06 – Viel zu schnell
Der Sand auf dem Robin saß war schneeweiß und erschien ihm völlig unberührt. Das Meer vor ihm rauschte angenehm mit jeder neuen Welle, die auf den Strand rollte. Der Palmenwald hinter ihm war hoch genug, um Schatten in dieser Hitze zu spenden.
Trotzdem konnte er sich alles andere als entspannen. Er wusste genau, dass es jeden Augenblick wieder passieren würde. Conner benutzte seine Kräfte, um sich in weniger als einer Sekunde neben ihm zu setzen, die eine Hand um seine Schulter zu schlingen, die andere auf seinen Oberschenkel zu legen und ihm irgendwelchen Unsinn ins Ohr zu säuseln.
Dann befreite er sich gewöhnlich unter Einsatz von Gewalt, warf ihm einige sehr gemeine Sachen an den Kopf und stapfte wütend zu einer anderen Stelle, um sich zu setzen. Da Conner eine gewisse Vorliebe dafür entwickelt hatte, ihn an den Po zu fassen, hatte sitzen sich als die beste Gegenstrategie erwiesen. Im Moment saß er schmollend ein Stück entfernt und beschwerte sich über ihn. „ . . . nicht was du hast. Wir lieben uns doch. Wieso willst du mich dann nicht bei . . ."
Alle Versuche so etwas wie Verstand in Conner zu reden waren gescheitert. Genau wie seine Versuche die Übergriffe friedlich abzuwehren. Dieser Bastard hatte es sogar einmal gewagt, seine Geschwindigkeit dafür zu gebrauchen, ihn festzuhalten und die Zunge in den Hals zu schieben, bevor er überhaupt wusste was los war. An diesem Punkt entschied er: Ob Freund oder nicht, er würde sich mit allem verteidigen was ihm zur Verfügung stand.
Nur leider war das ausgesprochen wenig. Als er versuchte mit dem Kommunikator in seinem Gürtel Hilfe zu rufen, hatte Conner ihm beides abgenommen und weggeworfen. Ein paar Dinge waren allerdings von ihm unentdeckt geblieben. Unter anderen ein kleiner Notfallkommunikator, mit dem er jederzeit Batman erreichen konnte.
Auf der einen Seite war es ihm ziemlich peinlich, Batman wegen so etwas rufen zu müssen. Auf der anderen war das besser, als noch viel länger mit Conner auf dieser Insel festzusitzen. Er musste es nur schaffen, ihn lange genug abzulenken, um seine Botschaft unbemerkt abzusetzen, aber Conner lies sich einfach nicht ablenken.
„Liebster lass uns diesen Moment zusammen genießen." Säuselte Conner in sein Ohr während seine Hände über Robin wanderten. Der heiße Atem an seinem Nacken war überzeugend genug, um seinen Freund möglichst schnell loszuwerden. Egal welche Mittel er einsetzen musste.
