Disclaimer: Ich habe keine rechte an Tolkiens Werken und verdiene hiermit auch kein Geld.

Da bin ich mal wieder! Hab jetzt mal zwei Wochen keine Prüfung also hab ich mir ein bisschen Zeit genommen weiterzuschreiben. Ich weis nicht wie lange es dann wieder dauern wird, weil ich bis anfang Oktober ziemlich viel zu tun haben werde. Prüfungen, Praktika, ne OP... Aber ich werde mich anstrengen schnell weiterzuschreiben!

So, und jetzt noch vielen Dank an meine Beta Narwain! Ich denke mal, ich hab jetzt alles gesagt, was ich sagen wollte. Oh eins noch, falls jemandem (°Liderphin zuwink°) die Namen der Bewohner Forlindons bekannt vorkamen... Ich hab sie mir ausgeliehen, aber sie haben keinen Bezug zu den betreffenden Personen. Und nun viel Spaß beim Lesen!


Kapitel 17

Der Regen prasselte laut auf das Dach der Scheune und an einigen Stellen fielen dicke Wassertropfen zu Boden. Ab und zu erhellte ein Blitz das Innere der Hütte auf den jedes Mal ein lautes Donnern folgte. Trotz der Löcher in der Decke und den Wänden, war die Scheune großteils vor dem Wind und dem Regen geschützt und es war auch ein Stapel trockenes Holz an der Seite aufgeschichtet. Brior saß bereits am Feuer und wärmte seine klammen Hände, während Silawen die Pferde absattelte und ihnen etwas Hafer zu fressen gab. Dann streichelte die Elbin ihrer Stute sanft über den Hals und flüsterte ihr einige beruhigende Worte ins Ohr, da sie wegen des Gewitters nervös herumtänzelte, bevor sie sich zu Brior ans Feuer setzte. Der Waldläufer holte etwas Brot und Obst aus seiner Tasche und reichte die Hälfte an Silawen weiter.

„Ihr solltet etwas essen. Heute habt Ihr kaum etwas zu Euch genommen und die Reise wird noch anstrengender. Ich möchte doch nicht, dass Ihr vor Erschöpfung vom Pferd fallt", sagte er, nachdem die Blonde nur nachdenklich einen Apfel in den Händen hielt und ihn dann immer von einer Hand in die andere fallen ließ.

„Das macht mir nichts aus. Ich bin nicht darauf angewiesen so viel Nahrung zu mir zu nehmen wie ihr Menschen, aber ich glaube, dass hatte ich Euch bereits einmal gesagt", gab sie zurück und starrte weiterhin abwesend in die Flammen, während sie das Obst nur in der Hand hatte.

„Natürlich, aber es ist dennoch besser, wenn Ihr etwas esst. Und Euch bedrückt doch irgendetwas, wollt ihr mir nicht davon erzählen? Vielleicht kann ich Euch ja dabei helfen, Dúriel", bot Brior an, doch Silawen schüttelte nur leicht den Kopf und biss dann in die rote Frucht. Wenn sie aß, so würde sie wenigstens seiner Fragerei entgehen, dachte sich die Blonde.

Der Waldläufer beobachtete zufrieden, wie sie das Obst, das er ihr gegeben hatte, aufaß und holte, nachdem er selbst gegessen hatte, noch einige Holzscheite, damit das Feuer nicht ausging. Durch die Ritzen in den Wänden zog der kalte Wind in die Hütte, und wenn sie heute Nacht nicht frieren wollten, durfte das Feuer nicht ausgehen, während sie schliefen. Ein paar Funken stoben auf, als Brior die trockenen Äste und Zweige hineinwarf. Die beiden genossen eine Weile die Geborgenheit, die die warmen roten Flammen ausstrahlte und legten sich dann zum Schlafen in der Nähe des Feuers nieder.

Die Blonde hüllte sich in ihre Decke und versuchte die aufsteigenden Tränen zu unterdrücken. Vor vielen vielen Jahren einmal war sie den Weg zusammen mit ihren Eltern entlang geritten. Wie stolz sie damals gewesen war, schon alleine auf einem Pferd reiten zu dürfen. Damals hatten sie auch hier an dieser Scheune gerastet, die noch besser in standgehalten wurde und vielen Reisenden als Unterschlupf gedient hatte. Ihre Mutter hatte das Essen zubereitet, während ihr Vater ihr einige Pflanzen gezeigt hatte, die man zur Heilung verwenden konnte. Sie konnte sich noch genau daran erinnern, wie Lirulin den beiden lächelnd zugeschaut hatte und Edrahil fütterte, als sie zusammen mit Glorfindel die ganzen Heilkräuter gepflückt hatte. Wie viel Zeit bereits seit jenen glücklichen Tagen vergangen war...

Ein weiteres Mal erhellte ein Blitz die Scheune, doch dieses Mal folgte dem nicht nur ein Donnergrollen. Der Waldläufer schlug die Augen wieder auf und drehte sich zur Tür. Silawen hatte das Geräusch auch bemerkt und sah kurz zu Brior hinüber, bevor sie aufstand, um ihr Schwert zu holen. Nun war nicht die Zeit, um in Erinnerungen an die Vergangenheit zu schwelgen. Mit einer raschen Geste deutete die Elbin dem Dunkelhaarigen es ihr gleich zu tun und stellte sich dann neben die Tür. Dann drückte sich Silawen leicht mit dem Rücken gegen die Wand und hob ihr Schwert, um bei einem möglichen Angriff sofort zuschlagen zu können. Schnell hatte sich auch Brior seine Waffe genommen und war aus dem Feuerschein hinaus in die Dunkelheit getreten.

Die beiden mussten nicht lange warten, dann konnten die sie es schon wieder hören. Rasche Schritte näherten sich immer weiter der Hütte, gedämpfte Stimmen waren zu vernehmen und ab und zu zerbrach ein Zweig. Angespannt warteten die Elbin und der Mensch darauf, dass die Fremden die Scheune betreten würden. Sie konnten nur darauf hoffen, dass es sich nicht um Feinde handelte, denn die Hütte war kein geeigneter Platz für einen Kampf, viel zu eng war es hier, um sich richtig verteidigen zu können.


Legolas ging raschen Schrittes durch die von Fackeln erhellten Gänge des Palastes. Nun war er bereits seit einigen Tagen wieder zurück, doch er war bis jetzt noch immer nicht dazu gekommen mit seinem Vater darüber zu sprechen, was er von jemandem namens ‚Silawen' gehört hatte. Der Prinz war sich sicher, dass sein Vater diesen Namen schon einmal erwähnt hatte, doch er wusste nicht mehr in welchem Zusammenhang. Aber vielleicht hatte sie auch gar nichts mit Dúriel zu tun und er bildete sich alles nur ein. Aber auch wenn es so war, die Neugierde des Blonden war geweckt worden.

Die letzten Tage waren alles andere als angenehm gewesen. Thranduil hatte schon wieder recht deutlich darauf hingewiesen, dass es für ihn nun endlich an der Zeit wäre sich zu vermählen, und wenn er selber keine passende Braut finden würde, würde sein Vater das für ihn übernehmen. ‚Dabei will ich doch noch gar nicht heiraten', dachte sich Legolas, aber er wusste, dass auf seine Meinung vermutlich wenig Rücksicht genommen werden würde. Immerhin hatte er als Prinz gewisse Pflichten zu erfüllen und dazu gehörte es auch, zu heiraten und Kinder zu bekommen. ‚Hoffentlich kann ich das ganze noch etwas hinauszögern. Thalion wird mich sicher dabei unterstützen.'

Bei dem Gedanken an seinen Freund machte sich Legolas langsam Sorgen. Seitdem er von seiner Suche nach Dúriel zurückgekommen war, hatte er sich verändert. Und es lag sicher nicht nur daran, dass er sie vermisste. Sicherlich machte er sich auch große Sorgen um sie, was verständlich war. Immerhin war sie ganz alleine unterwegs und sollte etwas passieren, hätte sie keine Möglichkeit Hilfe zu holen. Doch da war noch etwas anderes, was vermutlich damit zusammenhing was Thalion ihm verheimlichte... Aber er konnte seinen Freund auch nicht danach fragen. Wenn er darüber hätte reden wollen, dann wäre er schon zu ihm gekommen.

Der blonde Prinz schüttelte leicht den Kopf. Es hatte keinen Sinn jetzt über all das nachzudenken, dafür war er schon viel zu müde. Immerhin hatte er den ganzen Tag über bei recht langweiligen Besprechungen anwesend sein müssen, bei denen er nicht viel hatte beitragen können. Thranduil hatte darauf bestanden, dass sein Sohn sich mehr um die Staatsgeschäfte kümmern sollte, nachdem er schon so lange Zeit fort gewesen war. Doch wenigstens hatte er nicht alleine leiden müssen, Thalion hatte mit ihm zusammen bei seinem Vater und dessen Beratern sitzen dürfen und sich alles Mögliche über den Handel und ihre Verbündeten anhören dürfen.

Schließlich kam er endlich an seinen Gemächern an und stieß die schwere Eichentür mit der Hand auf. Noch ganz in Gedanken trat er ein und blieb dann abrupt stehen. Schockiert sah er sich um und im ersten Moment glaubte er, die falsche Tür geöffnet zu haben, doch es handelte sich ganz eindeutig um seine, zugegeben leicht veränderten, Gemächer. Überall waren nach Früchten duftende Kerzen aufgestellt, die ein schummriges Licht verbreiteten. Außerdem hatte jemand einige Vasen voller Rosen aufgestellt und Blütenblätter auf dem Boden verstreut. Bevor Legolas jedoch darüber nachdenken konnte, wer das gewesen war, sah er die Schuldige bereits in der Tür zu seinem Schlafzimmer stehen.

„Lady Ninim, was macht Ihr hier? Ich kann mich nicht daran erinnern, Euch hierher eingeladen zu haben", sagte der Blonde und sah leicht verärgert zu der Elbin. Sie trug ihr langes hellblondes Haar offen über ihren Rücken fallen, ihre eisblauen Augen glitzerten berechnend und das knappe eng anliegende blaue Nachthemd entblößte ihren Körper eher als ihn zu verdecken.

„Aber, Legolas, du wirst doch wohl kaum deiner zukünftigen Ehefrau den Zutritt verwehren, oder etwa doch? Und du hast mich in den letzten Tagen die ganze Zeit nur ignoriert!", sagte sie und schob gespielt beleidigt ihre Unterlippe leicht vor. „Außerdem habe ich mir so viel Mühe gemacht, deine Räume etwas romantischer zu gestalten, dass willst du doch sicher nicht ungenützt lassen."

„Ich denke nicht, dass Ihr und ich jemals heiraten werden. Und nun wäre ich Euch äußerst dankbar, wenn ihr meine Räume verlassen würdet. Ich habe einen recht anstrengenden Tag hinter mir und würde mich davon jetzt gerne erholen." Legolas hielt die Tür geöffnet und sah die Blonde immer noch verärgert an.

„Willst du nicht, dass ich dir beim entspannen helfe? Wir haben uns schon so lange nicht mehr gesehen, da kann ich dich doch nicht alleine lassen, jetzt wo du endlich zurückgekehrt bist und auch bei keiner dieser langweiligen Besprechungen bist, Liebster!" Mit leicht wiegenden Schritten kam sie auf den Prinzen zu und strich ihm mit den Fingerspitzen über den Oberkörper. „Wieso ziehst du dich nicht schon einmal aus und ich lasse uns ein Bad ein. Danach kann ich dir ja noch eine kleine Massage geben, um dich all deine Sorgen vergessen zu lassen..."

„Lady Ninim, ich weiß Euer Angebot zu schätzen...", setzte Legolas an und schlang seine Arme um ihre Hüfte. Dann drehte er sich mit ihr im Arm schnell um und schob die verblüffte Elbin hinaus auf den Gang. „...aber ich muss leider ablehnen! Ihr solltet nun schnell zurück zu Euren Gemächern gehen, sonst erkältet ihr Euch in dem dünnen Kleid noch. Gute Nacht." Dann schlug er die Tür vor ihrer Nase zu und schob den Riegel vor, um sicher zu gehen, dass die Blonde nicht noch einmal versuchen würde hereinzukommen. Ihre Rufe und das Klopfen an seine Tür ignorierte er einfach und begann damit, die Blumen zu entsorgen und alle Kerzen zu löschen, bevor er sich erschöpft auf sein Bett fallen ließ.


Nach dem Gewitter in der Nacht war es recht kühl geworden und der Geruch von frischem Gras lag in der Luft. Die Sonnenstrahlen fielen durch die Blätterdecke hindurch auf den Boden und der leichte Wind ließ ab und zu noch ein paar Wassertropfen von den Blättern zu Boden fallen. Der Weg war vom Regen noch immer leicht aufgeweicht, doch die Pferde störte das nicht. Sie trabten ohne Probleme durch den Wald und trugen ihre Reiter ihrem Ziel entgegen: Lothlorien.

Arwen konnte es noch immer nicht glauben, dass ihr Vater ihr so schnell erlaubt hatte, mit Anarya und Edrahil mitzureiten. Normalerweise musste sie ihn immer sehr lange bearbeiten, wenn sie ihre Großeltern besuchen wollte, und dann bestand er immer darauf, dass er und ihre Brüder sie begleiteten. Außerdem schien er erleichtert, als er ihre Bitte gehört hatte. Doch im Moment wollte sie nicht darüber nachdenken, sie war einfach glücklich mit zu dürfen.

Die Dunkelhaarige zupfte an ihrem Kleid herum, sie hätte doch wohl doch besser eine Hose für die Reise tragen sollen, doch das war nun auch egal. Während der nächsten Rast konnte sie sich umziehen, falls es zu unbequem wurde. Eine Zeit lang beobachtete sie die Umgebung, doch das wurde ihr schon schnell zu langweilig. Immerhin änderte sich nicht viel, es waren immer dieselben Blumen und Kräuter am Wegesrand und sie befanden sich immer noch im Wald. Und es ließen sich außer ein paar Vögeln auch keine Tiere sehen. Schließlich ließ sie ihr Pferd etwas schneller laufen, um neben Celeborn zu gelangen, der an der Spitze der kleinen Gruppe ritt. Glücklich lächelte sie ihn an, doch dann bemerkte sie, dass ihn etwas zu beunruhigen schien.

„Was ist denn los? Gibt es irgendein Problem?", fragte Arwen besorgt. Sie hoffte sehr, dass sie jetzt nicht umkehren mussten.

„Nein, es ist nichts. Ich war nur in Gedanken versunken", beschwichtigte Celeborn seine Enkelin. Es gab keinen Grund, sie jetzt zu beunruhigen. Wenn sie wüsste was bevorstand, würde sie vielleicht auch noch versuchen nach Bruchtal zurückzukehren, obwohl es in Lothlorien weit sicherer für sie wäre.

Die Dunkelhaarige sah ihn zweifelnd an. „Du verheimlichst mir doch etwas! Ada war auch schon so komisch als ich mit ihm geredet habe. Ist irgendetwas passiert? Galadriel ist doch nicht etwa etwas passiert, oder? Lässt mich Ada deswegen so einfach mitkommen ohne, wie sonst, so lange herumzudiskutieren?"

„Nein, du brauchst dir keine Sorgen zu machen." Celeborn strich Arwen sanft durch die Haare und lächelte sie dann an. „Deiner Großmutter geht es gut und sie wird sich über dein Kommen sicher freuen. Es gibt nur im Moment ein paar Probleme mit dem Handel, nichts wichtiges. Aber das interessiert dich vermutlich nicht, oder?"

„Nicht wirklich... Sag mal, weiß sie eigentlich, dass ich mitkomme?"

Celeborn hatte nun einen schelmischen Ausdruck in den Augen. „Davon weiß sie nichts. Du kannst also versuchen sie zu erschrecken, wenn du willst, so wie du es als kleines Kind immer gemacht hast. Da sie dich nicht erwartet, wird sie damit auch nicht rechnen."

„Oh ja! Das wird lustig! Weißt du noch, wie ich mich in einem Busch versteckt hatte und gewartet habe, bis sie vorbeikam, um herauszuspringen? Sie ist fast umgefallen, so sehr ist sie erschrocken!" Arwen fing an zu grinsen, als sie sich an den Vorfall erinnerte.

„Ja, und ich kann mich auch noch gut an die Standpauke deines Vaters erinnern, weil du den ganzen Tag verschwunden warst und eins deiner besten Kleider bei deinem Versteckspiel ruiniert hast. Außerdem hattest du recht viele kleine Zweige und Blättern in den Haaren. Es ist wirklich schade, dass ich davon kein Bild habe..." Der Blonde fing an zu lachen, als er den Gesichtsausdruck seiner Enkelin sehen konnte. Schmollen konnte sie wirklich gut.

„Das ist gar nicht lustig! Ada hat damals auch noch darauf bestanden, dass ich alle Risse in meinem Kleid selber nähe..."

„Dann musst du eben dieses Mal darauf achten, dass es nicht noch mal passiert, dann musst du auch dein Kleid nicht nähen. Weist du schon, wie du Galadriel erschrecken willst, meine Kleine?", fragte Celeborn neugierig. Arwen nickte begeistert und fing sofort an ihrem Großvater davon zu erzählen. Dieser war froh, die Dunkelhaarige von ihren Vermutungen abgelenkt zu haben und hörte ihr gespannt zu.


Im Palast in Luinil saß unterdessen Fuinur auf seinem Thron. Er lächelte boshaft auf einige der Berater seiner Schwester herab. Langsam stand er auf und nahm das Schwert in die Hand, welches er zuvor auf die Armlehne des Throns gelegt hatte. Der Dunkelhaarige sah von einem seiner Gefangenen zum nächsten. Wie naiv sie doch waren nach ihrer, zugegeben unerwarteten, Flucht, zu versuchen in den Palast einzudringen und ihn zu töten. Nun waren sie alle unbewaffnet und von seiner Leibwache umringt. Sie hatten keine Möglichkeit mehr zu entkommen, einmal hatte er bereits Gnade walten lassen und sie nur eingesperrt, doch ein zweites Mal wäre er nicht so großherzig.

Mit einer geübten Handbewegung stieß er das Schwert tief in den Körper von einem blonden Berater, der ihm schon viel zu lange auf die Nerven gegangen war, und zog es genauso schnell wieder heraus. Zufrieden sah er zu, wie der Verwundete die Hände auf seinen Körper presste und dann zu Boden fiel, wo sich unter ihm langsam eine Blutlache ausbreitete. Dann nahm Fuinur ein Stofftuch, wischte das Blut von seinem Schwert und steckte es in die Schwertscheide. Er nickte seinen Leibwächtern kurz zu, drehte sich um und ging aus dem Thronsaal, während er die Todesschreie der restlichen Gefangenen hören konnte.

Er lief die langen Gänge entlang, immer tiefer in das Innere des Palastes. Schließlich blieb er vor einer Wand stehen, die sich nicht von den anderen unterschied, und drückte gegen einen der Steine. Eine Geheimtür schwang auf und er trat hindurch, nahm eine Fackel von der Wand und drückte die Tür wieder hinter sich zu. Nicht, dass einer der Bediensteten noch auf die Idee kam, hier herumzuschnüffeln. Der Gang hinter der Geheimtür führte noch viel tiefer unter den Palast. Als der Dunkelhaarige noch ein Kind gewesen war, hatte er ihn entdeckt und ihn seit damals geheim gehalten. Schließlich kam er zu einer dicken Eichentür, die von außen verriegelt war, jedoch ein vergittertes Fenster hatte.

Mit einem Lächeln trat der selbsternannte Herrscher Forlindons an das kleine Fenster und sah hinein. „Soll ich dir von meinem Tag berichten, Schwester? Du wirst nicht glauben, was deine ehemaligen Berater versucht haben..."

Ende Kapitel 17


Ich würde mich über ein paar kurze oder auch längere Reviews sehr freuen!