Titel: Bloody Desire - Blutiges Verlangen
Autor: C'est moi... Renwha
Disclaimer: Die Storyidee: Mir ; Figuren, Handlungsplätze, etc: Rowling
Warnings: Dark!Hermine
Summary: Ein Ausflug in der Nacht, ein Angriff, Flucht der besten Freunde... Hermines Tag endet nicht allzu gut. Zudem treten ein paar Problemchen auf, die ihr weiteres Leben auf den Kopf stellen!
Anmerkung: Es tut mir leid, aber in dieser Fanfiction wird es kein Slash geben, auch wenn ich so potentielle Leser vertreibe. Aber nehm euch bitte die Zeit, vielleicht wenigstens mal reinzuschauen.
A/N: Das ist die ÜBERARBEITETE Version von 1. Kapitel von Bloody Desire! Die weiteren Kapitel folgen... Insgesammt ist Chap. 1 um fast 2 Wordseiten länger und auch sprachlich besser. Meine Güte, was hatte ich da für ein Schwachsinn praktiziert. Das ich da überhaupt gute Reviews bekommen habe? Erstaunlich!
KAPITEL 1: Ihr seid Schuld!
„Warum hab ich mich nur darauf eingelassen? Warum nur?" ärgerte sich Hermine über sich selbst. „Hey, jetzt komm. Uns war klar das du mitmachen würdest. Du hast bisher doch bei jedem Blödsinn mitgemacht." Erwiderte Harry grinsend.
Zwar zierte sich Hermine am Anfang immer, stimmte dann doch zu und ärgert sich dann schlussendlich über sich selbst.
„Genau. Du würdest uns nie im Stich lassen. Eher würdest du 'nen Besen fressen!" stimmte Ron seinem Freund zu. Resigniert seufzte Hermine auf. Aber mit einem hatte Ron Recht. Ohne sie wären dir beiden schon längst von der Schule geflogen. O.k., Harry wahrscheinlich nicht, aber Ron?! Deshalb ließ sie sich auch zu jedem Scheiß überreden. ´Verdammt! Irgend jemand muss auf die aufpassen und das bin wohl ich. Und das nur wegen Seamus Schwachsinnsidee... Ich bring ihn um!!!
.:: Flashback (Hermine POV)::.
Wir saßen wir, wie so oft, am Gryffindortisch. Ich las mir die Notizen von den letzten Unterrichtsstunden durch, damit ich auch gut vorbereitet war, während Harry und die anderen Jungen über Quidditch redeten. Plötzlich fing Seamus an über den morgigen Kräuterkundetest zu sprechen. „Hey, ich hätte da eine Idee." Begann er flüsternd.
Ich, die bisher nicht zugehört hatte, blickte von meinen Notizen auf. Immer wenn die Jungen eine Idee haben, kann nichts Gutes dabei rauskommen.
„Wir könnten doch heute Nacht zu den Gewächshäusern gehen und schauen was in der Arbeit so drankommt. Die Sprout hat die Blätter doch immer in der Schublade ihres Tisches."
Ich sah sie geschockt an. Das war schließlich verboten! Doch ich sagte erst mal nichts. Vielleicht würde ich Glück haben und sie ließen das Vorhaben bleiben.
„Hey, das ist eine gute Idee. Wer soll das denn machen?" fragte Ron zustimmend. Seamus erwiderte darauf, das es am besten er, Ron und Harry machen sollten. Da wanderte deren Blick zu mir. Sie brauchten nicht mal etwas zu sagen. Ich wusste nämlich genau, dass sie darauf warteten, dass ich ebenfalls mitmachen würde. „Nein, auf keinen Fall! Ich mach da nicht mit. Vergesst es. Ich habe keine Lust von der Schule zu fliegen, nur weil ihr so eine Schnapsidee hattet!" flüsterte ich so laut es ging, ohne das jemand von den anderen Häusern etwas mitbekam.
„Oooch, Hermine. Jetzt komm schon. Du würdest uns doch nie im Stich lassen. Ohne dich sind wir aufgeschmissen. So eine kluge, gutmütige und zu ihren Freunden stehende Hexe würde uns doch nicht ins Unglück laufen lassen." schleimte Ron.
Ich biss mir auf die Lippen. Eigentlich war ich voll und ganz GEGEN dieses Vorhaben, aber als ich ihre erwartungsvollen Blicke sah, ließ ich mich doch erweichen. „Na gut, na gut. Aber wenn ich wegen euch Ärger bekomme, sagt ihr das ihr mich schier dazu gezwungen habt. Und ich gar nichts dafür könne. Habt ihr verstanden?" Nach einem kurzen Zögern, stimmten sie Kopfnickend zu.
Um 23 Uhr brachen wir, versteckt unter dem Tarnumhang und mit der Karte des Rumtreibers auf. Draußen waren es Minusgrade und Seamus lag im Krankenflügel, weil er von irgendwelchen Slytherins verflucht wurde. Wenn ich ihn nicht selbst gesehen hätte würde ich glauben er hatte die Slytherins absichtlich so lange provoziert bis sie ihn verfluchten und er so nicht mit auf diese Nachtwanderung kommen mussten.
.:: Flashback Ende (Hermine POV) ::.
„Wir sollten allmählich mal losgehen. Wenn wir noch weiter hier herumstehen, erfrier ich noch!"
„Schon gut, Hermine." kam es genervt von Ron.
Sie rannten so lautlos wie möglich in Richtung Wald. Gerade schlug das Trio den Weg ein, der zu den Gewächshäusern führte, als ein schwarzer Schatten vor ihnen regelrecht vorbeiflog.
Starr vor Schreck blieben die Gryffindors stehen. Harry, Ron und Hermine schauten sich ängstlich um, doch der Schatten war verschwunden. Hinter ihnen raschelte etwas und sie wirbelten herum, weshalb ihnen der Tarnumhang auf die Schultern rutschte und sahen gerade noch wie etwas mit rasender Geschwindigkeit auf sie zu flog.
„Verdammte scheiße..." war das einzige was Harry im Moment einfiel und dann, wie ein Geistesblitz schrie er: „LAUFT!"
Sie rannten direkt auf den See Richtung Schloss zu und bei einem der Büsche blieben sie mit dem Umhang hängen. Hermine wurde als einzige zurückgerissen und fiel auf den Boden. Ihre Freunde schienen nicht mal zu bemerken dass der Umhang, und vor allem Hermine, fehlte. Sie rannten einfach weiter auf das Schloss zu und ließen ihre Freundin zurück, die zitternd vor Angst auf dem, wegen des Frosts, steinharten Boden saß.
Plötzlich hörte sie erneut ein Rascheln und als sie sich langsam umdrehte blickte sie auf eine Frau mit blutroten Augen. Man konnte die Farbe der Augen erkennen, da sie wie Laserstrahlen die Dunkelheit durchbohrten und einen Moment später spürte sie erst ein Windstoß und gleich darauf einen brennenden Schmerz in ihrem Gesicht. Hermine stieß einen spitzen Schrei aus und fasste sich an die schmerzende Wange und zuckte zusammen. Über ihr Gesicht floss warmes Blut und sie konnte fühlen wie sich 4 tiefe Schnitte über ihre Wange zogen. „Was...?" stotterte Hermine.
Die salzigen Tränen die unaufhörlich aus ihren Augen flossen, berührten die Wunde und ließ das Brennen auf ein hundert Faches anschwellen. Gehetzt und mit aufgerissenen Augen probierte das Mädchen sich aufzurichten, scheiterte aber kläglich, da ihre Glieder irgendwie nicht taten, was sie von ihnen verlangte.
Das alles war in höchstens 10 Sekunden passiert, aber ihr kam es wie eine Ewigkeit vor. Sie setzte zu einem weiteren Versuch an sich zu erheben. Es klappte sogar und sie rannte ziellos in die Dunkelheit. Durch die Tränen verschwamm Hermine Sicht und machten sie regelrecht blind. Allerdings war ihr ihr Ziel in dem Moment völlig egal. Sie wollte einfach weg!
Doch Hermine kam nicht mal sehr weit. Die Frau überholte sie mit Leichtigkeit und griff erneut an. Sie spürte wieder einen Schmerz, der ihre Schulter durchzog und schon wurde sie in die Luft gerissen, flog knapp 10 Meter, schlug auf dem steinharten Boden auf und blieb mehr bewusstlos als anwesend liegen. Sie war unfähig sich zu bewegen. Innerlich war ihr bewusst geworden, das dies ihr Tod bedeuten könnte, wenn sie nichts machen würde. Doch ihr Körper schien wie gelähmt. Sie bekam sogar kaum mit das die unbekannte Frau sie jetzt am Hals packte, nach oben riss und ihren Kopf gleichzeitig nach oben und nach rechts drückte. Das nächste was Hermine in ihrem benommenen Zustand wirklich mitbekam, war ein heißer Atem an ihren Hals und kurz darauf ein stechender Schmerz der diesen durchbohrte. Hermine schrie aus Leibeskräften, doch nicht lang genug, denn die Frau drückte mit wahnsinniger Kraft ihren Hals zu. „Dich wird niemand hören..." Hermine hatte das Gefühl, dass die leise Stimme von überall her kommen würde und der Effekt war, dass ein Schmerz in ihrer Stirn explodierte, der sich weiter in ihrem Körper ausbreitete. Erst ein leichtes Kribbeln, welches dann zu einem Brennen wurde, als stünde sie in Flammen. Sie hatte das Gefühl jetzt sterben zu müssen!
Neben den Schmerzen bekam Hermine kaum Luft und eine Sekunde später ließ der Schmerz an ihren Hals nach und auch die Frau hörte auf sie zu erwürgen. Im Gegenteil! Sie ließ Hermine los und verschwand mit einem Flügelschlag. Allerdings verschwand nicht der Schmerz in ihrem Körper und Hermine verlor jetzt entgültig das Bewusstsein.
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„So, du warst auf Jagd?" fragte ein Mann in einem hohen Sessel. Vor ihm stand eine Frau mit schwarzen Haaren, die den Mann direkt anblickte. „Ja!" war die einzige Antwort, ehe der Mann amüsiert auflachte. „Hattest du Spaß?"
„Ja!"
Wieder das Lachen. „Wo warst du?" fragte er darauf und griff nach rechts und nahm ein Glas mit einer roter Flüssigkeit in die Hand. Er schwenkte es leicht, roch daran und nahm einen Schluck. „Guter Jahrgang! 15, schätz ich. Könnte aber auch Jünger sein!"
Das Schauspiel beobachtete die Frau mit neutralen Gesichtsausdruck. Sie kannte das schon. „Hogwarts!" antwortete sie und beobachtete ihren gegenüber. Doch sie konnte an seinem Blick nichts ablesen. „So?" fragte er. „Du warst in Hogwarts?" Auch seine Stimme verriet keine Emotionen.
„Nicht in Hogwarts, sondern auf dem Gelände!" verbesserte sie und erntete daraufhin einen bösen Blick. „Das meinte ich!" erwiderte er laut, den nächste Satz aber wieder in seiner normalen, schleppenden Stimme: "Wer war es?„
XxX
Die Hogwartsschülerin erwachte erst am nächsten Morgen. Allerdings wusste Hermine nicht wie lang sie schon im feuchten Gras lag. Sie spürte eine eisige Kälte um sie herum. In der Nacht hatte es anscheinend angefangen zu regnen, wodurch sie völlig durchnässt war. Zudem tat ihr ganzer Körper höllisch weh.
Jetzt erinnerte sie sich wieder an die letzte Nacht. Sie wollte gar nicht wissen wie sie aussah. Mit dem ganzen Schnitten, blauen Flecken und Blut. Sie schaute sich um. Auf dem ganzen Rasen war Blut zu sehen. Anscheinend hatte es nicht lang genug geregnet um alles wegzuspülen, sodass es trotzdem noch aussah, als hätte man ein Schwein geschlachtet. Und genauso fühlte sich die Hexe!
So vorsichtig wie es ging stand Hermine aus und ein Schmerz in ihrem Bein ließ sie einknicken. Auch ihr Arm war besorgniserregend angeschwollen und rot, was sich auf ihrer gerade sehr blassen Haut noch extremer abzeichnete.
Als sie sich ihre Haare hinter die Ohren streichen wollte, bemerkte sie, dass, neben ihrem körperlichen Zustand, noch etwas anders war. Die normalerweise sehr gelockten und vor allem braunen Haare, waren jetzt nachtschwarz mit leichtem Lilastich in manchen Strähnen und zudem waren sie glatt und knielang. Das war aber nicht Hermines einzige Veränderung. Ihre Brüste waren mindestens ums doppelte Größer und insgesamt war ihr ganzer Körper der eines Topmodels. Dünn, aber nicht abgemagert, 5 cm größer und lange Beine. Hermine stieß einen spitzen Schrei aus. ´OH MEIN GOTT! Was ist mit mir passiert? war nur einer der Gedanken, die in ihrem Kopf rumschwirrten. ´Hermine, jetzt beruhig dich. Es gibt garantiert eine ganz einfache Erklärung für das ganze. Ich sollte aber ins Schloss zurückkehren. sagte ihre vernünftige Seite. Die, die aber nicht sehr überzeugend war, denn sonst hätte sich Hermine nie auf diesen Schwachsinnsplan eingelassen. Doch jetzt hörte Hermine ausnahmsweise auf die Stimme.
Mehr als Recht stehend, blickte sie sich nach dem Tarnumhang um und sah ihn im Busch liegen, dort wo sie hängen geblieben war. Sie humpelte zu der Stelle und nahm ihn an sich. Auch dieser hatte etliche Blutspritzer abbekommen, obwohl er mindestens 5 Meter entfernt lag. Sie klemmte ihn so gut es ging unter ihren Arm und drehte sich um. Hermine blickte zum Schloss und bei der Entfernung blieb ihr der Mund offen stehen. „Wie soll ich bloß in meinem Zustand dorthin kommen?" sagte sie lese zu sich. Und sie sollte Recht behalten. Für den Weg zum Schloss, den Hermine normalerweise in 3 Minuten zurücklegte, brauchte sie jetzt das 10-Fache.
Das Schloss war wie ausgestorben. ‚Anscheinend ist es noch zu früh für Frühstück!". Der einzige der ihr begegnete war ein Geist, der Hermine etwas verwundert anschaute, was ja auch kein Wunder war. Hermine sah ja aus, wie frisch vom Schlachter.
Bei den Treppen hatte sie wesentlich mehr Schwierigkeiten hochzukommen, doch mit viel Müh und Not schaffte sie es schlussendlich doch noch.
Beim Gryffindorgemeinschaftsraum blieb sie stehen um erst mal zu verschnaufen. Sie wurde auch von der Dame im Portrait komisch beäugt, sagte aber nichts. „Amperia Fimento!" sagte Hermine und das Portrait der Fetten Dame schwang zur Seite und gab den Durchgang zum Gemeinschaftsraum frei. Auch dieser war leer, sehr zu ihrem Gefallen. Es war Hermine ganz Recht, so sah wenigstens niemand ihren Zustand und sie musste keine dummen Fragen beantworten. Das sie das, sobald die Schüler aufstanden, so oder so machen musste, fiel ihr nicht auf.
Die Rolltreppe zu den Mädchenschlafsälen trug sie nach oben und leise schlich sie in den Schlafsaal der 6. Klasse der sich fast am Ende des Ganges befand. Genauso leise schlich sie zu ihrem Bett rechts an der Fensterseite. Plötzlich ertönte Lavanders Stimme: „Hermine? Bist du das?" Doch sie klang keineswegs verschlafen, sondern wach. Hermine hatte vergessen, dass das blonde Mädchen eine Frühaufsteherin war. „Ähm, ja..." antwortete Hermine leise und unsicher. Sie hatte keine Ahnung wie sie sich aus dieser Situation herausmanövrieren sollte.
„Wo warst du?" bohrte ihre Freundin weiter und ihre Stimme wurde immer neugieriger. Hermine wusste das Lavander eine Klatschtante war und man immer aufpassen wusste, ihr keinen Stoff für neue Gerüchte zu liefern.
„Ähm, ist egal. Tut mir leid, wenn ich dich geweckt haben sollte. Ich möchte erst mal ins Bad." Sie schnappte sich ihren Schlafanzug, ihr Waschzeug und ein frisches Handtuch. Sie schlich zum Bad und schloss die Tür hinter sich. Nachdem Hermine ihre Klamotten, wie sie entsetzt feststellte blutgetränkt, ausgezogen hatte, blickte sie in den Spiegel und erstarrte innerlich zur Eissäule. Das was sie sah, gefiel ihr gar nicht. Die Schnitte und blauen Flecken auf ihrem Körper sahen aus, als hätte mal sie gefoltert und das Blut tat ihr übriges dazu. Doch was sie eigentlich erschreckt hatte, waren ihre Augen. Ihre eigentliche haselnussbraunen wurde durch ein Blutrot in verschiedenen Farbtönen ersetzt. Sie erinnerten gefährlich an die der unbekannten Frau. Zudem war ihre Pupille so klein wie ein Stecknadelkopf, sodass sie aussah als sei sie auf Drogen. Dann fiel ihr ein, dass sie vergessen hatte, die Tür zu verschließen und tat dies schnell. Sie hatte keine Lust auf ungebetene Besucher, wie Lavander!
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Die Frau sah etwas merkwürdig den Mann an. „Sie ist hübsch... und außerdem ist ihr Blut- besonders!" Als sie das sagte schloss sie ihre Augen. Der Mann lachte wieder. „Ach, ist sie das?" fragte er und kam auf die Frau zu. Er blieb direkt vor ihr stehen. „Glaubst du, sie ist eine von ihnen?" Er legte eine Hand auf ihre Schulter.
„Ja!" sprach sie mit einer Überzeugung, die jeden Zweifel nahm. „Ja, das ist sie! Hundertprozentig!" Als Antwort nickte der Mann nur, drehte sich um und verschwand aus dem schwarzen Saal. Er verschmolz regelrecht mit der Dunkelheit.
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Nachdem sie unter die Dusche gestiegen war wusch sie ihre blutverkrusteten Haare gründlich aus, was bei deren Länge sehr schwierig war Zudem wurde es zu einer Art Höllenakt. das heiße Wasser brannte wie Feuer. Trotzdem begann sie vorsichtig, sich mit einem Waschlappen das Blut von ihren Körper zu entfernen. Die wunden Stellen ließ sie vorerst aus.
Fertiggeduscht stellte sie sich wieder vor den Spiegel und wandte sich ihrem Hals zu, indem sie ihn leicht schräg hielt. Hermine hatte schon im Voraus eine Wundheilsalbe mitgenommen.
Als sie sich die nassen Haare zurückstrich, entdeckte sie etwas, was sie nicht für möglich gehalten hätte. Vier kleine Löcher, von denen 2 schwer zu entdecken waren zierten ihren bleichen Hals. Sie wollte Schrein, doch sie biss sich auf die Lippen. Es wäre nicht gut, jetzt soviel Aufsehen zu erregen. „Das kann doch nicht wahr sein..." flüsterte sie leise, als sie registrierte, was die Bissspuren zu bedeuten hatten.
Um Gewissheit zu haben, öffnete sie den Mund und entdeckte 4 Zähne die eindeutig länger und spitzer geworden sind. Mit dem Zeigefinger strich sie darüber und schnitt sich leicht. „Verdammt..." brachte sie nur heraus, eher ihr die Erkenntnis, was das zu bedeuten hatte die Tränen erneut aus den Augen quollen ließ. Langsam sank sie auf den Boden, den Schmerz den ihr Bein verursachte ignorierend und starrte apathisch gerade aus. In ihrem Kopf war ein Durcheinander an Gedanken, doch eines hatten alle gleich: Vampir!
Hermine hatte genug über Vampire gelesen um zu wissen was das zu bedeuten hatte. Das grauenvollste davon war die Tatsache, das sie töten würde müssen. Das war unvermeidbar, wolle sie nicht sterben.
Langsam stand sie auf, packte ihre Sachen in die Wäschetonne und dachte sarkastisch: ´Viel Spaß beim auswaschen! Das alles geschieh mehr aus Reflex, als das sie gerade mitbekam was sie tat. Sie zog sich ihren Schlafanzug an, ließ ihre Haare mit einem Zauber trocknen und band diese nach oben. Da man so aber Bissstellen sah, klebte sie noch ein Pflaster darüber.
Lavander hatte sich inzwischen wieder schlafen gelegt. So hatte sie wenigstens ihre Ruhe. Sie fühlte sich kein bisschen Müde. ´Liegt wahrscheinlich daran das Vampire Nachtwesen sind.
Doch gerade als sie sich an den Kamin im Gemeinschaftsraum gesetzt hatte, kamen Ron und Harry runter. Wahrscheinlich hatten sie auch nicht schlafen können, oder wollten einfach nicht. Wie sich Hermine gedacht hatte erkannten sie sie nicht. „Wer bist du?" fragte Harry misstrauisch. Um das noch zu unterstreichen, zog er noch seinen Zauberstab aus der Tasche und hielt ihn auf Hermine gerichtet. Entnervt drehte Hermine sich zu ihren beiden Freunden um. „Harry lass das. Man greift kein verletztes Mädchen an. Das schickt sich nicht. Besonders weil es sich um die beste Freundin handelt." Sie sagte das in genau dem Tonfall wie sie sich auch fühlte.
„Hermine?"
„Ja?"
„Wie siehst du denn aus?" Fragte Harry unsensibel und starrte unverwandt Hermine an. Harry hatte zwar inzwischen den Zauberstab runtergenommen, aber das Misstrauen blieb, das sah man an seinen verengten Augen und weil er seinen Zauberstab in der Tasche noch fest umklammert hielt.
In Hermine kam die Wut hoch. ‚Was bilden die beiden sich ein?' Ihr fielen noch viele verschiedene Ausdrücke für ihre „Freunde" ein, entschied sich aber die nicht zu gebrauchen. Stattdessen sagte sie so laut wie möglich, aber nicht schreiend: „Das fragst du auch noch? Ihr seid an allem Schuld! Wärt ihr gestern nacht nicht einfach weggerannt und hättet mich nicht allein zurückgelassen, ginge mir es um einiges besser. Dank euch bin ich jetzt..." Doch sie sprach nicht weiter. In dem Moment entschied sie, ihnen nichts zu sagen und auch keinem anderen. Selbst Dumbledore nicht! Sie glaubte, wenn der Schulleiter davon erfahre, würde er sie von Hogwarts verweisen und damit ihre sehr aussichtsreiche Zukunft ruinieren! Sie wollte nicht wissen wie ihre Klassen- und Hauskameraden darauf reagieren würden. „Hermine, das tut uns unendlich leid. Wir waren einfach in Panik." Kam es von Ron. Das war das erste, was er seit ihrem Gespräch gesagt hat. „Oh, ja. In Panik war ich auch. Aber leider Gottes hatte ich das Pech von dem- Ding 3 mal genauso aufgeschlitzt zu werden," sie deutete auf ihre Wange, „durch die Luft geschleudert und gebissen zu werden." Um zu verdeutlichen wie sie aussah, hob sie ihre Bluse etwas an, damit die Jungen ihre Hüfte mit der Wunde sehen konnte und sie schob das Oberteil an der Schulter etwas zu Seite. Zwar brannte die Verletzungen immer noch höllisch, das war ihr aber egal. „Oh, mein Gott!" War das einzige was sie raus bekamen.
Aber Hermine war noch nicht fertig. „Ah, bevor ich es vergesse. Wenn es euch noch nicht aufgefallen sein sollte, ich habe seit neustem eine neue Frisur, samt Haarfarbe, mit rote Augen und Pupillen die mich aussehen lassen, wie als sei ich auf Crack." ereiferte sie sich aus gutem Grund. Hermine war inzwischen aufgestanden und kam mit bedrohlichem Blick den Jungen immer näher.
„Was ist Crack?" fragte Ron verwundert.
„Das ist eine Droge." Erklärte Harry kurz.
„Und was sind Drogen?"
„Ron, könntest du mit deiner Fragerei bitte aufhören?! Wir haben andere Probleme!" entgegnete Harry. Er wandte sich wieder ihrer besten Freundin zu. Diese tat aber, als hätte sie es nicht gesehen.
„Gut, ich mach mal einen kleinen Spaziergang- in die Kerker..." Und damit verschwand Hermine schnell aus dem Portraitloch. Sie wollte eigentlich zu Snape und ihn nach einen Trank fragen. Sie war sich sicher das er kein Wort Dumbledore sagen würde. Er ist zwar ein Ekel, aber für so fair hielt sie ihn schon. Aber natürlich konnte sie nicht einfach bei seinem Büro anklopfen. Deshalb lief sie einfach ein bisschen in den Kerkern herum und vielleicht hatte sie ja Glück und Snape würde draußen herumlaufen.
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Die dunkelhaarige Frau, die gerade ebn noch mit dem Mann gesprochen hatte stand jetzt vor 10 verhüllte Gestallten, die im Halbkreis um sie standen. Eine Aura ging von ihnen aus, die einem sofort erschaudern ließ. Doch die Schwarzhaarige stand mit gesenkten Kopf da. „Schau uns an, Celeste Aquilar! Was hast du vorzubringen?" fragte die Person in der Mitte. An der Stimme erkannte man, dass es ein Mann war. Sie war dunkel und schien in der großen Halle mit Kuppeldach von überall zu kommen. Celeste antwortete mit ehrfürchtiger Stimme: „Wir haben ein von uns gefunden. Sie geht in Hogwarts zu Schule!" Sie wollte erst mal nicht zu viel sagen. „Sprichst du die Wahrheit?" sagte die dritte von Links. Die Frau hatte im Gegensatz zum Vorherigen eine glockehelle Stimme. „Ja!" sagte Celeste.
„Wie heißt sie?"
„Das weiß ich nicht. Tut mir leid!"
„Finde es heraus und komme dann wieder!"
„Natürlich!" mit einer Verbeugung verließ Celeste den Saal.
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Hermine lief schon seit 10 Minuten in den Kerkern herum, doch kein Snape war zu sehen. „Verdammt. Wenn man ihn nicht gebrauchen kann, taucht er immer auf. Und wenn man ihn mal braucht ist er nicht da! Das ist sooo typisch!" ärgerte sich Hermine und hatte den Drang auf irgendetwas einzuschlagen, ließ es aber bleiben. Ihr Körper war schon geschunden genug, als dass sie noch, im schlimmsten Fall, eine gebrochene Hand gebrauchen konnte. Das sie immer noch aussah, als hätte man sie gefoltert bemerkte sie nicht. So sehr hatte sie anderes im Kopf. Allerdings tat ihr Bein schon weniger weh. Es war nur noch ein leichtes Drücken und auch die Schwellung am Arm war abgeklungen. Nicht mal eine Rötung war zu sehen und man merkte die Verletzung nur noch an der Unbeweglichkeit.
Angesäuert ließ sie sich auf einer Treppe nieder und starrte auf die gegenüberliegende Wand. Sie würde einfach warten müssen. Was anderes blieb ihr so oder so nicht übrig!
Es vergingen weitere 10 Minuten, doch es geschah nichts. Nicht mal ein Geist kam vorbei! ´Dann geh ich halt in die große Halle. Es müsste allmählich Frühstück geben, und wenn nicht warte ich einfach.
Sie hatte fast die große Halle erreicht als sie plötzlich in jemanden reinlief, der von links aus dem Lehrerzimmer kam. „Passen sie doch auf, Miss -. Wer sind sie?" schnarrte eine wohlbekannte Stimme. „Granger, aber sie sollten doch allmählich ihre Schüler erkennen, Professor." Erwiderte Hermine trocken. Sie wollte den Professor nicht direkt ansehen, zumindest nicht mitten im Gang. Sie wusste nicht ab sie auch so leuchtende Augen hatte, wie der andere Vampir. „Sie sehen mir aber nicht danach aus. Wer sind sie?"
In Hermine kochte schon wieder die Wut und sie vergaß ihren Vorsatz Snape nicht direkt anzusehen. Irgendwie wurde sie zur Zeit recht oft wütend. Noch bevor sie etwas sagen konnte sagte Snape: „Ihre Augen sehen aber nicht gut aus!"
Hermine verbiss sich ein ‚Ach ne' und sagte stattdessen: „Deshalb hatte ich sie gesucht!"
Snape schien einen kurzen Moment zu überlegen. „Gut. Kommen sie mit. Ich hoffe für sie es ist wichtig." Hermine zweifelte nicht an seinen Worten. „Oh ja, das ist es!"
Sie gingen den gleichen Weg zurück, den Hermine gekommen war und betraten Snape's Büro. Hermine ließ sich auf einen Stuhl nieder und starrte auf den Schreibtisch vor sich. Snape setzte sich ebenfalls hin und forderte sie auf: „Gut fangen sie an!"
Hermine atmete einmal tief ein. Sie wusste nicht wie sie Ron und Harry aus dem Spiel lassen sollte. „Als, ich weiß, ich riskiere hiermit eine Strafarbeit, aber es ist wirklich dringend. Wir, also Harry, Ron und ich waren aus einen bestimmten Grund – aber das ist jetzt egal" fügte sie hastig hinzu. „- draußen vor dem Schloss. Da würden wir plötzlich von einem... Ding angegriffen und ich stürzte als wir fliehen wollten. Harry und Ron rannten weg und ließen mich zurück. Das Wesen griff weiter an. Sie sehen ja die Verletzungen." Sie zeigte ihm auch noch die anderen Schnitte, die man bisher nicht sehen konnte. Snape runzelte nachdenklich die Stirn. „Was war das für ein Wesen?" fragte er nach. Kein Spot oder Verachtung lag in seiner Stimme. Nicht wie es sonst der Fall war.
‚Anscheinend nimmt er das wirklich ernst.' Hermine zögerte einen Moment. Sollte sie es wirklich sagen? Was würde danach passieren? Wird mich Snape bei Dumbledore anschwärzen? Das war nur ein Teil ihrer Gedanken. Doch sie wusste, dass ihr nichts anderes übrig blieb, schließlich hatte sie entschieden zu Snape zu gehen und das musste sie jetzt auch durchziehen!
„Es war... ein Vampir!" Ihre Hand fuhr zu ihrem Hals, riss das Pflaster, welches die Bissstelle bisher verdeckt hatte, runter und drehte den Kopf so, dass ihr Professor es sehen konnte.
"Das ist aber nicht alles." Sie öffnete den Mund um die spitzen Zähne zu zeigen.
„Das ist allerdings ein Problem." Stellte er fest. „Aber warum kommen sie ausgerechnet zu mir?"
„Ich hatte gehofft, sie würden ein Trank kennen der die ganzen Veränderungen rückgängig machen könnte." Sie biss sich vor Nervosität auf die Lippe. Sie wusste wie schwachsinnig sie sich anhören musste. Man konnte die Verwandlung zum Vampir nicht rückgängig machen!
„Ich hätte gedacht, gerade sie müssten wissen dass man so etwas nicht rückgängig machen kann." Er schaute einen Moment nachdenklich, ehe er weitersprach. „Aber es gibt einen anderen Trank."
TBC.
