Eisbär: Danke schön, das ist natürlich ein tolles Lob, eine 7.Band-Alternative zu sein! Und ich bemühe mich auch, dass die FF weiterhin realistisch bleibt.

Tarisa: Oooh, ja, für Ginny/Blaise und Ginny/Draco bin ich auch immer zu haben. Zu blöd, dass sie Harry liebt. Aber wofür gibt es Fanfictions... ;) Trotzdem wird dieses Pairing Nebensache bleiben, ich überlege im Moment, eine Ginny/Draco-FF zu schreiben, bin mir aber noch nicht sicher. Also, danke für deine Review!

Jean: Ich liebe deine Reviews, die sind sooo wunderschön lang! Aber du musst sie nicht immer so lang machen, wenn's dich anstrengst ;) Na ja, ich denke, die Hogwartser werden sich schon irgendwann vertragen, schließlich geht es in dieser Zeit lieber nicht um Slytherin/Gryffindor sondern um Voldi/der Rest der Zaubererwelt. Und daran werden die guten Schüler sich bestimmt vertragen. Sind ja auch nicht alle so, wenn ich an Ginny, Neville und co denke.
+grins+ Die Japan-Fangirls/boys versteh ich auch nicht. Vor allem, wenn Reviews kommen, meine Fanfic sei so kawai und ich solle doch weiterschreiben, arigatou. Oder so. Trotzdem, die meisten sind nette Menschen und schreiben auch halbwegs verständlich. Jedem das seine. Ich bin heute mal tolerant.
Zu deiner Frage, ob Natalie noch eine ganz wichtige Rolle spielen wird... Ich denke nicht. Ich will sie nicht so Harry Potter No.2 machen. Trotzdem wird sie bestimmt nicht das ganze Schuljahr in Hogwarts versauern. Irgendwie bringe ich da ganz bald noch Action rein ;)
Huu, jetzt hab ich auch soviel geschrieben. Egal.
Schreib bitte bald Kairosonne weiter!
Mimim: Danke schön! Ich habe schon befürchtet, dass die Namen irgendwann nicht mehr ganz klar sind. Habe versucht, jedem ne Persönlichkeit zu geben, ich hoffe, du steigst da bald wieder durch ;)


Kapitel 9

Schweigend führte Emma Natalie einige Gänge entlang und Treppen hinunter, bis sie vor einer unscheinbaren, feuchten Steinwand standen.

„Unser alter Gemeinschaftsraum", erklärte Emma. „Ich hoffe, das Passwort funktioniert noch." Sie räusperte sich. „Serpensignis."

Nichts geschah. „Verdammt!" fluchte Emma. „Warum ändern die überhaupt dauernd die Passwörter?"

„Ist doch egal", sagte Natalie. „Dann erzähle ich es dir eben jetzt."

Emma schüttelte den Kopf. „Der Blutige Baron schleicht hier gerne rum. Es kann gut sein, dass er gerade in einer Wand steckt und uns zuhört. Aber in den Gemeinschaftsraum darf er nicht mehr, seitdem er letztes Jahr eine Erstklässlerin mit nächtlichen Spukereien beinahe in den Wahnsinn getrieben hat. Er hat gedroht, immer wieder zu kommen, wenn man ihn verpetzte. Na ja, Nadine Telkens hatte schließlich genug Mut, es Dumbledore zu sagen. Seitdem ist der Blutige Baron übrigens noch mieser drauf."

Natalie zuckte die Schultern. „Dann hört der Kerl eben, was wir reden."

„Der petzt. Theodor Nott hat mir hier einmal seine Liebe gestanden", erklärte Emma angewidert. „Und am nächsten Tag wusste es jeder. Das hat besonders Nott entsetzt. Der Kerl hat´s eigentlich nicht so mit Halbblütern, und dass es da die ganze Schule wusste... Tja."

Natalie grinste schief. „Ich weiß jetzt nicht, was ich schlimmer finde – das Gepetze oder die Sache mit Nott."

Emma schnitt eine Grimasse und schritt vor der Steinwand auf und ab. „Es gab bis jetzt nur Passwörter, die etwas mit dem Reinheitswahn zu tun haben. Wie Reinblut oder Unbeflecktes Blut und so. Nervte ganz schön, das jeden Tag zu sagen, wenn man selbst Halbblut ist", fügte sie hinzu. „Also, ich probiere einfach", fuhr sie fort. „Vielleicht passen ja doch einige der Alten. Rex Serpens? Pamura? Haupt von Hogwarts? ...Mist! Wir haben auch Zaubersprüche benutzt, als Passwörter, meine ich. Hm. Alohomora. Nein, das ist zu simpel. Colloportus? Wäre genau das Gegenteil, das hätte gut hierher gepasst... Sectumsempra? Auch nicht... Merlin, wie lange sollen wir denn noch hier stehen?" Sie seufzte. „Hmm... Berühmte Zauberer? Merlin, Morgana, Agrippa, Circe… ähm…Cliodna... Tja. David Copperfield -"

"Wer?" fragte Natalie verwirrt.

„Oh, ein Muggel, der glaubt, er kann zaubern", sagte Emma beiläufig. „Mein Dad mochte den. Na, war eh nur ein dummer Versuch. Weiter... Dumbledore."

Natalie ließ sich auf den kalten Boden sinken. „Vielleicht musst du seinen ganzen Namen sagen", schlug sie genervt vor.

„Und wie ging der noch?" fragte Emma ernsthaft. „Albus Percival..."

„...Wulfric Brian Dumbledore", vollendete Natalie und musste lachen. „Na klar..."

Die Steinwand bewegte sich. Eine Tür, die im Stein verborgen, war öffnete sich.

Natalie sprang überrascht auf.

„Na, also", meinte Emma hochzufrieden. „Ich frage mich bloß, was denn nun richtig gewesen ist. Dumbledore oder na klar."

Ihre Begleiterin schüttelte ungläubig den Kopf und folgte ihr in den Raum.

Emma sah sich enttäuscht um. „Die schöne Atmosphäre ist völlig verschwunden", beschwerte sie sich.

Natalie ließ ihren Blick durch den Raum schweifen. Von der Decke hingen kugelförmige Lampen. Wenn sie geleuchtet hatten, musste der ganze Raum in ein dunkelgrünes Licht getaucht worden sein. Vor einem großen Kamin mit einem kunstvoll verzierten Sims standen hohe Lehnsessel. Die hohen, schmalen Fenster an der Stirnseite des Raumes gaben nur den Blick auf die graue Wand frei.

„Früher konnten wir auf die schönsten Landschaften blicken", sagte Emma missmutig. „Die Fenster waren verzaubert."

Neben den Fenstern gingen ein paar Gänge ab, sicher führten sie zu den Schlafsälen. Natalie ließ ihren Blick weiter schweifen, an der rechten Wand entlang –

„Was ist das denn?" fragte Emma.

Natalie starrte wie sie auf den ehrwürdigen, mächtigen Spiegel, der dort auf großen Klauenfüßen stand. NERHEGEB Z REH NIE DREBAZ TILT NANIEDTH CIN stand oben auf dem goldenen Rahmen.

Emma bewegte lautlos die Lippen, als sie die Inschrift sah.

„Gehört der hier her?" fragte Natalie unbehaglich. Sie konnte sich das mulmige Gefühl nicht erklären, das sie hatte, seit sie den Spiegel gesehen hatte.

Emma schüttelte den Kopf, die Augen auf den Spiegel geheftet. Langsam ging sie auf ihn zu.

Natalie packte sie am Ärmel ihres Umhanges.

„Nein! Geh da nicht hin!" warnte sie, ohne zu wissen, warum.

Emma versuchte, sich loszureißen, aber Natalie ließ nicht los.

„Lass das!" sagte sie. „Ich glaube nicht, dass der gut für uns ist."

Emma kümmerte sich nicht um sie, sondern wehrte sich mit erstaunlicher Kraft gegen Natalies Griff.

„Emma!" schrie Natalie verzweifelt.

Emma wandte sich ihr zu, mit ausdruckslosem, bleichem Gesicht. „Das bin ich?"

„Ähm.. wie?" fragte Natalie verwirrt.

Emma kniff kurz die Augen zusammen. Als sie Natalie wieder ansah, hatte ihr Gesicht wieder Farbe zurückgewonnen. „Ist schon okay", sagte sie mit hohler Stimme.

Sie stolperte auf die Lehnstühle zu, Natalie zog sie mit sich.

Erschöpft wie nach einem stundenlangen Lauf ließ sie sich in den harten Sitz fallen.

„Was wolltest du mir erzählen?"

Natalie runzelte die Stirn und war Emma einen besorgten Blick zu. „Ist wirklich alles in Ordnung?"

Emma nickte. „Ja, klar. Was soll denn nicht in Ordnung sein?"

Natalie sah sie nachdenklich an. „Na ja. Okay. Tonks hat mir erzählt, dass die Midgeons womöglich gar nicht dem Mord begangen haben. Sie sagt, im Geheimen sind Mr und Mrs Midgeon Unsägliche. Es gab ursprünglich drei Zeugen, aber jetzt sind zwei spurlos verschwunden. Die dritte ist eine verwirrte alte Hexe, die schon öfter Müll zusammengelabert hat. Das heißt", sagte Natalie aufgeregt, „dass jemand wollte, dass die beiden als Mörder verhaftet werden. Aus dem Weg geschafft werden. Tonks glaubt, dass Doris Purkiss, die alte Hexe, vielleicht etwas Wichtiges zu sagen hat. Sie wird gerade unter dem Einsatz von Veritaserum verhört. Außerdem sieht es fast so aus, als ständen die Midgeons unter dem Imperiusfluch. Sie erinnern sich genau an den Mord, aber sind verwirrt."

Natalie ließ Emma Zeit, das Ganze sickern zu lassen. „Und die Perks waren nicht irgendwie besonders wichtig oder gefährlich für Du-Weißt-Schon-Wen?"

Natalie schüttelte den Kopf. „Die Perks sind Muggel. Durch Sally-Anne wissen sie viel von unserer Welt, aber als Muggel sind sie doch total nebensächlich."

Emma biss sich auf die Lippe und warf einen schnellen Blick zum Spiegel.

Natalie überlegte kurz, ob sie Emma auch die Sache mit Tonks Verwandtschaft zu Sirius Black erzählen sollten – vor allem die Äußerung, der nette Kerl würde sicher bald wieder kommen. Aber sie beschloss, nichts zu sagen. Tonks schien ihn wirklich zu vermissen, dass sie dachte, er würde wiederkommen. Kein Zauberer oder Muggel, der tot war, würde jemals zurückkehren…

Emma stieß Natalie in die Seite. „Denkst du auch die ganze Zeit über ihn nach?" fragte sie ungewöhnlich verträumt.

„Ja, aber ich glaube nicht, dass er wirklich wiederkommt", sagte Natalie automatisch, dann zog sie die Stirn kraus. „Wie?"

Aber Emma hatte ihr gar nicht zugehört. „Ich frage mich echt, ob das bald passiert. Ich war nicht dabei, weißt du, und die Leichen hat man eh nicht gefunden. Vielleicht wurden sie nur entführt oder so", erzählte Emma vor sich hin.

„Wovon redest du?" fragte Natalie verdutzt.

Emma blinzelte einige Male, dann packte sie Natalies Arm und zog sie aus dem Kerkerraum, hinaus auf den Gang.

„He!" schrie Natalie.

Emma wischte sich über die Stirn. „Mir ging es nicht so gut. Lass uns in den Gemeinschaftsraum gehen", sagte sie.

„Okay", meinte Natalie.

Emma zerrte Natalie mit sich und brachte sie auf dem kürzesten weg hinaus aus den Kerkern.

Natalie sah sich nach der großen Uhr über dem Portal von Hogwarts um.

„Halb neun. Wir können ja noch zu den anderen beim Abendbrot gehen. Hoffentlich ist noch was vom Essen übrig."

Emma nickte gleichgültig. „In Ordnung."

Einige Schüler hatten die Große Halle schon verlassen, auch von den Lehrern waren nur noch McGonnagal, Flitwick und Vektor da.

Natalie sah Dennis, Colin und deren Freunde zusammensitzen, nach Zabini, Morag, Baddock und Jessica suchten Natalie und Emma aber vergeblich.

Unzufrieden setzten sie sich schließlich möglichst weit entfernt von den Cs.

Natalie nahm einen Teller und tat sich Schinken und Erbsen auf. Als sie ihr Glas Kürbissaft absetzte, sah sie, wie Rose erzürnt auf sie deutete. David Sloper sagte etwas und sie lachte spöttisch. Rose und Eleanor standen auf und verließen eifrig tuschelnd und auf Natalie deutend die Große Halle.

Natalie biss sich auf die Lippen.

„Mach dir da nichts draus", hörte sie Emmas Stimme. „Zeller ist neidisch, weil sie nicht soviel essen kann. Sie hat Angst, zu fett zu werden, hat Nadine mir erzählt."

Natalie sagte nichts.

„Ach, komm." Emma stupste sie an. „Im Gemeinschaftsraum kannst du ihr ja ein paar Flüche auf den Hals hetzen. Ich kenne einen, der macht wahnsinnige Pickel, die kriegst du nicht so schnell weg. Du musst nur irgendwie ihre Unterschrift kriegen, die belegt, dass sie etwas Bestimmtes nicht sagen darf. Beispielsweise „Malcolm". Musst du natürlich unauffällig machen, kleingedruckt unter einem Bestellschein für Klamotten oder so. Aber bevor sie unterschreibt, belegst du den Bestellschein mit einem Fluch. Puspatir heißt der. Und dazu musst du ein bisschen mit der Hand wedeln, aber das kriegst du schon hin. Ich sag dir, das wäre lustig!"

Natalie nickte sehnsüchtig. „Oh ja, das wäre wirklich genial. Und die Pickel halten?"

„Klar. Schon mal was von Marietta Edgecombe gehört? Die war in einer geheimen Organisation von Potter, in unserem zweiten Schuljahr. Und sie hat die Organisation verraten. Das Ergebnis waren Riesenpickel. Petze stand auf ihrem Gesicht, das ganze letzte Jahr lang noch. Ist dir doch bestimmt aufgefallen, oder?"

„War ja nicht zu übersehen", grinste Natalie. Sie sagte nicht, dass sie mehr über diese Organisation, die DA, wusste als Emma. „Wenn Zeller mir weiter auf die Nerven fällt, werde ich es mir auf jeden Fall überlegen."

Die beiden Mädchen hielten es nicht lange unter den stechenden Blicken der Cs aus. Schon nach fünf Minuten schob Emma ihr Essen beiseite. Natalie schaufelte schnell den Rest Schinken in sich hinein, dann standen sie beide auf und gingen zum Gemeinschaftsraum.

Auf halbem Wege hörten sie schrille Schreie. Mit einem kurzen Blick verständigten sie sich und rannten in die Richtung, aus der die Rufe kamen.

Das Erste, was sie sahen, war Rose. Sie schwebte mitten in der Luft, dicht unter der Decke eines hohen Ganges. Unten stand Baddock mit erhobenem Zauberstab, Jessica, die spöttisch lachte und eine völlig aufgelöste Eleanor, von der die unangenehmen Schreie stammten.

Roses Arme tasteten immer wieder nach den Steinen der Decke, aber sie erreichte sie nie. Immer, wenn ihre Hände ganz in die Nähe der Steine kamen, ruckte sie ein wenig von der Decke weg.

„Na, fühlst du dich jetzt besser, Zeller?" rief Baddock lachend. Natalie starrte ihn an. Er lachte. Sie hatte Baddock noch nie lachen sehen. Er warf Jessica einen ziemlich stolzen Blick zu und sie kicherte.

„Womit hat Zeller sich die Flugstunden denn verdient?" fragte Emma amüsiert.

Jessica mühte sich, ihr Lachen unter Kontrolle zu bekommen. „Sie hat Malcolm und mich hier im Gang gesehen, als wir geredet haben. Da ist sie völlig ausgeflippt. Das gute Kind hat mich Schlampe, Hure, Schlammblut und so weiter genannt, mit freundlicher Unterstützung von Branstone", prustete sie. „Und kurz darauf flatterte sie nach oben."

Natalie musste grinsen. Sie hielt Roses Flugstunden zwar nicht gerade für sehr fair, aber der Anblick des zappelnden, kreischenden Mädchens war zu lustig.

Eleanor ließ einen weiteren markerschütternden Schrei los. „LASS – SIE – RUNTER!" heulte sie.

Ginny kam in den Gang gestürzt. „Seid ihr denn total bekloppt?" schimpfte sie. „Hier kann euch jeder Blödmann erwischen! Lass sie runter, Baddock, los!" Sie zückte ihren Zauberstab. „Finite!"

Nichts geschah. Rose schwebte weiterhin an der Decke.

„Baddock!" fauchte Ginny. „Lass sie runter!"

Der Slytherin hob nur spöttisch die Mundwinkel.

Jessica grinste. „Lass gut sei, Malcolm", gluckste sie. „Ginny hat Recht. Am Ende taucht Professor Zabini auf und Eleanor ist auch noch hinüber."

Baddock lächelte fein und schwang seinen Zauberstab. „Liberacorpus!"

Rose stürzte von der Decke. Er war nur Ginnys schneller Reaktion zu verdanken, dass sie nicht auf dem harten Boden aufknallte.

Locomotor Zeller!" Kurz bevor Rose unten aufkam, hielt Ginnys Schwebezauber sie auf und ließ sie sanft zu Boden gleiten.

Verwirrt rappelte das Mädchen sich auf. „Wir gehen zu Professor McGonnagal", drohte Eleanor, als sie ihre neue Freundin unterhakte.

„Viel Spaß!" spottete Baddock. „Dann erzählt ihr euch gleich, warum Zeller geflogen ist. Findest sie sicher toll, dass ihr Jessica Schlammblut nennt."

„Das tust du doch selber!" kreischte Rose. „Zabini hat das noch vor zwei Tagen gesagt und es war dir egal! Aber ich weiß ja", wurde Roses Stimme scharf, „dass du mich nur eifersüchtig machen willst."

Jetzt konnte Natalie ihr Lachen nicht mehr zurückhalten. Auch Ginny kicherte ungläubig.

Selbst Baddock stimmte leise in das allgemeine Lachen ein.

Rose lief erst rosa an, dann wurde sie blass und ihr Gesicht nahm einen entschlossenen Ausdruck an. „Malcolm, ich weiß doch, dass du nur von Zabini unterdrückt wirst. In Wirklichkeit liebst du mich, ich habe es schon immer bemerkt. Es ist mir klar, dass du es damit vertuschen willst, dass du dich mit Dinns einlässt. Aber wirklich, wenn Zabini dich zwingt, nichts mit mir anzufangen und er sagt, kein Slytherin liebt Hufflepuffs, warum nimmst du dann Dinns zur Tarnung? Aber das ist ja jetzt egal. Du musst doch nur sagen, dass du mich liebst! Sag es jetzt, Malcolm, und dann kann uns jeder egal sein! Wir könnten alleine über den Wolken schweben und die Neider weit unter uns lassen! Nur sag, dass du mich liebst, Malcolm!"

Natalie sah sie fassungslos an. „Ihre poetische Ader", murmelte sie.

Baddock sagte nichts, dann trat er mit eleganten Schritten auf Rose zu. Das Mädchen hielt den Atem an, als er vor ihr niederkniete.

„Rose, Geliebte, du hast so Recht. Endlich kann ich mich von den Fesseln meines vermeintlichen Freundes befreien und aus der Gefangenschaft in deine liebenden Arme flüchten. Es tut mir so Leid, was ich dir angetan habe. Rose, ich liebe dich!"

Ergriffen sah Eleanor den beiden zu.

„Wirklich?" hauchte Rose verzückt.

„Nein", sagte Baddock kalt und erhob sich. „Natürlich nicht. Du redest pausenlos Unsinn, Zeller. Ich liebe dich nicht und habe dich auch nie geliebt. Wie kommst du auf diese hirnverbrannte Idee?"

Roses Augen waren weit aufgerissen, ihre Lippen zitterten. „Wie?" fragte sie leise.

„Ich will nichts von dir, Zeller!"

Rose schniefte, dann drehte sie sich um und rannte Richtung Große Halle davon. Eleanor sah sich böse um. Ihr Blick traf Natalie, die sich vor Lachen schüttete. „Oh, Natalie, das findest du lustig, ja?" fauchte Eleanor. „Wie würdest du dich denn fühlen, wenn deine einzig wahre Liebe dich auslacht?"

Natalie grinste. „Ich weiß nicht. Aber du kannst es mir bestimmt erzählen. Da hast du doch Erfahrung, oder?"

Eleanor verzog wütend das Gesicht. Sie wandte sich erhobenen Hauptes ab und hastete Rose hinterher.

„Ihre einzig wahre Liebe, ach du meine Güte", bemerkte Ginny gelassen. „Na ja. Baddock, ich finde dein Verhalten total bescheuert, aber das musst du wissen. Und von dir habe ich auch mehr gehalten, Natalie. Ich geh in den Gemeinschaftsraum. Vergesst nicht, in einer Stunde müsst ihr auch da sein."

Natalie senkte betreten den Kopf. Sie sah Ginny nach, die den Gang entlang lief. Vielleicht verhielt sie sich wirklich falsch. Sie hatte doch eigentlich nie etwas gegen Eleanor gehabt.

„Natalie, zerbrich dir darüber nicht den Kopf", sagte Emma fröhlich. „Weasley will halt neutral bleiben. Ich denke schon, dass sie Zeller und Branstone im Grunde auch lächerlich findet. Du hast jedenfalls nichts falsch gemacht. Kannst du doch nichts dafür, wenn die beiden dummen Kinder sich unglücklich verlieben."

Natalie zuckte die Schultern. „Hast Recht. Na ja, ist ja egal."

Baddock nickte Emma und Natalie zu. „Kommt ihr mit in den Gemeinschaftsraum oder übernachtet ihr hier?" fragte er.

„Gute Frage", sagte Emma und zog ihre Stirn kraus. „Wirklich gute Frage. Ich glaube, ich übernachte hier. Der Schlafsaal mit Zeller und Branstone zieht mich nicht so sehr an."

Natalie nickte ernst. „Ja, sehr richtig. Was meinst du, hexen wir kurz unsere Betten hierher?"

Aber hier kann euch doch jeder Blödmann erwischen", feixte Baddock. „Jedenfalls meint Weasley das."

Jessica musste schon wieder kichern. „Jaah, und passt bloß auf, dass Zabini in seiner Funktion als Lehrer euch nicht erwischt, was?"

Emma lachte und legte ihren Arm um Natalies Schulter. „Dann ist es vielleicht doch besser, wenn wir in unseren Schlafsaal gehen. Stimmt´s?"

„Yep", grinste Natalie. „Wir können die Damen Zeller und Branstone ja ausschließen!"

Emmas Augen blitzten. „Gute Idee. Irgendein Passwort oder so."

Jessica lächelte. „Ein Rachefeldzug gegen die eifersüchtigen Mädchen oder wie?"

„Komm du mir nicht mit eifersüchtigen Mädchen", stichelte Natalie. „Du warst ja erst gegen die Cs, nachdem Colin zu sehr auf Eleanor geachtet hat."

Jessica lief leicht rosa an. „Na und?"

„Nichts na und", beruhigte Natalie sie. „Ich meinte ja nur... Sah mal, was ist gestern Abend eigentlich mit Colin im Gemeinschaftsraum passiert?"

Im Gemeinschaftsraum passiert?" echote Baddock und sein Gesicht nahm einen ungewohnt verletzten Ausdruck an. „Ich dachte, Creevey hätte dich nur über Branstone vollgefaselt?"

Jessica zuckte die Schultern. „Du hast vollkommen Recht", sagte sie, plötzlich wieder gelassen. „Natalie wusste das bloß noch nicht."

„Aha", machte Baddock. „Na schön."

„Okay", meinte Emma, gelangweilt von diesem Thema. „Gehen wir jetzt endlich in den Gemeinschaftsraum?"

Die anderen nickten undsie gingen, ab und zu über Rose und Eleanor lästernd, fort.


A/N: Ich bitte um Reviews! Malfoysbabys, Honeymoon, MisomerMeldody, seid ihr alle tot? Ich hoffe nicht... Schreibt mir doch bitte noch was. ;)