Rowling ist der geistige Schöpfer von Harry Potter.

Alle gehören ihr.

Aber Rose ist MEINS, MEINS, MEINS

Von gelben Ringelblumen und blutroten Margariten, Sammlung X

Epistel achtundzwanzig

Ich streckte mich und rollte auf seine Seite des Betts, es war noch warm, aber er war nicht da.

Erschöpfung der guten Art, hatte sich in meinem ganzen Körper langsam ausgebreitet, wie eine Wolke aus rosaroter Zuckerwatte die meinem Geist benebelte und meine Sinne auf ein Minimum ihrer Wahrnehmungsfähigkeit runtersetzte; ich dachte mir nichts dabei.

Allein schon zu seiner Wärme hin zu rollen erfüllte mich mit einer solchen Genugtuung das ich danach nicht auch noch die Kraft fand die Augen zu öffnen und in dem Zimmer nach ihm zu suchen.

Ich konnte ihn nicht hören, aber da mir nichts bedenklich vorkam, schlief ich wieder ein.

Die lustigsten Gedanken machten sich in meinem Kopf breit, als ich wieder in einem dieser dösenden Zustände war, noch halb wach, halb schlafend, er war immer noch nicht da. Seine Wärme war gegangen.

Es beunruhigte mich, ich fuhr hoch und sah mich um.

Es war immer noch das gleiche Zimmer, dachte ich mir dann. Immer noch das gleiche Zimmer, immer noch die gleichen Dinge, immer noch so wie ich sie hingestellt hatte, als ich über ein Monat in diesem Haus gefangen war. Er hatte nichts daran verändert.

Da war die Katze, sie starrte mich unverhohlen mit ihren goldenen Augen an, ich konnte sehen, dass sie mich auch nicht vergessen hatte, die gleichen Bilder.

Ich hörte den Teekessel pfeifen und ich merkte wie hungrig ich war. Ich roch das Essen, gebratener Speck, Wasser lief mir im Mund zusammen.

Merlin war ich hungrig.

Mit schierer Anstrengung schaffte ich es aufzustehen, kurz zu duschen und mir wenigstens für den guten Anstand etwas anzuziehen.

Ich gebe es zu, ohne mir dabei verwöhnt vorzukommen, aber ein bisschen ärgerte es mich das er unten war und kochte anstatt bei mir zu sein und mich glücklich zu machen, aber dann war es wohl auch ziemlich süß, deswegen machte ich mir darüber keinen Kopf.

Ich düste also die Treppen hinunter, unterstützt von meiner eigenen rosaroten Wolke, die mich scheinbar alles in schillernden Farben sehen lies, um mich zu ihm zu setzten oder ihm wenigstens dabei zuzusehen wie er für mich kochte, vielleicht erfüllte er mir ja meinen Wunsch ihn nur in dieser herzigen Küchenschürze bekleidet zu sehen.

Seit drei Tagen, drei volle, wunderschöne Tage schon waren wir verheiratet und es gefiel mir sehr gut.

Er gefiel mir sehr gut.

Wir hatten die letzen Tage wahrlich gut genützt um, wie umschreibe ich es in meinen Romanen immer, uns zu erkunden, hehe, und ich hatte diesen Punkt erreicht, wo es nur noch gleich gut bleiben konnte und nicht mehr besser werden, weil es einfach nicht gehen konnte.

Das sich hinter diesen kalten Fassade die sein Gesicht immer darstellte so viel Liebe und Gier verstecken würde, hatte ich mir ja niemals vorstellen können. Nun da ich es wusste gefiel er mir noch besser als jemals zuvor.

Hach, seine Küsse, wie er mit seinem Bart kitzelte und die Brusthaare!

Die waren wie ein warmer feiner Polster, außerdem konnte man sehr gut daran ziehen.

Das letzte Drittel der Treppe schlich ich nur noch und lugte dann vorsichtig hinein in die Küche, in der Hoffnung er hätte mich nicht kommen gehört.

Er hatte mich nicht gehört, ich glaube er hätte mich nicht gesehen, nicht mal wenn ich mit zwei Todessern vor seinen Augen Marenga getanzt hätte, seine Augen, sein Blick waren auf den Kerl in unserer Küche geklebt, der da Bratspeck machte und gerade den Tee aufgoss.

Ich blinzelte.

Einige Male sogar.

Ich bin mir sicher während dieser Zeit nicht fähig gewesen zu sein, einen klaren Gedanken zu fassen.

Schließlich fasste ich mich und zog meinen Kopf zurück, in Sicherheit.

Das...?

Wie...?

Aber...?

Konnte es denn...?

Durfte er denn...?

Wie zum... ?

Hatte er davon gewusst?

Nach einigen Momenten fing ich mich wieder und ging hinein in die Küche. Ich starrte an William vorbei zu Charles.

Hast du davon gewusst?" Ich war mir nicht sicher ob er es vielleicht nicht hätte wissen können und überhaupt...

Charles schüttelte langsam seinen Kopf, den Mund halboffen, er lies William keine Sekunde aus seinen aufmerksamen Blick.

Er hatte es also nicht gewusst, so wie er dreinschaute, ich setze mich neben ihn.

Ehrlich, ich wollte schreien, ich wollte wissen warum zum Slytherin ich eine solche Scheiße träumte und warum ich nicht aufwachen wollte.

Weil, ganz klar, ich lag noch immer oben in dem Bett, hatte mich an Charles gedrückt und schlief tief und fest. Anders konnte ich es mir nicht erklären. Anders konnte ich mir nicht erklären, dass ich hier saß und Ruhe bewahrte, dass ich nicht aufstand und ihn umarmte, dass ich immer noch nicht sein Gesicht gesehen hatte.

Es musste einfach ein Traum sein.

So einfach war das.

Ich meine, ich hatte doch schon wirklich viele eigenartige Träume in meinen Leben gehabt, viele, wirklich viele, und das war einfach nur das Tüpfelchen auf den ‚I'. Genau.

Also blieb ich sitzen und hörte zu wie der Speck in der Pfanne brutzelte.

Es war als ich mir am heißen Speck den Mund verbrannte, dass mir Zweifel kamen.

Ich zwickte zuerst mich und dann auch noch Charles.

Wir beide zuckten zusammen.

Ich blickte zu William.

In sein eingefallenes, trauriges Gesicht, in Augen die ohne Lebenslust waren, in Lippen ohne ein Lächeln.

Erkenntnis machte sich in mir breit, ich spürte wie Nahe ich einem Wutausbruch oder einer Ohnmacht war, mein Herz stolperte und ich musste mich zwingen weiter zu atmen.

Wie es wohl kommt, dass immer er mich sprachlos macht, dachte ich dann bei mir.

Hallo, Will." sagte ich nach einer langen Pause.

Rose." Seine Stimme war nur aufrecht durch seinen eisernen Willen, ich sah Hoffnungslosigkeit hinter seinen Augen schimmern.

Er war nicht gekommen um mich zu sehen.

Er freute sich zwar darüber, aber er war nicht wegen mir da. Noch nicht.

Ich blickte ihn lange an.

Dann sah ich zu meinem Mann.

Er saß noch immer da. Sein Gesicht immer noch minimal entgleist, sein Mund noch immer leicht geöffnet.

Das hier, das war sein Bruder von dem er angenommen hatte, er wäre tot.

Das hier war wohl eindeutig mehr als er fähig war zu verarbeiten.

Ich sah wie Will zu Charles sah.

Ich stand auf, mehr als ich ertragen konnte, war das alles.

Umarme deinen Bruder, Charles.", sagte ich und ging aus dem Raum heraus, nicht ohne mir vorher einen Apfel zu nehmen.

Da war keine Fleur, keines seiner Kinder.

Will war hier weil er jemanden brauchte der verstand. Ich war mir zwar nicht sehr sicher dabei, was Charles besser verstehen konnte als jeder andere, aber das nur er das konnte, das stand in Williams Augen.

Ich öffnete die Tür, setzte mich draußen hin in die Sonne und begann zu weinen.

Ich glaube, wäre die Katze nicht gekommen und hätte mich getröstet, ich würde noch immer weinen.

Epistel neunundzwanzig

Ronald blickte vollkommen überrascht auf die Person die aussah wie sein Bruder, ein trauriges Abziehbild dessen was einmal sein Bruder gewesen war.

Einen Moment lang spekulierte er mit dem Gedanken das das hier nur jemand war der vorgab sein Bruder zu sein, aber dann...

Es war ihm egal.

Noch bevor irgendjemand etwas sagen konnte, hatte er William zu sich hergezogen und in eine lange Umarmung genommen.

Brenda stand da, Tränen in ihren Augen.

Sie hatte William gekannt, so wie er vorher gewesen war.

Es brach ihr das Herz ihn so zu sehen.

Haare ungewaschen, Gesicht blass und mit tiefen Augenringen...

Wie langen kannte sie sich jetzt schon Vier, fünf Jahre?

Sie hatte ihn und Fleur besucht, sie hatte mit seinen Kinder gespielt und war dabei gewesen als Jean sein erstes Wort gesprochen hatte.

Es machte ihr schon Probleme daran zu denken wie sich ihr armer Will fühlen musste, er der immer so nett mit ihr gewesen war.

Charles brachte ihr bei mit dunklen Flüchen zu hantieren, die Zwillinge mit Potions, Ronald verdankte sie zu wissen wo und vor allem wie fest sie zutreten musste, um sich ihrer Haut zu wehren, von Percival hatte sie alles was sie über Diplomatie zu wissen gab, und wie man ordentliche Schreikrämpfe bekam, die nicht so ignoriert wurden wie die von Ronald. Und Will hatte ich gezeigt das sie immer noch sie selbst sein konnte, selbst jetzt da sie ein solches Los hatte.

In mancher Weise stand er ihr sogar noch näher als Tray, denn der war wie ein großer Bruder, Will war wie ein Freund. Oder war es umgekehrt. Ach, es lagen ihr alle am Herzen.

Und ihn jetzt so zu sehen, war einfach nur schrecklich.

Aber es war ihr schon klar, das jetzt wohl nicht die Zeit war sich darüber den Kopf zu zerbrechen, sie mussten erst ein mal sehen, das sie Rose lebendig über die Nacht brachten, schließlich hatten sie und Charles gegen die Regeln verstoßen.

Sich berühren, waren die denn wirklich von allen guten Geistern verlassen! Und dem noch nicht genug war sich keiner wirklich sicher ob Rose nach all den Enttäuschungen die sie Charles bereitet hatte überhaupt von den Familiengeistern akzeptiert wurde.

Es waren schon einige Ehen in der ersten Hochzeitsnacht dadurch frühzeitig beendet worden, weil die Geister den Partner ihres Schützlings für unzureichend empfanden.

Das zu verhindern, deswegen war Ronald hier, Brenda wollte es sehen, und warum William hier war... war er nicht schon immer eine Art Schutzgeist für seinen Bruder gewesen?

Sie tippte den zwei Männern, Ronald hatte seinen Bruder immer noch nicht losgelassen, auf die Schultern.

„Ich störe ungern, aber es beginnt."

Und das tat es.

Dunkel Wolken zogen auf und verdeckten den hellen Sonnenschein, die Blumen schlossen ihre Blüten und zogen sich mit einem geräuschlosen Aufschrei unter die Erde zurück, das Gras wurde zuerst braun, verdorrte und zerfiel dann zu Erde.

Der Baum wuchs. Immer größer, immer höher hinauf, die Wurzeln machten sich in dem ganzen Kessel breit und rissen die Erde auf.

„Sie heißen es nicht gut.", fluchte Ronald laut auf und griff Brenda näher an sich heran, damit sie ja nicht vom Baum fiel.

Mannsgroße, grüne Blätter fielen gegen den Boden, immer mehr und mehr bis kein einziges mehr am Baum hing.

„Der Dummkopf musste sie ja auch berühren." rief William gegen den Lärm zurück.

Ein Hurrikan artiger Wind erhob sich laut und blies die inzwischen schon verdorrten Blätter weg.

Plötzlich kam die Sonne wieder. Neue Blätter trieben und zarte Knospen in den verschiedensten Farben zeigten sich an den Astenden.

„Da vertusche ich mein Überleben", William klammerte sich noch immer an einen Ast, Brenda konnte sehen dass er einige Schürfwunden an seinen Fingern hatte, „damit sich die zwei endlich an die Wäsche gehen, und dann versaut er es schon wieder." Er schüttelte langsam den Kopf. „Ich weiß wirklich nicht warum ich mir das antue, ich könnte jetzt auch auf Harpyiland stehen und mir von den Flügelweibern die Trauer aus dem Leib saugen lassen."

Brenda sah ihn mit großen Augen an. „Aber würde dich das nicht töten?" fragte sie gerade laut genug, dass er sie hören musste. Es war eine rhetorische Frage.

Er sah ihr nicht in die Augen, aber sie konnte es ihm ansehen, dass das wohl sein Plan war. Es ging ihm noch schlechter als er aussah.

„Die Blüten brechen auf." Unterbrach Ronald nun die entstandene Stille, er zeigte mit seinem Finger auf einen der vielen weissen Punkt.

Jede einzelne Knospe auf dem Baum trieb aus und wurde zu einer wunderschönen Blüte, die nun aufbrach und sich zur Sonne hin wandte. Aus jeder Blume kraxelten, sprangen, hüpften, schlängelten, stolzierten oder flogen die unterschiedlichsten Tiere heraus.

Ob Bären, Wiesel, Otter, Biber, Falken, Schwäne, sogar Affen, Eidechsen, Geier, Schlangen, Kröten und noch so mancher Anderlei, sie alle wandten ihre Köpfe wie eins, zu einer Blume die erst ganz langsam ihre karmesinroten Blätter öffnete.

Es war ein blutrotes Wiesel das seinen zotteligen Kopf hinausstreckte, und das verteidigende Fauchen das es mit gebleckten Zähnen von sich lies, hallte wie ein Donnergrollen durch den Talkessel.

Viele der Tiere duckten sich und begannen zu fiepen, laut zu brüllen, zu zischen oder ihrerseits angreifend zu agieren.

Schon nach wenigen Sekunden war das Geschrei so ohrenbetäubend das sich alle Brenda, Ronald und William die Ohren zu heben mussten um nicht taub zu werden. Im Nachhinein konnte vor allem Ronald stolz auf sich sein, weil er es trotzdem immer noch geschafft hatte, Brenda festzuhalten.

Es war dann als sie alle glaubten es käme zu einem Aufstand dass sich ein neuer Schrei unter die das Gebrüll mischte und sie alles Andere verstummen lies.

Mit zarten aber bestimmten Flügelschlägen schoss ein Falke aus der Blüte heraus und schwebte dann über der karmesinroten, zarten Blüte.

Ronald keuchte auf.

Der Falke, besser die Falkin, sie war nicht weiß! Nicht die Farbe die jeder erwartet hatte.

Mit roten Tupfern waren die beigen Flügel gesprenkelt, ihre Augen schimmerten voller Blut und ihr Schnabel war kohlrabenschwarz.

Beide Brüder starrten mit offenem Mund auf den Falken, dann begann Ronald zu lachen.

„So ein gewitzter Schweinehund. ... Dachte sich wohl sie würden sie nicht erlauben und hat sie geschwängert. So dürfen sie sie nicht töten, wenn sie sein Kind trägt." Fassungslos schüttelte er den Kopf.

William zuckte mit den Schultern. „Clever wie immer." Sagte er dann müde.

„Ja, clever wie immer." Ronald lies Brenda los, drehte sich zu William um, hämmerte ihn einen gnadenlosen Hacken in den Magen und schlug ihn dann KO.

Dann grinste er der entsetzen Hohepristerin zu.

„Er sagte er wolle auf Harpy–island, das kann ich wohl nicht zulassen." Grinste er sie an, „Nicht bevor er sich zu mindestens von allen verabschiedet hat."

„Ihr seit alle verrückt." entgegnete die Braunhaarige schockiert.

„Da hast du sogar Recht." Immer noch lächelnd, nahm er sie an die Hand, seinen Bruder über die Schulter und sprang mit den Beiden einfach so vom Baum.

„Wir werden hier nicht gebraucht, wir gehen jetzt.", sagte er ruhig als sie gegen den Boden stürzten.

„Wir werden sterben!" setze Brenda nicht überzeugt mit einem hohen Schrei entgegen.

Doch da wurden sie schon von einer schwarzen Milane aufgefangen, die mit ihren kurzen Flügeln herangezischt war und sie so sicher zum Boden hinunter flog.

„Lass uns Essen gehen."

Brenda schüttelte den Kopf.

„Du erklärst mir schon noch was hier passiert ist?"

Er nickte. „Beim Essen, ja."

Als sich der Blütenvorhang aus den Margariten erhob sah Brenda noch einmal in die Höhe hin zu den Tieren die sich auf dem Baum tummelten und von denen einige nun mit dem blutroten Wiesel kämpften.

„Du bist sicher er braucht keine Hilfe?" fragte sie leise.

„Nein. Das hier ist nur noch proforma, außerdem..."

Er zeigte auf einige Schattige Stellen im Baum, wenn man genau hinsah konnte man dort viele Paare rotentstellte Augen blitzen sehen.

„...wir könnten doch niemals zusehen dass ihm etwas passiert. Er war lang genug alleine und einsam."

„Und du bist sicher Rose ist die Richtige?" entglitt Brenda der Gedanke der sie gerade beschäftigt hatte.

Der gesprenkelte Falke erhob sich in diesem Moment und packte mir ihren Krallen ein paar der Angreifer, hob sich mit ihnen in die Luft, schmiss sie vom Baum, flog einen langen Bogen zurück und landete neben dem Wiesel, wo sie dann ihren Kopf gegen seinen rotbehaarten Körper drückte.

Ronald betrachtete dieses Bild einen langen Moment lang.

Er seufzte. „Er ist sich sicher. Sie ist sich sicher. Und mehr geht es auch nicht. Um mehr ist es noch nie gegangen."

Er zuckte mit den Schultern und sah noch ein Mal hinauf auf den riesengroßen Baum.

„Ich glaube ich frage Minchen heute ob sie mich heiraten will." Verkündete er nach einer langen Atempause.

„Minchen...", eine kraftlose Stimme meldete sich zu Wort, „du wirst soft, Brüderch..." Ronald schlug seinen Bruder wieder KO.

Epistel dreißig

Als ihn Charles umarmte, schloss William die Augen, Tränen rannen ihm das Gesicht hinunter.

Er weinte. Er hatte bis jetzt noch nicht geweint. Er hatte bis jetzt noch nicht darüber nach gedacht was ihn plagte, aber nun konnte er nicht mehr davon laufen.

Er weinte.

Nach einiger Zeit kam es ihm dann aber falsch vor und er versuchte stockend, zu erklären was geschehen war.

Charles drückte ihn noch immer fest an sich.

„Ich hätte sterben sollen.", sagte William zum ersten Mal mit fester und vor allem überzeugender Stimme, er befreite sich aus der Umarmung seines Bruders und sah ihm in die mitfühlenden braunen Augen.

„Tray hätte mich sterben lassen sollen. Glaubst du nicht auch?"

Und Charles nickte und drückte ihn wieder fest an sich.

Epistel einunddreißig

Tja, die Katze tat ihr Bestes mich wieder unter Kontrolle zu bringen und die Sonne tat ihr Übriges.

Ich saß da und schaute den Wolken zu und schmeichelte der Katze den Kopf.

Und während ich da saß und ich immer weniger und weniger verwirrt war und die Tränen weniger wurden, kam die Wut.

(Ich glaube viel mehr als diese 2 Nuancen hab ich nicht. Nett und Wut.

Ist das eigentlich normal!)

Ich war so wütend. Echt wütend und auch verletzt. Weil, er war noch am Leben!

Ich, ich konnte es einfach nicht glauben. Ich konnte nicht glauben dass er mich an der Nase rumgeführt hatte.

(Wut macht es einfacher denke ich.)

Wie hatte er das tun können? Wie hatte er mich schon wieder so hintergehen können?

Hörte das denn nie auf?

All diese Fragen plagten meinen, zugegebenerweise angeschlagenen, Geist und ich konnte mir einfach darauf keinen Reim machen. Was sollte das nur?

Ich steigerte mich direkt gehend hinein und vergaß sogar für einen Moment das er tot gewesen war und das ich Fleur nicht gesehen hatte, aber dann kam da wieder dieses schreckliche Bild von dem Baby in meine Kopf hinein und die Wut war weg. AN ihre Stelle trat Fassungslosigkeit und danach Hass.

Hass auf die Todesser. Auf Voldemort. Auf mich.

Weil ich so lange davon gewusst hatte und untätig sitzen geblieben war.

Wie viele Bilder hatte ich in der Zeitung gesehen. Von den Frauen und Kindern und sie hatte mich nicht berührt.

Aber dieses Eine, dieses Eine lies mich nicht mehr los.

Mein Merlin, es war vielleicht 4 Monate alt gewesen. Vier!

Mit den offenen Augen und überall dem Blut...

Mir wurde ganz schlecht davon.

Wie musste es ihm denn gehen wenn er daran dachte. Das war sein Kind gewesen.

Nein, ich durfte nicht sauer sein. Ich durfte einfach nicht sauer sein. Oder wütend.

Es stand mir einfach nicht zu.

Es reute mich sehr das ich überhaupt sauer gewesen war und ... ich hielt es hier draußen nicht mehr aus.

Ich musste ihn sehen und ich wusste nicht was ich tun sollte, aber irgendwas musste ich tun.

Also ging ich hinein und da standen sie Charles hatte Will fest umarmt und William weinte.

Charles sah zu mir her.

Geh packen deutete er mir.

Ich nickte und keine fünf Minuten später waren wir durch das Zauberfeuer gegangen und sprangen nach Weasley Manor.

Und als wir dort angekommen waren, erzählte William vor seiner ganzen Familie, langsam und stockend, seine Geschichte.

-Er- hat seine Familie getötet!

Er war es.

Mein Will.

Er erzählte es ganz langsam. Ohne Kraft in seiner Stimme, seine Augen nur auf die Wand ihm gegenüber gerichtet.

Er erzählte wie die Todesser kamen und sie ihn festbanden, wie ihn die Wut überrannte, als er seine Tochter schreien hörte und Fleur, wie er im Rausch die Kraft fand sich loszureisen und auf die Todesser zu stürzen.

Wie er sie zerfleischte, die die er in die Finger bekam.

Noch nie hatte ich ihn so gesehen. Plötzlich lag da so viel Schrecklichkeit in seinen Augen, das ich mir vorstellen konnte, was er unter „zerfleischen" meinte. Eiskalt lief es mir wie ein Schauer über den Rücken, meine Haare stellten sich auf.

Ich hatte Angst vor ihm. Angst weil ich es sehen konnte. Die Mordlust in seinen Augen. Wie sie seinen Blick zum Flackern brachte.

Charles legte seine Hand auf meine Schulter.

Ich konnte sehen das es ihn verletze das ich mich zurückzog von ihm, aber es war plötzlich so omnipresent.

Eine Angst vor ihm! Vor dem was er werden konnte. Was er vielleicht war.

Ich hatte die Liebe in Fleurs Augen gesehen, und es sollte doch Liebe sein, die es schaffen würde ihn zu bannen. Aber es war wohl so, das es nichts nutze?

Wie sollte ich darauf vertrauen dass mir nicht das Selbe passieren würde? Ich zweifelte weniger an seiner Liebe als viel mehr an meiner eigenen. Mein eigener Wankelmut zerbrach mir schier das Herz.

Wären wir denn stark genug, nein war ICH denn stark genug mich mit dem/IHM zu befassen. Nicht den Mut zu verlieren. Nicht meine innere Stärke zu verlieren. Ich konnte mir ihn –so- ja nicht einmal richtig vorstellen.

Angst vor dem was er war. Angst vor dem zu was er werden würde, irgendwann einmal. Angst vor meiner Unzulänglichkeit.

Charles stand neben mir, plötzlich nahm er meine Hand und legte sie sich auf die Brust.

Dabei sah er mir in die Augen, ich spürte sein Herz klopfen

Und verstand seine Geste.

Aber wirklich helfen tat sie nicht. Die Angst blieb, aber wenigstens konnte ich aus dem Vertrauen in seinen Augen auch Vertrauen für mich gewinnen.

Er weiß immer was in mir vorgeht.

Das nächste was ich mitbekam war das Brenda einige Worte zu William sprach, als der von einem Moment zum anderen ausklinkte.

Er sprang auf und sah mit seinen geröteten Augen vernichtend zu ihr hinunter.

„Du bist die HOHEPRIESTERIN. Du hast Macht über die Zeit. RETTE SIE."

Macht über die Zeit!

Es dauerte einige Momente bis ich mir über die Bedeutung dessen bewusst wurde.

Macht über die Zeit. Daran hatte ich nicht mal im Ansatz gedacht.

„RETTE SIE!" schrie er so laut, das ich dachte sie würde zusammenzucken, doch das tat sie nicht. Sie sah zu ihm hinauf und schüttelte leicht denn Kopf.

Das kann ich nicht." Hauchte sie.

Er war wütend. ER griff nach ihren Schultern und schrie weiter.

Du bist die HOHEPRIESTERIN. Du hast Macht über die Zeit. RETTE SIE!"

Mit seiner geballten Faust schlug er knapp an ihrem Gesicht vorbei. Sofort war Ronald von irgendwo zur Stelle und zog ihn unerbittlich weg.

Ich frage mich manchmal ernsthaft woher er die Kraft nimmt.

Das kann ich nicht, William." Brenda hatte ihre Hände verteidigend gehoben und sah ihn traurig an, „Das kann ich nicht!"

Du willst mir nicht helfen." Kam es dann leise von William her, „DU willst mir nicht helfen. Mir von allen Leuten." Mit einer machtvollen Bewegung entriss er sich aus Ronalds Umklammerung und stürzte wieder auf Brenda zu.

Habe ich dich nicht aufgenommen, habe nicht ich dir alles gezeigt was wichtig ist!" rief er anklagend und dann...

Und dann fiel er von einem Moment zum anderen in die Knie und blickte mit Tränen in den Augen hinauf

Ich bitte ich dich..." flüsterte er leise, „nein, ich flehe dich an, bitte rette sie, Brenda. Lass mich nicht im Stich."

Er ließ ihre erschreckten Augen nicht aus dem Blick.

Bei allem was dir heilig ist, Brenda, rette meine Frau und meine Kinder." Kurz schloss er die Augen und presste dann seinen Lippen zusammen.

Er atmete tief durch. „Rette meine Frau und meine Kinder. Vor mir."

Damit vergrub er sein Gesicht in ihrem Pullover und hörte nicht mehr auf zu weinen.

Ich war erschüttert von dem Bild das sich mir hier bot.

Ich sah Brenda wie sie verzweifelt auf Will hinunter sah und scheinbar mit sich rang, die Gesichter der ganzen Familie die hier hinsah und nicht wusste was sie tun sollte.

Ich ... ich war sprachlos.

Erschüttert.

Ich wollte einfach nicht dass das hier wirklich passierte.

Mir ging so viel durch den Kopf, dass ich es nicht einmal mehr aufschreiben könnte.

Einfach viel zu viel.

Aber wenn sie ihm helfen konnte, dann musste sie es einfach tun.

William." Brenda atmete tief durch.

Ich kannte sie noch nicht, ich wusste nicht was für ein verantwortungsbewusstes kleines Ding sie war. Ich wusste nur, dass ich sie nicht mochte. Warum rang sie so lang mit sich, ich konnte es in ihren Augen lesen, dass sie ihm helfen konnte.

Kurz löste ich meinen Blick von William und schwenkte zu Charles. In seinen Augen, nein, er dachte gerade nicht das Selbe wie ich.

Er sah überhaupt nicht so aus als wollte er das Selbe von Brenda verlangen wie ich.

Du hast keine Ahnung was du da von mir verlangst." Riss mich Brendas Stimme wieder zurück ins Geschehen.

Ich bin bereit jeden Preis dafür zu zahlen." William fiel zurück und saß nun auf seinem Hosenboden.

Brenda lachte.

Nein, ich glaube nicht, dass du dafür bereit bist. Nein", sie schüttelte den Kopf, „dafür bist du nicht bereit. Es ist besser es ist so als es ist anders. GLAUB MIR DAS." Sagte sie scharf.

Rette sie!" kam es erstaunlich ruhig entgegen.

Du hast wirklich keine Ahnung." Damit drehte sie sich um und verließ den Raum.

Noch bevor ich mir etwas davon denken konnte, kam sie wieder herein, blass und müde. Nicht mehr die Selbe wie noch vor einigen Sekunden.

Sie schwankte bedrohlich von links nach rechts und nach vorne und hinten.

Sie ging unkoordiniert auf William zu und blickte auf ihn hinab.

Du, William, schuldest mir mehr als du ahnst." Sie hustete und bekam fast keine Luft. Das Blut das auf ihren Handrücken war schmierte sie sich in den Pullover. „Du wirst nicht das bekommen was du dir wünschst. Und..." wieder hustete sie Blut, „und... William du hast keine Ahnung wie sehr ich dich gerade hasse."

Sie blickte mit eiskalten Augen hinunter auf ihn, noch kälter als es die Augen meiner Mutter jemals gewesen waren.

Rede mich nicht an, Greif mich nicht an, wage es niemals mir zu danken. NIEMALS, hast du das verstanden!"

Er nickte langsam.

Sie wandte sich ab von ihm und sah nun jedem Einzelnen von uns in die Augen.

Ich schwöre ich spürte Charles zittern.

Ihr seit seine Familie. Also werdet ihr mit ihm Bluten. Jeder ... einzelne... von euch."

Sie sah mir in die Augen.

Beginnen wir mit dir und deinem Mann, Rose." Sie lächelte und dann umhüllte mich ein weißes Licht und als ich wieder was sehen konnte war ich in Hogwarts.

Epistel zweiunddreißig

„Ich leihe mir deine Frau für ein paar Monate, Charles."

Und dann waren beide im einen hellen Licht verschwunden.

Charles setzte sich entgeistert hin.

Mollandy hatte die ganze Zeit nur da gesessen und hatte zugehört, ihre ganze Aufmerksamkeit hatte William gegolten. Doch nun schien sie nicht zu wissen welchen ihrer Söhne sie zuerst beistehen sollte, entschied sich dann für William, da dieser wenigstens ansprechbar schien. Brenda würde Rose wiederbringen, also würde Charles nichts dummes anstellen. Hoffte sie mal. Er sah nicht so aus als könnte er gerade denken.

„Mein Sohn", wandte sich Mollandy also William zu, „es wird alles gut werden. Ich verspreche dir das."

„Und wie soll alles gut werden." unterbrach China die aufmunternden Worte ihrer Mutter, „Das letzte Mal das wir Brenda so gesehen haben war als sie aufstand obwohl sie von der Salve Flüche getroffen worden war. Nein, Mama," Chinas Gesicht verhärtete sich zu einer maskenartigen, kalten Form, „nichts wird gut werden. Wenn sie sagt wir werden bluten, bluten wir. Bis zu unserem letzten Tropfen."

China wandte sich zu William.

„Du, William, bist der Grund dafür. Glaube mir, ich verstehe warum du es verlangen musstest, ich verstehe warum du nicht Klein beigeben konntest, obwohl jeder hier die Konsequenzen ahnen konnte, du machst uns nichts als Ärger." Böse strahlte sie ihren Bruder an. „Ich bin froh das du am Leben bist, weil du mein Bruder bist, trotzt allem, aber wenn es nach mir gegangen wäre, hätte dich Tray sterben lassen sollen. Ich sehe nicht ein warum ich dafür büßen muss das du deine verrottete Familie zerfleischt hast. Und es...hmmpf."

Tray war leise hinter sie getreten und legte seine Hand auf ihren Mund um sie davor zu schützen etwas zu sagen was sie später bereuen würde. Oder schlimmer, nicht bereuen würde.

Als er sie wieder weg nahm, hatte sie keinen Mund mehr.

Lächelnd sah auf sie hinunter, den halben Kopf.

„Es ist genug, China. Es ist genug." Seine Stimme war wie Seide. „Setze dich hin und beruhige dich. Sie wird uns nicht töten, und ihrer Strafe –dafür- wird nicht so schlimm sein wie wir uns das hier ausdenken." Er legte seine Hand auf ihre Schulter, „Brenda liebt uns. Und sie ist nicht du oder deine nekrophilie Familie. Also beruhige dich."

China schien diese Absicht nicht zu verfolgen.

Sie starrte nur mit inzwischen blutroten Augen zu ihren Mann hinauf.

Der blinzelte nicht einmal.

„Wage mich nicht, China." sagte er, seinen Blick immer noch auf sie gerichtet. Seine Stimme war ganz ruhig und wie ein leicht fließender Strom. „Ich führe, du folgst. Ich sage, du tust. Ich habe dich geheiratet, ich liebe dich auch sehr, aber wage mich nicht. Ich bin niemand dem du Angst machen könntest. Nicht vor dir. Also beruhige dich. Ich bitte dich darum. Beruhige dich."

Er seufzte leicht als er sah das sie sich schon voll in der Verwandlung befand. Ihre Haut war fahl geworden, und die Muskel und Blutgefässe traten hervor und schimmerten unter der fast durchsichtigen Haut.

Ihr hasserfüllter Blick galt alleine ihrem Mann.

Plötzlich sprang sie ihn an, er drehte sich blitzschnell um seine Achse und hatte sie im Sprung aufgefangen, nun strampelte sie mit ihren fahlen Beinen und hämmerte gegen seinen Rücken.

Tray schüttelte den Kopf.

„Mollandy, Arthur" er lächelte sie an, „ich denke es ist Zeit dass ich und meine Frau gehen."

Er blickte hin zu William, der inzwischen vom Boden aufgestanden war und sich neben Charles hingesetzt hatte.

„Es war nicht falsch dich davor abzuhalten, dir selbst das Leben zu nehmen, William. Es war auch nicht falsch, das zu verlangen was du von Brenda verlangt hast. Es war nur menschlich. Du bist immer noch ein Mensch. Ein guter Mensch, den ein schlimmer Fluch plagt. Ein guter Mensch, der schlimme Dinge getan hat, unfähig sich selbst zu stoppen."

Auch für ihn hatte Tray ein Lächeln übrig.

Er blickte ihn noch einen Moment länger an. Dieses Mal abschätzend. Dann nickte er. „Nein, William, es war nicht falsch dich davon abzuhalten. Ich würde es immer wieder tun."

William sah ihn mit kalten Augen an. „Du hast keinen Schlimmer was du da redest, Tray"

Tray lächelte ihn traurig an.

„Ich wünschte fast dem wäre so, William. Ich wünschte fast, dem wäre so." Er verzog den Mund. „Sie hört nicht auf, ich muss gehen. Es wird alles gut werden. Etwas anderes, würde ich gar nicht erlauben."

Er drehte sich weg von ihnen und ging mit der noch immer randalierenden China im Schlepptau aus dem Raum hinaus.

Dabei konnte jeder sehen wie das Blut langsam seinen fast vollkommen zerfetzten Rücken hinunterfloss und China noch immer mit ihren krallenartigen Nägeln sein Fleisch aufriss.

Das Geräusch das sie dabei machte, brachte die Blässe zurück auf Williams Gesicht.

Gerade wollte sich Ronald dazu äußern, als Tray noch einmal hineinsah in den Raum.

„Hab vergessen. Ich befehle dir, Tor zum Verborgenen, öffne dich und zeige was uns die Hohepriesterin hinterlässt " Er verzog noch einmal seinen Mund schmerzhaft und verließ endgültig das Geschehen.

UND DUNKELHEIT BRACH HERREIN

MUTTER SPRACH: FÜRCHTE DICH NICHT, ES IST SCHNELL VORBEI

KIND SPRACH: ICH FÜRCHTE NICHTS, VATER PASST AUF UNS AUF.

MUTTER LÄCHELTE

KIND SCHRIE

UND ANGST LAG IN ALLER AUGEN.

Jener, welcher Angst zeigt, wird sterben.

Wird vergehen, wie ein dürres Blatt im Feuer, wie eine Motte die gen das Licht fliegt.

Doch wer Mut zeigt und Vertrauen, den wird das Leben belohnen.

FÜR MUT WAR KEIN PLATZ

Aus dem Nichts heraus erschien Fleur, ihr Neugeborenes in dem Arm, hinter sich schützend versteckt die sechsjährige Tochter Michelle und den um zwei Jahre jüngeren Sohn Jean.

Sie sprang zurück.

„Ôte-toi., je te prie, William?" flüsterte sie total verängstigt. (Bleib weg von mir, bitte. William?) Sie drückte ihren Jüngsten nahe an sich heran.

„Ôte-toi!"(Bleib weg!), schrie sie, „...Où?"( Wo...?)

Sie sah verwirrt um sich. Erkannte wo sie sich nun befand.

Die hübsche Halbveela atmete schnell und oberflächlich, fuhr sich mit der blutverkursteten Hand über die schweißgetränkte Stirn.

„Oh, Merlin. Je te merci, je te merci beaucoups. "(Oh, Merlin, ich danke dir. Ich danke dir so sehr) sagte sie schließlich mit geschlossenen Augen.

„Fleur, ich..." William lächelte, doch so schnell es auf seinem Gesicht erschienen war, so schnell war es auch wieder verschwunden.

Seine Geliebte sah ihn nicht an, aber ihre Augen war wie erkalteter Stahl, so hart. Sie hatte ihm das Wort mit einer eindeutigen Geste abgeschnitten.

Alle Anwesenden ignorierend drehte sie sich um zu ihren Kindern und sah ihnen in die Augen.

„Vouz allez bien? Vous êtes blessé?"(Geht es euch gut? Seit ihr verletzt?)

Die beiden Kinder nickten stumm und sahen mit großen Augen zu ihrer Mutter hinauf. Das Baby quengelte in ihren Armen. Sie gab es Michelle, und lächelten dann allen zuversichtlich zu.

„Bien. Ça c'est bien"(Gut. Das ist gut.) sagte sie offensichtlich erfreut.

Das kleine hübsche Mädchen sah so aus als wollte sie etwas sagen.

Fleur lächelte sie an.

„Sind die bösen Männer weg?" fragte sie mit einer zarten, kleinen Stimme und sah dabei ihrer Mutter in die Augen.

Fleur schüttelte finster den Kopf.

„No, meine kleine Blüme", sagte Fleur in der Folge, „ die böse Männe sin nischt weg. Du müsst noch ein biz-schen länger tapfer sein, für dein Mama. Qui?"

Michelle nickte tapfer. Sie lugte an ihrer Mutter vorbei und sah dort William der mit ungläubigen Augen zu ihnen hinüber sah.

Er hatte sich kein Stück bewegt.

Keiner hatte sich bewegt.

Charles sowieso nicht, der bekam das hier noch nicht einmal mit.

„Kann ich zu Papa?" fragte Michelle fast schon flehendlich

Fleur sah ihrer Tochter lange in die Augen.

Dann schüttelte sie denn Kopf.

„Non. Je veux que tu te retarmnes et puis comrences à chanter ton chanson javori." ( Nein. Ich will das du dich jetzt umdrehst, und o laut du kannst dein Lieblingslied singst)." Sie gab ihrer Tochter einen Kuss auf die Stirn.

„Tu me donnes Claude, et puis tu dois te boucher les oreilles. » (Gibst du mir Claude, dann heb dir die Ohren zu.)

Michelle blickte skeptisch und ungläubig, aber dann doch einsichtig auf eine kindliche Art und Weise hinauf zu ihrer Mutter, gab ihr dann vorsichtig ihren kleinen Bruder, und drehte sich dann um.

„Maman", flüsterte dann der Jean, der bis jetzt noch kein Wort verloren hatte sonder alles nur leise beobachtet hatte, „warum dürfen wir nicht zu Papa?"

Fleur sah hin zu William und seufzte. .

„Ist das denn deine Papa, Jean?" sagte sie kalt. „Schaue ihm in die Auge, und sage mir das der deine Papa ist."

Jean tat wie ihm geheißen, dann schaute er auf den Boden und schüttelte den Kopf.

„Der da ist ein Lügner!" sagte er leise. „Einer der so tut als ob, mein Papa schaut nicht so. Mein Papa ist nicht so. Nein, das ist nicht Papa."

Fleur nickte.

„Du bis' se'r schlau, Jean." Sie tätschelte seinen Kopf.

Sie schaute auf zu William. „Das ist nur eine der so tut als ob. Eine Lügner und eine Betruger.", sie wandte sich wieder Jean zu, „Sing jetst das Lied, Jean. Tust du das für misch, für dein Mama.?"

Auch Jean nickte. „Qui Mama."

Langsam drehte er sich um und presste seine Hände auf die Ohren.

Die Kinder begannen zu singen.

Und alle machten sich auf den Raum zu verlassen, doch Fleur hielt sie auf.

„Fur misch seit ihr tot.", flüsterte sie, "Ihr seit alle tot. Und du William. Du bist eine Lügner und eine Betruger. Isch abe nischt vergesse, die Kinder schon, isch nischt. Isch abe nischt vergesse. Und isch we'de nischt vergesse."

Ihr Blick war noch härter geworden.

„Fleur, ich..." William sah sie mit Tränen in den Augen an, und blickte an ihr vorbei zu seinen Kindern. „bitte..."

„Bitte!" schrie sie nun kurz laut auf, fasste sich aber gleich wieder "... Bitte?" wiederholte sie leiser.

Ein Ruck ging durch ihren Körper und sie streckte ihren Hals in die Höhe.

„Isch ´abe gebittet, William!" sagte sie scharf, dann schloss sie kurz die Augen.

„Isch ´abe gebetet", flüsterte sie nun, „isch ´abe geschrien, ´abe geweint..." Sie öffnete sie wieder, „ ´ast du mein Bitte er'ört?"

William schritt wie vom Blitz erschlagen einen Schritt zurück.

Er schüttelte seinen Kopf.

„Bitte! Fleur, tu mir das nicht an, du kannst mich nicht verlassen. Ich...ich... Es tut mir leid. Ich war..."

„Du ´ast uns verlasse, William" zischte sie ihm ins Wort, war aber an sich noch immer ruhig.

„ Ich verflusche disch und deine unnutse Familie. Sollt ihr alle in de Holle schmoren, sollt ihr alle unendlische Qualen erleide, sollst du nischt vergesse." Sie sah ihn niedergedrückt an.

„Isch wunsche mir von meine ganze Herz, dass du immer, immer, immer, immer nie vergesse tust was du getan ´ast.", sie lächelte, „Das es disch in deine Träume ´inein verfogt, immer, immer, immer."

„Nimm mir nicht meine Kinder." Mehr brachte er nicht hinaus.

„Deine Kinde, William?", fragte sie, „ Du kannst sie ´aben, uber meine kalte Leische. Wann es dir gelingen tut diese Mal nur misch su toten."

„Du kannst sie ihm nicht wegnehmen.", unterbrach Arthur sie plötzlich.

Fleur wandte ihren Blick von William hin zu dem Oberhaupt der Weasleys.

„Kann isch das nischt?", klagte sie an, „ Meine Mann, Will Demion, ist gestorben, als er misch und meine Familie geschust ´at. Isch ´abe mit Weasleys nischts am ´ut. Isch ´abe mit eure Flusch nischts am ´ut. Du kannst misch ja auf´alten."

Ihre Stimme hatte fast etwas spöttisches an sich.

Arthur sah sie einfach nur an.

Sie drehte sich um, und nachdem sie Jean zum Gewinner des Contests erhoben hatte, verließ sie mit ihren Kindern ungehindert den Raum.

Mollandy sah auf das Nervenbündel das ihr Sohn war.

„Ich lass mir von einer dahergelaufenen Veelaschlampe nicht meine Enkel stehlen", flüsterte sie dann kaum hörbar ihrem Mann zu, ohne ihren Blick von William zu nehmen, der noch benommen da stand, „Bring sie mir zurück, und wenn sie sich wehrt, ..."

Arthur nickte. Er hatte gerade genau das Selbe gedacht.

Er nickte seinen anderen Söhnen zu, Frederick und Georigus nickten zurück, aber Ronald schüttelte den Kopf.

Charles hatte sich seitdem Rose „gegangen" war nicht gerührt.

Zu dritt machten sie sich an den Raum zu verlassen, als William aufsah und sie aufhielt.

„Denkt noch nicht einmal daran." zischte er schließlich und zog seinen Vater zu sich zurück. „Krümmt ihnen nur ein Haar, fügt ihnen nur ein Leid zu und ihr wisst nicht was über euch herfallen wird."

Nun sah er direkt in die verblüfften Augen seiner Mutter, die ihm mit eishartem Blick entgegenstarrte.

Er lächelte.

„Ich habe die vier Menschen, die ich mehr liebe als mein Leben, die der Grund sind, das ich lachen kann und mir meine Existenz sinnvoll erscheint, getötet." Er blinzelte.

„Ohne mit der Wimper zu zucken, und in dem Moment hat es mir sogar Spaß gemacht."

Sein Lächeln erstarb zu einer hasserfüllten Fratze. „Und nun denk dir aus, Mutter", sagte er mit bebender Stimme, „ was ich mit dir anstellen werde, sollte ich herausfinden das meiner Familie irgendetwas passiert ist. Denk dir aus was ich mit deinen Söhnen anstelle und mit deiner Tochter und mit deinem Mann."

Er starrte sie nieder.

„Es liegt ganz bei dir."

William lies seinen Vater wieder los und setze sich stillschweigend neben seinen Bruder.

Und Fleur, die draußen stehen geblieben war, für den Fall dass William sich nicht einmischen würde, und sie ihre Kinder hergeben konnte ohne dass sie dabei zusehen mussten wie man ihre Mutter ermordete; Nun brach sie in leise Tränen aus, unfähig etwas anders zu tun.

Nein, sie konnte nicht zurück. Dazu fürchtete sie sich viel zu sehr vor ihm.

Viel zu sehr.

Wenn sie ihn nur nicht mehr lieben würde, dann wäre alles viel einfacher.