Rowling ist der geistige Schöpfer von Harry Potter.
Alle gehören ihr.
Aber Rose ist MEINS, MEINS, MEINS
Von gelben Ringelblumen und blutroten Margariten, Sammlung IV
Epistel Elf
Liebstes Tagebuch,
wie geht es dir?
Du schaust ja eigentlich nicht nach viel aus, besonders weil du gerade nur aus einem Stapel von weißen Papier bestehst, und bist auch noch ziemlich unvollständig weil der Rest von dir ja zu Hause in der Kommode wartet, gut geschützt vor den frechen Händen von Tray.
Trotzdem hoffe ich es geht dir gut.
Mir auf jeden Fall geht es gut. Wie du sicherlich bemerkt hast ignoriere ich die Tatsache das ich seit einem Monat in diesem Haus gefangen bin und seit einem Monat mit keinem Menschen gesprochen habe und seit einem Monat nicht arbeiten gehe und seit einem Monat untätig dasitze, vollkommen.
Wie gesagt es geht mir gut.
Da sind, und dass schwöre ich bei Charles Grab, keine Mordgedanken gegen meinen besten Freund, oder seine unheimliche Mutter.
... weiß gar nicht wie du darauf kommst.
Kann ja sein dass ich eines der Bilder von Charles als Zielscheibe für meine Spuckwettbewerbe verwende aber das kommt nur daher dass ich keine lebensechte Puppe besitze mit der ich meinen Schabernack treiben könnte..
aber nein, das meinte ich nicht, ... du bist aber ein unartiges Tagebuch.
Nein ich dachte eher daran die Puppe zu zerstechen und ihr den Kopf abzuschlagen.
... wie meine?
Ob sie schreien soll und Blut spucken?
Hmm, ja doch ich denke das wäre eine gute Idee, danke liebes Tagebuch.
Die Katze geht mir heute aus dem Weg, ich glaube sie hat Angst dass ich sie fresse.
Derweil stehe ich gar nicht auf Katze. Die schmecken so bitter und das Fleisch ist gar nicht so zart wie man immer annimmt.
Einmal hatte mich Charles, möge er sich doch in seinem finsteren Grab umdrehen, zusammen mit Will auf ein Essen eingeladen und ich Unschuldlamm hatte Katze bestellt, obwohl ich dachte es wäre Hühnchen.
Ach, was haben wir gelacht...
Wie sehr ich mir wünschen würde dass jetzt auch tun zu können. Lachen.
Aber irgendwie ist mir genau dass vergangen.
Weiß auch nicht woher das kommt.
Nun lassen wir diese Kleinigkeiten.
Ich habe beschlossen wenn er heute nicht angekrochen kommt, lese ich sein Tagebuch.
... Ja, ja, ich weiß das ist unmoralisch, aber ich denke mir, das Tagebuch eines Mörders, es ließt sich sicher nicht so uninteressant wie der Rest der Lektüre die sich in dieser Wohnung finden lässt.
Hättest du gedacht, das dieser Mensch, nennen wir ihn aus Höflichkeitsgründen einmal so, anscheinend nur Liebesromane ließt.
Hab ja nichts anders Gefunden.
„Nini und die dunkle Zeit", und dieser unvergessene zweite Teil, „Nini und die dunkle Zeit, Bd. 2" Ach.
Ist er nicht süß.
Oder, mein absoluter Lieblingsroman, „Die vergessenen Muggel – die Abendteuer von Orange und Blue"
Hmmm, romantisch.
Wie wäre es aber auch mit den unerreichbaren Geschichten von Myriel – der armen, unschuldigen Halbmuggel die ihren Weg macht und am Ende den besten Aller Kerle abbekommt.
... aber nicht doch, Charles ist in meinen Augen noch immer ein ganzer Mann.
Wie kannst du es wagen etwas anderes zu behaupten. Tststs.
Also wirklich.
Böses Tagebuch.
Wie dem auch sei, ich war natürlich während dieser Langen Zeit nicht untätig und habe weiter daran gearbeitet das Haus umzudekorieren und nebenher habe ich es auch geschafft, einen der Fische im Aquarium umzubringen.
Da geschah ohne jegliche Absicht, wir war nur etwas zuviel Essen auf zu wenig Fische ins Aquarium gefallen.
Nachdem ich mich vergewissert hatte dass der Fisch nicht giftig ist, es gibt auch zwei Lexicone und drei Kochbücher in seiner tollen Bibliothek, dachte ich mir, „du lieber Fisch bist nicht umsonst gestorben," und habe ihn gegessen.
Er war richtig gut.
Ich habe ihn in Butter herausgebacken und mit Zitrone serviert. Mhh, lecker.
Die Katze hat das ganze gesehen und nimmt jetzt natürlich auch an, ich würde sie fressen.
Aber wie gesagt, nein danke.
Ich döse jetzt also in den Tag hinein und habe nebenher auch noch begonnen eine Geschichte zu schreiben, es geht darum um eine Frau, etwa in meinem Alter und etwa in der gleichen Situation wie ich, die über ein Jahr, hier differenziert sich ich und mein Weltbild also vollständig, weil wie könnte man ein Monat mit einem Jahr vergleichen, in einem Haus gefangen ist und mit niemanden sprechen kann und noch nicht einmal die Sonne sieht.
Um den ganzen einen weiteren dramatischen Effekt zu geben, ist meine Heldin, hin und hergerissen zwischen zwei Männer, ihrer ersten großen Liebe und ihrem ersten richtig gutem Fick. Und am Ende, dir kann ich es dir ja verraten schickt sie beide in die Wüste und schnappt sich einen der gut im Bett ist und sie liebt.
Noch ist nicht alles gut durchdacht, aber die Geschichte geht voran.
Derzeit bin ich dabei wie sie sich von ihrem guten Fick verabschiedet. Und dass wird es auch sein, wo ich dann den Schlussstrich ziehe und es so an einen Verlag schicke.
Charles in seiner ganzen Güte, wird gar nicht anders können als mir dabei zu helfen einen passenden Verleger zu finden. Das und den Drachenledermantel, die Anehrschuhe, die Langhaardackeldecke und meine Riesensammlung an New MagicRock LPS für Grammophon zuhause schuldet er mir.
Ich hab's ausgerechnet.
Es ist ja nicht so als würde es mir an Zeit fehlen.
Aber nein, davon habe ich ja wirklich genug.
Ich klinge vielleicht doch ein bisschen bitter.
Nun das werde ich gleich mit einem großen Stück Schokolade rückgängig machen. Dann geht es mir wieder gut.
Ach...
Nun mein Hunger wartet,
in aller Liebe und ruhiger Bestimmtheit, deine vollkommen Ruhige und bestimmte Rose.
Epistel zwölfSie waren zu fünft als sie sich leise durch das Domizil der Todesser schlichen und nach den Hauptquartier dieser Verräter suchten.
Ihre Kleidung war Schwarz, sogar Percival Doomed verzichtete auf seine ansonsten eher farbenfrohere Auswahl an Kleidungstücken. In ihren Händen hielten sie ihre Zauberstäbe und die Zwillinge hatten sich je einen Gürtel umgeschnallt in dem sich fertige Potion befanden, Gegengifte und etliche Utensilien um so etwas in aller Schnelle herzurichten.
Schon zu Anfang dieser Mission hatten sie jedem ihrer Brüder drei Potions in die Hand gedrückt. Die erste war ein Gegenmittel auf fast alle gängigen erlaubten Flüche die es gab, die zweite eine Gegenmittel für eine extrem tödliche Potion die sie Zwillinge selbst zusammengebraut hatten, sie sagten etwas von der Weiterentwichklung des Anthraxviruses und von Bollusbaktereien aber außer Charles schien es sonst keiner verstanden zu haben.
Und der dritte veränderte ihr Aussehen.
Es machte ihre Haare Schwarz.
Dunkel wie die Nacht.
So wären sie wenigstens nicht erkennbar.
Anfangs begegneten sie keinem Todesser doch der erste der ihnen dann doch kurz vor der Küche in die Arme lief, starb keine Sekunde später – an einem gebrochenen Genick.
Wie es schien war Charles wirklich sehr, sehr wütend.
Und dann von einer Sekunde auf die nächste brach das Inferno los.
Man hatte sie erwartet.
Zwanzig Todesser brachen aus den verzauberten Wänden hervor und schrieen , hasserfüllt und stocksauer, Flüche und die meisten Trafen auch.
Was die Todesser dann etwas verunsicherte war wohl die Tatsache, dass keiner von den Getroffenen Anstalten machte tot umzufallen. Im Gegenteil lies einer der Zwillinge...
Zwillinge...Die vier Todesser die bis dahin noch nicht gestorben waren wurden ganz weiß im Gesicht. Die Weasley Zwillinge.
Als dann also einer der Zwillinge mit einem genüsslichen Lächeln eine Phiole fallen lies, die wie es ihnen vorkam in Zeitlupe zu Boden stürzte und beim Aufkommen in einem fast schon hellem Licht zersprang, ging es einem von ihnen noch durch den Kopf, dass er besser auf seine erste Freundin, eine Huffelpuff, ein Halbblut, hätte hören sollen als sie zu ihm sagte dass er ein Arschloch sei und eines Tages einen schrecklichen Tod sterben würde wenn er so weiter machte.
Danach bekam er keine Luft mehr.
Leider dauerte es scheinbar noch eine Ewigkeit bis er endlich starb.
William sah interessiert zu wie die Todesser plötzlich nach Luft rangen und sich gleichzeitig vor Schmerzen am ganzen Leib rangen.
Die Zwillinge lächelten freudig zu ihrem Bruder hinauf der zustimmend nickte.
„Wir bleiben noch, man hat nicht oft so gute Versuchsobjekte." Sagte dann Georigus und sah fragend zu Charles.
Der nickte und schnippte dann nach William und Percival Doomed.
Will sah ihn an.
„Mir solls recht sein, so macht es wenigstens Spass"
Auch Percival nickte und sagte etwas von ja schnell machen Agnes sei schon sauer genug auf ihn.
Damit ließen sie ihre jüngern Brüder zurück und gingen schnell weiter. Denn ehrlich, zwanzig, es waren immer mehr als nur zwanzig.
Am Ende einer langen Nacht standen sie vor den letzten drei Todessern die sich noch auf den Beinen Halten konnten.
Sie waren alle mit einem bösen Zauber belegt der langsam ihr Blut zum kochen bringen würde, jede Sekunde ein bisschen mehr, bis die Schmerzen so groß wurden sie schreien würden, so lange bis sie keine Stimme mehr hatten und jede jemals denkende Synapse in ihrem Hirn eingekocht dahinsiechte.
Doch bis dahin, sagte William lächelt und charmant wie er war, sollten sie ihnen besser alles sagen was sie wussten, ansonsten würden sie sich wünschen genau diesen wunderbar einfallsreichen Tod gestorben zu sein.
Das alles ging wunderbar voran als plötzlich China, die zerbrechliche kleine China, mit ihren roten Haaren, vollkommen ungeschützt den Raum betraten in der sich gerade William und Percival an einem der Arschlöcher heranmachte um Antworten aus ihm rauszuquetschen.
„Ihr habt da draußen, so etwa fünfzehn Todesser übersehen, vielleicht hilft ja einer von euch Ronald. Ich fürchte fünfzehn sind selbst für ihn zu viel zumal er ja auf Pansy aufpassen muss."
Percival stand auf und verließ den Raum ohne auf ein Kommando zu warten.
William derweil drehte sich von seinem Opfer weg und sah verblüfft zu seiner kleinen Schwester.
„Was tust du hier, Mädchen?" Seine Stimme klang überhaupt nicht nett und fröhlich.
China sah ihn kalt an.
„Glaubst du wirklich ich ließe euch dass hier alleine machen." Fauchte sie kalt, „diese Arschlöcher vergreifen sich an meinen Freundinnen in ein paar Jahren, das wollen wir doch nicht zulassen."
„Du solltest nicht kommen."
China schaute ihn gleichgültig an.
„Was geht es dich das an ob ich hier bin oder nicht. Du kannst sowieso nichts dagegen ausrichten.", sie schaute weg von ihm hin zu dem Todesser der gerade in einen Starrkrampf verfallen war.
„Du da", ihre Stimme vibrierte fast schon vor Eiseskälte, „wo sind die restlichen Mädchen. Sag es mir."
William zog erstaunt die Augenbraue hoch als der Todesser dreckig zu lachen begann.
„Da seit ihr aber zu spät, wir haben schon bekommen was wir von ihnen wollten. Jetzt liegen sie dort wo sie hingehören."
China blinzelte zweimal.
„Ich nehme an ihr meint damit den Müll, denn ich nehme nicht an ihr habt euch die Mühe gemacht sie zu verscharren. Dass wird meine Brüder gefallen, sie werden sich über ein paar neue Leichen zum zerstückeln und experimentieren freuen."
Das verschlug dem lachenden Mann erst ein Mal die Sprache.
Er sah sie mit so etwas wie riesengroßer Angst an.
Das war ein Kind vor ihm. Noch dazu ein Mädchen, so unschuldig wie jemand nur sein konnte.
Sie sah ihn einen Moment lang mit ihren Augen, sie waren braun, an.
„Und wo sind die Kinder? Bedenke dass deine Antwort besser richtig sein sollte, sehe ich nur ein Quentchen Lüge in deinen Augen reiße ich dir eben diese raus. Ich denke es wird nicht so schnell gehen wie bei deinen toten Kollegen, ich gebe zu ich habe geübt, und ich denke dir wird es wesentlich mehr weh tun als ihnen, sie waren ja schließlich schon tot, aber .. meine Güte ich habe den Faden verloren, Charles wo war ich?"
Ihr großer Bruder starrte sie einem Moment lang nachdenklich an und machte dann mit seinen Armen eine wiegende Bewegung.
Anscheinend, nun da sie da war, war er wohl nicht bereit sie ohne getane Arbeit gehen zu lassen.
Er hatte heute schon über fünfzehn Menschen getötet, und auf einen mehr oder in diesem Fall weniger kam es ihm anscheinend nicht an. Sie war aus freien Stücken hier, es war ihre Entscheidung wie weit sie bereit war zu gehen nicht seine.
Sie sah wieder zu dem Todesser.
„Wie gesagt wo sind die Kinder. Und tische mir ja nicht die Geschichte auf ihr hättet sie alle getötet. Ihr hattet zwei Wochen Zeit die Mädchen mit Hilfe des Fungusier-zauberes zu bearbeiten, bei der Massen an Frauen die ihr gestohlen habt, dürften wohl um die fünfundzwanzig Kinder sein, etwa ein Viertel der Lebendgeborenen, die euren Maßstäben entsprochen haben und die ihr nicht getötet habt. Wo sind sie?"
Doch in diesem Moment starb der Todesser, und verharrte in der Position die er eingenommen hatte, so verkrampft waren seine Muskeln zuletzt gewesen.
China ignorierte das Ausbleiben der Antwort und wandte sich Todesser Nr. Zwei zu.
„Selbe Frage, neuer Kandidat. Wo sind die Kinder?"
Wohlgemerkt sie sagte das mit einem Lächeln im Gesicht.
Es geschah in einem Moment der Unachtsamkeit, Todesser Nr. Zwei war gerade beim Auspacken und sagte Namen und Adresse, der Leute bei denen die Kinder untergekommen waren, als der Dritte Todesser aus seinem Umhang aus einen zweiten Zauberstab zog und ihn auf die Weasley richtete.
„Aveda Kedavra"
Er war einer von diesen Wenigen der diesen Spruch beherrschte, er diente seinem Herrn nun schon seit langen Jahren, und sein Herz war voll Hass genug um diesen Todeszauber aus stark genug zu machen.
Er war stark genug für einen Moment die Schmerzen zu ignorieren und ihn auszusprechen.
Alles für seinen Herrn.
Es war ein grüner Strahl der genau auf China zulief, die jedoch bemerkte es zu spät.
Es war, wie vor vielen Jahren schon, Charles, der sich dazwischen warf und den Strahl für sie auffing.
Für einen langen Augenblick glomm sein ganzer Körper in einem hässlichen Grün auf und er fiel in die Knie.
Genugtuung strich über das Gesicht des Todessers. So sollte es sein. Vielleicht würde er ja sterben, aber er starb nicht alleine.
Doch dann geschah etwas.
Der Todesser wusste nicht weshalb ihm gerade das Haar des getroffenen in Auge fiel, zumal seine Schmerzen wirklich stark genug waren, aber er konnte beobachten wie ganzen Strähnen des Schwarz abblätterten und darunter sich blutrot die neue Haarfarbe hervor tat.
Den entsetzten Blick der anderen zwei, des langhaarigen Schwarzhaarigen und des jungen Mädchens, war das wohl nichts gutes.
„Geh langsam, ganz langsam von ihm zurück."
„Ja, ich weiß. Keine Ruckartigen Bewegungen." Zischte sie leise zwischen zusammengepressten Lippen hervor.
Charles, derweil, drehte sich langsam zu dem Todesser um.
Sein Haare war fast schon zu Gänze rot. Und es begannen schon blaue Adern auf seiner Haut zu erschienen und seine Augen waren zur Hälfte mit Blut gefüllt.
Sein ganzer Körper zitterte, aber sein Gesicht war noch immer blank.
„He, wir haben..." Pervival war gerade siegessicher in das Zimmer gekommen doch nun wich alle Farbe aus dem Gesicht.
Er drehte sich auf der Stelle wieder um und man hörte ihn draußen ein paar Worte schreien.
Dann kam er wieder, ihm im Schlepptau, ein paar Todesser die noch atmeten, er lies sie in den Raum schweben, deutete dann seinen Geschwistern so schnell wie möglich zu rennen auf drei und zählte dann langsam los.
„Eins... zwei ... drei!"
Es dauerte nur eine halbe Sekunde dann hatte sie den Raum verlassen und die schwere Türe hinter sich zugemacht und verkeilt.
Keinen Moment später schlug etwas sehr hartes gegen die Tür.
„William?"
Percival, er blutete aus einigen Wunden an seinem Körper, wie es William jetzt auffiel, sah seinen älteren Bruder an.
„Ja, ich weiß. Scheiße gelaufen. Weißt du da war der du weißt schon was und Red Mad hat ihn aufgefangen für China, und dass wäre ja dann wohl nicht so schlimm gewesen."
Percival sah ihn kalt an.
„Das ist mir durchaus klar William. Es würde keinen von uns umbringen. Koma ja, umbringen nein. Aber wie konntest du es zulassen dass er –so.-wird! Ich meine, du musst doch sonst auf nichts aufpassen, oder! Nur dass dein Bruder nicht wieder die Beherrschung verliert. Aber scheinbar hast du dir wieder einmal den Verstand rausgefickt, oder was?"
Wieder schlug etwas lautstark gegen die Tür. Und ein noch ein kleines Tock.
William sah seinen Bruder böse an.
„Schieb es nicht auf mich."
„Ach, nein. Nun lass mich überlegen, dann schieben wir es doch auf Ronald, weil er es nicht geschafft hat, seine Schwester zu halten," Er funkelte seinen kleinsten Bruder mörderisch an, mörderisch genug ihn zusammenzucken zu lassen, dann wandte er sich China zu, „ oder wir schieben es auf unsre Kleine, weil sie wieder mal Spaß haben wollte, wie sie dazu immer sagt, oder wir schieben es auf die Zwillinge weil sie den Unterdrücker für Charles Wut nicht besser geplant haben, oder wir schieben es auf mich, weil ich dachte du hättest, verflucht noch mal alles unter Kontrolle."
Er starrte ihn unumwunden hasserfüllt an.
Percival gehörte eigentlich nicht zu den Brüdern die sich in den Mittelpunkt drängten. Er lebte im Grund genommen sehr gut in seiner kleinen Welt, die der Schule, Wetten und vor allem seine Agnes betrafen, doch dann und wann, verlor auch er seine Kontrolle, vor allem in Momenten der Angst, Angst all das wohl nie wieder zu sehen, und es waren diese Momente in denen er selbst gefährlich wurde.
An sich war er locker, aber es gab ein paar Regeln die ihm sein leben Diktierten.
Und die ersten drei waren: Halte Mutter auf gutem Abstand, meine Agnes und drittens: Immer schön schauen das Charles ruhig bleibt, sonst bist du tot.
Bis jetzt hatte er es immer gut geschafft, aber heute, wo er hörte wie Charles die Körper seiner Finde gegen die Türe schmiss, wurde ihm klar dass es wohl nicht ewig so gut laufen würde.
Wenn‚Carels jetzt da raus kommen würde, wären sie alle, bis auf China vielleicht tot.
Außerdem war das mit der Verteidigung gegen dunkle Flüche nicht so gut, einer der Scheiß Todesser hatte ihm einen Wurm angehängt.
Wenn er nicht bald was unternahm war er wohl in zwei Stunden tot.
Wenn er daran dachte dass Agnes nackt in seinem Bett wartete, dann tat er sich richtig leid.
Sie warteten zehn Minuten vor den verschlossenen Tor, dass sie von Charles trennte, warteten dass die Schmerzenschreie weniger wurden, warteten dass das Pochen, manchmal auch panische Kratzen das sie hörten verstummte, aber es geschah nicht.
Percival lehnte kaltschweißig an der Wand, sein an sich lebhafte Gesicht wurde von Sekunde zu Sekunde blasser, sein Mund war zu einem dünnen, fahlen Strich verkommen.
Die Zwillinge sezierten in ihrem Wissensdurst eine der Leichen, William schrie Ronald, Pansy und vor allem China an, brüllte immer wieder, ob sie denn überhaupt normal denken konnten.
Sie alle hatten Angst.
Sie wussten zu was ihr Bruder in dieser Situation fähig war zu tun, wie er ihr Leben mit einem Wutschrei beenden könnte.
Natürlich es war nicht von Dauer, natürlich würde er nicht durch diese Tür brechen, seine Augen bar jedem vernünftigen Gedankens, sein Körper bereit alles und jeden zu Hackfleisch zu bearbeiten.
Der Fluch der Weasleys.
Einmal nur reichte eine Wut größer als der Menschenverstand es war um ihn zu entzünden, einmal nur und er würde immer wieder kommen.
Sie alle kannten das. Sie alle kannten dieses Gefühl, diesen Drang töten zu wollen, ganz egal was da auf sie zukommen würde.
Keine Angst, keine Furcht, kein Respekt vor dem Leben. Nur das Bedürfnis zu zerstören. Sie von seiner Wut leiten zu lassen.
Ja sie alle kannten das und sie alle fürchteten sich vor dem Moment, in dem man bereit war alles auszulöschen, selbst das was einem lieb und teuer war.
Sie wussten das Charles sich noch immer schämte.
Er schämte sich dafür das er damals fast seine kleine Schwester getötet hatte.
Ja er hätte sie fast getötet, nicht Voldemort, der alte Sack.
Er.
Noch immer verfolgte ihn das.
China sah auf und hörte auf die Tür.
Die Geräuschkullisse war erstorben, und alles schien verstummt zu sein.
Sie lächelte William an.
„Er wird mich schon nicht töten, er hat es auch das letzte Mal nicht getan."
William erwiderte ihren Blick nicht, stattdessen richtete er lieber seine schwarzen Haare.
„Er ist von Sinnen. Du verstehst das nicht, Schwester, dir bleibt dein Verstand. Uns bleibt das nicht. Glaub mir, er wird dich töten."
Seine Hände zitterten.
Sie nahm sie in die ihren, sie war ganz ruhig und gelassen, strahlte eine Ruhe aus, die sie in diesem Alter noch gar nicht besitzen dürfte.
„Hab keine Angst. Es ist nicht deine Schuld dass er so ist wie er ist. Vertrau mir ruhig. Ich bin immerhin die erste Weaselyfrau seit zweihundert Jahren, sollte er es wirklich wagen mich anzugreifen, knocke ich ihn aus. Und..." hier lächelte sie verschlagen, „er hat sich doch schon ausgetobt. Ich hoffe nur," „Was hoffst du?"
China nahm ein Haarband aus ihrer Umhangtasche, steckte ihre Rotes Haar damit hoch, nickte Pansy zu und ging zur Tür.
„Ich hoffe nur, mir wird nicht schlecht. Diese Blutbäder, wenn er so ist, sind echt nur zum Kotzen."
Da nickte William.
Es dauerte bis die Türe wieder geöffnet wurde und sie aus dem Raum trat, Blut, wie sie gleich sagte nicht das ihre, tropfte von ihrem Gesicht und Gewand, ihre Schuhe waren von einer Mischung aus Gedärmen und Exkrementen beschmutzt, sie wankte.
Hinter ihr, in einem Fesslungszauber, noch immer mit roten Haaren und weißer Haut, schwebte Charles heran, sein Körper zuckte unentwegt, sein Gesicht war aber blank.
„Es geht ihm nicht gut, er ist beim abkühlen. Der Todfluch macht sich jetzt bemerkbar, die Schmerzen müssen grausam sein."
Sie wankte.
„Ich glaube ich muss jetzt schlafen."
Damit fiel sie um.
Epistel dreizehnMir ist als ob etwas nicht stimmt.
Ich kann es weder in Worte fassen noch sagen was mich stört, aber etwas stimmt nicht.
Ich glaube, ja ich glaube, es sind die Kinder.
Es sind die Kinder!
Charles Rachefeldzug wird sie alle mit in den Untergang reißen, Arthur. Und weder du noch ich sind fähig ihn zu stoppen.
(So hatte ich mir meine Zukunft nicht ausgedacht.
So nicht.
Ich hätte geglaubt alles würde gut gehen.
Ich würde immer die gleiche bleiben, nichts könnte meine Liebe, oder mein Leben erschüttern.)
Aber manchmal, nur sehr selten, da hasse ich mich dafür.
Wofür?
Ach, Liebster.
Ich habe ein Monster in die Welt gesetzt. Ein schreckliches Monster.
Mir graut es vor dem Tag an dem er die Kontrolle verliert.
Der Tag an dem ihm alles egal ist, der Tag der unser aller Ende sein wird.
Graut es dich denn nicht?
Du hast mir gesagt wie du dich gefühlt hast.
Und du bist nur der Zweitgeborene, auch wenn du das Erbe weiterführst.
Und er, der seine Wahl schon vor so vielen Jahren getroffen hat, noch dazu der Erstgeborene, er ist noch so viel schrecklicher als du oder deine anderen Söhne es jemals sein werden.
Was wenn er sein Alles dass ihn stoppen wird nicht findet.
Ja, ich weiß er hat gewählt, aber zwischen Wissen und Haben, mein rothaariger König, .. dass ist ein Unterschied wie Tag und Nacht.
Nein, drängen wird er sie nicht.
Er liebt sie.
Nur, ich befürchte, sie wird zu Slytherin als es ihr gut täte.
Sie wird zu rational denken, wenn es soweit ist. Und sein Herz wird in Scherben liegen.
Dass könnte uns alle töten.
Ja, du hast recht. Wir sollten ihnen den Umgang verbieten.
Mag sein, das ich sie mag, aber wir sollten ihnen den Umgang verbieten.
Dann sind wir eben Traumtänzer. Das sind wir schon immer gewesen.
Ich muss tun was mein Herz mir sagt.
Nur das ist mir geblieben.
Ich bin nicht mehr so, wie ich einst war.
Die Naivität in die du dich verliebt hast, die habe ich schon lange, vielleicht zu lange abgelegt. Meine Skrupel sind kaum noch existent.
Ich habe mich verändert um in deiner Welt zu bestehen.
Sie wird das nicht tun.
Charles weiß das.
Vielleicht drängt er sie deswegen nicht hinein, mein Merlin, ich kann es dir nicht sagen.
Ich kann dir nur sagen, es wird böse enden.
Das spüre ich.
Entweder sie holt ihn aus dieser Hölle in der er sich befindet oder sie stößt ihn noch so viel Tiefen hinein, so weit dass ihn niemand mehr daraus befreien kann.
Wir sollten eingreifen.
Aber du und ich, wir beide wissen doch das wir genau dass nicht tun werden.
Gerade wir zwei, die durch die Hölle gegangen sind um bestehen zu können, wir müssen sie in ihr Unglück rennen lassen und hoffen das sie wieder heraus finden.
Ich hätte niemals, niemals, gedacht das Eltern so schwere Entscheidungen treffen müssen.
Manchmal, aber nur manchmal, wünschte ich, es gäbe nur dich... und mich, und sonst nichts.
Keine Angst um meine Kinder, keine Angst um meinen Mann, nur wir zwei, wie wir uns davon geschlichen haben und uns bei der alten Eiche geliebt haben, in der Abenddämmerung.
Ja, ich liebe dich auch.
Wir sollten die Hauselfen alarmieren und die Krankenzimmer auf Vordermann bringen. Sie sterben.
Drei von meinen Kindern sind kurz vorm Sterben.
Nein, es geht mir gut, mir war nur kurz etwas schwarz vor Augen.
Mir geht es gut.
Geh ruhig vor.
(Selbst jetzt bist du so stark.
Ich bin es nicht mehr.
Wie soll ich das alles nur überleben?
Wie soll ich ... verflucht.
Hör auf mit dem Selbstmitleid.
DU BIST EINE WEASLEY!
BENIMM DICH SO!
Mein Merlin, man könnte glauben, du bist aus Huffelpuff.
Reiss dich zusammen.
Du bist nicht alleine.
Deine Kinder werden nicht sterben.
Charles wird nicht verrückt werden.
Jedenfalls nicht noch verrückter.
Siehst du, es geht doch. )
Ja, ich komme schon, Arthur. Nein, mir geht es wirklich gut.
