09 – Cola und Chips
Es war seine einzige Chance. Egal was passierte, er musste sich beherrschen. Noch ein letzter tiefer Atemzug, um die nötige Ruhe zu finden. „Superboy." Kaum hatte Robin den Namen ausgesprochen, saß der, mit einem Arm um seine Taille geschlungen, wieder neben ihm.
„Ja, mein Kleiner." Hauchte Conner ihm ins Ohr. Allein dafür, hätte er ihm am liebsten eine verpasst, aber er musste sich beherrschen.
„Es ist so heiß hier. Ich hab Durst." Erklärte Robin ihm.
„Ich hab dir doch schon erklärt, dass ich nirgendwo anders mit dir hinfliegen kann. Die Leute starren dich alle an und das hasse ich." Wiegelte er sofort ab. Das machte jedoch nichts, da er etwas ganz anderes vorhatte.
„Also lässt du mich lieber verdursten, als mir eine schöne eisgekühlte Cola zu besorgen? Bei unserem letzten Einsatz hat es dir nichts ausgemacht, für fünf Minuten in die Schweiz zu fliegen, um dir Schokolade zu besorgen. Aber du liebst mich wohl doch nicht genug, wenn dir eine Cola schon zuviel ist." Warf er Conner recht erfolgreich vor. Dieser sah Robin entsetzt an und versuchte ihn sofort zu beruhigen.
„So war das gar nicht gemeint. Natürlich besorg ich dir was zu trinken. Willst du vielleicht noch etwas, ich hol dir alles was du willst." Bot ihm Conner sogar noch an. Da er soviel Zeit wie möglich schinden wollte, nahm er es dankbar an.
„Wie wär's mit Chips oder so. Such uns doch einfach ein paar Sachen aus."
„Bekomm ich einen Kuss für meine Mühe?" Der absolute Ernst in Conners Stimme ließ ihn innerlich aufschreien. Das konnte er unmöglich von ihm verlangen. Verdammt. Wenn das hier vorbei war, würde er Conner höchstpersönlich umbringen.
Er brauchte all seine Willenskraft, um die innere Stimme die „lauf weg" schrie zu ignorieren. Langsam drehte er den Kopf zu seinem Freund um. So schnell es ging, berührte er mit seinen Lippen die von Conner. Es konnte keine Sekunde gedauert haben und doch hätte Robin sich am liebsten übergeben. Conner hingegen grinste ihn glücklich an.
„Bin gleich wieder da." Sofort schoss er in die Luft, drehte vor ihm noch eine Schleife und entschwand in der Ferne. Robin verlor keine Zeit um den Kommunikator aus seinem Versteck zu holen.
„Hier Robin ich brauche dringend Hilfe. Superboy hat mich auf eine Karibische Insel geschleppt und dreht durch. Er kann jeden Augenblick zurückkommen, deshalb muss ich aufhören. Zur besseren Ortung lass ich die Leitung offen. Bitte beeil dich Batman."
Ohne eine Antwort abzuwarten, verstaute er den Kommunikator wieder in seinem Versteck. Kaum das er sich wieder richtig hingesetzt hatte, ließ jemand einen Haufen Süßkram vor ihm fallen und hielt ihm eine Flasche eisgekühlte Cola vors Gesicht. Kaum hatte er die Flasche angenommen, schlang Conner wieder einen Arm, um Robins Taille und griff mit dem freien nach einer Tüte Nachos.
Wieso musste ihm das nur mit Superboy passieren? Hätte es nicht irgendein gutaussehender Superheld sein können und nicht sein bester Freund? Dann könnte er die Zeit bis zu seiner Rettung wenigstens teilweise genießen. Obwohl die Hand, die gerade seinen Oberschenkel hochfuhr, selbst dann zuviel gewesen wäre. Robin betete das Batman ihn schnell fand und griff beherzt nach Conner.
