Epilog : 5 Jahre Später

Dirdra und Severus hatten am Yule Fest im selben Jahr wie Draco und Blaise geheiratet. Es war ein wundervolles Fest. Dirdra hatte ein wunderschönes, schlichtes, langes Kleid getragen. Über den freien Schultern eine weisse Fell-Stola. Sie sah aus wie die Schneekönigin.

Severus war weit gekommen mit seinen Forschungsarbeiten und hatte Ruhm und Ansehen. Dirdra selbst arbeitete zu Beginn im Ministerium, doch bereits im Sommer nach der Hochzeit hörte sie damit auf, als ihr erster Sohn zur Welt kam. Keyan Larkin.

Nach etwas mehr als einem Jahr dann die Tochter Calista Moira und nun war sie mit Zwillingen in andern Umständen.

Auch Harry und Ginny hatten geheiratet. Ihre Zwillinge, Liam Fred und Lysander David, waren jetzt drei Jahre alt.

Ron und Hermine hatten sich mehr Zeit gelassen, denn Hermine wollte zuerst ihre Ausbildung machen. Doch auch sie hatten bereits eine Tochter. Glenna Myriel.

Doch heute war ein ganz spezieller Tag. Vor fünf Jahren war der Dunkle Lord besiegt worden, vor fünf Jahren hatten sie endlich Frieden gefunden.

Sie trafen sich alle in Hogwarts. Alle die diesen Krieg überlebt hatten. Doch heute war es nicht wie jedes Jahr. Der Tag war der Selbe, doch der Anlass nicht.

Die Zeit hatte ihre Opfer gefordert. Albus war am frühen Morgen dieses Jahrestages gestorben. Auch wenn sich jeder damit tröstete, dass er bereits über 150 Jahre alt war, war es doch schwer zu verstehen.

Sie hatten sich auf dem Friedhof versammelt. Arthur hielt die Trauerrede, da er als Freund und Minister darauf bestanden hatte.

Danach gingen sie in das Büro des Schulleiters.

Minerva wollte den Posten nicht übernehmen und als Albus vor einem halben Jahr krank wurde, sagte sie ihm dies auch. Er meinte damals nur, es sei alles geregelt. Doch jetzt sass die kleine Truppe im Büro und wartete auf das Testament.

Das Denkarium stand bereits in der Mitte des Raumes und Minerva liess die silbernen Gedankenfäden aus der Phiole langsam hinein laufen. Gespannt starrten alle auf die flüssigen Gedanken, bevor sie in den Strudel hineingerissen wurden.

Im Büro des Schulleiters fanden sie sich wieder. Albus stand vor seinem Schreibtisch und blickte sie an, als ob alles wirklich wäre.

„Meine Lieben Freund, wenn ihr das hier seht, werde ich nicht mehr unter euch sein. Ich hatte ein schönes, langes und erfülltes Leben.

Auch wenn ich nie verheiratet war, kamst du, Minerva, einer Ehefrau am nächsten. Deshalb sollst du auch den grössten Teil meines Erbes erhalten.

Dann habe ich auch Harry bedacht. Den Sohn den ich nie hatte. Ich weiss, dass du mit Gold nicht viel anfangen kannst, du hast ja selbst genug davon. Dir vermache ich meine Erinnerungen. Die an deine Eltern, deine Schulzeit und die an den gewonnen Krieg. Ich denke, sie werden bei dir in guten Händen sein.

Den Rest meines Vermögens teilt unter euch auf. Ich brauche es nicht mehr.

Draco, du hast deine Sache bis jetzt sehr gut gemacht. Ich denke, es ist an der Zeit, dass du Slytherin übernimmst. Filius weiss bescheide.

Blaise, für dich habe ich etwas ganz spezielles. In der Obersten Schublade des Schreibtisches ist ein Umschlag für dich. Dirdra sagte mir, dass es dein grösster Wunsch sei.

Dirdra, ich weiss nicht was ich dir geben könnte um dich Glücklicher zu machen. Nichts könnte dein Strahlen verstärken und doch sollst du dir mit Hermine und Ginny den Schmuck der Dumbledores teilen. Ihr werdet wunderschön darin aussehen.

Da Minerva mir bereits sagte, dass sie den Posten des Schulleiters nicht haben möchte, habe ich mich für jemanden andern entschieden. Ich weiss, dass es nicht fair ist, dies erst nach meinen Ableben bekannt zu geben, aber ich wollte mich auf keine Diskussionen einlassen.

Es ist mein letzter Wille, dass du, Severus, meinen Posten übernimmst.

Es wird dir genug Zeit bleiben um zu forschen, das verspreche ich.

Und nun heisst es abschied nehmen. Weint nicht um mich, denn der Tot ist nur der Beginn eines neuen Abenteuers."

Der Strudel der Gedanken wirbelte erneut umher und die Anwesenden fanden sich im Büro des Schulleiters wieder.

Jeder musste erst verdauen, was der alte Zauberer ihnen gesagt hatte. Blaise jedoch ging zum Schreibtisch, öffnete die Lade holte den Umschlag heraus und riss den ihn auf. Er las den Brief und schluckte schwer. Seine Augen füllten sich mit Tränen.

„Blaise, bei Merlin, was ist los?", fragte Draco erschrocken.

„Albus vermacht mir einen Zauberspruch."

„Einen Zauberspruch? Ich verstehe dich nicht." Dirdra schlug die Hände vor den Mund.

„Er hat es also geschafft?"

„Er hat was geschafft?"

„Ich habe ihm von einem Gespräch erzählt, welches ich vor ein paar Jahren mit Blaise geführt hatte. Damals, als wir verheiratet waren. Ich erzählte ihm, dass Blaise sich ein Kind wünscht mit dir. Und so wie es gerade aussieht, hat der alte Mann einen weg gefunden ihm das zu ermöglichen." Draco wandte sich mit aufgerissenen Augen an Blaise.

„Ist das war?"

„Ich…, ja es ist wahr." Der junge Zauberer ging auf seinen Mann zu.

„Dann kann ich ja aufhören, nach einer Lösung zu suchen", flüsterte der ihm zu und Küsste ihn.

Ein paar Wochen nach diesem Gespräch brachte Dirdra die Zwillinge Etienne Philippe und Bastien Dominik zur Welt. Am selben Tag wandten Draco und Blaise ihren Zauber an.

Ihr Sohn war der ganze Stolz der Väter. Aurelien Albus Zabini-Malfoy. Ihr leben war jetzt Perfekt, auch wenn es nicht immer so war.

Wer keinen Mut zum Träumen hat, hat keine Kraft zum Leben.