Titel: Ein Leben wie die Zukunft

Autor: Momixis

Zeit: spielt nach „Halbblutprinz"

Kapitel: 7/7

Teil: 6/9

Paare: Es kommen viele der typischen Paare vor, aber Hauptpersonen werden Harry und Draco sein… (später auch als Paar)

Warnungen: Slash, Charadeath, lange Geschichte, unterschiedlich lange Kapitel….

Inhalt: Harry und Draco sind durch die Zeit gereist und nun haben sie die Chance etwas zu verändern. Harry will diese Möglichkeit nutzen ohne die Menschen, die ihm wichtig sind in Gefahr zu bringen. Wird er es schaffen? Wird er alleine den Weg gehen können? Welche Rolle wird Draco zu Teil? Und halten die Rumtreiber und die anderen Schüler von Harry? Was denkt Dumbledore?

MIR GEHÖRT NICHTS UND ICH VERDIENE DAMIT AUCH KEIN GELD!


Danke an die Reviewer!! Leider passiert in diesem Kapitel nicht viel und kurz ist es auch nocht. Aber vielleicht passiert deshalb auch nicht so viel, weil gar nicht die Zeit dafür ist, aber Harry und Draco kommen sich näher...

Hi Glupit!! Das Pairring Sirius/Snape wird wirklich kaum Gewicht und Bedeutung haben. Einige Anspielungen, außer im Epilog, da wird es deutlich. Es gibt aber viele, die es gar nicht mögen... hm. Danke für dein Review. Ich knuddel dich ganz doll.

Hi Deedochan!! Danke für die Kekse, sie verbessern den Tag ungemein und dabei hat der gerade erst angefangen In diesem Kapitel gibt es ein wenig mehr Harry/Draco, dafür aber sonst kaum etwas wichtiges. Mit dem nächsten Kapitel geht es dann aber ernsthaft weiter und ich werde spätestens am WE posten. Viel Spaß noch. knuddel

Hi DjEngelchen!! Jaja, die Schlafgewohnheiten sind ein wenig untypisch. Es freut mich aber, dass es dir gefällt. Die Explosion war etwas heftig, was? Die Twins hätten es nicht besser hinbekommen, oder? Ich vermisse sie in dieser Geschichte total, aber es geht halt nicht alles... Viel Spaß, knuddel.

Hey Zissy!! Du hasst Schule wirklich, was? Ich bin schon lange aus der Schule draußen und manchmal vermisse ich sie. Komm mir bitte nicht mit Gramatik... ich müsste da wohl meine Schwester fragen, die ist da super sicher, aber ich glaube wank, war schon richtig... im Zweifel für den Angeklagten. Viel Spaß noch. Ich knuddel dich ganz doll...


Teil VI

Problematisches Jahr

Kapitel 7

Alltägliche Spiele

Die Nacht verging ruhig und ohne Albträume. Draco und Harry schliefen bis Sanuel sie sanft weckte. „Wacht auf Ihr Schlafmützen!"

Die anderen Jungen saßen noch halbschlafend in ihren Betten, nur Remus war fertig angezogen.

Harry blinzelte und Sanuel zog die Stirn kraus. Hier im Turm war es ein wenig heller, als unten in den Kerkern und irgendwie hatte er das Gefühl, dass Adrian im Moment etwas anders aussah. Er blickte zu Dorian und auch bei ihm wirkte das Erscheinungsbild bei weitem nicht so vertraut, wie es nach einem halben Jahr eigentlich sein sollte. Draco blinzelte zu Harry und erkannte schnell, was Sanuel so fragend gucken ließ.

„Badezimmer, Tabletten, Jetzt!" flüsterte Draco leise in Harrys Ohr und zu Sanuels Überraschung sprangen die zwei Jungen fast panisch auf, schnappten sich ihre Kleider von Vortag und liefen zum Badezimmer. Harry voran, denn er kannte die etwas versteckte Tür zu den Badezimmern nun mal aus dem FF. Die verschiedenen Schlafsäle unterschieden sich dabei nicht.

Remus starrte den Jungen nur sprachlos hinterher. „Irgendwie habe ich das Gefühl, etwas Wichtiges verpasst zu haben!"

„Ich auch, Remus, ich auch!" Sanuels Augen verfinsterten sich. Wie konnte er den verschlossenen Jungen dazu bringen die Wahrheit zu erzählen?

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Frühstück erhielten sie im Gemeinschaftsraum, aber mit der Mitteilung, dass im Laufe des Vormittags wieder die Türen geöffnet werden würden. Ohne groß darüber nachzudenken, ließ Harry sich in einen der freien Lehnstühle fallen. Draco grinste ihn an.

Er konnte sich hier so richtig Harry Potter vorstellen. Hier im Gemeinschaftsraum der Gryffindors, wo keine nervigen Slytherins über ihn herzogen, wo keine lästigen Reporter Eintritt fanden, hier wo sein Zuhause war. Draco setzte sich, weil kein anderer Stuhl frei war, auf Harrys Armlehne. Ein Malfoy saß nun mal nicht auf dem Boden.

Leise unterhielten sie sich, bis McGonagall den Arrest aufhob und die Slytherins in ihre Räume gingen. Es gab keine Verletze oder Schäden. Das eine oder andere Buch ist aus dem Regal gefallen oder eine der Bodenvase hat einen Sprung mehr als vorher, aber es ist nichts wirklich Beängstigendes passiert.

Das Einzige, was den Schuldirektor so zum Verzweifeln brachte war, dass sie die Herkunft dieses Knalles und der Detonation nicht bestimmen konnten. Es schien unter Hogwarts herzukommen, aber niemand konnte sagen woher genau. Selbst die Geister waren erschrocken und verängstigt. Das Ministerium hatte einige Fachleute einfliegen lassen, aber auch die standen vor einem Rätsel. Das Schloss war jetzt wieder total ruhig und friedlich, nichts gab Hinweise auf die Erschütterung.

Harry beobachtete dieses Treiben mit gemischten Gefühlen.

Die Angestellten vom Ministerium untersuchten das gesamte Schloss. Jeder Schüler wurde verhört und jeder Raum inspiziert. Die Lehrer in die Mangel genommen und Alibis überprüft. Harry wollte nicht wissen, wie oft die Gäste der Party nach seiner und Dracos wahren Anwesendheit befragt wurden.

Leider waren alle Antworten wahr und voller Ehrlichkeit. Der Blick von Mick hatte nur manchmal etwas sehr Nachdenkliches.

oooooooooo

Harry wollte noch am gleichen Abend wenigstens den Zugang zur Kammer überprüfen, aber der Toilettenraum war verriegelt und ein Schild besagte ‚Defekt'. Harry starrte mit flauem Gefühl auf das Schild. Als er Schritte im Gang hörte, drehte er sich schnell um und ging den Schritten gelassen entgegen. Es gab keine Beweise für seine Beteiligung an der Erschütterung. Nicht mal einen kleinen Hinweis.

Harry begegnete einem Auroren vom Ministerium. Dessen Augen verfinsterten sich, als er den Slytherin sah. Die leisen abschätzigen Bemerkungen ignorierte Harry schlicht. Es wäre alles andere als klug sich mit dem Ministerium rum zuschlagen und eventuell unangenehm aufzufallen. Es könnte dazu kommen, dass seine Magie mit dem aus dem Kinderheim-Vorfall verglichen werden würde.

Daher würde er jetzt wirklich aufpassen und so unauffällig wie möglich verhalten. Es brauchte auch nicht viel, um Draco von diesem unscheinbaren Weg zu überzeugen. Auch ein Grund, warum sie nicht ständig zusammen durch die Gänge liefen.

Der Unterricht begann am nächsten Tag etwas holprig. Vielen Schülern waren die Skepsis und die Angst anzusehen. Viele Eulen wurden zu den Eltern nach Hause geschickt und viele Eulen kamen zum Frühstück in die große Halle. Es waren eindeutig mehr als normal. Dieser Nachrichtenaustausch sorgte natürlich auch nicht für ein ruhiges Klima. Überall war es Thema Nr. 1, besonders da es nicht die geringsten Hinweise auf die Hintergründe gab.

Es dauerte lange, bis der Alltag wieder Einzug fand. Er kam auch nur sehr langsam und schleichend. Nachdem alles, was im Zusammenhang mit der Erschütterung von Hogwarts stand, zehnmal oder auch häufiger durchgekaut war, wurde es langsam langweilig. Immer seltener wurde darüber philosophiert, ob ‚Adrian' oder ‚Dorian' ihre Finger mit im Spiel gehabt hatten. Die Fragezeichen über den Köpfen der Lehrer verblassten etwas langsamer. Da es sonst ruhig im Schloss war und keine Besonderheiten mehr auffielen wurde auch das Quidditchspiel Anfang März nicht verschoben oder abgesagt.

Gryffindor spielte gegen Ravenclaw und das ganze Schloss vergaß auf Anhieb, was die letzte Aufregung ausgelöst hatte. Alle freuten sich auf dieses Spiel und auch Dumbledore eröffnete dieses Spiel mit einem freudigen Funkeln in den Augen.

Harry stand neben Draco und gemeinsam feuerten sie die Sucher an. Harry konnte sich nicht entscheiden, ob er für Gryffindor sein sollte, weil sein Vater und Patenonkel im Team waren, oder ob er lieber Ravenclaw und damit Sal anfeuern sollte. Am Ende fieberte er mit beiden Mannschaften gleichermaßen mit. Draco war grundsätzlich gegen Gryffindor und machte daraus auch keinen Hehl.

„Potter fliegt heute besser, als sonst!" sagte Sanuel an Harrys linker Seite.

„Ja, aber bei weitem nicht so gut, wie beim ersten Spiel gegen Slytherin!" sagte Lin mit einer merkwürdigen Betonung. Harry und Draco wussten, was dies bedeutete. Das Mädchen mit der japanischen Abstammung hatte die Lunte gerochen und auch Sanuel grinste wissend.

Harry ahnte, dass die beiden wussten oder zumindest ahnten, dass er für James geflogen war. Harry zuckte mit den Schultern.

„Ich wusste ja, dass Du Dein Flugtalent von Deinem Vater geerbt hast, aber ich muss leider sagen, dass das nicht der ganzen Wahrheit entspricht!"

Harry blickte Draco erschrocken an. Dann warf er einen schnellen Blick auf Lin und Sanuel, aber Draco hatte vorgesorgt. Er hatte eine Sprechblase über sie gelegt, damit niemand hören konnte, was sie zu besprechen hatten.

„Wie meinst Du das?" traute Harry sich dann auch zu fragen.

„Potter kann gut fliegen, aber...!"

„Was für ein ABER?!" hackte Harry vorsichtig nach, als Draco zögerte.

„Du bist besser!"

Harry starrte Draco überrascht an. Er wollte ihn fragen, was das sollte, warum er so eine Aussage machte. Aber Harry bekam kein Wort über die Lippen, sondern starrte Draco einfach nur ratlos an. Diese Aussage von Draco Malfoy zu hören, hatte ihm den Boden unter den Füßen, wenigstens für den Augenblick weggezogen.

„W..."

Draco knurrte leise. Er wusste genau, dass er diese Aussage noch erklären musste. Er hätte wohl einfach den Mund halten sollen.

„Wenn Potter fliegt, dann sieht man sein Training, seine Kontrolle über die Manöver...!"

„… und?"

„Wenn Du fliegst, dann … dann fliegst Du einfach. Es gibt kein Harry und Besen, sondern nur eine Einheit von Harry mit Besen. Du fliegst, als wärst Du zum Fliegen geboren, als hättest Du nie etwas anderes gemacht. Das war schon in der ersten Schulstunde so."

Harry bekam den Boden unter seinen Füßen noch immer nicht wirklich zufassen oder er verschwand einfach viel zu schnell wieder. „Das war mein erster Flug auf einem Besen!" sagte Harry mit matter Stimme.

„Klar und ich bin Merlin!"

Harry blickte ihn zerknirscht an. Dracos Augen wurden groß.

„DAS war WIRKLICH deine ALLERERSTE Stunde?"

„… Ja!"

„Oh, Mutter Morganas!" Draco schüttelte den Kopf und lachte leise. „Du bist wirklich zum fliegen geboren."

Jetzt lachte auch Harry leise, aber eigentlich nur über Dracos Verhalten.

„Also wenn Du kein Angebot für eine professionelle Quidditch-Mannschaft bekommst, dann würde ich die verklagen!"

Harrys Wangen verfärbten sich rötlich und Draco zog ihn lachend in den Arm. „Oh man, wenn ich gewusst hätte, dass man den großen Harry Potter so einfach mit Komplimenten den Boden unter dem Füßen wegreißen könnte, dann hätte ich damit vermutlich schon früher angefangen!"

Harry knuffte Draco in die Seite, blieb aber in der Umarmung stehen. Diese körperliche Nähe tat einfach gut und sie war wirklich ehrlich gemeint. Mittlerweile war sie ehrlich und wahrhaftig. Sie gab Kraft. Und genau das brauchten die beiden Jungen für ihre Zukunft.

oooooooooo

Ravenclaw gewann das Spiel ganz knapp, denn drei Spieler stürzten sich zum richtigen Zeitpunkt auf James, damit der nicht den Schnatz fangen konnte. Sal sah über dieses Manöver genauso unzufrieden aus, wie die Gryffindors, denn es war irgendwie so unsportlich.

„So eine Aktion hätte ich eigentlich nur Slytherin zugetraut!" schimpfte Harry leise. Draco nickte.

„Wenn ich es nicht besser wüsste, dann würde ich nicht glauben, dass Du selbst ein Slytherin bist, Adrian!" sagte Lin und zog wieder die Aufmerksamkeit der Jungen auf sich.

„Ich dachte Du hättest langsam begriffen, dass in Adrian auch ganz viel Gryffindor steckt. Und die lieben Gerechtigkeit!"

„Hört auf, darüber zu reden, als ob es etwas Schlechtes ist!" schimpfte Esmare entrüstet.

Lin lachte auf: „Und was ist, wenn ich Dir sage, dass es nicht immer gut ist!"

„Dann würde ich Dir sagen, dass es wenigstens angestrebt werden sollte!"

„Und wo willst Du da anfangen?"

„Vielleicht dort, wo gesagt wird, dass ein Slytherin keine Eigenschaften des Gryffindors in sich integrieren darf."

„Das haben wir nie behauptet!" rechtfertigte Lin sich plötzlich mit ernstem Gesicht.

Nun lachte Esmare: „Ich weiß, Lin. ICH weiß! Aber trotzdem wird es Adrian ständig vorgeworfen."

Die Diskussion ging noch eine ganze Weile weiter und als Lily mit wütenden Worten über James dazukam, nahmen ausgerechnet Harry und Draco die Position an, die Gryffindors und insbesondere James zu rechtfertigen. Lily schüttelte ihren Kopf: „Was hat die Welt denn bitte nun aus den Achsen gehoben?"

Harry lachte leise. Er wusste darauf keine passende Antwort.

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Die Tage kamen und gingen. Harry und Draco machten ihre Hausaufgaben und Harry überlegte fieberhaft, mit welchem Problem er sich als nächstes auseinandersetzen sollte. Das Tagebuch? Oder vielleicht doch lieber das Medaillon? Den Kelch? Es wurde alles nur noch schwerer und unübersichtlicher, denn die Zeit ran nur so davon.

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tbc.

Ich hasse es, wenn man auf die Uhr schaut und feststellt, dass schon wieder soooo viel Zeit vergangen ist, in der man nicht geschafft hat. Und ich denke so geht es Harry gerade. Er ist mit sich total unzufrieden, denn er spürt, dass ihm nicht unbegrenzt viel Zeit bleibt. Die Frage ist daher, wird die Zeit reichen?