Legende:

»Gerede«

#Gedanken#

::Parsel::

((AdA: Meine Kommentare))

21 Jahre in der Zukunft

Remus Lupin war gerade auf dem Weg in die Große Halle um das Abendessen nicht zu verpassen, als er hinter sich ein »REMUS!!!« hörte. Kurz darauf standen neben ihm auch schon schwer schnaufend seine zwei besten Freunde. Nach der kleinen Verschnaufpause, die sie Remus' Meinung nach auch dringend gebraucht hatten, wedelte Sirius mit einem Buch vor der Nase des Gryffindorvertrauensschüler herum. Was Remus überraschte war das Gesicht, welches er dabei machte. Die zwei Schwarzhaarigen strahlten doch tatsächlich so als ob ihnen gerade der beste Streich der letzten sechs Jahre gelungen wäre.

#Aber was hat das mir dem Buch zu tun?#, fragte er sich und beschloss dem Buch nicht zu trauen. Während seinen ganzen Überlegungen hatte Sirius nicht aufgehört ihm das geheimnisvolle Buch fast auf seine Nase zu schlagen, so nah war er ihm bereits. Völlig genervt und mit einem misstrauischen Blick auf das kleine Objekt, schnappte er es ihm aus der Hand.

»Warum strahlt ihr wie ein Honigkuchenpferd? Was habt ihr ausgeheckt? Ist es lebensgefährlich?«, wollte Remus auch prompt wissen. James und Sirius sahen ihn empört an.

»Also entschuldige mal, aber wir haben nichts ausgeheckt. Wir haben nur etwas gefunden, dass interessant werden könnte. Wenn du Seite Zweiunddreißig aufschlägst, weißt du auch was wir meinen. Außerdem haben wir noch nie lebengefährliche Streiche gespielt!«, entrüstete sich auch sogleich James. Neben ihm nickte Sirius heftig. Seufzend schlug Remus das Buch auf und als er die Zweiunddreißigste Seite las, runzelte er die Stirn.

»Was soll das heißen: Du wirst Dinge erfahren die du zu deiner Zeit nie erfahren wirst. Sowohl schlechte als auch gute. Es kommt ganz darauf an was du warst, was du bist und vorallem was du sein wirst. Doch dein Weg zurück ist nicht gewiss«, fragte er an die zwei gewand. Ihr Strahlen hatte sich noch nicht gelegt.

»Keine Ahnung, aber genau das ist doch das Interessante. Wir werden es rausfinden und du machst natürlich mit, Moony«, grinste James.

»Aber ihr braucht noch diese komische Kugel. Ich nehme nicht an, dass ihr sie habt oder?« Gerade hatte er sich noch Hoffnugen gemacht, es doch nicht machen zu müssen. Denn bei etwas was sich James und Sirius überlegten, musste man meistens vorsichtig sein. Doch all seine Hoffnung hatte das noch breitere Grinsen von ihnen entfernt.

»Unsinn Moony. Deswegen sind wir ja erst auf das Buch gestoßen. Wir wollten herausfinden was das für eine Kugel ist. Ich hab sie übrigens von meinen Eltern ausgeliehen. So etwas kann man ja nicht auf dem Dachboden verrotten lassen, findest du nicht?«, fügte Sirius noch zuckersüß dazu.

»Also hast du sie gestohlen, Tatze«, fasste Remus die Geschichte zusammen. Sirius wollte zwar beleidigt aussehen, doch das Grinsen auf seinem Gesicht hatte ihn verraten. Lachend gingen sie in die Große Halle, da sie während des Gesprächs weiter gelaufen waren. Als sie sich an ihren Haustisch setzten kam ihr Freund Wurmschwanz dazu und setzte sich auf den freien Platz neben Remus.

»Oh man, ich muss heute Abend noch nachsitzen«, jammerte er.

»Tja Peter, so ist das halt wenn man seine Hausaufgaben drei mal hintereinander nicht macht«, tadelte ihn Lily die sich gerade neben James quetschte und ihn zur Begrüßung kurz küsste. Diesem gefiel es allerdings gar nicht nur so ein kurzen gekriegt zu haben und küsste sie leidenschaftlich.

»Oh kommt schon ihr Turteltauben! Ich ess gerade«, stöhnte Sirius worauf Wurmschwanz kichern musste. James warf beiden einen tödlichen Blick zu und aß sein Essen beleidigt. Jetzt mussten auch Lily, Remus und Sirius kichern.

»Jaja macht euch nur lustig über mich. Mit mir kann mans ja machen«, brummte Krone in seinen nicht vorhandenen Bart. Darauf brachen die vier in schallendes Gelächter aus, worauf James zu schmollen anfing. Nach dem Essen verabschiedeten sich Peter von ihnen und ging ängstlich zu Professor McGonagall, bei der er seine Strafarbeit erhalten hatte. Moony, Tatze, Krone und Lily gingen in ihren Gemeinschaftsraum. Währendessen erzählten James und Sirius ihr begeistert von der Kugel und was sie herusgefunden hatten. Lily reagierte darauf ähnlich wie Remus und vertraute dieser Kugel und dem Buch nicht. Doch da sie die Jungs nicht alleine lassen wollte, schloss sie sich ihnen an, als die drei Rumtreiber in ihren Schlafsaal stiefelten. Glücklicherweise war außer ihnen niemand da.

»Gut setzt euch auf den Boden, ich hol die Posteritaskugel«, meinte Sirius und kramte in seinem Koffer.

»Posteritaskugel? Heißt so das Ding?«, fragte Lily. Sirius nickte darauf und zog grinsend eine fußballgroße Kugel heraus, in der blauer Nebel wirbelte. Sie bildeten einen Kreis und guckten sich die Kugel interessiert an. Sirius suchte nach der Seite, auf der die Kugel und der Zauberspruch abgebildet waren. Bald darauf fand er sie und sah nochmal seine Freunde an.

»Seid ihr bereit? Ich werde jetzt die Zauberformel sprechen«, warnte er sie, worauf er vier mal ein Nicken bekam. Er zog seinen Zauberstab und sagte: »Tempusiter!« Dann passierte alles sehr schnell. Die Kugel zersprang, der blaue Nebel umhüllte sie, so dass sie nichts mehr sahen, und sie fühlten alle gleichzeitig ein bekanntes Ziehen an ihrem Bauchnabel. Genau wie bei einem Portschlüssel. Nach kurzer Zeit spürten sie wieder Boden unter den Füßen und der Nebel verschwand allmählich. Als sie sich umsahen, erkannten sie, dass sie, trotz der Dunkelheit, immer noch auf dem Hogwartsgelände waren.

»Ich packs einfach nicht! Das war mit Sicherheit nur ein Portschlüssel! Wenn ich denjenigen finde, der dieses beschissene Buch geschrieben hat, der kann sich auf ne Standpauke einstellen, die sich gewaschen hat!«, regte Sirius sich auf und stampfte dabei ein paar mal mit dem Fuß auf den Boden.

»Hör auf Siri! Das ist doch kindisch. Um ehrlich zu sein bin ich froh, dass nichts schlimmes passiert ist«, meinte Remus und schritt zum Tor herauf. Lily stimmte ihm zu und schubste die Jungs Richtung Tor. Frustiert stöhnten sie auf.

#Das hätte so lustig sein können...#, dachten sie gleichzeitig. Als sie bei dem Bild der fetten Dame ankamen, sah diese überrascht zu den vier Teenager. Bei James blieb sie hängen.

»Harry, was machst du denn hier? Warum bist du denn nicht zu Hause?«, rief sie leicht erschrocken. James glotzte sie an als sei sie von dem anderen Stern. Remus räusperte sich.

»Also erstens es sind keine Ferien mehr und James wurde glücklicherweise noch nicht von der Schule geschmissen. Zweitens, warum nennen Sie ihn Harry?«, fragte er zum Schluss recht interessiert. Auch die anderen spitzten die Ohren. Die fette Dame runzelte nachdenklich die Stirn und sah sich alle noch einmal genauer an. Plötzlich traf sie die Erkenntnis.

»Oh Merlin...«, wisperte sie. »Remus Lupin, Sirius Black, Lily Evans und James Potter. Aber wie ist das möglich?«, fragte sie sich am Ende selbst. Die vier Freunde sahen sie nun skeptisch an.

»Wollen Sie nun endlich das Passwort oder nicht? Ich hab heut noch was besseres zu tun als Ihnen zu zuhören, wenn Sie betrunken sind!«, sagte Sirius genervt. Kein Wunder. Zuerst suchten James und er stundenlang in der Bibliothek nach dem Buch und fanden es erst in der Verbotenen Abteilung, nachdem sie James' Tarnumhang einfach geschnappt hatten. Später explodierte diese scheiß Kugel, dann wurden sie in diesen dämmlichen Rauch eingehüllt, anschließend landeten sie wieder auf dem Hogwartsgelände, gerade eben durften sie den ganzen Weg wieder hier hoch latschen und zuguterletzt müssen sie auch noch einem besoffenem Porträt zuhören.

#Was für ein beschissener Tag#, erkannte Sirius murrend. Das Porträt schwang ohne Passwort auf und meinte noch bevor sie reingingen: »Wartet bitte in dem Gemeinschaftsraum.« Die vier Gryffindors tauschten fragende Blicke aus und zuckten schließlich die Schultern. Doch wollten sie der Bitte des Porträts nachgehen. Als sie im Gemeinschaftsraum waren, sahen sie sich verwirrt um.

»Wo sind die denn alle? Als wir in den Schlafsaal hoch sind war er doch noch total voll. Und so spät kann es ja auch nicht sein«, sprach Lily die Gedanken aller aus.

Nach fünfzehn langen Minuten des wartens schwang das Porträt zur Seite und Professor Dumbledore trat herein.

#Junge, der sieht aus als wäre er gealtert#, überlegte James. Der Direktor schaute sie interessiert und doch etwas misstrauisch an. Nach einiger Zeit der Stille machte er schließlich seinen Mund auf und sagte etwas: »Mr. Potter, Mr.Black, Mr. Lupin und Miss Evans, könnten Sie mir ein paar Fragen beantworten? Gut. Was, Mr. Potter, ist ihre Animagusform und ihr dazugehöriger Name, den sie sich ausgedacht haben?« Die vier Teenager guckten ihn geschockt an.

»Sie wissen es?«, brachte James gerade noch so heraus.

»Ja ich weiß es. Aber keine Angst ich werde nichts sagen. Hm, es wäre wohl noch besser wenn Sie sie mir zeigen könnten«, gluckste er. Obwohl Krone nervös war, verwandelte er sich vor Dumbledores Augen in einen Hirsch. Als der Schulleiter nickte, wurde er wieder seine menschliche Gestalt. Danach sah Dumbledore Sirius erwartungsvoll an. Dieser verstand und wurde ein schwarzer Hund. Daraufhin lächelte Albus und setzte sich in einen der freien Sessel.

»Professor, woher wissen Sie das mit James und Sirius?«, fragte Lily.

»Das erkläre ich Ihnen am besten später. Denn nun möchte ich von Ihnen wissen, welches Datum wir haben«, sagte er leicht amüsiert.

Die Gryffindors waren sich im Stillen einig. Er hatte eindeutig zuviel von diesen Muggelsüßigkeiten gegessen! Dennoch antwortete Remus: »Wir haben den Zweiten September 1981.«

»Falsch. Heute ist der zweite Ferientag im Jahre Zweitausendundzwei.« Amüsiert betrachtete er die Gesichter vor ihm. Tatsächlich sahen sie gerade wie Fische auf dem Trockenem aus. Nach einer endlosen Zeit regten sich die wohl größten Unruhestifter der ganzen Hogwartsgeschichte wieder.

»Sie wollen uns doch veräppeln, oder?«, fragte Sirius lieber noch mal nach. Bei diesem Mann wusste man ja nie.

»Nein, Mr. Black, Sie sind in der Zukunft. Ich würde nur gerne wissen, wie sie es geschafft haben.«

»Naja also wir hatten das so ne Kugel mit so blauem Nebel innen drin. Wie hieß sie doch gleich?? Aja Posteritaskugel. Auf jeden Fall wollten wir wissen was dabei rauskommt, wenn wir den Zauberspruch, der in einem Buch über diese Kugel steht, testen. Und was machen wir jetzt, Sir?«, erklärte James.

»Nun, ich denke, dass ich euch zuerst einmal wo anders hinbringen sollte. Wenn ich bis zum Ersten September kein Weg gefunden habe euch zurück zu schicken, kommt ihr wieder nach Hogwarts und geht ganz normal auf die Schule. Ich seid jetzt in der sechsten Klasse, oder?«, meinte er nachdenklich. Remus bejahte und der Professor stand auf.

»In Ordnung, dann folgt mir am besten. Wir müssen in mein Büro«, ließ er sie noch wissen, bevor er aus dem Gemeinschaftsraum, Richtung seines Büros, marschierte. Schnell standen die Vier auf und eilten ihm hinterher. Als sie endlich in dem Büro ihres Schulleiters angekommen waren, sahen sie ihn fragend an. Dieser holte aus seiner Schreibtischschublade einen dunkelblauen Hut. Er zeigte mit seinem Zauberstab darauf und murmelte »Portus«.

»Kommt her. Wir gehen ins Hauptquartier des Phönixorden«, meinte er und winkte sie zu sich. Obwohl sie das mit dem Phönixorden´ nicht ganz verstanden hatten, hörten sie auf ihn. Jeder berührte den Hut und Dumbledore aktivierte ihn. Schon das zweite Nal an diesem Tag, spürten sie das Ziehen und nachdem der Farbstrudel vorbei war, landeten sie größtenteils auf dem Hintern. Als sie sich aufgerappelt hatten, standen sie auf einer Straße an der auch ein paar Häuser waren. Es sah hier etwas trostlos aus.

#Das kenn ich doch von irgendwo. Aber woher?#, schoss es Sirius durch den Kopf.

»Hier. Lest die Wörter und merkt sie euch gut, verstanden?« Dumbledore zeigte ihnen einen kleinen Zettel. Als er bei Sirius ankam weiteten sich dessen Augen geschockt.

»Was? Nein...«, hauchte er immer noch geschockt und guckte Dumbledore ungläubig an.

»Mr. Black, ich erkläre es Ihnen, wenn wir im Haus sind und ich bitte euch alle leise zu sein«, meinte dieser und nachdem auch Remus den Zettel gelesen hatte, gab er ihm wieder Dumbledore. Plötzlich erschien ein Haus zwischen den Häusern Zehn und Vierzehn. Es sah genauso mitgenommen aus wie auch die anderen. Der Direktor führte sie zur Tür und klingelte. Nach kurzem Warten machte eine rothaarige, kleine und mollige Frau auf die sie auch sogleich rein scheuchte. Erst nachdem sie wieder die Türe zu gemacht hatte, schaute sie sich die Jugendlichen an, die Albus mitgebracht hatte. Sie sah wie eine Statue dabei aus. Hätte man vielleicht auch gedacht, wenn sie nicht ohnmächtig geworden wäre. Verwundert sahen James, Sirius, Remus, Lily und sogar Albus Dumbledore sie an. Bis sich schließlich Dumbledore und Lily zuerst regten um die Frau wieder wach zu rütteln. Nach einer Minute stöhnte sie gequält auf und schaute sich nochmal alle an.

»Albus, sag wie ist das möglich?«, fragte sie mit einer ungewöhnlicher, piepsiger Stimme.

»Das erklär ich dir in der Küche, Molly. Wer ist denn überhaupt alles da?«, antwortete er wie immer lächelnd und helfte ihr aufzustehen.

»Tonks, Remus, Alastor, Amanda, Arthur, Bill, Charlie, Ron und Ginny«, zählte sie auf, während Albus alle in die Küche führte. Als er die Tür aufstoß und die vier Jugendlichen hinter ihm in die Küche traten, wurde es still. Totenstill.

»Chrm chrm... Also für diejenigen, die sie noch nicht kennen: Das sind Remus Lupin, Sirius Black, Lily Evans und James Potter«, räusperte sich Dumbledore.

»Albus, ich glaube, das war überflüssig. Schließlich haben wir Sirius gekannt, Remus sitzt neben uns und die Ähnlichkeit zwischen Harry und James ist ja wohl kaum zu übersehen. Und Lily hat die Augen die wir von dem Jungen kennen«, meinte Moody der sich zuerst wieder gefangen hatte. Dumbledore gluckste und setzte sich auf einen freien Stuhl. Jetzt kapierten die vier Zeitreisenden gar nichts mehr. Remus jung starrte Remus alt an. Auch die anderen sahen sich ihn näher an. Remus hingegen starrte alle an. Immer abwechselnd, als würde er glauben, wenn er zum nächsten kam, würde der anderen verpuffen oder so. Nach einiger Zeit konnte sich Remus alt wieder von seinem jungen Ich und den anderen lösen und sah stattdessen Dumbledore an.

»Was ist denn passiert?«, fragte er und Albus hatte ungeteilte Aufmerksamkeit. »Nunja, unsere vier Besucher hier haben eine Posteritaskugel ausprobiert, die sie dann in diese Zeit befördert hat. Sie sind in Hogwarts gelandet und ich habe sie hierher gebracht«, erzählte er in einem Plauerton.

»Und wie lange werden sie hier sein?«, fragte nun Arthur. »Solange bis wir eine Weg gefunden haben sie zurück zu schicken, wobei ich keine Ahnung habe, wie wir das anstellen sollen. Es steht in keinen Büchern drin und ich kenne niemanden der schon einmal mit so einer Kugel gereist ist.«

»Und wie viel sollen wir ihnen erzählen? Ich meine, sie können hier ja nicht unwissend leben.« Dies kam von Tonks.

»Wir können ihnen alles erzählen, solange sie wissen, dass man die Verganenheit nicht ändern darf.« Dabei wandte sich Albus an die vier Teenager, die sich inzwischen ebenfalls an den Tisch gesetzt hatten. Diese nickten.

»Nun gut, dann fang ich mal an. Wie ihr sicher festgestellt habt, bin ich Remus John Lupin. Nun Voldemort lebt immer noch und vor 17 Jahren hat er euch angegriffen James und Lily. Ihr wart verheiratet und hattet gerade einen Sohn geboren. Sein Name ist Harry James Potter. Auf Grund einer Prophezeiung, die besagt dass Harry der einzige ist der den dunklen Lord besiegen kann wurdet ihr angegriffen... Ihr... hattet zwar ein Fidelius-Zauber angewandt doch Peter, euer Geheimniswahrer, hat.. er hat.. euch verraten. Vold-voldemort hat euch beide...getötet. Doch bei Harry wirkte der - Todesfluch nicht. Sirius... hat das in dieser verdammten Hallowennnacht noch rausgefunden und wollte Wurmschwanz.. nunja... töten. Doch auch du wurdest überlistet und wurdest... unschuldig... ähm nach Askaban gesteckt. Vor vier Jahren hast du es geschafft abzuhauen. Dann bist du nach Hogwarts gekommen und wolltest... Pettigrew... umbringen, der sich als Ratte bei dem besten Freund von Harry versteckt hatte. Ich war in diesem Jahr Lehrer dort und nachdem ich herausgefunden hatte, dass du unschuldig warst, wollte ich dir dabei.. helfen. Wir haben ziemlich lange gebraucht um Harry alles zu erklären und am Ende hat er uns schließlich geglaubt. Übrigens warst du sein Pate. Auf jeden Fall wollten wir Wurmschwanz töten aber Harry hat es... äh... verhindert. Er wollte nicht das wir zu Mörder werden wegen... wegen dieser... Ratte. Da an diesem Abend Vollmond war, konnte Peter doch entkommen. Nur weil ich den Wolfsbanntrank vergessen hatte zu trinken! Da diese schäbige Ratte abgehauen ist und du auf der ganzen Welt immer noch als... Mörder... bekannt warst, wurdest du, Dank der vielen Dementoren die in Hogwarts waren, festgenommen. Doch Harry, Ron und Hermine haben es geschafft dich vor dem... Kuss des Dementors zu beschützen und dich entkommen zu lassen. Tja und ein Jahr danach ist Voldemort dank Peter wieder auferstanden. Ein weiteres Jahr danach bist du... gestorben, als du... als du... ähm Harry retten wolltest. Voldemort hatte ihn in die Ministeriumsabteilung gelockt. Es ist so, dass Harry und Voldemort ein Art - wie soll ich sagen - Verbindung haben. Er hatte ihm Bilder geschickt bei der du angeblich ge-gefoltert wurdest. Harry wollte dich retten und ist dort hin geflogen. Tja aber es ist alles nach hinten losgegangen. Bellatrix Lestrange hat.. sie hat dich... in einen roten Schleier geworfen, aus dem man nicht... nicht mehr... nicht mehr herauskommen kann. Der Phönixorden ist dafür da, gegen den Dunklen Lord zu kämpfen. Ich glaube... das war alles«, erklärte Remus. Über sein Gesicht kullerten Tränen, genau so wie bei den meisten im Raum. Auch die Zeitreisenden kämpften gegen die Tränen an, beziehungsweise liefen sie schon übers Gesicht.

Nach einer langen Zeit der Stille sagte Ron: »Professor, sollen wir das Harry alles schreiben?«

»Nein, es läuft immer noch die Gefahr, dass die Briefe abgefangen werden. Auch sonst darfst du ihm keine Briefe schreiben. Nach seinem Geburtstag holen wir ihn sowieso ab, dass musst du ihm dann an seinem Geburtstag schreiben. Den genauen Tag sag ich dir noch, Ron«, meinte Albus lächelnd und doch etwas streng. Ron nickte nur, doch fügte er noch etwas hinzu: »Aber Professor, ich werde ihm mit Sicherheit nicht verklickern, dass seine Eltern, Sirius und Remus in jung da sind. Nein, da werd ich mit Sicherheit nicht dabei sein.«

»Warum das denn?«, fragte James interessiert. Sein Schicksal hatte ihn zwar hart getroffen, doch wie sein zukünftiger Sohn so war, wollte er trotzdem gerne wissen.

»Weil der ein Temperament wie ein Tsunami hat! Wenn er rausfindet, dass wir ihm so etwas nicht gesagt haben, wird er ausrasten. Auch wenn er letztes Jahr etwas stiller geworden ist.«

»Er wird es schon verstehen. Harry ist vernünftig, Ron«, schaltete sich nun Molly ein. Darauf sagte Ron lieber nichts mehr. Er wusste ja, wie gern sie Harry hatte.

»Wie auch immer, ihr solltet jetzt besser ins Bett gehen, Kinder. James, Sirius und Remus es gibt noch ein Zimmer in dem zwei Betten stehen. Einer von euch kann bei Ron schlafen. Da ich so einiges über euch gehört habe würde ich sagen, dass es Sirius macht. Lily du kannst bei Ginny im Zimmer schlafen«, sagte Molly.

»Was soll das heißen: Sie haben schon etwas über uns gehört? Und warum bitteschön soll ich da schlafen - nichts gegen dich Ron, aber es würde mich schon mal interessieren!«, brauste Tatze auf.

»Ganz einfach, Sirius, ich habe schon von deinen und James' grandiosen Streichen gehört und wenn ich mal so darüber nachdenke, seid ihr zwei schlimmer als Fred und George und dass will was heißen! Abgesehen davon hab ich ja vielleicht Glück und Lily hat es schon etwas geschafft James von diesem Unsinn abzuhalten«, meinte Molly ruhig.

»Tut mir leid, aber ich habe es bisher noch nicht geschafft«, seufzte Lily und warf James einen bösen Blick zu.

»Bei aller Liebe, Lily, aber ich werde das Streiche spielen nie lassen können. Es ist so wie eine Sucht, stimmts Tatze?«, fragte James seinen besten Freund. Dieser nickte, begeistert von den Worten seines Freundes.

»Ach Jamie-Boy, deine Worte machen mich ja so glücklich!!« Dabei tat er so, als müsste er seine Tränen wegwischen. Darauf füllte sich der Raum mit schallendem Gelächter. Selbst Mrs. Weasley und Lily mussten ein Grinsen unterdrücken.

»Übrigens haben wir uns ja noch gar nicht genau vorgestellt. Das ist Nymphadora Tonks - wobei sie nur Tonks genannt werden will - , das ist sind meine Söhne Bill, Charlie und Ron. Das Mädchen dort ist meine Tochter Ginny und der Mann mit den vielen Narben ist Alastor Moody. Vielleicht kennt ihr ihn ja, keine Ahnung. Diese Dame dort ist Amanda Bones und das dort ist meine Frau Molly Weasley. Mein Name ist Arthur Weasley.« Wieder nickten die vier. Darauf musste Remus auch schon gähnen.

»Okay ihr geht jetzt schön hübsch ins Bett. Ron, Ginny ihr natürlich auch. Ginny du zeigst Lily euer Zimmer. Und du, Ron, bringst Sirius in euer Zimmer. Ich denke du kennst dich im Haus aus, oder? Hervorragend. Remus, James ich zeige euch euer Zimmer«, verkündete Molly und wollte schon aus der Küche, als sie wieder Sirius' Stimme vernahm.

»Professor Dumbledore da fällt mir etwas ein. Wieso eigentlich ausgerechnet diese Haus und was ist mit... mit meiner Familie´?« Das Wort Familie´ spuckte er geradezu aus.

»Nun Sirius, deine Familie ist schon seit Jahren tot. Du bist der letzte Black. Dieses Haus hast du uns als Hauptquartier gegeben und du hast dich hier vor dem Ministerium versteckt gehalten. Nachdem du gestorben bist, hast du es Harry vererbt. Er brauchte es nicht und hat es uns weiterhin als Hauptquartier überlassen«, äußerte Dumbledore. Sirius nickte verstehend und endlich konnte Molly alle aus der Küche führen. Ron und Sirius gingen in das Zimmer im ersten Stock und gleich daneben war Ginny's und Lily's Zimmer. Das Zimmer für Remus und James war ein Stock darüber.

»Als ihr geht jetzt gleich schlafen, verstanden?«

»Ja, Mrs. Weasley. Aber wir haben doch gar keine Schlafsachen«, meinte Remus.

»Oh stimmt. Entschuldigt bitte, aber das hab ich ja total vergessen. Geht zu Ron und fragt ihn danach. Wir müssen mal unbedingt einkaufen gehen«, murmelte sie zum Schluss und ging aus dem Zimmer wieder in die Küche. Moony und Krone folgten ihr bis zu Rons Zimmer. Dort gingen sie ohne anklopfen rein.

»Hey Ron, deine Mutter hat gesagt, dass wir dich nach Schlafanzügen fragen sollen«, begrüsste James sie. Darauf machte Ron den Schrank, der im Zimmer stand, auf und holte drei Schlafanzüge raus. Er schmiss Remus, Sirius und James jeweils einen zu.

»Ich hoffe doch, dass sie passen«, meinte er bevor er sich auch seinen raussuchte.

»Klar, abgesehen von ein paar Centimetern sind wir ja ungefähr gleich groß«, grinste Sirius.

»Danke, Ron. Wir sollten jetzt wohl wirklich schlafen gehen, sonst bekommt Mrs. Weasley noch einen Herzkollaps. Also dann Sirius, Ron gute Nacht«, lächelte Remus und zog James aus dem Zimmer.

»Hey, Moony. Glaubst du, dass ich Lily noch Gute Nacht´ sagen darf?«, fragte James und war schon auf dem Weg ins Mädchenzimmer. Doch Remus machte ihm einen Strich durch die Rechnung und zog ihn die Treppen hoch.

»Kommt gar nicht in die Tüte, Krone. So wie ich Mrs. Weasley einschätze, wird sie dir Morgen sonst die Ohren langziehen.« Ein paar Minuten protestierte James noch, bevor er sich geschlagen gab und schmollend in sein Bett verschwand. Davor hatte er sich natürlich umgezogen. Remus tat es ihm gleich und kuschelte sich in sein Kissen.

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Die nächste Woche war für alle, abgesehen von Molly, lustig und die vier Zeitreisenden freundeten sich immer mehr mit den Leuten, die im Black-Haus ein und aus wanderten, an. Am nächsten Montag kam Hermine mit ihrer kleinen Schwester Clara. Clara war elf Jahre alt und kam dieses Jahr nach Hogwarts. Sie und Hermine kamen auch bei Lily und Ginny im Zimmer unter. Mine und Lily verstanden sich sehr gut, da Lily ihrer Meinung mit dem Lernen teilte. Doch außer Remus brachten sie niemanden dazu, zu lernen. Dann kam er. Der Erste August. Der Tag an dem James' und Lilys Sohn kommen sollte. Am Frühstückstisch saßen Molly, Arthur, Remus alt sowie jung, James, Lily, Sirius, Ginny, Ron, Mine, Clara und Tonks. Als sie gerade ihr essen verputzt hatten, kam eine schneeweiße Eule hereingeflogen und machte sich auf dem Tisch vor Ron breit.

»Das ist Hedwig, Harrys Eule«, murmelte Ron und band ihr den Brief ab.

»Man, ist die schön!«, strahlte Clara und streichelte die Eule. Diese jedoch hob gleich wieder ab und flog raus.

»Ron, was hat Harry geschrieben?«, meldete sich Remus Senior zu Wort. Wortlos überreichte Ron ihm den Brief um seine eigene Gedanken zu ordnen.

»Warum will er sich den nicht abholen lassen? Ich meine, wenn es jemand vom Orden tut ist es doch viel sicherer!«, regte sich Hermine auf, als auch sie den Brief gelesen hatte.

»Hä? Kommt er heute doch nicht oder was?« Sirius verstand es, wie er sich selbst eingestehen musste, nicht ganz.

»Doch anscheinend kommt er heute, aber er will alleine hierher kommen. Keine Ahnung warum! Wie will er denn eigentlich kommen? Er hatte gestern erst Geburtstag. Ich denke nicht, dass er schon seine Apparierprüfungen hinter sich hatte, oder?«, fragte Ron zum Schluss an die vier Erwachsenen im Raum. Doch die erhoffte Antwort bleibt aus.

»Wir sollten einfach abwarten bis er hier ist. Er wird schon wissen was er tut«, meinte Tonks schulterzuckend und lehnte sich zurück.

»Bist du verrückt, Tonks? Ihm könnte was-weiß-ich-was passieren! Und du nimmst das einfach so hin? Er ist noch ein Kind!«, schrie Molly und erhob sich.

»Molly, jetzt beruhig dich doch mal. Harry kann gut auf sich alleine aufpassen. Besser als viele andere und das weißt du. Abgesehen davon ist er jetzt Siebzehn und ein Kind war er im geistlichen Sinne nie. Er hatte nur ein Kinderkörper. Und das alles ist dir bewusst. Wir sollten ihm einfach vertrauen, ich jedenfalls gehe nicht in den Ligusterweg. Ich geb Tonks Recht«, äußerte sich Remus und auch er lehnte sich zurück. Die geschockten Blicke ignorierte er einfach mal.

»Was meinst du damit, dass Harry nie ein Kind war?«, fragte die besorgte und zugleich ziemlich geschockte Lily.

»Nun, Lily, er hatte nie eins sein dürfen. Bei deiner Schwester, bei der er wohnte, musste er Arbeiten erledigen und hatte immer sehr gehorchen müssen. Kurz gesagt: Sie wollte, dass er erwachsen war und Spaß hatte er dort auch nie. Als er dann in seinem erstes Jahr in Horgwarts war, bekam er schon die schwere Last auf die Schulter gelegt, Voldemort eines Tages zu besiegen was wiederrum heißt ihn zu töten. Auch da hatte er nie ein Kind sein dürfen. Und nachdem Sirius gestorben war, hatte er es aufgegeben es auch nur zu versuchen«, informierte Remus Senior sie und hatte einen traurigen Blick auf seinem Gesicht. Einige Zeit war es wieder still. Arthur informierte Dumbledore und die restlichen Leute die mitkommen wollten um Harry abzuholen. Den ganzen Tag erwartete man, dass Harry auftauchte, doch erst spät abends klingelte es. Alle machten sich auf den Weg und Molly war die erste. Sie riss die Tür auf und umarmte gleich die Person die an der Tür stand. Nach dieser kräftigen Umarmung trat sie ein Schritt zurück und die Person schritt über die Türschwelle. Als sie Lily, James, Sirius und Remus Junior erkannte, stoppte sie. Dumbledore, der neben die vier Jugendlich trat, wurde von dem jungen Mann mit einem fragenden Blick betrachtet. Währendessen musterten die drei Rumtreiber und James' Freundin den Retter der Zauberwelt. Er hatte nachtschwarzes Haar, das alles Licht zu verschlucken schien und in alle Richtungen abstand, smaragdgüne Augen, eine blitzförmige Narbe auf der Stirn und war muskulös. Doch nur so, dass es gut aussah und nicht zu protzig. Seine enge Kleidung betonte seinen Körper hervorragend.

Er begann, ruhig zu sprechen: »Professor Dumbledore, was zum Henker machen meine Eltern, mein Pate und Remus in jugendlichem Alter hier?«

»Nun, Harry, sie haben eine Zeitreise hinter sich.« Etwas überrascht, dass Harry dabei so locker bleiben konnte, antwortete der Angesprochene trotzdem: »Ich nehme einfach mal an, eine fußballähnliche Kugel mit blauem Nebel hat das verursacht.« Das war keine Frage, sondern eine Feststellung. Da er die Zeitreisenden angeschaut hatte, nickten sie etwas perplex. Auch die anderen Anwesenden waren überrascht.

»Woher wusstest du das?«, fragte Hermine. Harry sah sie an.

»Hallo Mine, es freut mich auch, dich wieder zu sehen.« Verlegen sah Hermine auf den Boden.

»Tschuldige. Ich freu mich natürlich dich wieder zu sehen. Aber die Frage interessiert mich trotzdem«, nuschelte sie kleinlaut.

»Geraten«, bekam sie als Antwort. Jetzt wurde er noch überraschter angegafft.

»Du kannst aber ziemlich gut raten«, stellte Sirius trocken fest.

»Was war das eigentlich genau für ein Ding?«, fragte Harry, bewusst das Kommentar zu übergehen. Wenn er ihnen sagen würde, davon geträumt zu haben, so würden sie ihn, da war er sich hunter pro sicher, nicht vor morgen früh ins Bett lassen.

»Diese Kugel hieß Posteritaskugel und in einem Buch stand nur, dass man irgendetwas erfahren wird und dass der Weg nicht gewiss ist«, erklärte Remus.

»Ihr wolltet nicht zufällig in die Zukunft, oder?«, fragte Harry mit einer hochgezogenen Augenbraue. Er würde es ihnen zutrauen. Zumindest James und Sirius, so wie er sie einschätzte.

»Nein! Wenn wir gewusst hätten, dass wir so in die Zukunft reisen würden, hätten wir das Ding nie angefasst!«, stellte Lily gleich mal klar. Harry sah zu seinem zukünftigen Vater und seinem zukünftigen Paten.

»Und ihr?« Er wollte schon wissen, was er als Antwort bekam.

»Na hör mal, so was würden wir auch wieder nicht machen, klar?! Pass gefälligst auf, was du sagt, wir wissen doch, dass es verboten ist!«, fauchten beide gleichzeitig. Wie sie das immer wieder machten, kam Remus Junior schleierhaft vor, doch diesen Gedanke verdrängte er schnell.

»Ja klar. Entschuldigt bitte, dass ich so etwas von euch gedacht habe. Ich kann es mir selbst nicht erklären.« Diese Worte strotzten nur so vor Ironie.

#Der Typ kotzt mich langsam an! Patensohn oder nicht, der soll die Klappe halten. Obwohl, Recht hat er ja irgendwie. NEIN!!! Ich wär bestimmt nicht in die Zukunft gereist,...oder?#, überlegte Sirius und auch James hatte solche Gedanke.

»Vielleicht sollten wir erstmal in die Küche. Harry, mein Lieber, wo ist denn dein Gepäck?«, fragte Molly und scheuchte sie währendessen in die Küche.

»Habs in meiner Umhangtasche«, war Harrys knappe Antwort. In der Küche setzte sich jeder auf einen Stuhl und erst da sah Harry sich jede Person näher an. Abgesehen von den vie Zeitreisenden waren Molly, Hermine, Dumbledore, Tonks, Arthur, Ron, Fred, George, Ginny, ein kleines Mädchen das Herm ähnlich sah und Moody da. Auf dem Stuhl links neben sich saß Ron und der rechts neben sich war von Fred belegt worden.

»Hey Harry, freut uns übrigens dich wieder zu sehen!«, sagten die Weasley Zwillinge auch sogleich, Fred umarmte ihn vom Stuhl neben sich aus und George stand kurz auf um ihn einmal zu drücken. Nachdem George wieder neben seinem Bruder saß, klopfte ihm Ron auf die Schulter.

»Ich freu mich natürlich auch dich wieder zu sehen, Kumpel!«, lächelte er.

»Danke, Ron! Ich freu mich auch. Und natürlich auch bei euch beiden«, sagte er noch an Fred und George gewandt ehe er auch schon von der bekannten Stimme seines Schulleiters angesprochen wurde.

»Also Harry. Erst einmal es ist schön dich wieder zu sehen. Und dann hätte ich auch schon eine Frage: Wie bist du denn hier her gekommen?«

»Nun, Professor, ich denke Sie kommen auch immer so hierher«, sagte Harry und erhob sich, um ein Glas Wasser zu holen. Danach setzte er sich wieder und trank einen Schluck.

»Soll das heißen, du hast deine Apparierprüfung schon gemacht?«, fragte Ron ungläubig. Er musste noch bis zum Ende der Ferien warten. Wusste der Teufel warum, im Ministerium hatten sie anscheinend so viel zu tun. Harry nickte.

»Ja, Ron. Und bevor du fragst: Vermutlich aus dem Grund wie auch sonst. Weil ich der Junge-der-einfach-nicht-sterben-will bin. Du kennst das doch.« Diese Worte kamen etwas verbittert hervor. Ron, der dies bemerkte, sagte dazu nichts mehr. Er wusste ja, dass Harry nichts dafür konnte und es eigentlich auch gar nicht wollte. Das hatte ihm sein bester Freund schon in ihrem vierten Jahr in Hogwarts mit einem Anstecker an den Kopf geworfen.

»Wie hieß denn eigentlich der Zauberspruch, den ihr bei der Posteritaskugel verwendet habt?«, fragte der Goldjunge Gryffindors an die Zeitreisenden gewandt. Diese Frage brannte ihm schon länger auf der Zunge. Schließlich hatte er im Traum kein Wort verstanden. Ratlos schauten sich die Angesprochenen an.

»Ich glaub irgendwie etwas wie Tepuseiter´ oder Tempuskiter´'. So in der Art ungefähr«, sagte Sirius nachdenklich, worauf die anderen drei nickten.

»Tempusiter?«, fragte Harry seufzend. Sirius Gesicht hellte sich auf.

»Genau! Das war es! Woher weißt du das eigentlich?«, wollte er dann noch bewundernd und leicht misstrauisch - wenn Harry das richtig heraus hörte - wissen.

»Ich rate jetzt einfach nochmal: Keiner von euch kann Latein, oder?« Schon wieder musste Harry seufzen. Köpfe schütteln folgte.

»Harry? Was hat das alles mit Latein zu tun?«, fragte Hermine, die etwas ratlos war und das gefiel ihr überhaupt nicht. Sie fühlte sich so hilflos wenn sie nicht hinterher kam. Ehe Harry antworten konnte, hörte er auch schon Dumbledores freundliche Stimme.

»Du kannst Latein, richtig Harry?« Der Gryffindor nickte. »Ja kann ich, Sir.« Albus nickte verstehend. Damit wandte sich Harry wieder Hermine zu die noch etwas verwirrter als davor schon war.

»Herm, wusstest du, dass Zaubersprüche meistens auf Latein sind?« Hermine schüttelte den Kopf, doch sie schien verstanden zu haben, was Harry ihr sagen wollte.

»Also um ehrlich zu sein, versteh ich nur Bahnhof.« Auf Srius Aussage stimmten ihm ein paar Anwesende zu.

»Oh man Leute. So schwer? Posteritaskugel heißt übersetzt Zukunftskugel! Hättet ihr das gewusst Sirius, hättet ihr - beziehungsweise Remus und Lily - mal genauer nachgelesen. Tempusiter bedeutet Zeitreise. Da hättet ihr mit Sicherheit alle genauer nachgelesen! Also wäre es vielleicht gar nicht mal so schlecht etwas Latein zu können«, schloss Harry seine Erklärung und stand auf. Er stellte sein inzwischen leeres Glas ins Waschbecken und ging auf die Türe zu. Kurz davor stoppte er und drehte sich zu Molly um um.

»Mrs. Weasley, wo soll ich denn schlafen? Ich bin müde und würde gern ins Bett gehen.« »Tja Harry, Sirius ist mit Ron in dem Zimmer in dem du sonst immer schläfst«, meinte sie entschuldigend lächelnd doch Harry winkte ab.

»Ist doch egal. Ich nehm einfach ein anderes«, sagte Harry. »Das ist gut. Denn selbst wenn Sirius zustimmen würde in ein anderes Zimmer zu gehen, würde ich ihn nicht lassen. Es ist tagsüber ja schon anstrengend diese Kinder im Auge zu haben, aber nachts ist das praktisch unmöglich.« Bei ihrer Rede schickte sie Sirius einen bösen Blick. Dieser jedoch stand auf, ging ebenfalls zur Tür und drehte sich, so wie Harry schon vor ihm, um. Verschmitzt grinste er Mrs. Weasley an und verbeugte sich leicht vor ihr.

»Vielen Dank für das großzügige Kompliment, Mrs. Weasley. Ich gebe mir in Zukunft noch größere Mühe«, grinste er noch, ehe er kichernd aus der Küche rannte.

»Oh dieser Junge bringt mich noch ins Grab. Und du, James, grins nicht! Du bist auch nicht unbedingt besser als er. Ich würde sagen eher genauso schlimm!« Lachend verschwand dieser ebenfalls aus der Küche. Die anderen schüttelten den Kopf.

#Was dreizehn Jahre Askaban anrichten können... Kaum zu fassen. So habe ich Sirius noch nie gesehen!#, dachte sich Harry. Von Molly wurde er aus seinen Gedanken gerissen, die ihn in sein Zimmer bringen sollte. Er sagte noch zu allen Gute Nacht und stiefelte hinter Molly her. Sein zukünftiges Zimmer befand sich im zweiten Stock, neben dem Zimmer von James und Remus. In dem Raum befanden sich zwei große große Betten, zwei Nachttische, einen Kleiderschrank, ein Bücherregal, ein Schreibtisch mit Stuhl und zwei Fenster. Auf dem Schreibtisch saß Hedwig die anscheinend auf ihn wartete.

»Mrs. Weasley, wem hat diese Zimmer denn mal gehört? Wissen Sie das?«

»Molly, Harry. Nenn mich bitte Molly. Ich glaube es hat mal Sirius' Bruder Regulus gehört. Sicher bin ich mir aber nicht gerade. Und frag mich nicht, warum zwei Betten vorhanden sind. Das weiß vermutlich nur Regulus«, meinte sie. Dann ging sie aus seinem Zimmer. Harry vergrößerte seine Sachen und packte seinen Koffer mit einer Handbewegung aus. Dann stieg er aus seinen Klamotten, warf diese achtlos über einen Stuhl und krabbelte mit nichts weiter als einer Boxershort begleidet in sein weiches Bett. Dieser Tag war etwas anstrengend und obwohl bei der Tätowierung Magie geholfen hatte, hatte sie ihm doch etwas seiner Kräfte geraubt. Deshalb schlief er auch gleich darauf ein.