Titel: Ein Leben wie die Zukunft

Autor: Momixis

Zeit: spielt nach „Halbblutprinz"

Kapitel: 15

Teil: 4/9

Paare: Es kommen viele der typischen Paare vor, aber Hauptpersonen werden Harry und Draco sein… (später auch als Paar)

Warnungen: Slash, Charadeath, lange Geschichte, unterschiedlich lange Kapitel….

Inhalt: Harry ist im 7. Schuljahr und will nach Dumbledores Tod nur noch den Krieg beenden, aber was wird er dafür opfern und wird er mit den Verlusten leben können? Wird er die Kraft und das Wissen dazu haben erfolgreich zu sein? Und welche Rolle werden Snape und Malfoy einnehmen?

MIR GEHÖRT NICHTS UND ICH VERDIENE DAMIT AUCH KEIN GELD!


Danke an die Reviewer!!

Hallo zissy, es freut mich, dass es dir gefällt. Und ich hoffe natürlich, dass dir auch der Rest weiterhin gefällt und du viel Spaß beim lesen haben wirst... bis dahin knuddel

Hallo Reinadoreen, ja, zusammen im Bett .. es sieht aus, als wenn es jetzt einfacher wird, oder? aber jetzt steht Draco kaum noch etwas im Weg sich ganz von Harry abzuwenden! Wie wird es mit unseren beiden hübschen weitergehen? Tja, ich weiß es, aber eins verrate ich... einfach wird es nicht... knuddel


Teil IV

Altes Hogwarts

Kapitel 15

Gesprächige Säuren

Die Abwesendheit der Jungen war Dumbledore zwar nicht aufgefallen, aber die Veränderung von Gryzabel blieb ihm nicht verborgen. Die Ruhe und die Gelassenheit waren plötzlich zurückgekehrt und auch die Fähigkeit ihm wieder in die Augen zu sehen. Nach der Lehrerkonferenz hatte sie ganz deutlich Angst verspürt, dass hatte Dumbledore ihr angesehen. Zwei Termine für ein belangloses Gespräch hatte sie unter scheinheiligen Vorwänden abgelehnt und Dumbledore hatte es akzeptiert. Nun war er sich nicht mehr so sicher, ob dies wirklich eine kluge Entscheidung gewesen war. Er hatte sie nur nicht so in die Enge drängen wollen. Immerhin war sie ein langjähriges Mitlied des Lehrerstabes von Hogwarts.

Gestern beim Mittagessen hatte sie den Blickkontakt ängstlich gemieden, beim Abendessen war er nicht anwesend gewesen. Nun zum Frühstück hatte sich die Situation grundlegend verändert. Die Angst war verschwunden und ein freundliches und herzliches Lächeln zierte ihre Lippen wieder. Es war als wäre nie etwas zwischen ihnen gewesen. Das Geheimnis um die beiden neuen Schüler hatte einen neuen Aspekt bekommen. Der Zugang zu Informationen lag jetzt nicht mehr bei Gryzabel, dass hatte Dumbledore bemerkt, sobald er Gryzabel am Frühstückstisch sitzen gesehen hatte.

Der Schlüssel zu diesem Geheimnis war in unerreichbarer Ferne gerückt, denn er lag bei einem der beiden Jungen oder gar bei beiden. Dieser Wandel der Situation besserte Dumbledores Laune nicht wirklich auf. Die Geschichte von Gryzabel war auch noch so glaubwürdig. Sie zeigte keine offensichtlichen Anzeichen einer Lüge. Dies durfte nicht sein. Dies konnte nicht sein. Es war unmöglich.

Die nötigen Zauber für eine Gedächtnisänderung waren zwar nicht wirklich unmöglich, aber benötigten sie doch eine starke Konzentration, einen ungebrochenen Wille, ein trainiertes Magiepotenzial und ein wenig Übung. Dies alles sollte es eigentlich unmöglich machen, dass ein 15-jähriger Junge wie Adrian Jericle so einen Zauber ausführen könnte.

Für Dumbledore war es keine große Frage, seiner Meinung nach, kam nur Jericle in Frage. Mosnay fehlte das gewisse Etwas, was Dumbledore nicht identifizieren konnte. Niemand verstand, was Dumbledore mit diesem „Etwas" meinte. Alle Vorschläge, die von seinen Kollegen kamen, musste er ablehnen, dass regte zwar auch seine Skeptik an, aber das konnte er benennen. Das „Etwas" blieb aber unidentifiziert und nur der Schulleiter schien es wahrzunehmen.

Trotz des schönen Scheins konnte Dumbledore nicht daran glauben, dass die zwei Jungen die Neffen einer guten Freundin von Gryzabel aus Weißrussland waren und unbedingt ihren Abschluss in Hogwarts machen wollten. Er traute es Gryzabel zwar zu, ihre Stellung dafür zu missbrauchen, um Freunden diesen Traum zu ermöglichen, aber …

Das roch alles nach Lüge und doch war es für Gryzabel die Wahrheit. Nur wie gefährlich könnte die Wahrheit hinter der Lüge sein?! Es war eine gute Geschichte. Logisch und interessant. Einfach genial, denn die Kindheitserinnerungen waren so realistisch und authentisch, dass Dumbledore nicht daran zweifelte, dass wenigstens diese echt waren.

oooooooooo

In den Tagen nach dem offensichtlichem und unwiderruflichem Eingreifen der Jungen in Gryzabels Erinnerungen achtete Dumbledore noch intensiver und genauer auf die Jungen. Die Beobachtungen der Lehrer und die Ergebnisse der Lehrerkonferenz geisterten unaufhörlich durch seinen Kopf. Sein besonderes Augenmerk lag dabei auf dem schwarzhaarigen Slytherin.

Es war Freitagabend und Dumbledore beobachtete den Jungen mal wieder beim Lesen. Er saß alleine an einem Tisch in der großen Bibliothek und stöberte in alten Büchern. Einige dicke Wälzer lagen auf dem Tisch. Es schien als ob er tief in seine Hausaufgaben vertieft war.

Die zwei japanischen Freunde waren zurzeit bei einem, der unter den Schülern als Slug-Club bekannten Treffen, die Professor Slughorn ab und zu einberief. Bis jetzt hatte Adrian Jericle seine Mitgliedschaft an dieser Art von Veranstaltung rigoros ignoriert. Es machte bei Professor Slughorn nicht unbedingt den besten Eindruck, aber der Professor gab die Hoffnung nicht so schnell auf und Adrian Jericle schien damit keine Probleme zu haben. Er hatte sein Ansehen erhalten, ab aber keinen Knut dafür. Er saß in der Bibliothek und machte seine Arbeit. Dumbledore hatte das Gefühl etwas zu übersehen, aber er wusste nicht, was dies sein könnte.

Plötzlich hob Harry seinen Kopf und blickte Dumbledore direkt in die hellblauen Augen hinter der Halbmondbrille. Jeder Schüler wird unsicher, wenn der Schulleiter plötzlich vor einem steht. Albus Dumbledore kannte die unsicheren, beschämten oder ehrfürchtigen Blicke seiner Schüler sehr genau. Er mochte sie nicht besonders, aber sie gehörten beim Umgang mit den Schülern einfach dazu.

Aber nicht so Harry. Dafür kannte er den Schulleiter viel zu lange und zu gut. Zu stark war sein Werdegang durch Dumbledores Begleitung geprägt gewesen. Ein wenig überrascht, aber total ruhig und lässig lehnte sich Harry in seinem Stuhl zurück und strich sich die Haare aus dem Gesicht.

Er lächelte Dumbledore aufrichtig an und schloss das alte Buch vor ihm. Er legte es zurück auf den dunkelbraunen Tisch, blickte Dumbledore dabei allerdings weiterhin an.

„Guten Abend, Professor Dumbledore", begrüßte Harry den Schulleiter höflich.

„Guten Abend, Mr. Jericle. Darf ich mich zu Ihnen setzen?"

Jetzt schien Harry doch ein wenig verblüfft zu sein, aber er nickte schließlich, während er Pergamente und Bücher etwas zusammenräumte und sich aufrecht hinsetzte. Ein höfliches Verhalten, aber kein unterwürfiges.

Dumbledore zog sich einen Stuhl vom Nachbartisch heran, raffte seinen dunkelblauen Umhang etwas und setzte sich Harry gegenüber. Ein kurzer Blick auf das oberste Buch sagte ihm, dass es sich um Duellierzauber handelte. Natürlich war Dumbledore über die herausragende Geschicklichkeit und Wendigkeit von Adrian Jericle im Verteidigungsunterricht aufgeklärt. Es erstaunte ihn jedes Mal aufs Neue, wenn Milerudis ihm von der unglaublichen Leistung erzählte. Nur selten kam es vor, dass ein männlicher Schüler ihre Begeisterung und Ehrfurcht erhielt. Meistens hatte Milerudis es als Teilveela mit schmachtenden und verliebten Schülern zu tun. Mädchen waren ihr daher in der Regel lieber, aber ‚Adrian Jericle' bildete auch hier eine greifbare Ausnahme. Dass Adrian Jericle ausgerechnet beim Duellieren so gute Leistung zeigte, machte es nur noch deutlicher, dass da etwas sehr Großes im Busch war und Dumbledore wollte dieses Rätsel lösen.

Aber auch jetzt machte er einen unwiderruflichen Fehler, er hatte nur auf das eine Buch geachtet und sah so nicht wirklich, woran Harry arbeitete und Harry Potter würde es ihm auch bestimmt nicht einfach so auf die Nase binden. So blickte Harry Dumbledore ruhig an und wartete ab.

Dumbledore wirkte in der Bibliothek total fehl am Platz, aber schien trotzdem hierher zu gehören. Diesen Eindruck hatte Harry schon oft vom Schulleiter gehabt. Der Zwiespalt war ihm so vertraut. Es stört ihn nicht mehr.

„Sie lernen, wie ich sehe? Sehr lobenswert!"

Harry lächelte unbehaglich. Er wusste, dass Dumbledore mehr von ihm wollte und trotzdem war dies alles so vertraut, dass er sich wohl fühlte. Wie grotesk.

„Darf ich Sie fragen, was Sie zu mir führt, Professor? Ich denke nicht, dass Sie aus lauter Langeweile den Weg in die Bibliothek gesucht haben. Dafür gibt es in dieser Zeit viel zu viel zu tun und zu entscheiden."

Dumbledore sah ihn freundlich, wenn auch prüfend und distanziert, mit seinen hellblauen Augen an. „Natürlich dürfen Sie das fragen", zwinkerte der alte Mann.

„Was führt Sie zu mir, Professor?" Harry kannte die Wortspiele von seinem Mentor genug und fiel darauf nicht mehr herein. Seine Frage kam daher sofort, ohne eine weitere Reaktion zu erwarten.

Dumbledore lächelte. Dieser Junge war ihm suspekt, irgendwie sympathisch und vertraut, und gerade deswegen sehr suspekt. Er wusste einfach nicht, wie er ‚Adrian Jericle' einordnen sollte. „Eine gute Frage, Mr. Jericle. Eine sehr gute Frage."

„Soll ich sie Ihnen beantworten, Professor?", fragte Harry mit einem spitzbübischen Grinsen, welches Dumbledore irgendwie bekannt vorkam. Harrys blaue Augen lagen aber weiterhin konzentriert auf dem gespannten Schulleiter. Dieser nickte etwas überrascht und faltete seine Hände auf dem Tisch.

Plötzlich blickte Harry sehr ernst und beugte sich zu Dumbledore vor. „Sie wollten mehr von mir erfahren. Zwei neue Schüler kommen als Quereinsteiger nach Hogwarts. Beide Jungen gehen ins 5. Schuljahr und beide kommen ins Haus von Salazar Slytherin, dem mächtigen Schwarzmagier. Die schulische Leistung lässt nichts zu wünschen übrig und der Orientierungssinn ist hervorragend. Sie können weder Dorian noch mich einordnen. Sie wissen nicht, ob Sie uns vertrauen dürfen.

„Vertrauen ist in einer Zeit wie dieser gefährlich und kann sogar tödlich sein. Dorian oder ich könnten für… den dunklen Lord spionieren oder anderweitig für die Gegner arbeiten. Wir werfen Fragen auf, bieten aber keine Antworten. Sie haben Angst um Hogwarts und werden alles für die Sicherheit der Kinder tun. Nur ist Ihre Frage, ob auch Dorian und ich zu diesen Kindern gehören. Ob Sie auch Dorian und mich beschützen dürfen oder müssen. Oder ob von uns eine reale akute Gefahr ausgeht. Habe ich Recht, Professor Dumbledore?"

Eine spannungsgeladene Pause entstand. Die beiden Zauberer sahen sich ernst an. Dumbledore schien über diese Aussage nachzudenken. Aber auch diese Gelassenheit der Worte gab ihm zu denken.

„Und wäre es möglich ehrliche Antworten zu erhalten? Wie Sie schon richtig aufgezeigt haben, kann es wirklich zu einer großen Gefahr kommen, wenn man zu wenig weiß", fragte Dumbledore ernst.

Harry lächelte schief und wich jetzt dem musternden Blick aus. Er stapelte die Bücher und Pergamente und räumte seine Schreibutensilien zusammen. Dann sah er wieder auf. Die Gefühle und Erinnerungen, die ihn überrollten, gezügelt und unterdrückt. „Es kann auch sehr gefährlich sein, wenn man zu viel weiß. Manche Geheimnisse müssen geheim bleiben, um Erfolge verzeichnen zu können. Ich kann und werde Ihnen keine Antworten geben. Gute Nacht, Professor. Die Sperrstunde beginnt gleich", damit erhob Harry sich. Schnell stellte er die Bücher bei Madam Pince ab und verließ die große Bücherei von Hogwarts. Er ließ einen grübelnden Schulleiter alleine in der großen, fast leeren Bibliothek zurück.

Auch Harry dachte noch lange über diese Begegnung nach und er wusste ganz genau, dass es Dumbledore genauso ging. Die Blicke, die ihm an den nächsten Tagen folgten waren zweifelnd, fragend und sehr nachdenklich. Harry wusste genau, dass er Dumbledore nur neue Fragen aufgegeben hatte. Fragen, die nicht nur rätselhaft waren, sondern auch unter Umständen gefährlich. Wie Recht Dumbledore damit doch hatte, nur bestand zurzeit keine Gefahr für Hogwarts. Aber Dumbledore würde nicht akzeptieren können, dass ein einziger unbekannter Junge, sich in den Krieg gegen Voldemort stürzte. Dumbledore könnte es nicht akzeptieren, besonders nicht, wenn es ein Junge aus seiner Schule war. Ein Junge, der so viele Fragen und Rätsel machte, aber trotzdem ein Jugendlicher war, der sämtliche Beschützerinstinkte des alten Schulleiters weckte. Hätte Dumbledore auf die Wahrhaftigkeit seiner Gefühle vertraut, dann wäre ihm vielleicht der Gedanke gekommen, dass Adrian Jericle gar kein schlechter Mensch sein konnte. Aber zu oft wurde versucht Dumbledores Gefühle mit Magie zu beeinflussen. Diesmal wollte er niemanden die Chance geben… niemanden…

oooooooooo

Wieder vergingen einige Tage und noch mehr Schulstunden. Harry fragte sich zum wiederholten Male, warum er eigentlich unbedingt zurück nach Hogwarts gegangen war? War es wirklich notwendig gewesen? Natürlich war es noch immer sein Zuhause, aber er war hier nicht so frei, wie er hätte sein müssen, um all das erledigen zu können, wie er musste. Aber wo hätte er sonst hin gehen sollen? Grimmauld Platz war noch der Wohnsitz der Blacks und Harry wollte wirklich nicht der lebendigen Mrs. Black über den Weg laufen. Aber er brauchte Informationen und dafür war Hogwarts noch immer der beste Ausgangsort. Er hatte dabei leider nicht an die vielen Hausaufgaben und Unterrichtsstunden gedacht.

Er nutzte jede Pause und jede Chance, um sich von den anderen (besonders Sanuel und Lin) abzukapseln und seinen eigenen Motiven und Aufgaben zu widmen. Leider war das gar nicht so leicht. Denn nicht nur Sanuel und Lin machten es ihm schwer, sondern auch Lily, Sal, Esmare und Mick. Wo immer sie auftauchten, konnte Harry sich sicher sein, nur mit sehr fadenscheinigen Ausreden das erledigen zu können, was er vorhatte. Und neben den ganzen zeitaufwendigen Hausaufgaben war da ja auch noch der Unterricht.

Und der nervte noch viel mehr. Mehr als seine Freunde es jemals schaffen könnten. Denn er war nicht nur langweilig, sondern auch uninformativ. So furchtbar der Zaubertrankunterricht auch immer schon war, so nervig war er jetzt. Slughorn war ein guter Lehrer, aber der zweckmäßige und notwenige Sinn an diesem Fach war ihm wohl dank Snape zu früh verloren gegangen. Es interessierte ihn einfach nicht. Snape hatte wirklich gute Arbeit geleistet.

In Harrys Kessel brodelte leise ein hellgrüner Zaubertrank vor sich hin und Harry rührte ihn noch vier Mal im Uhrzeigersinn um. Nach drei gehackten Moosgälien verfärbte er sich ordnungsgemäß blasrosa und schien damit fertig zu sein. Harry schaute noch einmal in seinen Notizen nach und nahm den Kessel schließlich vorsichtig vom Feuer.

Harry füllte ihn in einen kleinen Flakon und brachte seine Probe vom Anti-Staubmilben-Allergietrank nach vorne. Auf dem dunklen Pult stapelten sich die Pergamente und Bücher von Slughorn. In einem kleinen Karton standen schon vier weitere beschriftete Glasfläschchen. Zwei davon waren etwas kräftiger gefärbt und Harry vermutete, dass diese Proben von Sanuel und Draco waren. Aber er war mit seiner Leistung mehr als zufrieden. Wäre es nicht okay, dann hätte Sanuel oder Lin schon eingegriffen, denn sie hatten irgendwie immer ein Auge auf Harrys Trank. Da sie Slytherins waren, würden sie Harry nicht ins offene Messer laufen lassen, wie Hermione es nun doch manchmal gemacht hatte. Harry war ihr heute dafür nicht mehr böse. Wie sollte er auch? Hermione war tot und über Tote sollte man nicht schlecht reden. Und Hermione hatte es nur gemacht, um Harry und Ron zum lernen zu bewegen. Es war nicht wirklich böse gemeint gewesen. Harry seufzte leise.

Ein schmales Mädchen aus Gryffindor, Harry glaubte sich zu erinnern, dass sie Colgate hieß, brachte gerade einen bräunlichen Trank nach vorne. Mit spitzen Fingern und einen panischen Blick stellte sie ihn vorsichtig in den Karton ab, um vermutlich jede Erschütterung zu vermeiden. Harry konnte es ihr nicht verübeln. Er zog eine Augenbraue hoch und ging einen Schritt auf Abstand, als sich der Korken mit einem lauten Quietschen auflöste und blauer Rauch aufstieg.

Es war offensichtlich zu einer etwas ätzenden Mischung gekommen und nur der Gedanke an Neville hielt Harry vom Lachen ab. Das Mädchen tat Harry Leid und das nicht nur wegen des Namens. Ihr kamen die Tränen und Slughorn ließ den Trank schnell verschwinden, bevor sein Tisch sich auch auflösen könnte.

Viele Slytherins gackerten hämisch und freuten sich augenscheinlich über das Versagen des Mädchens. Harry wusste, dass wenn es eine Slytherin wäre, sie spätestens nach so einer Stunde sich den Unmut der Hauskameraden zugezogen hätte und dann unter einer totalen Nachhilfevereinigung zu leiden hätte. Sie hätte von allen Seiten den Druck gespürt und erst wenn sie vernünftige Leistungen erbrachte, würde sie wieder Freizeit und Ruhe finden können. Vermutlich war das auch der Grund, warum Crabbe und Goyle damals nicht sitzen geblieben waren…oder Draco war einfach zu geschickt gewesen, während er seinen beiden Dorftrotteln durch den Unterricht und die Prüfungen geholfen hatte. Das waren halt Slytherins.

Aber eigentlich lohnte es sich nicht, sich darüber Gedanken zu machen. Harrys Arbeitsplatz wartete darauf aufgeräumt und gesäubert zu werden. Leise seufzend machte Harry sich daran, seine Utensilien von dem gelblichen Zeug der Mangorawurzel zu befreien. Er hasste diese Arbeit, aber zum Glück gab es auch noch andere Dinge über die er sich Gedanken machen musste. Die Absprache mit Sal wegen des Halloweenballes war nur ein Beispiel davon.

Harry nutzte die kommende Doppelstunde Geschichte für seine Arbeiten. Er war eigentlich todmüde, aber er musste unbedingt zum arbeiten kommen und während des Unterrichtes konnte ihn niemand ausquetschen. Die kleinen Nachrichten von Lin, Sanuel, Sal oder Esmare ignorierte er an solchen Tagen einfach. Er hatte einfach keine andere Möglichkeit.

TBC.

Der Name Colgate kommt von meiner Schwester… ich habe sie nach einem Mädchennamen gefragt und dann kam Colgate … Es wäre kein Name, dem ich mein Kind antun würde. Aber falls jemand der dies liest so heißt, dann würde ich mich freuen die Meinung zu hören.

Freunde sind etwas Tolles, nur wenn sie im falschen Moment auftauchen, können sie sehr lästig sein. Wird Harry damit zurecht kommen?