07 – Peinliche Erstickungstode

Flash war am Rand der Verzweiflung. Seit geschlagenen zwei Stunden versuchten sie diese verdammte Frau zum sprechen zu bringen. Im Gegenzug dazu versuchte Venus sie zu verführen. Gnädigerweise hatte WonderWoman ihr noch ein Hemd übergezogen, bevor sie sich auf die Suche machte.

Ursprünglich hatten sie die Frau von ihren Fesseln befreit, um sich mit ihr hinzusetzten und in Ruhe ein Gespräch zu führen. Stattdessen versuchte sie mit ihnen zu flirten. Die ganze Zeit erzählte sie ihnen, dass sie ja die schönste aller Frauen war und kein Mann ihr widerstehen könnte.

Dabei war sie alles andere als eine Schönheit. Am Kopfansatz ihrer blondierten Haare zeigten sich bereits einige dunkle Stellen. Ihr hagerer, fast schon untersetzter, Körper bildete einen unnatürlichen Kontrast zu ihrer viel zu großen Oberweite. Vielleicht hätte sie sich mit dem Geld erst um ihren Überbiss kümmern sollen. Der lenkte ihn nämlich effektiv von ihren anderen Kurven ab.

Obwohl GreenLantern das wahrscheinlich anders sah, der nicht einmal mehr in ihre Richtung sehen wollte. Es hatte da einen kleinen Zwischenfall mit Venus gegeben, der sie dazu veranlasst hatte, ihr rechtes Handgelenk mit Handschellen an der Armlehne ihres Stuhles zu befestigen.

Rückblickend musste er sich sehr beherrschen, um nicht laut loszulachen. An einem bestimmten Punkt ihres Gesprächs war Venus plötzlich aufgesprungen, hatte mit ihren Händen Lanterns Kopf umfasst und ihn zwischen ihre überdimensionierten Brüste gedrückt. Mit lauter Stimme hatte sie dann verkündet, dass er sich nicht länger grämen bräuchte, denn sie würde auch ihn lieben.

Für eine so kleine Frau, die keinerlei Superkräfte besaß, hatte sie einen erstaunlich festen Griff. Mit BeastBoy zusammen schaffte er es nach einiger Mühe, trotzdem die beiden zu trennen und den armen Lantern vor dem wahrscheinlich peinlichsten Erstickungstod in der Geschichte zu bewahren.

Trotz allem würde es ihm das größte Vergnügen bereiten, ihn in Zukunft damit aufzuziehen. Wieder musste Flash ein Lachen unterdrücken. Er sollte sich lieber wieder auf das Verhör konzentrieren. Mit ihrem Computer hatten sie zwar die Droge analysiert, aber noch keinen Antiwirkstoff entwickeln können. Also war Venus ihre einzige Chance. Er konzentrierte sich wieder auf BeastBoy, der versuchte mit ihr zu sprechen.

„Aber ich bin die Göttin der Liebe. Ich irre mich nie, also gibt es auch keinen Grund die Liebenden wieder zu . . ."