Wow, vielen Dank für deine Reviews. Da macht mir das Schreiben schon gleich viel mehr Spaß. Ich hoffe ihr lest auch weiterhin mit.
Mina Harker Wilhelmina Murray: Ah, eine Stammleserin. Freut mich das dir die Story gefällt, ich hab auch richtig Gefallen daran gefunden -g- Und ich werde mit Sicherheit noch mehr Storys über Jack und Co. schreiben... hab sogar eine neue für Sev und Jack im Kopf und dann noch die Fortsetzung zu Fluch des Hogwarts Trios... Na ja, Eile mit Weile!
Black: -g- Du bekommst auch mehr, keine Sorge.
Brigitte: Ich hab auch sofort weitergeschrieben, nur hab ich es erst jetzt abgetippt.
Mimmy: Ich hoffe dieses Update ist schnell genug. Hab sogar das dritte Kapitel schon fast fertig.
Ashumaniel: Vielen Dank für dein Review. Ich hoffe der Rest wird dir genauso gefallen wie der Anfang. Also weiterhin viel Spaß beim Lesen.
Kapitel 2 - Mitleid
„Aber das ist Jack Sparrow, Sir!"
„Ich weiß wer das ist, vielen Dank"
„Er ist Pirat, es wäre doch besser ihn zu töten..." Commodore James Norrington schüttelte den Kopf. Natürlich hatte er selbst auch schon daran gedacht, aber das wäre nicht fair.
„Ich habe geschworen das jeder Pirat bekommt was er verdient. Würde ich Mr. Sparrow in diesem Zustand töten, wäre ich nicht besser als ein Pirat. So etwas ist feige!"
Seine Männer nickten kurz und trugen Sparrow dann in das Gästezimmer des Commodores.
Nachdem er ihm in die Arme gefallen war, hatte er sofort seine Soldaten informiert und ihnen befohlen ihn in sein Gästezimmer zu legen.
Er hatte sich zwar nie einen Piraten als Gast gewünscht, aber nun hatte er ihn. Ihm erschien es einfach nicht menschlich Sparrow in diesem Zustand zu töten, auch wenn er ein Pirat war. Außerdem, wer wusste schon ob Sparrow in diesen Kampf nicht nur zufällig reingeraten war...
Nein, es nützte nichts sich etwas vorzumachen, der Pirat tat ihm ganz einfach Leid. Es fiel ihm zwar schwer das zuzugeben und laut würde er es sicher nie sagen, aber Sparrow hatte keinen Ton gesagt gehabt.
Anscheinend hatte er wirklich große Schmerzen gehabt.
Sogar am Galgen war er munterer gewesen als vor wenigen Minuten als er ihm in die Arme gefallen war. Er hatte nicht einmal mit einem Sparrow-typischen Spruch geantwortet.
James war sich nicht einmal sicher ob Sparrow ihn überhaupt erkannt hatte.
Eilig folgte er seinen Männern ins Gästezimmer. Vor wenigen Minuten hatte er ein paar der Männer angewiesen, so schnell wie möglich, einen Arzt aufzutreiben, zwar wusste er das es nach dem Kampf schwierig war einen Arzt zu bekommen, aber versuchen konnte er es ja.
Seine Soldaten hatten Sparrow auf den Bauch auf die Matratze gelegt und ihm den Mantel und die Schuhe ausgezogen. James hatte vorhin nur vermutet das er wohl angeschossen worden war, jetzt ohne den Mantel sah man die Schusswunde deutlich. Sein weißes Hemd war mit Blut getränkt und zwischen seinen Schulterblättern prangte ein Schussloch im Hemd.
James verzog das Gesicht, das war wirklich eine unangenehme Stelle um angeschossen zu werden.
„Zieht ihm das Hemd aus und Gilette bringt mir Tücher und kaltes Wasser!" Gilette nickte kurz und verließ den Raum während die anderen beiden dem stöhnendem Jack das Hemd auszogen.
Solange der Arzt noch nicht da war, konnten sie ihn wenigstens schon mal sauber machen, vielleicht sah er ohne das Blut gar nicht mehr so schlimm aus.
Er ging um das Bett herum und ließ sich daneben auf einem Stuhl nieder, vorsichtig legte er seine Hand auf Jacks schweißnasse Stirn. Sie war glühend heiß, er schien Fieber zu haben und in eine tiefe Bewusstlosigkeit gefallen zu sein.
James blickte ihn nachdenklich an, nicht einmal der sonst so starke Jack konnte solchen Schmerzen stand halten.
Die Tür des Zimmers öffnete sich und James sah wieder auf, Gilette war mit den gewünschten Sachen eingetreten und stellte die Schüssel mit Wasser auf dem Nachttisch ab.
James nickte ihm kurz zu, griff dann nach einem Tuch und tauche es in das kalte Wasser, ehe er Jack damit die Stirn abtupfte.
Er hatte sich nie Träumen lassen, mal einen Pirat zu verpflegen und schon gar nicht Jack Sparrow, seinen Lieblings Feind.
Allerdings hatte er auch nie wirklich damit gerechnet einmal einem krankem oder verletztem Sparrow zu begegnen.
Sehr vorsichtig wandte er sich dann Jacks Rücken zu, bemüht die Wunde nicht zu berühren tupfte er das Blut drum herum ab.
Hin und wieder gab Jack ein kurzes Stöhnen von sich, blieb aber zum Glück bewusstlos.
Zufrieden betrachtete James sein Werk, jetzt sah es schon deutlich besser aus, James wusch das Tuch schnell aus und legte es Jack dann wieder auf die Stirn.
Mehr konnte er beim besten Willen jetzt nicht für ihn tun. Sie mussten auf den Arzt warten.
Still standen sie um das Bett herum und warteten, niemand sagte ein Wort, die Stille wurde nur von Jacks Stöhnen hin und wieder unterbrochen.
Knapp eine viertel Stunde später kam endlich der Arzt mit seinem Assistenten und begrüßte James mit einem Handschütteln, anschließend ging er sofort zu Jack und besah ihn sich genauer. Er fühlte den Puls und warf einen Blick auf die Wunde, dann schenkte er seinem Assistenten einen vielsagenden Blick und wandte sich wieder zu James um.
„Es sieht nicht sehr schlimm aus! Er hat keine Blutvergiftung, was allerdings noch kommen kann, aber er hat viel Blut verloren. Wir müssen jetzt erst mal die Kugel entfernen und dann schauen wir ob sich sein Zustand verschlechtert."
James nickte ernst, dies war eigentlich nicht das was er erfahren wollte, ihn interessierte etwas viel mehr.
„Wird er überleben?"
Der Arzt seufzte schwer und sah wieder zu Jack rüber.
„Wie gesagt, momentan sieht es nicht lebensbedrohlich aus, aber es kann sein das es schlimmer wird, wenn die Kugel erst mal entfernt ist. Es besteht also ein gewisses Risiko" Er machte eine kleine Pause und kramte in seinem Koffer nach einigen Instrumenten, dann wandte er sich wieder an James und seine Männer.
„Wenn ihr vielleicht solange draußen warten würdet! Das hier kann einige Zeit dauern!"
James wandte sich um und sah zu seinen Männern, die den Raum verließen, etwas unsicher ging er ihnen hinter her.
Im Flur ließ er sich mit Gilette auf einer Bank nieder.
Schon wieder hieß es warten, Geduld war wirklich nicht seine Stärke. Auch wenn es Jack Sparrow war, auf dessen Genesung er jetzt warten musste, die Ungewissheit ob jemand überlebte oder nicht war alles andere als erträglich. Aber sollte ihm nicht eigentlich mit Jacks Tod eine Last abgenommen werden?
Immerhin war er ein Pirat.
Nein, Jack durfte nicht sterben, das wäre nicht fair von ihm, er sollte am Galgen sterben, wie es sich für einen Piraten gehörte und nicht durch eine Schusswunde die durch einen Kampf entstanden war, mit dem er nichts zu tun hatte.
Er nahm sich vor demnächst seine Männer abzufragen, wer Sparrow getroffen hatte, er konnte es zwar keinem verübeln, aber sie hätten doch wissen müssen das er nicht dazu gehörte, außerdem hatte er sich in einer Gasse befunden, fernab von jeglichen Kämpfen.
„Was habt Ihr mit ihm vor, wenn er sich wieder erholt. Wollt Ihr ihn laufen lassen?" fragte Gilette vorsichtig und James sah nachdenklich zu Boden.
Das war eine gute Frage und sie war berechtigt.
Was sollte er mit Sparrow anstellen wenn es ihm besser ging?
Laufen lassen fiel definitiv raus, Jack würde wahrscheinlich aus lauter dankbarkeit eines seiner Schiffe kapern.
Eigentlich kam nur der Galgen in die engere Auswahl...
„Er wird gehängt. Ich verpflege ihn nur der Fairness halber. Schließlich ist er noch immer ein Pirat und das würde er sicherlich auch nicht ändern!" Gilette nickte zustimmend, wenn auch etwas verwundet.
Wozu sollte man auch jemanden pflegen, den man später ohnehin töten würde?
Aber James hatte auch gar keine andere Wahl, er war Commodore und Sparrow war Pirat, es war seine Pflicht ihn zu töten. Das er ihn vorher heilte bewies doch eigentlich nur das er menschlich war, oder stand er dann nur als ein schlimmer Mörder da?
Man sagte immer „Man isst keine Tiere die man kennt!" lief es hierbei nicht auf das selbe raus, nur das er Sparrow nicht essen wollte.
Nein er tat das nur weil er ihm Leid tat. Sparrow konnte sich denken das er ihn nicht laufen lassen wollte. Und jetzt sollte er aufhören über so etwas nachzudenken, er machte sich noch verrückt.
Die Stunden die sie warteten kamen James wie eine Ewigkeit vor, Gilette saß noch immer stumm auf der Bank während James im Flur auf und abging als sich endlich die Tür öffnete und der Arzt rauskam.
„Ihr dürft jetzt zu ihm, das schlimmste ist geschafft. Er ist hart im Nehmen!" Auf seinem Gesicht lag ein müdes Lächeln als James an ihm vorbei ins Zimmer ging.
Jack trug jetzt einen Verband um die Wunde und schlief noch immer. Sein Gesicht machte einen schmerzverzerrten Ausdruck, aber ansonsten gab es keine Veränderung.
„Ich habe dort eine Medizin hingestellt die Ihr ihm täglich geben solltet. Ich komme am Ende der Woche noch mal vorbei um ihn mir anzusehen. Sollte sich währenddessen sein Zustand wieder verschlummern, dann ruft mich sofort. Ich muss jetzt wieder zu meinem anderen Patienten" James nahm die Worte des Arztes kaum wahr, er bekam auch nicht mit wie er und sein Assistent das Haus verließen.
Nachdenklich saß er an Jacks Bett und beobachtete ihn. Er hatte den Piraten noch nie so friedlich gesehen. Wenn man ihn so ansah könnte man ihn wirklich als freundlichen Mitbürger beschreiben.
So, wann darf ich das dritte Kapitel reinstellen? Darf ich überhaupt?
