Nach einem kompletten Tag im Bett fühlte sich Elizabeth wieder wesentlich wohler, sie konnte aufstehen und an allem teilnehmen.

Am Abend, nachdem man sich zurückgezogen hatte (sie bewohnten das gleiche Zimmer, das Fitzwilliam sonst auch immer während seiner Netherfield-Aufenthalte zur Verfügung gestanden hatte und es war ein sehr merkwürdiges Gefühl, in diesem Raum, in diesem Bett nun als verheiratetes Paar zu liegen), schob Fitzwilliam seiner Frau eine Haarsträhne liebevoll aus der Stirn, holte tief Luft und sagte es ihr dann: „Die beiden bekommen ein Kind."

Elizabeth war einen Augenblick lang wie versteinert, dann aber rollten die Tränen. Lautlos. Er hielt sie sehr fest und barg ihr Gesicht an seiner Brust.

Nach vielen Minuten der absoluten Stille wischte sie sich die Tränen fort und lächelte ihren Mann mit verquollenen Augen an: „Oh, ich gönne es Jane und Charles wirklich von ganzem Herzen. Auch wenn es augenblicklich nicht gerade danach aussieht, ich freue mich so sehr für die beiden. Und Mama muss ja völlig aus dem Häuschen sein. Wann soll das Baby denn kommen?"

Fitzwilliam strich ihr sanft mit den Fingern über die Wangen und das Kinn, dann antwortete er: „Offensichtlich gegen Ende September. Und es freut mich auch, dass du nun Tante wirst und ich – gewissermaßen – Onkel."

Sie mussten nun beide lächeln.

Elizabeth drehte sich um, kuschelte sich eng in die Armbeuge ihres Mannes und sagte dann recht schläfrig: „Das Jahr ist noch lange, wer weiß… vielleicht liegt uns bis Jahresende auch ein Kindlein in der Wiege."

Er drückte sie an sich und murmelte in ihr Haar: „Das wäre traumhaft."

Sie wurden in Hertfordshire erwartungsgemäß herumgereicht wie ein Stück Sahnetorte auf dem Silbertablett. Mehrere Male nach Longbourn, nach Meryton und noch weiter. Aus den angedachten drei Tagen wurde eine ganze Woche Aufenthalt. Dann aber drängte Fitzwilliam zur Weiterfahrt, auch mit Rücksicht auf Georgiana, die sich zwar nicht direkt langweilte, aber der dies nun alles ein wenig viel wurde. Man wollte nach Hause – man wollte nach Pemberley.

Anfang März war Familie Darcy dann endlich wieder in Derbyshire. Zwar war man nur etwas mehr als sechs Wochen weg gewesen, aber es kam vor allem Elizabeth wie eine halbe Ewigkeit vor. Fitzwilliam fand dies weniger, da er längeres und ausgedehntes Reisen gewohnt war. Jetzt konnte man sich in Ruhe auf Georgianas Geburtstag und auf Ostern vorbereiten. Ungewohnt für Fitzwilliam, da er so gut wie noch nie ein Osterfest auf Pemberley verbracht hatte. Ostern hatte in der Vergangenheit stets Rosings und dem Besuch bei seiner Tante, Lady Catherine, gegolten. Nur einmal, vor siebzehn Jahren, als seine Mutter starb, da konnte er das Osterfest leider nicht in Kent verbringen.

Aber so sehr man auch hoffte, es traf keine Nachricht, keine Einladung von Lady Catherine ein. Ostern würde also dieses Mal tatsächlich auf Pemberley begangen werden. Die Countess hatte letzthin in London noch gesagt, dass auch bei ihnen auf Matlock Castle nur sehr spärlich Briefe aus Rosings ankamen und wenn, dann war die Nachricht von Lady Catherine an ihren Bruder und ihre Schwägerin sehr knapp gehalten. Dies geschah, wie die Countess vermutete, deswegen, weil man zu den jungen Darcys Kontakt pflegte und sich nicht an die Empfehlung der alten Dame in Kent gehalten hatte, Fitzwilliam und seine Frau zu schneiden und links liegen zu lassen. Der Earl reichte solche Briefe seiner Schwester stets kommentarlos an seine Frau weiter, er wollte von diesem Unfug nichts hören und war froh, wenn er seine Ruhe hatte. Mit etwas mehr Bedauern, aber im Prinzip ähnlich sah es sein Neffe auf Pemberley, so musste Tante Catherine eben alleine auf Rosings dahinwelken und die arme Anne gleich mit ihr.

Im Frühjahr hatte man auf dem Gut immer ordentlich zu tun. Es wurden sehr viele Jungtiere, sowohl bei den Kühen als auch bei den Pferden und natürlich in den großen Schafherden, geboren. Die Schafhirten hatten alle Hände voll zu tun mit den Lämmern und mussten Hilfskräfte anheuern. Die Felder mussten außerdem beackert und eingesät werden. Die Wirtschaftshöfe, die Ländereien und alles drum herum glichen einem Bienenstock dieser Tage. Fitzwilliam kam müde und ausgelaugt von einem ausgedehnten Nachmittagsritt zurück, der wegen eines heftigen Schauers in der Nähe des Weilers Grangemill hatte unterbrochen werden müssen. Er war er ziemlich nass geworden und das Dinner hatte er deswegen auch versäumt. Kalt war es überdies noch immer, von Frühling keine Spur. Im Schlafzimmer riss er sich daher schnell die durchnässten Kleidungsstücke vom Leib und ließ sich aufseufzend ins heiße Wasser im Bad gleiten. Elizabeth schien mit Georgiana noch unten im Salon zu sein, anscheinend saßen sie dort nach dem Dinner noch ein wenig beisammen. Er war in seinem erbärmlichen Zustand gar nicht erst zu den Damen hinein gegangen, sondern hatte den schnellsten Weg hinauf ins Bad genommen.

Es war ihm gar nicht bewusst, dass er nach dem heißen Bad sich ins Bett gelegt und sogleich eingeschlafen war, erst als er Elizabeths sanfte Stimme an seinem Ohr hörte, kam er langsam zu sich. Er hatte einen Bärenhunger. Kaum hatte er diesen Gedanken zu Ende gedacht, als sich bereits ein Tablett mit Essen in seine Richtung schob. „Bist du hungrig, mein Schatz?" Elizabeth brauchte es gar nicht zu fragen, er machte sich sofort gierig über die Speisen her. Ein Teller Suppe, lauwarm, aber besser als nichts, war schnell geleert. Ein Schweinekotelett, dazu gestampfte Kartoffeln und gedünsteter Weißkohl folgten der Gemüsesuppe. Er blickte sich nach etwas zu Trinken um, mit einem wissenden Lächeln hielt seine Frau eine Karaffe und einen Weinbecher parat. Den ersten Becher stürzte er in einem Zug nach unten. Dann wollte er herzhaft in ein Stachelbeertörtchen als Nachtisch beißen, überlegte es sich aber in letzter Minute anders und legte es wieder hin, mit einem schelmischen Grinsen auf den Lippen. Den zweiten Becher Wein teilte er sich nun mit Elizabeth. Er schielte auf das Tablett: Genau wie er es sich gedacht hatte, Mrs. Reynolds hatte wie üblich vorgesorgt, falls die eingelegten Stachelbeeren zu sauer sein sollten, gab sie immer ein kleines Töpfchen Honig dazu, dann konnte jeder selbst entscheiden, ob er zusätzlich süßen wollte oder nicht. Zufrieden ließ er sich in die Kissen zurücksinken und nahm einen Schluck des aromatischen Rotweins.

Er hielt Elizabeth den Becher hin, ließ sie einen Schluck daraus trinken. Dann zog er seine Frau langsam zu sich rüber und schenkte ihr einen atemberaubenden Blick aus seinen kobaltblauen Augen.

Sie stellte ihre nächste Frage absichtlich kokett: „Bist du denn noch hungrig, Liebster?"

Er nickte, seine Stimme klang noch eine Nuance tiefer als gewöhnlich: „Oh ja, das kann man wohl sagen. Ich habe große Lust auf einen ganz außergewöhnlichen Nachtisch."

Er näherte sich ihren Lippen ganz langsam, es dauerte fast schon quälend lange, bis er ihr endlich den ersehnten heißen Kuss schenkte. Seine unruhigen Hände befreiten sie von ihrem Morgenrock, heiß und fiebrig glitten sie an ihrem Körper entlang. Doch plötzlich zog er sich zurück, sie fröstelte fast, weil die Wärme seines Körpers für diesen Augenblick fehlte. Er kam zurück zu ihr, hatte auf der flachen Hand die offensichtlich vom Törtchen herunter genommenen Stachelbeeren und in der anderen das Gefäß mit dem Honig. Oh, ein ähnliches Spiel kannte Elizabeth bereits von ihrer Hochzeitsnacht.

Er verteilte die Stachelbeeren auf ihrem nackten Körper und klebte diese sogleich mit Honig fest, den er aber schnell wieder ablecken musste, da er ziemlich flüssig war und schnell verlief. Sie wand sich in wohligen Schauern unter dem Spiel seines Mundes, seiner Zunge, die den Honig genüsslich von Bauch und Brüsten leckte. Äußerst provokativ ließ er den Honig auf ihre Behaarung zwischen ihren Beinen tropfen. Sie schrie auf, öffnete in einem Reflex die Beine, nahm unbewusst ihre Hände an diese Stelle, um das klebrige Zeug aufzuhalten. Fitzwilliam hatte das Gefühl, gleich platzen zu müssen, als er sah, wo sie da mit ihren Fingern hantierte.

So etwas hatte er selbst bei Aurelia nicht erlebt, er war über die Maßen erregt. Als Elizabeth die starke Reaktion ihres Mannes sah, nahm sie langsam ihre Finger von ihrer Körpermitte weg. Sofort nahm er mit seinem heißen Mund von dieser Stelle Besitz und grub sich wild mit seiner Zunge in sie hinein. Sie krallte ihre Finger in seine Schultern und stöhnte auf. Für ihn Ansporn, keine einzige Sekunde lang aufzuhören. Ihr Höhepunkt war so gewaltig wie nie zuvor. Sie zitterte, schrie und flehte, legte sich beide Hände auf den Mund, während sie fortwährend ekstatisch zuckte.

Sie musste an sich halten, um nicht hysterisch zu lachen, als sie wieder einigermaßen bei Sinnen war. Liebe Güte, sie kam sich fürchterlich sündig vor, aber nicht direkt im negativen Sinn. Sie schaute auf Fitzwilliam, dessen Lider halb das Blau seiner Augen verdeckten. Er lächelte schräg, aber sie sah wohl, dass er natürlich noch in einem Zustand war, der förmlich nach Erlösung schrie. Sie nahm kurzerhand den Honigtopf an sich und goss den kläglichen Rest mit einer großen Geste über sein angeschwollenes Glied. Er zuckte kurz instinktiv zusammen, dann sah er plötzlich nur noch Elizabeths dunkelhaarigen Kopf. Er wollte sie davon abhalten, doch diesmal ließ sie keinen Einwand gelten. Er riss seinen Kopf ruckartig im Kissen zurück, als sich ihr Mund um sein pralles Geschlechtsteil schloss. Sorgfältig leckte sie den Honig von allen Stellen, Fitzwilliam war dem Herztod nahe. Er wusste, wenn er jetzt nicht gleich handelte, würde er sich in wenigen Augenblicken erleichtern und das wünschte er absolut nicht an dieser Stelle.

Mit großer Bestimmtheit zog er Elizabeth hoch, diese wollte protestieren, doch er bedeutet ihr rasch, sich auf eine Seite zu drehen. Er legte sich an ihren Rücken und nahm sie von da aus heftig in Besitz. Fest hielt er ihren Körper dabei umschlungen, seine Hände ruhten auf Brust und Bauch von ihr. Es brauchte nur noch wenige Bewegungen, dann ereilte ihn der Höhepunkt. Er war kaum noch des Denkens fähig, als sein Samen sich in ihr verteilte. Er schluchzte einmal trocken auf, es war kein Weinen, mehr das Lösen einer riesigen Anspannung. Schließlich barg er sein Gesicht an ihren Schulterblättern. Es war irgendwie etwas ganz Besonderes an diesem Akt heute, das war ihm bewusst. Er konnte nicht ausmachen, was es war, nur ein vages Gefühl. Nicht diese üblichen Empfindungen des Glücks, der Erleichterung, der Entspannung, es war eine merkwürdige Wärme, die sich in ihm ausbreitete, die er so noch nie gefühlt hatte.

Er musste dieses Gefühl versuchen, zu teilen, also fragte er Elizabeth: „Lizzie, liebster Schatz, wie geht es dir?"

Sie antwortete nicht. War das ein gutes oder ein schlechtes Zeichen?

Er hakte nach: „Lizzie? Ist alles in Ordnung?"

Sie nickte kurz. Dann hörte er sie murmeln: „Ich fühle mich so ungewohnt warm, irgendwie wie von innen heraus."

Es war schier unfassbar, sie fühlte es offensichtlich auch. Glücklich umarmte er sie noch einmal fest. Er küsste ihren Nacken, ihre Haare, breitete die Decke über sie beide und löschte das Licht.

Genau so lagen sie beide am nächsten Morgen noch da, als hätte keiner von ihnen sich zwischenzeitlich gerührt. In der Tat sehr verwunderlich, denn er hatte von seiner Mutter geträumt. Sie hatte einfach nur lächelnd vor ihm gestanden, eine kurze Geste gemacht, als wolle sie ihm sanft über den Kopf streichen, dann war sie bereits wieder verschwunden.

Georgianas Geburtstag wurde vorbereitet. Außerdem ging es mit Riesenschritten auf das Osterfest zu. Es gab überall mehr als genug zu tun. Jane hatte zwischenzeitlich geschrieben, leider ging es ihr nicht allzu gut, sie litt extrem unter Schwangerschaftsbeschwerden, konnte kaum einen Bissen Essen bei sich behalten und lag oftmals auch tagsüber im Bett. Charles, so schrieb sie, sei allerdings rührend um sie besorgt und hätte schon mehrere Male den Arzt und auch die Hebamme deswegen kommen lassen. Diese wussten allerdings auch kaum einen anderen Rat, als zu sagen, man müsse abwarten, das würde sich mit fortschreitender Dauer der Schwangerschaft schon alles legen. Elizabeth hatte wirklich Mitleid mit ihrer Schwester und war bei deren Schilderung der ganzen Wehwehchen insgeheim sogar froh, dass ihr das bislang erspart geblieben war. Nicht auszudenken, wenn sie solche Beschwerden gehabt hätte, wo doch so viel auf Pemberley zu tun war.

Das Wetter hatte sich extrem gebessert und man konnte an Georgianas Geburtstag Ende März sogar kurzfristig einen Abstecher auf die Terrasse machen, wo die Sonne herrlich hin schien. Man feierte ausgelassen und mit großer Freude, denn als große Überraschung für Georgiana waren die Gardiners aus London angereist, mit der sie eine besonders innige Beziehung verband, seit sie im Januar eine Weile in deren Obhut verbracht hatte. Auch ihre Cousine, Lady Harriet, war aus Matlock herüber gekommen. Mrs. Reynolds hatte sich mit Kuchen und anderen Leckereinen mal wieder selbst übertroffen und auch das Dinner am Abend war absolut erlesen und des Anlasses mehr als würdig.

Fitzwilliam war ein bisschen beunruhigt. Lady Harriet hatte auch keine neuen Nachrichten aus Rosings, schade eigentlich, denn er hätte sich gewünscht, dass seine Tante endlich nachgeben würde und Lizzie und ihn doch noch zum Osterfest empfangen würde. Was ihn aber noch nachdenklicher stimmte, war die Tatsache, dass Lady Harriet schon seit einer halben Ewigkeit nichts mehr von ihrem Bruder, dem Colonel, gehört hatte. Ihre Eltern und sie wussten derzeit nicht einmal, wo er sich überhaupt aufhielt. Diverse Posten im Ausland, das war die einzige Information, die sie hatten. Fitzwilliam schüttelte den Kopf. Schade, es hatte sich im letzten Jahr an Ostern so gut angelassen zwischen seinen Cousins Montgomery und Anne. Er hätte es beiden gewünscht, dass mehr daraus werden würde, aber offensichtlich hatte er sich getäuscht. Letztes Ostern in Kent… an den unsäglichen Rest wollte er nicht mehr erinnert werden, obwohl die Sache letztendlich ja ein glückliches Ende für Lizzie und ihn genommen hatte.

Der April kam, Ostern war nur noch wenige Tage entfernt, da kam es Elizabeth plötzlich in den Sinn, dass eigentlich um Georgianas Geburtstag herum ihre Periode hätte einsetzen müssen. Nun gut, eine Woche drüber, das konnte bei dem Trubel der jüngst auf Pemberley herrschte, gut möglich sein. Andererseits – an Weihnachten war noch wesentlich mehr los gewesen und es hatte trotzdem pünktlich eingesetzt. Lizzie biss sich nachdenklich auf die Unterlippe.

Fitzwilliam hatte ihr am Vortag den Vorschlag gemacht, da das Wetter derzeit so angenehm war, es doch mal mit Reiten zu versuchen. Er wollte es ihr gerne beibringen, ihr ein besonders gutmütiges Tier aussuchen und an diesem Nachmittag sollte eigentlich der erste Versuch gewagt werden. Im Gegensatz zu Jane, die ein bisschen reiten konnte, hatte sich Elizabeth nie sonderlich für Pferde interessiert. Jetzt jedoch, auf Pemberley, schien ihr der Gedanke recht verlockend, ab und zu mal ihren Mann auf einem seiner Ausritte begleiten zu können. Kurzerhand warf sich Elizabeth ein Schultertuch um und machte einen Spaziergang zur Brauerei. Dort traf sie zum Glück gleich auf Mr. Fielding, der sofort bereit war, einen Burschen mit einer Nachricht zu seiner Frau zu schicken.

Knapp zwei Stunden später traf Mrs. Fielding auf Pemberley ein. Mrs. Reynolds war zum Glück gerade in den Vorratskammern beschäftigt, Georgiana war mit Gardiners nach Matlock unterwegs, Fitzwilliam hatte auf den Gütern zu tun. So nahm Rodgers die Hebamme in Empfang und geleitete sie in den Empfangssalon. Elizabeth wusste, er war die Diskretion in Person, er würde mit keinem Wort seinem Herrn sagen, welchen Besuch seine Frau empfangen hatte. Sie brauchte ihm also gar nicht erst das Versprechen, Stillschweigen zu bewahren, abzunehmen, das war bei Rodgers völlig unnötig.

Mrs. Fielding warf nur einen kurzen Blick auf Elizabeth und wusste es sofort. Sie lächelte wissend, als sie die junge Frau begrüßte: „Mrs. Darcy, es freut mich sehr, Sie wieder zu sehen. Wie war die Zeit in London?"

Elizabeth gab kurz und höflich Auskunft darüber. Dann schaute sie verlegen zu Boden, als wüsste sie nicht, wie sie das eigentliche Thema beginnen sollte.

Doch die erfahrene Hebamme kam ihr zuvor: „Wenn Sie erlauben, Mrs. Darcy, dann möchte ich sagen, dass Sie blendend aussehen. Richtig aufgeblüht und sehr weiblich, ich würde sagen, eher schon mütterlich. Gehe ich Recht in der Annahme, dass Sie mich haben rufen lassen, weil Sie Gewissheit haben wollen?"

Elizabeth nickte verblüfft, nicht fähig, gleich eine Antwort zu geben, aber dann stotterte sie doch ein paar Worte: „Wie… wie kommt es… woher wissen Sie, ich meine, wie merken Sie das?"

Mrs. Fielding antwortete: „Ich habe es Ihnen förmlich angesehen, außerdem könnte ich sonst keinen vernünftigen Grund ausmachen, dass Sie mich hierher bestellt habe. Ich schlage vor, dass wir in Ihr Schlafzimmer gehen, dort sehen wir weiter, ja?"

Elizabeth nickte erneut, stand auf und ging voran.