Titel: Ein Leben wie die Zukunft

Autor: Momixis

Zeit: spielt nach „Halbblutprinz"

Kapitel: 5/6

Teil: 8/9

Paare: Es kommen viele der typischen Paare vor, aber Hauptpersonen werden Harry und Draco sein… (später auch als Paar)

Warnungen: Slash, Charadeath, lange Geschichte, unterschiedlich lange Kapitel….

Inhalt: Harry und Draco sind durch die Zeit gereist und nun haben sie die Chance etwas zu verändern. Harry will diese Möglichkeit nutzen ohne die Menschen, die ihm wichtig sind in Gefahr zu bringen. Wird er es schaffen? Wird er alleine den Weg gehen können? Welche Rolle wird Draco zu Teil? Und halten die Rumtreiber und die anderen Schüler von Harry? Was denkt Dumbledore?

MIR GEHÖRT NICHTS UND ICH VERDIENE DAMIT AUCH KEIN GELD!


Hey Glupit!!! Warum es keine Leiche gibt, wird in diesem Kapitel erläutert. Was aus Harry und Draco wird, werde ich dir nicht einfach verraten... dass kommt dann ganz sicher im nächsten Kapitel...ob es dir gefällt, dass weiß ich nciht.... knuddel

Hey Zissy!!! Ich bin ja soetwas von beruhigt, dass du nicht wirklich böse bist. **knuddel**. Warum Dumbledore es nicht checkt? Er will es nicht, da ihm dann bewusst wird, wie sehr ein SCHÜLER ihn übertrumpft hat. Er hat in allen Kategorien gegen Harry Potter verloren. Und er wird es begreifen, begriefen müssen... aber dazu mehr in diesem Chap. Ich knuddel dich ganz doll und sage dir nur, dass du an deinen Heilkräften noch arbeiten musst... (ich bin jetzt kränker als am WE) Ich knuddel dich super doll.

Hi Saphirath!!! Klar habe ich mich auch schwer getan damit, einen meiner Charaktere sterben zu lassen, aber ohne Todesfall wäre es unrealistisch geworden. Dumbledore reagiert sehr komisch (auch in diesem Kapitel) Ich denke er WILL es nicht wahrhaben. Einige seiner lieblings Schüler sind so einfach in den Krieg gezogen und haben gewonnen? Wo bleibt da seine Position und Aufgabe. Er hat versagt. Als Schulleiter und als Zauberer. Er hat im Kampf um die Macht gegen Harry Potter verloren. Dass er nie eine Chance hatte, kann er ja nicht wissen. Du möchtesat keine Weihnachtsplätzchen? Okay, dann überlassen wir die den anderen und machen uns einen leckeren Obstsalat.... knuddel.

 Hi Seelentochter!!!! **knuddel** Sorry, dass du so leiden musstest. Es geht auch schon weiter. Vieles wird erklärt und bereinigt. Irgendwie war mir von Anfang an klar, dass Regulus eine gute Rolle erhalten sollte. Nicht zu gewichtig, aber wichtig. Es freut mich sehr, dass es dir gefallen hat, knuddel.

Danke an die Reviewer!!


Teil VIII

Tödliche Verbündete

Kapitel 5

Schweigende Erkenntnisse

Harry lachte hohl auf. Nun stand Draco auch mit einer energischen und selbstsicheren Bewegung auf und stellte sich neben Harry. Vorsichtig legte er einen Arm um Harrys Hüfte und lehnte seinen Kopf an seine Schulter. „Glauben Sie wirklich, dass wir Voldemorts Körper so einfach rumliegen lassen würden? Wir haben ihn verbrannt, wir haben ihn verätzt und wir haben ihn komplett vernichtet!"

„Wir haben dafür gesorgt, dass niemand in der Lage ist, alle Stücke von… vom Dunklen Lord wieder zusammenzusammeln oder als Inflamarie auferstehen zu lassen!" sagte Sirius mit vor der Brust verschränkten Armen.

„Wir haben ihn endgültig vernichtet!" bestätigte Draco.

„Dafür gibt es keine Beweise!" widersprach Dumbledore vehement.

Die Schüler blickten wütend und entrüstet, aber auch ein wenig ängstlich zu Dumbledore hinauf. Sie konnten diese Aussage nicht entkräften. Sie wussten kein Gegenargument.

„Doch!" sagte Harry leise. „Das dunkle Mal ist auf den Armen der Todesser verschwunden! Mit der Vernichtung von Lord Voldemort ist das dunkle Mal entkräftet!"

„Woher weißt Du das?" fragte Lucius überrascht, unbewusst blickte er auf seine Arme hinab, wo natürlich noch kein dunkles Mal gewesen war. Es war ein seltsamer Gedanke, da er wusste, dass er spätestens in einem Jahr das Zeichen von Lord Voldemort getragen hätte. Genau wie Severus und die meisten Slytherin-Schüler seines Jahrganges.

„Ist es schmerzhaft?" fragte Severus neugierig.

Harry schoss kurz der Gedanke durch den Kopf, dass Severus mit seiner Neugierde auch gut ein Ravenclaw abgeben würde, aber er sagte es nicht laut. Der erwachsene Severus Snape hätte es ganz sicher nicht gerne gehört und es war nun auch nicht der richtige Zeitpunkt.

Draco zuckte ein wenig zusammen. Er hatte sich an den anderen Kampf erinnert, wo auch er noch das dunkle Mal getragen hatte und er konnte sich sehr gut an die furchtbaren Schmerzen erinnern. „Ja, es ist wahnsinnig schmerzhaft, aber es geht schnell und man weiß genau, dass es vorbei ist! Endgültig vorbei ist!"

„Woher wissen Sie das, Mr. Mosnay?" fragte Dumbledore mit scharfer Stimme, aber Draco zuckte nicht zurück. Er blickte Dumbledore ruhig an.

„Ich habe eine ähnliche Situation schon mal erlebt!" sagte er genauso kühl wie sein Blick war. Harry grinste. Kurz schüttelte er den Kopf und blickte dann wieder ruhig aus dem Fenster. Mit dem Rücken zu Dumbledore.

„Es spielt doch keine Rolle!" sagte er leise. „Die Hauptsache ist, dass wir wissen, dass er tot ist. Ganz tot. Mausetot. Toter geht es nicht!"

Alle blickten Harry bei diesen fast verzweifelten Worten fragend an, nur Draco konnte in diesem Kommentar die Wut und die Hoffnung erkennen. Harrys gesamtes Leben war auf Voldemort ausgerichtet gewesen. Voldemort hatte alles bestimmt. Nun bestand die Chance auf die ersehnte Freiheit und Zukunft.

Und Draco kam zum ersten Mal der Gedanke, dass er keine Ahnung hatte, wie ihre Zukunft überhaupt aussah. Er wusste nicht, was nun kommen würde. Er wusste nicht, ob er mit Harry zusammenbleiben konnte. Er wusste nicht, wie es weiterging.

Unwillkürlich distanzierte Draco sich körperlich von Harry und blickte den Jungen genau an. Harry war mit seinen Gedanken woanders und bemerkte das seltsame Verhalten von Draco nicht.

Harrys Mine war düster. Er hatte ganz offensichtlich keine Lust auf diese Diskussion, aber Dumbledore ließ ihm keine Wahl. Draco fühlte sich hin und her gerissen, zwischen dem Drang Harry bedingungslos zu schützen und dem Bedürfnis nach Flucht. Der Flucht vor der Zukunft, die es nicht gab.

Narcissa stand plötzlich hinter Draco und stärkte seinen Rücken mit einer Hand. „Vertrau ihm, genieße, was Du hast und rede mit ihm später!" Narcissas Stimme war noch schwach, aber Draco verstand seine Mutter. Er kannte sie ja. Und sie hatte Recht.

Er würde später mit Harry reden, jetzt musste er bei ihm bleiben, sosehr es ihm auch schmerzte.

„Sie sind also der festen Überzeugung, dass das dunkle Mal überall verschwunden ist, ja?"

„Ja, Sir!" antwortete Harry ohne den Schulleiter anzusehen. „Die meisten Todesser würden nicht wissen, was mit ihnen passiert. Nur die, die anwesend waren, konnten verstehen, was der Scherz zu bedeuten hatte."

„Also lässt sich nicht mehr nachvollziehen, wer wirklich ein Todesser war?!"

„Professor, die Todesser sind mir so etwas von egal gewesen! Ich wollte Voldemort töten!"

„…und das hat er getan!" fügte Draco mit scharfem Blick hinzu. Harry blickte noch immer nicht zum Schulleiter.

„Nein, ich habe es nicht alleine gemacht. Sirius, Lucius und Severus haben auch den Todesfluch ausgesprochen. Wir haben es gemeinsam geschafft, denn jeder hat einen Teil dazu beigetragen. Die Todesser hätten uns alle auseinander genommen, wenn wir nicht zusammengearbeitet hätten!"

„Und die Wirkung des Rituals hat auch einen nicht unerheblichen Eindruck hinterlassen!" sagte Lin grinsend.

„Wirklich?" fragte Remus überrascht. Er hatte bisher kaum geredet und wirkte ein wenig betrübt, weil er nicht beim Kampf anwesend war.

Harry drehte sich um und blickte Remus ernst an. „Das Ritual war ein wesentlicher Bestandteil dieses Kampfes. Ohne Euer Wirken hätten wir Voldemort nicht töten können!"

Remus blickte Harry nur an. Sein Mund war ganz trocken und Hitze stieg ihm in die Wangen. Seine Augen waren ein wenig gerötet. Noch immer nagte die Trauer über Esmares Tod an ihm. Er hatte das Mädchen wirklich gerne gehabt. Er hatte es ihr aber nie gesagt und nun war sie tot. Remus holte holprig Luft und senkte den Blick.

Mit wenigen Schritten war Harry bei ihm und hob sein Kinn hoch, damit ihre Blicke sich wieder trafen. „Remus Lupin, Du hast wunderbare Arbeit geleistet und ich bin froh, dass wir es geschafft haben. Es tut mir sehr leid, dass Du nicht genauso empfinden kannst!"

„Adrian" widersprach Remus vorsichtig, als er den wirklich traurigen Blick sah. „Adrian, es … es geht alles viel zu schnell! Das Ritual war schwer. Es hat wirklich viel Kraft gebraucht!"

„Oh ja, das hat es!" sagte Narcissa und lehnte sich an Lucius. Nun mussten sie noch mehr zusammenhalten, denn ihre Eltern waren keine Alternative mehr.

„Gut dass wir jetzt zu diesem Thema gekommen sind!" sagte Dumbledore und lehnte sich gespielt ruhig in seinem Stuhl zurück. „Was war das für ein Ritual?"

„Das Ritual von Hogwarts!" beantwortete Sanuel diese Frage ruhig und gelassen.

„Das Ritual, das Hogwarts stärkt und ihm neue Kraft geben soll" sagte plötzlich eine dumpfe Stimme, hinter Dumbledore. Harry grinste, als er den etwas zerrissenen Hut betrachtete… aber so zerrissen wirkte er nicht mehr. Es war als habe er einen starken Erneuerungszauber abbekommen… und Harry glaubte fest daran, dass dies mit dem Ritual im direkten Zusammenhang stand.

„Richtig Junge!" sagte der Hut und straffte sich. „Das Ritual hat alles erneuert und mit viel Magie ausgestattet. Ihr habt wirklich Großes geleistet. Ohne das Ritual wäre Hogwarts irgendwann zerfallen…vermutlich erst in 200 oder 500 Jahren, aber irgendwann wäre es zugrunde gegangen. Ihr habe ihm neue Macht gegeben. Und neue Kraft." Mehr sagte der Hut nicht. Er sank wieder in sich zusammen und ignorierte die neugierigen und fragenden Blicke der Anwesenden. Besonders Dumbledore verstand das Verhalten nicht. Es schien, als ob sich alles gegen ihn verbünden würde.

Seine Mine verfinsterte sich und erblickte Harry strafend an.

„Professor, es ist kein Kampf gegen Sie. Nichts liegt mir ferner!" sagte Harry mit leiser Stimme. „Wir haben nur beschlossen unsere Zukunft jetzt in die Hand zu nehmen und dazu gehörte das Ritual. Wir mussten Hogwarts stärken und wir haben es auch getan!"

„Woher haben Sie die nötigen nur wissen, wo man suchen muss. Das Ritual wurde von Salazar Slytherin entwickelt, aber nie in Form eines Buches oder Pergamentes festgehalten. Die anderen Gründer hatten sich schon von ihm abgewandt. Salazar war zu enttäuscht und veröffentlichte es daher nicht. Ich habe aber Darstellungen gefunden…"

„…und die haben wirInformationen über die Vorgehensweise beim Hogwartsritual?" Dumbledores Stirn war in tiefe Falten gelegt.

Harry trat wieder ans Fenster und blickte hinaus. Wie er da so aufrecht stand, konnte man fast meinen, dass der Junge wirklich schon erwachsen war. Sanuel zweifelte nicht daran, dass sein Freund sehr viel erwachsener war, als er und die anderen. Sogar Dorian schien nicht ganz so ernst und nachdenklich zu sein. Obwohl auch er nicht glücklich schien.

„Das Ritual ist kein Gerücht… man muss nur wissen, wo man suchen muss. Das Ritual wurde von Salazar Slytherin entwickelt, aber nie in Form eines Buches oder Pergamentes festgehalten. Die anderen Gründer hatten sich schon von ihm abgewandt. Salazar war zu enttäuscht und veröffentlichte es daher nicht. Ich habe aber Darstellungen gefunden…"

 „…und die haben wir ausgewertet!" ergänzte Sal. Sie hatte die Nase voll, dass nur Adrian ins Kreuzfeuer genommen wurde. „Wir haben alle daran gearbeitet!"

„Ja, wir alle, haben einen Teil dazu beigetragen!" sagte James mit fester Stimme. Sirius, Lucius und Severus unterstützen diese Aussagen nur mit einem kurzen Kopfnicken. Die anderen blickten aber alle nicht weniger ernst und überzeugt.

Dumbledore seufzte. „Ich kann Sie nicht verstehen!" rief Dumbledore aus und stand auf. „Ein Mädchen wurde getötet und Sie alle tun so, als wäre dieses nichts!"

„Es war das letzte Opfer!" reif Harry wütend und verzweifelt aus. „Wir trauern um sie. Wir weinen um sie. Es tut in unseren Herzen weh, denn sie war UNSERE Freundin!" Harry fuhr sich fahrig durch die Haare.

„Für Sie…" sagte Draco langsam und vorsichtig. „Ist sie nur eine Schülerin. Für uns ist es eine Freundin, die wir nie vergessen werden!"

Die Schüler nickten bestätigend.

„Aber sie ist tot!" sagte Dumbledore wütend. Harry spürte die Macht des großen Mannes und stellte sich direkt vor Dumbledore hin. Wenn jemand die Wut abbekommen musste, dann sollte er es sein.

„Albus Dumbledore, was glauben Sie wie viele Auroren, Ordensmitglieder, Schüler und Kinder dem dunklen Lord und seinen Anhängern in den nächsten Jahren zum Opfer gefallen wären, wenn wir jetzt nichts getan hätten!" Harry könnte es ihm sagen. Es wären zu viele gewesen und ein wenig konnte Harry diese Erkenntnis in den hellblauen Augen von Dumbledore sehen.

„Wir hätten ihn eines Tages bekommen!" sagte Dumbledore mit fester Stimme.

„Ja, eines Tages… in etwas weniger als 22 Jahren!"

Die Überzeugung in der Stimme und in der Mimik von Harry ließ Dumbledore zusammenzucken. Harry sprach hart weiter. „Es ist nicht alles so einfach wie man manchmal denkt und manchmal muss man Schülern die Wahrheit sagen, damit sie nach ihrer Bestimmung handeln können!"

Das Dumbledore jetzt gar nichts mehr verstand, überraschte Draco gar nicht. Harry sprach in Rätseln.

Aber eines wurde Dumbledore klar, die Schüler sind den Weg ihrer Überzeugung gegangen und nichts würde sie aufhalten können. Dumbledore hatte keine Chance diese Jungendlichen vor Augen zu führen, was für einen Fehler sie da angerichtet hatten. Für jedes Argument hatten sie sehr gute Gegenargumente und der Beweis, dass Voldemort wirklich tot war, stand noch immer aus. Dumbledore würde sich erstmal nach dem aktuellen Stand der Todesser erkundigen. Vielleicht hatten die Schüler sogar recht und etwas Gutes getan, aber Dumbledore würde später noch mal mit Adrian Jericle alleine reden müssen. Alleine, ohne Schützenhilfe…

oooooooooo

„Sie haben gute Schützenhilfe gehabt!" sagte Dumbledore leise zu Harry, als die anderen Schüler sich zurück zur Krankenstation begaben. Harry musste noch hier bleiben, damit er mit den Eltern von Esmare reden konnte.

Harry saß vor Dumbledores Schreibtisch und fühlte sich gleich total alleine, da Draco auch zurück in den Krankenflügel musste. Natürlich wusste Harry sofort, wovon der Schulleiter sprach.

„Wie haben Sie es geschafft, die Slytherins auf ihre Seite zu ziehen?"

Harry lachte hohl auf. „Professor, ich habe es nicht gewollt. Ich habe nichts davon gewollt, aber mir blieb keine Wahl. Ich wollte die Freundschaften nicht, aber ich brauchte sie. Sie wollten meine Freunde sein!"

„Weil sie mächtig sind!"

„Nein!" widersprach Harry sofort. „Ich bin nicht wirklich mächtig. Ich habe nur meine gesamte magische Ausbildung auf diese Auseinandersetzungen ausrichten müssen. Meine Freunde wollten ihre Zukunft selbst gestalten. Auch Regulus Black wollte frei sein … und diese Aussicht habe ich ihm gegeben. Diese Aussicht und die Möglichkeit wieder einen Bruder zu haben!"

Harry sprach nicht weiter, da es an der Tür klopfte und zwei Personen das Büro betraten. Esmares Eltern waren Reinblüter und entsprechend selbstbewusst bewegten sie sich hier, wo sie selbst als Schüler lang gelaufen waren.

Harry schluckte, das Gespräch würde nicht angenehm werden.

Das Gespräch bewirkte allerdings nicht das, was Dumbledore erwartet hatte. Der Slytherin blieb nicht kühl, sondern brach fast selbst zusammen, während er die Eltern versuchte über den Tod ihrer Tochter aufzuklären.

Irgendwann schickte Dumbledore Harry zurück zu Madam Pomfrey und blieb alleine mit den trauernden Eltern im Büro. Harry hatte eines ganz deutlich hervorgehoben, dass Esmare, wie die anderen Involvierten auch, den Merlinorden erster Klasse verdient hätten und das Esmare es nicht bereut hatte mitgegangen zu sein.

Sie war gestorben um ihre Freundin zuretten. Sie war eine echte Gryffindor und würde immer in ihren Herzen weiterleben. Sie war ein Opfer, aber sie war auch das letzte Opfer von Voldemort. Das letzte Opfer dieses Krieges.

oooooooooo

Vier Tage waren vergangen und alle Schüler waren aus dem Krankenflügel entlassen worden. Es war schon spät am Nachmittag, aber noch stand die Sonne freundlich über dem Gelände von Hogwarts.

Harry stand alleine am See und blickte auf die glänzende Oberfläche, die das Sonnenlicht sanft reflektierte, während auf der anderen Uferseite die Schüler im Wasser tobten.

„Es ist komisch, dass die anderen Schüler so ruhig und relaxt sind, oder?" fragte eine dunkle Stimme hinter Harry. Kurz zuckte Harry zusammen, aber er hatte die Stimme schnell erkannt. Als der gleichgroße Junge sich neben ihn stellte, drehte Harry sich nur kurz zu ihm hin, dann blickte er wieder auf den See.

„Es ist immer so!"

„Du kennst Dich damit aus, oder?" James lachte, als auf der anderen Uferseite gerade vier Mädchen einen Vertrauensschüler samt Kleidung in das kühle Nass warfen. „Es ist schön, dass die so fröhlich sind, aber sie wären es auch, wenn Voldemort noch leben würde!"

„Ja, man erwartet nicht von jedem Schüler, dass er sein ganzes Leben auf den Krieg ausrichtet. Es sind nur wenige… und es ist ein Albtraum!"

„Der jetzt zu Ende ist!"

Harry grinste befreit. „Ja!"

„Feierst Du nachher mit Dorian seinen Geburtstag nach? Ich habe da etwas munkeln gehört!"

Harry lachte nun leise. „Ja, ich wollte ihn ein wenig entführen!"

„Wohin?"

„Nach London in die Muggelwelt!"

„Wisst ihr eigentlich, wie viele Fragen ihr aufwerft?" James ließ sich auf der trockenen Wiese nieder und auch Harry setzte sich dazu.

„Nein, und ich will es auch nicht wissen. Du wirst mit Sirius und Remus heute Nacht durch den Wald streifen!"

„Hey, woher weist Du das?" James blickte Harry wieder einmal argwöhnisch an.

„Ich wünsche Euch viel Spaß und hoffe, dass Euch nichts passiert!"

„Weiß Dumbledore davon?"

„Nein, natürlich nicht!" Harry stand wieder auf und nahm einen Stein vom Ufer, um ihn dann wieder über den See springen zu lassen. „Ich kann Dumbledore nicht viel erzählen!"

Einen Moment herrschte eine entspannte Stille zwischen den Jungen, während der Wind sanft durch ihre schwarzen Haare wehte und das Wasser matt gegen die Uferböschung schwappte.

„Ich würde Dich gerne in Deiner Form sehen!" flüsterte Harry leise.

James riss die Augen auf. Er hatte schon verstanden, was Harry meinte, aber wieso wollte er seine Form sehen? Er überlegte einen Moment, dann schüttelte er den Kopf. Harrys hatte so viel für sie getan, dass dies wirklich nur ein kleines Opfer sein sollte. James huschte also unauffällig in den angrenzenden Wald und trat kurze Zeit später als Hirsch daraus hervor.

Harry drehte sich um und betrachtete den stolzen Hirsch. Ein breites Lächeln legte sich auf sein Gesicht und vorsichtig streichelte er den Kopf des Tieres. Es war anders als sein Patronus, aber die Figur war deutlich die gleiche und es bereitete Harry ein unbeschreibliches Glücksgefühl. Er nickte James zu und dieser verwandelte sich umgehend zurück.

James betrachtete den Slytherin mit einem warmen Blick. „Manchmal habe ich das Gefühl, dass wir uns total ähnlich sind, aber dann kommt eine Situation, wo Du ganz anders reagierst, als ich reagieren würde. Aber Deine Reaktion ist Richtig und Korrekt und ich denke dann nur wieder, dass Du keine 15 Jahre alt sein kannst!"

Harry wandte sich wieder dem See zu. Ein kalter Schauer nach dem anderen jagte seinen Rücken hinab. Die ehrlichen und anerkennenden Worte von James gingen tief. Harry konnte James nicht die Wahrheit sagen. Er konnte und durfte nicht, nicht wenn er eine wirklich friedliche und normale Zukunft haben wollte. Wenn es überhaupt eine Zukunft für Harry Potter gab.

„Bist Du glücklich mit Lily?" Harry wechselte sehr überraschend das Gesprächsthema und James blickte überrumpelt zum Slytherin hin.

„Ja, ich bin sehr glücklich mit ihr, auch wenn sie im Moment noch sehr um Esmare trauert und sich um Dich Sorgen macht. Ich liebe sie!"

„Dann tue mir bitte ein Gefallen und pass gut auf sie auf. Lass sie Esmare nie vergessen, denn sie hat ihr Leben gerettet und tröste sie, wenn ich weg bin!"

„Du gehst weg?" James sprang nun auf Harry zu. Mit einer harschen Bewegung drehte er den anderen Jungen zu sich um und konnte die Ernsthaftigkeit dieser Situation in jeder Faser seines Gesichtes ausmachen.

„Adrian Jericle, Du kannst doch nicht einfach verschwinden!" rief James wütend aus.

Harry strich sich die Haare aus den Augen und blickte James ernst an. „Ich habe Dich und die anderen wahnsinnig lieb, aber Dr-- Dorian und ich müssen zurück, woher wir gekommen sind."

„Wann kommt Ihr wieder?!"

„Es könnte ein paar Jahre dauern!"

James sah alles andere als glücklich aus und konnte diese Entscheidung nicht verstehen. Aber Harrys Ernsthaftigkeit sagte deutlich, dass es keine andere Wahl gab.

„Bitte sag es noch nicht den anderen… ich möchte die letzten Tage mit Euch noch in Ruhe genießen!"

James nickte nur traurig und ließ sich wieder auf den Boden fallen.

Wieso tat der Gedanke, dass Adrian wegging so wahnsinnig weh? Warum tat es mehr weh, als die Gewissheit, dass die Freundschaft zu Wurmschwanz kaputt war? Warum war dieser Junge ihm so wichtig?

oooooooooo

Harry und Draco schlichen sich, unter den amüsierten Blicken von ihren Freunden, aus Hogwarts und apparierten nach London. Sie spazierten durch die nächtlich beleuchteten Straßen Londons und genossen ihre gemeinsame Zeit. Sie gingen in einem Muggel-Restaurant lecker essen und machten sich einen schönen Abend.

Dumbledore hatte sie von Hogwarts verwiesen, aber Harry und Draco hatte es nicht wirklich gestört. Sie wussten, dass sie am ersten September nicht mehr nach Hogwarts zurückkommen würden. Sie hatten trotzdem auf Dumbledore eingeredet, dass sie wenigstens noch bis zu den Sommerferien auf Hogwarts wohnen durften. Der Schulleiter hat schließlich nachgegeben, denn immerhin war jetzt alles vorbei. Das Ministerium hatte bestätigt, dass alle Todesser durch einen stechenden Schmerz ihre Male verloren hatten. Wenn dies der Wahrheit entsprach, warum sollte dann das andere nicht auch wahr sein?

Die beiden Jungen liefen nebeneinander eine Londoner Straße entlang und schwiegen.

„Was passiert mit uns?"

Die Frage von Draco ließ Harry sofort im Schritt stoppen. Er blickte den blonden Jungen traurig an.

„Ich weiß es nicht genau!" Harry griff nach Dracos Händen, aber der entzog sie ihm sofort wieder. „Ich habe auch Angst, Draco!"

„Du weiß gar nichts!" zischte Draco und lief weiter die Straße entlang.

Harry lief sofort hinterher. „Draco warte!"

Mit einer energischen Bewegung zog Harry den Slytherin in eine Umarmung. „Ich habe auch Angst Dich zu verlieren!"

Diese Aussage nahm Draco den gesamten Wind aus den Segeln und er fühlte, wie er sich nur noch in die Umarmung drückte. Harry schloss seinen Drachen noch fester in die Arme und drückte sein Gesicht in den Nacken des Blonden.

„Wir werden uns wieder finden!" flüsterte Harry tapfer.

„Und wie soll das funktionieren? Wir wissen doch nicht einmal, ob wir in fünf Jahren wirklich geboren werde?!"

„Draco, ich liebe Dich!" sagte Harry mit Tränen in den Augen und schwacher Stimme. „Ich werde immer bei Dir bleiben!"

Draco schniefte unterdrückt. Er wollte nicht heulen. „Warum musst Du so ein verdammter hoffnungsvoller Gryffindor sein!", schimpfte er und konnte sich aber ein leichtes Lächeln nicht verkneifen. Harrys unzerstörbarer Wille und seine unsterbliche Hoffnung steckte an.

Draco wusste nicht, was er noch sagen sollte und so zog er nur den Jungen vor sich in einen tiefen und zärtlichen Kuss. „Wir genießen, was wir haben!"

Damit konnte auch Harry leben und sie genossen den friedlichen Abend zu zweit. Sie erkundeten London bei Nacht und kamen erst in den frühen Morgenstunden zurück.

Eigentlich hatten sie das Frühstück ausfallen lassen wollen und schliefen daher noch friedlich zusammengekuschelt in Harrys Bett, aber Nichts in Harrys Leben läuft nach Plan. Die lauten Stimmen ihrer Freunde rissen dann doch irgendwann die Schlafenden aus ihren schönen Träumen. Harry bereute die Zauber von den Betten genommen zu haben…

„Was wollt ihr hier?" nuschelte Draco verstimmt, als er nicht nur Slytherins um das Bett herumstehen sah.

„Es ist offiziell!" sagte Lucius grinsend.

„Hä?" Harry gähnte, setzte sich aber ein wenig auf und kraulte Cosmo hinter den Ohren.

Anstatt eine Antwort zu erhalten, landeten drei Zeitungen auf der Bettdecke und auf allen dreien war deutlich die Schlagzeile zu erkennen.

„DER UNNENNBARE VON SCHÜLERN BESIEGT!"

„Die RETTER: ein Duzend Schüler besiegen das Böse!"

„Ein WUNDER von KINDERN vollbracht!"

„Wir sind aber keine Kinder mehr!" sagte Draco verschlafen und nahm sich eine Zeitung. Er wollte es genauer wissen, aber Harry hatte kein Interesse daran. Er hatte sich noch nie besonders gut mit den Zeitungen verstanden und legte daher keinen Wert darauf, was dort drin stand.

„Es wurde aber auch mal Zeit, dass das an die Öffentlichkeit kommt. Die Gerüchteküche hat ja schon laut genug gebrodelt!" sagte Lily und ließ sich neben Harry auf die Bettkante nieder.

„Okay, es ist jetzt offiziell, gibt es sonst noch wichtige Informationen?" Harry wirkte nicht besondern überrascht oder beeindruckt.

„Das schlimmste an diesem Artikel ist, dass wir als ‚DIE RETTER' tituliert werden!" schnaubte Draco und schlug eine Seite um. Harry rollte die Augen… er hatte schon immer blöde Namen oder Titel gehabt. Es war nichts Besonderes mehr.

„Heute Abend findet eine große Feier statt!" sagte Sirius und grinste über das ganze Gesicht.

„Eine Siegesfeier!" sagte James und grinste genauso breit wie sein Freund.

„Nur für uns!" fügte Sal hinzu.

Harry ließ sich wieder ins Bett fallen. „Schön!" stöhnte er und schloss die Augen.

„Hey!" rief Lily aus. „Ein bisschen mehr Freude, wenn ich bitten dürfte!" Sie schlug Harry leicht gegen die Schulter und guckte ihn böse an.

„Wir erhalten eine Auszeichnung vom Ministerium!" sagte Severus leise.

Harrys Reaktion darauf war, dass er erst die Augen erschrocken aufriss und dann die Decke mit Schwung über seinen Kopf zog. Sal war sich nicht ganz sicher, aber sie glaubte ein undeutliches Murmeln unter der Decke ausmachen zu können und wenn sie sich nicht total irrte, dann war es ein ‚las das bitte ein Traum sein, bitte nur ein Traum'.

„Es ist kein Traum!"

„Doch ein Albtraum!" nuschelte Harry weiterhin undeutlich und war kaum zu sehen.

Mick lachte und schüttelte den Kopf. Sie konnte dieses schüchterne Verhalten nicht verstehen. Nicht bei einem so starken Magier wie er.

Niemand konnte es, selbst Draco hatte damit noch seine Probleme, denn er lernte Harry Potter jeden Tag ein wenig besser kennen und begriff langsam, dass er Harry Potter früher wirklich nicht gekannt hatte.

„Wir werden es überleben!" sagte Remus und schien als einziger ebenfalls nicht vor Stolz und Selbstbewusstsein zu explodieren. Harry war ihm so dankbar.

oooooooooo

Die Feier war dann zum Glück nicht ganz so furchtbar, da die Sitzordnung eine ganz neue war und alle Freunde zusammen um einen großen runden Tisch sitzen konnten. Der Zaubereiminister hielt eine Ansprache über Mut und Tapferkeit, während Dumbledore gleich darauf eine Rede über Gefahren und Leichtsinn hielt.

Unter der Aufmerksamkeit der gesamten Zaubererpresse und Schülerschaft erhielten sie alle den Orden des Merlins, erster Klasse. Harry freute sich irgendwie für seine Freunde, aber er konnte darauf wirklich verzichten. Als der Zauberei-Minister dann später, während alle am Essen waren, auf ihn zuschritt, nahm Harry schnell mit Lily reiß aus, auf die Tanzfläche.

Das rothaarige Mädchen lachte und schmiegte sich in die Arme des Jungen, der ihnen die Freiheit gebracht hatte.

„Lily, würdest Du mir einen Gefallen tun?"

Lily runzelte die Stirn, aber tanze ruhig weiter. Harrys Stimme war so ernst und doch so traurig. Seine Hände hielten sie sanft umschlungen und sie hatte wirklich das Gefühl, dass er diese Nähe genoss.

„Klar!" sagte sie, ohne wirklich zu zögern.

„Bitte… egal was auch kommen mag, halte freundschaftlichen Kontakt zu Narcissa und Lucius!"

Lily zwinkerte überrascht und blickte dann mit ihren grünen Augen hinauf zu Harry.

„Warum?"

„Es ist mir wichtig!"

„Es ist Dir mehr als nur wichtig!"

„Ja!"

„Adrian, ich verstehe Dich nicht! Aber … ich werde es machen! Ich verstehe mich mit Narcissa wirklich gut."

„Ich danke Dir, Lily!" Der Tanz war zu Ende und Harry verabschiedete sich mit einem sanften Kuss auf die Wange. Sofort schoss dem Mädchen die Hitze in die Wangen, aber Harry lächelte nur und mit einem Zwinkern stand James bereit und forderte den nächsten Tanz ein.

Harry zog sich zu Draco zurück, auch wenn er den Minister nicht aus den Augen ließ und so jegliche Begegnung aus dem Weg ging, verlor er sich fast in der zärtlichen Umarmung von Draco.

Der Abend war, nachdem die offiziellen Personen die große Halle endlich verlassen hatten, wirklich entspannend und schön. Harry genoss die Lebendigkeit und Fröhlichkeit mit jeder Faser seines Seins.

Während Sirius und Severus über das Ministerium und ihre Aufgaben und Gesetze wild diskutierten, tanzten die Paare und festigten ihre Freundschaften untereinander.

„Ich liebe Dich!" sagte Harry leise und Draco lächelte sanft. Gemeinsam bewegten sie sich zur Musik und es schien für sie einfach nur richtig zu sein.

„Du gehörst zu mir, mein Panther!"

„So wie Du zu mir gehörst, mein Drache!"

Beide lachten leise und tanzten dann weiter.

Versunken in ihre Welt, ihre Erinnerungen und ihren Träumen.

oooooooooo

träum

tbc.

Wir nähern uns dem Ende….