Disclaimer: Alle bekannten Orte und Personen gehören MIR! Ganz allein MIR! MUHAHAHA! ... Ähm, ich habs mir anders überlegt, sie gehören doch Tolkien! Ihr könnt jetzt die Bögen wieder runter nehmen, ich habs doch zugegeben...
Vielen Dank an meine Beta, die sich trotz Schulstress mit meinen Rechtschreib- und Grammatikfehlern auseinandergesetzt hat! Danke!
Ich hoffe, ihr killt mich nicht nach dem Lesen dieses Kapitels... Bestechungsschokolade verteil
Kapitel 7
Die blonde Elbin stand einige Sekunden nur im Stall und war nicht in der Lage sich zu rühren oder sich von Glorfindel wegzudrehen. Dass ihre Hände leicht zitterten, bemerkte sie gar nicht. Edrahil legte ihr eine Hand auf die Schulter, um sie zu beruhigen, was ihr dabei half, zu wissen, was sie zu tun hatte.
„Silawen? Ich kenne niemand dieses Namens, Ihr müsst mich verwechseln. Mein Name ist Dúriel", sagte sie, und versuchte das leichte Zittern ihrer Stimme zu unterdrücken. Wieso musste er ausgerechnet jetzt hier auftauchen, sie war ihm doch die ganze Zeit so gut aus dem Weg gegangen. Das machte es ihr doch um so vieles schwerer. Sie konnte sich ihm jetzt nicht stellen!
„Aber... nein, du musst es sein!" Verzweifelt sah Glorfindel in ihre blauen Augen, in denen er Schmerz und Verzweiflung lesen konnte.
„Nein, Ihr müsst Euch täuschen. Es tut mir leid." Die Blonde lächelte ihn kurz an und drehte sich dann zu Edrahil und flehte ihn stumm um Hilfe an. Er schüttelte zwar erst den Kopf, gab dann jedoch nach.
Bevor nun Glorfindel wieder etwas entgegnen konnte, trat Edrahil in Glorfindels Blickfeld und sprach mit ruhiger Stimme: „Sie ist es wirklich nicht, glaub mir Glorfindel. Als ich sie das erste Mal in Lorien traf, dachte ich es auch, aber sie sieht ihr nur ähnlich."
Glorfindel schien sich erst wieder bewusst zu werden, dass sich noch eine Person im Stall befand, da seine ganze Aufmerksamkeit der jungen Elbin gewidmet war. „Edrahil? Aber was machst du denn hier? Und wie kannst du sagen, dass sie es nicht ist? Ich würde sie jederzeit wieder erkennen!"
„Aber du irrst dich! Sie ist nicht Silawen, da bin ich mir sicher. Sonst hätte ich es dir doch gesagt, als ich sie vor einigen Jahren kennen lernte."
Langsam schüttelte Glorfindel den Kopf. „Das kann ich dir nicht glauben!" Dann warf er noch einen traurigen Blick zu der Blonden, drehte sich um und verließ fluchtartig den Stall.
Nachdem die beiden seine sich entfernenden Schritte nicht mehr hören konnten, drehte sich Edrahil zu der jungen Elbin und seufzte. „Ich hasse es, ihn anlügen zu müssen, aber ich hatte es dir damals ja versprochen. Wieso sagst du es ihm nicht einfach und kommst zurück?" Als er jedoch darauf keine Antwort erhielt, verließ auch der Dunkelhaarige den Raum, um Glorfindel zu folgen.
Arwen rannte, gefolgt von ihren älteren Brüdern, die Gänge entlang und versuchte den Stall zu erreichen, bevor ihre Freundin verschwunden war. Sie hoffte so sehr, dass sie noch rechtzeitig ankommen würden. Als sie den Hof beinahe erreicht hatten, lief Glorfindel an ihnen vorbei, schien sie jedoch nicht zu bemerken, da er ganz in Gedanken versunken zu sein schien. Da die drei jedoch die blonde Elbin rechtzeitig erreichen wollten, schenkten sie ihm keine Beachtung und liefen weiter.
Gerade als sie den Hof erreichten, öffnete sich die Tür zum Stall und ein den drei sehr bekannter dunkelhaariger Elb kam auf sie zu. Die Zwillinge stoppten abrupt, doch Arwen ließ sich nicht beirren und betrat den Stall.
„Edrahil? Bist du das wirklich? Wieso hast du nicht gesagt, dass du kommst? Arwen hat dich schon vermisst. Wo ist sie eigentlich? Gerade eben war sie doch noch hier", sagte Elladan, und sah sich nach seiner jüngeren Schwester um.
„Sie ist schon in den Stall, um Dúriel aufzuhalten, was wir ja eigentlich auch tun wollten, bevor wir Edrahil gesehen haben. Ich gehe ihr am besten hinterher. Und dann freue ich mich schon auf ein Gespräch mit dir, Edrahil. Du warst ja schon ewig nicht mehr hier", gab Elrohir seinem Bruder zur Antwort, bevor er Arwen folgte.
Doch bevor Elladan noch etwas zu Edrahil sagen konnte, schüttelte dieser leicht den Kopf und rief Elladan noch ein „Später!" zu, bevor er durch den Eingang verschwand, um Glorfindel zu folgen. Daraufhin schüttelte der Sohn Elronds leicht den Kopf und folgte seinen Geschwistern in den Stall.
Glorfindel lief ziellos durch die vielen Gänge Bruchtals. Er war sich so sicher gewesen, sie endlich gefunden zu haben, und dann sagte sie, sie wäre es nicht! Doch das konnte er ihr einfach nicht glauben, sie sah Lirulin einfach so ähnlich. Und er würde doch seine eigene Tochter wieder erkennen, auch wenn beinahe 900 Jahre vergangen waren, seit sie weggelaufen war und er sie das letzte Mal gesehen hatte.
Aber wieso wollte sie nicht zurückkommen? Und wieso leugnete sie, Silawen zu sein? Glorfindel konnte das alles nicht verstehen. Er wusste ja, dass der Tod ihrer Mutter Silawen schwer getroffen hatte und sie deswegen große Schuldgefühle hatte, aber deswegen weglaufen und jeden Kontakt abbrechen? Das hatte einfach nicht zu der lebenslustigen und immer fröhlichen jungen Frau gepasst, die sie vor dem Vorfall gewesen war. Der Berater Elronds konnte es schon damals nicht verstehen und auch jetzt war es ihm noch nicht klar, wieso seine Tochter so gehandelt hatte.
Doch mit ihr reden konnte er ja nicht, da sie behauptete jemand anderes zu sein. Und Edrahil, er hatte es sogar bestätigt! Wieso tat er so etwas, er wusste doch, wie sehr es ihn getroffen hatte auch noch seine Tochter zu verlieren und jahrhunderte lang nichts von ihr zu hören. Hatte er sie etwa nicht erkannt? Doch das erschien Glorfindel unwahrscheinlich. Schließlich war Edrahil zusammen mit Silawen aufgewachsen, nachdem seine Eltern gestorben waren. Lirulin wollte damals das Kind ihrer verstorbenen Schwester zu sich nehmen und Edrahil und Silawen waren wie Geschwister gewesen.
Schließlich kam Glorfindel, ganz in Gedanken, zu einem kleinen Säulenhof, in dessen Mitte ein Springbrunnen stand. Früher war er hier oft mit seiner Frau hergekommen und hatte an heißen Sommertagen zugesehen, wie die beiden Kinder am Brunnen spielten.
Flashback
Glorfindel ging den Gang zu dem kleinen Säulenhof entlang und hörte schon das ausgelassene Lachen der beiden Kinder. Wobei seine Tochter darauf bestand, nicht mehr als Kind angesehen zu werden, da sie ja bereits 731 Jahre alt war. Edrahil hingegen störte das nicht, er war aber auch erst 325.
Als er den Hof erreichte, sah er Lirulin auf einer steinernen Bank am Rande des Hofes sitzen und wie es schien, war sie dabei ein Buch zu lesen. Sie schaute aber immer wieder zu den beiden Kindern, damit diese nicht zuviel Unsinn anstellten.
Lächelnd ging Glorfindel zu seiner Frau, setzte sich neben sie und küsste sie zärtlich auf die Wange. Dann beobachtete er Silawen und Edrahil, die gerade damit begannen sich gegenseitig mit Wasser anzuspritzen.
„Willst du sie nicht davon abhalten? Sie werden sonst noch alles nass machen."
Lirulin drehte sich zu Glorfindel und grinste ihn an. „Denkst du ich will nass werden? Die beiden werden schon irgendwann damit aufhören. Aber du kannst es ihnen natürlich auch sagen Fin. Wenn du unbedingt eingeweicht werden willst, nur zu."
„Nun, wenn man es so sieht ist es wohl wirklich besser die beiden machen zu lassen."
„Das denke ich auch Fin."
Silawen und Edrahil wurde es schließlich zu langweilig am Brunnen zu spielen und kamen zu Glorfindel gelaufen.
„Ada!", rief Silawen freudig, „kommst du mit? Nana wollte, dass wir warten, bis du wieder da bist."
„Worauf denn warten, meine Kleine?", antwortete Glorfindel.
„Ich bin nicht klein! Ich bin schon fast erwachsen! Aber egal, Edrahil und ich wollen reiten gehen, aber Nana hat gesagt, dass du mitkommen sollst, damit uns nichts passiert."
„Lirulin hat das also gesagt. Na dann kommt mal mit ihr beiden. Bis später, Liebling." Glorfindel verabschiedete sich von seiner Frau mit einem Kuss und ging dann mit den beiden Kindern hinunter zum Stall.
Flashback Ende
Nachdem er mit einem traurigen Blick zum Springbrunnen gesehen hatte, setzte Glorfindel sich auf dieselbe Bank, auf der er vor so langer Zeit mit seiner Frau gesessen hatte. Seit damals war so viel passiert und dennoch kam es ihm manchmal so vor, als würden die drei jeden Moment herkommen und es hätte sich nichts verändert. Ganz in Gedanken versunken, bemerkte Glorfindel nicht, wie Edrahil sich ihm näherte.
„Hier bist du also. Ich hatte mir Sorgen um dich gemacht, nachdem du einfach weggelaufen bist", sagte der dunkelhaarige Elb.
Glorfindel hob den Kopf. „Ich... ich musste dort weg. Sie ist doch Silawen, wieso kannst du das nicht erkennen? Sie muss es doch sein!"
Edrahil biss sich unbewusst auf die Lippe. Er hatte es ihr versprochen, aber er konnte doch Glorfindel nicht noch länger anlügen! Das Verschwinden von Silawen war damals sehr schwer für ihn gewesen und es war nicht besser geworden, da er schon seit so langer Zeit nichts mehr von ihr gehört hatte. Was sollte er nun machen? Sie hatte ihn damals angefleht, niemandem zu verraten, dass er ihr begegnet war und er kannte Silawen gut genug um zu wissen, dass sie einen guten Grund für ihre Entscheidung hatte.
Doch er konnte es dennoch nicht wirklich verstehen und auch nicht gutheißen. So lange Zeit war sie weggelaufen und hatte jeden Kontakt mit ihrer Familie und ihren Freunden abgebrochen. Wenn sie ihm doch nur gesagt hätte wieso! Aber so oft er sie das auch gefragt hatte, sie wollte ihm keine Antwort geben. Sie war doch nicht nur fortgelaufen, weil sie den Tod ihrer Mutter nicht verkraftet hatte, aber was war der andere Grund gewesen?
„Nun, ich weiß, sie sieht Silawen ähnlich, aber denkst du nicht, dass sie es uns sagen würde, wenn sie wieder hier wäre? Wieso sollte sie sich denn vor uns verstecken?"
„Das habe ich mich auch schon gefragt, Edrahil", sagte Glorfindel bedrückt, „Aber denkst du wirklich, ich würde meine Tochter nicht erkennen, wenn sie vor mir steht? Ich weiß zwar nicht, warum sie sich nicht zu erkennen geben will, aber ich denke, es ist derselbe Grund wieso sie damals weggelaufen ist."
Edrahil nickte. „Das kann gut sein. Aber Dúriel ist sicher nicht Silawen, glaub mir."
Bitte Silawen, komm wieder zurück. Du kannst nicht ewig davonlaufen!
Legolas ging durch die Gänge Bruchtals zu Thalions Zimmer, um ihn zu einem kleinen Ausritt zu überreden. Seit sie in Bruchtal waren, waren sie schon nicht mehr geritten und er vermisste das Gefühl auf seinem Pferd einfach loszugaloppieren und den Wind in den Haaren zu spüren. Schließlich kam er vor Thalions Zimmertür an und nachdem er kurz angeklopft hatte, betrat Legolas das Zimmer.
„Aufstehen, Thalion! Von Dúriel kannst du später noch träumen, jetzt werden wir erst mal reiten gehen. Das haben wir schon so lange nicht mehr gemacht", rief der Düsterwaldprinz gut gelaunt um seinen Freund zu wecken der immer noch im Land der Träume weilte.
„Was ist los?", fragte Thalion und hob seinen Kopf vom Kissen und musste ein Gähnen unterdrücken. „Legolas, was machst du so früh schon hier? Ich will noch schlafen!" Dann ließ er seinen Kopf wieder aufs Bett fallen und zog sich seine Decke über, um die Sonne auszusperren.
„Wir werden jetzt ausreiten gehen, du Schlafmütze", sagte der Angesprochene grinsend und zog dem Tawarwaith die Decke weg. „Das heißt, du wirst jetzt aufstehen und dich fertig machen oder ich hole einen Eimer Wasser und wecke dich noch mal."
Thalion murmelte etwas Unverständliches in sein Kissen, warf dieses dann Legolas an den Kopf und stand grummelnd auf. Dann nahm er sich frische Kleidung und verschwand immer noch verschlafen ins angrenzende Bad. Der blonde Prinz setzte sich unterdessen an den Schreibtisch und wartete lächelnd darauf, dass sein Freund wieder auftauchte.
„Manchmal bist du wirklich schrecklich. Bedrohst mich mit einem Eimer Wasser, also wirklich!", sagte Thalion, als er einige Zeit später wieder im Zimmer stand.
„Ich hätte sonst ewig gebraucht, bis ich dich wach bekommen hätte."
Thalion seufzte, dann ging er zu Legolas, hob das Kissen auf, das er vorher geworfen hatte und legt es zurück aufs Bett. „Du hättest ja auch einfach später vorbei kommen können. Komm lass uns gehen, bevor ich wieder einschlafe. Du weißt doch, ich hasse es so früh aufzustehen."
Legolas musste darauf grinsen. „Ja, das sagst du mir jedes Mal, wenn ich dich um diese Zeit wecke. Am besten schauen wir noch kurz in der Küche vorbei und holen uns etwas zu Essen und dann gehen wir zum Stall."
Thalion nickte und die beiden Düsterwaldelben gingen hinaus auf den Gang und machten sich auf den Weg.
Die blonde Elbin sah Edrahil einen Moment hinterher, doch dann drehte sie sich zu Morgenlicht, nahm die Zügel in die Hand und führte ihre Stute aus der Box. Sie konnte ihre Pläne nicht einfach ändern, auch wenn sie ihm nun begegnet war. Doch sie hatte ja alles geleugnet und sie konnte einfach nicht in Bruchtal bleiben, auch wenn... Nein, sie durfte nicht. Leise seufzend ging die Blonde auf die Tür zu, als sie plötzlich von Arwen aufgerissen wurde und diese leicht außer Atem in den Stall gelaufen kam.
„Du kannst doch nicht einfach weggehen! Bitte nicht!", rief die Dunkelhaarige, stützte sich mit einer Hand leicht an der Wand ab und atmete ein paar mal tief durch. „Du willst es doch sicher auch gar nicht. Das sehe ich dir an und sonst wärst du auch nicht einfach heimlich weggeschlichen ohne jemandem Bescheid zu sagen. Warum wolltest du einfach weg? Hat es etwas mit Thalion zu tun?"
„Arwen, wie kommst du den darauf, ich wollte doch nur ausreiten und..." Sie versuchte sich herauszureden, doch wurde von Arwen unterbrochen.
„Und deswegen hast du dein ganzes Gepäck dabei? Und der Brief? Das glaube ich dir nicht!"
„Aber... schon gut, ich wollte weg. Und das werde ich jetzt auch tun. Versuch also bitte nicht mehr, mich aufzuhalten."
„Doch! Genau das werde ich tun! Es gefällt dir doch hier, wieso willst du dann weg?"
Die blonde Elbin sah zu Boden. „Also das... das kann ich dir nicht sagen, du würdest es nicht verstehen! Aber du musst mir glauben, ich muss wirklich hier weg. Es geht nicht anders!"
Unbemerkt von den beiden, waren in der Zwischenzeit auch Arwens Brüder in den Stall gekommen und hörten den beiden zu. Elladan und Elrohir mischten sich aber nicht ein, da sie vermuteten, dass ihre kleine Schwester es am ehesten schaffen würde, die Blonde von ihrem Vorhaben abzubringen.
„Ich kann hier nicht bleiben!", sagte die Elbin noch, bevor sie an den Geschwistern vorbei ging, auf dem Hof auf Morgenlicht aufsaß und von Bruchtal wegritt. Weg von allem, was ihr etwas bedeutete, und fort von ihrer Vergangenheit. Sie blickte kein einziges Mal zurück und konnte somit auch nicht sehen, wie Arwen einige Tränen über die Wangen liefen und sie von ihren Brüdern tröstend in den Arm genommen wurde.
Ende Kapitel 7
Tanja:Ja, ich bin fies! Und ich bleibe fies! Muhahaha! Ich hoffe, dass Kapitel hat dir gefallen, und dass es dich nicht zu sehr deprimiert, dass es schon wieder vorbei ist...
Liderphin: Fiese Andeutungen... Ja, so was kann ich wirklich gut... Und wie findest du diesesmal die Stelle an der ich abgebrochen habe? lach Und sie ist übrigens nicht Anarya, aber das dürfte dir mittlerweile auch klar geworden sein, oder?
Bekomme ich ein paar Kommis? Es motiviert immer so schön zum Weiterschreiben.
