Muss ich erwähnen, dass ich wirklich sehr enttäuscht bin? Ein Review, ein einziges (vielen Dank übrigens), und mehr nicht. Dafür, dass hier einige Leute reingeguckt haben, ist das verdammt wenig. Wenn diese FF den Leuten wirklich so wenig wert ist, dass sie nicht einmal kurz "Nicht schlecht" oder meinetwegen auch "nicht gut" sagen können, dann kann ich genauso gut von meinem einzigen Reviewer die Mailadresse erfragen, die FF dorthin schicken und sie hier löschen.
Also überlegt es euch. Mit einem Review könnt ihr mir sehr viel mehr Freude machen als ich euch durch diese FF - und es dauert nur eine Minute.

Und jetzt - viel Spaß mit dem nächsten Kapitel


Kapitel 15

Während der beiden Stunden Zaubertränke waren die Augen auf Natalie und Jack gerichtet. Emma und Jessica sahen offensichtlich zu den beiden, die sich an einen Tisch gesetzt hatten, hinüber, aber mit ihnen sprechen konnten sie nicht. Slughorn hatte die Doppelstunde zu einer theoretischen erklärt und sprach über die Verwendung von Heiltränken im Allgemeinen und bei Knochenschwund im Besonderen. Als Emma versucht hatte, Natalie einen Zettel herüber zu werfen, hatte Slughorn ihn mit einem Schlenker seines Zauberstabes verbrannt und Emma lautstark ermahnt.

Dennis und Eleanor gaben sich Mühe, sich nicht zu Natalie und Jack umzudrehen, aber richtig beherrschen konnten sie sich nicht. Dennis kaschierte seine neugierigen Blicke damit, dass er seine Feder fallen ließ und sie so aufheben musste, aber Eleanor verzichtete auf solche Raffinessen.

Natalie war über den Aufschub von Erklärungen und Entschuldigungen recht glücklich und schrieb mit, Slughorn aufmerksam zuhörend. Gerade jetzt, wenn ihre Eltern von ihrem schlechten Verhalten erfahren würden, sollten sie auch bessere Nachrichten bekommen. Natalie nahm sich vor, sogar hier bei Zaubertränke eine gute Schülerin zu werden. Selbst in Geschichte der Zauberei wollte sie sich anstrengen.

Natalie runzelte die Stirn und kritzelte ein paar Zahlen auf ihr Pergament. Wenn sie von den hundertfünfzig Minuspunkten, die sie verursacht hatte, die fünfundzwanzig Punkte, die sie bei Kräuterkunde verdient hatte, abzog, hatte sie Gryffindor immer noch hundertfünfundzwanzig Punkte gekostet. Sie war fest entschlossen, sie wieder zurück zu holen.

Schon in der Zaubertrankstunde schaffte sie es, fünf Punkte wettzumachen, weil sie mehrere Fragen von Slughorn – nach einem Blick auf ihr Notizen – richtig beantwortet hatte. Trotzdem war ihr klar, dass sie ein großes Stück Arbeit vor sich hatte. Gleich in der nächsten Stunde, Pflege Magischer Geschöpfe, wollte sie weiter Punkte sammeln.

Sofort, nachdem Slughorn die Stunde für beendet erklärt hatte, warf Emma ihre Feder und ihr Pergament hastig in ihre Tasche und stürzte auf Natalie und Jack zu.

„Was ist passiert?" zischte sie. „Warum seid ihr nicht zurück gekommen?"

Natalie biss sich auf die Lippen und sah sich misstrauisch um. Dennis hatte die Ohren gespitzt, aber als er entdeckt war, liefen seine Ohren rosa an und er verließ schnell die Kerker. Eleanor folgte ihm, drehte sich aber an der Tür um und warf Natalie und Jack noch einen neugierigen Blick zu, bevor sie verschwand.

„Also, wo wart ihr so lange?" fragte Jessica, die hinzugetreten war, besorgt. „Ihr wurdet doch nicht erwischt, oder?"

„Na ja", meinte Natalie schief grinsend. „Doch, könnte man so sagen."

Sie erinnerte sich nur allzu gut an Lovegoods Warnung, weder von den Wächtern, noch von der gemäßigten Strafe zu erzählen, und sie wollte sich daran halten.

„Red keinen Dreck, Natalie", knurrte Malcolm. „Dann wärt ihr längst geflogen."

Natalie schulterte ihre Tasche und ging mit den anderen die Gänge zur Einganghalle entlang.

„Wir konnten nicht durch den Geheimgang zurück", sagte Jack kurz. „Und wir wurden erwischt. Zur Strafe wurden uns Punkte abgezogen. Ende."

Emma runzelte die Stirn und Jessica schüttelte den Kopf. „Unsinn", sagte sie. „Malcolm hat Recht, ihr wärt sofort geflogen. Schwänzen, und das, wo Hogwarts so bedroht ist, da kommt man nicht mit Punktabzug davon."

Natalie schwieg.

„Wir dürfen es euch nicht erzählen. Niemandem. Tut mir Leid", sagte Jack stur.

Emma wollte gerade etwas erwidern, als die fünf um eine Ecke bogen und Eleanor und Dennis in der Tür zur Eingangshalle stehen sahen. Dennis starrte fassungslos auf die Stundengläser, die in einer Nische links vom Kerkereingang standen.

Natalie rieb sich die Schläfen.

Ruckartig drehte Dennis sich um und stürzte zu ihr. „Was habt ihr gemacht?" schrie er schrill. „Was habt ihr gemacht?" Er war völlig außer sich und seine Augen waren weit aufgerissen.

Natalie atmete tief durch, dann lief sie die Stufen zur Halle hinauf und sah sich die Stundengläser widerstrebend an. In den unteren Hälften von Hufflepuff, Ravenclaw und Slytherin lagen blaue, gelbe und grüne Kristalle, aber der kleine Haufen im Gryffindor-Glas war pechschwarz und verbreitete im Glas ein graues Gas. Auf dem Podest stand unübersehbar – 154 geschrieben, in flammend roter Schrift.

Für Natalie war der Anblick nicht überraschend, aber tat trotzdem weh. Seitdem sie auf Hogwarts war, hatte Gryffindor nie? die Hausmeisterschaft gewonnen, aber noch nie war der Punktestand unter Null gewesen, noch nie war sie für so einen Punkteverlust zuständig gewesen. Wenn sie darüber nachdachte, fiel ihr kein einziges Mal ein, an dem wegen ihr Punkte abgezogen worden waren – nicht in ihren ersten drei Schuljahren.

„Tut mir echt Leid", sagte sie zu Dennis, der mit bleichem Gesicht neben sie getreten war.

Er sah sie nur ausdruckslos an und tat nichts.

„Das habe ich nicht gewollt, ehrlich."

„Bist du jetzt schon so auf die Slytherins versessen, dass du sogar so etwas tust?" fragte Dennis heiser.

„Nein", sagte Natalie schnell. „Nein, das würde ich nie tun!" Sie sah Dennis ins Gesicht, suchte nach einem Zeichen von Verständnis, einem Rest Freundschaft, aber sie fand nichts. „Es ist alles bescheuert gelaufen, oder?" fragte sie mit dünner Stimme. „Wir waren immer Freunde. Es ging so schnell, ich habe das gar nicht richtig begriffen, wir hatten doch eigentlich keinen Grund, uns zu streiten."

Dennis wandte ihr sein leeres Gesicht zu.

„Kann nicht wieder alles so sein wie früher? Ich meine, nicht alles, aber kann ich nicht gleichzeitig mit dir und Emma befreundet sein? Das hat Dumbledore doch gemeint! Und damit wäre ich am glücklichsten."

Dennis schüttelte stumm den Kopf.

„Bitte."

„Du glaubst, das geht so einfach?" fragte er mit einer Stimme, die Natalie noch nie bei ihm gehört hatte, nur einmal, als die Todesser in Hogwarts gewesen waren und Dennis kurz danach selbst gegen sie gekämpft hatte. „Du glaubst, damit wäre wieder alles okay?"

Natalie nickte verzweifelt, obwohl sie selber wusste, dass nichts okay war.

Aber Dennis sagte nichts mehr, er drehte sich weg und ging zum Eingangsportal, um auf Charlie Weasley zu warten.

Eleanor warf Natalie noch einen Blick zu, den sie nicht deuten konnte, dann folgte sie ihm.

„Verdammt", murmelte Natalie niedergeschlagen.

„Kannst du vergessen", sagte Jack, der als einziger verstanden hatte, warum Natalie auf einmal wieder etwas an Dennis´ Freundschaft lag. „Der ist viel zu dickköpfig."

„Ja", brummte Natalie, „Das weiß ich."

Emma runzelte die Stirn und schwieg verbissen, als sie am Eingangsportal standen. Auch die andere sagten nichts, Eleanor und Dennis, nicht weit entfernt von ihnen stehend, hatten sich nichts zu sagen und die Stille begann, unangenehm zu werden.

Natalie starrte unverwandt auf das Gryffindor-Stundenglas und versuchte, sich nicht so unbehaglich zu fühlen. Wie musste das jetzt für Emma aussehen, wenn sie sich bei Dennis entschuldigt hatte?

Als Charlie – in Begleitung von Tonks – die breite Marmortreppe zum ersten Stock hinunterkam, waren alle erleichtert. Auf dem Weg auf die Ländereien versuchte Natalie immer wieder, Emma anzusprechen und ihr ihre Lage zu erklären, aber irgendetwas hielt sie davon ab. Hatte sie Lovegood nicht versprochen, über die Sache nichts zu sagen? Und würde Emma sie nicht ohne Erklärungen verstehen, wenn sie eine echte Freundin wäre? Gleich darauf schämte sich Natalie für diesen Gedanken. Woher sollte Emma wissen, was passiert war...

Tonks sonderte sich wie Lupin bei der letzten Unterrichtsstunde Pflege Magischer Geschöpfe etwas ab, blieb aber in Sichtweite. Die Sicherheitsmaßnahmen waren wohl verschärft worden, seit Sally-Anne verletzt worden war.

Auch während dem Unterricht – Charlie hatte Knarle mitgebracht wie die Schüler sehr beruhigt feststellten – fand Natalie keine Gelegenheit und vor allem keine Worte, um mit Emma zu reden. Sie schrieb mit, notierte, auf welche Weise man Knarle von den ihnen zum Verwechseln ähnlich sehenden Igeln unterschied, wo man die Tiere antraf, wie man mit ihnen fertig wurde – aber ständig, wenn Charlie gerade nichts sagte, was Natalie für aufschreibenswert hielt, ertappte sie sich dabei, eine Erklärung an Emma zu formulieren. Sie war ihr wichtiger geworden, als sie jemals gedacht hätte. Mit ihrer ganzen nicht zu verleugnenden Arroganz und ihrer Überheblichkeit war sie doch zu der ersten richtigen Freundin für Natalie geworden. Natürlich war da früher immer Tilda Mensions gewesen, eine Gryffindor in ihrem Jahrgang, die jetzt von ihren Eltern von der Schule genommen worden war, und auch mit Jessica hatte Natalie manchmal gesprochen. Trotzdem war Emma irgendwie anders. Natalie konnte nicht sagen, woran das lag. Emma war eine Slytherin und damit immer gleichzeitig etwas Interessantes und Verabscheuungswürdiges gewesen – aber war es nur das? Nein, überlegte Natalie, auf irgendeine Art war Emma alles, was sie sich unter einer besten Freundin vorstellte: Sie war witzig, hilfsbereit, schlagfertig, spontan – so wie Ginny, die Natalie immer gemocht hatte, aber dabei doch anders.

Natalie verscheuchte die Gedanken aus ihrem Kopf, sie musste jetzt aufpassen, wenn sie eine bessere Schülerin werden wollte. Irgendwann, gleich nach der Stunde oder vielleicht besser erst am Abend, würde sie mit Emma sprechen und bestimmt die richtigen Worte finden – aber jetzt musste sie sich konzentrieren.

Die Stunde ging so schnell herum, dass Natalie beschloss, wirklich erst am Abend mit Emma zu sprechen. Unsicher ging sie mit den anderen zum Schloss zurück, sagte aber nichts und auch die anderen schwiegen, als wären sie alle von Natalies Stillschweigen befallen.

Selbst Tonks sagte kein Wort. Natalie dachte kurz daran, sie wegen der Midgeons auszufragen – hatte nicht auch Lovegood etwas über sie gesagt? Denken Sie an die Midgeons, Minerva. Er hatte gesagt, die Leute, die nicht auf seiner Seite wären, würden kalt gestellt – ermordet. Glaubte er auch, die Midgeons hätten die Perks nicht aus freiem Willen umgebracht?

„Tonks?" fragte Natalie leise, nachdem sie sich unauffällig neben sie geschmuggelt hatte. „Weißt du, ob die Midgeons -"

Tonks wandte sich ihr mit ernstem Gesicht zu. „Tut mir Leid, ich habe schon viel zu viel darüber geredet. Es geht dich nichts an. Und ich könnte meinen Job verlieren, wenn ich ständig etwas ausplaudere."

Natalie nickte missmutig. Ja, Tonks redete wirklich ein bisschen viel über geheime Dinge – aber gerade das hatte sie sich so gut zunutze machen können.

„Okay", sagte sie. „Dann finde ich es eben so heraus."

Tonks lächelte schwach. „Ja, vielleicht wirst du das. Du erinnerst mich an Harry, weißt du – Harry Potter."

Natalie rieb sich die Schläfen. „Welcher Harry auch sonst? Wo ist er jetzt eigentlich?"

Tonks sah Natalie scheel an. „Das erzähl ich dir natürlich noch viel eher", sagte sie. „Weiß du, ich kann meinen Rededrang auch beherrschen."

Natalie zuckte die Schultern. „Schade."


Im Gemeinschaftsraum machte Natalie gewissenhaft ihre Hausaufgaben für Verteidigung gegen die Dunklen Künste („Was sind die Vorteile und Nachteile des Schildzaubers?" und „Beschreiben Sie die korrekte Zauberstabbewegung!") und Verwandlung („Die Verwandlung von kleinen Wirbeltieren in Gebrauchsgegenstände"). Danach übte sie den Aufrufezauber für Zauberkunst. Sie beherrschte ihn zwar schon ziemlich gut und hatte kaum mehr Training nötig – doch auf einer Couch saß Emma und wartete ganz offensichtlich auf eine Erklärung von Natalie. Natalie beschloss, nicht zum Abendessen zu gehen und stattdessen endlich an einer Rechtfertigung zu feilen.

Doch als die anderen sich aufmachten und nach und nach aus dem Gemeinschaftsraum verschwanden – wobei Natalie hörte, wie Dennis mit Michael Corner diskutierte und ihr Name fiel – blieb Emma einfach sitzen.

Erst als alle gegangen waren, sah sie auf.

„Also, was ist wirklich passiert?"

Natalie beobachtete verlegen den Zeiger der alten Standuhr, der langsam auf acht Uhr vorrückte, aber ihr fiel beim besten Willen nicht Kluges ein.

„Natalie, wieso seid ihr nicht geflogen?" fragte Emma eindringlich.

„Ach, hattest du es darauf abgesehen?" rutschte es Natalie heraus.

Emma lachte ungläubig. „Natürlich nicht! Warum sollte ich?"

„War nicht so gemeint", murmelte Natalie. „Ich dachte, also, dass du es so gesagt hast, weil -"

„Wieso seid ihr nicht geflogen?" wiederholte Emma laut und unmissverständlich.

Abwesend ließ Natalie ein Sitzkissen zu sich schweben. „Hör mal, ich darf das echt nicht sagen, Emma. Lovegood meinte, das Ministerium könnte davon erfahren, dass er die Bestimmungen nicht ganz einhält..."

Emma schnaubte. „Sehe ich so aus, als ob ich zu Scrimgeour laufen würde und ihm alles petzen würde?"

Natalie seufzte. Nein, so sah Emma wirklich nichts aus. „Also, wir wurden erwischt, im Wald, und eigentlich hätten wir fliegen sollen. McGonnagal wollte uns tatsächlich rausschmeißen. Aber Lovegood meinte, es mangelt unserer Seite an guten, ausgebildeten jungen Zauberern und es würde nichts bringen, wenn man jetzt auch noch die wenigen, die noch auf Hogwarts lernen, rausschmeißt." Sie vermied es, die Wächter zu erwähnen.

„Aha", sagte Emma leise. „Na ja, wo er Recht hat, hat er recht, oder? Und wer hat euch erwischt? Im Wald ist niemand außer ein paar Viechern – und Acromantulas, hat Blaise mal behauptet – und die erwischen niemanden, jedenfalls nicht, um denjenigen bei Lovegood zu melden."

Natalie biss sich auf die Lippen. „Zwei Leute, Wächter. Sie bewachen die Schule. Und das sollte ich eigentlich niemandem erzählen."

Emma grinste, als hätte sie nicht einen Moment daran gezweifelt, das zu erfahren. Sie überlegte. „Ich frage mich, warum ihr das nicht sollt", sagte sie schließlich langsam. „Das ist doch nichts Schlimmes..."

Natalie nickte vorsichtig. Das hatte sie sich noch gar nicht gefragt. „Du hast Recht. Na ja, vielleicht, damit wir uns nicht so sicher fühlen und draußen rumlaufen, und am Ende kommen doch wieder Todesser?" Sie wusste, dass das nicht sehr überzeugend klang.

„Hm", machte Emma zweifelnd. „Vielleicht."

Natalie zog Pergament aus ihrer Tasche und tunkte ihre Eulenfeder in das Tintenglas, erleichtert, das Gespräch hinter sich gebracht zu haben. Wenigstens hatte Emma nicht nach der Sache mit Dennis gefragt...

„Hast du schon die Zaubertrank-Hausaufgaben gemacht?" fragte sie hastig.

Wirkungen und Nebenwirkungen des Skele-Wachses?" entgegnete Emma. „Nein... Ich hab das überhaupt nicht verstanden." Sie strich mit ihrer Falkenfeder über die Couchlehne. „Aber, hör mal – warum willst du auf einmal wieder was mit Creevey zu tun haben?"

Natalie vergrub den Kopf in ihren Händen. Das hatte sie befürchtet. Sie kritzelte auf ihrem Pergament etwas herum, bis Emma es mit dem Aufrufe-Zauber zu sich holte.

„Also?" beharrte sie.

Natalie lächelte matt. „Na ja... Lovegood hat gesagt – und ich glaube, dass er Recht hat, im Ernst – dass es, ja... halt nicht so gut ist, wenn... wenn ich neue Freunde habe, aber dafür meine alten vergesse. Und ich hatte ja auch keinen richtigen Grund – also, wir, Dennis und ich, hatten keinen richtigen Grund – uns zu streiten und so." Sie fuhr sich mit den Fingern durch ihre Locken. „Er – also Lovegood – hat auch gesagt, ich würde mich nicht an Dumbledores Worte halten – du weißt schon, Streit zwischen den Häusern – wenn ich zwar mit Slytherins rumhänge, aber dafür nicht mehr mit den anderen. Und – ja, ich denke, er hat recht. Deshalb wollte ich mich mit Dennis vertragen. Aber ich will immer noch mit dir befreundet sein. Verstehst du?" Natalie sah Emma halb ängstlich, halb trotzig an.

Emma sah mit einem merkwürdigen Gesichtsausdruck zurück, dann fing sie zu Natalies Verwunderung an, zu lachen. „Merlin!" kicherte sie. „Und deshalb stotterst du hier so rum?"

Natalie starrte sie verdattert an. „Ja... wie?" brachte sie heraus.

Emma lachte immer noch. „Natalie!" sagte sie grinsend. „Wirklich... Du kannst befreundet sein, mit wem du willst, ich habe doch kein Alleinrecht auf dich. Hat Blaise übrigens auch gesagt, weißt du nicht mehr? Er meinte, du könntest machen, was du willst, solange du nicht auf einmal gegen uns bist. Dann wäre es mit der Freundschaft aus. Aber bitte", sie kicherte schon wieder, „klar kannst du mit Creevey befreundet sein. Wenn er will", fügte sie etwas nachdenklicher hinzu.

Natalie nickte, nach der anfänglichen Erleichterung wieder trübselig. „Wenn er will", wiederholte sie mit Grabesstimme.


A/N: So, und jetzt erwarte ich mal ein bisschen mehr Reviews!