Titel: Ein Leben wie die Zukunft
Autor: Momixis
Zeit: spielt nach „Halbblutprinz"
Kapitel: 1/6
Teil: 8/9
Paare: Es kommen viele der typischen Paare vor, aber Hauptpersonen werden Harry und Draco sein… (später auch als Paar)
Warnungen: Slash, Charadeath, lange Geschichte, unterschiedlich lange Kapitel….
Inhalt: Harry und Draco sind durch die Zeit gereist und nun haben sie die Chance etwas zu verändern. Harry will diese Möglichkeit nutzen ohne die Menschen, die ihm wichtig sind in Gefahr zu bringen. Wird er es schaffen? Wird er alleine den Weg gehen können? Welche Rolle wird Draco zu Teil? Und halten die Rumtreiber und die anderen Schüler von Harry? Was denkt Dumbledore?
MIR GEHÖRT NICHTS UND ICH VERDIENE DAMIT AUCH KEIN GELD!
Danke an die Reviewer!! Es tut mir echt leid, dass ihr so lange warten musstet, aber ich hatte weder Zeit noch Ruhe... aber jetzt geht es weiter...
Hi Frozen!! Dir braucht gar nichts leid zu tun, denn auch ich bin im Moment im Stress. Und ich kann mich noch sehr gut an mein Studiumsbeginn erinnern... Was studierst Du?(wenn ich fragen darf).. Natürlich hoffe ich schon, dass du nach dem Kapitel 2 Minuten findest und mir ein kurzes Review zu hinterlassen. Es muss nicht lang sein, knuddel. Viel Spaß und Erfolg beim studieren.
Hey Deedochan!! Vor der Schule?! g es ist schlimm, wenn man sich nciht losreißen kann, oder? Ich hoffe, dass es sich wenigstens gelohnt hat. knuddel und viel Spaß... diesmal am WE?!
Hi Seelentochter!! Und wieder musstet ihr so lange auf ein Kapitel warten, aber ich hatte keine Ruhe, wenn ich dann mal zu Hause war. Es freut mich, dass es dir weiterhin gefällt und die Freunde werden am Ball bleiben... nur einfacher wird es dadurch nicht unbedingt... Viel Spaß, knuddel.
Hey Zissy!! Sorry, dass es auch jetzt wieder so lange gedauert hat. Ich finde einfach nicht die Zeit und Ruhe um upzudaten. Ich bin nur froh, dass die Geschichte fertig geschrieben ist und ich somit nicht noch Zeit dafür aufbringen muss. Ich knuddel dich ganz doll, meine kleine Zissy und Harry will nicht zu viele Informationen preisgeben... wie auch vorher schon, obwohl er alles wichtige sagt... knuddel.
Hey Glupit!! Bitte vergiss nicht, dass ich das 7.Buch NICHT kannte, als ich diese Geschichte geschrieben bzw. angefangen habe. Der Stab spielt eine besondere Rolle, daher konnte ich es (und wollte nicht) in das Diadem verwandeln. Ich hoffe Du magst es auch so... knuddel.
Teil VIII
Tödliche Verbündete
Kapitel 1
Verbindende Säulen
Dumbledore erschrak zutiefst, als am nächsten Tag, dem 08. Juni, alle Freunde von ‚Adrian Jericle' in der Bibliothek hockten und irgendetwas suchten, was eindeutig nicht mit Hausaufgaben oder ähnlichem zu tun hatte. Die wenigen Stunden, die der Junge zwischen seinen arrangierten Strafarbeiten frei hatte, hatten ausgereicht um die Gruppe neu zu festigen und ein neues Ziel zu geben.
Aber selbst Madam Pince hatte keine Möglichkeit unauffällig herauszufinden, was die Schüler suchten. Die Bücher waren so verschieden und unstrukturiert, dass es für sie keinen roten Faden bildete. Zumal es auch wirklich unauffällig stattfinden sollte. Dumbledore wollte nicht, dass irgendjemand mitbekam, dass er diese Jugendlichen überwachte.
Die Schüler wussten das allerdings sehr gut und mindestens einer der Rumtreiber hatte immer ein wachsames Auge auf die Karte. Sobald ein Lehrer oder ein verdächtiger Schüler sich ihrem Bereich näherte, waren nur Schulbücher und Hausaufgaben auf dem Tisch zu sehen oder unverfängliche Seiten aufgeschlagen.
Der aufklärende Informationsfluss war für Dumbledores Geschmack eindeutig zu schlecht. Er hatte einfach keine Ahnung, was da vor sich ging.
Es stand etwas an.
Etwas Großes und Gefährliches.
Dumbledore wollte nicht, dass irgendeiner seiner Schüler da hineingezogen wurde, aber diese 12 Jugendlichen blockierten jede Informationsweitergabe schon im Keim. Dumbledore hatte keine Ahnung, um was es hier wirklich ging.
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Sirius schnaubte abfällig, als er das dritte Buch durchgesehen hatte, aber keine wirklich Lösung finden konnte. Was sie suchten wusste keiner so genau, aber es sollte dazu dienen, dass die Gegenstände (Horcruxe) zerstört wurden, aber dabei nicht kaputt gingen. Jedenfalls war das das Ziel… ein unerreichbares Ziel wie es schien… Zumal Harry und Draco ja schon Anfang des Jahres nach dieser ‚Superlösung' gesucht hatten.
„Mist!" fluchte Mick und schlug auch ihr Buch zu.
„Ich habe Euch gesagt, dass es Nichts gibt!" sagte Harry und beendete als einziger seine Kräuterkunde Hausaufgabe. Draco arbeitete gerade noch an dem ungeliebten Aufsatz.
Alle blickten ihn nun sauer an. Harry verdrehte die Augen. „Glaubt Ihr etwa, dass ich nicht gesucht habe? Ich suche nicht erst seit wenigen Monaten! Ich habe auch gehofft einen Zauber, einen Fluch oder einen Trank zu finden, der die Magie der Gegenstände zerstört. Ich habe auch gehofft, aber ich weiß es mittlerweile besser. Ich habe auch schon ein Ritual in Betracht gezogen, aber welches soll dafür geeignet sein, wenn Rituale im allgemeinen Magie freisetzen und nicht zerstören?!"
Sanuel starrte Harry an.
Alle starrten den Jungen sprachlos an.
Sie wollten nicht daran glauben, denn in einer Sache waren sie sich einig. Die Gegenstände der Hogwartsgründer waren heilig und sollten nicht komplett zerstört werden.
Nun blickten alle ein wenig deprimiert und holten schließlich ihre Hausaufgaben raus, da sie immerhin nicht die ganze Nacht zum recherchieren hatten. Nachher hätten sie auch noch Astronomie, erinnerte Lily die Gruppe und erntete ein synchrones Stöhnen. Ihre Recherchen würden noch eine Weile warten müssen.
oooooooooo
Harry schlief in der Nacht schlecht. Er träumte von seinen verletzten oder toten Freunden und auch Draco konnte da nicht wirklich beruhigend wirken. Schon in der letzten Nacht wurde er von dieser Art Albträumen geplagt. Nicht im Stande friedlich zu schlafen stand Harry am Fenster und starrte hinaus. Viel sah er von hier nicht, daher schlich er sich leise raus ohne Draco zu wecken. Er begab sich zum Quidditchfeld. In diesem Moment war es ihm eigentlich egal, ob er erwischt werden würde.
Er schwang sich auf den Besen von James und begab sich in die Luft. Es spielte keine Rolle, wie spät es war und er war sich auch ziemlich sicher, dass mindestens ein Lehrer ihn sehen würde, aber es war egal. Er genoss den Sommerwind in seinen offenen Haaren und das Gefühl der Freiheit.
Er sah, dass irgendjemand auf das Quidditchfeld kam und den Zauberstab hob. Harry sah, wie ein kleiner Perriculum im Himmel explodierte. Es war eindeutig der Ruf nach unten zu kommen. Harry hatte aber keine Lust. Er brauchte den Flug um sich zu beruhigen, um den nächsten Tag zu überstehen, wenn er schon keinen Schlaf bekam.
Harry ließ sich hinterrücks zu Boden fallen, um dann schnell in einem halsbrecherischen Tempo über die Wiese zu düsen. Es war das, was Harry brauchte…
Er zögerte die Landung noch ein paar Minuten hinaus und landete dann brav vor Dumbledore, der ihn schweigend musterte.
„Ah, Mr. Jericle!"
„Guten Abend, Professor Dumbledore!" sagte Harry freundlich und höflich lächelnd.
„Der Abend ist schon lange vorbei, Mr. Jericle. Darf ich Sie fragen, was Sie hier draußen um halb 3 Uhr morgens machen?" Dumbledore wirkte relativ freundlich, aber Harry wusste, dass es schnell umschwenken konnte, wenn es einen guten Grund gab. Harry wollte ihm eigentlich keinen Grund geben.
„Ich konnte nicht schlafen, Professor. Ich wollte meinen Zimmergenossen nicht stören und ich fühlte mich so ruhelos, da musste ich raus kommen und ein wenig fliegen", erklärte Harry die Situation wahrheitsgemäß.
Dumbledore nickte kaum merklich. Es fing leicht an zu regnen und beide Männer blickten hinauf in den dunklen Himmel. Die grauen Wolken bedeckten den gesamten Himmel und ließen keine Sterne hindurch. Auch der Mond war komplett verdeckt.
„Ich denke Sie sollten hinein gehen, Mr. Jericle. Madam Pomfrey wäre nicht sehr erfreut, wenn Sie wieder wegen einer Erkältung in den Krankenflügel müssten!" Dumbledores Stimme klang wirklich besorgt und es erinnerte Harry zu sehr an seinen Dumbledore. Traurig senkte er den Blick und machte sich auf den Weg ins Schloss.
„Mr. Jericle!" rief Dumbledore ihn noch mal zurück. Harry drehte sich zu seinem Schulleiter um und hob fragend die Augenbraue. „Was suchen Sie?"
Harry grinste und schüttelte den Kopf. „Ein Ritual um die Magie in ein paar Gegenständen zu zerstören, aber wir finden keins!" antwortete Harry zur großen Überraschung von Dumbledore.
Der alte Mann nickte und musterte den jungen Slytherin argwöhnisch. Wenn er doch nur seinem Gefühl trauen durfte, denn dann könnte er diesem seltsamen Jungen all seine Geheimnisse anvertrauen ohne Zweifel zu haben.
Harry drehte sich wieder zum Gehen. Der Nieselregen hatte mittlerweile dafür gesorgt, dass sein Umhang leicht feucht war. Er hatte keinen Imprägnierzauber und Harry sollte sich Madam Pomfreys Zorn wirklich nicht zuziehen.
Plötzlich rief Dumbledore ihn wieder und Harry drehte sich noch einmal um. Der Schulleiter blickte ihn vorsichtig an. Sehr vorsichtig. „Mr. Jericle, manchmal muss man das Richtige stärken, damit das Falsche untergeht. Ich bin mir nicht sicher, ob Sie zum Aufgeben gebracht werden können?!"
„Nicht solange ich lebe und einen eigenen Willen habe!" sagte Harry mit fester Stimme und wand sich nun endgültig zum Schloss. Er spürte Dumbledores Blick in seinem Rücken, aber er ging einfach weiter, bis er hinter den großen Portalen von Hogwarts verschwand.
Harry dachte noch einige Zeit über diese Begegnung nach. Dieses Treffen war sehr seltsam, denn er hatte keine Strafarbeit erhalten und er hatte auch nicht noch eine Verwarnung bekommen. Im Grunde war dieses nächtliche Treffen sehr ruhig verlaufen.
Zu ruhig?
Jedenfalls war es seltsam.
Sehr seltsam!
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Wieder einmal saßen die Jugendlichen schweigend in der Bibliothek und arbeiteten still. Die Hausaufgaben wurden selbst von den Ravenclaws und Lily nur notdürftig erledigt, obwohl Sal schon einen Rüffel von Professor Flitwick deswegen erhalten hatte.
Alle arbeiteten, nur Harry saß auf seinem Platz und starrte Löcher in die Luft. Er hatte schon von jedem zwei oder mehr Blicke erhalten. Keiner von ihnen traute sich ihn anzusprechen und Draco sah keinen Grund, denn unterm Tisch, verborgen vor neugierigen Blicken, strichen Harrys Finger ruhig über Dracos Hand, während ihre Finger teilweise verschränkt waren. Aus Dracos Sicht gab es nichts Besorgniserregendes.
Aber Sanuel war diese Stille nicht geheuer und er überlegte schon die ganze Zeit, wie er seinen Freund ansprechen könnte. „Was ist los, Adrian?" fragte er schließlich direkt, aber leise. Trotzdem erhielt er von allen anderen die sofortige Aufmerksamkeit.
Harrys Blick oder Körperhaltung änderte sich nicht, als er sagte: „Ich denke über gestern Nacht nach!"
Natürlich wussten alle von Harrys nächtlicher Begegnung mit Dumbledore und alle waren genauso erstaunt darüber, dass es keine Folgen aus diesem Zusammentreffen gab.
„Und warum?" fragte Sal, während sie rote Gummibärchen stapelte. Die hatte sie von Lily bekommen und sich aufgeregt, dass es keine blauen gab. Lin nahm sich das letzte weiße und schmatzte leise.
„Dumbledore hat etwas Seltsames gesagt!"
„Dumbledore sagt oft seltsame Dinge?!" sagte James und alle schmunzelten bei diesen wahren Worten.
„Es war im Zusammenhang mit mir. Er sagte, dass man das Richtige manchmal stärken muss, damit das Falsche zu Fall kommt."
Alle blickten Harry fragend an. „Was ist daran so merkwürdig?" fragte Mick vorsichtig.
„Er hat Recht damit, aber ich bin am überlegen, ab man diese Sache nicht auch auf unsere Suche oder unser Problem anwenden kann!"
Nun starrten all ihn an und die Gummibärchen waren vergessen. „Was meinst Du genau?" fragte Lily nachdenklich. Nicht nur bei ihr arbeiteten die Gehirnzellen wieder auf Hochtouren.
„Ich frage mich, ob die Gegenstände genug Magie in sich tragen, die man rufen kann und damit den Fluch zerstört?!" Harry hatte endlich das ausgesprochen, was ihn seit Stunden beschäftigte. Er entspannte sich nun und blickte Draco zärtlich an. Er beugte sich hinüber und küsste ihn sanft. Die rauchenden Köpfe der anderen bemerkte er kaum.
„Ich habe mal ein Gerücht über ein Hogwartsritual gehört!" sagte Esmare langsam.
Sanuel schnellte plötzlich von seinem Stuhl auf. „Klar! Es gibt ein Ritual, dass die Magie ruft, aber es ist nicht ganz einfach."
„Besonders ist es nicht für drei sondern vier Gegenstände ausgerichtet!" sagte Remus. „Weil vier Häuser!"
„Also brauchen wir noch ein weiteren Gegenstand, das dürfte nicht allzu schwer sein!" freute James sich. Er wechselte ein breites Grinsen mit Sirius.
Aber sofort schüttelten Remus, Sanuel und auch Lin die Köpfe. „Nein so einfach ist das nicht. Die Gegenstände müssen im direkten Zusammenhang mit der zurufenden Magie stehen und es gibt da noch ein paar weitere Vorgaben."
„Wir sollten mehr Informationen sammeln!" stellte Sanuel fest und so setzten die drei Schüler sich umgehend an einen kleineren Tisch etwas abseits von den anderen zusammen. Sie begannen sofort die Bücher auf genau dieses Ritual durchzusuchen.
Lily und Esmare nahmen sich ‚Geschichte Hogwarts' vor und hofften dort auf weiterbringende Erkenntnisse. Immerhin handelte es sich um das Hogwartsritual, wo sonst sollten Informationen zu finden sein?
„Ich habe noch nichts von diesem Ritual gehört", sagte Draco grübelnd und lehnte sich in seinem Stuhl bequem zurück.
„Ich auch nicht!", antwortete James. Er zeigte allerdings darüber keine Enttäuschung. Er war immer offen für neue Sachen und magische Experimente, aber er war kein Bücherwurm.
Sal strich sich eine rosafarbene Haarsträhne aus dem Gesicht und widmete sich auch wieder den Gummibärchen. „Ich schon, aber von Irgendjemand aus einem älteren Jahrgang. Es ist aber nur ein Gerücht. Ich glaube nicht wirklich daran."
„Wie die Kammer des Schreckens! Es ist halt nur ein Gerücht!" bestätigte Mick achselzuckend und lehnte das grüne Gummibärchen dankend ab.
„An manchen Gerüchten ist etwas dran!" rutschte es Draco ein wenig zu überzeugt raus. Er kassierte dafür einen bösen Blick von Harry und die anderen Grinsten verschlagen.
„Gibt es da Etwas, was wir wissen sollten?" fragte Sirius. Ihm war das Verhalten des Slytherins irgendwie höchst verdächtig.
„Adrian hat nur etwas für Gerüchte übrig!" lachte Draco entschuldigend.
Harrys Blick wurde nun wirklich düster. „Ich habe gar nichts für Gerüchte übrig!" zischte er böse. Ihre Hände hatten sich schon vor einer ganzen Weile gelöst und Harrys Hände waren unterm Tisch zu Fäusten geballt.
„Es heißt doch", warf Mick sich mutig dazwischen, „dass nur der Erbe von Salazar Slytherin weiß, wo die Kammer ist, oder?"
„Nein, es hat gar nichts mit der Verwandtschaft mit Slytherin zu tun. Nur ein Parselmund kann die Kammer öffnen!" korrigierte Harry sie bitter.
„Ahja... woher weißt Du das?" James legte nun den gleichen argwöhnischen Gesichtsausdruck auf, wie Sirius kurze Zeit zuvor. Beide schwarzhaarigen Gryffindors blickten Harry schmal an.
Harry grummelte.
„Es ist doch klar!" sagte Draco bestimmt. „Die besondere Fähigkeit von Salazar Slytherin, die vererbbar ist, ist nur die Parselsprache. Soweit bekannt gibt es keine anderen Parselmünder als Salazar Slytherin und seine Nachkommen. Also würde jeder Parselmund als ein Nachkomme angesehen werden."
Nun nickten alle verstehend. Diese logischen Schlussfolgerungen schienen irgendwie korrekt zu sein.
„Ja, Super! Jeder Parselmund wird sofort als Erbe Slytherins abgestempelt!" grummelte Harry.
„Wieso nimmst Du das so persönlich?" James Frage ließ Harry erbleichen, aber auch zur Ruhe kommen.
„Ich spreche aus Erfahrung!" sagte Harry schließlich. „Besondere Eigenschaften werden nie positiv aufgenommen und Gerüchte verschlechtern das Ganze meistens drastisch."
James nickte verstehend.
„Ich würde gerne Parsel können!" sagte Sal schelmisch. „Ob es so ist, als ob man eine Fremdsprache spricht? Ob man es lernen muss?" Sie war in dieser Hinsicht eine typische Ravenclaw und eigentlich mochte Harry sie deswegen sehr, aber jetzt biss er sich auf die Zunge, damit er keine Antworten auf diese Fragen gab. Zu gefährlich wäre der weitere Verlauf des Gespräches und zu aufmerksam die vielen Ohren. Woher sollte Harry auch das Wissen haben, dass Parsel eine instinktive Sprache ist, die man in keiner Form lernen kann, aber ihre Verwendung viel Konzentration und Übung bedarf. Also schwieg Harry, bis sich das Thema ändert.
Die Jugendlichen saßen noch eine ganze Weile in der Bibliothek zusammen und diskutierten, während Lily, Esmare, Lin, Sanuel und Remus die Bücher nach Hinweisen und neuen Erkenntnissen durchforsteten.
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„Dieses Ritual ist wie der erste Schnee im Winter. Ein kleiner Anhaltspunkt und die Ahnung auf mehr, aber dann ist wieder alles still!" schimpfte Sanuel noch am gleichen Abend. Müde und geschafft ließ er sich nach hinten auf sein Bett fallen. Die Slytherins saßen gemeinsam in ihrem Schlafsaal. Es war schon nach der Ausgangsperre, aber Severus und Lin waren mit anwesend.
„Offensichtlich ist dieses Ritual allein Salazar Slytherin persönlich bekannt. Jedenfalls wird es nur im Zusammenhang mit der Kammer, seinem Haus oder seinen Eigenschaften genannt", erklärte Lin. Auch sie war sichtlich enttäuscht über ihren nur mäßigen Erfolg.
„Vielleicht sollten wir dann mal die Kammer suchen!" schlug Sanuel grummelnd vor.
„Vielleicht würden dort Hinweise zu finden sein!" stieg Severus gleich darauf ein. „Ich würde zu gerne wissen, was für ein Monster dort unten herrscht."
Das Harry und Draco wahnsinnig still dieser Unterhaltung folgten, fiel eigentlich erst auf, als Harry Draco einen verstehenden und wissenden Blick zuwarf. Ein Kuss besiegelte den kurzen Abschied schließlich.
„Bis morgen Früh!" sagte Harry noch, bevor er geschmeidig aus den Kerkern verschwand.
„Wo ist er hin?" fragte Sanuel sofort. Er hatte sich aufgesetzt und blickte die nun verschlossene Tür eindringlich an. Auch Severus und Lin sahen aus, als wollen sie diese Frage unbedingt beantwortet haben.
Draco seufzte. „In die Kammer und sucht nach den von Euch eingeforderten Hinweisen!" beantwortete Draco die Frage wahrheitsgemäß, aber wie erwartet glaubte ihm niemand. Es wäre auch nicht wirklich gut gekommen, wenn sie diese Aussage geglaubt hätten.
Draco schwieg auf weitere Fragen nur und hoffte, dass Harry genau wusste, was er tat. Meistens wusste Harry es ja, aber leider nicht immer. Die Verziehrungen auf den Säulen waren aber einfach zu markant gewesen, als dass sie nicht noch einmal mit den neuen Gesichtspunkten überprüft werden müssten. Der Zusammenhang war einfach zu offensichtlich. Es schien alles zusammenzupassen.
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Es dauerte einige Stunden bis Harry zurück im Schlafsaal war und sich zu Draco ins Bett kuschelte. Der Blonde grummelte leise und zog Harry fest in die Arme.
„Wir sprechen später!" nuschelte Draco und fiel nun endlich in den erholsamen Schlaf.
Beim Frühstück starrte Draco dann auf die Pergamente, die Harry ihm vor wenigen Minuten in die Hand gedrückt hatte. Die Pergamente waren bemalt. Harry hatte jede Szene auf den Säulen in groben Zügen abgezeichnet.
„Du bist ja richtig gut!" staunte Draco.
Aber auch Sanuel blickte fasziniert auf die Zeichnungen. „Das ist ja DAS Ritual!"
Die ungläubigen Gesichter der Slytherins und ihre fassungslosen Blicke zu den Gryffindors und Ravenclaws lockten genau diese Schüler schnell an. Sanuel reichte Remus wortlos das erste Pergament und dieser schluckte.
„Woher habt Ihr das?"
„Was ist das?" fragten James und Sirius fast zeitgleich.
„DAS Ritual!" antwortete Lin ungläubig.
„von Adrian!" sagte Sanuel, als ob es etwas Selbstverständliches wäre. Und eigentlich war es ja schon selbstverständlich, dass ‚Adrian' immer wieder überraschende Informationen einbringen konnte.
Nun blickten aber alle zu Harry. Dieser trank in aller Ruhe seinen Kaffee.
„Ich wusste gar nicht, dass Du Dich mit Ritualen auskennst?!"
„Ich finde es viel beeindruckender, wie gut Adrian zeichnen kann!" stellte Esmare die Frage von Remus zurück. Harry war ihr dafür ein wenig dankbar, auch wenn die Aufmerksamkeit sich auch weiterhin auf seine Person bezog.
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Dumbledore verzog keine Mine, als McGonagall ihn verzweifelt anblickte. Sie saßen am Lehrertisch in der großen Halle und gerade eben hatte die Schülergruppe aufgeregt das Frühstück verlassen. Dumbledore wandte sich zu der Lehrerin um.
„Was hast Du, Minerva?"
„Was ich habe? Schau es Dir doch an: Jericle zieht meine Gryffindors in irgendetwas hinein. Was ist das wieder für ein Pergament, das so eine große Bedeutung zu haben scheint und warum tust Du nichts dagegen?"
„Minerva!", sagte Dumbledore mit ruhigem Ton. „Ich kann Schülern nicht einfach Pergamente abnehmen, nur weil sie interessant sind. Ich kann auch Jericle nicht verbieten sich mit den anderen Häusern zu befreunden. Ich kann nichts tun!"
Dumbledore blickte die Verwandlungslehrerin nachdenklich an. „Mich stört es doch auch, dass Jericle etwas plant, aber ich habe keine Grundlage für ein Versammlungsverbot oder einen Rausschmiss eines Slytherin. Sonst müsste ich auch James Potter und Sirius Black rausschmeißen, da sie mehr Verwarnungen haben, als Jericle!" Dumbledore strich sich durch den langen Bart und fragte sich zum wiederholten Mal, was er alles übersehen hat. „Ich kann nichts tun!" sagte er noch zur Verdeutlichung seiner detaillierten Aussage.
„Du könntest…"
„Was könnte ich Minerva? Mir die Regeln zurechtbiegen? Das werde ich nicht tun!"
Minerva schüttelte den Kopf. Sie wusste doch jetzt schon, dass sie hier zu keiner neuen Erkenntnis kommen würden. Zu ähnlich waren die vergangenen Gespräche gewesen.
„Du könntest seine Absichten auf direkte Art und Weise ausforschen!" sagte Minerva schließlich leise. Sie offenbarte damit, wie groß ihre Sorgen um die anderen Schüler waren, denn sonst würde eine Minerva McGonagall diese Idee nicht aussprechen.
„Meine Methoden sollen niemals denen von Lord Voldemort gleichen!" antwortete Dumbledore streng.
Die Hauslehrerin von Gryffindor wurde blass und seufzte tief. „Es tut mir leid, diesen Gedanken ausgesprochen zu haben. Ich mache mir aber einfach zu große Sorgen!"
„Ich mir auch Minerva! Ich mache mir auch große Sorgen. Irgendetwas steht an. Irgendetwas Großes und ich kann nicht herausfinden, um was es sich handelt!" Dumbledore blickte noch einmal zu der großen Tür. Es war ein Problem, das sich schon im Sommer angedeutet hatte, aber nur langsam Struktur und Reichweite zeigte. Jericle bildete ein ungeahntes Problem und keiner wusste, was man dagegen tun konnte. Eigentlich müsste Dumbledore froh sein, dass da etwas zwischen den verschiedenen Häusern entstand. Dumbledore wäre vermutlich glücklich, wenn diese Freundschaft nicht um diesen merkwürdigen Jungen herum ablaufen würde.
Dumbledore hatte Angst, dass Jericle seine Schüler wirklich in etwas Großes hineinziehen würde. Er hatte Angst, für ein falsches Handeln sich verantworten zu müssen, aber wie sollte er denn handeln, wenn es keine Regelgrundlage gab. Er konnte im Moment nichts tun, außer die Augen offen zu halten.
„Übrigens ist sein Geist geschützt. Nicht sehr, aber er würde mein Eindringen bemerken und das könnte wirklich Böse enden!"
Minerva nickte nur betrübt. Natürlich wollte sie nicht, dass Albus eine Rüge vom Ministerium bekam oder sogar nach Askaban musste. Die Konsequenzen für einen Machtmissbrauch dieser Art könnten wirklich schlimme Folgen haben. Sie mussten eine andere Lösung finden, um an Informationen zu kommen.
oooooooooo
Der Tag sollte allerdings noch schlimmer für Minerva McGonagall werden. Sie war zutiefst schockiert, als die nächste Stunde Verwandlung von einigen Schülern geschwänzt wurde. Leider war Adrian Jericle anwesend und beherrschte den neuen Zauber auch schon fehlerfrei.
Ihre Enttäuschung und ihren Zorn brachte Harry noch mehr zum Kochen, indem er nach der Stunde zu seiner ehemaligen Hauslehrerin ging. Er blieb ungerührt vor ihr stehen und blickte sie ernst an. „Ich weiß nicht genau, was Sie gegen mich haben, Professor McGonagall. Wenn mein Verhalten nicht Ihren Anforderungen entspricht, tut es mir sehr leid, aber Sie sollten die Schüler nicht verurteilen, solange es keine stichhaltigen Beweise gibt. Sie könnten Ihr Verhalten sonst eines Tages sehr bereuen!"
Harry lächelte die blasse Lehrerin nachsichtig an.
„Es ist nicht leicht, dass weiß ich sehr gut. Sie sollten aber nicht in den Schülern von Slytherin nur die zukünftigen Anhänger von Voldemort sehen. Slytherin ist mehr und keiner der Schüler hat etwas mit dem Anschlag auf ihre Familie zu tun. Auch ich habe nichts damit zu tun und ihre Schmerzen tun mir sehr leid."
McGonagall schnappte überrascht nach Luft. Mittlerweile war sie kreidebleich geworden.
„Ich habe nichts mit dem Anschlag zu tun! Ich habe auch nicht vor meine Freunde in Gefahr zu bringen!"
„Also werden Sie und Ihre Freunde das Schloss nicht verlassen?"
Harry blickte zur Tür. Leise schnaubte er, dann schüttelte er den Kopf. „Ich weiß nicht wirklich, WAS meine Freunde machen werden und ich bin für ihr Verhalten nicht verantwortlich. Wenn es nach mir ging, würden alle Gryffindors, Slytherins, Ravenclaws und Hufflepuffs das Schloss nicht verlassen! Sie sind selbst für ihre Entscheidungen zuständig. Sie wählen selbst, welchen Weg sie einschreiten. Es tut mir sehr leid, dass Sie sich Sorgen machen, Professor McGonagall."
Harry nickte ihr entschuldigend zu, dann verließ er zügig den Raum ohne eine weitere Reaktion abzuwarten. Er musste zum nächsten Unterricht. Er hoffte wirklich, dass er McGonagall wenigstens ein bisschen Wind aus den Segeln genommen hatte.
Eins hatte er ganz sicher getan: Der Lehrerin neue Fragen ohne Antworten gegeben.
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Es wunderte Harry nicht wirklich, als er am Nachmittag die Bibliothek betrat, seine Freunde über den Pergamenten gebeugt vorzufinden. Aber als Sanuel ihn erblickte, fast sofort aufsprang und auf ihn zu eilte, war Harry für einen Moment verunsichert.
„Diese Zeichnungen geben wirklich das Ritual wieder. Wir haben tatsächlich ein richtiges Bild in einem Buch mit der gleichen Szene gefunden. Aber für uns wird es unmöglich nutzbar sein."
Lin trat hinzu: „Das Ritual scheint von Slytherin persönlich geschrieben worden zu sein. Jedenfalls zeigt das Bild die vier Gründer und jedem ist ein Gegenstand zugeteilt."
„Für uns…", sagte Remus nun von der anderen Seite des Tisches her, „…ist es allerdings total unbrauchbar!"
„Wieso?" wagte Harry die Frage zu stellen, auf die alles hinauslief.
„Weil wir nicht Rowena Ravenclaw, Salazar Slytherin, Helga Hufflepuff und Godric Gryffindor sind!"
„Oder deren direkten Nachkommen!" fügte Remus hinzu.
„Und selbst wenn, könnte das Ritual wirklich nach hinten losgehen."
„Was Sanuel sagen will ist, dass die Folgen nicht ganz klar sind. Das Ritual soll Hogwarts irgendwie zu neuer Macht und Reinheit führen. Die Nachkommen sollen Hogwarts im Sinne von Salazar stärken und erneuern."
„Wie diese Ansichten aussehen, wissen wir ja!" sagte Lily mit einem zynischen Ton.
Harry ließ sich in seinen Sitz fallen. Er wusste nicht, was er denken sollte. Irgendwie hatte er gehofft, dass das Ritual die Lösung war, aber so einfach war das dann wohl doch nicht.
„Ich möchte mir die gesammelten Informationen gerne mal in Ruhe ansehen!" sagte Draco schließlich und ließ sich die Pergamente und Notizen aushändigen.
Harry nickte nur: „Ich möchte auch einmal hineinschauen!" Sein Lächeln wirkte schwach, so wie er sich auch fühlte. Er war nicht so voller Energie und Tatendrang wie er sein müsste. Die fehlende Stunde Schlaf könnte doch nicht solche Auswirkungen haben, oder?
Harry konnte den besorgten und nachdenklichen Blick von Draco auf sich spüren. Auch wenn diese Art Beziehung nun schon eine ganze Weile andauerte, so war es noch immer ein äußerst befremdlicher Gedanke. Harry wusste manchmal nicht genau, ob diese Gefühle wirklich echt waren, oder durch ihre gemeinsame Vergangenheit und Zeitreise ausgelöst wurden. Irgendwie konnte er sich nicht vorstellen, dass Draco und er auch in ihrer Zeit das Potenzial für diese Gefühle hatten. Eine gewisse Anziehung war da aber schon immer gewesen und hatte fast jedes Mal zu Streit und Strafarbeiten geführt.
Ungewollt musterte Harry den blonden Jungen, der nun langsam zu Harry trat.
„Was ist los?"
„Ich wundere mich nur, wie aus uns ein Paar werden konnte!" sagte Harry leise und war selbst davon überrascht, wie einfach ihn die Worte über die Lippen kamen.
Draco schnaubte amüsiert: „Und ich erst!" Er beugte sich hinüber und küsste Harrys weiche Lippen. Auch wenn er keine Ahnung hatte, wie es passiert war, so wusste er doch, dass er es nicht mehr anders haben wollte.
„Wissen denn Eure Eltern endlich über Euch Bescheid?" fragte Lily neugierig. Sie löste damit einen weiteren amüsierten Blick bei Harry und Draco aus, aber die Jungen nickten brav.
„Ja, unsere Eltern wissen es!"
Lily und die anderen hackten natürlich nach, wie die Eltern auf die Beziehung reagiert hatten, aber viel verrieten die Jungen nicht. Sie blieben aber insgesamt sehr nahe an der Wahrheit.
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Spät abends setzten Harry und Draco sich auf Dracos Bett zusammen und gingen die Unterlagen genau durch. Die Vorhänge waren zugezogen und Sanuel würde ungestört schlafen können. Vielleicht würden sie ja mit ihrem Hintergrundwissen und ihrer Erfahrung etwas finden.
Nach zwei Stunden waren sie ein wenig schlauer. Die anderen hatten Recht gehabt. Salazar Slytherin hat das Ritual für die vier Gründer geschrieben. Es sollte die Magie Hogwarts erneuern, aber das Wie war nicht ganz klar. Es ging um Macht. Alles ging um Macht und wenn ein Slytherin von Macht sprach, dann konnte es nichts Gutes bedeuten.
Es war ja ohnehin nur für die Erben machbar, erinnerte Harry sich. Eigentlich wollten er und Draco das Ritual nun endgültig in die hinterste Schublade verbannen, aber sie konnten nicht. Harry nahm sich noch einmal die letzte Zeichnung vor. Es zeigte die lächelnde Abschlussrunde nach dem Ritual.
„Ist es merkwürdig, dass die vier lächeln oder ist es merkwürdig, dass die vier nicht nach den mir bekannten Gründern aussehen?" fragte Draco, während er seinen Kopf an Harrys Schulter lehnte.
Harry küsste Draco auf das Haar und blickte dann die vier Personen noch einmal an. Er versuchte sich an das Original auf der Säule zu erinnern. Es waren auch dort nicht die vier Gründer.
„Vielleicht sind es ihre Nachkommen?" fragte Harry daher.
„Hm… vielleicht, aber warum sollte er sie dann so… hm… so uncharakteristisch darstellen?"
„Uncharakteristisch? Die Ravenclaw hat ein Buch in der Hand und eine Feder hinterm Ohr. Das Grinsen von der Slytherin ist mehr als verschlagen, der Gryffindor steht mit Zauberstab breitbeinig dort, bereit zum kämpfen und der Hufflepuff blickt freundlich und ausgeglichen zu uns!"
„Ja, es handelt aber nur von den Eigenschaften der vier Häuser. Es ist nichts Vergleichbares mit den Gründern zu sehen. Nicht einmal die Geschlechter sind Gründerspezifisch. Und warum liegen überall Tarotkarten rum?"
Harry hatte die ganze Zeit das Bild angesehen und auch die Tarotkarten gesehen. Es waren nicht viele und verstehen konnte er es auch jetzt nicht… aber dann machte es KLICK…
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Es machte einfach so Klick und Harry verstand.
„Der Kelch von Hufflepuff, der Stab von Ravenclaw, das Schwert von Gryffindor und das Medaillon von Slytherin – wie im Tarotblatt! Die Kelche, die Stäbe, die Schwerter und die Münzen!"
Draco saß kerzengerade auf seinem Platz und starrte Harry überrascht an, aber auch er verstand nun langsam. „Tarot? Wie kann Tarot eine Rolle spielen? Wie können die Dinge, mit denen aus dem Tarot vergleichbar sein?!"
„Es sind die gleichen Gegenstände!" rief Harry aus und kramte in seiner Schultasche nach seinem Wahrsagebuch. Schnell schlug er es auf und zeigte aufgeregt auf die erste Seite des Tarotkapitels, wo der Magier mit den vier Elementen des Tarots abgebildet war.
„Das kann kein Zufall sein!" sagte Draco und zog das Buch aus Harrys Händen. Bisher hatte Draco sich nun gar nicht für Wahrsagen interessiert. „es sind auch die gleichen Geschlechter, wie den Symbolen zugeschrieben werden!" sagte Draco voller Überraschung. „Hufflepuff und Slytherin weiblich, Gryffindor und Ravenclaw männlich!"
Harry zog Dracos Kopf zu sich und küsste ihn fest auf die Lippen.
„Es geht nicht um die Erweckung von böser Magie, sondern von einer anderen Macht. Ich habe keine Ahnung was für eine Magie, aber sie ist mächtig. Hogwarts wird sich verändern!"
„Wieso bist Du davon so überzeugt? Wieso hast Du keine Angst?" fragte Draco nun doch ein wenig argwöhnisch.
„Sie lachen und sind glücklich!"
„Stimmt!"
„Sie stehen zusammen und lächeln!"
„Selbst Slytherin würde nicht so dumm sein und davon ausgehen, dass die Hufflepuffs und Gryffindors sich freuen würden, wenn das Ritual irgendjemanden Schaden zufügt. Es muss also etwas Gutes sein! Unglaublich, bei Salazar Slytherin!"
„Ja, sehr seltsam, aber vielleicht hat er erkannt, dass die Gründe der anderen auch nicht ungerechtfertigt waren?! Er war nicht dumm. Er wusste, dass die Geschichte sich verändern wird. Vielleicht sah er ein, dass er mit seiner Ideologie nicht nur seine Freundschaften verlor, sondern auch irgendwann das Ansehen der anderen Häuser. Er wird sich überlegt haben, wie es weitergehen soll und das Ritual sollte das bewerkstelligen. Es wird etwas sehr Mächtiges sein und etwas sehr Gutes, Drache!" Harry lehnte sich nun dankbar an Draco und spielte mit dem silbernen Drachenanhänger, der wie jeden Tag um Dracos Hals an dem Lederband hing.
„Es ist die Lösung?" fragte Draco fassungslos, während er seinen Arm um Harry legte.
„Ich denke, dass das Ritual verwendbar ist, aber es wird trotzdem nicht einfach!"
Beide Jungen seufzten auf. Viel Arbeit lag vor ihnen, aber es würde weitergehen. Sie waren nun ein ganzes Stück weiter… was würde folgen?
Harry und Draco saßen noch eine Weile eng umschlungen zusammen auf dem Bett, bis sie sich aufrafften und sich für die Betten fertig machten. Ohne zu zögern schliefen sie in Dracos Bett zusammen ein und als Cosmo sich dazu gesellte, war von Harry ein leises schnurren zu hören. Er war in den Armen von Draco eigentlich immer glücklich…
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Die anderen Schüler starrten sie am frühen Morgen in der großen Halle während des Frühstückes sprachlos an. Sanuel schüttelte den Kopf und schloss die Augen.
„Wie habt Ihr das denn nun schon wieder herausgefunden?" staunte nicht nur Esmare.
„Eigentlich haben wir auch schon aufgegeben, aber dann hatten wir das letzte Bild des Rituales in der Hand und haben uns gewundert, warum es nicht die Gründer sind…"
Harry und Draco erzählten also genau, wie sie zu der Erkenntnis gekommen waren und alle hörten gespannt zu. Es war ein wenig, als wenn sie Adrian auf einem seiner Abenteuer begleiten würden. Aber nur ein wenig.
„Okay, wir wissen, dass wir das Ritual verwenden können, aber welche Worte müssen gesprochen werden? Welche Personen brauchen wir dafür? Welche Uhrzeit, Tageszeit, Jahreszeit ist dafür geeignet? Was müssen wir alles beachten?" Sanuel lenkte mit diesen Worten schnell die Aufmerksamkeit wieder auf die noch offenen Fragen und schnell machten die Schüler sich an die Arbeit, damit möglichst viel noch vor dem Unterricht erledigt werden konnte.
„Wir brauchen das Schwert von Gryffindor, richtig?" fragte James an Harry gewandt.
„Jep!"
„Und weißt Du auch zufällig, wo es sich befindet?"
„Ja!"
„Und wo?" fragte nun Sirius neugierig.
„Im Büro von Dumbledore!"
Nun starrten ihn die beiden Jungen schockiert an. „Und dann bleibst Du so ruhig?"
Sirius schüttelte den Kopf: „Da können wir das Ritual gleich abblasen, in das Büro kommen wir nicht rein bzw. nicht mit dem Schwert hinaus!"
„Mir wird schon noch etwas einfallen!" beruhigte Harry die zwei Jungen, die sich sprachlos anschauten und nur die Köpfe schütteln konnten.
„Wie konnten wir auch so dumm sein und da ein Problem zu sehen! Jericle hat ja für alles eine Lösung!" spottete Sirius über Harry. James lachte leise. Sie sahen nicht, dass Harry auch an diesem Morgen sehr blass war und nun noch eine Nuance blasser wurde.
Aber Draco bemerkte es und zog Harry sofort in seine Arme. „Was ist los?" Draco wusste nicht, wie oft er Harry dies schon gefragt hatte, aber er hatte noch keine wirkliche Antwort erhalten.
Auch dieses Mal blieb die Frage unbeantwortet, denn Harry verkroch sich einfach in Dracos Armen und fühlte sich dadurch gleich viel stärker und ausgeruhter. Die Probleme lösten sich dadurch aber nicht.
„Wir haben ein neues Problem!" sagte Sal einige Minuten später und legte ihre gerade erstellten Berechnungen und Notizen schwungvoll auf den langen Slytherintisch, um den alle herumsaßen und standen.
„Und welches?"
„Die Sternenkonstellation, die laut der Zeichnungen für das Ritual notwendig oder sinnvoll ist, ist… am…12. Juni, also Sonntag. Diesen Sonntag!"
„WAS?"
„Oh Gott!"
„Mutter Morganas!"
„Das schaffen wir nie!"
Einer Runde Unglauben folgte eine Runde Panik, die dann von berückter Stille abgelöst wurde.
„Wann denn wieder?" Harrys Stimme war kaum zu hören. Er hatte den Platz an Dracos Brust nicht verlassen.
„Im Herbst irgendwann. Ich glaube November", antwortete Sal prompt. Wieder trat die gefürchtete Stille ein. Alle wussten aus einen ihnen unbekannten Grund, dass sie nicht noch ein halbes Jahr warten konnten. Wollten auch nicht, aber sie konnten auch nicht.
„Sonntag?!"
„Diesen Sonntag!"
„Sonntag in drei Tagen!"
„Dann ran an die Arbeit!" sagte Sirius schließlich. „Es geht ja nur um das Ritual!"
„Nicht wirklich!" widersprach Draco matt. „Die Gefahr ist zu groß, dass der Dunkle Lord von dem Ritual erfährt und dann unsere Arbeit durchkreuzt!"
Für alle war klar, was dieses Statement bedeutete. Am Sonntag, parallel zum Ritual, würde der große Kampf stattfinden.
Alle blieben erstarrt in ihrer Bewegung stehen und ließen ihre Blicke sinken.
Diesen Sonntag!
Drei Tage!
In drei Tagen würde es DIE Entscheidung geben.
Die Entscheidung…
„Dann haben wir wohl ein Problem!" sagte Lin.
„Nur eins?" rutschte es Sirius ungläubig heraus.
James fuhr sich nervös durch die Haare, Lily biss sich auf die Unterlippe, Sal spielte mit ihrer Halskette, Sanuel rollte ein Pergament nervös zwischen den Fingern, Remus zerrupfte ein Taschentuch und auch den anderen war ihre Unruhe und Besorgnis anzusehen.
Vermutlich war es nicht wirklich klug gewesen, diese Unterhaltung mitten beim Frühstück zu halten. Die Lehrer konnten zwar nichts hören oder verstehen, aber die Körpersprache der Schüler war teilweise mehr als deutlich gewesen.
„Welches Problem meinst Du denn, Lin?" fragte Mick schließlich, um die Stille zu unterbrechen.
„Wir brauchen eine Slytherin, denn ICH werde mit in den Kampf ziehen!"
„Eigentlich sind wir für den Kampf gar nicht wirklich vorbereitet!"
„Wir haben im Unterricht viel gelernt!" widersprach James. „Die Duelle dauerten auch nicht mehr nur 10 Minuten, sondern teilweise die ganze Stunde…"
„oder Doppelstunde!" stöhnte Esmare.
Lily setzte fort: „Wir sind einigermaßen gut vorbereitet, sehr viel besser geht es in dieser kurzen Zeit nicht, aber wir sollten die verbleibende Zeit gut nutzen!"
„Also ran an die Arbeit!" sagte Lin und erntete eine Reihe tiefer Seufzer.
oooooooooo
Die Schüler verteilten die Aufgaben und machten sich an die Arbeit. Es wunderte Harry nicht wirklich, dass außer der direkt folgenden Stunde Verteidigung, alle Schulstunden geschwänzt wurden. Die Konsequenzen würden vermutlich erst nächste Woche kommen und so störte es niemanden, denn was nächste Woche war, spielte im Moment keine Rolle. Vielleicht lebten sie dann nicht mehr…
Die Doppelstunde Verteidigung wurde noch nie so ernst und konzentriert durchgeführt. Milerudis beobachtete erstaunt, wie der schwarzhaarige Slytherin von drei anderen Schülern attackiert wurde und dieses Mal wirklich alles gab. Mit einer beeindruckenden Gewandtheit, Zielsicherheit, Geschicklichkeit und Vielfalt schaffte er es fast spielerisch die Angreifer in Schach zu halten.
Irgendetwas lag in der Luft, das war schon am Morgen zu sehen gewesen. Die Schüler nutzten den Unterricht um sich vorzubereiten. Milerudis wusste nicht, was da anstand, aber sie gab ihren Schülern so viele Tipps und Tricks wie möglich. Sie nahm sich auch vor in der nächsten Woche diese Arbeit zu vertiefen und die beeindruckenden Fähigkeiten aller Schüler auszubauen. Sie ahnte natürlich nicht, dass es in der nächsten Stunde keine Rolle mehr spielte.
oooooooooo
„Diese Jungen sind merkwürdig!" sagte Sirius mit einem schiefen Grinsen. Die fünf Gryffindor-Schüler waren gerade auf den Weg in ihren Turm.
„Ja, sind sie!" bestätigte Esmare ohne zu zögern.
„Wo habt Ihr eigentlich Peter gelassen?" fragte Lily vorsichtig.
Die drei Jungen verzogen die Gesichter.
„Es ist irgendwie komisch…!"
„Je mehr wir uns mit Adrian und Dorian angefreundet haben, umso mehr distanzierten wir uns von Peter… oder er von uns…" sagte James zerknirscht.
„Jedes Wort, das wir im Zusammenhang mit den Slytherins sagten, wurde spöttisch und verachtend wiederholt!" sagte Remus mit einem tiefen Seufzer. Sogar die Vollmondnächte verbrachten sie nur noch zu dritt. Es war wirklich nicht einfach, diese Veränderung so locker zu nehmen.
„Wir konnten irgendwann gar nicht mehr mit ihm reden. Wir befürchteten, dass er sonst irgendetwas verraten würde!"
„Oh…" Lily wirkte ein wenig betrübt. „und das alles wegen Adrian!"
„Nein!" widersprachen die Jungen sofort. „nicht wegen Adrian, sondern weil wir eine Entscheidung getroffen haben, die Peter nicht tolerieren kann. Er kann nicht mehr mit unserem Tempo mithalten. Er wollte immer wieder mal uns in die Bib begleiten, aber er hat jedes Mal den Schwanz eingezogen!"
„Aber Adrian und Dorian können Peter auch nicht leiden!" sagte Esmare nachdenklich. „Ich glaube die würden ihm einen Verrat sofort zutrauen!"
„Stimmt, manchmal verhalten sie sich so!" fügte Lily hinzu. Es war wirklich komisch. Einigen Menschen vertraute Adrian fast sofort und nahezu blind und andere Menschen hatten einfach keine Chance. Dass sie Peter auch nicht wirklich mochte, war dabei nicht von Belang.
Sirius lachte bellend auf: „Der kleine Peter, der sogar vor Erstklässlern zurückzuckt, soll uns verraten?"
Lily blickte ihn nun strafend an. „Man kann auch aus Angst jemanden verraten! Je nachdem wie groß die Loyalität, Charakterstärke und die Angst vorm Gegenpart ist!"
Die drei Jungen blickten bei dem Gedanken düster. War nicht allein der Gedanke an Peters eventuelle Untreue ein Verrat an ihrer langen Freundschaft? Oder war Peter nicht schon immer jemand, der aus Angst jeden Streich fast den Lehren verraten hatte, sobald ein böser Blick ihn traf? ... War Peter wirklich so… schwach… so ... charakterschwach?
Angespannt und grübelnd betraten sie den Gryffindorgemeinschaftsraum. Der Gedanke, dass das große Spektakel in wenigen Tagen sein würde, sorgte für eine gewisse Unruhe, die auch von den anderen Schülern nicht wirklich unbemerkt blieb. Von den Lehrern ganz zu schweigen.
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„Problem 1…"
„Wir brauchen das Schwert von Gryffindor!"
„Problem 2…"
„Der genaue Ablauf des Rituals steht noch nicht ganz fest!"
„Problem 3…"
„Wir brauchen vier Schüler, aus jedem Haus einen!"
„Problem 4…"
„Wir müssen Voldemort lokalisieren!"
„Problem 5…"
„Das Ritual muss ohne Zwischenfälle ablaufen!"
„Problem 6…"
„Die Todesser überwältigen …und Problem 7 Voldemort töten!"
Die 12 Jugendlichen sammelten ihre Probleme auf einem Pergament, welches Esmare in den Händen hielt. Ausnahmsweise hatte sie sich auf die große Wiese gewagt. Ein Schutzzauber von Lily und Sal sorgte für unabhörbare Gespräche – wie eigentlich immer.
Dracos Kopf ruhte in Harrys Schoß und zittrige Finger strichen durch die blonden Haare. Harry war mehr als nervös. Er wusste, dass er für mehr als ein Problem zuständig war. Er musste allein eine Lösung finden…
„Kann man vielleicht jemanden dazu bringen, das Schwert uns auszuhändigen?" fragte Lin, während sie nachdenklich den kleinen Wolkenfetzen zusah.
„Wer sollte denn bitte so blöd sein? McGo?" spottete Sanuel und blätterte zum nächsten Kapitel über Ritualmagie.
„Vielleicht würde Dumbledore es sogar herausgeben, wenn er wüsste für was es gebraucht würde!" überlegte James laut. Er beobachtete mit verklärtem Blick, wie Lily durch eine Vielzahl von Pergamenten blätterte. Er würde alles tun, um ihr Leben zu retten.
„Er würde sich eher opfern, als uns dieses Vorhaben durchziehen zu lassen! Außerdem würde es bestimmt nicht bis Sonntag klappen ihn einzuweihen!" sagte Harry. „Aber vielleicht gibt es wirklich jemanden, der uns helfen kann!"
Nun legte sogar Remus sein Buch zur Seite und blickte Harry fragend an. Nicht nur sein Blick hatte etwas skeptisches, als ob er an Harrys Verstand nun doch zweifeln müsste.
Harry atmete tief durch und schloss kurz die Augen, dann blickte er zum Schloss hinauf und rief ganz leise: „Fawks!" Er versuchte so viel Gefühl, wie möglich hineinzulegen.
„Den Phönix?" Draco hatte die Augen aufgerissen und blickte Harry nun von unten überrascht an. „Du kannst ihn rufen?"
„Keine Ahnung! Ich habe es noch nie versucht!"
Draco schloss wieder seine Augen. Ein angedeutetes Kopfschütteln ließ Remus schmunzeln.
„Fawks! Wir brauchen Deine Hilfe!" rief Harry nun etwas lauter. Er glaubte nicht, dass die magische Barriere für den Phönix ein Hindernis war. Er dachte prompt an den Tod von Dumbledore. Fawks musste einfach helfen, damit sich so etwas nicht wiederholte. „Bitte Fawks!" hauchte Harry nun fast nur in Gedanken.
Das stumme ‚Bitte' von James und Lily nahm Harry gar nicht wahr. Es erreichte aber den goldroten Feuervogel.
„Oh, Merlin!" stöhnte Esmare auf und schlug sich die Hände vor den Mund. Mit großen Augen blickte sie zum Schloss empor. Alle folgten ihrem Blick und konnten so den majestätischen Vogel beim Anflug beobachten. Elegant und mächtig glitt der Vogel durch die Lüfte und näherte sich ihnen.
Harry lächelte scheu, als der große Vogel sich mit einem leisen Trillern auf einem nahe liegendem Baum niederließ. Harry legte den Kopf ein wenig schief und blickte hinauf, direkt in Fawks schwarze Augen. „Hallo Fawks! Ich wollte Dich … eigentlich... nur …fragen…" Harry wurde von einem eindeutig amüsierten Gesang des Phönixes unterbrochen.
James Augen nun richtig groß: „Er … er… lacht Dich aus?"
Harry schüttelte den Kopf: „Nein, aber er weiß bereits, was ich von ihm wollen würde… und er…"
„… macht es?"
„Ich glaube schon!"
„Du GLAUBST schon?" fuhr Sirius ihn ungehalten an.
„Es ist nicht so einfach sich mit ihm zu verständigen!" verteidigte Harry sich sofort.
„Die Kommunikation mit einem Phönix läuft überwiegend auf emotionaler Ebene ab!" erklärte Mick und starrte auch weiterhin den mächtigen Vogel fasziniert an.
„Okay, wenn der Vogel…"
„Er heißt Fawks!" sagte Draco, der als einziger mit geschlossenen Augen anwesend war. „Er ist ein Phönix und hat daher ein wenig Respekt verdient!"
Sirius rollte die Augen und sprach dann aber weiter: „Gut… wenn Fawks uns das Schwert besorgen kann, haben wir aber immer noch ein paar Probleme!"
Natürlich hatte Sirius Recht, aber für Harry war es ein sehr gutes Gefühl zu wissen, dass Fawks auf seiner Seite stand und ihm helfen würde.
Nach einiger Zeit stand Harr zögernd auf und streckte sich, bevor er Draco aufhalf. Er wusste, dass der Blonde ihn nun keine Minute mehr aus den Augen lassen würde. Zu groß war die Angst, dass Harry vielleicht doch alleine loszog. Aber im Moment wäre es mehr als idiotisch, denn das Ritual war die einzige Chance und diese brauchte noch viel Arbeit.
Sie gingen zusammen am See spazieren, als Draco schließlich leise fragte: „Wie willst Du IHN finden?"
Harry bückte sich und hob zwei flache Kiesel auf. Mit viel Schwung ließ er sie über den See fliegen. Der erste Stein sprang dreimal auf. Für Harry ein wirklich gutes Ergebnis…
„Ich habe eine Idee, aber ich bin mir nicht sicher!" antwortete Harry leise.
Draco hatte schon nicht mehr mit einer Antwort gerechnet. Fragend blickte er Harry an. Der Schwarzhaarige strich sich die Haare aus dem Gesicht und seufzte. Dann blickte er Draco fest in die graublauen Augen.
Draco wurde blass: „Das geht?"
„Wenn er mich in seinen Geist eindringen lässt, dann werde ich schon herausfinden, wo er steckt bzw. ihn irgendwie zu einem Ort meiner Wahl locken. Eine andere Lösung wüsste ich nicht…"
oooooooooo
tbc
