Dem ein oder anderen mag Aufgefallen sein, das ich mir manchmal die Künstlerische Freiheit genommen habe Charaktere oder Faähigkeiten etc. etwas zu verändern. Obwohl in wirklichkeit habe ich das nur gemacht weil es erstens spaß gemacht hat und zweitens einfacher war. Also vergest meinen ersten Satz wieder ja?


12 – Bescheuerte Regeln

„Nein." Sagte Robin mit einer Entgültigkeit, die jeden anderen sofort abgeschreckt hätte. Aber leider war Superboy nicht jeder andere und so saß er weiterhin grinsend vor ihm im Sand.

„Warum denn nicht? Du hast vorhin doch selbst gesagt, dass dir zu heiß ist." Na prima, jetzt verwendete Conner seine eigenen Argumente gegen ihn. Es war Zeit die harten Geschütze aufzufahren.

„Ich will aber viel lieber noch ein bisschen mit dir am Strand sitzen." Robin hatte die Worte ganz normal klingen lassen, obwohl ihm bei dem Gedanken sich noch länger mit Conners acht Armen rumärgern zu müssen, fast schlecht wurde. Zuerst schien Conner verwirrt, so dass er dachte Glück mit seiner neuen Strategie gehabt zu haben. Doch dann begann sich ein hinterlistiges Grinsen auf dessen Gesicht breit zu machen.

„Was denn, du hast doch nicht etwa Angst vorm Wasser? Oder kannst du am Ende nicht mal schwimmen?" Conners doch eher plumper Versuch, ihn aus der Reserve zu locken, hatte bei Robin keinen Erfolg. Allerdings kannte er Conners Dickkopf mittlerweile gut genug, um zu wissen, dass er ernsthaft Probleme hatte. Auf dieser verdammten Insel gab es nichts, mit dem er ihn ablenken konnte. Abgesehen davon, sorgte das Zeug das ihn getroffen hatte dafür, dass Conners Aufmerksamkeit nie mehr als ein paar Sekunden vom Objekt seiner Liebe abwich.

„Ignorierst du mich wieder? Du weißt, dass ich das hasse." Schmollte Conner. Wobei er sein bestes tat, um verletzt zu wirken und so Robin zu beeindrucken. Wie zuvor ohne die geringste Reaktion zu erzielen. Was sollte Robin auch machen? Egal, was er sagte, Conner würde sowieso tun, was er wollte. Sehr viel mehr, als Schadensbegrenzung blieb da nicht übrig. Also ertrug er die nächsten Minuten Conners amateurhafte Versuche mitleiderregend zu wirken, bis er endlich mit einem Seufzen aufgab.

In Robin keimte schon die Hoffnung, dass dieser Unsinn endgültig ein Ende hatte, doch plötzlich griff Conner nach seinem Arm und zog ihm den Handschuh aus. „Was soll das?!" Verlangte Robin zu wissen.

„Mit Klamotten kannst du nicht schwimmen." Entgegnete Conner ihm mit Unschuldsblick. Innerlich aufstöhnend, wappnete Robin sich für die nächste Diskussionen.

„Ich sagte doch, ich will nicht. "Stellte Robin erneut klar.

„Ich weiß." Antwortete Conner seelenruhig und lächelte ihn an. Nur um eine Sekunde später Robins anderen Arm zu greifen und ihn auch vom zweien Handschuh zu befreien. Langsam begannen bei Robin sämtliche Alarmglocken zu schrillen. „Hör sofort damit auf!"

Völlig ungerührt von Robins ernsten Tonfall, griff Conner nach dessen Fuß um mit den Stiefeln weiterzumachen. Das reichte Robin völlig aus, um härtere Maßnahmen zu ergreifen. Er ließ sich ein kleines Stück zurücksinken, zog das noch freie Bein an, nur um es dann blitzschnell vorschießen zu lassen. Der Tritt gegen seine Brust traf Conner völlig unvorbereitet und ließ ihn einige Meter durch die Luft segeln, um dann unsanft auf dem Sand zu landen.

Auch wenn es schmerzhaft aussah, wusste Robin, dass jemanden wie Superboy ein solcher Tritt nicht viel ausmachte. Was Conner sofort unter Beweis stellte, indem er wutentbrannt aufsprang und ihn anbrüllte. „Was zur Hölle sollte das eben?"

Jetzt war es an Robin wütend aufzuspringen. „Was das sollte? Ich hab dir gesagt, du sollst aufhören und da du es ja nicht verstanden hast, hab ich es einfach so ausgedrückt, dass sogar du es kapierst."

„Mit Klamotten kannst du nun mal nicht schwimmen gehen und du hast ja keinerlei Anstalten gemacht sie selbst auszuziehen, also dachte ich du willst vielleicht ein bisschen Hilfe." Entgegnete Conner, als wäre es das selbstverständlichste der Welt.

„Zum allerletzten mal. Ich will nicht schwimmen und solltest du mich noch einmal anfassen, breche ich dir sämtliche Knochen." Die letzten Worte zischte Robin fast vor Wut. Obwohl er wusste, dass diese Drohung kaum zu erfüllen war, schien sie bei Conner Wirkung zu zeigen, denn er erwiderte darauf nichts. Dann machten sich auf Conners Gesicht jedoch trotzige Züge breit, die neuen Ärger versprachen.

„Lass mich raten Batman hat dir irgend so eine bescheuerte „Du darfst nicht mit deinen Freunden schwimmen gehen"-Regel vorgesetzt nicht wahr? Aber von so einem Quatsch lass ich uns nicht den Spaß verderben und keine Panik anfassen werd ich dich auch nicht." Versicherte Conner ihm völlig ernst.

Robin hingegen zweifelte nun endgültig an Conners Verstand und suchte nach den passenden Worten, um genau diesen wieder in seinen Kopf zu bekommen, als er überraschend nach hinten geworfen wurde. Er spürte wie etwas Unsichtbares ihn festhielt und damit begann ihm einen der Stiefel auszuziehen. Natürlich. Conner benutzte seine Kontakttelekinese um nicht Gefahr zu laufen, verletzt zu werden.

„Verdammt Conner hör sofort damit auf, das ist echt nicht mehr witzig." Schrie Robin verzweifelt aus. Er konnte einfach nicht glauben, was gerade passierte.

„Keine Angst, mein Kleiner. So kann dir Batman nicht vorwerfen, du hättest nicht auf ihn gehört und wir können trotzdem unseren Spaß haben." Versuchte er Robin freudestrahlend zu beruhigen. Währendessen sah Robin auch seinen Umhang neben sich zu Boden fallen, nur um dann zu merken, wie sich etwas an seinem Anzug zu schaffen machte. Langsam bekam Robin nicht nur den Eindruck, dass Conner völlig verrückt geworden war, es machte sich auch echte Panik in ihm breit. Wo blieb Batman nur?