Disclaimer: Mir gehören keine der bekannten Orte oder Personen... Leider...
Also es tut mir leid, dass ich so lange nicht upgedated habe, aber ich war im Urlaub. Ich wollte eigentlich schon davor mit dem Kapitel fertig werden, aber es hat leider nicht geklapt. Und dann wollte ich es nicht ungebetat hochladen. Hier ein großes Dankeschön an meine Beta!
Und ich wollte noch sagen, dass dieses Kapitel meiner Schwester gewidmet ist, die erst Geburtstag hatte. Alles Gute Lisa!
Und nun, viel Spaß beim Lesen!
Kapitel 8
Die Sonne versank langsam am Horizont, als die blonde Elbin schließlich rastete. Sie war den ganzen Tag geritten, um möglichst weit von Bruchtal fort zu kommen und hatte kleine Waldwege und Pfade benutzt, um niemandem zu begegnen. Ihr war bewusst, dass man ihr eventuell nachreiten würde, und so würde man sie nur sehr schwer finden können.
Nachdem sie abgestiegen war, strich sie Morgenlicht zärtlich durch das Fell, nahm ihr Gepäck, den Sattel und das Zaumzeug herunter und ließ ihre Stute frei auf der kleinen Lichtung laufen. Dann begann sie damit, ihr Nachtlager herzurichten, und schon kurze Zeit später saß sie am prasselnden Lagerfeuer.
Einige Zeit starrte sie in die Flammen, bevor sie abrupt aufstand, zu einem kleinen Bach ganz in der Nähe ging und sich das kalte Wasser ins Gesicht spritzte. Es hatte keinen Sinn, darüber nachzudenken, was passiert wäre, wenn sie in Bruchtal geblieben wäre. Sie durfte nicht dort bleiben und so war es besser für alle. Aber wieso hatte sie dann solch starke Schuldgefühle und das Verlangen, sofort umzudrehen und ihm alles zu sagen? Nein, sie musste weg und es war am besten, all diese Gedanken einfach zu verdrängen. Es sollte ihr nicht schwer fallen, schließlich hatte sie das schon einmal geschafft.
Die blonde Elbin setzte sich wieder ans Feuer und nahm zwei Äpfel aus ihrer Satteltasche. Den einen gab sie Morgenlicht, den anderen aß sie selbst, während sie sich auf das Flackern der Flammen konzentrierte. Das kleine Lagerfeuer war beinahe die einzige Lichtquelle in der Nacht. Es war Neumond und die Sterne waren von einer dichten Wolkendecke verhangen, und so war es nicht verwunderlich, dass man den Lichtschein über eine weite Entfernung sehen konnte. Das lag vor allem daran, dass die Lichtung auf einem kleinen Hügel lag und die blonde Elbin, da sie immer noch in Gedanken versunken war, nicht daran gedacht hatte, einen sicheren Ort aufzusuchen.
Da die Elbin so nahe beim Lagerfeuer saß, spürte sie die Hitze, die davon ausging ganz deutlich auf ihrem Gesicht und ihrem Körper, doch konnte sie ein leichtes Schaudern nicht unterdrücken, als ein kühler Wind aufkam. Sie holte ihre Decke aus dem Gepäck und legte sie sich um die Schultern.
Was die anderen gerade wohl machten? Arwen machte sich sicher Sorgen um sie. Elladan und Elrohir waren wahrscheinlich zu Elrond gegangen, um mit ihm über ihr Verschwinden zu reden. Die beiden hatten sicher Legolas mitgenommen und versuchten jetzt Elrond zu überzeugen sofort aufzubrechen. Die blonde Elbin lächelte leicht. Ja, sie konnte sich das so gut vorstellen. Wie die Zwillinge Legolas mit sich ins Büro ihres Vaters schleifen und verlangen, sofort einen Suchtrupp loszuschicken. Wie Elrond dann versucht sie zu beruhigen und ihnen zu sagen, dass es nicht ihre Entscheidung wäre, wann jemand Bruchtal verließe, und sich die drei dann selbst auf den Weg machen. Und Thalion... Hätte der Blonden jemand gegenüber gesessen, hätte er Schuld, Trauer und Reue in ihren Augen lesen können, doch es blieb der Welt verborgen.
Dann war da natürlich noch Edrahil. Er war ihm gleich hinterher gelaufen. Sie hoffte nur, dass er ihm nichts verraten würde. Es würde ihn nur verletzten, und das wollte die Elbin nicht. Und er selber... Er würde es sicher verkraften und konnte sein Leben weiterleben. Sie konnte nicht bei ihm bleiben, nicht nach dem, was passiert war. Die erste Zeit danach konnte sie es dort noch aushalten, aber es war immer schlimmer geworden, je länger sie in Bruchtal geblieben war. Es hatte sie verfolgt, jede Nacht in ihren Träumen und tagsüber... Es gab keinen Ort, der sie nicht daran erinnert hätte, und so hatte sie das einzige getan, was ihr möglich gewesen war: Sie war fort gegangen.
Seit damals war schon so viel Zeit vergangen, sie hatte es sogar geschafft, die Erinnerungen in Bruchtal zu verdrängen und einfach glücklich zu sein, aber nach und nach kamen sie wieder. Und dann war auch noch er dort, er, dem sie nie wieder unter die Augen treten konnte. Sie hatte ihn angelogen, ihn verletzt, aber wenn sie die Wahrheit gesagt hätte... Nein, das wäre noch viel schlimmer gewesen. Niemand durfte es wissen, auch wenn es sie quälte, mit niemandem darüber reden zu können, aber es war besser so.
Die blonde Elbin legte einige Zweige und Äste auf das Feuer, damit es nicht ausging. Sie war sich nicht bewusst, dass sie schon einige Zeit von jemandem beobachtet wurde, der sich im Schatten zwischen einigen Bäumen aufhielt. Und auch Mondlicht war sich keiner Gefahr bewusst. Schließlich ging die Person näher auf die Elbin zu und trat dabei auf einen Zweig, der daraufhin laut knackte. Die Blonde griff sich ihr Schwert, drehte sich schwungvoll um und blickte mit gezogener Waffe in die Finsternis.
„Wer ist da?"
Thalion war schon stundenlang geritten und hatte nur sehr wenige und sehr kurze Pausen eingelegt. Er hoffte die blonde Elbin schnell einzuholen und sie zur Rückkehr überreden zu können. Doch da er nicht genau wusste, wohin sie ritt, gestaltete sich dies für ihn sehr schwer. Wenigstens konnte er ab und zu einige Hinweise, wie abgebrochene oder geknickte Zweige, zertretene Pflanzen oder Hufspuren, entdecken.
Der blonde Tawarwaith spornte seinen rostbraunen Hengst noch einmal an und gallopierte einen kleinen Waldweg entlang. Je länger es dauerte sie einzuholen, desto unsicherer war er, sie finden zu können. Folgte er überhaupt der richtigen Spur? Thalion könnte es sich nie verzeihen, wenn er sie jetzt nicht finden würde. Als er mit Legolas an den Ställen angekommen und von Elladan erfahren hatte, was passiert war, war er zuerst furchtbar wütend auf die drei gewesen. Wie hatten sie Dúriel nur gehen lassen können? Die drei hatten nicht versucht sie aufzuhalten und hatten nur zugesehen, wie sie langsam in der Ferne verschwunden war. Aber sein Zorn war schnell verflogen und er war einfach nur noch verzweifelt gewesen. Thalion hatte sich geschworen, die Blonde zu finden, auch wenn er dafür einige Wochen oder gar Monate brauchen würde!
Flashback
Thalion sah emotionslos auf die Geschwister und nur das Zittern seiner Stimme verriet wie aufgebracht er war. „Wie konntet ihr Dúriel einfach wegreiten lassen? Ganz allein! Wisst ihr nicht wie gefährlich das ist? Was ist, wenn sie wieder auf Orks trifft und verletzt wird? Habt ihr daran schon gedacht? Und ihr wollt doch sicher auch nicht, dass sie geht! Ich... ich kann sie doch nicht jetzt schon wieder verlieren... das würde ich nicht ertragen..."
Seine Stimme war immer leiser geworden und zum Schluss nur noch ein Flüstern gewesen. Thalion schloss für einen kurzen Moment die Augen, um die aufsteigenden Tränen zu unterdrücken, bevor er sich wieder an die drei dunkelhaarigen Elben wandte. „Wir müssen ihr hinterher und sie wieder herholen. Am Besten reiten wir sofort los!"
Arwen, deren Augen vom Weinen immer noch gerötet waren, sah ihn mitfühlend an. „Ich weiß, wie du dich fühlst, mir geht es nicht anders. Am liebsten würde ich mich auch sofort in den Sattel schwingen und ihr folgen, aber sie wollte von hier weg, und gegen ihren Willen können wir sie nicht hier festhalten. Und außerdem..." Sie stockte kurz und blickte in die Richtung, in der die blonde Elbin vor nicht allzu langer Zeit fort geritten war.
„Du hättest ihre Augen sehen sollen, Thalion! Sie schien vor etwas Angst zu haben und in ihren Augen konnte man die Trauer und die Verzweiflung geradezu sehen. Ich wusste nicht, was ich machen sollte, um ihr zu helfen. Und auch wenn es schmerzt, sie nicht mehr hier bei uns zu haben, vielleicht ist es das Beste so..."
Den Blick in die Ferne gerichtet schüttelte der Tawarwaith den Kopf. „Das kannst du doch nicht sagen! Wie kann es das Beste für sie sein? Wenn sie ein Problem hat, kann sie doch jederzeit zu uns kommen und dann können wir ihr helfen. Weglaufen ist keine Lösung! Ich kann und ich werde sie nicht einfach fortgehen lassen!" Seine Stimme war wieder lauter geworden und in ihr schwangen all seine Verzweiflung, aber auch seine Entschlossenheit mit. Kaum hörbar fügte er nach einigen Augenblicken „Wenigstens will ich sie noch einmal sehen" hinzu, bevor er sich von Arwen abwandte.
Legolas legte seinem Freund tröstend eine Hand auf die Schulter. „Du wirst sie sicher auch wieder sehen, wenn du ihr nicht nachreitest und hier in Bruchtal bleibst. Ich denke nicht, dass sie ewig fortbleiben wird."
Ruckartig drehte sich Thalion um. „Bist du etwa dafür, sie einfach verschwinden zu lassen? Dann werden wir sie vielleicht niemals wieder sehen!"
„Nein, das meine ich nicht. Aber wenn sie nicht bleiben wollte, denkst du, es würde etwas bringen, wenn wir ihr nachreiten? Selbst wenn wir sie finden, vielleicht kommt sie trotzdem nicht mit uns zurück."
Thalion seufzte. „Vermutlich hast du Recht, aber versuchen können wir es doch! Das ist besser als einfach abzuwarten und zu hoffen, dass sie irgendwann wieder herkommt. Ich muss einfach irgendetwas tun!"
Nun ging Elrohir auf Thalion zu und lächelte ihn verstehend an. „Ich bin der Meinung, wir sollten Vater davon in Kenntnis setzen und uns dann überlegen, was wir tun werden. Und egal, wie wir uns entscheiden, plane ich auf jeden Fall morgen einen kleinen Ausritt zu machen. Und sollte mir zufällig Dúriel über den Weg laufen... Nun, das wäre wirklich ein günstiger Zufall. Wenn ihr wollt, könnt ihr mich begleiten."
Elladan nickte bestätigend. „Wir sollten ihn am Besten sofort suchen gehen, dann können wir auch schon früher alles für morgen vorbereiten."
Daraufhin machten sich die Geschwister auf den Weg, um ihren Vater zu suchen. Legolas war bereits einige Schritte gegangen, bevor er bemerkte, dass Thalion gedankenversunken immer noch mitten auf dem Platz stand und in die Ferne sah.
„Kommst du, Thalion?"
„Ich... ich komme gleich nach. Die Besprechung ist sicher in Elronds Büro, und wenn nicht, werde ich euch schon finden. Du brauchst nicht auf mich zu warten, geh doch schon mal vor."
Der Düsterwaldprinz nickte seinem Berater kurz zu und folgte dann Arwen und den Zwillingen. Thalion überlegte kurz und lief anschließend zu seinem Zimmer und packte schnell das Notwendigste ein. Dann nahm er seine Waffen an sich und lief zum Stall zurück, wo er den Beutel mit dem Proviant, den er zuvor mit Legolas aus der Küche geholt hatte, in der Satteltasche verstaute. Dann sattelte Thalion seinen Hengst und packte noch sein restliches Gepäck weg, bevor er sein Pferd auf den Hof führte und aufsaß.
„Ich werde dich schon finden, Dúriel!" Dann ritt er den Weg hinunter, seinem Herzen hinterher.
Flashback Ende
Die anderen hatten sein Verschwinden vermutlich schon längst bemerkt, dessen war Thalion sich sicher, aber sie würden ihm sicher erst am nächsten Morgen folgen, so wie sie es geplant hatten. Aber das war für ihn einfach zu viel Zeit gewesen, sie mussten schnell handeln, um die blonde Elbin einholen zu können. Da sie heimlich wegreiten wollte, würde sie keine der großen Straßen nehmen, sondern kleine Wege durch den Wald, und sie konnte ihre Spuren gut verdecken. Das hatte er gesehen, als sie einmal zusammen im Wald in der Nähe von Bruchtal umher geritten waren. Doch zu seinem Glück schien sie es sehr eilig zu haben und war deswegen weniger vorsichtig gewesen, sodass er ihren Spuren folgen konnte.
Thalion kam es so vor, als ob der Tag gar nicht vorüber gehen würde und seit seinem Aufbruch von Bruchtal schienen schon Tage vergangen zu sein. Er wurde langsam ungeduldig und seine Zuversicht verließ ihn langsam. Wieso hatte er sie noch nicht eingeholt? Sehr viel früher als er war sie doch nicht aufgebrochen. Würde er sie doch nicht finden können? Nein, so durfte er nicht denken, er musste seine Hoffnung bewahren, dann würde er sie ganz sicher bald finden und konnte sie endlich in seine Arme schließen!
Die blonde Elbin wartete angespannt einige Momente, doch als sie keine Antwort erhielt, griff sie nach einem Ast und hielt ihn ins Feuer, sodass er zu brennen begann. Dann ging sie, mit der Fackel in der linken und dem Schwert in der rechten Hand, näher auf die Bäume zu.
„Ich weiß, dass sich jemand dort aufhält. Also tretet vor und zeigt Euch!", rief die Elbin in die Dunkelheit hinein.
„Begrüßt du deine Freunde immer so, Dúriel? Du kannst das Schwert herunternehmen, ich bin keine Gefahr für dich", sprach die Person im Schatten.
Der Blonden kam diese Stimme sehr vertraut vor, doch sie war sich nicht ganz sicher wer es war. Sie wollte schon etwas sagen, doch als ihr Beobachter in den Schein des Feuers trat, sein Pferd an den Zügeln führend, blieben ihr die Worte im Hals stecken. Er kam noch einige Schritte näher und blieb direkt vor ihr stehen. Seine eisblauen Augen blickten in die ihren herab und sein langes blondes Haar umrahmte sein Gesicht.
„Thalion, ich... was machst du hier? Und wie hast du mich gefunden?", fragte sie leise und wandte ihren Blick ab. Sie konnte nicht in seine Augen sehen, die so verletzt wirkten.
„Dein Feuer, man kann es aus einiger Entfernung gut sehen. Und wieso ich hier bin... Kannst du dir das nicht denken, Dúriel? Ich habe dich gesucht und möchte, dass du wieder zurückkommst. Und wenn du nicht in Bruchtal bleiben willst, dann kannst du auch mit mir in den Düsterwald kommen. Aber lauf bitte nicht einfach weg! Ich... ich habe mir Sorgen um dich gemacht und habe befürchtet, dich niemals wieder zu sehen..." Thalions Stimme zitterte, und er hoffte, sie würde mit ihm zurückkehren. Aber er wusste auch, dass er sie nicht aufhalten konnte, wenn sie wirklich weg wollte, doch das bedeutete nicht, dass es ihm nicht das Herz brechen würde. Auch wenn sie sich erst kurz kannten, so war er sich sicher, dass sie die Einzige für ihn war und er alles versuchen würde, damit sie bei ihm blieb.
Die blonde Elbin konnte den Schmerz aus seiner Stimme heraushören, doch sie konnte nicht mit ihm zurückgehen. Nicht nach Bruchtal und auch nicht in den Düsterwald. Glorfindel würde früher oder später dort auftauchen. Sie vermutete, dass er sie bald wieder aufsuchen würde, dass er ihre Lüge nicht geglaubt hatte, und sie wollte eine weitere Konfrontation mit ihm unbedingt vermeiden. Sie konnte nicht zurück, sonst müsste sie ihm wohl oder übel den Grund für ihr Verschwinden nennen.
Aber konnte sie Thalion einfach zurücklassen? Ihr Herz zog sich bei diesem Gedanken schmerzvoll zusammen, doch es war besser jetzt zu gehen, bevor es zu sehr wehtat, ihn zu verlassen und sie es nicht mehr konnte.
„Es geht nicht..." Die blonde Elbin senkte ihren Blick zum Boden. „Ich kann einfach nicht zurück. Es gibt dafür einen wichtigen Grund. Bitte versteh das! Obwohl ich gerne mit dir kommen würde, es geht einfach nicht!"
Thalions Hände begannen leicht zu zittern. Das konnte sie ihm nicht antun, er wollte sie nicht verlieren. Irgendetwas musste er tun um sie aufzuhalten.
„Aber wieso nicht? Wenn du ein Problem hast, bin ich mir sicher, dass es gelöst werden kann. Bitte komm mit mir!" Der blonde Tawarwaith sah die Elbin flehend an. Er hoffte so sehr, sie überzeugen zu können.
Doch sie schüttelte nur leicht den Kopf. „Mein Problem kann nicht so einfach gelöst werden. Außerdem denke ich nicht, dass er es mir je verzeihen könnte."
Wen meinte sie damit? Wer könnte ihr nicht verzeihen? Und was konnte er ihr nicht verzeihen? Thalion dachte angestrengt nach, doch es fiel ihm nichts ein, oder doch? Hatte nicht Legolas erwähnt, dass sich Glorfindel nach Dúriel erkundigt hatte?
„Meinst du damit Glorfindel?" riet er, und die blonde Elbin zuckte daraufhin leicht zusammen.
„Woher weißt du das?"
„Legolas hat mir gesagt, dass er nach dir gefragt hatte, da habe ich es vermutet. Bitte sag mir, warum du nicht zurück kannst."
Die Blonde kaute leicht auf ihrer Unterlippe herum. Konnte sie es ihm verraten? Doch er würde sie sicher dafür verachten. Was sie damals getan hatte... niemand könnte ihr das verzeihen. Aber sie musste sich jemandem anvertrauen. Die Schuld lastete so schwer auf ihr und sie hatte noch nie mit jemandem darüber geredet. Auch nicht mit Edrahil, da sie vermutete, er würde es doch irgendwann Glorfindel verraten. Eine Weile schaute sie zu Thalion und fasste dann einen Entschluss.
„Na gut, ich werde dir alles erzählen, aber versprich mir bitte mit niemandem darüber zu reden."
Thalion nickte. „Das verspreche ich dir."
„Gut. Lass uns ans Feuer gehen und uns hinsetzen, es wird eine Weile dauern, bis ich dir alles erzählt habe, und es ist bequemer zu sitzen."
Die beiden Elben setzten sich nebeneinander ans Feuer und die Blonde sah eine Weile in die Flammen. Sie brachte es nicht über sich, Thalion ins Gesicht zu schauen. Dann atmete sie einmal tief durch und begann mit leiser Stimme zu erzählen.
„Zuerst solltest du vielleicht wissen, dass mein Name nicht Dúriel, sondern Silawen lautet..."
Ende Kapitel 8
Liderphin: Oh ja Vermutungen... Ich werde dazu jetzt einfach mal nichts sagen... Und die Geschwister konnten sich doch nicht vors Pferd werfen, denk doch nur mal an Arwens Kleid, das wäre total schmutzig geworden... Und wieder habe ich mir einen so schönen Zeitpunkt für das Ende des Kapitels ausgesucht, findest du nicht?
Ich hoffe allen, die diese Story lesen hat das Kapitel gefallen. Übrigens würde ich mich sehr über Reviews freuen, nur mal so... Hat irgendjemand eigentlich bemerkt, was ich dieses Mal zum ersten Mal anders gemacht habe? Wer es herausfindet bekommt so viele Waschmaschinen wie er jonglieren kann...
Und jetzt denkt einfach nochmal daran, dass Reviews wirklich glücklich machen. Wollt ihr das ich traurig bin...
