Erst mal ein großes Dankeschön an alle Reviewer. So viele hatte ich noch nie beim ersten Kapitel bekommen +sich froi+. Hoffe ihr schreibt mir weitere!
So, und nun die Antworten auf die Reviews:
²Bestia: Ich mag den heldenhaften Harry net besonders. Keiner kann immer nett, freundlich, beschützerisch, etc. sein. Ich finde er sollte sich auch mal anders verhalten.
²Cat-Girls48: Kapitel 2 ist schon fertig gewesen und 3 ist fast fertig. Ich stell die Geschichte auch schon woanders aus. Deshalb bin ich so weit.
²Moony: Danke für den Tipp. Ich weiß meine Grammatik ist net immer die beste lach. Wird mich aber ab den 3. Kapitel anstrengen, in einer Zeit zu bleiben. Das 2. Chap ist schon fertig und ich überarbeite jetzt nur noch die Logik, uns so weiter.
²Carina: Danke für den Tipp mit dem Hauswechsel. Auf die Idee bin ich noch gar nicht gekommen. Vielleicht bring ich's ja mit rein.
Kapitel 2: Der Trank (ÜBERARBEITETE VERSION)
„Was für einen Trank?"
„Er unterdrück die Vampirkräfte."
„Was für Kräfte? Ich will ihnen nicht alles aus der Nase ziehen müssen."
„All Ihre Sinne sind verschärft und Ihre Schnelligkeit hat sich auch erhört. Zudem unterdrückt der Trank auch den Blutdurst, na ja, zumindest fast, und die Empfindlichkeit gegen Sonnenlicht. Wäre ja nicht sehr geschickt, wenn Sie plötzlich Mitschüler angreifen, oder vor ihnen sterben. Aber trotzdem brauchen Sie im Monat mindestens 10 Liter menschliches Blut. Wie Sie das klären, bleibt ihnen überlassen." Er grinste gemein. „Zudem wäre es schlauer, die „Opfer" erst mal zu töten, da sie sonst zu Vampiren werden würden. Was wiederum zur Folge hätte, das die Vampire Überhand nehmen würden."
„Bevor ich es vergesse: natürlich werden sie drei eine Strafarbeit bekommen. Sie werden die nächsten 4 Monate jeden Samstag und Sonntag um 8 Uhr hier erscheinen. In der Zeit helfen Sie mir, den Trank zu brauen. Ich kann es schließlich nicht immer machen. Potter wird in der Zeit Filch helfen und Weasley wird... ach für den finde ich schon noch was. Er soll morgen einfach mitkommen. Morgen ist Ihre erste Stunde und richten Sie Potter noch aus, er soll um 6 Uhr Abend zu Filchs Büro gehen." Snape stand auf, lief um den Tisch herum zu dem Regal auf der anderen Seite des Raumes. Die Regalbretter waren vollgestellt mit verschiedenen Phiolen, aller Größen. Der Zaubertrankmeister griff nach oben und holte eine Phiole mit einer dunklen Flüssigkeit hinab, und am Ende des Regalbrettes ein großes Gefäß mit einer roten Flüssigkeit.
Damit ging er zu Hermine zurück, die das Geschehene mit Neugierde beobachtet hatte. Erst streckte er der Hexe, die Phiole entgegen. „Das ist der Vampirbanntrank. Er muss jeden Morgen vor Sonnenaufgang genommen werden. Immer drei Tropfen!" Nachdem Hermine die Phiole an sich nahm und sorgfältig in ihrer Tasche verstaute, erklärte Snape das zweite Gefäß. „Das," er zeigte darauf," ist, wie du dir denken kannst, Blut! Allerdings kein richtiges Menschenblut sondern eine Art Ersatzblut, welches laboral hergestellt wurde. Er enthält alle wichtigen Bestandteile, die auch echtes Blut besitzen. Das sollte erst mal den Blutdurst löschen, aber es ersetzt kein Menschenblut!" Auch diesen Behälter übergab er der braunhaarigen Hogwartsschülerin. „Normalerweise würde ich so etwas nicht einfach hergeben, aber mir liegt die Sicherheit der Schüler am Herzen!" gab er völlig emotionslos von sich, woraufhin Hermine auflachen musste. „Snape" in dem gleichen Satz wie „jemanden am Herzen liegen" zu erwähnen hat keine Logik. Der Tag an dem Snape wirklich jemanden am Herzen liegt, wird nie kommen, selbst wenn die Welt unter geht. „Sie erwarten doch nicht, dass ich das ihnen glaube?" fragte Hermine und konnte sich nur schwer ein Grinsen verkneifen. Doch Snape ging nicht darauf ein und wies mit dem Zeigefinger Richtung Tür Hermine an zu verschwinden. Gerade als diese die Tür öffnen wollte, rief Snape noch: „Und 50 Punkte Abzug für Gryffindor, wegen Verstoß der Nachtruhe!"
Hermine kehrte in den Gemeinschaftsraum zurück und trank erst mal drei Schlücke, des Vampirbanntranks. Zu spät fiel ihr ein, dass sie Snape noch bitten wollte, Dumbledore nichts zu sagen, aber das konnte sie morgen immer noch machen.
Es waren immer noch keine Schüler wach, sodass sie sich ungestört umziehen konnte. In der Schuluniform konnte man ihre Bissstellen erkennen und die ganze Zeit ein Pflaster tragen wollte sie auch nicht. Deshalb sie sich für eine schwarze Hose mit einem dunkelvioletten Rollkragenpullover entschied, passend zu ihrem derzeitigen Aussehen. Sie ging ins Bad und machte sich erst mal fertig. Als sie sich in dem Spiegel betrachtete, fiel ihr auf das die Wunden auf der Wange fast verheilt waren. Man konnte jetzt nur noch 4 dünne, rote Linien erkennen und auch die blauen Flecken an ihrem Hals schienen verschwunden. Zudem tat ihr Bein, genauso wie ihr Arm, nicht mehr weh, was ihr allerdings erst jetzt auffiel.
Wie sollte sie das Harry und Ron erklären. Sie waren die einzigen die sie vorher gesehen hatten und ihr Misstrauen war so oder so schon geweckt.
Gestern sah sie noch aus als hätte sie gegen Drachen gekämpft und heute sah sie wieder (fast) normal aus. ‚Es ist zum Heulen! Die ganze Sache ist so verstrickt... Keine Ahnung wie ich da wieder rauskommen soll. Am besten, ich meide Dumbledore. Wenn er mich sehen würde, wäre im sofort klar was los ist. Der weiß immer alles. Wahrscheinlich hatte er es schon mitbekommen. Irgendwie habe ich immer das Gefühl, dass er überall seine Augen hat. Ich wüsste zu gerne warum der Vampir ausgerechnet mich erwählte. Mit ihrer Geschwindigkeit hätte sie Ron und Harry locker einholen können. Sie hatte aber nicht einen Gedanken daran verschwendet. So kam es mir jedenfalls vor.'
Sie faste sich beim Gedanken an den Vampir, automatisch an ihren Hals. Sie strich ihre Haare zur Seite, drehte den Kopf etwas und begutachtete die Bissstelle. Man konnte immer noch die 4 roten Punkte erkennen. Sie waren ja nicht besonders klein, wenn man bedenkt das sie 4 scharfe Eckzähne in den Hals gerammt bekommt hatte. Außerdem waren sie die einzige Verletzung die nicht verheilt waren. Sie nahm ein paar Schlücke des Ersatzblutes, denn eine komische Schwere machte sich in ihr breit. Das konnte nichts Gutes bedeuten. Als sie das Blut hinabgewürgt hatte ging es ihr auch gleich wieder besser.
Hermine seufzte schwer. ´Da muss ich jetzt durch. Das einzige was mich wirklich Sorgen macht, ist das ich Personen töten muss. Aber dafür wird sich schon noch eine Lösung finden. Zu guter Letzt wendete noch ein Zauberspruch an, der ihre Haare zu einem Zopf flocht und fertig war sie.
Sie war ganz zufrieden mit ihrem Aussehen. So zufrieden wie man halt sein kann, wenn man plötzlich rote, dämonisch aussehen Augen hat und farblich vollkommen unpassende violettschwarze Haare hat. ‚Da wird man schon zum Vampir gebissen und dann hat man nicht mal Glück ein passende Haarfarbe bekommt. Alles wäre besser gewesen. Ich glaub das ist Charma!' Hermine hatte den Drang ihren Kopf an die Wand zu schlagen, seufzte stattdessen resigniert und ging wieder in den Gemeinschaftsraum.
Die Vampirin saß in einem der Sessel am Kamin. Sie guckte auf die Uhr und stellte fest das es kurz vor Sieben war, also Zeit für das Frühstück. Die ersten Schüler kamen auch schon von den Schlafsälen runter. Hermine fragte sich wie lange es wohl dauern würde, bis sie jemand anspricht.
„Hey, wer bist denn du?" kam es von einer vertrauten weiblichen Stimme. Doch Hermine hatte keine Lust die ganze Geschichte zehnmal zu erzählen und spielte sogar schon mit dem Gedanken alles aufzuschreiben und jedem, der wissen wollte wer sie sei und was los war, das Blatt vor die Nase zu halten. ´Ja, vielleicht sollte ich das machen...
„Ich bin es- Hermine!" Sie drehte den Kopf zu Ginny. „Ähm..." Das rothaarige Mädchen starrte ihren Gegenüber mit offenen Mund an. „Wer bist du und was hast du mit Hermine gemacht?" fragt das Weasleymädchen entsetzt.
„Frag Harry und Ron. – Oh da kommen sie gerade." Sie stand auf. „Warte kurz..."
Sie ging zu Ron und Harry rüber die gerade die Treppe zu den Jungenschlafsälen herunterkamen. „Ich habe heute Nacht ja einen Spaziergang durch die Kerker gemacht und bin natürlich ganz zufällig Snape begegnet. Er hatte sich erkundigt was los sei und ich hab es, so sozial wie ich bin, erzählt was los war. Und weil Snape so gut drauf war hat er uns dreien glatt eine paar Stunden Nachsitzen aufgebrummt. Um genau zu sein: Die nächsten 4 Monate, jeden Samstag und Sonntag. Morgen fängt es an. Harry du hilfst um 6 Uhr Filch, und Ron, du kommst erst mal um 8 Uhr mit mir zu Snape. Er wusste noch nicht wo du hingehst." teilte sie ihnen sarkastisch mit. Leiser fügte sie hinzu: „Ach ja, und 50 Punkte wurden von Gryffindor abgezogen.". Sie wollte schon gehen, als Ron sie am Arm packte und zurückzog. „Was ist mit deinen Wunden passiert? Wie konnten sie so schnell verheilen?" Ron schaute sie scharf an. Hermine biss sich, wie sie es bei Nervosität immer tat, auf der Unterlippe herum. „Sie sind halt schnell verheilt- Jetzt lass mich los. Ich geh Frühstücken." Sie riss sich los und lief schnurstracks auf das Portraitloch zu und verschwand. Eine verwirrte Ginny und zwei misstrauische Jungen schauten ihr hinterher. Ginny guckte zu ihrem Bruder und deren Freund, die immer noch neben der Treppe zum Jungenschlafsaal standen. Wussten sie etwa was los war? Das wollte sie herausfinden und zwar gleich.
„Ron, was war letzte Nacht los? Ich hatte mitbekommen, dass Hermine, nach eurem kleinen Ausflug nicht mit euch zurückkam." fragte Ginny direkt. „Hermine, oder wer immer das auch war, hatte gesagt ich soll euch fragen."
Harry blickte hilfesuchend zu Ron der das aber ignorierte. Er schaute wieder zu Ginny, die sich bedrohlich vor ihnen aufgebaut hatte. Bevor er überhaupt nachdenken konnte rutschte ihm heraus: „Ein missglückter Zauber!" Ginny und Ron starrten ihn an. Zum Glück begann die junge Weasley nicht mit, dass ihr Bruder genauso verwirrt war wie sie selbst.
„Ein missglückter Zauber, ja?" fragte Ginny nach.
„Ja!" bestätigte Ron hastig. Harry sprach vorsichtshalber weiter. „Ähm, als wir fast bei unseren Ziel waren, hörte Ron ein Geräusch und blieb abrupt stehen. Ich rannte somit in Ron, der stolperte und in Hermine rannte, die gerade einen Schalldichtzauber über uns sprechen wollte. Sie versprach sich und heraus kam ein Aussehensveränderungszauber." Er hoffte Ginny würde ihm diese Lüge abkaufen. Das tat sie auch und drehte sich mit einem komischen Geräusch um und lief zu Dean, der am Portraitloch wartete.
„Gestolpert also?" sagte Ron mit einem Seitenblick zu Harry. Dieser hob beschwichtigend die Hände und Grinste. „Sorry, mir ist auf die Schnelle nichts eingefallen. Denkst du etwa Ginny würde und die wahre Geschichte abkaufen?" Ron nickte ergebends. „Jetzt haben wir wirklich ein Problem!"
Hermine war in der Zeit schon an der großen Halle angekommen und ohne zu zögern trat sie ein und ging auf den Gryffindortisch zu. Wie sie feststellte war Dumbledore noch nicht da. Sobald sie eintrat war es mucksmäuschenstill geworden und man hätte eine Stecknadel fallen hören. Die einzige Person, die nicht aufblickte war Snape. Sie blickte zum Lehrertisch hoch. Sie stand unentschlossen in der Halle. Sollte sie jetzt hoch zu den Lehrern gehen, oder erst später? Aber wenn sie erst nach dem Frühstück hochgeht, ist die Chance größer Dumbledore zu begegnen und das wollte sie vermeiden. Das hieße wohl, jetzt! Hermine steuerte direkt auf den Lehrertisch zu und blieb dann stehen. Alle anwesenden Personen, außer Snape, hatten aufgehört zu essen und schauten nur noch Hermine an.
‚Was wird Miss Granger wohl tun? Wird sie ihnen sagen was sie ist?' dachte Snape amüsiert. ‚Nein, sonst wäre sie nicht extra zu mir gekommen. Mal sehen, was sie vorhat...'.
„So, jetzt mal für alle: Ich bin Hermine Granger und sehe halt etwas verändert aus. Das war aber nicht beabsichtigt und ich werde ihnen auch nicht sagen warum. So, das war es eigentlich- Ähm, guten Appetit noch!" Und damit verschwand Hermine aus der großen Halle. Sie wollte nicht von irgendwelchen Schülern angestarrt werden, weshalb sie sich entschlossen hatte, in die Küche zu gehen. Und nachher, wenn noch Zeit blieb, in die Bibliothek um noch mehr über Vampire rauszufinden.
Gerade wollte sie den Gang der zur Küche führt einschlagen als sie Harry, Ron, Dean und Ginny sah, und sie lachten. ‚Wenn die in meiner Situation wäre, würden sie nicht mehr so lachen.' dachte Hermine verärgert. Auch die vier hatten Hermine jetzt gesehen und winkten ihr zu, da sie einen anderen Weg zur großen Halle nahmen. Und schon wieder spürte sie die Wut in sich. Sehr schlecht gelaunt setzte sie ihren Weg zur Küche fort.
Hermine hatte sich schon gedacht, dass die Hauselfen, und vor allem Dobby, sie nicht auf den ersten Blick erkennen würden. Doch nachdem alle davon überzeugt waren sie sei, wer sie nun mal ist, bekam sie doch etwas zu Essen. Aber um noch in die Bibliothek zu gehen, war es jetzt zu spät, weshalb sie sich auf den Weg zum Gemeinschaftsraum machte.
Gerade als sie ihre Schulsachen im Gemeinschaftsraum zusammen packte, fiel ihr etwas ein, dass sie durch den ganzen Ärger völlig vergessen hatte. Und was auch der Grund war, warum Ron, Harry und sie überhaupt draußen waren. Der Kräuterkundetest! „Oh, mist..." fluchte sie leise. Sie packte alles noch fertig und ging dann so schnell wie möglich zu den Gewächshäuser. Sie hatten die ersten beiden Stunden Zeit zu schreiben. Danach hatten sie eine Stunde Zaubertränke und zwei Stunden Verwandlung und eine Stunde Geschichte der Zauberei.
Auf dem Weg schaute Hermine sich noch ihre Notizen durch. Eigentlich konnte sie ja alles, aber trotzdem graute sie es schon davor. Angekommen hockte sie sich auf einen Stein und schloss für einen Moment die Augen. Sie spürte wie sie immer müder wurde und fast eingeschlafen wäre, hätte sie nicht die anderen Schüler gehört, die schwatzend und lachend ankamen. Sie öffnete die Augen und stand hastig auf. Etwas zu schnell, denn gleich darauf überkam sie ein furchtbares Schwindelgefühl und sie musste sich an einem Baum festhalten, damit sie nicht umkippte.
Professor Sprout hatte gesehen was gerade los war und kam zu ihr. „Miss Granger, alles in Ordnung?" Doch die Frage war überflüssig, da man dem Mädchen ansah, das gar nichts in Ordnung war. Sie keuchte schwer und sie zitterte am ganzen Leib, was aber nicht mit dem Test zusammenhing „Sie sollten in den Krankenflügel gehen. Soll ich sie begleiten?" Hermine schüttelte den Kopf und machte sich so gut es ging auf den Weg ins Schloss. Doch sie ging nicht in den Krankenflügel. Sobald sie sich sicher war, dass niemand sie beobachtet, nahm sie die Phiole von Snape aus der Tasche und trank davon noch etwas. Irgendetwas stimmte damit nicht, dessen war sie sich sicher. Entweder war der Trank falsch gebraut, oder zu schwach. Aber im Grunde war es egal. Ezwas war fehlerhaft! Sie setzte diesen Punkt ebenfalls auf ihre „Das-muss-in-morgen-unbedingt-Snape-fragen-" Liste.
Danach ging es auch schon viel besser, doch auf Unterricht hatte sie keine Lust mehr. Erstens: Weil jeder fragen würde, was mit ihr los gewesen sei und zweitens wegen dem Test. Den konnte sie auch noch irgendwann nachschreiben.
Hermine begab sich in die Bibliothek. Dort suchte sie sämtliche Bücher über Vampire und Geschöpfe der Nacht heraus.
Bei einem Absatz blieb sie hängen.
- Die Blutnacht -
Die Blutnacht ist eine Zeremonie in der frischgebissene Vampire in ihren Stamm aufgenommen werden. Der Vampirwelpe muss eine Aufgabe, die vom Stammesführer bestimmt wird. Die Aufgabe ist von Stamm von Stamm ganz individuell. Was genau geschieht ist unbekannt, da kein Vampir darüber reden darf.
Aber die Blutnachtzeremonie wird nur bei Zauberern und Hexen vollzogen. Und auch nur dann wenn der Vampirrat des Stammes (bestehend aus 4 bis 5 Vampiren) den Gebissenen für Würdig hält. Die Zeremonie muss innerhalb 2 Wochen, nachdem der Zauberer gebissen wurde, geschehen. Wenn nicht, ist der gebissene Vampir dazu verpflichtet, dem Stamm zu dienen. Er hat keinerlei Rechte und darf nicht selber entscheiden.
...
Hermine schluckte. Was würde geschehen, wenn sie nicht würdig sei? Sie wollte es sich gar nicht vorstellen. Sie schlug das Buch zu und warf es auf den Stapel neben sich. Plötzlich hörte Hermine, wie sich jemand näherte. Sie drehte sich mit den Oberkörper zur Seite um über die Stuhllehne zu schauen und erstarrte in ihrer Bewegung. Sie kam nicht mal dazu etwas zu sagen, denn die Person kam ihr zuvor.
„Wen haben wir denn da? Das Schlammblut drückt sich vor dem Unterricht. Das sind ja ganz neue Sitten." Sagte Draco Malfoy mit einem süffisanten Grinsen.
Hermine überlegte fieberhaft, was sie sagen sollte. „Mir ging es schlecht und als ich im Krankenflügel fertig war, hatte es sich nicht mehr rentiert wieder in Kräuterkunde zu gehen. Ich werde natürlich die Arbeit nachschreiben."
„Ich komm gerade vom Krankenflügel, doch als ich nach dir fragte, sagte die Madam Pommfrey du seiest nie dort gewesen." Er schaute Hermine scharf an.
Diese wurde immer Nervöser und biss sich schier ihre Lippe blutig. „Ähm..." war das einzige was sie rausbrachte. Sie spürte wie sich ihr Kopf erhitzte. ´Bitte lass mich nicht rot werden... Plötzlich fiel ihr etwas auf.
„Moment mal. Warum warst du überhaupt oben? Hast du dir etwa Sorgen um mich gemacht?" Hermine hoffte, das man ihr ihre Angespanntheit nicht anmerkte. Anscheinend war aber ihre Frage genau die Richtige, denn Malfoys hämische Grinsen verschwand und sein Blick verdunkelte sich. „Ihr verspüre nicht den geringsten Wunsch nach einem Schlammblut zu schauen. Geschweige denn, sich Sorgen zu machen! Professor Sprout hat mich geschickt. Doch was soll ich ihr erzählen. Ihre beste Schüler schwänzt Kräuterkunde?" Sein Blick glitt von Hermines Gesicht zu den Stapel Bücher auf den Boden. „Was liest du denn da schönes?" Doch bevor Hermine antworten konnte, beugte sich Malfoy über sie und hob ein Buch auf.
„Vampire?" Eigentlich hatte er nicht mal eine Antwort erwartet, doch Hermine konterte geschickt: "Wow, das Frettchen kann ja lesen! Seit wann beherrscht du diese schwierige Kunst?" Sie grinste und machte einen fatalen Fehler, da man, wenn man nicht blind war, ihre spitzen Eckzähne sah. Hermine, die bemerkt hatte, was sie gerade getan hatte, schloss ihren Mund. Doch zu spät. Malfoy hatte sie schon gesehen und seine souveräne Fassade begann zu bröckelt. „Granger, was war das gerade?" In seinen Augen konnte man einen Anflug von Panik sehen.
Hermine antwortete nicht. Nicht, weil sie nicht wollte, sondern weil sie plötzlich ein unheimliches Verlangen nach etwas hatte. Und Hermine wusste auch ganz genau was es war. Blut. Frisches, warmes Blut. Am besten das von Malfoy! Sie musste weg, so schnell es ging. Der Vampirwelpe drückte ihre Hand gegen den Hund und rannte an Malfoy vorbei, aus der Bibliothek. Sie wusste nicht wohin sie rannte, da sie die Augen fest geschlossen hielt. Trotzdem stieß sie nirgends an und als sie die Augen wieder öffnete befand sie sich in den Kerkern. Um genau zu sein, vor Snapes Büro. Sie spürte wie sie schwächer wurde und mit letzter Kraft schaffte sie es an die Tür. Hermine klopfte an und sank im gleichen Moment auf die Knie. Doch niemand öffnete. Sie wusste nicht wie lang sie noch dasaß. Denn das nächste an was sie sich erinnerte war, ein Rufen. „Wer...?" mehr brachte sie nicht raus und selbst das war nicht mehr als ein Flüstern.
„MISS GRANGER!" Und schon wieder wurde sie Ohnmächtig.
