It´s Party Time
London, 15. September 1996,
Geliebtes Tagebuch,
heute bin ich ziemlich traurig. Weißt du warum? Ich habe keine Freunde! Niemand mag mich. Wenn ich sterbe, stört sich keiner daran. Im Gegenteil: Sie machen sogar ein Fest daraus. Das stimmt. Das Leben ist nicht so wie in diesen Telenovelas, wo immer erst alle gegen einen sind, und dann nachher doch alle einen lieben. Das meine ich jetzt ernst.
Erinnerst du dich, wie aufgeregt ich gestern war und wie sehr ich mich auf die Pyjamaparty bei Dumbledore gefreut habe? Ich bin dafür doch noch extra einkaufen gegangen! Schau, ich habe so einen süßen Schlafanzug gekauft. Er ist rosa (meine Lieblingsfarbe) mit dunkelgrünen Punkten. Und das schönste daran sind die Knöpfe mit dem Gesicht von Fudge drauf. Er ist so süüüüüß! Was? Was hast du gesagt? Das willst du nicht wissen? Ok, dann halt nicht. Dann erzähle ich dir jetzt, wie das Fest war.
Um 9 Uhr abends kam ich bei Dumbledore an, und als ich die Klingel drückte, rate mal, wer mir da aufgemacht hat?
- Tom? – fragt ich voller Überraschung und falscher Freude – Was machst du denn hier?
In dem Moment fiel mir ein, dass er ja gar kein Parsel verstand.
- Äh, kann ich eintreten?
Aber Tom stand da wie angewurzelt und ließ mich nicht vorbei. Ich war kurz vor dem Erfrieren.
- Tom – rief ich.
Er grunzte nur.
- Tom – wiederholte ich.
Grunzen.
- TOM!
In dem Augenblick kam Dumbledore und schob Tom zur Seite, der reglos zu Boden fiel, und sagte zu mir:
- Tom! Wie schön, dass du da bist. Wir haben alle schon auf dich gewartet.
Ich trat ein und zog Dumbledore etwas zur Seite.
- Äh... Albus?
- Ja, was gibt es?
- Was macht er hier? – Dabei zeigte ich auf Tom, der bewusstlos auf dem Boden lag und auf den Teppich sabberte (zum Glück war es nicht mein Teppich).
- Lass ihn da liegen. Er wacht schon wieder auf.
- Und wenn er nicht aufwacht? – Es war mir egal, was mit ihm war, aber ich musste meinen Ruf verteidigen.
- Wenn er nicht aufwacht, rufen wir den Leichenwagen. Ich möchte nicht, dass jemand die Party stört, nur weil er meint, jetzt sterben zu müssen.
Wir traten ein und gingen ins Wohnzimmer, wo die Party stattfand. Tom lag währenddessen immer noch reglos auf dem Boden.
Ich war schon vorher einige Male in Albus' Haus gewesen, aber an diesem Tag erschien es mir größer. Ich war so beeindruckt, dass ich es ihm unbedingt mitteilen musste.
- Albus, ich weiß nicht genau wieso, aber heute erscheint mir dein Haus viel größer.
- Warum?
- Ich habe dir doch eben gesagt, dass ich nicht weiß, warum.
- Ich habe einen Vergrößerungszauber angewandt. Gefällt es dir? Mein Wohnzimmer hat genau die Größe von...
- Meinem Badezimer – vervollständigte ich.
- Nicht ganz. Dein Badezimmer ist etwas größer. Es hat genau die Größe der Gärten von Hogwarts.
- Sicher, klar, die Gärten. Das passt.
- Lass uns die anderen Gäste begrüßen. Sie sind schon so gespannt, dich zu sehen. Schau, da vorne ist Minerva.
- Du-weißt-schon-wer! Wie geht´s dir?
- Minerva! Ganz gut, danke. Und dir?
- Es könnte nicht besser sein.
- Aber lass dich mal sehen. Du wirst von Mal zu Mal schöner. Dreh dich mal um. – McGonnagel, rötlich angelaufen, drehte sich einmal um ihre Achse. – Du siehst wirklich noch besser aus als das letzte Mal, als ich dich gesehen habe.
- Ach, sag so was doch nicht!
Du weißt nicht, welche Anstrengungen es mich gekostet hat, so was zu sagen.
Minerva McGonnagal sah in Wirklichkeit viel schlimmer aus als beim letzten Mal. Sie hatte sich Rouge auf die Wangen geschmiert, um ihre Furunkel zu überdecken. Auf dem Kopf trug sie anscheinend eine Perücke aus Stroh, obwohl – glaube ich – dass das ihre wirklichen Haare waren. Und das Kleid, das konnte man total vergessen: Es war gelb! Sie sah aus wie ein Kanarienvogel.
- Aber, aber. Die Wahrheit muss nun einmal gesagt werden.
Minerva lächelte. Ich lächelte zurück. Und so ging das die ganze Zeit hin und her.
Ich hasse mein Doppelleben. Zuhause bin ich ein schrecklicher und grausamer Mörder und außerhalb bin ich eine liebenswürdige und gut erzogene Person. Das ist zum Kotzen.
- Entschuldigung, aber ich habe da drüben einen Freund gesehen, den ich unbedingt noch begrüßen muss. Es hat mich sehr gefreut, dich mal wieder zu sehen.
Tolle Entschuldigung, dachte ich zufrieden.
- Ganz meinerseits. Wir sehen uns.
Ich entfernte mich von Minerva und holte mir was zu trinken. Nun stand ich da, und trank meine Coca-Cola, als plötzlich eine Person auf mich zukam, und das war nicht weniger als...
- Cornelius Fudge! – rief ich – inzwischen schon gewohnt – voll falscher Freude.
- Der-dessen-Name-nicht-genannt-werden-darf! Wie lange haben wir uns schon nicht mehr gesehen!
- Wie geht's dir? Was hast du die Zeit gemacht?
- Gut, aber es könnte besser laufen. Hör mal – Cornelius beugte sich zu mir rüber und flüsterte mir ins Ohr – Kannst du die Dinge nicht ein bisschen vereinfachen? Deine Attacken werden immer häufiger und unberechenbarer.
- Hm, was die Häufigkeit der Attacken betrifft, da kann ich nichts tun, aber für den Rest... Wenn du willst, gebe ich dir meinen Kalender. Da steht alles drin: Tag, Uhrzeit, Ort...
- Geht das wirklich?
- Sicher doch! Ich schicke sie dir morgen, per Eulenpost.
- Das ist sehr nett! Du glaubst gar nicht, wie glücklich du mich damit machst! – sagte Cornelius mit einem Lächeln im Gesicht, das von einem Ohr zum anderen reichte.
- Ach, es ist doch schön, wenn man noch für etwas nützlich ist. Mir fällt gerade ein, dass du mir vielleicht auch bei einem kleinem Problem behilflich sein könntest. Ich bin nämlich in einigen Schwierigkeiten, was...
- Hau ab! – brüllte mir Fudge sofort ins Gesicht und verschwand einfach.
- Schau nur, er hat Manieren wie ein Künstler.
- Hey, das ist doch Voldemort! Bist du hergekommen, um heute wieder jemanden zu töten?
Moment Mal... Die Stimme kannte ich...
- Fetthaar! – rief ich, diesmal wirklich freudig.
Alle Augen starten mich an.
- Äh, ich meine natürlich... Snape...Severus... Wie geht's dir?
Nach und nach drehten sich alle wieder zu ihren vorherigen Gesprächspartnern um, als sie sahen, dass es nichts Spannendes zu sehen gab.
- Ich sehe, dass du genauso diskret bist wie früher. – kommentierte Snape sarkastisch.
- Man tut was man kann – stimmte ich ihm mit leiserer Stimme zu. – Wie läuft dein Plan?
Damit niemand unser Gespräch hören konnte, beugte sich Snape näher zu mir rüber, besser gesagt, er beugte sich SEHR NAH zu mir herüber.
- Machen Sie sich keine Sorgen, Sir. Niemand hat mich im Verdacht.
- Gute Arbeit, Snape. Weiter so. Momentan ist noch nicht der richtige Zeitpunkt, um alles aufzudecken.
- Warum nicht jetzt, Sir?
- Weil jetzt noch nicht der richtige Moment ist. J.K. Rowling will erst am Ende des 6. Buchs offen legen, dass du ein Spion bist. Du wirst es zeigen, aber noch nicht jetzt, verstanden?
- Sicher doch, Sir.
In diesem Moment blendete mich ein Blitzlicht ganz gewaltig.
- Verfluchte Paparazzis!
Nachdem ich Draco Malfoy, Ronald Weasley und Hermine Granger begrüßt hatte, wandte ich mich an Harry Potter.
Unsere Augen kreuzten sich und einige Momente starrten wir uns nur an, beide voller Hass, jeder in seinen Gedanken:
„Du bist verflucht, Voldemort! Ich werde mit dir abrechnen und die Morde an meinen Eltern und an Sirius rächen!"
„Du bist verflucht, Potter! Aber ich werde mit dir abrechnen und dich fertig machen und am Ende werde ich Mister Universum sein!"
Wir waren beide bereit für den letzten Kampf. Dumbledores Wohnzimmer würde der Ort des finalen Akts für den Jungen-der-überlebte werden, der sich in Kürze in den Jungen-der-starb wandeln würde. Es war klar, dass es ein Kampf ohne Zauberstäbe sein würde, da wir uns mit diesen ja gegenseitig nicht zerstören konnten.
Aber zuerst kamen die Kriegsschreie. Potter fing an.
- Ugga agga. Ugga agga.
- Ia ia ia miau miau wau wau.
Wir beide stürzten aufeinander zu, bereit, uns so fest zu schlagen, wie wir nur konnten.
Wir hatten uns fast erreicht, es fehlte nur noch wenige Zentimeter. Ich war bereit, es ihm zu zeigen, ihm einen Schlag mitten in seine Fresse zu geben und ihm diese blöde Brille von der Nase zu hauen. Ich näherte mich ihm, um zuzuschlagen, da... die Szene änderte sich. Alles bewegte sich plötzlich in Zeitlupe. Die Gäste starrten auf das Schauspiel und tranken gaaaanz langsam aus ihren Gläsern. Potter wich meinem Schlag in Zeitlupe aus. In dem Moment, in dem mein Schlag an Potters Kopf vorbei ging, bekam alles wieder die normale Geschwindigkeit. Ich knallte mit meinem Hintern auf den Boden und alle Anwesenden lachten. Ich erhob mich, bereit, es Potter heimzuzahlen, aber jemand hielt mich davon ab. Dieser Jemand war durchs Fenster gekommen (wobei er dasselbige kaputt machte), und zwischen mir und dieser Brillenschlange auf dem Boden gelandet.
- Seit ihr jetzt endlich mit dieser billigen Matrix-Kopie fertig? – fragte der Neuangekommene.
Du wirst es mir nicht glauben, liebes Tagebuch, aber da stand Michael Jackson zwischen mir und diesem Potter!
- Wer nennt sich hier Lord Voldort?
- Voldemort – sagte ich – Ich bin Lord Voldemort.
- Die von da drüben – er machte eine Pause, in der er sich auf die Knie fallen lies und Gott anflehte, dass er ihm Geld für noch eine Schönheitsoperation gebe – haben mich beauftragt, Mr. Voldemort zu beruhigen. Mach dir keine Sorge, Voldemort, du wirst den Verlust deiner Nase überstehen. Mit einer Schönheitsoperation bekommt man das alles wieder in Griff. Hier hast du die Karte von einer echt super Klinik. Glaub mir. Diese Ärzte schaffen Wunder.
Michael Jackson lächelte in die Kamera (woher kam die jetzt so plötzlich her?) und sagte:
- Schwarzwaldklinik. Dort passieren Wunder. Sie werden Ihr Gesicht nicht wieder erkennen. Wissenschaftlich bewiesen durch den King of Pop, Michael Jackson.
- Schnitt! – sagte ein Mann, der eine erstaunliche Ähnlichkeit mit Brad Pitt aufwies.
- Und? War ich gut?
- Du bist immer gut, Schatzi – antwortete Brad Pitt, und schaute dabei Jackson verliebt in die Augen.
- Hör zu, Pitty, ich habe dir schon so oft gesagt, dass das mit uns nichts wird.
- Man könnte es ja immerhin mal versuchen, Süßer.
- Nichts da. Ich liebe eine andere Person.
- Wer ist es?
- Erzähl es keinem weiter, denn es ist ein Geheimnis.
- Sicher doch, mein Kleiner. Wie du es wünschst.
- Ich werde es dir sagen, aber wenn du dann nicht aufhörst, mich zu belästigen, dann muss ich dich leider verklagen.
- In Ordnung. Aber jetzt sag schon. Wer ist es?
- I LOVE YOU, DRALFOY! – schrie Michael Jackson.
Alle starrten ihn an.
- Äh, Mike, sollte das nicht ein Geheimnis sein? – fragte Brad.
Michael Jackson schien das auch in diesem Moment bemerkt zu haben, daher schrie er Brad an:
- DU DUMMKOPF! DU HAST ES ALLEN GESAGT, UND JETZT STARREN MICH ALLE AN! ICH WERDE DICH VERKLAGEN!
- DISAPERIUM! – rief Albus Michael Jackson und Brad Pitt zu, die im gleichen Augenblick verschwanden und nur den Kameramann zurückließen.
- Du – Albus zeigte auf den Kameramann – film das!
Ohne Zeit zu verlieren, fing der Kameramann sofort an zu filmen.
Ganz plötzlich (ich weiß auch nicht, warum, es scheint sich um eine ansteckende Krankheit zu handeln), tauchten ganz viele Leute aus dem Nichts aus, die mich angriffen.
- AVADA KEDRAVA!
Aber der Spruch funktionierte nicht, weil er genuschelt wurde. Ich hielt meinen Zauberstab auf mich selbst und sagte:
- Avada Pedrada! (Anmerkung der Übersetzerin: Pedra Stein)
Und den ganzen Rest, den ich dir jetzt erzähle, kenne ich nur, weil ich die DVD mit dem Titel „Der Tod von Lord Voldemort" gesehen habe.
Mit einem Knall fiel ich auf den Boden und blieb dort reglos liegen.
Schweigen. Niemand bewegte sich. Um diese tiefe Stille zu durchdringen, sagte Sirius Black:
- Voldie hat Selbstmord begangen!
Als ob dies das Lösungswort wäre, begangen alle zur Musik von Everybody (Voldemort's dead) zu tanzen, die von den aus dem Nichts aufgetauchten Weird Sistern gespielt wurde.
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A/N: Der folgende Text stammt von dem Song Everybody (backstreet's back) von den Backstreet Boys. Kennt ihr den Videoclip dazu? Ihr müsst euch eine große Menschenmenge vorstellen, die alle dieses Lied singen und die dazugehörige Choreografie tanzen.
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Snape:
Everybody
Rock your body
Everybody
Rock your body right
Voldemort's dead alright
McGonnagal: Hey...well…
Draco Malfoy:
Oh Merlin, we killed Voldie
Who is gonna be the main character?
Who cares about that?
I'm better than him
He had no nose
And we don't like MJ
Dumbledore:
Am I naked now?
Yeah
Am I beautiful?
No
Am I sexual?
Yeah
I'm gonna show you my breath
You better cover your noses now
Alle:
Everybody (yeah)
Rock your body (yeah)
Everybody
Rock your body right
Voldemort's dead alright
Filch:
Now there is nobody to sleep with me
If he died who is going to kiss me?
I will be so lonely and no one cares
'Cause they don't respect that I'm gay
Dumbledore:
Am I naked now?
Yeah
Am I beautiful?
No
Am I sexual?
Yeah
Let's take off Voldemort's clothes
To see if he uses dippers
Alle:
Everybody (yeah)
Rock your body (yeah)
Everybody
Rock your body right
Voldemort's dead alright
Alright
Harry Potter: Oh
Mrs. Norris: Yeah
Hedwig: Oh
Lucius Malfoy: My ass is burning
Alle:
Everybody (yeah)
Rock your body (yeah)
Everybody
Rock your body right (Fudge: move those asses now)
Voldemort's dead
Everybody (yeah)
Rock your body (yeah)
Everybody (Fudge: every wizard)
Rock your body right (Fudge: every muggle)
Voldemort's dead alright
Als die Musik aufhörte, wachte ich auf. Alle tanzten ausgelassen, Albus war dazu auch noch nackt und Granger Schlammblut sang „der Dunkle Lord ist tot, der Dunkle Lord ist tot, der Dunkle Lord ist tot." Das war zu viel für mich. Ich apparierte nach Hause und nahm erst mal meine Antidepressiva ein. Und dann schrieb ich der einzigen Person, die mich versteht, nämlich dir.
Nun gibt es nichts mehr zu sagen. Alle hassen mich und ich bin müde (um mal was anderes zu sagen).
Tschüß, Tagebuch. Bis morgen.
Dicke Küsse
Voldie
P.S.: Wie gut, dass NIEMAND JE DIESES TAGEBUCH LESEN WIRD.
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Anmerkungen der Autorin:
1. Dralfoy: Mischung der Namen Draco und Malfoy. Ich weiß, dass es sehr blöd ist, aber nicht ich habe es erfunden, sondern eine Freundin. Sie dachte an Draco und wollte Malfoy sagen und heraus kam Dralfoy.
2. An die Fans von Michael Jackson: Nichts ernst nehmen, es ist nur Spaß. Es ist nur so, dass ich, seit ich geschrieben habe, dass Voldemort seine Nase verloren hat, ständig an MJ denken muss.
3. An die Fans von Brad Pitt: Es gilt das Gleiche. Nehmt die Sache nicht ernst. Ich mag ihn wirklich, aber ich brauchte eine Person für diese kleine Werbesache und die erste Person, die mir einfiel, war Brad Pitt.
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Und, wie hat es Euch gefallen? Sagt es mir!
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