Der nächste Teil... jaaa, ich muss zugeben ich war gestern fast am verrücktwerden wegen zweier Abschnitte am Ende. Übersetzen ist nicht immer einfach!
Und lasst mir doch bitte ein paar neue Kommis da. Das motiviert unheimlich:D


Dienstag, 12 Oktober 1976

Severus saß im Tränkeunterricht und hörte Professor Slughorn zu, der den letzten Trank erklärte. Währenddessen machte er sich Notizen in sein Tränkebuch; modifizierte die Standarttränke mit seinen eigenen Verbesserungen. Wie immer fragte die Klasse eine menge Fragen, deren Antworten sie eigentlich wissen sollten, wenn sie nur das Kapitel im Buch gelesen hätten. Sollte ich jemals Erweiterte Zaubertränke unterrichten, würde ich niemanden, der schlechter als ein „Außerordentlich" in den OWLs hat in meinen Kurs lassen. Er wartete darauf, dass Professor Slughorn mit der Wiederholung der einfachen Erklärung fertig wurde, warum der Trank zwischen dem Zugeben der einzelnen Zutaten sechs Mal gegen den Uhrzeigersinn umgerührt werden musste.

Ein anderer Schüler bat Slughorn seine Erklärung noch mal zu wiederholen und Slughorn begab sich in eine weitere Runde. Sie verstehen es nie.

Er drehte den Ton von Slughorns dröhnender Stimme aus und blickte für ein bisschen Ablenkung umher. Direkt vor ihm kratzte Pettigrews Feder artig über das Pergament. Lupin teilte heute einen Tisch mit Pettigrew. Er trippelte mit dem Federende seines Kiels auf den Tisch. Auch er langweilte sich.

Rechts neben ihm flüsterten Black und Potter miteinander und kicherten. Lily Evans saß ganz vorne in der Klasse, zusammen mit Slughorns anderen Lieblingen. Sie war still, weder schrieb sie, noch unterhielt sie sich. Es ist verdammt ärgerlich, dass die einzigen Leute, die im Entferntesten verstehen Lupin, Black, Potter, Evans und ich sind.

Seine Augen fixierten Black und Potter. Zumindest könnten sie ihr Maul halten. Noch eine Sache, die ich nie erlauben würde, wenn ich hier unterrichten würde.

Er stellte sich vor, wie er vorne vor der Klasse stehen würde, die Schüler wären gefesselt von seinen Ausführungen und er zöge Punkte ab von widerlichen Idioten wie Potter und seinen Kumpanen. Professor Slughorns Stimme dröhnte weiter. Severus verbrachte ein paar schöne Minuten damit, sich vorzustellen, wie er Hauspunkte von Griffindor abzog. Die Fantasie schmolz dahin und ohne zu merken wie es geschah, realisierte Severus mit einem Mal, dass er die letzten 5 Minuten damit verbracht hatte die Kurven des schwarzen Haares und die Bewegung der Sehnen in Sirius Blacks Nacken zu betrachten, während er und Potter weiterhin miteinander flüsterten.

Severus zog seine Augen von ihm ab und las seinen Zaubertränketext noch mal genau durch. Es war noch immer nichts neues von Professor Slughorn gekommen.

Fünfzehn Minuten später waren sie endlich dabei den Trank zu brauen. Severus fügte den gemahlenen Frauenmantel hinzu und rührte vorsichtig sechsmal gegen den Uhrzeigersinn, bevor er nach dem Märzveilchen griff. Er rührte erneut sechsmal gegen den Uhrzeigersinn und wartete darauf, dass der Trank die gewünschte Temperatur erreichte und die Farbe wechselte. Dann löschte er die Flamme. Jetzt war nichts mehr zu tun außer zu warten.

Er blickte wieder in der Klasse umher und suchte nach einer Ablenkung. Nicht lange darauf fand er eine—schon wieder, verdammt – in Sirius Black.

In der Nacht träumte Severus davon, dass Black vor ihm kniete, sinnvolle Lippen umgaben seinen Schwanz. Severus erwachte geschockt.

Bisher waren seine Träume und Fantasien frei von identifizierbaren Personen gewesen. Und jetzt, von allen Leuten, war ausgerechnet Sirius Black erschienen.

Sein Herz hämmerte. Er war hart – schmerzhaft hart sogar. Er nahm sich selbst in die Hand, zog, dehnte und rieb.

Die Traumbilder blitzten hinter seinen Augenliedern auf -- Black, den Mund um seinen Schwanz gehüllt. Es wäre heiß und feucht. Er würde seine Finger durch Blacks Haar wandern lassen und stoßen –

Er kam mit einem Schrei.

Liegend in seinem eigenen kühlenden Schweiß und Sperma, beruhigte er sich indem er mehrere tiefe Atemzüge tat.

Er hatte von Sirius Black geträumt – einem Jungen – der ihn absaugte. Nun, da der Moment vorbei war, hatte er keine andere Möglichkeit, als darüber nachzudenken. Er war sehr ungeübt darin jemanden zu begehren. Severus' Magen verkrampfte sich. Ein Schwuler? Ich doch nicht.

Der Vorfall beim See war durch die Verwandlung verursacht worden, sagte er sich.

Und wegen dem Traum – er zwang die Traumbilder noch einmal in den Vordergrund und sein Herz beschleunigte sich. Sein Schwanz, noch schlaff, machte einen tapferen Versuch zu zucken. In der Dunkelheit seiner Fantasie kniete Black vor ihm auf einem Steinboden, den Mund um seinen Schwanz gelegt und graue Augen starrten in die seinen. Severus schob die Fantasie ein bisschen weiter – jetzt erschauderte Black in Angst, auf der Stelle gehalten von Severus' ‚Petrificus totalus' Zauber.

Severus' Schwanz zuckte erneut.

Er fühlte die Befreiung im Zusammenhang mit seinem steigenden Verlangen. Macht; es ging darum Black leiden zu sehen. Es hätte eben so gut Potter sein können, oder Evans – jeder. Severus versuchte die Gestalt desjenigen zu ändern, der vor ihm kniete und scheiterte. Also gut, ich will Black erniedrigt sehen, mehr als alle anderen.

Sein Schwanz wurde wieder hart, fast wieder erholt.

Severus ließ die Fantasie von Black absichtlich vor seinem inneren Auge abspielen, während er sich anfasste. Nimm ihn, saug ihn, so ist es richtig –

Samstag, 16 Oktober, 1976 – Sonntag, 17 Oktober, 1976

Er spielte den Rest der Woche mit den Machtfantasien und durchlebte eine Sammlung von Träumen in denen er Sirius Black erniedrigte, ihn mit seinem Körper über den Boden rieb, sah, wie Black ihn anflehte ihn zu berühren. Manchmal, wenn er Black im Unterricht sah, sprangen ihm diese Bilder wieder ins Gedächtnis. Es kümmerte ihn nicht länger, dass seine Augen in jedem Raum automatisch Black fanden. Macht, es war alles eine Frage der Macht.

Samstag Nacht träumte er davon, wie er selbst vor Black kniete.

Er erwachte, keuchend, und hatte noch immer das Bild von Blacks offen lächelndem Gesicht vor Augen, der den Kopf vor Genuss in den Nacken geworfen hatte. Mit einem Wimmern rollte er sich auf den Bauch und versuchte seinen schmerzhaft harten Penis zu ignorieren. Sie haben etwas vergessen, als sie mich zurückverwandelt haben. Gott, das muss aufhören.

Am Sonntag Morgen brach er ins Tränkeklassenzimmer ein.

Er versuchte ein Gegenmittel zu dem bekanntesten Lusttrank zu brauen und stahl dafür Zutaten aus den Schränken. Er trank ihn mit Erleichterung.

Er ging an diesem Abend in die Große Halle zum Abendessen und hoffte, dass er geheilt war. Seine Augen fanden Black immer noch in jedem Raum; sein Herz fing immer noch an schneller zu schlagen, wenn er dessen Stimme vernahm; seine Fantasien drehten sich weiterhin um Black. Es ist der Trank! Er muss es sein! Das bin nicht ich!

Dienstag, 19 Oktober 1976

Als er Black, Potter, Lupin und Pettigrew am Dienstag zusammen kichernd aus dem Zaubertränkeklassenraum gehen sah, schlug er zu.

Severus packte Pettigrew am Kragen und knallte ihn gegen die nächste Wand. Der kleinere Junge überwog Severus um gut zwanzig Kilo, trotzdem schaffte er es mit der Energie von Angst und Wut ihn solange zu schütteln, bis er dessen Zähne wackeln hörte. Pettigrews Füße zuckten unter seiner Robe. Seine keuchenden, spuckenden Geräusche bereiteten Severus ein wenig Freude, aber nichts konnte seine Wut besänftigen. „Was hast du mir angetan?" zischte er, schüttelte den Jungen und schlug ihn erneut gegen die Wand.

„Wann?"

„Das letzte Mal, du Idiot! Was hast du in den Trank getan?"

„Aber das ist mehr als eine Woche her!" Pettigrew klang ernsthaft verwirrt.

Severus schüttelte ihn erneut. „Was hast du in dem verdammten Trank getan?"

„Nicht mehr, als du verdient hast."

Severus schlug ihn noch mal gegen die Wand. „Was hast du hinein getan?"

„Wüsstest du gerne, n-nicht wahr, S-Schnifellus?"

Kleines Monster. Severus knallte ihn noch zweimal gegen die Wand. „Sag mir was du getan hast, du elender Kriecher. Was war darin?"

Pettigrew quietschte wegen der erneuten Attacke auf seine Kehle. „Nichts, nur Pilze! Ich habe ein paar Hände voll Pilzen aus der Küche genommen. Lass mich los!"

„Snape, lass ihn los!" Severus wurde sich der Stimmen hinter ihm bewusst; Potter, Lupin und Black.

Severus ignorierte den Protest und schüttelte Pettigrew hart. „Welche Pilze?"

„Ich weiß es nicht!" Tränen traten in Pettigrews Augen, aber Severus ignorierte auch sie. Seitdem er die dunkle Seite des anderen gesehen hatte, fühlte er kein Mitleid mehr.

Er spürte Hände auf seinen Schultern die versuchten ihn von dem anderen Jungen herunter zu ziehen. Sechs Hände, doch nur zwei von ihnen brannten, wo sie ihn berührten. „Lass ihn gehen, Snape!" zischte Black.

Severus öffnete seine Hände, ließ Pettigrew zu einem zitternden, weinenden Häufchen auf den Boden fallen und ließ es zu, dass Black, Potter und Lupin ihn von ihm weg zogen.

Sie waren zu dritt, doch für Severus zählte nur einer. Er hob seine Arme um Blacks – brennende – Hände weg zu schieben. „Lass mich los, Black."

„Warum kannst du Peter nicht in Ruhe lassen, Snape?" blaffte Potter ihn an.

Snape schoss ihm einen Blick zu, ehe er sich erneut zu Black wandte. Ihre Augen trafen sich und er hielt den Blick fest auf ihn gerichtet. „Ich sagte du sollst mich los lassen, Sirius", fauchte er. „Tust du es freiwillig, oder soll ich dich dazu bringen?"

„Du bist nicht in der Position um Forderungen zu stellen", sagte Potter; alles Bluff und Angeberei.

Und immer noch brannten Blacks Hände an seinem Arm und seiner Seite. „Lass los", sagte Severus ruhig, seine Augen weiterhin auf die von Black fixiert.

Er sah Verwirrung in Blacks grauen Augen, das leichte zusammenziehen seiner Augenbrauen, dass leichte Öffnen seiner Lippen, seine Zunge, die gegen seine Unterlippe fuhr. Und plötzlich hatte Severus das Bild von dieser Zunge gegen seine eigene Lippe vor Augen und von diesen brennenden Händen, wie sie höher wanderten und ihn näher zogen.

Seine Lippen öffneten sich bevor er es realisierte. Er presste sie zusammen, drückte so fest, dass es wehtat. Severus hatte keine Ahnung was Black in seinem Gesicht las, in seinen Augen, aber plötzlich ließ der andere Junge ihn los und entfernte sich von ihm.

„Lasst ihn los", sagte Black mit leiser Stimme. „Moony, Krone – lasst ihn gehen."

Die anderen Hände verschwanden von seinen Armen und Severus lehnte sich gegen die Wand. Er rieb seine schmerzenden Handgelenke und beobachtete Black. Er fühlte wie sich einer seiner Mundwinkel zu einem Grinsen nach oben zog.

„Lasst uns gehen", sagte Black leise.

Severus beobachtete wie Black seine Freunde zusammen trieb, Lupin dem immer noch wimmernden Pettigrew auf die Füße half und sie gemeinsam verschwanden.

„Wie hast du das gemacht?" Es war Avery. Severus blickte sich um und sah, dass er mehr Publikum hatte als er gedacht hatte. Avery, Lestrange und Rosier standen ein paar Meter entfernt an eine Wand gelehnt. „Ich dachte die bringen dich um."

„Na dann vielen Dank für deine Unterstützung", schnappte Severus und rieb immer noch seine Handgelenke. Warum war Lestrange hier? Er hatte gar keine Erweiterten Zaubertränke.

„Wenn du danach schreist dich in der Mitte des Flures von einem muggelliebenden Griffindor umbringen zu lassen, dann ist das deine Sache. Nebenbei sah es nicht so aus, als ob du Hilfe nötig gehabt hättest."

Es war eine Frage – eine Frage, wie er es geregelt hätte. Er zwang sich zu einen kleinen Schulterzucken. „Sie reagieren impulsiv, aber gib ihnen ein bisschen Zeit zum nachdenken und selbst ein Griffindor merkt wo für ihn die Vorteile liegen."

„Mei mei", sagte Lestrange gedehnt „du denkst wirklich sie sind dazu fähig."

Severus drehte seinen Nacken und versuchte seine vom Stress verspannten Muskeln zu lockern. Es war auch ein guter Weg um die Antwort herauszuzögern. Er konnte nicht anders als sich an Blacks Sympathie in der Nacht am See zu erinnern. Er unterdrückte die Erinnerungen und erwiderte mit seiner üblichen Arroganz: „Selbst das hirnloseste Biest kann lernen Gefahren zu seinem Nutzen zu umgehen. Offensichtlich ist Black da keine Ausnahme."

Lestrange lachte und verschwand – wahrscheinlich zu seinem eigenen Unterricht. Severus wusste, dass seine Erklärung die Musterung bei ihnen bestanden hatte, wenn nicht auch bei ihm selbst. Warum hat Black mich gehen lassen? Was hat er gesehen? Er straffte sich, löste sich von der stützenden Wand und ging hinüber zu Avery und Rosier und machte sich mit ihnen, immer noch wundernd, auf den Weg zu Verteidigung gegen die dunklen Künste.

Später am selben Tag

Seine Zeit in der Bibliothek zu verbringen war kaum ungewöhnlich für Severus und niemand würde ihn wegen irgendetwas verdächtigen, wenn er noch ein paar Stunden mehr pro Tag hier verbringen würde. Um ehrlich zu sein würde niemand in meinem Haus bemerken, wo ich meine Zeit verbringe.

Er fing mit dem Heilmittel an das er für Pettigrew gebraut hatte und schrieb die Bestandteile und Mengen auf. Er nahm sich die ausführlichsten Verweise zu Tränken vor die er finden konnte und fing bei dem größten voluminösen Bestandteil an: gemeine Kamille.

Die Auflistung zeigte keine Geschlechts- oder Lustverändernden Tränke mit dieser Zutat. Er notierte trotzdem die Namen und Typen jedes einzelnen zugehörigen Trankes, bevor er mit dem nächsten Bestandteil ebenso verfuhr. Obwohl er die ausführlichsten Verweise benutzte, gab es sicherlich noch eine Menge Variationen zu Tränken, die nicht mit einbezogen waren, genau wie neuere Abfassungen und Kreationen aus der Forscherpresse und auch ältere Tränke, die nicht mehr gebraucht wurden, weil sie durch neuere Gebräue ersetzt worden waren, die einfacher zu brauen waren oder ihre Aufgabe besser erfüllten.

Trotzdem. Irgendwo musste er anfangen.

„Pettigrew und seine verfluchte ‚Handvoll Pilze'", murmelte er eineinhalb Stunden später zu sich selbst und schlug sein Buch zu.

Er hatte denselben geschlechtsverändernden Trank bei mehreren seiner Zutaten gefunden, aber nichts stand im Zusammenhang mit dem hervorrufen von Liebe oder Lust.

Und weiter sagte das Buch, an was er sich aus jedem anderen Zaubertränkebuch erinnerte, dass sie benutzten:

Zaubertränke bauen sich ab, wenn die magische Ladung der in ihr erhaltenen Pilze verzehrt wird oder wenn sie durch das Körpersystem des Konsumenten laufen. Die Zerteilung verläuft oral eingenommenen schneller als bei topisch eingenommenen.

Mein Glück, Pettigrew hat es geschafft einen völlig neuen Trank zu kreieren. Man bedenke die Einsatzmöglichkeiten.