Drachen-Fan: Lieben Dank für deinen Kommentar. Freut mich, dass es dir gefällt. Heute gibt es wieder mal ein Tagebucheintrag und ich hoffe, ich kann damit die Spannung noch etwas steigern.

24.

Ganz ehrlich, in diesem Moment hatte ich Angst vor Neville. Obwohl das Wörtchen „vor" eigentlich der falsche Ausdruck war. „Um" wäre wesentlich passender. Ich habe gesehen, wie man abstumpfen kann, was für ein Balanceakt es ist, seinen Rachedurst nicht überhand nehmen zu lassen, um sich mit seinem „Opfer" nicht auf eine Stufe zu stellen. Harry ist das beste Beispiel hierfür, doch er schafft es immer wieder rechtzeitig die Kurve zu kriegen und so zu bleiben, wie ich ihn schon als Elfjährigen kennen gelernt habe. Treu, herzensgut, und auch wenn er ab und zu seine schwierige Phase hat, ein guter Mensch, der sich nicht von seinem blanken Hass blenden und verleiten lässt. Ich kannte Neville nicht gut genug um zu wissen, wie es emotional in ihm aussah, aber sicher nicht viel anders als es bei Harry der Fall war.

Und nun?", fragte Harry ruhig, als der Zauberstab von Bella in zwei Teile zerbrochen auf den Boden fiel. Niemand außer mir hatte gesehen wie sich Bellatrixs Pupillen entsetzt geweitet hatten. Denn weder Neville, noch Harry, noch Ron hatten sich die Mühe gemacht sie anzusehen. Ich hatte fast das Gefühl, sie würden in ihr nur eine Masse Fleisch sehen, die zu ihren Füßen lag und absolut wehrlos war. Sicher, Bella hatte das Blut vieler Menschen an ihren Händen kleben, doch rechtfertigte das alles, was man ihr unter dem Deckmantel der Gerechtigkeit antun würde?

Wir müssen sie beiseite schaffen. Hier lassen können wir sie nicht, sie würde entdeckt werden und könnte uns gefährlich werden", sagte Neville sachlich, meiner Meinung nach zu sachlich.

Ich weiß wo wir sie hinbringen", sagte Ron und sah nachdenklich an die Decke. „Am besten in die Heulende Hütte, die Leute meiden sie und niemand käme auf die Idee, Bellatrix in der Nähe von Hogwarts zu suchen."

Das ist gut", antwortete Harry. „Aber wir brauchen einen Bewacher, wir dürfen sie keinen Augenblick aus den Augen verlieren."

Ich bewache sie", hörte man Neville leise flüstern und er starrte Bella mit hasserfüllten Augen an. Seine Hände waren zu Fäusten geballt und seine Lippen waren zu einem schmalen Strich zusammengepresst.

Das wäre eine Möglichkeit, aber wir müssen in Schichten Wache schieben", warf ich wieder mal kritisch ein. Die ewige Kritikerin zu sein, das schien wohl mein Schicksal zu sein.

Wir machen es so; da wir uns zu hause sowieso meistens in unsere Zimmer verziehen, fällt es nicht auf, wenn wir abwechselnd mal ein paar Stunden verschwinden und Wache schieben", schlug Ginny vor und sah dabei einen nach dem anderen an.

So ganz war ich zwar nicht mit einverstanden, aber es war die beste Lösung die uns einfiel, schließlich hatten wir nur eine beschränkte Handlungsfreiheit. Weitere Leute einzuweihen war einfach zu gefährlich. Nachdem wir uns alle geeinigt hatten, legten wir der immer noch steifen Bella fünffach verstärkte magische Fesseln an und apparierten mit ihr davon. Neville und Harry übernahmen die erste Wache, im Morgengrauen sollten Ron und ich die Ablösung sein.

Ginny, Ron und ich machten uns also auf den Weg zurück zum Fuchsbau. Gott sei Dank kamen wir ungesehen ins Haus und es schien auch niemand unser Verschwinden bemerkt zu haben. Leise schlichen wir uns ins Zimmer und vollzogen dasselbe Ritual um den Horkrux zu vernichten, wie beim letzten Mal. Wie immer war es schrecklich, diese Schreie, diese Qual, mir fehlen die Worte um all das zu beschreiben. Wenigstens haben wir daran gedacht, einen Schallschutzzauber über das Zimmer zu legen, sonst wäre die ganze Bande schnell auf der Matte gestanden. Fawkes schien gespürt zu haben, dass wir erfolgreich gewesen waren, denn er erschien mit einer Stichflamme, sah bei dem Ritual zu und verschwand genauso schnell, wie er gekommen war. Es war sehr beruhigend ihn in unserer Nähe zu wissen.

Snape hielt inne. Er fühlte sich in die Vergangenheit katapultiert, sah sich selbst nervös in seinem Zimmer beim Dunklen Lord auf und ab gehen, abwartend, ob Fawkes eine freudige Botschaft überbringen konnte oder ob das Trio versagt hatte, was er nicht hoffte, sonst waren sie alle dazu verdammt, in ewiger Angst zu leben. Als Fawkes erschien und mit seinem schönen, anmutigen Kopf nickte, fühlte er Erleichterung in sich aufwallen, die er jedoch sofort unterdrückte. Voldemort konnte sofort starke Emotionen spüren und würde natürlich den Grund hierfür wissen wollen. Nach nur wenigen Sekunden war sein Geist wieder komplett verschlossen, sein Gesichtsdruck war leer, die Augen nichts als dunkle Tunnel, die nach außen hin nur Kälte und Verachtung zeigten. Es war Zeit, um am täglichen Treffen der Todesser mit ihrem Meister teilzunehmen, also machte er sich auf den Weg, Schlimmes ahnend. Wie viele Menschen mussten noch sterben, bis Potter es endlich schaffte, dem ein Ende zu setzen? Zu diesem Zeitpunkt wusste Snape nicht, dass Narzissa und Draco in Sicherheit waren, zwar war er nicht mehr gezwungen Dracos Beschützer zu spielen, da der unbrechbare Schwur sich nur auf die ihm gestellte Aufgabe bezogen hatte, doch er war Jahre sein Schüler gewesen, hatte gesehen, wie er gelitten, Ängste ausgestanden und total verzweifelt war. Narzissa war in der Lage sich selbst zu schützen, Draco hingegen nicht. Lucius war ein Schleimer, er folgte seinen wahnwitzigen Idealen, die Narzissa zwar auch vertrat, aber durchaus in der Lage war, zu erkennen, wann es besser war, die Seiten zu wechseln. Sie war es gewesen, die Lucius überzeugen konnte, nach Voldemorts erstem Sturz, so zu tun, als wäre er dem Imperius unterlegen, um einer Strafe zu entgehen. Ihre Intelligenz war kühler, kalkulierter. Er betrat den großen Raum, der einmal ein herrschaftliches Esszimmer gewesen war und ließ seinen forschenden Blick über die Menge schweifen. An Lucius blieb er hängen und stutze. Zwar war er immer blass, doch heute schien er kurz vor einer Ohnmacht zu stehen. Er stand mitten in der Menge, bewegte sich nicht und wischte sich die Hände immer wieder nervös an seinem Umhang ab. Der dunkle Lord betrat den Raum und die Stimmen verstummen schlagartig, alle sanken in die Knie, auch Snape, und warteten bis er auf seinem Stuhl am Ende des Raumes platz nahm. „Wo ist Bellatrix", fragte er leise in die Runde. Alle blickten sich erstaunt an und zuckten mit den Schultern, zwar war einigen ihre Abwesenheit aufgefallen, dachten aber, sie sei im Auftrag des Dunklen Lords unterwegs.

„Sie wollte Narzissa und Draco einen Besuch abstatten", sagte ihr Ehemann und sah auf seine Uhr. „Aber sie wollte schon längst zurück sein", vollendete er mit einem Stirnrunzeln und sah seinen Meister entschuldigend und zugleich flehend an.

„Nott, McNair, appariert zu den Malfoys, seht nach dem Rechten und kommt sofort zurück", befahl Voldemort mit kalter Stimme. Die Angesprochenen nickten und verschwanden, während der Rest der Todesser auf ihre Rückkehr wartete. Keine zehn Minuten später erschienen sie wieder.

„Mein Herr, Bellatrix war nicht aufzufinden, ebenso wenig Narzissa und Draco, es gibt magische Spuren, sieht so als, als wären sie überfallen worden", erstattete Nott Bericht und gliederte sich wieder in den Reihen der Todesser ein.

„So so, verschwunden", wiederholte Voldemort, tippte mit den Fingern auf der Armlehne.

„Lucius, denkst du, deine Familie würde dich verlassen, dir und mir Untreue beweisen?", fragte er gefährlich leise.

Lucius trat vor, verneigte sich steif. „Nein mein Lord, niemals würde jemand aus der Familie der Malfoys sich als unwürdig erweisen."

Lange, sehr lange, starrte Voldemort Malfoy an, versuchte herauszufinden ob er ihn anlog oder nicht.

„Du kannst gehen", befahl er und winkte ihn wie ein lästiges Insekt beiseite.

„Severus, tritt vor". Snape folgte der Aufforderung und seine böse Ahnung verstärkte sich, saß wie ein Klumpen in seinem Magen.

„Finde Bellatrix, und komm nicht ohne sie zurück. Niemals würde sie freiwillig verschwinden. Koste es was es wolle!"

Mit einem Kopfschütteln vertrieb Severus die Vergangenheit aus seinem Kopf, schnappte sich Feder und Tinte und begann zu schreiben.

Zur selben Zeit machte sich Hermine auf den Weg zu Ron. Um keine Zeit zu verlieren, benutzte sie diverse Abkürzungen und als sie endlich vor seiner Tür stand, war es Punkt acht Uhr. Sie klopfte und Ron öffnete ihr die Tür. In seinem Mund steckte ein Lolly und in der Hand hielt er einen Superman Comic.

„Komm rein", nuschelte er unverständlich.

„Ab 50 Gramm wird es undeutlich", tadelte Hermine, legte ihren Umhang ab und ging in sein kleines Wohnzimmer.

Es war unordentlich, was aber nicht anders zu erwarten gewesen war. Sorgsam darauf bedacht eine freie Ecke zu finden, ließ sich Hermine auf der Kante des Sofas nieder.

„Also was gibt es denn so dringendes?", fragte sie und sah ihn neugierig an, irgendwie wirkte Ron jetzt so, als wäre er sehr auf der Hut, seine Stirn legte sich in Falten und er warf ihr einen scharfen Blick zu, als er den Lutscher aus dem Mund nahm und ihn in einen Abfalleimer warf, ganz so als wäre ein professioneller Basketballspieler der Muggel.

„Hermine, ich werde dir jetzt etwas sagen und bevor du mir ins Wort fällst oder ausrastest, möchte ich betonen, wie wichtig es mir wäre, wenn wir in Ruhe miteinander sprechen könnten, ohne hitzig zu werden oder uns Beleidigungen an den Kopf werfen, die weder du noch ich so meinen, wie sie gesagt werden."

„Gut", sagte Hermine nun sichtlich irritiert. Was war nur los? Ron wirkte plötzlich erwachsen und vernünftig, nicht mehr der Trotzkopf par Excellence.

Er setzte sich auf den Boden und sah sie ernst an.

„Am Abschlussball bin ich dir an den See gefolgt undichweißdasdumitSnapezusammenbist", sagte er und mit jedem Wort sprach er schneller und undeutlicher.

Geschockt war kein Ausdruck. Der Herzschlag von Hermine setzte aus, der Angstschweiß brach ihr aus und Tränen stiegen ihr in die Augen. Wenn er es wusste, hatte er es schon weiter erzählt? Wie, was, warum, was sollte sie tun? Die Gedanken überstürzten sich und sie konnte nichts anderes als Ron anstarren.

„Hör zu Mine", sagte Ron fast liebevoll, „ich habe keinem davon erzählt, weil ich der Meinung bin, es sei deine Angelegenheit, aber sag mir nur eins, warum ausgerechnet ER?"

Ein kleiner Stein der Erleichterung fiel ihr vom Herzen, wenigstens hatte er es niemandem erzählt. Schweigen bereitete sich zwischen ihnen aus. Unverwandt war Rons Blick auf ihr Gesicht gerichtet.

„Ich kann dir nicht sagen wie es angefangen hat. Es ist einfach so passiert, ich habe gesehen wie er gelitten und das niemand ihn eines Blickes gewürdigt hat. Nach und nach habe ich versucht auf ihn zu zugehen, mit ihm zu sprechen und irgendwann hat mich die Erkenntnis wie ein Schlag getroffen."

„Dieser hat wohl dein Gehirn außer Gefecht gesetzt", antwortete Ron sarkastisch, was Hermine veranlasste sich zu ihm auf den Boden gleiten zu lassen, seine Hände in ihre zu nehmen und ernst weiter zu sprechen.

„Ron, ich weiß, die meisten, oder sagen wir alle sehen in ihm nur das Ekelpaket, den ewigen Eisklotz, dem menschliche Gefühle fremd sind. Doch auch Severus ist nur ein Mensch, er hat genauso Gefühle wie du und ich, nur weil er sie besser verbergen kann, bedeutete dass im Umkehrschluss nicht, er hätte keine. Bedenke doch was er alles getan hat um uns zu unterstützen, den Krieg zu gewinnen. Sicher, er hat seine schlechten Seiten, er ist launisch und unberechenbar, aber er ist leidenschaftlich, er ist intelligent. Ich …..", hier stockte Hermine.

„Und wenn er dich gar nicht liebt, was ist wenn er dir eines Tages ohne ein weiteres Wort die Tür weist, wenn er dich verletzt oder dich hintergeht, dich mit einer anderen betrügt. Was ist, wenn er es gar nicht ernst mit dir meint?", fragte Ron leise und war sich Hermines Händen auf seinen sehr wohl bewusst.

„Ich weiß, worauf ich mich eingelassen habe. Mehr als deutlich hat er mir gesagt, was ich von ihm erwarten kann und was nicht. Ich bin keine dumme Pute, ich bin mir des Risikos vollkommen bewusst, aber ich bin bereit es einzugehen. Ich will mit ihm leben Ron, ich will ihm zur Seite stehen, bei allem was passiert. Eines Tages wird er bereit sein, mich in sein Herz zu lassen, aber erst müssen die Wunden heilen, die er immer noch mit sich trägt", antwortete Hermine mit leiser, vibrierender Stimme.

„Du liebst ihn wirklich nicht wahr?", entgegnete Ron und sah sie mit einem lachenden und einem weinenden Auge an.

„Ja, ich liebe ihn", erwiderte Hermine schlicht und drückte seine Hände.

Seine Augen ruhten auf ihre Hände, langsam hob er wieder den Blick.

„Hoffentlich weiß er was er an dir hat und bevor du mich fragen wirst, ja, ich halte dicht, auch wenn es mir schwer fällt, du hast dich für ihn entschieden und ich werde es auch respektieren. Versprochen!", setzte er hinzu, als er Hermines zweifelnden Blick auf sich spürte.

„Danke Ron, ich weiß, du hast dir nur Sorgen gemacht, was aber unnötig ist. Wärst du mir böse wenn ich dich jetzt alleine lasse? Ich möchte ins Schloss zurück."

„Ok, geh nur, ich möchte jetzt auch etwas nachdenken", sagte Ron und begleitete sie zur Tür. Das musste er wirklich erst mal verarbeiten.

Wieder zurück in Hogwarts ging Hermine sofort Richtung Kerker. Wie erleichtert sie nun war, alles war geklärt zu haben und endlich hatte sie jemanden das anvertrauen können, was sie bewegte. Ron würde dichthalten, da war sie sich ganz sicher. Beschwingten Schrittes erreichte sie das Porträt zu seinen Gemächern, sprach das Passwort und fand einen nachdenklichen Severus Snape vor dem Kamin vor.

„Darf ich dich stören?"

„Tust du doch schon."

„Sehr charmant wie immer. Ich habe ein Experiment vor und zwar mit dir. Gehst du das Risiko ein und lässt dich überraschen?"

Nun hatte sie endgültig seine Aufmerksamkeit. Forschend sah er sie an, irgendwie schien er ganz weit weg zu sein.

„Sicher", antwortete er leicht irritiert. Gedanklich war er immer noch bei ihrem letzten Tagebucheintrag, da sie so schnell wieder von Ronald Waschlab zurückgekommen war, hatte er noch keine Zeit gehabt, sich wieder etwas zu akklimatisieren.

„Ich bin gleich zurück", sagte Hermine und verschwand für zehn Minuten.

Als sie zurückkam, trug sie eine Schachtel unter dem Arm und in der anderen Hand eine Zahnbürste, die sie demonstrativ vor sich hielt und in sein Badezimmer marschierte.

„Na da bin ich mal gespannt, was ich demnächst alles in meinem Bad finde", dachte Snape und bei dem Gedanken daran, verfinsterte sich automatisch sein Gesichtsausdruck.

Zurück setzte sie sich auf den Fußboden, klopfte neben sich, um ihm zu bedeuten sich neben sie zu setzen, öffnete die Schachtel und kippte den ganzen Inhalt auf den Boden aus.

„Was ist das?", fragte Snape.

„Ein Muggelpuzzle", erwiderte Hermine. „Sieh her, diese Teile ergeben dieses Bild auf dem Pappkartondeckel, ich mag diese Art des Gehirntrainings und ich bin mir sicher, es wird dir Spaß machen."

Zweifelnd sah er sie an, er kannte dieses Puzzeln, oder wie das auch immer heißen mochte, nicht, aber es schien tatsächlich eine Herausforderung zu sein und es lenkte ihn von trüben Gedanken ab. Also legte sich Hermine auf den Bauch und begann die Teile auseinanderzulegen, um vereinzelte Teile zu suchen. Snape saß unbequem im Schneidersitz neben ihr, erkannte nach einiger Zeit die Ungemütlichkeit dieser Position und legte sich ebenfalls auf den Bauch. Einträchtig lagen sie neben einander, puzzelten und genossen das Schweigen, welches harmonisch zwischen ihnen herrschte. Nach zwei Stunden setzte sich Hermine auf und rieb sich den Rücken, Snape hingegen war voll konzentriert bei der Sache und hatte offenbar die Welt um sich herum vergessen. Ein liebevolles Lächeln zeichnete sich auf ihren Lippen ab und sie strich im die langen Haare, die ihm wie ein Vorhang ins Gesicht gefallen waren zur Seite und hauchte ihm einen Kuss auf die Wange. Es war Zeit es ihm zu sagen.

„Severus?"

„Mhhh?"

„Ich liebe dich."

„Ha, na also, wenn man den Dreh raus hat, ist das ganz einfach und die Muggel finden das etwa schwer?"

Offenbar hatte er ihr nicht zugehört.

„Severus, ich liebe dich. Du bedeutest mir mehr, als ich in Worte fassen kann, alles was ich will ist, dass es dir gut geht. Ich liebe dich so sehr, das es weh tut und wenn ich müsste, würde ich für dich sterben."

Dieser Blick. Erstaunen, Überraschung, Schock, Verwunderung, Wut und Zorn. All das spiegelte sich in seinen Augen wieder, seine Gesichtszüge, die er sonst immer unter Kontrolle hatte, waren ihm entglitten. Es war totenstill und Hermine war innerlich so ruhig, wie sie es nur hätte sein können.

„Raus hier", zischte er kalt und deutete mit dem Finger zur Tür.

Wortlos erhob sich Hermine und schritt zur Tür, drückte die Klinke nach unten, sah sich noch mal um und sagte: „Egal was du tun wirst, egal was du sagen wirst, ich liebe dich und du kannst rein gar nichts dagegen machen. Akzeptiere es." Ohne ihn eines weiteren Blickes zu würdigen verließ sie seine Räumlichkeiten, darum bemüht, sich ihren Kummer nicht anmerken zu lassen. Leise schloss sie die Tür hinter sich und hörte, wie er das Puzzle, welches sie auf einem Karton zusammengelegt hatten, an die Tür warf und es wieder in seine Einzelteile zerfiel.

TBC