Titel: Ein Leben wie die Zukunft

Autor: Momixis

Zeit: spielt nach „Halbblutprinz"

Kapitel: Epilog

Teil: 9/9

Paare: Es kommen viele der typischen Paare vor, aber Hauptpersonen werden Harry und Draco sein… (später auch als Paar)

Warnungen: Slash, Charadeath, lange Geschichte, unterschiedlich lange Kapitel….

Inhalt: Harry und Draco sind durch die Zeit gereist und nun haben sie die Chance etwas zu verändern. Harry will diese Möglichkeit nutzen ohne die Menschen, die ihm wichtig sind in Gefahr zu bringen. Wird er es schaffen? Wird er alleine den Weg gehen können? Welche Rolle wird Draco zu Teil? Und halten die Rumtreiber und die anderen Schüler von Harry? Was denkt Dumbledore?

MIR GEHÖRT NICHTS UND ICH VERDIENE DAMIT AUCH KEIN GELD!


Danke an alle Reviewer!! Jedes einzelne Review hat mich sehr erfreut und mir einen weiteren Grund gegeben, auch weiterhin die Kapitel on zu stellen und bei Gelegenheit weitere Geschichten zu schreiben. Vielleicht lest ihr bald etwas Neues von mir, aber dann bestimmt nicht sooo lang. Ich bin aber wahnsinnig stolz auf mich, dass ich es durchgehalten habe… bis zum bitteren Ende…. Den Epilog habe ich geschrieben, als ich gerade mitten in der Geschichte war… Ich wünsche Euch allen dabei viel Spaß

Eure Momixis

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Hey Zissy!!! Nicht traurig sein (tröst) Naja, so simpel war der Putzzauber auch nicht, oder? also wenn du Remus und Narcissa fragen würdest, dann würden die das bestimmt nicht als leicht bezeichnen (g) Ich bin dir total dankbar für deine Treue und Ehrlichkeit; Es freut mich, dass dir meine Geschichte so gut gefallen hat und daher drücke ich dich ganz doll. Liebe Grüße aus Krefeld, (knuddel) Deine Momixis

Hi Saphirath!!! Harry und Draco sind weg, da es sie nie gegeben hat... noch nicht. Es gibt nur eine Zeitlinie und die haben die zwei gründlich verändert. Ich hoffe, dass dir mein Epilog genauso gefällt und er deine Neugier stillt. Viel Spaß dabei, knuddel.

Hey DjEngelchen!!! Der Epilog ist nicht wirklich traurig, aber an manchen Stellen melancholisch (so empfinde ich es jedenfalls). Die Geschichte ist nur so gut, weil sie ein Ende hat. so gut eine FF auch sein mag, wenn sie kein Ende findet, dann wird sie richtig schlecht... alle Abenteuer etc. brauchen einen Abschluss, denn das Leben ist nicht immer spannend... Ich wünsche dir ganz viel Spaß, knuddel.

Hi Hindemid!!! Ich hoffe, dass du déinen Urlaub genießen konntest und nicht ständig auf I-net Entzug standest (grins). Das mit den 90 Kapiteln hat sich dadurch erledigt, dass ich nach dem immer 2 Kapitel zusammen gelegt habe. Diese Geschichte ist daher wirklich zuende... nach dem Epilog. und ich werde auch garantiert eine Nachfolgegeschichte schreiben. Ich hoffe es gefällt dir, viel Spaß dabei, knuddel. Deine Momixis.

Hey Glupit!!! Wenn du nach diesem Epilog noch Fragen hast, dann wäre es gut mir eine PM-Adresse oder ne Mail-Add zu geben, dann kann ich sie auch beantworten, denn nach diesem Kapitel ist ENDE. Es wird nicht weiteres geben. Schade nicht?! Aber es ist auch gut so. Viel Spaß und knuddel.

Hi Seelentochter!!! knuddel. Ich verstehe, was du meinst. Aber sie kommen wieder und ihre Tat war nicht umsonnst. Ich denke, dass dir der Epilog gefallen wird, auch wenn ich wohl nicht alle Fragen beantworten kann. Einige Dinge bleiben mystisch und so wollte ich es auch. Viel Spaß dabei und ich knuddel Dich ganz doll. Deine Momixis


Teil VIII

Tödliche Verbündete

Epilog

31. Juli 1995

Es war ein sehr sonniger und ein sehr heißer Tag. Es war Hochsommer, da durfte so ein schönes Wetter sein und es wurde auch erwartet. Fröhliches Lachen schwebte durch das offene Fenster und Lily lächelte glücklich. Die Zeit war so schnell vergangen. Sie wollte sich gerade den Kuchenteig vom Finger lecken, als sich eine warme Hand um ihr Handgelenk legte und so den Finger an die Lippen von dem jungen Mann neben ihr lenkte. Sanft knabberte James den Teig ab und Lily lachte hell auf. Sie gab ihrem Mann einen liebevollen Kuss und füllte schnell den Teig in die eingefettete Springform, bevor ihr Mann die Kinder holte und der Kuchen zu klein für die Gäste ausfallen würde. Sie kannte ihre Rasselbande doch.

James grinste nur. „Angst, Lil?"

Lily schickte ihm einen gespielt bösen Blick und schüttelte nur den Kopf. „Nein, ich habe nur aus meinen Fehlern gelernt!"

„Der Tisch steht unter der großen Eiche und ist fertig gedeckt."

„Wer hat gedeckt?" fragte Lily nach, während sie den Kuchen in den vorgeheizten Backofen schob.

James grummelte aufgrund dieses Misstrauens. „Cissa, hat aufgepasst!"

„Gut!", sagte Lily strahlend. Wenn Narcissa dabei war, dann konnte es nur eine wirkliche Festtafel werden. Ihr Sohn hatte doch nur einmal im Jahr Geburtstag und ihr Glück war es, das es immer in den Sommerferien war. So konnten sie gemeinsam feiern. Mit der Familie und allen Freunden.

„Wo sind die Kinder?"

„Ich glaube Dein Sohn würde es nicht so toll finden, noch als Kind bezeichnet zu werden, aber sie sind draußen und spielen Quidditch."

Lily rollte die Augen: „Was auch sonst! Ich fürchte wenn Sam in drei Jahren nach Hogwarts kommt, dann wird sie nur noch Quidditchverrückter sein, als so schon!"

James nahm seine Frau zärtlich in den Arm. „Komm Lily, sei stolz auf Deine Tochter, sie kann für ihr Alter sehr gut fliegen, auch wenn sie wohl nicht so schnell an das Talent ihres Bruders heran kommen wird. Aber Sam fühlt sich nicht von ihm untergebuttert, nur weil er schon ein Angebot für die Chuckley Cannons hat. Und das zwei Jahre vor seinem Abschluss in Hogwarts!" Er küsste sich leicht. „Sam hat dafür andere Talente, ganz wie ihre Mutter." Wieder küsste er Lily zärtlich und voller Liebe.

„Ich denke wir können ziemlich stolz auf unsere beiden Kinder sein!"

„Ich hoffe Ihr spricht nicht von mir?! Ich bin kein Kind mehr! Ich werde heute 15 Jahre alt, also bitte!" Lily und James lachten leise auf, als sie ihren Jungen im Türrahmen stehen sahen. Dieser blickte sich suchend in der Küche um, dann lief er mit schnellen Schritten zur Rührschüssel und kratzte den restlichen Teig vom Rand ab. Oh, er liebte es, dass seine Mutter noch immer nur auf Muggelart backte. Bei der magischen Variante würde nichts zum ausschlecken übrig bleiben.

Er kassierte einen bösen Blick von Lily und James streckte ihm ‚Daumen hoch' entgegen.

„Harry James Adrian Potter, ich denke, dass Du eindeutig zu viel naschst. Es wird nachher noch genug Kuchen für Euch alle geben, also lasst mich jetzt in Ruhe backen."

Mit energischen Gestiken scheuchte sie ihre zwei Männer aus der Küche. Oh, wie sie ihre Familie doch liebte.

oooooooooo

Der Nachmittag kam und so auch die Gäste. Wie Lily erwartet hatte, war der Tisch eine Pracht. Eine weiße Tischdecke und weißes Geschirr, dazwischen lagen rote und orange Blüten und goldenes Glitter. Die leichte Sommerbrise würde dank der Magie nichts durcheinander bringen und selbst die dunkelroten Kerzen flackerten kaum. Es gab Momente, wo Lily einfach froh über die Magie in ihrer Familie war.

„Narcissa, es sieht toll aus!" sagte sie und lächelte ihr strahlend zu. Narcissa lächelte zurück und drückte dabei die Hand ihres Mannes. Lucius grummelte. Er war der Meinung, dass Narcissa zu gutmütig sei und eher eine Hauselfe zur Hilfe hätte schicken sollen. Wenn die Potters schon eine große Kaffeerunde machen wollten, dann sollten sie auch entsprechend arbeiten oder halt eine Hauselfe damit beschäftigen. Es war jedes Jahr das gleiche Thema und vermutlich auch schon eine Art der Tradition, die Lucius und Lily nicht aufgeben wollten.

Alle waren da. Mick mit ihrem Freund, Sal und Konstantin, mit ihrer 14-jährigen Tochter Luna, Remus und seine Frau Nymphadora, mit dem dicken Babybauch, Sirius und Severus... Es war nichts Besonders, dass alle hier zu einer Feier auftauchten. Dumbledore hatte nur schmunzelnd den Kopf schütteln können, als 1976 das neue Schuljahr begann und die Feindschaft zwischen Gryffindor und Slytherin einfach verschwunden war. Adrian Jericle und Dorian Mosnay hatten eine Veränderung bewirkt, die unglaublich und einmalig war. Hogwarts war seit dem nicht mehr das was es mal war. Es war beeindruckender, mächtiger und schöner geworden. Manchmal hatte Dumbledore das Gefühl, dass das Schloss von einem goldenen Licht des Friedens eingehüllt war. Und er wollte nicht meckern, wenn es wirklich so war.

Neben Harry saß eine rothaarige Achtjährige, welche Lily verdammt ähnlich sah. Nur die Augen, waren die von James. So ergänzten Samantha und Harry sich perfekt und spiegelten alle Eigenschaften ihrer Eltern wieder. Neben Samantha saß die siebenjährige Natalie Malfoy. Auch bei ihr erkannte man die Verbindung in die Malfoyfamilie deutlich. Samantha und Natalie waren etwa genauso gute Freunde, wie Harry und Draco. Wie sollte es auch anders sein, wenn man fast zusammen aufwuchs und die Eltern einfach gute Freunde waren.

Die temperamentvolle Anastasia schrie nach Aufmerksamkeit und Severus schickte Sirius einen bösen Blick. „Sorg Dich gefälligst um Deine Tochter!" schnappte der ehemalige Slytherin wütend.

Das kleine Mädchen blickte mit dunkelvioletten Augen zu Sirius empor, auf dessen Schoß sie saß und machte den Mund weit auf. Sie wollte Kuchen und hatte keine Lust auf den Streit zwischen den beiden Männern. Sie war zwei Jahre alt und hatte langes schwarzes Haar, was hätte man auch erwarten sollen? Sirius sah Severus entrüstet und mit funkelndem Blick an. „Kümmer' Dich doch selbst um sie, es ist schließlich auch Deine Tochter!"

Aber Sirius nahm mit seiner Gabel etwas von der Kirschtorte und gab Anastasia einen kleinen Happen, den sie gierig zerkaute.

Severus sah seinen Mann missmutig an. Manchmal fragte er sich wirklich, wie es dazu kommen konnte. Er verheiratet mit ihm und sie hatten das pure Glück erfahren, als die neuste magische Entwicklung eine Fortpflanzung durch eine Leihmutter, ermöglicht wurde, bei der aber nur die männlichen Erbanlagen zum Baby führten. Anastasia war ihre Tochter, die nur Sirius' und seine eigenen Gene hatte. Vielleicht war dies ein Fehler gewesen…

Draco grinste ihn herausfordernd an. Manchmal hatte Severus das Gefühl, dass Draco wusste, was in seinem Kopf vorging. Es war beängstigend. Aber er wollte sein persönliches Glück nicht missen, auch wenn es ihm noch immer missfiel in der Öffentlichkeit Gefühle zu seinem Mann offenbaren zu müssen. Warum war Sirius auch nur so temperamentvoll?

Severus grinste bissig zurück und Draco erbleichte. Unter dem Tisch suchte er Harrys Hand und drückte sie vorsichtig. Der schwarzhaarige Junge blickte zum Patenonkel seines Freundes und zuckte die Schultern. Harry würde sich nicht von Severus einschüchtern lassen, das Theater hatten sie in ihrem ersten Schuljahr geklärt. Severus hatte in dem ersten Moment wirklich überlegt zu kündigen, aber Harry war ganz gryffindormäßig auf seinen Zaubertranklehrer und Fast-Onkel zugegangen und sie hatten ihre Fronten im Bezug auf den Unterricht geklärt. Der Unterricht machte jetzt sehr viel mehr Spaß und kostete nicht mehr so viele Nerven. Draco war unsagbar stolz auf seinen Freund gewesen.

Die Situation zwischen Sirius und Severus wurde von niemand wirklich berücksichtigt, es war nichts Ungewöhnliches. Es gehörte eher zum Alltag.

Die Geburtstagsfeier war toll. Wie immer wurde viel gelacht und Erinnerungen ausgetauscht. Als es plötzlich knallte und eine Rauchglocke mitten auf der Wiese entstand, sprangen die Erwachsenen erschrocken und alarmiert auf. Harry überlegte, ob es vielleicht Ron und Hermione sein könnten, die mit Hilfe der Zwillinge aus ihrem Bulgarienurlaub nach Englang gekommen waren, aber der Rauch verflüchtigte sich langsam und vier Asiaten erschienen mitten auf der Wiese.

Die Anwesenden hatten schon mal von dieser Art des Fern-Apparierens gehört. Es dauerte länger und war anstrengender, aber was viel schlimmer war, es musste von beiden Ländern genehmigt sein. Das war das Zeitaufwendigste daran und daher verzichteten die Meisten darauf.

Harry runzelte die Stirn. Er konnte sich gar nicht vorstellen, um wen es sich hier handelte. Die Erwachsenen liefen allerdings erfreut auf die Neuankömmlinge zu. „Sanuel! Lin!" hörte Harry die erfreute Stimme von Mick. Da fiel auch bei ihm der Groschen. Er hatte die beiden Japaner noch nie gesehen, aber viel von ihnen gehört. Von ihnen und Adrian Jericle, aber auch von Dorian Mosnay. Wie sollte es auch anders sein, wenn man dank dieser beiden Jungen einen dritten Vornamen erhalten hatte. Draco und Harry tauschten einen verstehenden und etwas genervten Blick aus, dann traten sie höflich grinsend zu den Erwachsenen.

Sal umarmte gerade Sanuel herzlich, während sie Lin einen halb begrüßenden halb abweisenden Blick zuwarf, den beide Frauen schließlich zum Lachen brachte.

„Es hat sich nichts verändert!" sagte Konstantin mit trockener Stimme an Harry und Draco gewand. Er stand dabei und beobachtete die Situation nur. Alle stellten sich vor und die Begeisterung und Freude war in ihren Gesichtern zu sehen.

Lin war mit ihrem Mann Alekzander und ihrem fünf-jährigen Sohn gekommen. Die blickten sich erst einmal in dem fremden Land neugierig und vorsichtig um. Harry und Draco wollten gerade zurück zu ihrem Platz gehen, damit sie ihren Kuchen aufessen konnten, als Harrys Augen auf die von Lin trafen und sich etwas an ihrem Blick veränderte. Sie wandte den Blick nicht ab und ging langsam auf ihn zu. Die drei anderen Asiaten sahen ihr nur nachdenklich nach.

Harry fühlte sich unwohl unter diesem Blick. Unruhig griff er nach Dracos Hand, die dieser gerne verweigert hätte, aber es bei diesem Gesichtsausdruck nicht konnte. Er musste jetzt an Harrys Seite bleiben.

„Du bist Harry Potter!" sagte sie und studierte Harrys Gesichtzüge genau. „Es ist komisch. Verdammt komisch! Du bist es wirklich!"

Harry wollte fragen, was komisch ist, als es ein leises Ploppgeräusch gab und alle Augen sich auf die besagte Stelle richteten. McGonagall und Dumbledore erschienen zu einem Überraschungsbesuch.

„Oh, Fast alle Retter wieder vereint?"

Die Erwachsenen schnaubten einstimmig. So einfallslos war der Tagesprophet doch sonst nie gewesen. ‚Die Retter' wurden sie genannt und Harry musste grinsen. Keiner von den Erwachsenen hörte es gerne und im Notfall war diese Anspielung eine gute Waffe gegen elterliche Anordnungen und Predigen.

Lin nickte, wie fast alle Erwachsenen, dem Schulleiter freundlich entgegen und wandte sich dann wieder Harry zu. „Ich muss Dir etwas sehr Wichtiges erzählen."

Harrys Augen wurden groß und er schob nervös seine Brille auf die Nase. Er hatte das Gefühl, dass er es nicht wirklich wissen wollte. „Nein, ich glaube nicht, dass das notwendig ist!" Angst packte ihn und er wich unwillkürlich zurück.

Draco sah ihn besorgt an und Lily kam stirnrunzelnd zu ihnen. „Was ist los?"

Draco antwortete, denn Lin und Harry starrten sich noch immer unbewegt an. „Ähm… Lin will Harry etwas erzählen, aber Harry will es nicht hören."

Lily sah die Angst, die Harry hatte. „Was willst Du ihm erzählen, Lin?"

„Etwas, was ich vor Jahren versprochen habe zu erzählen. Deshalb sind wir hier und beginnen muss ich bei Harry!" Lin wirkte ernst und traurig.

„Ich will es aber nicht wissen… ich WILL es nicht wissen…"

„Harry!" wies James seinen Sohn scharf zurecht. Er konnte die Panik nicht verstehen. Es gab doch keinen Grund dafür.

Severus trat zu ihnen. „Du musst es nicht alleine durchstehen. Irgendjemand wird Dich begleiten können…" Severus blickte Lin kurz an, die nickte zögernd. „Wer soll Dich begleiten? Wir sind alle bereit, um Dich auch dadurch zu geleiten. Soll Draco …"

„Nein, nicht Draco", sagte Lin entscheidend. „Das was ich Harry zu sagen habe, ist nicht sofort für Dracos Ohren gedacht. Er wird es noch früh genug erfahren, wenn ich Euch allen das erzähle, was ich zu erzählen habe."

Harry schluckte. Er wollte es nicht erfahren, aber er musste, dass spürte er ganz deutlich. Lin wollte ihm etwas erzählen, was sein Leben verändern würde, aber er konnte sich nicht davor sperren, er durfte es nicht. Harry schloss die Augen und überlegte. „Remus!" sagte er schließlich sehr leise und alle blickten etwas überrascht zu Harry hinüber. Nur Lin lächelte leicht.

„Gut, Remus kommst Du?!"

Der Werwolf nickte überrascht und trat zu ihnen. Er gab seiner Frau einen kleinen Kuss und folgte dann Harry und Lin. Zum Abschied hatte der schwarzhaarige Junge Dracos Hand gedrückt und einen besorgten Gesichtsausruck mit dem blonden Jungen getauscht. Voller Wehmut ließ Draco seinen Freund gehen. Er wusste nicht warum, aber ihn hatte die gleiche Angst gepackt, die Harry fast zur Flucht trieb. Draco seufzte und hoffte, dass es nicht so schlimm werden würde. Er setzte sich und spielte mit kalten Fingern mit dem silbernen Anhänger eines Panthers, der um seinen Hals an einem schwarzen Lederband hing und ein Geschenk von Harry war. Sie hatten ihre Anhänger, die sie beide zum elften Geburtstag von ihren Paten erhalten hatten, im Februar getauscht und hatten seit dem das Gefühl auf diese Art fest miteinander verbunden zu sein. Er wünschte dem Gryffindor alles erdenkliche Gute und ganz viel Kraft.

Die Geburtstagsgesellschaft war plötzlich merklich ernst geworden und schwieg.

Anastasia zerrte am Hosenbein von Severus und wurde prompt schwungvoll hochgehoben. Alle Blicke wanderten zu Sanuel, der aber schnell die Hände abwährend hob: „Ich habe keine Ahnung um was es geht. Es hat irgendetwas mit den alten Geschichten zu tun, aber fragt mich nicht!" Alle wussten, dass es gelogen war. Sanuel wusste was sich hier abspielte, aber er würde nichts sagen.

Der japanische Akzent war deutlicher als damals, aber schließlich lebten sie nicht mehr in England und sprachen so auch nur noch wenig englisch. Lily lächelte entschuldigend, als sie neue Plätze arrangierte und alle wieder Platz nahmen und sie Kuchen verteilte. James nahm sie in den Arm „Es wird nichts schlimmes sein!" sagte er an ihrem Ohr.

„Doch, es wird unser Leben verändern", sagte sie und ihre Augen füllten sich mit Tränen. Sie vertraute dem Gefühl, welches Harry vor diesem Wissen hatte und es war nur zu deutlich, dass er pure Angst gehabt hatte. Auch Dracos Angst war deutlich zu sehen und das war ein sicheres Zeichen, dass es wirklich schlimm war.

Lily hatte noch nie zwei Jungen gesehen, die sich so blind verstanden. Ohne Worte wussten sie, was der andere dachte und brauchte. Und im Moment wusste der junge Malfoy, dass Harry etwas Großes durchstehen musste und er ihn dabei nicht helfen konnte. Alle würden warten müssen. Lin hatte ja gesagt, dass alle es erfahren würden. Nur bis dahin müssten sie warten.

oooooooooo

Während wieder langsam Kuchen gegessen und Kaffee getrunken wurde, liefen Remus, Harry und Lin am Haus vorbei und in den angrenzenden Wald.

„Warum wolltest Du mich dabei haben?" fragte Remus schließlich. Er hatte ein sehr gutes Verhältnis zu Harry, aber er hätte gedacht, dass Sirius, James oder Lily eher als Begleitung geeignet wären. Deren Verhältnisse waren doch ein wenig fester und intensiver.

„Ich weiß nicht, ich denke, dass es so richtig ist!" antwortete Harry leise. Lin lächelte.

„Ich hätte es mir eigentlich denken können, dass Du Remus wählst. Er hat Dich schon oft in schlimmen Situationen begleitet. Das Leben und das Schicksal sind schon merkwürdige Faktoren, die wir wohl nie verstehen werden….und die Zeit!"

Beide sahen Lin fragend an. Sie traten in den Schatten des Waldes und atmeten die frische kühle Luft ein.

„Was willst Du mir erzählen?" Harry hatte keine Lust stundenlang durch den Wald zu laufen und zu warten, bis Lin ihren Mund öffnete. Wenn es nach ihm ginge, dann würde es schnell vorbei gehen.

Lin holte tief Luft und blickte Harry sanft an. Sie würde nicht lange um den heißen Brei reden wollen. „Weißt Du mit welchem Namen ich Adrian kennen gelernt habe? Welchen Namen er trug als wir alle ihn kennen gelernt haben?"

Harry und Remus runzelten die Stirn und Harry schüttelte den Kopf „Nein!" sagte er scharf. Es war deutlich, dass er eigentlich nicht über Adrian reden wollte. Lin schmunzelte leicht. Vermutlich hatte Harry alles schon 20 000 Mal gehört, aber nicht das, auf was es heute ankam…

„Er nannte sich Adrian Harald Jericle", sagte Lin, das Desinteresse nicht beachtend.

„Oh Gott! Ich bin komplett nach ihm benannt? Nicht nur den dritten Namen trage ich zur Erinnerung an ihn, sondern auch den Rufnamen?! Mum und Dad werden etwas zu hören bekommen…"

„Sie wissen nichts von dem zweiten Namen…" sagte Remus nachdenklich, den Wutausbruch kurzerhand beendend.

Harry starrte ihn an: „Bitte? Das wird doch kein Zufall sein!"

„Nein, es ist auch kein Zufall! Aber keiner außer mir, Dorian und Sanuel weiß von diesem Namen."

„Wie wurde ich denn dann nach ihm benannt."

„Wurdest Du nicht!"

„WAS?" Sie blieben stehen. „Das geht doch nicht, wenn Du sagst, dass es kein Zufall ist, was ist es dann?"

Lin lachte hohl auf. „Adrian hat sich nach Dir benannt. Jedenfalls kommt das eher hin als umgekehrt."

„Sorry Lin, aber kannst Du bitte erklären, wie das logischer sein soll?" Remus schien genauso wenig zu verstehen, wie Harry.

„Es tut mir furchtbar Leid diese Geschichte zu erzählen, aber Adrian hat mich darum gebeten."

„Komm zum Punkt Lin! Warum sollte dieser Kerl Dich vor fast 20 Jahren darum bitten, mir heute diesen Quatsch zu erzählen?"

Harry war wütend. Er wich dem Blick von Lin aus und starrte in den mit Sommerlicht durchfluteten Wald hinein. Lin seufzte leise.

„Adrian hat das Schicksal ausgetrickst. Adrian war ... Adrian hat…" Lin kamen die Tränen und sie schluchzte auf.

Remus war besorgt. Was passierte hier. Harry war von Natur aus neugierig, warum wollte er das Wissen nicht haben? Warum war Lin so verzweifelt. Warum hatte Adrian gewollt, dass Harry etwas so Wichtiges erfuhr, obwohl Adrian Harry nicht kennen konnte. „Warum wollte Adrian, dass Du uns das alles erzählst?"

Wieder schluchzte Lin auf und seufzte: „Damit wir wissen, was man bewirken kann. Wozu wir in der Lage sind und wozu Du in der Lage bist, Harry!"

„Was soll das? Was hat das jetzt plötzlich mit mir zu tun? Bei Merlin, ständig dreht sich alles nur um Jericle…"

Harry wandte sich ab. Er wollte nicht mehr. Er hatte keinen Bock auf dieses Spiel. Vermutlich war es nur wieder ein blöder Geburtstagsgag. Harry schnaubte und lief ein paar Schritte weiter, bis er wieder Lins Stimme an seinem Ohr hört.

„Harry…. Du bist Adrian…Adrian … ist äh ... war Harry Potter…"

Stille…

Schweigen…

Ruhe…

keine Bewegung und kein Geräusch, außer dem Wind in den Blättern.

„WAS?" das kam von Remus. Leise und um Ruhe beherrscht.

Harry war noch immer erstarrt. Lin schloss die Augen und seufzte wieder. „Adrian hat Voldemort getötet und starb danach…"

„Das wissen wir!" warf Remus ein. Es machte keinen Sinn. Das alles machte einfach keinen Sinn.

„Nein, wir wissen, dass er nach dem Sieg 1976 verschwand, aber er starb nicht, denn er lebte nicht, … stopp, lasst mich zu Ende erzählen."

Harry hatte sich umgedreht und blickte mit glasigem Blick zu Lin. Er hatte das Gefühl von eisiger Kälte erfüllt zu sein. Die Sonne erreichte kaum seine Haut und der laue Sommerwind ließ ihn frösteln. Das konnte doch nicht wahr sein… und doch wusste Harry instinktiv, dass es so war. Genauso, wie er gewusst hatte, wie sein Patronus aussah, bevor er die Zauberformel zum ersten Mal hörte. Es ergab so Vieles einen Sinn, auch sein Zauberstab. Deswegen hatte Harry den Zauberstab von Adrian erhalten. Etwas worüber Harry sich nie aufgeregt hatte, denn er schien einfach perfekt für ihn zu sein. Einfach, wie für ihn gemacht… einfach perfekt…

Lin erzählte grob von dem Jungen, den sie kennen gelernt hatte und seiner wahren Geschichte. Remus wurde blass. Sie hatten das Paradies hier. Sie lebten im Glück und Frieden. Es hätte auch anders sein können. Er trat an Harrys Seite und legte beschützend den Arm um seine Schultern. Harry verkroch sich an der Brust des Mannes und schluchzte auf.

„Das kann nicht sein…" murmelte Remus und wusste doch, dass es wahr war.

Lin endete mit ihrer Zusammenfassung und schwieg. Nach fünf Minuten Stille zog sie vorsichtig ein kleines Büchlein aus der Tasche und reichte es zögernd Harry. „Du musst es nicht lesen, wenn Du nicht willst, aber es beinhaltet Dein ehemaliges Leben und die Ereignisse aus der Sicht von Adrian. Ich hatte es ihm zu Weihnachten geschenkt und er schrieb seine Geschichte hinein. Er bat mich nach dem Kampf, es Dir zu geben. Er wollte nicht, dass die Opfer umsonst waren und es womöglich vergessen wird. Er wollte, dass wir für den Frieden kämpfen, egal, was es uns kostet. Es hätte seine Identität kosten können und irgendwie hat es das auch. Er hat mit seinem ganzen Sein für den Frieden gekämpft. Harry, Du hast nicht nur ein Wunder vollbracht."

Harry nahm das schwarze Büchlein nach kurzem Zögern mit zitternden Fingern an. Auf dem Umschlag stand in goldener Schrift

Ein Leben wie die Zukunft

ungewiss, riskant und einmalig

Er schluckte. Er wusste, dass er es lesen würde. Er wollte es nicht, aber er musste. Wenn er damals gewollt hat, dass er es las, dann sollte es so sein.

„Lasst uns zu den anderen gehen, ich denke es wir Zeit ihnen die Illusion des Friedens zu nehmen. Ohne Harry wäre es nie dazu gekommen… Ohne die vielen Opfer, die alle einen Namen haben…" Remus strich Harry über den Rücken. Sie atmeten die frische Luft des Waldes und des Friedens ein. Dann gingen sie langsam zurück zur Geburtstagsgesellschaft. Noch immer sprach Harry kein Wort. Noch immer konnten sie es nicht glauben. Noch immer war es total unrealistisch.

Lily wurde noch blasser, als sie ihren verstörten und blassen Sohn sah. James nahm Samantha zu sich und auch Narcissa suchte unbewusst die Nähe zu ihrer Tochter. Draco lief sofort zu Harry und der verkroch sich in den schützenden Armen seines Freundes. Lily sah Lin nur bestürzt an.

„Was hast Du meinem Jungen erzählt!" zischte sie. Ihr Herz schmerzte. Sie hatte Harry noch nie so verzweifelt gesehen.

Was Lin dann zu berichten hatte, ließ einige in Tränen ausbrechen und andere kalkweiß werden. Lily verkroch sich in James' Armen und Sirius drückte Anastasia an seine Brust, während Severus seine Hand fast zerquetschte. Alle Augen waren weit aufgerissen und voller Unglauben schüttelte der eine oder der andere immer wieder den Kopf. Es war unglaublich. Es schien unmöglich.

Dumbledore erbleichte und verstand nun endlich. Viele Fragen von damals und von heute wurden beantwortet. Und McGonagall schämte sich zutiefst. Wie hatte sie ihren Schüler bloß behandelt?! Den Schüler den sie heute als einen ihrer Lieblingsschüler bezeichnen würde. Nur weil er ein Slytherin war und … und die ganze Welt von Hogwarts schon kannte. Er hatte sich im Unterricht einfach zu Tode gelangweilt… sich einfach um andere Probleme gekümmert… er hatte sich um die Rettung ihrer Welt gekümmert… McGonagall schämte sich für ihr Verhalten gegenüber eines Slytherins, der doch ein wahrer Gryffindor war.

Luna lächelte ihre weinende Mutter wissend an und ging dann zu Harry. Sie legte ihre Hand an seine Wange und sagte leise: „Du hast tolle Arbeit geleistet, Harry. Nur schade, dass wir keine DA mehr brauchen…"

„Eine Frage habe ich da noch, wer war dann Dorian?" Nymphadora kam bei den Erzählungen nicht ganz mit. Natürlich kannte sie genau, wie alle anderen Anwesenden, die Geschichten aus dem spektakulären sechsten Schuljahr der Rumtreiber. Vielleicht kannte sie sogar mehr als der Schulleiter, der froh war, dass alle anwesenden Schüler nicht direkt in die Geschehnisse von damals involviert waren, denn sonst hätte er sie jetzt noch rausschmeißen müssen.

Einen Moment blieben alle wie erstarrt sitzen. Dann wurde Narcissa kreidebleich und ihr Blick wanderte zu ihrem Sohn. Alle starrte jetzt Draco an, der noch immer neben Harry stand und ihm Halt gab. Er wurde noch blasser.

„Deshalb sollte ich die Hogsmead-Erlaubnis unterschreiben… nichts von magische Beeinflussung der Unterschrift!" hauchte Narcissa voller Unglauben.

Auch Sirius begriff: „Draco war Dorian! Und ich war schon damals der Patenonkel von Harry, er zwang mich zur Unterschrift, daher wusste er von unseren Geheimnissen, wir haben es ihm selbst erzählt…"

Die Erwachsenen waren wieder bleich geworden und gingen ihre Erlebnisse jetzt mit dem Wissen durch, dass Adrian Harry und Dorian Draco gewesen waren. Es war erschreckend. So viele Ungereimtheiten klärten sich und Fragen wurden beantwortet. Alles ergab einen Sinn. Jedenfalls fast alles.

„Nein Sirius! Harry wusste nichts von deiner Animagi-Gestalt… jedenfalls nicht vor seinem dritten Schuljahr, als er Dir das erste Mal begegnet ist…" Es war komisch für Harry, von sich selbst in der dritten Person zu sprechen und dabei sich nicht wirklich selbst zu meinen. Aber er hatte begonnen das kleine Büchlein zu lesen und die kurze Zusammenfassung am Anfang ließ ihn zittern. Heiße Tränen füllten seine grünen Augen und Draco drücke verzweifelt seine schmale Hand.

„Harry hatte kein schönes Leben… Sein Leben war ein Überlebenskampf…" schluchzte Harry unter Tränen. Draco zerriss es das Herz. Er beugte sich schließlich zu den Schwarzhaarigen und gab Harry einen sanften tröstenden Kuss voller Zuneigung und Liebe. In diesem Moment war es ihm egal, was seine Eltern zu dieser Beziehung sagten. Aber wenn er wirklich Dorian war und Harry Adrian, dann war es halt Schicksal. Dann gehörten sie einfach zusammen. Das hatten nicht nur seine Eltern ständig gesagt. Adrian gehörte zu Dorian und Dorian zu Adrian. Zwei Seiten einer Medaille. Zwei Teile des Ganzen.

„Du gehörst zu mir, mein Panter!" flüsterte Draco liebevoll und mit einem breiten Lächeln.

Harry antwortete mit erstickter Stimme: „So wie Du mir gehörst, Drache!"

DAS ENDE ..... THE END

oooooooooo

Ihr habt es tatsächlich bis hierhin geschafft,… ich bin stolz auf Euch. Sagt mir doch kurz wie ihr sie fandet… bzw. wie ihr den Epilog fandet. Ich kann Eure Kritik für meine zukünftigen Geschichten verwenden, also bitte teilt mir Eure Meinung mit.

Alles Liebe, Eure Momixis

ps: Ich werde Euch alle soooooo sehr vermissen.... schnief