So, liebe Leute, das nächste Kapitel ist in da house:D

Es ist nicht beta gelesen, aber ich denke, dass nicht allzuviele Fehler drin sind.

Nicht viel zu sagen, außer: Viel Spaß! und : fleißig Kommies schreiben:D


Freitag, 5 November 1976.

Severus entschied sich weiterhin mit Regulus Black zu reden. Am Freitag schaute Regulus deswegen schon gar nicht mehr gequält.

Severus hatte zwar immer noch nicht mehr über Blacks Entfremdung von seiner Familie herausgefunden, aber er wusste auch nicht, wie er fragen konnte ohne zuviel Interesse an dem Thema zu bekunden.

„Hallo, Snape", sagte Regulus und nickte, als er Severus außerhalb des Gemeinschaftsraumes traf.

„Gehst du zum Abendessen?"

Regulus nickte.

„Ich komme mit dir."

Severus und Regulus waren gerade dabei sich über den Zaubertränkeunterricht zu unterhalten, als sie, gleichzeitig mit Black und seinen Freunden, vor der Tür zur Großen Halle ankamen.

Blacks Augen trafen die von Severus. Sie spiegelten Wut und Gewalt wieder. Was jetzt?

Black schaute weg, nickte seinen Freunden zu und wartete vor der Tür.

Severus schaute zurück zu Regulus: „Scheint, als wäre dein Bruder wieder da."

Regulus rümpfte die Nase und streckte sie empör. „Ich wünsche trotzdem nicht mit ihm zu sprechen."

Er sagte diese Worte in einem kalten, klaren Ton. Severus sah, wie Black bei dieser Aussage zuckte.

„Schön, Regulus. Mit dir wollte ich sowieso nicht reden."

Severus warf erneut einen Blick zu Regulus hinüber, der seine kleine Nase noch höher in die Luft reckte. Regulus lief schneller, löste ich von Severus' Seite, rauschte an seinem Bruder vorbei und durch die Türen in die Großen Halle.

„Was versuchst du zu erreichen, Schniefelus?"

Dies war eine gute Erinnerung daran, dass, Träume und Fantasien beiseite, Severus nicht viel mit Sirius Black gemein hatte.

„Ich bitte um Pardon?"

Black schnaubte. „Nein, tust du nicht. Halt dich einfach von meinem Bruder fern, Snape. Du hast die ganze letzte Woche bei ihm rumgehangen. Hör auf. Du bist die letzte Person mit der er sich abzugeben braucht."

Severus schüttelte langsam den Kopf und verdrehte seine Lippen. „Und ich dachte, du wolltest meine Hilfe, Black."

„Hilfe? Du scherzt!"

Severus' Augen verengten sich. „Glück gehabt das Mädchen zu finden, Black?"

Blacks Lippen schnappten zusammen, so dass sie weiß anliefen. „Ich warne dich, Snape. Halte dich von meinem Bruder fern oder ich reiße dich in Stücke."

Wonach auch immer ich gelüstet habe, sein Charakter war es nicht.

„Das würde ich zu gerne sehen, Black."

Black trat vor und blieb einen Schritt vor Severus stehen. „Da bin ich mir sicher."

Severus widerstand dem Drang zurückzuweichen.

„Zu schade, dass McGonagall dann einen Anfall bekommen würde, nicht wahr?"

„Als ob dich das interessieren würde."

Plötzlich wurde er des Gespräches müde. Black wollte kämpfen; warum nicht? Etwas so simples wie Kämpfen wäre an dieser Stelle eine Erleichterung. „Du hast Recht. Es interessiert mich nicht. Aber ich würde dich gerne ohne Unterbrechungen in Stücke reißen."

Black schnaubte. „Und du denkst, das kannst du?"

Severus schüttelte den Kopf. Er hatte fünf Jahre damit verbracht Black und seinen Freunden seine Überlegenheit zu demonstrieren. „Oh ja, Black. Ich kann."

Und du weißt, dass ich es kann.

„Na schön. Morgen", setzte Black die Herausforderung fest.

„Morgen", grinste Severus.

„Zeig mir, was du kannst."

Severus hatte eine Anzahl eigener Zaubern entwickelt, die Black nicht erwarten würde. „Mit Vergnügen. Wo?"

Black hob sein Kinn und schaute der Länge seiner Nase nach auf Severus hinab. Severus spürte einen jähen Groll über Blacks zusätzliche Zentimeter Körperlänge. „Die Peitschende Weide. Da ist ein Knoten an einer Wurzel. Schlag ihn mit einem Stock an und ein Geheimgang wird sich öffnen. Der führt zur Heulenden Hütte. Ich treffe dich nach dem Abendessen dort – sieben Uhr."

Severus horchte auf; er hatte nichts von dem Geheimgang gewusst und die Beschreibung schien zu sorgfältig ausgearbeitet zu sein.

„Wenn das ein Trick sein soll, damit ich Ärger mit den Lehrern kriege --"

„Wohl kaum." Blacks Lippen zogen sich zu einem höhnischen Grinsen nach oben.

„Gut. Morgen."

Als Black die Große Halle betreten hatte, machte Severus auf dem Absatz kehrt und stürmte davon. Ich werde nicht bis morgen warten. Ich werde das jetzt überprüfen.

Er lief hinaus auf die Schulgründe. Es war schon dunkel und er erleuchtete die Spitze seines Zauberstabes, als er zur Peitschenden Weide hinüber lief.

Er hielt sich vorsichtig außerhalb der Reichweite der dreschflegelartigen Zweige der Peitschenden Weide, als er den Baum auf der Suche nach dem Knoten umrundete.

Er hat mich wahrscheinlich angelogen. Hier ist nichts.

Zwei weitere Umrundungen, dann sah er ihn.

Also dort ist ein Knoten. Er löschte das Licht an der Spitze seines Zauberstabes und griff einen am Boden liegenden Weidenzweig. Er hielt Zauberstab und Weidenzweig in derselben Hand.

Er beobachtete die Glieder über ihm aufmerksam, bereit im Notfall sofort abzubrechen und loszurennen. Severus rannte hinauf zum Wurzelgeflecht des Baumes und stieß den Knoten mit dem Stock an.

Zu seinem Erstaunen gefror der Baum auf der Stelle und ein Eingang öffnete sich zwischen den Wurzeln.

Soweit ist es also wahr.

Er stürzte sich in die Öffnung. Sie schloss sich hinter ihm. Er hörte das Rumsen, als der Baum erwachte.

„Lumos." Er lief den Gang entlang – sehr lange – und öffnete die Tür, die sich an seinem Ende befand. Wie er umher schaute und die beschädigten Wände und die Landschaft durch die Fenster sah, wusste er, dass er in der Heulenden Hütte sein musste, wie versprochen.

Er schaute sich noch ein paar Minuten in dem Gebäude um, dann lief er den Gang zurück zu dem verschlossenen Portal am Boden der Peitschenden Weide. Im Stablicht fand er einen weiteren Knoten. Er drückte ihn, der Ausgang öffnete sich und er preschte heraus und aus der Reichweite des bewegungsunfähigen Baumes, bevor sich dessen Zerstörungswut erneuert hatte.

Morgen.

Samstag, 6. November, 1976

Gleich nach dem Abendessen verließ er die Große Halle mit nur einer knappen Bemerkung zu Avery.

Er schlich hinaus in die Dunkelheit und achtete darauf außerhalb des Sichtfeldes der Schlossfenster zu bleiben. Er lief zur Peitschenden Weide. Black und seine Freunde hatten das Abendessen verpasst, aber Severus machte sich keine Sorgen, dass Black ihre Vereinbarung verpassen würde. Er wartete wahrscheinlich schon.

Severus schritt für ein paar Minuten hin und her. Er knabberte an seiner Unterlippe. Es würde erniedrigend sein zu verlieren, aber er hatte ja auch nicht vor zu verlieren. Er würde den Boden mit Blacks hübschem arroganten Gesicht wischen – ihn für alles bezahlen lassen; für jedes kleine und ungewollte Gefühl von Anziehung.

Entschlossen suchte er nach dem Stock, den er nach seiner gestrigen Erkundung in einem der Büsche deponiert hatte. Ein geflüstertes „Lumos" ließ seinen Zauberstab erleuchten. Er schirmte ihn mit einer Hand ab, während er darauf wartete, dass sich seine Augen an das Licht gewöhnten.

Glücklicherweise konnte er den Baum im aufsteigenden Vollmondlicht gut sehen. Allerdings konnte er sich schwer verletzen auf seinem Weg über den unwegsamen Untergrund zum Knoten -- zu lange auf einer Stelle gestanden und der Baum würde ihn treffen.

Er passte den rechten Zeitpunkt ab und mit dem Vorteil seiner vorherigen Erforschung sprintete er vor, drückte den Knoten und duckte sich in den Tunnel hinab, während der Baum gefroren war.

Er ließ seinen Zauberstab den Tunnel erleuchten und machte sich auf den Weg hindurch zur Heulenden Hütte. Der Weg schien frei zu sein, aber er traute Black und jedem seiner Freunde einen Hinterhalt zu.

Als er, seinem Gefühl nach, ein Drittel der Strecke hinter sich gelassen hatte, hörte er schnelle Fußschritte hinter sich.

Er schritt schneller.

Der anderen rannte. „Snape, Stopp!"

Es war nicht Black – Potter. Severus war niemals ein Athlet gewesen, und hatte nicht vor jetzt damit anzufangen. Rennen war in jedem Falle unter seiner Würde, sagte er sich.

Er hatte fast das Ende des Tunnels erreicht, als Potter ihn einholte. Er trug in einer Hand seinen Besen.

Potter griff mit der freien Hand nach seinem Handgelenk. „Snape – Warte. Kehr um --"

Severus drehte sein Handgelenk hart, so dass er Potter Griff brach. „Angst, ich könnte deinem Freund wehtun?"

„Nein – pass auf – bitte geh zurück. Sirius hat vergessen – heute, nicht heute. Wir müssen zurückgehen. Jetzt!"

„Und wo ist Black?"

„Er ist oben im Turm. Nun komm schon!" Misstrauisch wie er war, bemerkte Severus die leichte Panik in Potters Stimme.

„Warum?"

„Wir haben keine--"

Ein Grollen kam vom Ende des Tunnels und Severus drehte sich in die Richtung. Er gefror, als er einen Wolf mit gefletschten Zähnen im Zauberstablicht sah. Verdammt – Mond – Lupin – Wolf –

„Verdammte Scheiße", hauchte Potter. „Ich kann nicht mal – hier ist kein Platz-- " Der Wolf schlich näher.

„Impedimenta!" schrie Severus. Er sah wie der Zauber traf, aber der Wolf zuckte kaum und setzte seinen Weg zu ihnen langsam fort.

„Als ob das was bringen würde--"

„Dann tu du doch etwas!" schnappte Severus und starrte weiterhin auf den Wolf.

„Komm!" Potter bestieg seinen Besen und, zum Teufel mit der Würde, dieses Mal stieg Severus hinter ihm auf. Potter stieß sich vom Boden ab und der Besen schoss vorwärts; verlangsamt durch ihr beider Gewicht, aber immer noch schneller als Severus rennen konnte. Er riskierte einen Blick über die Schulter. Auch schneller als ein Wolf rennen kann.

Der Ritt war der Inbegriff einer Höllenfahrt. Häufig drohten sie entweder mit der Decke oder dem Boden des Tunnels zu kollidieren, und Severus' Schultern schrammten mindestens fünf Mal an den Wänden entlang. Mit jedem Schaben hätte er schwören können, den Wolf hinter sich aufholen zu hören; wie er in ihren Nacken atmete. Sie hielten lange genug an, damit Potter den Knoten am Ende des Tunnelweges drücken konnte, dann flogen sie durch die Öffnung, quer über die Ländereien bis hinein in die Eingangshalle. Severus löste den Griff um Potter und stieg ab.

Potter stieg ebenfalls von seinem Besen, lehnte ihn gegen die Wand und zog tiefe Atemzüge ein.

Severus starrte Potter an. Das Gesicht des anderen Jungen war rot, seine Brille saß schief. Zum ersten Mal war sein Haar gerechtfertigt durcheinander.

Es war dort, als er nach Luft schnappte, dass aus Schrecken Wut wurde.

„So, du und deine Freunde dachtet also es wäre lustig mich an den Werwolf zu verfüttern, richtig?"

Potter zuckte auf der Stelle zusammen. Er schaute hoch zu Severus, seine rechte Hand hebend. „Nein, Snape, so war das nicht. Sirius hat nur vergessen, dass heute Nacht Vollmond ist und-- "

Severus schüttelte den Kopf, die Mundwinkel verdrehend. „Sechstes Jahr, und er hat es vergessen? Ich bin kein Idiot. Gott, ich wusste, dass er ein Werwolf ist. Ich bin mir sicher jeder von euch wusste es."

Potters Hand fiel wieder an seine Seite. Er runzelte die Stirn, hastig zwinkernd.

„Warte mal – du wusstest es?"

Du musst wirklich denken, ich bin ein Idiot, nicht wahr? Er kreuzte die Arme vor der Brust. „Dass dein stiller Freund ein Werwolf ist? Das war offensichtlich."

Potters Mund fiel auf, seine Augenbrauen zogen sich zusammen. Langsam schüttelte er seinen Kopf von einer Seite zur anderen. „Warum bist du dann--"

Severus schnaubte und schnitt ihm das Wort ab. „Ich wusste nicht, dass er da unten sein würde. Das war die Hölle eines Streiches, Potter! Mord!"

„Ich hab doch schon gesagt: Es war ein Unfall!" Potter machte einen Schritt auf ihn zu und hob erneut seinen Arm.

Severus machte einen Schritt zurück und suchte in seiner Tasche nach dem Zauberstab. „Ein Unfall? Wenn du--"

Eine neue Stimme brach dazwischen. „Was ist hier los?" McGonagall – sie war für gewöhnlich Potter, Black und ihrem kleinen mörderischen Streich wohlgesinnt.

„Potter und seine Freunde dachten es wäre unterhaltsam mich an Lupin, ihrem Haustier-Werwolf, zu verfüttern." Er hörte, wie sich seine Stimme zu einem Schrei erhob.

„So war das nicht. Wir--"

McGonagall gebot ihm Einhalt und streckte ihre Hand aus, die Handfläche voraus. „Nein. Sie kommen sofort mit zum Direktor. Jetzt, Mr Snape, Mr Potter."


Sodala. das nächste Kapitel ist sehr lang, also erwartet es nicht zu früh. Ich werde mich jetzt auch erstmal wieder meiner anderen ff widmen und hiermit erst weiter machen, wenn das nächste Kapitel steht.

Bis dahin.

LG, pikaf