Hallooo, danke für eure lieben Reviews. Zwar hab ich mir etwas zeit gelassen mit dem posten, aber dafür geht es ja jetzt weiter.

Momentan bin ich nicht dazu in der Stimmung auf jedes Review zu antworten, deshalb fasse ich halt die Fragen zusammen und beantworte sie so.

Manchmal frage ich mich auch wie ich auf solche Pairings komme. Zuerst fand ich das Pairing Jack und Norrington ja nicht so klasse, aber dann hab ich einfach mal eine Story gelesen und wollte selbst eine schreiben -g-


Kapitel 3 – Wo ist die Pearl?

„Wieso hast du so was erzählt!" rief Jack wütend und kam noch einen Schritt auf Kathryn zu, die herausfordernd grinste.

Sie zuckte süßlich mit den Schultern und sah ihn verführerisch an.

„Einfach so. Ich wollte dich nur etwas ärgern, Jack!" Jack schnaubte wieder wütend, das sollte also alles nur ein Scherz gewesen sein? Na sicher!

„Du hast rumerzählt ich wäre Eunuch. Das ist nicht witzig! Mich kennt dort jeder." Unschuldig fixierte sie ihn mit ihren rehbraunen Augen, sie ließ ihre Finger zärtlich seine Konturen im Gesicht nachfahren.

„War doch nur ein kleiner Scherz, nimm doch nicht alles so ernst!" hauchte sie an sein Ohr. Jack war kurz davor all seine Wut beiseite zu schieben und dem Verlangen nach ihr platz zu machen. Sie war hübsch und wusste was ihm gefiel.

Aber er wollte nicht zugeben was diese Berührung für Lust in ihm auslöste, er hasste diese Frau und er wollte nicht das sie dachte, die Macht über ihn zu haben.

Er hasste sie weil sie ständig den Wunsch nach Rache hatte. Sie hetzte Leute gegen ihn auf und setzte Gerüchte in die Welt.

Nein, er würde sein Niveau sicher nicht so tief sinken lassen!

Hart packte er ihr Handgelenk und sie schrie kurz erschrocken auf.

„Ich finde so etwas nicht witzig. Ich bin nicht schwul verstanden!" Wieder lachte sie und Jacks Gesicht brannte von der Hitze seiner Wut und langsam bekam er Kopfschmerzen.

Ein eiskalter Strahl Wasser ließ ihn aufspringen.

„Ich bin nicht schwul!" krächzte er heiser und fand sich auf einem Bett sitzend wieder. Irritiert sah er sich um, dieses Zimmer kannte er gar nicht. Es war alles so sauber und aufgeräumt, ganz anders als die Zimmer in denen er häufig aufwachte nach einer durchzechten Nacht. Wo war er ihr?

„Das habe ich auch nie behauptet!" Jack wandte den Kopf um und blickte neben sich zu einer Person die an seinem Bett saß. Erschrocken klappte ihm der Mund auf.

Der Commodore! Womit hatte er das verdient?

Wieso Commodore Norrington?

Es hätte jeder sein können, sogar seine Mutter, er hätte sogar in Kauf genommen sich von ihr maßregeln zu lassen weil er die Vorhänge nicht gewaschen hatte.

Aber die Vorhänge in diesem Zimmer waren sauber. Viel zu sauber sogar. Das weiß der Vorhänge blendete schon fast so sauber waren sie.

Natürlich, Commodore Norrington der Traum aller Frauen und der Lieblingsschwiegersohn aller Mütter.

Wieso musste es der Commodore sein!

„Ich wollte gerade Euer Tuch wechseln, dabei müsst Ihr wohl aufgewacht sein, Mr. Sparrow"

„Wieso bin ich hier?" fragte er misstrauisch ohne auf die Worte des Commodores zu achten. Ihm fiel ein das er sogar lieber bei Kathryn war als hier.

„Eigentlich hatte ich gehofft das von Euch zu erfahren. Ihr wurdet angeschossen, wisst Ihr das nicht mehr?"

Jack dachte kurz nach, er war angeschossen worden? Wie konnte es sein das er dann nichts fühlte. Es ging ihm eigentlich sogar recht gut. Normalerweise sollte er doch irgendwelche Schmerzen haben.

Aber er füllte nichts, außer der Hitze und dem leichten Schwindelgefühl und hinzu kamen noch die Schmerzen in seinem Rücken.

Sein Rücken, das war es! Vorsichtig legte er sich wieder zurück und dachte darüber nach was wohl passiert sein mochte.

Ja, er hatte Will gesucht nachdem Bill auf ihn geschossen hatte. Bill hatte auf ihn geschossen und ihn zwischen den Schulterblättern erwischt.

Genau so war es.

Aber was passierte danach?

Da war eine enge Gasse, ein immer größer werdender Schmerz, eine Person die vor ihm stand und etwas sagte und ihn schließlich erschrocken auffing als er vorne über kippte.

Er hatte alles nur verschwommen gesehen und auch die Person vor sich hatte er nicht erkannt. Jetzt im Nachhinein konnte er sich denken in wessen Arme er gelaufen war.

Wie peinlich, er war Pirat!

Schwer verwundet war er ihm in die Arme gefallen, in die Arme des Commodores! Er hoffte wirklich das dass keine gesehen hatte.

Das wäre die Blamage des Jahres.

Es würde sogar alle Gerüchte über ihn in den Schatten stellen... nun ja, fast alle.

„Was habt Ihr gesagt?" fragte Jack lahm, ihm saß noch immer der Schock in den Knochen und er wusste nicht was er sagen sollte. Irgendetwas musste er schließlich zu seiner Situation sagen, aber er hatte keine Ahnung was er davon halten sollte.

„Ich habe gar nichts gesagt" meinte der Commodore verwundert und fragte sich gleichzeitig ob Jack einen kleinen Dachschaden abbekommen hatte.

„Ich meine in der Gasse!" flüsterte Jack etwas erschöpft und schloss kurz die Augen.

„Das weiß ich doch jetzt nicht mehr. Wieso wollt ihr das wissen?"

Jack antwortete nicht, einen Moment lang dachte Norrington er wäre wieder eingeschlafen, aber Jack fühlte sich einfach nur sehr erschöpft, doch an schlafen war jetzt sicher nicht mehr zu denken.

Hier fühlte er sich alles andere als sicher, würde er schlafen, wäre er dem Commodore hilflos ausgeliefert.

Obwohl, war er das nicht jetzt schon?

Was sollte er schon tun, wenn der Commodore ihn angreifen würde? Er konnte nichts tun, nicht einmal schreien, würde ihm dann helfen.

Müde öffnete er wieder die Augen.

Die Leute draußen wären mit Sicherheit froh ihn los zu sein nach den ganzen Gerüchten. Sogar Will würde sich nicht freuen ihn zu sehen.

Aber das tat er ohnehin nie. Wenn er bei ihm auftauchte wusste er das es Ärger gab.

„Ich bin ein schlechter Zuhörer, aber wieso höre ich trotzdem was die anderen über mich sagen?"

Norrington verstand nicht ganz wovon Jack da sprach, aber einiges hatte er von seinem Traum mitbekommen.

„Es liegt wohl eher daran, dass die Leute wollte das Ihr es hört. Das zeigt das sie sich über diese Sachen nicht sicher sind."

Jack verzog das Gesicht, wieso tat dieser Mann so, als kannte er sich bestens in seinem Leben aus?

Und wieso hatte er auch noch Recht mit dem was er sagte?

Das ergab alles einen solch logischen Sinn, das er eigentlich selbst hätte drauf kommen können.

„Damit habt Ihr wohl Erfahrung!" meinte Jack, eigentlich sollte es spottend klingen, aber es klang eher ganz normal.

Er war momentan einfach nicht in der Lage seiner Stimme den richtigen Ton zu verleihen.

„Allerdings!" Norrington wusste wie Jack es gemeint hatte, aber jetzt wo er so krank und schwach war, machte es keinen Spaß mehr sich mit ihm zu streiten.

Jack dachte kurz daran nachzufragen warum er noch lebte und nicht längst am Galgen hin, oder wieso der Commodore ihn überhaupt mitgenommen hatte, aber er war einfach viel zu schwach um dafür die Energie aufzubringen.

Er wusste es würde ihm gleich viel besser gehen, wenn er auf der Pearl wäre und das Wasser um ihn herum genießen könnte. Das seelisch ruhige Schaukeln des Schiffes und das Platschen der Wellen wenn sie gegen das Holz schlugen.

Plötzlich fiel es ihm wieder ein und er riss entsetzt die Augen auf.

Sie wollten doch am Abend wieder abfahren, wenn er nicht rechtzeitig wieder an Bord der Pearl war.

Er setzte sich hastig auf und schlug die Decke beiseite, während er versuchte die Schmerzen so gut es eben ging zu ignorieren.

Sie würden sicher nicht auf ihn warten!

Er hatte ihnen extra gesagt sie sollten sich an den Kodex halten.

Verdammt, wie sollte er rechtzeitig zum Schiff kommen? Es dämmerte doch schon.

Er spürte den verwirrten Blick des Commodores auf sich als er seine Beine versuchte zu überreden das sie ihn tragen sollten.

„Was gibt das?"

Jack sah sich stumm nach etwas im Raum um, womit er sich auf die Beine ziehen konnte, aber in seiner unmittelbaren Nähe gab es nichts was ihm weiter helfen könnte.

„Wonach sieht es denn aus!" raunzte Jack ohne ihn anzusehen.

„Ich weiß nicht, ich könnte mir vorstellen das Ihr aufstehen wollt! Aber ich kann mir nicht erklären warum, außer Ihr müsst auf Toilette!"

Jack sah ihn genervte an.

„Die Pearl wartet auf mich!"

Irgendetwas musste doch da sein um ihm auf die Beine zu helfen.

So gemein durfte das Schicksal einfach nicht sein. Und den Commodore wollte er nicht fragen, das würde ihm das Gefühl der Abhängigkeit geben.

Er war Captain Jack Sparrow, und er würde das auch alleine schaffen!

Norringtons plötzliches Lachen riss ihn allerdings aus seinen Gedanken.

Er schnaubt und warf ihm einen wütenden Blick zu.

Wieso verdammt lachte dieser Mensch jetzt? Er musste doch wissen wie schwer es war sich in dieser Lage zu bewegen.

Erfreute er sich etwa an seinem Leiden?

Wenn das so war, konnte er sich auch denken warum er hier war. Dieser Mann war nicht normal, soviel war sicher.

„Was gibt es da zu lachen!" herrschte er ihn wütend an.

Der Commodore lächelte daraufhin nur süffisant und stand auf.

„Mr. Sparrow. Glaubt Ihr wirklich Ihr werdet kurz angeschossen und ein paar Minuten später geht es Euch schon wieder besser?"

Jack sah ihn fragend an, er hatte keine Ahnung was der Commodore damit sagen wollte. Vielleicht wollte er ihn nur ärgern.

„Soviel besser geht es mir gar nicht!" murmelte Jack dessen Schmerzen allmählich wieder schlimmer wurden und der Commodore seufzte kurz.

„Was ich damit sagen wollte ist: Es sind zwei Tage vergangen an denen Ihr nur geschlafen habt. Ihr sagt selber es würde Euch noch nicht viel besser gehen, demnach würdet Ihr es nicht mal bis zur Tür schaffen! Außerdem glaubt Ihr doch wohl nicht ich würde Euch gehen lassen!"

Jack sah aus als wäre ihm die kostbarste Flasche Rum aus der Hand genommen worden, ganz langsam verstand er die Worte des Commodores.

Er hatte zwei Tage lang geschlafen, das hieße also...

„Die Pearl ist weg?" krächzte er leise. Der Commodore nickte, so langsam begann der Pirat ihm wieder Leid zu tun.

Was musste es für ein Schock sein, bei seinem Feind aufzuwachen und festzustellen das es keine Möglichkeit gab wieder wegzukommen?

Verzweifelt legte Jack sich wieder in die Kissen.

Er wollte jetzt einfach nur noch schlafen, ganz egal was sie mit ihm machen würden. Es machte keinen Sinn mehr sich wegen solchen Sachen Gedanken zu machen.

Die Pearl war weg... Schon wieder hatte er sie verloren!


So, das vierte Kapitel ist schon in Arbeit. Ich werde versuchen schnell damit fertig zu werden.