Rain Chapter 11


Jedoch hatte auch das schönste Abendessen einmal ein Ende. Spätestens dann, wenn man beim Abwasch angelangt war und sich darum streitet, wer abwäscht und wer abtrocknet. Nun Hinata und Neji standen also gerade an der Spüle und Hinata wusch das Geschirr während Neji es abtrocknete und wegstellte.

Nach getaner Arbeit, gingen beide nun in den ersten Stock des Anwesens hinauf, wo sich die Schlafzimmer befanden.

Ihr Vater und der Rest der Familie war schon im tiefsten Schlaf, denn Neji und seine Cousine waren grundsätzlich Diejenigen, die zuletzt ins Bett gingen. Ob es nun daher kam, dass beide ziemliche 'Nachteulen' waren oder sie meist noch bis in die Nacht am Arbeiten waren? wer wusste das schon so genau. Im Prinzip war es Ihnen auch ziemlich egal, so hatte sie wenigstens ihre Ruhe.

Neji brachte Hinata noch bis vor ihre Zimmertür. "Neji es ist wirklich sehr lieb von dir, dass du mich bis vor meine Zimmertür bringst aber ich bezweifle, dass mir hier irgendetwas passieren wird", sie lächelte ihn lieb an und Neji lächelte zurück. "Mann weiß ja nie Hinata-Sama", er betohnte das 'Sama' besonders und grinste hämisch. Sie boxte ihn an der Schulter und schmollte. "Nii-San ich hab dir schon hundert Mal gesagt, dass du das 'Sama' weglassen sollst!".

Sie hasste es und Neji wusste es ganz genau. Er kannte sie nun schon so gut, dass er genau wusste, wo er sie reizen und necken konnte und womit nicht.

Insgeheim machte es ihm auch Spaß...aber auch nur insgeheim. Musste ja niemand ausser ihm wissen, dass Hinata ziemlich niedlich aussah, wenn sie am Schmollen war.

"Ach komm schon Hinata", er lies diesmal bewusst das 'Sama' weg. Nur um sicher zu gehen. "Ich hab nur Spaß gemacht", er zwinkerte ihr zu. Sie schmollte weiter jedoch konnte auch Hinata es nicht verhindern, dass sie ein Grinsen auf ihr Gesicht stahl. "Das ist typisch für dich Neji-Nii-San" "ich weiß" "bloss nicht so selbstverliebt" "nein ich doch nicht". Hinata schüttelte lächelnt den Kopf. "Ich leg mich jetzt hin Neji, der Tag war lang", Neji nickte. "Sollte irgendetwas sein Hinata..." "dann weiß ich, das du Nebenan bist", beendete sie den Satz. "Wie oft hab ich diesen Satz gehört", sie sah zur Seite und dann sah sie ihm direkt in die Augen. "Und seit du das Zimmer neben mir hast Neji schlafe ich wirklich besser". Sie lächelte ihn an. Neji wurde auf einmal heiß, fürchterlich heiß. Er merkte wie ihm das Blut in den Kopf stieg.

So etwas hatte sie noch nie zu ihm gesagt. Ja klar, er war ihr Beschützer, ihr Leibwächter, aber sie hatte ihm noch nie so richtig gesagt, dass sie sein Dasein sehr schätzte. Neji fühlte sich gerade ziemlich geschmeichelt.

"Danke Hinata. Es freut mich, dass du dann besser schlafen kannst. Wirklich, dass ehrt mich sehr".

Sie nickte. "Also ich geh dann mal. Eine Gute Nacht Neji". Sie drehte sich um und öffnete ihre Tür. "Gute Nacht Hinata", Neji ging einige Schirtte zu seiner eigenen Tür und als er sich noch einmal umdrehte, war Hinata schon im ihren Zimmer verschwunden.

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Als Neji am nächsten Morgen erwachte wurde er von den Strahlen der Morgensonne geweckt. "Nein es gibt sie noch', waren seine ersten Gedanken. Dann merkte er, dass er die Sonne wohl nicht der einzige Grund für sein Erwachen war. Vom Nebenzimmer hörte er ein schwaches Rumpeln. Hinata schien durch ihr Zimmer zu sausen. Er streckte sich und zog sich einen Yukata über. Dann ging er hinüber zu ihrer Tür und klopfte sachte an. "Hinata?",er brauchte nicht lange warten, dann hörte er schnelle Schritte und ihm wurde die Tür geöffnet. Hinata stand in ihren Trainigssachen vor ihm. Nur hatte sie sich noch mehr Waffentaschen umgeschnallt. Neji sah an ihr vorbei in ihr Zimmer und sah, dass sie gerade dabei war ihren Rucksack zu packen. Er sah von ihrem Zimmer in ihr Gesicht und wieder zurück, dann warf er ihr einen fragenden Blick zu. Doch noch bevor er fragen konnte, bekam er seinen Antwort. "Ich gehe auf Mission. Bin gerade am Packen", sie trat beiseite um ihm Einlass zu gewären. Neji trat ins Zimmer. Trotz das sie am Packen war, sah ihr Zimmer ordentlich aus. 'In einem ordentlichen Haushalt geht doch Nichts verloren', er setzte sich auf ihren Stuhl und sah ihr zu wie sie ihr Medi-Pack in den Rucksak stopften und einen Teil über ihre Taschen verteilte.

"Wie lange bleibst du denn weg?", fragte er nach. Sie hielt inne und sah ihn an. "Also Kurenai geht von mindestens drei Wochen aus".

Betretenes Schweigen. 'Drei Wochen...'. "Nee ziemlich lange Mission. Worum gehts denn?", hakte er nach. "Personenschutz. Wir sollen Jemanden nach Hause geleiten. Mehr darf ich nicht sagen". Neji nickte nur. Unter Ninja war es selbstverständlich, dass Missionen oder zumindest die Kunden geheimgehalten wurden. Da wurde nicht lange nachgebort.

Neji sah zu, wie Hinata ihren Rucksack zu Ende packte. Schließlich warf sie ihn über die Schulter und ging noch kurz die Checkliste durch. Nicht das sie irgendetwas wichtiges vergessen hatte. Für eine Mission dieser Klasse wäre das fatal. Sie stellte jedoch fest, dass alles da war, wo es sein sollte und öffnete ihre Zimmertür.

"Kommst du? Ich will los, sonst komm ich noch zu spät". Neji stand auf und brachte sie noch runter zur Tür. Er war nicht begeistert, dass sie so lange nicht im Haus war. Wo sie doch der normalste Mensch hier ist. Sie zog gerade ihre Schuhe an, da hatte Neji eine Idee. "Hinata warte noch kurz es dauert nicht lange". Er rannte zurück in sein Zimmer und öffnete die Schublade von seinem Nachttisch. Er zog ein ziemlich altes Kunai harraus. Es sah nicht aus wie eines der gewöhnlichen Kunais. Es war viel feiner geschliffen, auch wenn es schon sehr abgenutzt aussah, und wesentlich leichter war. Gut zum Werfen und sehr Zielgenau. Er betrachtetet es wehmütig. Schließlich wand er sich ab und ging wieder zu Hinata.

Sie sah ihn verwirrt an. Neji hielt ihr das Kunai hin.

Sie betrachtete es und war sich wohl nicht ganz sicher, was sie jetzt damit sollte. "Nimme es", half ihr Neji schließlich nach. Vorsichig nahm sie ihn das Kunai aus der Hand. "Es ist ganz leicht", sie balancierte es aus. "Es liegt wunderbar in der Hand. Neji wo hast du diese Schmukstück her?". Neji sah ihr in ihre lavendelfarbenen Augen. "Mein Vater hatte es mir zu meinem vierten Geburtstag geschenkt. Er hatte gesagt, dass ich mich immer daran erinnern sollte, dass ich meine Pflicht erfüllen sollte dich zu Beschützen". Hinata sah ihm in die Augen. "Hinata ich sehe es schon lage nicht mehr nur als meine Pflich an dich zu Beschützen. Ich tue das aus freien Willen und weil ich es möchte". Hinata stand immer noch Sprachlos da.

"Hinata, ich kann dich auf dieser Mission nicht Beschützen. Allerdings denke ich, dass du nun so weit bist dich selber zu Verteidigen. Du bist stark geworden Hinata auch, wenn das vielleicht nicht Jeder sofort erkennt, aber du bist es", er lächelte. "Nimm bitte das Kunai. Dann kann ich dir wenigsten irgendwie helfen, falls es nötig sein sollte".

Sie sah ihn immer noch an und Neji hatte schon Angst, dass er etwas Falsches gesagt hatte. Dann wie aus heiterem Himmel spürte er ihre Arme um seinem Hals. "Hinata?", er war verwirrt. "Danke Neji!", sie lies ihn wieder los und er sah, dass sie Tränen in den Augen hatte. "Vielen Dank Nii-San", und dann gab sie ihm einen Kuss auf die Wange und lief Richtung Tor.

Neji stant wie angewurzelt in der Tür. Er wusste gerade nicht, ob das was passiert war wirklich passiert war. 'Sie hat mich auf die Wange geküsst', dachte er. Zuletzt hatte sie das als kleines Mädchen gemacht. Er war im siebten Himmel. Bevor er wieder ins Haus ging sah er noch einmal zum Tor, in der Hoffnung Hinata noch einmal zu sehen. Jedoch sah er nicht nur Hinata. Neben ihr stand Kiba und schwatzte fröhlich mit ihr herrum. 'NEIN! ALLES NUR DAS NICHT', der Gedanke machte ihn ganz nervös. 'Drei Wochen Mission bedeutet, dass sie drei Wochen mit Kiba fast alleine ist'. Rumms, vom Himmel im freien Fall an den Nordpol. Neji stand da, wie ein Schluck Wasser in der Kurve.

"Der Tag ist im Eimer" und er ging wieder ins Haus zurück.