Titel: Ein Leben wie die Zukunft

Autor: Momixis

Zeit: spielt nach „Halbblutprinz"

Kapitel: 2/6

Teil: 8/9

Paare: Es kommen viele der typischen Paare vor, aber Hauptpersonen werden Harry und Draco sein… (später auch als Paar)

Warnungen: Slash, Charadeath, lange Geschichte, unterschiedlich lange Kapitel….

Inhalt: Harry und Draco sind durch die Zeit gereist und nun haben sie die Chance etwas zu verändern. Harry will diese Möglichkeit nutzen ohne die Menschen, die ihm wichtig sind in Gefahr zu bringen. Wird er es schaffen? Wird er alleine den Weg gehen können? Welche Rolle wird Draco zu Teil? Und halten die Rumtreiber und die anderen Schüler von Harry? Was denkt Dumbledore?

MIR GEHÖRT NICHTS UND ICH VERDIENE DAMIT AUCH KEIN GELD!


Danke an die Reviewer!!

Hi DjEngelchen!! Du böse aber auch... vergisst das Review... und ich wäre durch Entzugserscheinungen fasst wahnsinnig geworden... (grins) Es freut mich sehr, dass es dir gefällt und ich wünsche Dir noch viel Spaß, knuddel.

Hi Seelentochter!! Ich würde ja gerne häufiger updaten, aber ich komme nicht dazu. Und das beantworten der Reviews nimmt nicht nur Zeit in Ansprucht... ich will ja nicht nur "danke" sagen... Ich knuddel dich ganz doll und was aus Hogwarts wird, wirst du bald erfahren...

Hey Glupit!! Wenn ein Kunstwerk kopiert wird, dann bleibt es NUR eine Kopie... es müssen die Originale sein... Dir gefällt die Art der Kommunikation mit Fawks? Das freut mich, denn so finde ich es realistischer... knuddel.

Hi Zissy!! Es passiert noch einiges, ... Ja, die Narbe funktioniert... Harry hat sich verändert, aber die Verbindung bleibt... daher hat Harry ja auch die Alpträume und Visionen, die Voldemort nicht zurückhält, denn er weiß nichts von dieser Verbindung. Das nächste Kap wird frühstens am Montag kommen... wobei ich da bis 20 uhr arbeiten muss "Juchu"... Ich knuddel dich ganz doll...

Hey Deedochan!! Es gefällt dir wirklich "freu"... Jetzt geht es etwas weiter, wenn es auch nicht zu Lösungen kommt. Ich hoffe Du wirst das Verhalten der Kids nciht als Vorbild nehmen und deinen Unterricht schwänzen Ich wünsche dir viel Spaß, knuddel...

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Teil VIII

Tödliche Verbündete

Kapitel 2

Schockierende Alliierte

„ADRIAN!! DORIAN!!"

Die lauten Rufe ließen Harry und Draco herumfahren. Sie blickten den heraneilenden Schülern entgegen. Die besorgten Blicke ließen Harry fast erstarren.

„Was ist passiert?" fragte Draco steif seine Finger hielten Harrys Hand fest umklammert.

James, Esmare und Lin kamen mit großen Schritten auf sie zugelaufen.

„Was ist passiert?" wiederholte Draco seine Frage. Diese Mal war es ein wenig panischer.

„Überfall auf die Winkelgasse!" stieß James aus, sobald sie nahe genug waren.

„Oh, Merlin!" stöhnte Draco auf. Harry blieb still. Er starrte James nur aus blassen Augen verzweifelt an.

„10 Geschäfte wurden total zerstört und 18 Menschen getötet!"

„Unzählige wurden verletzt und gefoltert!"

Diese Erklärung hing einige Sekunden bleischwer in der Luft. Die Jugendlichen blickten sich nur an und wussten genau, was die anderen dachten.

„Sonntag beenden wir diesen Horror, oder?" fasste James diesen hoffnungsvollen Gedanken zusammen. Es war die einzige Hoffnung die James und den anderen geblieben war. Nur so konnten sie weitermachen… nur so würden sie sich noch mehr Mühe geben…

„Ja, Sonntag hat der Albtraum ein Ende!"

Das Blitzen in den braunen Augen des Gryffindors war für Draco nicht schwer zu identifizieren. Es bedeutete ganz eindeutig eine Entschlossenheit und Kampfwillen. Wie auch Harry Potter wollte James diesen Krieg beenden… sobald wie möglich…

Auch in Dracos Augen glimmte dieser Wunsch nach Frieden und die Bereitschaft den Weg auch zu gehen… bis zum bitteren Ende…

Dieser Überfall war wie ein Zeichen dafür, dass sie den richtigen Weg eingeschlagen hatten.

oooooooooo

Als die fünf Schüler hinauf zum Schloss gingen, kamen ihnen viele blasse und verängstigte Kinder entgegen. Harry sah Karina, die ihre Aufgabe als Schulsprecherin versuchte gerecht zu werden. Sie sprach den jüngeren Schülern Mut und Zuversicht zu.

Harry lächelte ihr zu, wurde allerdings rot, als ihm bewusst wurde, wie sie es verstehen könnte. Er zog Draco sofort dicht an seine Seite und erntete dafür ein sanftes Lächeln von der blonden Hufflepuff-Schülerin. Leider hielt es nicht lange, denn die folgen des Krieges hatten hier ihre Finger im Spiel.

In einem Monat würde Karina hinaus aus dem sicheren Hogwarts gehen und vielleicht im Krieg mitmischen. Sie hatte eine muggelgeborene Hexe als Mutter, sie könnte sich nicht raushalten.

Harry versteifte sich und seine Mimik zeigte deutlich die Ernsthaftigkeit die ihn befallen hatte. Karina runzelte die Stirn, als Harry mit einem leicht überraschten Draco im Schlepptau auf sie zuging. Harry nickte ihr zu und zögernd folgte sie den zwei Jungen in eine geschützte Ecke der großen Eingangshalle.

Draco legte einen Schutzzauber über ihre kleine Gruppe und Karina wurde noch skeptischer.

„Was wollt Ihr?"

„Willst Du Hogwarts einen neuen Schutz geben?"

„Wie meinst Du das?"

Harry blickte zu den drei Erstklässlern, die eine vierte versuchten zu trösten, deren Tante in der Winkelgasse gestorben war. „So etwas wird in Zukunft häufiger vorkommen. Wir wollen am Sonntag etwas dagegen tun!"

Draco schnappte nach Luft, doch dann verstand er. Sie brauchten jemanden aus Hufflepuff. Karina war schlicht für das Ritual bestens geeignet. Sie war Schulsprecherin und vertrat daher schon einen Großteil der Schüler und ganz besonders die aus Hufflepuff.

Es brauchte nicht wirklich viel Überredungskunst, bis Karina zusagte. Keine Stunde später kam sie in der Großen Halle auf Draco und Harry zu gerannt. „Braucht Ihr noch jemanden?"

„Wen?" fragten Harry, Draco und Sanuel synchron.

„Dominik Arbert, den Schulsprecher?!"

Harry und Draco wechselten einen kurzen Blick. „Ja, vielleicht sollten wir mit ihm reden", sagte Draco schließlich.

Natürlich wusste Karina nicht die ganze Wahrheit. Sie wusste, dass es ein Ritual geben würde, wo sie die Magie von Hufflepuff rufen müsse. Sie wusste nicht, was parallel dazu passieren sollte und sie war schlau genug, nicht zu fragen. Auch Dominik würde nicht mehr erfahren.

„Karina, warum vertraust Du ihnen?" fragte der rotblonde Ravenclaw-Junge sofort.

Sie standen in einer ähnlichen Ecke wie wenige Stunden zuvor, nur waren sie jetzt zu viert.

„Weil Hogwarts das braucht und weil wir in einem Monat da raus in den Krieg gehen werden. Wir brauchen ein starkes Hogwarts, wenn wir diesen Krieg gewinnen wollen!"

„Kann das nicht Dumbledore machen?"

„Wir können nicht alle Verantwortung auf Dumbledore abschieben!" widersprach Harry. Er lächelte dabei sanft und versuchte Dominik nicht zu drängen.

„Arbert, wenn man ihm…" Draco zeigte auf Harry „nicht vertrauen kann, dann niemandem!"

„Dumbledore vertraut ihm nicht!" antwortete Dominik harsch.

„Dominik, Du musst mir nicht vertrauen, da Du nicht mit mir zusammenarbeiten musst. Das Ritual, für das ich Euch brauche, wird von Remus Lupin aus Gryffindor genauer erklärt. Vielleicht kannst Du ihm eher vertrauen?! Ich werde nicht einmal anwesend sein!"

„Dom! Jericle hat da wirklich einen Punkt. Wir müssen etwas tun… wir müssen dieses Risiko eingehen…!"

„Ich werde darüber nachdenken!" sagte der Junge sehr vorsichtig, der Harry ein wenig an Seamus erinnerte.

Beiden Jungendlichen wurde noch einmal gesagt, wie wichtig es sein, nicht über das Ritual mit Außenstehenden zu sprechen, bevor sie aus diesem Gespräch entlassen wurden. Der alt bekannte Zauber sorgte für ein wenig Sicherheit.

Harry vertraute wenigstens soweit den beiden Siebtklässlern und glaubte daran, dass auch Dominik mitmachen würde. Sie hatten aber wenigstens 2 von 4 Schülern sicher.

oooooooooo

„Wir brauchen noch einen Gryffindor und eine Slytherin", sagte Draco, während er auf seinem Bett sitzend die Namen von Karina und Dominik hinter ihre Häuser schrieb.

„Das wird nicht so einfach sein einen Löwen zu finden!"

„Remus wird es machen, Sanuel!" sagte Harry und wies Draco mit einer Handbewegung an, auch diesen Namen aufzuschreiben.

„Bist Du Dir wirklich sicher?"

„Ich dachte auch, er will kämpfen?!" fragte Sanuel zweifelnd.

„Will er auch, aber ich werde ihn noch überzeugen!"

„Also erpressen!"

„Womit willst Du ihn erpressen?"

„Ich habe nichts von Erpressung gesagt!"

Sanuel und Draco grummelten. Aus Harry war also nichts herauszubekommen und Harry wunderte sich, dass Draco überhaupt nicht an die Lykanthropie dachte. Er würde es Draco auch nicht auf die Nase binden und eigentlich wollte Harry den Gryffindor nicht erpressen.

„Und, hast Du auch schon eine Lösung für Slytherin?"

Sanuels Frage war nun wirklich nicht unbegründet, denn Lin weigerte sich auch weiterhin. Sie meinte, dass sie für das Ritual nicht geeignet sei, weil sie nicht seit dem ersten Schuljahr in Hogwarts waren. Natürlich wollte Lin auch kämpfen und den Todessern in den Hintern treten, aber dies war nicht ihr Hauptargument. Der Gedanke in Hogwarts festgehalten zu werden, während die Freunde für den Frieden kämpften, war wohl für jeden der Freunde ein Horror.

Sie brauchten eine waschechte Slytherin.

„Narcissa!" sagte Draco leise und blickte stur an die gegenüberliegende Wand. Er wollte Harry oder Sanuel nicht ansehen.

„Meinst Du das ernst?" fragte Harry ungläubig.

Draco stand langsam vom Bett auf und trat an das kleine magische Fenster. „Erinnerst Du Dich an die Wahrsagestunde, wo sie Dir gesagt hat, dass Du ungeahnte Verbündete finden wirst? Du hast sie zum nachdenken gebracht und wenn Lucius nicht wäre, dann hätte sie sich schon umentschieden!"

Diese Aussage überraschte Harry sehr. Er hatte sich oft Gedanken darüber gemacht, was mit Narcissa und Lucius wäre, als Draco noch mit ihnen zusammen war. Danach waren die beiden blonden Slytherins irgendwie aus seinem Fokus gerutscht.

„Narcissa hat sich auch große Sorgen um Dich gemacht, als Du so desinteressiert warst… Anfang des Jahres."

Harry war hinter Draco getreten und legte sanft seine Hände auf Dracos Schultern: „Dann versuch es, Drache!"

„ICH?"

„Wenn es jemand schafft, dann wohl Du! Schon ein kurzes Gespräch mit mir, würde ihre Stellung in Slytherin zunichte machen."

Draco hätte nicht gedacht, dass Harry sich über Stellungen und Hierarchie Gedanken machen würde. Jedenfalls hätte er Harry nicht zugetraut auf diese Dinge Rücksicht zu nehmen. Draco schluckte… da lernte er schon wieder einen neuen Aspekt von Harry Potter kennen…

„Na… danke" stöhnte er und lehnte sich kurz an Harrys warmen Körper an. Die warmen Arme umfingen ihn, so wie er auch Harry jedes Mal wieder neue Kraft und neuen Mut vermittelte.

„Wann soll ich es machen?"

„Vielleicht jetzt sofort? Wir haben nicht so viel Zeit!"

Draco erstarrte und wurde bei Sanuels Worten blass. „Jetzt?"

Harry zog Draco wieder zu sich und küsste ihn auf die Wange. Leise sprach er ihm Mut zu und küsste ihn immer wieder sanft.

„Du hast gut reden…" knurrte Draco. „Du musst ja nicht mit Deiner Mutter reden!"

Harry lachte leise: „Du schaffst das. Du bist doch schon groß und eine Narcissa Black wird doch ihrem charmantem Sohn nichts ausschlagen können, oder?"

Draco verließ, nach einem langen Kuss und einem aufmunterndem Lächeln von Harry, grummeln den Schlafsaal und machte sich auf die Suche nach Narcissa. Er fand sie erschreckend schnell, denn sie saß zusammen mit Lucius und Severus im Gemeinschaftsraum der Slytherins. Es verwunderte Draco ein wenig, dass es bisher nicht publik geworden ist, dass Severus bei ihnen mitmischte. Jedenfalls gab es keine Anspielungen oder Verunglimpfungen in diese Richtung.

Vielleicht war es niemandem aufgefallen oder Severus war zu unbedeutend. Wirklich vorstellen konnte Draco sich das allerdings nicht.

Als Draco mit fast sicheren Schritten zu der kleinen Gruppe hinzutrat, blickte Severus überrascht auf, dann trat ein schmieriges Grinsen auf seine Züge, aber bevor er etwas sagen konnte, sprach Lucius: „Was willst Du hier, Du Verräter?" Sein abfälliger Ton konnte Draco nicht mehr erschrecken oder einschüchtern.

„Weißt Du Lucius, Deine Meinung interessiert mich im Moment gar nicht. Ich will mit Narcissa sprechen!"

„Warum?" zischte Lucius, während er sich beschützend vor das blonde Mädchen stellte. Narcissa stand allerdings auch auf und legte ihre Hand auf die Schulter ihres zukünftigen Mannes.

„Lass mich erst einmal hören, was Dorian mir zu sagen hat!" sagte sie mit kühler Stimme.

Draco grinste arrogant und führte unter den wachsamen Augen von Lucius und Severus das zierlich Mädchen in eine ruhige Ecke des Gemeinschaftsraumes. Severus schien plötzlich ungewöhnlich blass zu sein und voller Unruhe. Er schien wohl begriffen zu haben, um was es ging.

„Was willst Du?" fragte Narcissa. Sie blickte Draco kalt und emotionslos an. Draco schluckte schwer, dann blickte er Narcissa offen an.

„Weißt Du, Cissa, was Dich und Deine Familie erwartet, wenn Du dem Dunklen Lord folgst?" Draco blickte zu Lucius und Severus, Narcissa folgte diesem Blick zweifelnd. „Du wirst unglücklich werden und die Frau eines kaltblütigen Mörders sein."

„Lucius will nur für das Richtige kämpfen!" widersprach das Mädchen sofort.

„Ich habe das gleiche Ziel…" Draco bemerkte nur kurz, dass das gelogen war, denn seine Ziele hatten sich mit der Beziehung zu Harry auch verändert. Die Reinheit des Blutes spielte für ihn keine Rolle mehr, solange er bei Harry sein konnte. Jetzt war aber nicht die Zeit, darüber nachzudenken. „aber der Weg ist der FALSCHE! Wie kannst Du es akzeptieren, wenn Kinder qualvoll getötet werden. Voldemort will Macht ausüben, nur deshalb tötet er. Es geht ihm nicht wirklich um die Reinheit des Blutes oder den Erhalt der alten Traditionen, denn dann würde er nicht die alteingesessenen Familien in der Winkelgasse angreifen. Er tötet und foltert alles was ihm in die Quere kommt, weil es ihm SPASS macht! Es hat rein gar nichts mit unseren Zielen zu tun."

„Adrians Weg wird auch nicht zum Ziel führen!" sagte Narcissa schnippisch.

Draco lachte leise und schüttelte den Kopf. Er schob eine Haarsträhne hinter sein Ohr und lächelte.

„Nein, er verfolgt nicht das Ziel der Reinheit, aber er wird einen Frieden erschaffen, der Leben rettet und irgendwann wieder eine Kommunikation zwischen den Zauberern ermöglicht. Eine Kommunikation, die unser Ziel auf friedliche Art und Weise langfristig erreichen kann. Solange wahllos getötet und gefoltert wird, wird es Menschen geben, die dagegen kämpfen und die Argumente nicht anhören. Das Ziel wird gnadenlos bekämpft, so wie ER gnadenlos tötet!"

Draco blickte Narcissa todernst aus seinen blaugrauen Augen an: „Wenn Du Dich doch jemals dem Dunklen Lord anschließen solltest, dann sorge bitte dafür, dass Du nie Kinder bekommst!"

Es waren schwere und harte Worte für Draco, aber er wollte nicht gegen seine Eltern kämpfen müssen. Aber noch weniger wollte er seine Vergangenheit wiederholen. Natürlich verstand Narcissa nicht die ganze Bedeutung der Worte und trotzdem war ihr klar, dass ‚Dorian' wirklich meinte, was er gerade gesagt hatte. Sie wurde ein wenig blasser.

„Wieso bist Du Dir so sicher? Du scheinst keine Zweifel zu haben?!"

Die ersten zweifelnden Worte von Narcissa sorgten für ein erleichtertes Glitzern in Dracos Augen.

„Es kann…" fuhr Narcissa fort. „doch nicht nur damit zusammenhängen, dass Du mit Adrian zusammengekommen bist. Du hast Dich vorher schon für ihn entschieden. Warum Dorian? Warum dieser Sinneswandel?"

Draco seufzte und blickte auf seinen Drachenanhänger. Es war nicht leicht diese Frage ehrlich zu beantworten, denn er kannte die Antwort nicht wirklich bzw. konnte sie nicht benennen. Es waren die Gründe, die er am 22. Dezember schon genannt hatte, aber es war auch mehr.

„Ich bin Adrian das nicht nur schuldig, sondern auch meiner Familie. Mir wurde beigebracht, dass ich stolz sein muss. Ich sei etwas Besseres und könnte alles bekommen, aber das war eine Lüge. Mir wurde aufgrund meines Stolzes die Freundschaft ausgeschlagen. Eine Freundschaft, die mir mehr als alles andere bedeutete. Mein Stolz hat mir viel Schaden bereitet… und ich habe Erfahrungen gemacht, die ich nicht wiederholen will."

„Was hat das mit dem Krieg zu tun?"

„Ich stand auf der anderen Seite!" Draco blickte Narcissa ernst in die Augen, die vor Staunen ganz groß wurden.

„Was?"

„Ich stand auf der anderen Seite und Adrian hat mich zurückgeholt. Er hat mir wieder etwas gegeben, auf das ich wirklich stolz sein kann. Menschen zu foltern und zu töten ist nichts, worauf man stolz sein kann…auch nicht, wenn es die Eltern tun."

„Aber…?!" Narcissa war merklich verwirrt.

Es wunderte Draco ein wenig, dass er so offen darüber reden konnte und das Schweigeritual aus dem Sommer nicht eingriff. Irritiert blickte er sich kurz im Raum um. Er traf schnell auf die grünblauen Augen seines schwarzhaarigen Freundes. Harry lächelte zwar nicht, aber in seinem Blick lag eine ruhige Akzeptanz. Harry ließ Draco gerade freie Bahn. Soviel wie Draco erzählen wollen würde, soviel könnte er auch erzählen. Draco senkte den Blick und sah wieder zu Narcissa.

„Daher bist du Dir so sicher?"

„Ja… ich habe es nur verdrängt und fast die so lang ersehnte Freundschaft zu Adrian verloren."

„Und… und was willst Du nun von mir?"

„Ich möchte, dass Du am Sonntag Slytherin vertrittst, dass Du die Grundsätze des Hauses Slytherin benennst und dass Du die Magie heraufbeschwörst, die für ein starkes und stolzes Hogwarts sorgen wird!"

Narcissa blickte noch Fassungsloser auf den blonden Jungen vor ihr. Offiziell war er jünger als sie, aber daran glaubte sie schon lange nicht mehr. Zu viele Rätsel und Fragen bildeten die Jungen und zu stark war ihre Kontrolle über die Magie. Aber Narcissa wusste nicht, ob sie bei dieser Aktion mitmachen sollte…

„Was ist das für eine Aktion?"

„Ein Ritual… ein Ritual für Hogwarts…. Erarbeitet von Salazar Slytherin persönlich!" sagte Draco und diesmal war er wirklich stolz über diese Tatsache. Narcissa blieb dies natürlich nicht verborgen und vielleicht war dies auch der Grund warum sie schließlich nickte.

„Ich werde darüber aber noch genauer nachdenken… darf ich mit Luc darüber reden?"

„Kannst Du sicherstellen, dass es niemand anderer erfährt?"

„Ich …ich weiß nicht?!"

„Es darf niemand erfahren… wenn Du willst, kannst Du mit Severus reden…"

Narcissa blickte überrascht zu dem besagten Jungen und konnte die Angst in den schwarzen Augen deutlich erkennen, auch wenn nichts anderes auf dieses Gefühl hindeutete. Sie lächelte kurz und gezwungen, aber wenigstens verschwand ein wenig der Angst.

„Es wird sich alles verändern, oder?"

„Ja, vermutlich… aber wir werden darauf stolz sein können…"

Narcissa nickte wieder und ging langsam auf ihren Freund zu, während Draco an Harrys Seite trat. Sie tauschten ein Lächeln, welches mehr sagte als 1000 Worte.

Narcissa erinnerte sich an ihre Gedanken über die Macht von Adrian, aber es war auch die Macht von Dorian. Gemeinsam würden diese beiden Jungen vermutlich wirklich alles schaffen… vielleicht auch die Ziele erreichen?

oooooooooo

Die Schüler hatten sich bei dem leichten Nieselregen wieder in die Bibliothek zurückgezogen und führten ein Krisengespräch nach dem anderen. Sie überlegten was noch zu tun war und wer es tun musste. Es war offensichtlich, dass viele Aufgaben an Harry hängen bleiben würden. Es gab zu viel, was nur von ihm erledigt werden konnte.

Die Schüler saßen an ihrem Tisch in der Bibliothek und ein Schutzzauber hing über ihnen, damit sie nicht belauscht werden konnten. Esmare führte Protokoll, während die einzelnen Stichwörter abgearbeitet wurden.

„Problem 1: Wir brauchen das Schwert von Gryffindor!"

„Erledigt Fawks!"

„Problem 2: Der genaue Ablauf des Rituals!"

„Ist in Arbeit von Remus, Lin und Sanuel!"

„Problem 3: Wir brauchen vier Schüler aus den verschiedenen Häusern?"

„So gut wie erledigt, Adrian arbeitet dran!", sagte Draco ruhig und beobachtete Harrys Mimik, während dessen Kopf an seiner Schulter lag.

„Wir haben nur noch einen Tag!" Esmares Blick war voller Furcht, aber auch Hoffnung war deutlich zu erkennen. Wie alle Schüler wollte sie an das Erreichen ihrer Träume glauben, jedoch blieben die Zweifel bestehen und wurden doch gleich wieder zerstreut.

„Er schafft das!" sagte Draco sicherer als er sich fühlte. Ein warmes Lächeln lag in seinen Augen, aber niemand sah es, denn er blickte nur Harry an.

Lin fuhr fort, ihre Liste abzuarbeiten. Sie saß neben Esmare und so arbeiteten die beiden Mädchen Hand in Hand: „Unser wohl größtes Problem, Nummer 4: Voldemort lokalisieren!"

„In Arbeit!"

„Wie?"

„Wer?"

„Was?" Dies war ein Problem worüber sie bisher am wenigsten geredet hatten. Dies war das Problem, was nur als großes Wunder zu lösen war.

„Adrian!" sagte Draco erklärend und strich dem ruhigen Jungen die schwarzen Haare aus dem Gesicht. Alle seufzten und schüttelten den Kopf, sagten aber nichts mehr.

„Problem 5: …das Ritual muss ohne Zwischenfälle ablaufen!"

„…"

Darüber hatten sie wohl wenig Kontrolle. Im Vorfeld konnten sie nur für die größtmögliche Verschwiegenheit sorgen. Und bis jetzt war nur bekannt, dass etwas Großes passieren sollte. Aber das war nun auch zu offensichtlich.

„Problem 6…die Todesser überwältigen …und Problem 7 Voldemort töten!"

„Probleme, die vor Ort erledigt werden müssen!" sagte Sal trocken und stand auf. „So, da wir uns Morgen in tödliche Gefahr begeben, wird es mir doch hoffentlich nicht übel genommen, wenn ich jetzt noch ein wenig Zeit mit meinem Freund verbringen will."

Alle schüttelten den Kopf, nur Lin blickte Sal herausfordernd an. Sie erhielt eine ausgestreckte Zunge als Antwort. Harry wurde wieder bewusst, dass es sich hier um Schüler handelte, die er in den Krieg führen würde. Er war für ihre Sicherheit verantwortlich. Er und Draco wussten wenigstens auf was sie sich einließen… Sie kannten diesen Kampf… Sie waren erwachsen.

Als auch Harry aufstand folgte Draco ohne zu zögern. Er konnte sich schon denken, was in dem Kopf des Jungen vorging. Und es würde seine Aufgabe sein, ihn von Dummheiten abzuhalten. Mal wieder.

oooooooooo

Als Harry und Draco schweigend durch die Gänge streiften, begegneten sie nur wenigen Schülern. Meistens wurde ihnen aber seltsame Blickte zugeworfen, denn dieses Pärchen war schließlich für viele Merkwürdigkeiten verantwortlich.

Harry wollte eigentlich nur seine Ruhe und stöhnte daher ein wenig auf, als sie auf Lucius, Severus und Narcissa trafen. Draco verzog keine Miene.

Narcissa nickte Draco zögernd zu und nun musste Draco doch grinsen.

„Ich mache es!" sagte das Mädchen leise und erhielt einen verständnislosen Blick von Lucius. Severus ließ den Kopf geschlagen hängen.

„Was machst Du?" schnarrte Lucius verständnislos. Er war der Einzige, der nicht wusste, was sich hier abspielte und dieses gefiel ganz und gar nicht.

„Ich werde für meine Ziele kämpfen, aber ohne Menschen zu töten. Ich werde an diesem Ritual teilnehmen und Slytherin vertreten!"

Draco lächelte seine Mutter ehrlich und stolz an.

„Warum?" Lucius blickte wie vom Donner getroffen zu seiner Freundin.

„Weil es das Richtige ist. Der Weg des Dunklen Lords ist der Falsche. Es geht ihm nur um Spaß am Foltern, nicht um unsere Ziele. Ich werde weiterhin für unsere Traditionen und Bräuche kämpfen, aber nicht morden!"

Draco war nie stolzer auf seine Mutter, als in diesem Moment.

Lucius schien sprachlos zu sein. Bevor es in Wut umschwingen konnte, sprach Harry: „Lucius, sei stolz darauf, dass Du eine so stolze und kräftige Frau an Deiner Seite hast. Vermassele es nicht, indem Du Deinem Vater nacheiferst. Ihr habt nur eine Zukunft, wenn Ihr uns helft!"

„Was ist eigentlich in Euch gefahren?" fuhr Lucius die anderen erbost an.

„Die Möglichkeit ein Leben zu führen, was nicht von unseren Eltern diktiert wird und aus Mord und Folter besteht!" sagte Severus leise und outete sich somit ganz deutlich.

Lucius sah ihn sprachlos an.

„Es geht hier aber nicht nur um ein Ritual, oder?" fragte nun Narcissa ganz offen.

„Nein, nebenbei werden wir es ganz beenden!" antwortete Severus, der ganz offensichtlich froh darüber war, dass die Scharade ein Ende hatte und er offen über die Vorkommnisse reden konnte.

„WAS?" entkam es den beiden blonden Slytherins, die bisher noch keine Ahnung des Ausmaßes der Aktionen hatten.

„Wir werden es beenden… mit oder ohne Eure Hilfe…!" sagte Harry und drückte Dracos Hand.

„Ihr habt doch gar keine Chance…" sagte Lucius.

„Doch wir haben eine Chance, denn wir sind nicht alleine und wir wissen, was wir tun!" sagte Draco.

„Auf was lasse ich mich hier ein?" schnarrte Lucius und griff fast unauffällig nach der zierlichen Hand von Narcissa. Wenn man einem Malfoy Macht auf die Nase band, dann erblickte der sie auch. Für Lucius wurde schnell klar, dass er seinen Freunden folgen musste. Er wollte ihnen den Triumph nicht alleine überlassen. Es war die einzige Chance Narcissa zu behalten… und Adrian und Dorian waren mittlerweile ein Inbegriff von Macht.

Harry spürte ein warmes Gefühl in sich aufsteigen. Egal was man über Dracos Eltern denken konnte, so war es doch in diesem Moment deutlich, dass sie sich auch liebten.

„Ich hoffe wirklich, Ihr habt Recht und gewinnt dieses Drama, denn ich möchte nicht zu den Verlierern zählen… Wann trefft Ihr Euch?"

Draco blickte stolz zu seiner Familie. Er war noch nie so stolz gewesen ein Malfoy zu sein und Harry akzeptierte diesen Stolz. Draco war glücklich. So richtig glücklich… wenn nicht der Tod so nah vor der Tür stehen würde.

oooooooooo

Harry konnte nicht wirklich glauben, dass das alles so glatt ging. Irgendwo müsste noch ein Hacken warten. Vermutlich würde er aber erst am Sonntag offensichtlich. Harry ließ sich widerstandslos von Draco durch die Gänge nach draußen ziehen.

Er blickte Draco verwundert an, als dieser bei konstantem Nieselregen direkt auf das Quidditchfeld zuging. Er drückte Harry einen Schulbesen in die Hand und begab sich selbst sofort in die Luft. Harry zögerte einen Augenblick, folgte Draco dann aber hinauf in die Welt der Wind und Weite.

Der Regen störte ihn nicht. Sie verbrachten nicht wirklich so viel Zeit in der Luft, aber es tat einfach gut die Freiheit zu genießen, bevor es zum letzten Schlag gehen sollte.

Harry war ziemlich nass, als er mit Draco zurück ins Schloss lief. Eigentlich hatten sie geplant sofort in ihren Schlafsaal zu gehen und sich umzuziehen, aber als Remus ihnen mit Sanuel im Gang begegneten wussten Harry und Draco das dies die Chance war mit Remus zu reden.

Draco zog Sanuel mit einem letzten Blick zu Harry den Gang hinunter, während Harry ein wenig nervös vor Remus stehen blieb. Die kleine Wasserpfütze zu seinen Füßen ignorierte Harry, aber Remus zog seinen Zauberstab und sorgte für etwas Sauberkeit und trockene Kleidung. Fragend blickte er Harry an.

Dieser strich sich fahrig durch die Haare.

Es dauerte eine Weile, bis Harry endlich sprach: „Remus, ich weiß, dass Du mitkämpfen willst, aber…"

„Adrian… nein!" Remus straffte sich und blickte Harry wütend an.

„Remus, ich brauche Dich hier!"

„Adrian, ich will kämpfen! Ich will auch diesen Albtraum ein Ende setzen!"

„Ich weiß, Remus, ich weiß. Ich brauche Dich daher hier!"

„Du könntest wen anders für Gryffindor finden!" entgegnete Remus hitzig.

„Ich will Dich nicht auf dem Feld haben, Remus!" Harry wich dem bohrenden Blick von Remus aus und schloss schließlich kurz die Augen. Fast befürchtete er, dass Remus gleich verschwunden war, aber der Gryffindor starrte ihn noch immer mit festem Blick starr an. „Es könnte sein, dass Greyback dort ist!"

Es fiel Harry schwer, Remus so in die Enge zu treiben, aber es war zu gefährlich. Vielleicht würde der Werwolf in Remus auf Greyback hören… vielleicht nur weil bald Vollmond war… oder vielleicht auch gar nicht… Harry wollte aber auf kein Fall ein Risiko eingehen. Es war zu gefährlich für Remus.

„Du weißt es?" sämtliche Farbe war aus dem Gesicht des Werwolfes gewichen und er schien richtig Panik zu schieben.

Harry lächelte ihn tröstend an. „Ja, Remus, ich weiß es schon lange. Trotzdem bleibst Du mein Freund. Ich brauche Dich hier. Nicht nur wegen der Gefahr vor Ort, sondern weil ich Dir vertrauen kann. Es muss jemand hier sein, der das Ritual studiert hat. Die anderen drei Schüler kenne ich nicht besonders gut und ich brauche jemanden, der … der es einfach wirklich Richtig macht und sich mit dem Ritual genau auskennt. Jemand, der weiß wie wichtig das Ritual wirklich ist. Und das bist nun mal Du, Remus. Bitte!"

Remus senkte den Kopf und nickte. Er würde hier bleiben und für den Erfolg des Rituals sorgen, auch wenn er nicht wusste, wofür es wirklich so wichtig war. Hogwarts zu stärken und die Magie in den Gegenständen zu vernichten, war nur die halbe Wahrheit. Aber was für eine Magie war in den mächtigen Dingen verborgen?!

Remus ahnte, dass er die Antwort nicht wissen wollte. Und er wusste, dass der schwarzhaarige Junge vor ihm, in irgendeinem Zusammenhang mit den anderen Gryffindors stand. Familiärer Zusammenhang, denn der Geruch, den er kurz vor Vollmondnächten wahrnahm, war so verdammt ähnlich und vertraut, dass es gar nicht anders ging.

oooooooooo

Draco wunderte es nicht wirklich, dass Harry Remus überreden konnte. Er wusste, dass es Harry sehr schwer gefallen war. Dies war auch ein Grund, warum Draco Harry nicht ausfragte. In weniger als 24 Stunden würde das Drama ein Ende haben… so oder so…

Für Draco zählte es nur, dass er noch ein wenig Zeit mit Harry verbringen konnte. Diese Zeit wollten sie anders nutzen, als über Probleme und den Kampf zu sprechen. Draco hielt Harry fest im Arm, während sie auf dem Nordturm standen und in die dunklen Wolken blickten.

Harry hatte seine Augen geschlossen und ließ sich nur noch von Draco halten. Langsam ließ er seinen kompletten Schutz hinunter gleiten und öffnete seinen Geist um Voldemort zu finden.

Als Draco bemerkte, was Harry tat, versteifte er sich und drückte Harrys Körper dicht an seinen. Hoffentlich ging das gut…Hoffentlich enttäuschten sie nicht alle. Hoffentlich überlebten sie dieses Mal…

oooooooooo

„Das kannst Du doch nicht zulassen!" rief McGonagall wütend. Auch die anderen Lehrer sahen Dumbledore erstaunt und entrüstet an.

„Minerva!" wies der Schulleiter seine Verwandlungslehrerin zurecht. „Es ist äußerst merkwürdig, dass die speziellen Schüler in den letzten zwei Tagen fast ihre gesamten Schulstunden geschwänzt haben. Es ist wirklich äußerst Merkwürdig, aber jeder Schüler zieht dem Unterricht an manchen Tagen andere Aktivitäten vor."

„Albus! Du weißt, dass Du das nicht miteinander vergleichen kannst!"

„Minerva" Dumbledore blickte die Lehrerin streng an. „Ich weiß, dass sie etwas planen, aber ich kann es weder beweisen und leider haben Mr. Jericle und Mr. Mosnay an fast allen Unterrichtsstunden teilgenommen oder entschuldigt gefehlt." Dumbledore lehnte sich in seinem Stuhl zurück und strich seinen langen Bart grübeln glatt.

„Hat irgendjemand von Euch einige Informationen erhalten können, was die Jugendlichen planen?"

Alle anwesenden Professoren schüttelten langsam die Köpfe. Es war wirklich nicht möglich gewesen etwas Neues zu erfahren. Die einzige Neuigkeit war, dass es bald passieren sollte und allen Lehrern war klar, dass sie auf ihre Schüler ein besonders scharfes Auge haben würden. Schon am nächsten Morgen würden die Flure und Ausgänge verschärft überwacht werden…

Fawks zwitscherte, als die Professoren Dumbledores Büro verlassen hatten, und versetzte den Schuldirektor so in eine noch angespanntere Lage. Die Nachricht von Ollivander, dass sie miteinander sprechen müssten, war auch nicht wirklich aufbauend. Aber im Moment hatte Dumbledore keine Zeit um nach dem Zauberstab zu suchen… Es gab im Moment wichtigere Probleme.

oooooooooo

tbc…

Wenn Dumbledore sich da mal nicht irrt! g