Harry Potter and the Show that never ends

Autor: Lori Summers

Deutsche Übersetzung: Claudia, Lilly Black, Nicole, Katrin und Stephanie

http://www.HarryPotter-Translations.de

2. Auflage, Juli 2007

Disclaimer:

Diese Geschichte basiert auf Situationen und Charaktere, die das geistige Eigentum von Joanne K. Rowling sowie von verschiedenen Verlegern (z.B. Bloomsbury Books, Scholacsti Books, Carlsen Verlag, etc.) sind. Weder die Autorin, noch die Übersetzer dieser Geschichte verdienen Geld damit und es liegt nicht in ihrer Absicht Copyrights oder Warenzeichen zu verletzen.

Hinweis für Minderjährige:

Diese Geschichte spielt einige Jahre nach Harry Potter und der Stein der Wesen.

Aufgrund dessen handelt es sich um eine Geschichte für Volljährige Leser.

Um dies genauer zu begründen: Die jeweiligen Charaktere sind nun erwachsen. Das bedeutet, dass in ihrem Leben auch Krieg, Gewalt und Sex eine Rolle spielen, nur um einige zu nennen.

Komplex:

Harry Potter and the Show that never ends ist die Fortsetzung von Harry Potter and the Paradigm of Uncertainty (PoU) von Lori Summers (Übersetzt von Dani + Alina). Zusätzlich gibt es einen dritten Teil, der noch nicht übersetzt wurde, von uns aber weiter übernommen wird. Dieser lautet Harry Potter and The Hero with a thousand faces.

Wer noch nicht genug hat kann ebenfalls die Vorgeschichte zu PoU lesen. Diese Spezialisiert sich jedoch auf Sirius Black und überschneidet sich immer mal im 2. Teil mit PoU.

Wir wünschen viel Spaß beim Lesen.

Fünftes Kapitel
Näher an der Schönheit Übersetzt von Claudia, Lektoriert von Lara

I went to the doctor, I went to the mountains
I looked to the children, I drank from the fountain
There's more than one answer to this question
Pointing me in a crooked line
The less I seek my source for some definitive
The closer I am to fine.
--The Indigo Girls

... fünf Wochen später ...

Justin ging von der Bibliothek ins Wohnzimmer, er murmelte leise vor sich hin und ging zu dem Stuhl, auf dem er letzte Nacht gesessen hatte. Auf dem Tisch daneben lagen einige Papiere und die Post. Außerdem eine Nachricht von seinem Stellvertreter, die er jetzt nicht lesen wollte. Er begann, in dem Stapel zu wühlen, als ihn ein leises „Shh." innehalten ließ. Er sah sich um. Harry saß mit ausgestreckten Beinen auf dem Sofa neben dem Fenster. Hermione lag neben ihm, sie schlief. Sie hatte anscheinend gelernt und war eingeschlafen. Ihr Kopf lag auf seinem Schoß und ein Arm auf seinen Beinen. Harry las gerade, mit der einen Hand hielt er ein Buch, mit der anderen streichelte er ihre Schulter. „Entschuldige." flüsterte Justin. Er kam auf Zehenspitzen näher. Er lächelte Harry an. „Es ist gut, dass sie eine kleine Pause einlegt."

Harry nickte. „Hoffe nur, dass es hilft." „Wann sind die Prüfungen?" „Nächste Woche." Er seufzte. „Ich wünschte mir, dass ich mit ihr darüber reden dürfte. Sie warnen." „Sie sind übel, oder?" Justin setzte sich in einen Sessel. „Sehr übel." Er sah, wie Harry mit der Hand Hermiones Kopf streichelte. Ihre Atmung war langsam und ruhig. Justin lächelte. „Wirst du nie müde davon?" Harry sah ihn an. „Müde wovon?" „ Justin wies auf Hermione. „Du weißt schon... dieses Liebes-Dings.„ Harry grinste ihn an. „Nun ja... bis jetzt nicht." Er sah ihn stirnrunzelnd an. „Bist du jemals verliebt gewesen?" Nein. Nicht wirklich." „Was ist mit David?" „Die größte Leidenschaft meines Lebens. Ja, es war schon sehr heftig. Und es war sehr harte Arbeit." „Alle Beziehungen sind harte Arbeit, Justin." Sie flüsterten beide, um Hermione nicht zu wecken. „Mag sein. Aber wir hatten keine so emotionale Verbindung, wie ihr beide sie habt." Harry hob die Brille an und rieb die Haut unter der Brücke. Justin bemerkte die dunklen Ringe, die Harry unter den Augen hatte. „Du siehst müde aus." „Hermione schläft in letzter Zeit nicht gut. Sie dreht sich hin und her und schreit. Ergo schlafe ich auch nicht gut. Und ich mache mit Sorgen über die Prüfungen. Die letzte Prüfung ist immer sehr brutal. Es ist nicht unbedingt nur die körperliche Anstrengung. Ich habe immer noch Alpträume von meiner Prüfung damals. Ich will natürlich, dass sie besteht und dass die neue Arbeit ihr Spaß macht. Aber da ist diese kleine Stimme in meinem Kopf, der Beschützer-Mann, der will sie davon abhalten." „Ja, wir haben viele Persönlichkeiten. Beschützer-Mann, Unterstützender-Mann, heißer-Geliebter-Mann..." Harry kicherte. „Das bist aber mehr du, als ich, Big J." „Das ist aber etwas anderes als das, was ich gehört habe. Und wenn ich sage ´gehört, dann meine das wirklich so." Harry räusperte sich und wechselte das Thema. „Also, dieses ganze Liebes-Dings ist eine große psychische Schwäche, wenn du mich fragst." „Ich weiß." Justin sah Hermione an. „Also, wenn ich du wäre, hätte mich Allegra für immer von den Frauen runtergebracht." „Justin, du warst niemals auf einer Frau." „Du weißt, was ich meine." Harry seufzte. „Sie hat es allerdings beinahe geschafft. Ich meine, bis ich irgendwie eine richtige Beziehung wieder beginnen konnte. Ich bin froh, dass ich mit Ginny anfing. Ein Freund, jemand, mit dem ich reden und bei dem ich mich geborgen fühlen konnte. Dann... Ronin." „Und wie lief es da?" „Du hast Ronin niemals kennengelernt, oder?" „Nein." Justin beugte sich nach vorne und spitze die Ohren. „Sie hatte diese Art, mich irgendwie zu heilen. Sie hatte so große Augen und sie waren so dunkelbraun mit diesen langen, schwarzen Wimpern, dass sie schon fast schwarz waren. Ich hätte mich in ihnen verlieren können. Das erste mal, als ich sie traf, fühlte ich mich wie mit einem Vorschlaghammer geschlagen. Sie hat mir später erzählt, dass ich mich damals wie eine Rakete auf sie losging, die auf Hitze reagiert. Und das fühlte ich damals auch." „Reine Gier, oder?" „Nein, so war es bei Allegra. Mit Ronin war es... leidenschaftlich. Sie war sehr offen mit ihren Gefühlen. Ich nicht. Sie war auch sehr rätselhaft, unberührbar. Sie war für mich immer ein Rätsel, das faszinierte mich, jedenfalls für eine Weile. Aber es war nicht gut und ich glaube, dass wir es beide von Anfang an wussten. Ich wusste, dass ich mir nie ein Leben mit ihr vorstellen konnte und sie wusste, dass ich die ganze Zeit eine andere liebte, auch wenn ich es damals noch nicht wusste." Er sah auf Hermione hinab und strich ihr eine Haarsträhne aus dem Gesicht. „Sag mir die Wahrheit, Harry. War es... das hier, meine ich..." Er zeigte auf Hermione. „War es wirklich eine Überraschung für dich?" Er sah Justin an. „Es war eine große Überraschung." „Ich kann mir nicht vorstellen, dass das möglich ist." Harry sah Hermione an „Dieser erste Moment war... unheimlich. Ich wusste, dass mein ganzes Leben durcheinander war und dass es geändert werden müsste." Er zögerte und sah dann Justin an. „Als ich sie das erste Mal küsste, schlugen eine Million Dinge auf mich ein. Alle durcheinander. Aber weißt du, was ich am meisten fühlte? Entsetzen. Ich hatte diesen fast unwiderstehliche Drang, sie wegzuschieben, aus dem Haus zu laufen und niemals wieder zukommen." Justin hob die Augenbrauen und Harry beantwortete die Frage, bevor Justin sie stellen konnte. „Du willst wissen, warum? Ich werde es dir sagen. Weil ich wusste, wenn ich diese Linie überschreite, dann wäre es das für mich. Ich wusste, dass, wenn ich sie lieben würde, würde ich sie vollkommen lieben. Mit ihr konnte es nichts halbes werden. Ich müsste ihr mein ganzes Selbst geben und nichts zurückhalten. Ich würde sie so sehr lieben, dass ich ihr gehören würde. Sie könnte mich mit einem Blick, mit einem Wort zerstören und mich in einem Moment zerstampfen. Niemand hatte bis jetzt so viel Macht über mich gehabt und die Vorstellung hat mich erschrocken." „Anscheinend aber nicht genug, so wie es aussieht." Harry sah ihn an und lächelte. „Ich nehme an, dass meine sentimentale Romantik meine Feigheit übertroffen hat." „Ach Quatsch. Du hast nicht einen feigen Knochen in deinem Körper." Bevor Harry antworten konnte, bewegte Hermione sich und hob ihren Kopf. „Oh... bin ich eingeschlafen?" Harry lächelte und streichelte ihren Kopf. „Ja, bist du." Sie sah die beiden Männer an. „Habt ihr über mich geredet? Ich glaube, ich habe meinen Namen gehört." Harry und Justin tauschten einen Blick. „Nein, Schatz. Haben wir nicht." Sagte Harry und küsste sie auf die Stirn.

Hermione war nervös. Sehr nervös. Sie fühlte sich, als würden Bienen in ihrem Kopf herumschwirren und gegen die Innenseite ihres Schädels stechen. Neben ihr klopfte Shay Daley mit ihrem Fuß auf dem Boden auf und auf der anderen fühlte sich Lloyd Llewellyn wie ein großer Haufen Pudding. Alle Auszubildenden saßen in den ersten Reihen und sahen auf das Podium. Sie sollten nun über die letzten Prüfungen informiert werden, die irgendwann in nächster Zeit sein sollten, sie wussten nicht genau, wann. Sie hatten Gerüchte davon gehört, was sie erwarten würde, aber niemand wusste etwas genaues. Sie musste sich davon abhalten, wütend auf Harry zu sein, weil er nicht mit ihr darüber sprechen wollte, obwohl sie wusste, dass es ihm verboten war. Sie fragte sich, wie viele schriftliche Prüfungen es geben würde. Oder wie viele Kampf-Prüfungen. Oder Fluch-Prüfungen. Niemand wusste etwas. Argo trat auf die Bühne und räusperte sich. „Guten Morgen, Auszubildende. Ich beglückwünsche Sie alle dazu, dass sie ihren Bildungsgang erfolgreich abgeschlossen haben. Jetzt kommt allerdings der harte Teil: das Bestehen der Prüfungen." Sie machte eine kurze Pause. „In den letzten Jahren haben 40 der Auszubildenden es nicht zu diesem Punkt geschafft." Ein Murmeln ging durch die Leute und Hermiones Magen fühlte sich eiskalt an. „Ich sage nicht, dass 40 nicht die Prüfungen bestehen, ich sage, dass 40 nicht zu den Prüfungen zugelassen werden. Von dem restlichen 60, die die Prüfungen ablegen, werden etwa ein drittel die Prüfung bestehen." Hermione fragte sich gerade, ob sie sich wirklich erbrach oder ob es nur ein Wunsch war. Argo begann hin und her zu gehen, ihre Hände lagen auf ihrem Rücken. „Die Prüfungen werden morgen beginnen. Sie werden fünf Tage dauern." Sie machte wieder eine Pause und sah auf die Auszubildenden herunter, die sie alle verblüfft ansahen. „Sie werden in dieser Zeit nicht nach Hause gehen, sie werden nicht abbrechen. Sie werden ein wenig Zeit für Pausen bekommen. Sie werden diese Prüfungen einzeln machen, nicht im Klassenverband. Sie werden während der Prüfung mit niemandem, außer dem Prüfungsleiter reden. Die Prüfungen sind von uns auf ihre Fähigkeiten angefertigt. Sie werden von einer Prüfung in die nächste gehen. Sie werden vorher nie wissen, was für eine Prüfung auf sie wartet. Die Prüfungen wechseln von theoretischen zu praktischem hin und her. Es gibt keine Sicherheitszauber. Keine Barmherzigkeit von unserer Seite." Sie blieb stehen und sah sie alle an. „Glauben Sie mir, dass dies die wahrscheinlich aufreibernste Erfahrung ihres Lebens sein wird. Das Leben als Agent ist manchmal genauso aufreibend und wir müssen wissen, wer es verträgt. Wenn Sie Agent werden, wollen wir, dass sie ein langes und produktives Leben führen. Und die beste Möglichkeit, um dies zu erreichen, ist das wir die, die sich nicht als Agenten eignen, vom Feld beseitigen. Das mag hart klingen, aber es ist nur zu ihrem eigenen Schutz." Sie ging zu dem Tisch und holte einen Zettel hervor. „Wenn diese Versammlung zu Ende ist, werden sie nach Hause gehen, um ihre Sachen zu packen. Morgen Mittag melden sie sich zu den Prüfungen. Ich gebe ihnen gleich eine Liste, auf der steht, was sie mitbringen müssen. Belassen sie es bei den wirklich wichtigen Dingen. Bringen sie Kleidung mit, die bequem und schnell anzuziehen ist. Trainingsanzüge sind hervorragend. Sie haben nicht viel Platz, um ihre Sachen unterzubringen, also lassen sie Dinge wie Make-up zu Hause. Belassen sie es bei einer Zahnbürste. Sie werden alle einen Raum zum schlafen haben, aber wir werden ihnen sagen, wann sie dort hingehen dürfen. Ich weiß, dass es einschüchternd klingt, aber ich würde sie sehr gerne beruhigen und sagen, dass alles in Ordnung ist. Aber es ist so, dass wir sie nicht als Agent brauchen, wenn sie durch die Prüfung fallen. Sie werden morgen alle beweisen können, was sie im Unterricht gelernt haben." Sie lächelte. „Sie sind entlassen."

Harry kam ins Kloster, wo Hermione gerade dabei war, Gegenstände in ihren Koffer zu werfen. „Bist du böse auf mich?" fragte er. „Ich versuche wirklich, es nicht zu sein. Willst du mir helfen? Dann verpiss dich." Er seufzte. „Mir wurde verboten, mit den Auszubildenden über die Prüfungen zu reden, das weißt du genau." „Natürlich. Sicher." Sie stopfte die Dinge mit mehr Gewalt in die Tasche, als eigentlich notwendig war. „Du kannst nicht erwarten, dass ich nur für dich die Regeln breche." „Nur für mich? Natürlich nicht. Ich bin nur die Frau, von der du sagst, dass du sie liebst, also warum sollte es weiteren Überlegungen bedürfen?"

„Oh, scheiße!" Ärger schwang in seiner Stimme mit. „Es wäre sehr ungerecht und ein großer Interessenkonflikt, wenn ich dir einen besonderen Vorteil geben würde. Ehrlich gesagt, ist es kindisch, was du da tust." Ihre Schultern sanken herab. „Ich weiß." Sie drehte sich um und stellte sich vor ihn. „Aber es ist viel schlimmer, als ich es mir vorgestellt habe. Ich bekomme wirklich Panik. Ich..." sie zögerte. „Harry, ich dachte, dass du die einzige Person bist, der ich wirklich vertrauen kann. Die mir niemals... wehtun würde. Oder die es zulassen würde, dass ich verletzt werde. Aber du kannst mich nicht warnen." „Ich bin nicht dein Vater, Hermione. Ich bin nicht dein Schutzengel oder dein Beschützer oder dein verdammter Erzieher." Er trat näher. „Ich liebe dich. Deshalb will ich dich heiraten. Du bist mein bester Freund und ich respektiere dich. Wenn du diese Arbeit machen willst, dann musst du sie allein machen. Es wird mir eher weh tun, dich leiden zu sehen, oder zu sehen, wie du Schmerzen hast, Aber ich kann nichts dagegen tun. Nicht weil ich vors Kriegsgericht oder so müsste, nein, weil ich überzeugt bin, dass du es alleine schaffst. Ich weigere mich, mich dazu herabzulassen, deine Krücke zu werden. Du wirst das alleine machen, weil du es kannst." Er seufzte. „Ich kann dir nicht helfen." Sie seufzte und sah ihm in die Augen. „Du weißt, dass ich gerne so stark wäre, wie du glaubst." „Du bist es." Er trat ganz nah an sie heran und küsste sie auf den Kopf. Sie schlang die Arme um seine Taille und ihr wurde bewusst, dass er recht hatte. „Du beeilst dich besser. Du musst mittags da sein." Sie sah zu ihm auf und lächelte. „Du kommst mit mir?" Er schüttelte den Kopf. „Nein. Nicht erlaubt. Aber du schaffst das und ich bin da, wenn du es geschafft hast." Sie atmete durch die Zähne. „Fünf Tage ohne meinen schnuckeligen Harry. Das hört sich nach einer Menge Spaß an." Er grinste sie an. „Glaub mir, dass wird das letzte sein, an das du denken wirst. Hier, nimm das mit dir." Er nahm ihr Gesicht zwischen die Hände und küsste sie, ein tiefer, langer Kuss. Sie hatte das Gefühl, wegzuschwimmen. Er zog sich ein bisschen zurück und küsste ihre Nasenspitze, dann ihre Stirn. Er trat einen Schritt zurück und lächelte. „Viel Glück." Er drehte sich um, ging hinaus und ließ sie stehen. „Oh mein Gott." Seufzte Hermione schwach.

Die Klasse stand im Raum. Die Taschen hatten sie über die Schultern geworfen, sie sahen nervös zu Argo und Lefty. Vor Nervosität traten sie von einem Bein aufs andere und sahen sich besorgt um. „Jeder im Raum kann seine Tasche in sein Zimmer bringen." sagte Lefty. „Ihr habt regelmäßige Prüfungen. Ich würde an eurer Stelle eine Waserflasche bei mir haben." Die Klasse lachte kurz auf, hörte aber schnell auf. Lefty trat auf seinem Stahlbein vor und lehnte sich mit der guten Hand auf einen Stock auf. „In Ordnung. Wir sind alle einen langen Weg zusammen gegangen und ich bin stolz auf jeden von euch. Jetzt wird es Zeit, dass ihr zeigt, was ihr gelernt habt. Blasen!" Die Blasen aller Auszubildenden erschienen vor ihnen mit einen leisen ´plop, das immer ihr Erscheinen ankündigte. „Eure Blase wird euch zu eurer ersten Prüfung führen. Viel Glück. Ich hoffe, dass wir uns alle in ein paar Tagen wieder sehen."

... eine unbestimmte Zeit später ...

Hermione schwankte den Korridor hinunter, ihre Blase versuchte, nicht zu weit von ihr entfernt zu schweben. Sie hatte keine Ahnung, in welche Richtung sie ging und sie achtete auch nicht so sehr darauf.

Zu ihrer Erleichterung führte die Blase sie zur ihrer Kabine. Sie setzte sich auf der harten Bank in ihrem Zimmer und machte sich auf die Suche nach sauberen Kleidungsstücken. Die, die sie trug, waren schmutzig und verschwitzt. Ihre letzte Prüfung war eine schriftliche Prüfung über Aufsichtsverfahren gewesen und es war schwierig gewesen, sich trotz ihrer Erschöpfung und dem Geruch ihrer Kleidung zu konzentrieren. Die Prüfung bestand aus anstrengendem Seilklettern. Sie jauchzte auf, als sie in ihrem Schrank ein Glas Saft, einen Apfel und einen Energieriegel fand. Sie hatte das Gefühl, sie würde seit Jahren diese Prüfungen machen und hatte die Regeln schnell gelernt. Sie gaben einem soviel Wasser man wollte, auch Nahrung, aber es war nie genug. Der Hunger war ein ständiger Begleiter geworden, genauso wie die Erschöpfung. Insgesamt wurden ihnen zehn Stunden Schlaf erlaubt worden. Das hieß zwei Stunden Schlaf auf einem harten Feldbett pro Nacht. Sie hatte vergessen, wann sie mit dem Prüfungen angefangen hatte. Sie hatte jedes Zeitgefühl verloren. Die meisten Prüfungen fanden drinnen statt, so dass sie nie wusste, ob es Tag oder Nacht war. Sie hatte nur das Gefühl, dass sie dem Ende ihrer Prüfung nah war, sie bat jedenfalls darum, dass es so war. Sie wusste nicht, wie viel länger sie es noch durchhalten würde.

Sie schlang das Essen herunter. Sie wusste nicht, wann ihre Blase ihr den nächsten Befehl mitteilen würde. Anschließend wusch sie sich schnell mit einem nassen Tuch. Sie starrte ihr Gesicht im Spiegel an, sie sah eine Unbekannte. Dunkle Ringe lagen unter ihren Augen und sie hatte einige Quetschungen und blaue Flecke. Allerdings war sie nicht schwer genug verletzt, dass sie zum Arzt gehen sollte. Es gab nur kein Körperteil, das ihr nicht weh tat. Argos Beschreibung von den Prüfungen waren nicht so schlimm, wie die Prüfungen selbst. Hermione dachte manchmal, dass sie in einer selbstgemachten Hölle war. Jede Prüfung war schwieriger, als die vorherige. Hermione schien einige Gebiete als Zielgruppe zu haben, in der sie am wenigsten Erfahrung oder Kenntnisse hatte. Sie hatte keinen ihrer Mitschüler gesehen, seit sie die Prüfung begonnen hatte. Wenn Argo Recht hatte, waren viele von ihnen schon ausgestiegen und zuhause. Ein großer Teil in Hermione beneidete sie. Sie stellte sich einen Moment vor, im Wohnzimmer vor dem Kaminfeuer zu sitzen und in Harrys Armen zu liegen. Harry. Sie schloss die Augen, weil zwei Tränen ihre Wangen hinunterliefen. In ihrer gegenwärtigen Lage war der Gedanke an ihn so wunderbar und weit entfernt, dass es richtig weh tat. Sie nahm alle Kraft zusammen, um mit dem weinen aufzuhören. „Ich werde das beenden." Sagte sie laut. „Dann renne ich nach Hause und ich komme nie wieder. Dann bin ich bei Menschen, die mich lieben. Egal ob ich Agent, Kellnerin oder Müllmann bin." Sie seufzte und zog sich an. Ihre Tränen trockneten und sie sammelte den Rest ihrer Kraft zusammen. „Ich kann das" dachte sie. „Wenn ich das schaffe, schaffe ich alles" „Granger." Kam die Stimme von ihrer Blase. Über all die Tage war die Stimme die Stimme vom Tod geworden. Unerbittlich von ihren Prüfern und Peinigern. „Es ist Zeit zu gehen." Sie nickte und nahm ihre Wasserflasche wie einen Talisman mit. Sie folgte der Blase aus ihrem Zimmer. Sie ging einen Korridor hinunter, der ihr nicht vertraut war. Sie hatte absolut keine Ahnung, wo sie im Hauptquartier war, sie hatte jeglichen Orientierungssinn verloren. Dann trat sie in einen Raum. Es war alles schwarz. Plötzlich gingen die Lichter an und sie sah, dass sie in der Turnhalle war. Der vertraute Raum wirkte ein wenig beruhigend, obwohl nur Merlin wusste, was auf sie zukam. Sie drehte sich um und erschrak, als sie die Person sah, die hinter ihr stand. Es war Harry. Ihr ganzer Körper schrie vor Freude auf. „Harry, was machst du hier? Willst du dich mit mir unterhalten? Ich glaub, das könnte ich jetzt gebrauchen." Sie trat mit offenen Armen auf ihn zu, aber er trat einen Schritt zurück und hob die Hand. Sie sah ihn stirnrunzelnd an und blieb stehen. Sie wunderte sich trotz ihrer Müdigkeit, warum der Mann, der sie regelmäßig nackt sah, sie mit einem Handschlag begrüßen sollte. Sie wusste nicht, was sie anderes tun sollte, also trat sie vor und gab ihm die Hand und schüttelte sie fest. „Dr. Granger." Sagte er mit einer seltsam formalen Stimme. „Ich beglückwunsche sie dazu, dass sie es bis hierhin geschafft haben. Mein Name ist Major Potter und ich begrüße sie zu ihrer letzten Prüfung." Hermione verengte die Augen und sah ihn verwirrt an. „M..." fing sie an, Unsicherheit schwankte in ihrer Stimme. „Was ist die Prüfung?" „Ich. Ich bin die Prüfung." „Ich verstehe nicht..." wie war nicht in der Stimmung für ein Rätsel. Harry hatte die Hände auf dem Rücken. Seine Haltung war so formal und schien ihr so fremd. „Es ist ganz einfach. Wir werden kämpfen. Gewinne ich, fallen sie durch, gewinnen sie, bestehen sie." Sie stand einfach da, der Mund vor erstaunen geöffnet. „Oh..." „Diese Prüfung dauert genau eine Stunde. Wenn ich nach einer Stunde noch stehe, haben sie versagt. Besiegen sie mich, habe sie die Ausbildung bestanden." Er ging langsam im Kreis um sie herum. „Um Missverständnisse aus dem Weg zu räumen, ich kenne sie nicht. Ich bin weder ihr Lehrer, noch ihr Freund. Mir ist es egal, was mit ihnen passiert. Ich kümmere mich nicht darum, ob sie bestehen oder nicht. Ich werde alles in meiner Macht stehende tun, um die Aufgabe so schwierig wie möglich zu gestalten. Sie werden von mir kein Mitleid erfahren, genauso wenig wie von einem Feind." „In Ordnung, aber versprich mir, dass du keine Mage-Kräfte einsetzt." „Ich verspreche gar nichts. Sie wissen nicht, welche Art von Kräften Ihr Gegner hat. Sie werden sich nicht darum kümmern, wie es ihnen geht. Genauso wenig interessiert es mich." Er sah hinauf zur Decke. „Sicherheits-Zauber aus!" Hermione seufzte. Sie hatten im Training mit Sicherheits-Zauber trainiert. „Das wird weh tun, oder?" sie sah, wie er zusammenzuckte, sich aber sofort wieder zusammenriss. „Sie werden auf ihre Fähigkeiten geprüft. Der Schmerz ist ein Teil davon. Wenn sie hier erfolgreich sind, ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie auf dem Feld getötet werden, geringer. Das ist es, was uns interessiert. Sie werden mir wehtun müssen und ich werde ihnen wehtun." Sie nickte." Er sagte das gleiche, wie im Training. Sie hatte eine Menge blauer Augen, Verstauchungen, Quetschungen und gebrochene Gliedmaßen davongetragen... aber die Medizauberer hatten das von einem Tag auf den anderen immer wieder geheilt. „Ich weiß, dass ich dich nicht schlagen kann. Du bist größer, stärker und hast mehr Erfahrung. Das ist ungerecht." „Es ist nie gerecht. Wenn es so wäre, würden wir eine Münze werfen und so den Gewinner wählen." Er seufzte. „Und bezüglich zu dem, dass sie mich nicht schlagen können. Sie werden es nie, wenn sie es nicht glauben, dass sie es können." Er trat näher. „Sie glauben, dass das ein Kampf durch Muskelmasse ist. Vergessen sie es. Sie kämpfen hier." Sagte er und tippte an seien Schläfe. „Können wir jetzt anfangen, bevor ich mich noch weiter wie Yoda anhöre?" Sie sah ihn an und fühlte sich ein wenig besser. „In Ordnung. Lass uns anfangen."

Die Zuschauer in der Galerie sahen sich ruhig den unten tobenden Kampf an. „Wow." Sagte Remus. „Sie gibt's ihm wirklich." „Sie muss es tun." Sagte Argo. „Sie weiß, was wir hier oben testen. Es ist nicht ihre Fähigkeit zu kämpfen, es ist die Fähigkeit, sich von ihren Emotionen in kritischen Situation zu trennen." Sie zuckten alle zusammen, als Hermione Harry ins Gesicht schlug. Henry seufzte. „Das bringt ihn um." „Er ist ein Profi." „Aber er ist auch ein Mensch, der gezwungen wird, seine zukünftige Ehefrau zu schlagen." „Sie ist heute so gut, wie nie." Murmelte Napoleon. Hermione drehte sich und schlug Harry mehrmals in den Magen, anschließend gegen den Kiefer. Harry flog nach hinten auf den Boden und stellte sich sofort wieder hin. Hermione wischte etwas Blut aus ihrem Mundwinkel, sie sah ihn böse an. Sie schaute kurz auf die Uhr... fünfundzwanzig Minuten. Es fühlte sich wie eine Ewigkeit an, dass sie hier standen. Harry griff sie wieder an, bevor sie ihren Zauberstab herausholen konnte und ihn mit einem Fluch belegen konnte. Nicht, dass das ihr das viel nutzen würde. Sie hatte schon ein paar Flüche ausprobiert, aber er benutze seine Mage-Fähigkeiten, um sie abzublocken.

„Hat er ihr gesagt, dass das die letzte Prüfung ist?" fragte Lefty. „Ja." „Sie denkt also, dass sie es fast hinter sich hat?" Napoleon sah sie stirnrunzelnd an. „Was fehlt noch?" Argo seufzte. „Nur noch der Psycho-Test." Sie sah Lefty an. „Ich weiß noch nicht, ob ich ihr Vorhaben genehmigen kann." „Vertrauen sie mir, es ist schon richtig." „Ist alles vorbereitet?" „Alles fertig, wir warten nur noch." Sie wurden wieder still und sahen auf das Geschehen in der Turnhalle hinab. Harry zeigte keine Anzeichen, dass er müde war. Hermione schon. Beide schwitzten, aber keiner wollte aufgeben. Ein Riss über ihrem linken Auge blutete und eins von Harrys Augen wurde blau. Sie standen einander gegenüber. Harry schlug mit der Faust nach ihr. Hermione wich aus, packte seinen Arm und trat ihr Knie in seine Nieren. Er kam von ihr los und drehte ihren Arm hinter ihrem Rücken und warf sie zu Boden. Sie legte ein Bein um sein Schienbein und warf ihn so um. Hermione sprang auf und sie alle sahen sie ihre Zähne zusammenbeißen. Sie stellte ihren Fuß auf seinen Unterschenkel, hakte den anderen Fuß unter seinem Knöchel fest und dann warf sie sich selbst auf den Boden. Alle zuckten zusammen, als die Harrys Bein brechen hörten. Harry unterdrückte einen Schrei, indem er die Zähne zusammenbiss. Hermione ließ ihn los und krabbelte weg. Er stütze sich auf die Ellbogen auf, sein Gesicht voller Schweiß. „Oh... verdammte Scheiße." Sagte er durch die zusammen gebissenen Zähne. Hermione sagte nichts. Sie lehnte sich an die Wand, zog die Knie an ihren Brustkorb und wartete, dass die restliche Zeit ablief. Harry lag mit geschlossenen Augen da und bemühte sich, sein Bein nicht zu bewegen. Nach kurzer Zeit streckte er einen Arm in ihre Richtung aus. Hermione zögerte, ergriff dann aber seine Hand. So warteten sie, bis der Gong ertönte und das Ende dieser Prüfung bedeutete.

Napoleon öffnete die Tür zu ihrem Zimmer und ließ Hermione vorgehen. Sie war erschöpft und sie hatte das Gefühl, als würde ihr Gehirn irgendwo über ihrem Kopf schweben. „Setz dich, Liebes." Sie schwankte zur Couch und setzte sich. Sie legte die Hände über ihr Gesicht. „Ist er wohl in Ordnung?" „Natürlich. Ich habe ihn gesehen, bevor ich zu dir kam. Sie haben sein Bein schon geheilt. Er kann in einem Tag oder so schon wieder gehen." Er setzte sich neben sie. „Wo hast du diesen Trick gelernt? Ich habe das noch nie gesehen." Sie lächelte ihn müde an. „Habe ich selbst erfunden." Er pfiff anerkennend. „Wow. Irgendwie unheimlich." Sie seufzte. „Ich kann nicht glauben, dass ich ihm weh getan habe." „Das war Teil der Prüfung. Er hätte es auch getan, wenn er die Chance dazu gehabt hätte." „Ist es jetzt wirklich vorbei?" Er nickte. „Habe ich bestanden?" Napoleon grinste und klopfte auf ihr Bein. „Entspann dich. Es wird bald jemand kommen und mit dir reden. Du kannst jetzt nichts mehr tun. Der harte Teil ist vorbei." „Gott sei dank." Er stand auf, um zu gehen, aber Hermione hielt ihn zurück. „Wenn du Harry siehst, sag ihm..." Sie wollte sagen, dass es ihr leid tut, aber das schien nicht wirkliche ernst gemeint. Sie hatte getan, was man von ihr erwartete. „Sag ihm einfach, dass ich ihn liebe." Er drückte ihre Hand. „Das werde ich." Sie sah, wie sich die Tür hinter ihm schloss und sie lehnte sich zurück in die Kissen. Der Klang von Harrys brechendem Bein hallte immer wieder in ihrem Kopf herum. Sie wurde verrückt, sie hörte immer wieder seinen Schmerzensschrei. Sie hoffte, sie würde es aus ihrem Kopf verbannen können. Sie stand auf und öffnete den Schrank. Sie fand etwas Tee und eine kleine Mahlzeit. Sie stellte Wasser bereit und ging ins Bad, um zu duschen. Sie hatte gerade das Haargummi gelöst, als eine silberne Blase neben ihr erschien. Die I.D. Blase. Die Blase, die immer schlimme Ankündigungen machte. Eine Sekunde hoffte sie, dass sie nur gerufen wurde oder ähnliches. Aber sie hatte kein Glück

„WARNUNG! CODE GRÜN! EINDRINGLINGSALARM! ALLE AGENTEN ZU IHREN EINHEIT! DAS IST KEINE ÜBUNG! WARNUNG! CODE GRÜN!" Hermione fühlte die Panik kurz aufkommen, sie hatte sich aber schnell unter Kontrolle. Es war eine Art von unerlaubten Luxus, wenn sie noch weiter hier stehen bleiben würde. Sie zog ihren Zauberstab hervor und lief aus dem Raum. „Da hat sich aber jemand einen ganz schlechten Zeitpunkt ausgesucht!" murmelte sie. „Blase!" Ihre Blase erschien und rief ihr entgegen. „Station 13!" Das war ihre zugewiesene Station für Notfälle.

Das Licht wurde gedämmt. Hermione sah Schatten hin und her huschen. Sie konnte weiter entfern einen Kampf hören. Sie hörte Flüche und Schreie... sie hörte ein Geräusch hinter sich und drehte sich schnell um. Es war keiner ihrer Kollegen. Die I.D. Zauberer trugen keine Masken. Sie schoss einen Fluch ab und traf. Sie hörte vertraute Stimmen. Der Korridor verschob sich und sie war viel näher an den Stimmen. Sie zögerte einen Moment. Dann lief sie auf die Geräusche zu und ignorierte die Tatsache, dass sie sich auf Station dreizehn melden sollte. Sie hörte eine Stimme, aus der die Bosheit nur so tropfte. Sie lief schneller. Bei einem Code Grün wechselten die Korridore noch schneller als gewöhnlich. Sie rannte um eine Ecke und sah einige Agenten auf dem Boden knien. Sie waren besiegt. Einige Agenten kämpften noch. Ein großer Mann stand in der Ecke und bellte Befehle. Ihr Geist drehte sich. Wie waren die alle so schnell eingedrungen? Sie mussten einen Spion beim I.D. haben. Sie haben Blasen, die ihnen helfen. Eine Explosion erschütterte den Flur und alle Lichter gingen aus. Das Notlicht ging sofort an. Hermione war starr vor Schreck und wurde plötzlich von hinten gepackt und grob nach vorne geworfen. Bevor sie aufstehen konnte, wurde sie hochgezogen. Sie sah auf und sah eine Frau in dunklen Roben, die etwas vor die Füße den großen Mannes warf. Hermione sah, dass es Argos blutüberströmter Körper war. „Der Chef hier." Sagte die Frau. Der große Mann drehte sich um. Hermione erkannte voller Grauen Lucius Malfoy. Sofort flammte in ihr Hass auf, als ihr klar wurde, dass Draco ihm wohl geholfen hatte. Verfluchte Malfoys, ich hätte es besser wissen müssen. Sie sah sich um und sah am anderen Ende des Flures Napoleon, der sie gespannt ansah. „Wo ist Potter?" fragte Malfoy einen Zauberer, der neben ihm stand. „Wir haben ihn nicht gefunden. Wir haben den Werwolf gefunden. Er ist langsam gestorben." Hermione unterdrückte einen Schluchzer. Sie dachte an Lupin, ihren guten Freund und Ratgeber, der so schändlich hingerichtet worden war. Sie sah den gleichen Schmerz in den Gesichtern der anderen Agenten. Sie senkte den Kopf, damit sie von Malfoy nicht erkannt wurde. „Wer ist hier der Ranghöchste Offizier?" Hermione sah die anderen an. Sie sah keinen hohen Offizier. Wahrscheinlich waren sie alle getötet worden. Ihre Gedanken gingen zu Harry, dass er vielleicht gefunden und ermordet war... Denken, Hermione, denken. Sagte sie sich. Aber es schien irgendwie hoffnungslos. Was konnten sie schon ausrichten?

„Ich glaube, dass wäre ich, Chef!" sagte Napoleon.

„Und ihr Name ist?" „Brauchen sie nicht wissen. Ich bin Lieutenant und Stellvertretender Chef des CCO." Malfoy grinste. „Dann sind sie wohl die rechte Hand des großen Mr Potter, oder? Schätzen sie sich glücklich." Er trat einen Schritt zurück. Zwei Zauberer griffen Napoleon unter die Arme und zogen ihn hoch. „Wo können wir ihren Chef finden? Er entzieht sich uns am besten." „Wie kommen sie darauf, dass ich das wüsste." „Sie wissen es." „Sorry, Chef. Sie werden mich wohl töten müssen." Malfoy zuckte mit den Schultern. „In Ordnung." Dann zog er ein Schwert unter seiner Robe hervor und schnitt Napoleon den Kopf ab. Er rollte über den Boden und der Körper schlug auf den Boden auf. Hermione schloss die Augen und kniff den Mund zu, um den Schrei festzuhalten. „Oh Gott, Napoleon. Nein, nein, nein..." hämmerte es in ihrem Kopf.

„Lucius!" rief eine Stimme von hinten. Alle drehten sich um. Harry. Einige begannen zu klatschen und Harry zu gratulieren. Er schaute grimmig aus. „Ah, Potter, wie schön sie zu sehen." „Das Vergnügen ist ganz auf ihrer Seite, Lucius." „Ich möchte sie darüber informieren, dass ich den Befehl habe, sie zu töten. Natürlich muss ich vorher einige ihrer Agenten töten, wie sie sehen. Ich muss aber noch aussuchen, wen ich jetzt töten werde!" Hermione sah auf den Boden, als er an ihr vorbei ging. Sie hoffte, dass er sie nicht bemerkt hatte. Er ging weiter, blieb stehen und kam wieder zurück. Er kniete auf dem Fußboden vor ihr nieder und hob ihren Kopf. Er grinste. „Es wird immer besser." Er hob sie hoch. „Miss Granger. Es freut mich, dass sie uns mit ihrer Anwesenheit beehren. Jetzt sind schon zwei von unserem berühmten Hogwarts-Trio hier." Er sah Harry an. „Wie viel Schmerz würde es ihnen bereiten, zuzusehen, wie ich diese Frau foltere. Oder vielleicht sollte ich zuerst meinen Spaß mit ihr haben. Wie wäre das, hä?" Harry sagte gar nichts. „Spannend. Nein, warten sie. Langweilig. Ich habe eine bessere Idee." Er drehte Hermione zu den übrigen Agenten um. „Einige dieser Agenten werden sterben, Miss Granger." „Dr. Granger." Knurrte Hermione. „Sehr gut. Behalte immer deine eigene Meinung, Dr. Granger. Also, einige werden sterben. Wie viele es sein werden, liegt an ihnen. Ihr legendärer Intellekt wird das Schicksal der Agenten bestimmen."

Er drehte sich zu seinen Zauberern um. „Das wird ein Spaß, oder?" Die Zauberer lachten. „Dann lassen sie uns sehen, ob sie ihrem Ruf gerecht werden." Er trat von ihr zurück und ließ sie allein stehen. Sie war dankbar, dass sie Harrys Gesicht nicht sehen musste. Das wäre zu viel Ablenkung gewesen. „Ich werde ihnen Fragen stellen, die ich selbst ausgesucht habe. Beantworten sie eine richtig, lebt ein Agent weiter und ist weiterhin unsere Geisel. Beantworten sie eine Frage falsch, wird ein Agent getötet. Einverstanden?" Sie nickte, weil sie wusste, dass Lucius die Regeln befolgen würde. Irgendwie hatte er soviel Ehre im Leib, dass ihm so etwas wichtig war. Selbst wenn die Agenten weiterhin gefangen waren, es war weitaus besser, als wenn sie tot wären. „Können wir anfangen?" Gut. Ich stelle ihnen die erste Frage: Welche Farbe hat meine Unterhose?" Hermiones Blut wurde eiskalt. Wie sollte sie so etwas wissen? „Weiß?" „Falsch. Sie sind schwarz. Ich dachte, sie hätten so was erraten." Er trat nach vorne und bevor Hermione sehen konnte, was er tat, sah sie einen Kopf über den Boden rollen. Sie schloss die Augen, um es nicht mit anzusehen. „Zweite Frage. Dieser Kerl hier. Wie heißt er?" „Nigel." „Falsch. Er heißt Roland." Ein weiterer Kopf rollte. Er frage sie Fragen, die sie niemals beantworten konnte. Sie hätte diesem... Spiel niemals zustimmen dürfen. Obwohl sie nicht viele andere Möglichkeiten hatte. „Dritte Frage. Wie viele Jungen lagen mit mir in einem Schlafsaal in Hogwarts?" „Vier." „Falsch. Es waren drei." Er schlug einen Kopf ab. Panik machte sich in ihr breit. Mit jeder falschen Antwort tötete sie Agenten. „Vierte Frage..." „Kann ich auch eine Frage stellen?" unterbrach sie ihn. Lucius sah sie erstaunt an. „Ich nehme an, dass ich das erlauben kann." Er trat näher. „Was ist es?" Sie lächelte ihn an und zeigte ihre Hände, die sie von den Handschellen befreit hatte. „Können sie fliegen?" Seine Mund stand vor Erstaunen offen und bevor er reagieren konnte, hielt sie ihren Zauberstab gegen seinen Brustkorb. „Wingardium Leviosa!" schrie sie, aber nichts geschah. Lucius blieb einfach stehen und grinste sie an. Hermione war geschockt. „Sehr gut, Dr. Granger." Sagte er. Nur, es war nicht seine Stimme. Die Stimme war die einer amerikanischen Frau. Lucius schmolz weg, als wäre er aus Wachs. Alles schmolz weg, die Agenten, das Blut, die Zirkel-Zauberer. Alles innerhalb weniger Sekunden. Hermione starrte Argo an. Sie stand da, wo bis gerade eben Lucius gestanden hatte. Der Flur sah wieder vollkommen normal aus, kein Blut, gar nichts. Als wäre kein Angriff geschehen. „Oh Scheiße." Sagte sie. „Das war eine Prüfung, oder?" Die Erleichterung durchflutete sie. Sie fühlte, wie zwei Hände sie zu einem Stuhl brachten und sie sich setzte. Sie merkte, dass Harry an ihrer Seite war. Sie fiel ihm in die Arme. „Das war wirklich die letzte Prüfung." Sie waren alle unverletzt, dann sah sie Napoleon und sie ergriff Harrys Hand. „Gott sei Dank." Lupin hockte sich vor ihr. „Jeder neue Agent muss das durchmachen, was wir einen Psycho-Test nennen. Jeder muss dort seinen größten Ängsten entgegentreten. Und wir sehen, was der Agent tut. In diesem Falle haben wir dich mit einer Situation konfrontiert, in der es keine richtige Antwort gibt." Er lächelte sie an. „Und, was meinst du?" sie lachte vor Erleichterung. „Oh, es war gut." „Ich muss sagen, ich hätte es nicht besser gekonnt. Du hast deinen Kopf in dieser stressigen Situation nicht verloren. Wie hast du deinen Zauberstab da mit hineingeschmuggelt?"

„Im Falle eines Code Grün haben alle Agenten ihren Zauebrstab in einem verborgenen Halfter zu tragen. Standart Einsatz-Programm, Abschnitt 3.4, Abschnitt 2. Sie drehte sich um und hob ihren Pulli so weit, das alle den schlanken Nylonhalfter sehen konnten, der an ihrem Rücken befestigt war. Von außen war nichts zu sehen. „Und, nun ja, den Schlüssel sollte man nicht so einfach liegen lassen. Oder?" Sie hielt einen kleinen Schlüssel hoch. „Er lag auf dem Boden und ich habe ihn aufgehoben. Als Lucius mich in Harrys Richtung drehte, habe ich ganz einfach die Handschellen aufgeschlossen." Die anderen sahen sich voll Erstaunen an. „Na ja, ich würde sagen, sie haben bestanden." Sagte Argo. Argo trat vor Hermione. „Stehen sie auf, Dr. Granger." Sie tat es. „Hermione Granger, es ist mir ein Vergnügen, ihnen mitzuteilen, das sie die Abschlussprüfungen bestanden haben und dass sie von nun an Zutritt zu ihrer Abteilung haben. Ich versetzte sie hiermit in den Rang eines Lieutenant. Wirksam ab sofort. Sie sind hiermit ein vollkommen akkreditiertes Mitglied des I.D. Willkommen, Lieutenant Granger." Sie schüttelten sich die Hände. „Natürlich gibt es nächste Woche noch eine offizielle Abschlussfeier, aber ab jetzt ist es amtlich. Herzlichen Glückwunsch." „Danke, Argo." Sie lächelte. „Gern geschehen." Argo drehte sich herum und ging hinaus. Die anderen blieben noch, um kurz zu feiern.

Harry parkte Hermiones Auto vor dem Haus und stellte den Motor aus. Er nahm ihre Tasche vom Rücksitz und stieg aus. Er ging zur Beifahrerseite, wo Hermione saß und eingeschlafen war. Er schüttelte sie leicht and der Schulter. „Hey, Schatz. Wir sind zu Hause. Sie wachte auf und stieg schwankend aus dem Auto. Dann lehnte sie sich gegen das Auto. „So müde..." „Kannst du gehen?" „Oh, sicher." Er trug sie halb den Weg zum Haus. „Sicher kannst du gehen." Er legte einen Arm unter ihre Beine, den anderen hinter ihren Rücken. Sie entspannte sich sofort, als sie in seinen Armen lag. Justin öffnete die Haustür. Alle waren in der Eingangshalle versammelt. „Wie geht es ihr?" flüsterte Justin. „Oh mein Gott." Sagte Laura. „Sie sieht aus, als war sie in der Hölle." „Sie war auch in der Hölle. Aber sie hat bestanden. Ich werde sie jetzt ins Bett bringen." Er ließ Hermiones Tasche in Georges Arme fallen und ging die Treppe hinauf. Laura folgte ihm. George reichte die Tasche an Justin weiter. „Pack das hier aus und wirf alles in die Wäsche." „Und was machst du?" „Was ich immer tue. Ich koche ein riesiges Abendessen für sie."

Harry legte Hermione auf das Bett und zog ihr die Schuhe aus, während Laura ein Nachthemd aus dem Schrank holte. Hermione schlief ruhig weiter. Harry zog ihr vorsichtig die dreckige und verschwitzte Kleidung aus. Laura zog ihr das Nachthemd über den Kopf und deckte sie zu. „Sie wird sich absolut ekelig fühlen, wenn sie aufwacht. Sollten wir sie nicht aufwecken und sie ein Bad nehmen lassen?" Harry schüttelte den Kopf. „Nach meiner Erfahrung sollten wir sie einfach eine lange Zeit schlafen lassen." Laura sah auf Hermione herab. „Sie hat das damals auch für dich getan, oder?" Er nickte und strich die Decke um sie herum glatt. Hermione rollte sich auf die Seite und kuschelte sich in ihr Kopfkissen. Harry setzte sich auf den Bettrand. „Ja, hat sie. Außer, dass sie nicht wusste, warum ich so müde war. Sie hat keine Fragen gestellt. Sie hat mich schlafen gelassen und als ich aufgewacht bin, stand sie da, mit Tee und etwas zu essen und ihrem süßen Gesicht." Er seufzte. „Meine Güte. Ich muss blind, taub und sehr dumm gewesen sein." Laura lächelte. „Wir Menschen sind immer solche Dummköpfe. Wir wollen, was wir nicht haben können und wir vermissen Dinge erst, wenn sie weg sind. Und wir kaufen Schuhe, obwohl wir genau wissen, dass wir sie nur einmal tragen werden." Harry nickte, lächelte und sah Laura an. „Ich glaube, ich habe mich nie dafür bedankt, dass du Hermione so eine gute Freundin warst, als ich weg war." „Du brauchst dich nicht bedanken. Ich habe es für Hermione getan. Es gab sogar Tage, da habe ich dich verflucht, weil du ihr so weh getan hast. Sie ist meine Freundin... wahrscheinlich die beste Freundin, die ich jemals hatte. Und sie hat mir immer beigestanden, wenn ich Sehnsucht nach Sorry hatte." Harry stand auf. "Wir lassen sie jetzt besser schlafen." Er neigte sich zu ihr herunter und küsste sie auf die Stirn. Dann folgte er Laura aus dem Raum und schloss die Tür hinter sich.

„Also, hat sie die Prüfungen bestanden?" fragte Laura, als sie die Treppe hinunter gingen.Harry lächelt. „Sie hat es geschafft. Sie weiß es noch nicht, aber sie ist die Beste ihrer Klasse." „Du solltest dich sehen. Du bist so stolz." „Ja, bin ich." Sie gingen in die Küche und stibitzten ein paar Snacks. Die vier anwesenden und wachen Hausbewohner aßen zusammen eine Kleinigkeit.

Abends ging jeder seinen Aktivitäten nach. Harry holte etwas Arbeit nach. Er hatte sie wegen Hermione vernachlässigt, aber er konnte sich nicht richtig konzentrieren. Er gab es schließlich auf und ging die Treppe zum Kloster hinauf. Sie schlief noch tief und fest. Harry zog die Schuhe aus und legte sich hinter sie auf die Decke. Er legte einen Arm uns sie und zog sie an sich. Er war dankbar, dass sie die Prüfung geschafft hatte. Er lag dort einen Moment und schlief schließlich ein.

Das erste Mal, als Hermione aufwachte, wurde sie von schnellen Bewegungen hinter ihr geweckt. Sie drehte sich um. Harry lag hinter ihr, aber er schlief nicht friedlich. Er wälzte sich hin und her und murmelte etwas, was Hermione nicht verstehen konnte. „Harry." Flüsterte sie und schüttelte ihn an der Schulter. „Schatz, wach auf. Harry!" Er antwortete nicht, seine Bewegungen wurden immer schneller. „Mhh ... unh...!" kam es unverständlich von ihm. „Enden..." sie neigte sich näher zu ihm, sie versuchte zu hören, was er sagte. „Niemals enden..." murmelte er. „Enden...mhh...es endet niemals..." schrie er plötzlich und schnellte hoch. Hermione sprang zurück und war erstaunt. Er wachte nicht auf, legte sich einfach wieder zurück und schien sich in einem ruhigeren Schlaf zu entspannen. Hermione hielt den Atem an. Harry war normalerweise ein ruhiger Schläfer. Er hatte selten solche heftigen Alpträume.

Und das, was er gesagt hatte, machte ihr Sorgen. Sie spürte, wie der Schlaf sie wieder überkam und sie zwang sich, zu entspannen und wieder in die Kissen zu kuscheln. Sie kuschelte sich an Harry. Sie fühlte sich plötzlich, als müsste sie ihn beschützen und es dauerte einige Minuten, bis sie wieder eingeschlafen war.