwillige Stimmung zwischen den beiden. So lange hatten sie sich nicht gesehen. Barbossa sah kaum anders aus, außer, dass er um ein paar Jahre älter wirkte, doch Jack hatte sich vom Äußeren komplett geändert, was Hector sofort zu bemerken wusste.
„Mir scheint, Jack, dass du den Weg zu einem Gentleman gemeistert hast"
Er blickte ihn hämisch an. Es hätte eigentlich als Beleidigung gelten sollen, doch Jack fasste das ganze nicht so auf.
„Aye, ich bin mir voll und ganz bewusst was und wen ich jetzt darstelle" gab er zurück und fuhr sich mit einer Hand durch sein leicht gewelltes Haar.
„Menschen ändern sich, Hector. – Aber lassen wir das mal" er machte eine Handbewegung als würde er etwas vom Tisch fegen.
„Viel mehr interessiert mich, was du von mir willst"
Jack sah ihn eindringlich an. Ihm war sehr wohl bewusst, was Hector bei ihm zu suchen hatte. Doch was er nicht verstand, warum er sich nicht gleich vor 3 Tagen enttarnt und ihm gesagt, dass er es war? Warum musste er eine Karte zeichnen, die belanglos war? Hector wollte mit Sicherheit nicht diese Karte, er wollte die Karte von Sao Feng. Die Jack sicher nicht rausrücken würde. Wer weiß, ob er sie nicht doch noch einmal brauchen würde.
„Wie du dich sicher erinnern kannst, Jack – gab es da mal eine Karte, die Sao Feng gehört hatte" er hielt inne und äugte ihn eindringlich. Doch er konnte nichts erkennen. Jacks Gesicht war blank und emotionslos.
„Du hast mir diese Karte gestohlen"
Jack bellte los vor lachen. Wie recht er doch gehabt hat. Der alte Pirat war tatsächlich hinter der Karte her. Er konnte es ihm nicht verübeln, wer würde nicht gerne ewig leben wollen. Jack nahm einen Schluck Rum und hielt Barbossa ebenfalls die Flasche hin, der sie annahm und auch einen Schluck daraus trank.
„Aye, ich hab die Karte damals genommen. Doch wer sagt, dass ich sie gestohlen hab. Soweit ich weiß, gehörte die Karte nicht wirklich dir… Außerdem hast DU mir MEIN Schiff gestohlen. Also wer ist hier der Dieb?"
Jetzt war es an Barbossa herzhaft zu lachen.
„DEIN Schiff?" fragte er verächtlich.
„Soweit ich weiß, war die Black Pearl nie wirklich DEIN Schiff. Wenn du nicht so ein lausiger Captain gewesen wärst, dann hättest du sie nicht wieder an mich verloren. – Du bist selbst daran schuld, Jack. Niemand sonst!"
Jack war nicht begeistert wie Barbossa mit ihm sprach. Doch was brachte es, sich jetzt noch um die Pearl zu streiten. Er hatte ein anderes Leben gewählt und es war nicht mehr wichtig, wer die Pearl hatte. Das einzige was zählte war seine Tochter. Jack sagte nichts. Er sah Hector nur an und wartete, was er sonst noch zu sagen hatte.
„Ich will die Karte, Jack"
„Ich habe die Karte nicht mehr", gab er in einem mehr als ersten Ton zurück.
Barbossa schien im ersten Moment etwas benommen zu sein, fing sich aber schnell. Ein Lächeln erschien auf seinem Lippen.
„Du willst mir ernsthaft erzählen, dass du die Karte nicht mehr hast?" fragte er ungläubig.
„Ja, genau, dass will ich damit sagen!" gab Jack zurück und nickte einmal um seine Antwort zu unterstreichen.
Barbossa sah, dass er so keinen Erfolg hatte. Er kannte Jack nur zu gut. Er brauchte etwas, womit er ihn dazu brachte, die Karte rauszurücken bzw. wenn er sie wirklich nicht hatte, ihm zu erzählen, wo sie zu finden war. Barbossa nahm zwei seiner Finger in den Mund und pfiff einmal laut.
Jack hob die Augenbrauen und sah etwas verblüfft drein.
„Warum hast du….?" er stockte. Eben war ein Mann mit seiner Tochter in den Raum getreten. Dieser hielt sie mit der einen Hand fest und mit der anderen bedrohte er sie mit einem Messer an der Kehle. Sie hatte keine Angst in den Augen – auch wenn sie Angst haben sollte. Das war kein Spiel. Doch wie der Vater so die Tochter. Das Beste aus der Situation machen, war die Devise.
Jack sprang auf. Horror zeichnete sich in seinem Gesicht wieder.
„Setz dich, Jack" befahl er ihm „sonst ist sie des Todes".
Jack sah seine Tochter an. Wie konnte er nur so dumm gewesen sein und sie allein lassen. Er konnte kaum klar denken. Die Schuld, die ihn in diesem Moment überkam war unbeschreiblich.
„Sarah, Schätzchen, es wird alles wieder gut!" sagte er und sah sie eindringlich an.
Sie nickte, blieb aber still. Dann sah Jack zu Barbossa. Wenn Blicke töten könnten, wäre der Mann nicht mehr am Leben. Er versuchte mit aller Macht sich zusammen zu reißen. Dieser elende Schurke hatte ihm sein Leben, seine Freiheit, sein Schiff genommen und nun vergriff er sich an seiner unschuldigen Tochter. Das würde er büßen.
Barbossa sah, das Jack mit dem Gedanken ringte ihn einfach zu töten. Doch er wusste auch, dass Jack nicht dumm war und dies auf keinen Fall jetzt versuchen würde. Nicht, nachdem seine Tochter in Lebensgefahr war. Barbossa war kein Kindesmörder, doch als Druckmittel würde die Kleine alle mal reichen.
A/N: Okay, dass war mal Teil 3… Damit zufrieden – oder eher negativ eingestellt. Ich wollte Liz schon in dem Kapitel einbauen, aber ich denke, dass wäre nicht ideal gewesen. Darum mit ziemlicher Sicherheit im nächsten Kapitel ggg
