Disclaimer: Mir gehören leider die Werke von Tolien nicht und ich habe mir die Charaktere und Orte nur geliehen.
Ich hoffe es gefällt euch dieses Mal besser als das letzte Kapitel, das eine wirklich hohe Anzahl an Kommis bekommen hat... °drop° Es demotiviert mich wirklcih wenn niemand was schreibt... Liest es eigentlich noch jemand?
Ach übrigens, ich hab jetzt ein neues Ficlet mit dem Titel "Ein letzter Sonnenaufgang" gepostet. Ist was recht düsteres, aber trotzdem wirklich gut. Schaut doch mal vorbei!
Kapitel 16
Nachdem er halb Bruchtal durchquert hatte, ohne noch einmal jemandem über den Weg zu laufen, mit dem er sich unterhalten konnte, war Edrahil schließlich an Glorfindels Gemächern angelangt. Er klopfte kurz und kräftig an die schwere Holztür und schon wenige Momente später wurde ihm vom blonden Berater die Tür geöffnet. Dieser lächelte Edrahil an und winkte ihn herein.
„Komm, aber ich habe jetzt leider nicht sehr viel Zeit für dich. Erestor ist gerade aus Forlindon zurückgekehrt und hat schlechte Nachrichten mitgebracht. Deswegen hat Elrond auch kurzfristig eine Sitzung einberufen, zu der ich gleich gehen werde", sagte Glorfindel und ging zu seinem Lieblingssessel, gegenüber von dem Portrait seiner verstorbenen Frau. Der Dunkelhaarige folgte ihm und ließ sich in einen zweiten Sessel fallen.
„Du weißt ja, dass Anarya und ich in einiger Zeit zurück nach Lothlorien gehen werden. Sobald Lord Celeborn bereit ist aufzubrechen, werden wir Bruchtal verlassen. Eigentlich hatte ich ja gehofft, dass du uns vielleicht begleiten würdest, um uns bei den Vorbereitungen für die Hochzeit zu helfen, Anaryas Familie besser kennen zu lernen und noch mehr Zeit mit uns zu verbringen. Aber wenn es nun Probleme gibt, hat sich das ja erledigt... Soll ich vielleicht noch einige Zeit hier bleiben, um zu helfen?", fragte Edrahil und goss sich ein Glas Wein ein.
„Nein, genieß du noch die freie Zeit die du vor der Hochzeit hast. Danach wirst du nämlich gar nichts mehr zu sagen haben und den Launen deiner Frau ausgeliefert sein!" Glorfindel sah amüsiert auf das empörte Gesicht seines Neffens. Dann schüttelte er seufzend den Kopf. „Ich weiß selbst noch nicht, was genau los ist und du solltest deine ganzen Pläne nicht wegen ein paar schlechter Nachrichten ändern, die dich vermutlich gar nicht betreffen werden. Höchstwahrscheinlich gibt es nur wieder irgendein Problem, das den Handel betrifft."
„Wenn du meinst... Aber du wirst doch schon ein paar Wochen vor der Hochzeit nach Caras Galadhon kommen. Ich hätte dich nämlich gerne etwas länger zu Besuch und wir hatten hier auch nicht gerade viel Zeit zusammen mit all dem, was passiert ist."
„Natürlich, mach dir deswegen keine Sorgen. Oh, bevor ich es wieder vergesse, ich wollte dir ja noch etwas geben. Wo hab ich es nur hingetan?" Nachdenklich stand Glorfindel auf und sah sich im Raum um, bis sein Blick auf eine hölzerne Schachtel fiel, die mit Schnitzereien reich verziert war. Er öffnete sie und holte eine feine Silberkette daraus hervor, an deren Ende sich eine stilisierte silberne Blüte mit einem kleinen Diamanten in der Mitte befand. „Diese Kette hat einst deiner Mutter Idril gehört und Lirulin hat sie aufgehoben, um sie dir eines Tages für deine Frau oder deine Tochter geben zu können. Ich denke es ist jetzt der perfekte Zeitpunkt, dass du sie bekommst. An Anaryas Hals wird sie sich sicher wunderbar machen."
„Danke..." Edrahil sah sich die Kette mit traurigem Blick an und strich sanft über den Anhänger. „Es fällt mir manchmal so schwer, mich an sie zu erinnern. Ich war noch so jung als meine Eltern gestorben sind und je mehr Zeit vergeht, desto verschwommener werden die Bilder. Doch ich kann mich noch daran erinnern, dass Nana diese Kette immer getragen hat..."
Tröstend legte Glorfindel ihm eine Hand auf die Schulter und lächelte ihn an. „Wenn du willst, kann ich dir ja mal wieder etwas von deinen Eltern erzählen. Doch jetzt muss ich mich beeilen, um noch pünktlich zur Besprechung zu kommen. Wir sehen uns später noch!"
Edrahil nickte und verließ zusammen mit Glorfindel dessen Gemächer. Er ging sein Schwert holen, um sich noch auf das bevorstehende Duell mit Elladan vorzubereiten. Wenn dieser seine Drohung wahr machen und Anarya dazuholen würde, wollte er auf keinen Fall verlieren. Unterdessen machte sich Glorfindel auf den Weg zu Elronds Büro.
Dort waren bereits Elrond, Erestor und Celeborn versammelt und durchsuchten die vielen Karten Mittelerdes nach einer des elbischen Königreichs Forlindon. Sie hatten alle auf einem großen dunkelbraunen Tisch ausgebreitet, und als sie schließlich die Richtige gefunden hatten, rollten sie sie aus und beschwerten sie an den Enden. Schließlich war Glorfindel vor der Tür angelangt, klopfte einmal und trat dann ein. Nachdem er die Anwesenden kurz begrüßt hatte, schloss er die Tür hinter sich und setzte sich zu ihnen an den Tisch.
„Wie mir scheint sind nun alle anwesend. Nun gut, Erestor, teile nun bitte auch den anderen mit, was du mir heute Morgen erzählt hast. Dann können wir beraten, was nun am Besten zu tun ist", sagte Elrond mit einem ernsten Blick. Der Angesprochene nickte kurz und setzte dann an, um von seiner Reise nach Forlindon zu berichten, die er vor einigen Wochen angetreten war.
„Wie ihr bereits wisst, wagen sich wieder viel mehr Orks aus ihren Höhlen hervor wie noch vor einigen Jahrzehnten. Sie streifen durch Mittelerde und sie sind meist in kleineren Gruppen unterwegs. Dies ist zwar bedenklich, doch ohne eine starke Führung, stellen sie keine ernsthafte Gefahr dar, solange man nicht alleine umherreist.
Als ich jedoch zwischen dem Ered Luin und dem Golf von Lhûn hindurch nach Forlindon gekommen war, erreichten mich beunruhigende Nachrichten. Es hieß, dass Luinil von der Außenwelt abgeschnitten und dass die Hauptstadt von Orks belagert wäre. Natürlich habe ich mich sofort auf den Weg nach Luinil gemacht, um Näheres zu erfahren. Überall in Forlindon habe ich ähnliche Gerüchte gehört. Die Stadt sei von Orks belagert und niemand könne mehr hinein oder hinaus oder alles dort sei zerstört worden. Andere sagten, man hätte Lady Nienor getötet oder sie sei in Gefangenschaft geraten und ihr Bruder Fuinur sei nun König."
Erestor unterbrach sich kurz, stand auf und fing an im Raum auf und ab zu laufen. Die Erinnerungen an das Erlebte spielten sich noch einmal in seinen Gedanken ab und er seufzte. So viel war in der kurzen zeit passiert und so viel stand ihnen noch bevor. Er schüttelte leicht den Kopf und fuhr mit seiner Erzählung fort.
„Als ich jedoch dort ankam, war nichts von einer Belagerung zu sehen und die Stadt wies auch keinerlei Zerstörungen auf, wie sie nach einem Kampf zu erwarten gewesen wären. Dies verwunderte mich natürlich sehr, nach all den Gerüchten, die ich auf meinem Weg dorthin gehört hatte. Denn auch, wenn nicht immer alles stimmt, was man sich erzählt, so ist es nicht immer völlig aus der Luft gegriffen. Deswegen wollte ich nach Luinil hinein, um mit Lady Nienor zu sprechen. Ich vermutete, dass Orks in der Nähe gewesen waren und man deswegen vielleicht die Stadt von außen abgegrenzt hatte.
Doch als ich hinein wollte, wurde ich von einigen Wächtern aufgehalten, die mir mitteilten, dass Lord Fuinur Anweisungen gegeben hätte, nach denen keine Fremden mehr in die Stadt durften. Als ich ihnen sagte, dass ich ein Botschafter aus Bruchtal sei, bezichtigten sie mich als Spion und inhaftierten mich. Ich wurde in eine Zelle tief unter der Stadt gebracht, wo ich mich einige Tage als Gast aufhalten durfte. Dort waren auch einige andere, hauptsächlich Berater Nienors, und solche, die ihr treu ergeben waren. Schließlich erfuhr ich auch, was in Luinil geschehen war: Fuinur hatte sich mit Orks verbündet, seine Schwester gestürzt und die Herrschaft an sich gerissen."
„Das kann nicht der Wahrheit entsprechen!", rief Glorfindel aufgebracht. „Kein Elb würde sich mit den Kreaturen Mordors verbünden. Das kann ich einfach nicht glauben!"
„Und doch ist es so geschehen. Ich konnte es zuerst auch nicht glauben, doch ich musste einsehen, dass er so tief gesunken war. Lass mich weitererzählen, dann wirst du es auch erkennen", sagte Erestor ruhig und auf ein Nicken des Blonden fuhr er fort.
„Nachdem ich etwa fünf Tage in der Zelle verbracht hatte, wurde ich zum Thronsaal gebracht. Über die Zeit bin ich nicht ganz sicher, da ich mich ja unter der Erde befunden hatte, doch das ist jetzt nicht so wichtig. Dort wurde ich dann von Fuinur in Empfang genommen, er war ganz in schwarz gekleidet und für den Kampf gerüstet. Seine Miene war kalt und er sah mich verächtlich an. Er verhöhnte mich, dass ich nun, obwohl ich von seinem Handeln wusste, keine Möglichkeit mehr hatte, meine Heimat zu warnen. Dann teilte er mir mit, dass er Pläne hätte, Bruchtal zu unterwerfen und dann weiter nach Lothlorien, Düsterwald und Anfalas ziehen wollte. Sein Orkheer, das sich auf den Höhen des Ered Luin befand, sollte es ihm ermöglichen. Die Menschen schien er nicht als Gefahr anzusehen, denn von ihnen sprach er kein Wort.
Nachdem er geendet hatte, wurde ich zurück in meine Zelle gebracht, wo ich noch ein paar Tage ausharren musste. Eines Nachts wurde ich aus dem Schlaf gerissen und zusammen mit den anderen Gefangenen von einigen vermummten Gestalten, die die Wachen ausgeschaltet hatten, aus der Stadt gebracht. Es stellte sich heraus, dass es sich dabei um Míriel, Tochter Nienors, und ihre Verbündeten handelte."
‚Lebte sie noch?' dachte sich Erestor. Als er gegangen war, hatte sie noch etwas von einem Angriff auf Fuinurs Truppen gesagt, doch dafür waren sie und die anderen Widerständischen zu wenige. Wenn die Orks nicht wären, hätten sie es schaffen können, doch mit ihnen war es ein hoffnungsloses Unterfangen.
„Sie erzählte mir, dass sich Fuinur, nachdem er von einer langen Reise zurückgekehrt war, immer seltsamer verhalten hatte. Doch niemand hatte sich daran gestört, denn er hatte schon immer eher abgeschieden von den anderen gelebt. Eines Tages war er schließlich mit seiner Schwester ausgeritten und war alleine und blutverschmiert zurückgekommen. Er behauptete, dass sie von Orks überfallen worden waren und dass er nach Nienors Tod die Flucht ergriffen hatte. Dann hatte er die Herrschaft übernommen und nach und nach alle Getreuen seiner Schwester wegsperren lassen. Míriel hatte ihm entkommen können und sich mit einigen anderen in den umliegenden Wäldern versteckt. Dort konnten sie beobachten, dass Fuinur sich immer wieder alleine auf den Weg in die Berge machte und eines Nachts waren sie ihm schließlich gefolgt. Er hatte sich dort mit Orks getroffen und mit ihnen verhandelt! Ich versprach Míriel, die Neuigkeiten zu verbreiten und die anderen Reiche vor ihm zu warnen, bevor ich auf schnellstem Wege hierher zurückgekehrt bin."
Die Anwesenden waren einige Minuten still und ließen sich alles noch einmal durch den Kopf gehen. Schließlich seufzte Celeborn leicht. „Das sind wahrlich schlechte Nachrichten, die du uns mitgebracht hast. Wir müssen sofort Boten nach Düsterwald und Anfalas aussenden, um sie dort vor der drohenden Gefahr zu warnen. Ich werde mich auch so schnell wie möglich zurück auf den Weg nach Lothlorien begeben, obwohl ich ja geplant hatte, noch eine Weile zu bleiben."
Elrond, der während Erestors Erzählung zum Fenster gegangen war und die Gärten beobachtet hatte, seufzte. Er warf noch einen kurzen Blick auf seine Tochter, die sich dort mit Anarya befand, bevor er sich zu den anderen umdrehte. „Eine Warnung allein wird vermutlich nicht ausreichen. Wie viele Dörfer und Städte werden zerstört werden, während wir darauf warten, dass Fuinurs Heer zu uns kommt? Wie viele Leben werden in dieser Zeit von Orks beendet? Nein, ich bin der Meinung, wir sollten uns zusammentun und nach Forlindon ziehen. Die Orks müssen vernichtet werden, bevor sie zuviel Schaden anrichten können!"
„Ich bin derselben Meinung. Wir können nicht einfach nur zusehen, während die Gefahr auf uns zukommt, wir müssen handeln! Sag, Erestor, weißt du wie viele Orks sich mit Fuinur verbündet haben?", fragte Glorfindel.
Der Angesprochene nickte leicht. „Míriel sagte, dass es annähernd 3000 Orks wären, außerdem noch die Truppen, die Fuinur treu ergeben sind. Doch wie viele das sind, kann ich leider nicht sagen."
„Das ist eine große Zahl. Wir sollten die Botschaften so schnell wie möglich aussenden und um Hilfe bitten. Und Celeborn, würdest du Arwen mit dir zurück nach Lothlorien nehmen? Ich denke, dass sie im Goldenen Wald sicherer sein wird als hier..." Arwen durfte nichts passieren, dachte sich Elrond. Nicht noch einmal wollte er ein Mitglied seiner Familie wegen (den) Orks verlieren. Es hatte ihn schon schlimm genug getroffen, als Celebrian damals in den Westen gezogen war.
„Natürlich werde ich sie mit mir nehmen", sagte Celeborn lächelnd. „Sie wird sich sicher freuen mit nach Caras Galadhon zu kommen und Galadriel und ich werden gut auf sie aufpassen. Ihr wird nichts passieren, das verspreche ich dir."
Einige Tage später befanden sich Brior und Silawen auf dem Weg nach Süden. Den Wald hatten sie hinter sich gelassen und beschlossen für einige Zeit am Bruinen entlang zu reiten, um schneller voran zu kommen. Sie unterhielten sich ab und zu, doch die meiste Zeit verbrachten die beiden mit Schweigen und sahen sich um, damit kein Feind sie überraschen konnte. Nachdem sie schon seit dem Morgen ohne Unterbrechung auf den Pferden saßen und die Sonne mittlerweile hoch am Himmel stand, beschlossen die beiden eine Pause einzulegen. Sie sattelten die Pferde ab und ließen sie am Fluss trinken, bevor sie sich setzten und eine Mahlzeit teilten. Der Waldläufer aß ein paar Stücke Brot und schaute Silawen dann neugierig an.
„Seid Ihr schon einmal hier gewesen? Ich habe bemerkt, dass Euch der Weg nicht unbekannt ist, doch nicht viele Reisende benutzen ihn", sagte Brior.
„Als ich noch ein Kind war, sind meine Eltern und ich hier öfter entlanggeritten auf dem Weg nach Lothlorien. Damals wurde er auch noch viel stärker genutzt als heute, doch das ist schon viele Jahre her. Es hat sich einiges geändert seit damals, die Büsche und Pflanzen holen sich den Weg langsam wieder zurück", gab sie auf seine Frage zur Antwort und dachte wehmütig an die Vergangenheit.
Der Braunhaarige konnte den Schmerz in ihren Augen lesen und bereute sogleich seine Neugier. „Es tut mir Leid, wenn ich schlechte Erinnerungen geweckt habe, Dúriel. Verzeiht mir."
„Es ist schon in Ordung, ihr habt nur eine Frage gestellt. Ich sollte mich schon längst damit abgefunden haben, dass die Vergangenheit vergangen ist und man nichts mehr daran ändern kann..." Sie seufzte leicht, nahm sich dann einen Apfel und polierte ihn an ihrem Hemd.
„Trotzdem wollte ich eure Laune nicht durch meine unbedachten Worte trüben", entschuldigte sich Brior abermals.
„Ihr habt es ja nicht mit Absicht getan. Und solltet Ihr noch weitere Fragen haben, so könnt Ihr sie ruhig stellen. Wenn ich auf eine Frage keine Antwort geben will, so werdet ihr es schon bemerken...", antwortete Silawen und lächelte.
Die beiden beendeten ihr Mahl schweigend und packten dann ihre Habseligkeiten wieder zusammen, bevor sie zu den Pferden gingen. Dort angekommen, befestigte Silawen ihr Bündel wieder an Morgenlichts Sattel und schwang sich dann auf den Rücken ihres Pferdes. Ihr Begleiter war in der Zwischenzeit auch aufgestiegen und zusammen ritten sie den Weg weiter entlang. Das Wasser plätscherte laut und die Bäume wiegten sich leicht im Wind. Nach und nach trübte sich der Himmel erst mit weißen Wolkenfetzen und als es langsam Abend wurde, war das Blau unter der Wolkendecke völlig verschwunden.
„Wir sollten uns langsam nach einem Nachtlager umsehen. Es wird nicht mehr lange dauern, bis es anfängt zu regnen", sagte Brior und sah sich nach einem geeignetem Ort um. Die beiden ritten noch eine Weile, doch sie fanden nichts, was den Regen abhalten würde.
Schließlich sah Silawen zum Himmel und spürte wie die ersten Tropfen auf ihrem Gesicht ankamen. „Wir sollten uns beeilen, bevor wir vollkommen durchnässt sind. Wenn ich mich recht erinnere, müsste hier in der Nähe eine Scheune sein, doch ob sie noch steht, weiß ich nicht. Früher wurde sie von Reisenden immer als Unterschlupf verwendet."
Der Dunkelhaarige nickte und versuchte im immer schwächer werdenden Licht die Scheune zu finden, doch er blieb erfolglos. Erst als Silawen anfing zu grinsen und nach vorne deutete, konnte er hinter ein paar Bäumen versteckt eine kleine Holzhütte erkennen. Sie hatte ein paar Löcher in der Seite, doch das Dach sah noch dicht aus.
„Das sollte uns vor dem Regen genug Schutz bieten. Kommt, beeilen wir uns", rief Silawen und ließ Morgenlicht in den Galopp fallen.
Die beiden erreichten die Hütte, kurz bevor der Regen anfing, in Strömen vom Himmel herunterzufallen. Sie sattelten ihre Pferde ab und entfachten ein kleines Lagerfeuer, bei dem sie jedoch aufpassten, dass das Stroh in der Scheune kein Feuer fing. So verbrachten der Waldläufer und die Elbin eine weitere Nacht auf ihrem Weg nach Süden, ohne von der Drohenden Gefahr etwas zu ahnen.
Ende Kapitel 16
Ich hoffe ich schreibt mal wieder ein paar Reviews. Ansonsten komme ich vielleicht noch auf die Idee ein Sad-End zu schreiben...
