Kapitel 15: Ein Hauch von Tod

Hogwarts

„Was wollte Longbottom eigentlich von dir?", fragte Sirius, als James nach knapp einer Stunde wieder zu ihnen in den Gemeinschaftsraum stieß.

„Hat mich was wegen dem Unterricht gefragt." Dabei warf er ihm einen Blick zu, der heißen sollte, dass sie später darüber reden würde. Denn im Gemeinschaftsraum waren, obwohl es schon Abend war und der Großteil der Schüler in die große Halle gingen, um dort zu Abend zu essen. Doch anscheinend, hatten sie beschlossen, bis zum letzten Augenblick zu warten. Denn viele waren über Bücher und Pergamente gebeugt. Kaum jemand sprach, es herrschte eine drückende Stille, doch das Kratzen der Federn war zu hören.

Ebenso war Remus' Feder zu hören, der nur kurz zu seinen Freunden blickte. „Damit solltet ihr auch bald einmal anfangen, sonst überschlagt ihr euch bald damit."

Remus war ansonsten immer der ruhige, besonnene Typ, doch kurz vor Vollmond, wurde er ein wenig aggressiv, wofür er sich meistens dann auch noch entschuldigte. Seine Freunde meinten, dass er, da erst sonst immer der Brave war, auch einmal die Sau rauslassen sollte, auch wenn es nur bei Vollmond war.

„Hast du deine Tage oder was?", fragte Sirius und erhielt von Remus nur einen bösen Blick, der auch hätte tödlich sein können, wenn Blicke hätten töten können.

„Ich bin ja schon still", sagte Sirius abwehrend.

Die Anderen konnten darüber nur den Kopf schütteln.

Nachdem sie zu Abend gegessen hatten, blieben sie noch ein wenig im Gemeinschaftsraum sitzen, ehe sie in ihre Schlafsäle gingen.

„Na ja, wenigstens weiß er jetzt, wer deine Eltern sind", meinte Sirius. „Jetzt ist er nicht mehr so misstrauisch dir gegenüber."

„Misstrauisch?"

„Ja, wegen deines Wissens über die Dementoren", fügte Remus hinzu. „Ehrlich gesagt, wäre ich das aber auch, wenn mir plötzlich jemand, der dieses Wissen eigentlich nicht besitzen dürfte, davon weiß." Remus stockte. „Er weiß wer deine Eltern sind?"

„Ja, Amelia und Alastor haben es ihm gesagt, weil meine Eltern der Meinung waren, dass er es wissen sollte. So oder so ähnlich!"

„Dich würde wirklich niemand mit deinen Eltern in Verbindungen bringen. Wenn ich sie nicht einmal während der Sommerferien kennen gelernt hätte, hätte ich dir nicht geglaubt, dass deine Eltern Benjamin und Susan Potter heißen."

„Na herzlichen Dank auch", antwortete James schnippisch.

„Na ist doch wahr."

„Und so was schimpft sich Freund."

„Du bist aber selbst ehrlich dir gegenüber sein, denn wenn du bedenkst, was du in Hogwarts schon alles angestellt hast? Da würde dir glaube ich niemand glauben, dass deine Eltern Auroren sind. Du könntest es ihnen sogar sagen!"

„Und dann glauben sie es", antwortete James zynisch.

„Nein, dass nicht, aber sie würden es dir ja nicht einmal glauben."

„Hört doch auch", meinte Sirius und verdrehte die Augen, worauf sich die anderen einen verwirrten Blick zu warfen.

„Tu nicht so erwachsen Padfoot", meinte James an seinen Freund gewandt.

„Ich muss mir das nicht antun, ich geh schlafen", sagte er trotzig.

„Jetzt zick nicht herum", meinte James.

„Wer zickt hier?"

„Du!"

„Ich zicke nicht", beharrte Sirius auf seiner Meinung.

„Doch, dass tust du, und wie", konterte James.

„Hör sofort auf, oder ich werde ungemütlich", drohte er.

„Das möchte ich sehen, Zicke."

„Nenn mich nicht so."

„Tu ich wohl."

„Hör auf."

„Nein."

„Doch."

„Nein."

„Doch."

„Könntet ihr mit eurer sinnvollen Diskussion bitte aufhören? Die bringt euch doch nicht weiter und außerdem habt ihr die fast einmal wöchentlich."

„Ist eben so eine alte Tradition", sagten die Beiden unison und grinsten.

Remus schüttelte nur noch den Kopf.

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Zaubereiministerium

Benjamin Potter hatte die Akte von Henry Dubois gefunden und sie studiert. Bevor er jedoch noch einen weiteren Gedanken fassen konnte, stürmte plötzlich Fabian Prewett ins Archiv.

„Es war kein Angriff, es war nur ein Scherz von diesen Bewohnern dort", fügte er grimmig hinzu.

„Bitte?", fragte Benjamin. „Schon wieder?"

Fabian nickte.

Solche Vorfälle wie dieser ereigneten sich in letzter Zeit immer häufiger. Einige Menschen sahen die Gefahr, die von den Todessern ausging einfach nicht und machten sich einen Spaß daraus, die Auroren mit solchen Meldungen zum Narren zu halten. Was wäre denn gewesen, wenn wirklich ein Angriff stattgefunden hätte, an einem anderen Ort?

„Aber wir haben bei der Person, die uns alarmiert hat, eine Textseite gefunden."

„Eine Textseite?", fragte Benjamin verwirrt.

„Ja", bestätigte Fabian. „Aber keiner von uns konnte die Wörter entziffern, wahrscheinlich in einer anderen Sprache geschrieben. Und du solltest auch wissen, dass dieser Mann schon ein wenig senil ist und meinte, es gäbe nur ein einziges Exemplar, in dem diese Seite fehlt. Diese Seite soll lösen, dass Buch zu entziffern, sprich es zu verstehen. Er meinte, diese zwei Seiten, enthalten wichtige Informationen. Nicht einmal er selbst wüsste was darinnen steht, er meinte nur, dass man ihm sie anvertraut hatte und er nur wartet, dass jemand es gebrauch kann."

„Dürfte ich diese Seite kurz sehen?", fragte er.

„Die habe ich momentan nicht. Sie wird auf etwaige Flüche untersucht. Auf die Schnelle haben wir ja nichts gefunden, aber vielleicht findet man etwas bei genaurem durchsuchen."

„Wann bringen die Fluchbrecher die Seite zurück?"

„Es könnte noch etwas dauern."

Benjamin ging wieder zurück in sein Büro, wo Moody stand und ihn abwartend anstarrte. Die beiden französischen Besucher waren immer noch dort, anscheinend behielt Moody sie im Auge, damit sie nichts anstellen konnten, obwohl Benjamin es ein wenig komisch fand, dass sie in einem Aurorenbüro etwas suchen wollten oder Informationen stehlen, obwohl überall Auroren waren, die sie im Auge behalten konnte. Aber Moody war hinsichtlich dieser Beziehung ein sehr eigenartiger Mensch. Er war zwar ein guter Auror, aber manchmal machte er auch aus den kleinsten Dingen riesengroße. Für ihn hatte alles größte Priorität, doch bei Einsätzen war er nicht mal wählerisch, obwohl man das von ihm erwartet hatte.

Er war überall zu finden, wo sich die schwarze Magie herumtrieb. In der Nockturngasse, in alten Dörfern, in der nähe von Wäldern, die magische Tiere beherbergten, die dort von Anfang an lebten. Er war in den Highlands und in den anderen Gebirgen zu finden, wo er sich jede Höhle genau besah. Er kannte sich in freien Gelänge bestens aus. Man konnte ihn aussetzen, egal wo man wollte, er fand immer wieder zurück, auch wenn er seinen Zauberstab hätte nicht benutzen dürfen. Er hatte einen guten Orientierungssinn, der ihn immer wieder an den Ort brachte, wo er hin wollte.

Bei den Todessern und bei dunklen Kreaturen, war er gut bekannt und gefürchtet. Der Tagesprophet übertrieb es manchmal, doch im groben stimmte es. Moody brachte sie lebend ins Ministerium oder nach Askaban. Nur, wenn es sich nicht anderes regeln ließ, starb jemand durch seine Hand, aber diese Fälle waren extrem selten im Zusammenhang mit Alastor Moody zu finden.

Bei Einsätzen, flüchteten die Gegner der Auroren sofort und wenn sie keinen Ausweg kannten, dann gaben sie sich geschlagen, da sie wussten, egal wie böse und grimmig Moody auch dargestellt wurde, er auf Gerechtigkeit aus war und die Todesser auf eine faire, soweit es eben möglich war, Verhandlung bekamen.

Viele Todesser hatten vor beiden Seiten Angst. Vor den Auroren, weil sie für ihre Taten bestraft wurden, dass sie Flüche eingesetzt hatten, die eigentlich verboten waren. Auf der anderen Seite fürchteten sie sich vor Voldemort noch mehr. Wenn sie einen Auftrag nicht richtig oder zeitgemäß oder zu Voldemorts Wünschen erfüllen konnten, konnten sie damit rechnen, dass ihnen ein Cruciatus und andere Folter drohte. Sie hatten Angst durch Voldemorts Hand zu sterben und stellten sich so auch freiwillig den Auroren, wenn sie mit sich selbst nicht mehr im Klaren waren, aber auch dieser Anteil an Todessern war selten, man konnte sie an einer Hand abzählen. Diese Todesser wussten zwar, dass sie nach Askaban ausgeliefert wurden, aber sie wussten auch, dass Voldemort ihnen dort nichts anhaben konnte.

Benjamin brauchte Alastor nur anzusehen, um zu wissen, was er von dieser Meldung hielt, die sie in die Irre geführt hatte.

Michelle und Thomas wandten sich auch um, als sie merkten, dass jemand den Raum betreten hatte.

„Wie ich Ihnen bereits gesagt habe, spricht nicht sehr viel für ihn, aber ich benötige noch mehr Beweise. Es würde Ihnen auch nicht viel bringen, wenn Sie jetzt hier bleiben, denn wenn sich was ergibt, dann werden wir Sie sofort verständigen", sagte Benjamin und verabschiedete sich höflich von den Franzosen.

Nachdem die Beiden das Büro verlassen hatte, schloss sich die Türe hinter ihnen automatisch und Alastor Moody, der bis dahin nichts gesagt hatte, wandte sich sofort seinem Boss zu.

„Welche Informationen gibst du ihnen denn bitte? Du weißt schon, dass das gefährlich ist?"

„Das brauchst du mir nicht zu sagen."

„Wieso tust du es dann?"

„Weil sie mich gebeten haben, dass ich mich darüber informiere, ob ihr Sohn nun ein Todesser ist oder nicht."

Moody schüttelte nur seinen Kopf. Sein magisches Auge rotierte und plötzlich sah man nur noch das Weiße. Für jemanden, der einen schwachen Magen hatte, war es nichts, denn wenn man bedachte, dass das Auge aus dem Hinterkopf schauen konnte, wurden vielen alleine schon bei dem Gedanken daran schlecht.

Doch dieses Auge gab ihm auch viele Vorteile, vor allem konnte er es im Feld nutzen und seine Gegner immer sehen, egal ob sie sich hinter einem Baum versteckten, unter einem Tarnumhang oder ob sie sich hinterhältig von hinten anschlichen und hofften, ihn so zu erwischen, doch da hatten sie sich gewaltig geschnitten. Ein Alastor Moody ließ sich nicht so leicht austricksen, da war schon etwas mehr nötig.

„Gibt es sonst noch irgendetwas, was du mir zu sagen hast?", fragte Benjamin Potter.

„Ja." Moody schwieg kurz. „Woher weiß James, dass Longbottom ein Auror ist?"

„Von meiner Frau und mir sicher nicht."

„Amelia und ich waren in Hogwarts. Wir haben, genauso wie du, die Informationen aus Hogwarts erhalten und du weißt sicher alles und Longbottom wurde, wir er gesagt hatte, ein wenig misstrauisch James gegenüber, vor allem, wegen seines Wissens über die Dementoren.

Wir haben Longbottom gebeten, wenn wir ihm jetzt etwas sagen, dass er absolutes Stillschweigen bewahren muss und nicht einmal seiner Frau etwas darüber sagen darf." Beide Augen waren nun auf Benjamin gerichtet. „Wir haben ihm gesagt, dass du und Susan seine Eltern seid."

„Wie hat er reagiert?", fragte er. Amelia und Alastor hatten ihn ja gefragt, ob sie Frank sagen durften, dass sie James' Eltern waren und es war für beide Parteien besser, wenn sie es wussten. Benjamin hätte nicht vielen dieses Wissen so zugespielt. Einige waren noch zu jung und unerfahren mit gewissen Verhörmethoden und andere waren ziemlich verschlossen und man konnte ihnen alles zutrauen.

Eine Person aus ihren Reihen hatte sie an Voldemort verraten. Nicht direkt, also keine Auroren, doch es reichte schon aus, dass Voldemort und die Todesser frühzeitig gewarnt wurden, wo der nächste Einsatz stattfand und sie rechtzeitig fliehen konnte. So konnten die Auroren keine Erfolge verbuchen. Immer wenn sie auftauchten, fanden sie nur noch Chaos vor und keine Todesser. Mit viel Glück, konnten sie einen Todesser fangen, der nicht schnell genug appariert war, aber dazu kam es nie.

Benjamin musste also zusehen, dass er nur jenen Personen etwas sagte, denen er auch absolut vertrauen konnte und Longbottom schien so jemand zu sein. Er wusste nicht wieso er Amelia und Alastor gesagt hatte, dass sie Longbottom das sagen sollten. Doch Longbottom war kaum bei Einsätzen dabei, nur wenn es wirklich sein musste, denn ansonsten hatte er sich auf etwas anders im Aurorenbüro spezialisiert. Wenn zum Beispiel eine Stadt oder ein Dorf angegriffen wurden, gab es verschiedene Alarmstufen, ebenso für andere Tätigkeiten, was die Jagd nach Schwarzmagiern betraf.

Eins, war äußerste Priorität und die Spezialisten schlecht hin, die Elite wie man zu sagen pflegte, machte sich auf den Weg, mit sich nahmen sie dann die besten Leute, die noch anwesend waren.

Zwei, dies waren nur Einsätze, wo sich bis zu sieben Todesser einen Spaß erlaubten, wo wirklich jeder dabei war und wo auch jeder hin musste.

Drei war die Kategorie, wo vereinzelt Todesser Schwierigkeiten machten.

Und vierte und letzte Stufe zählte zur Beobachtung und zur Identifikation der Todesser. Longbottom hatte sich in dieser Stufe wirklich bewahrheitet und wurde zum Speziallisten schlechthin. Er viel kaum auf und wenn er beobachtete, machte er das mit einer Gelassenheit, dass ihnen niemand verdächtigte. Sein Aussehen konnte an die jeweilige Umgebung perfekt anpassen und war einer der Wenigen, der sich nur auf einem Gebiet mit etwas befasste.

Ein schlechter Duellant war er keines Wegs, wenn es sein musste, dann ging er sogar ins Feld, doch da er kaum im Feld war, kannten ihn kaum die Todesser und er hatte auch keine, wie die großen Auroren, die Titelstorys im Tagespropheten. Aber alle Auroren, die sich auf der Titelseite befanden, mit einer Leistung, die sie vollbracht hatten, dann waren sie auf der Abschussliste weiter hinaufgerückt.

Auch das machte Frank zu einem guten Spion. Da ihn kaum jemand durch solche Dinge kannte, war er ja unauffällig, denn wenn man sein Gesicht einmal kannte, dann konnte er nicht mehr als Spion in diesem Sinne arbeiten.

Und meist erfuhr Frank erst beim wöchentlichen Meeting von den ganzen Einsätzen. Wo sie waren, was genau und wer dort war! Deshalb konnte Frank eben kein Verräter sein. Es musste jemand sein, der immer von den Einsätzen wusste und die Todesser vorwarnen konnte. Wer? Wer verdammt noch einmal konnte es denn sein?

„Zuerst war er ein wenig schockiert darüber, aber dann hat er einfach nur noch verstehend genickt", antwortete Moody.

Benjamin wollte gerade zum Regen ansetzen, als es an seiner Türe klopfte. „Herein!"

Herein kam Fabian Prewett. „Du hast doch gesagt, dass du diese Seite unbedingt haben willst."

„Ja, hab ich."

„Es wurden keine Flüche oder sonstiges gefunden … ich hab sie dir gleich mitgebracht. Die Fluchbrecher haben versucht die Sprache mit einem Zauber zu ändern und sie haben auch einen Runen-Forscher gebeten ihnen das zu übersetzen, als der Zauber fehlgeschlagen ist, nur das auch er nicht verstanden hat was draufsteht. Er meinte, dass es zwar Runen sind, aber das sind keine Alt-Runen, sondern etwas noch älteres. Willst du das immer noch lesen?"

„Ja."

„Ach ja und er meinte, dass in diversen Büchern auf so ein Schriftstück hingewiesen wurde, dass vor hunderten von Jahren verschwunden ist. Niemand weiß, wer es haben könnte, aber es muss jemand sein, der diese Sprache versteht. Jedenfalls meinte er, dass es komisch ist, dass nur eine Seite aufgefunden wurde."

„Vielleicht sind die anderen Seiten wo anders versteckt? So dass man sie erst einmal zusammen suchen muss, bevor man es lesen kann?", vermutete Moody.

„Nein, dass glaube ich nicht, denn der in Healthtown meinte ja, dass das Buch irgendwo existiert und dass diese Seite des Rätsels Lösung ist, was soviel heißt, dass der Rest ganz sein muss und nur diese eine Seite herausgerissen wurde … weiß Merlin wieso. Jedenfalls wollte ich dass noch hinzufügen, mehr gibt es nicht und wird es wahrscheinlich auch nicht geben."

„Dürfte ich?"

„Oh, natürlich." Fabian gab sie Benjamin und dieser studierte sie sorgfältig. Es schien so, als würde er diese zwei Seiten lesen, denn seine Augen flogen nur so über das Pergament in seiner Hand.

„Du kannst das lesen?", fragte Fabian, der sich diese Frage einfach nicht mehr länger verkneifen konnte.

„Nein", antwortete Benjamin schnell, zu schnell würde man meinen, doch dann schüttelte er leicht den Kopf. „Ich würde es gerne lesen können, aber leider kann ich es nicht. Wenn ihr zwei mich jetzt entschuldigen wollt, ich habe noch viel zu tun."

„Natürlich", sagte Moody und verstand sofort, dass Benjamin wollte, dass sie Beide sein Büro verließen, damit er in Ruhe arbeiten konnte.

Nachdem die Türe wieder ins Schloss viel, ging er zu seinem Schreibtisch und setzte sich. Er legte die Seite vor sich auf den Schreibtisch und sah sie an.

Ich kann ihnen doch nicht sagen, dass ich das lesen kann, denn dann hätten sie sicher Fragen gestellt und wenn ich mir noch nicht einmal sicher bin, um welches Buch es sich handelt. Ich habe zwar eine Vermutung, die vielleicht auch stimmen könnte, aber er musste es überprüfen, ich muss, sobald hier alles erledigt ist zum Familienanwesen der Potters, dort wird sich das schon von selbst klären."

Bis dahin musste er sich auf seine Arbeit konzentrieren und dieses Pergament vergessen, was gar nicht so einfach war, denn was dort stand, war nicht gerade beruhigend.

Wenn Voldemort das in die Finger bekommen hätte, dann hätte es für sie schlecht ausgesehen, aber er konnte sich auch irren, er musste das Buch, aus dem diese Seite gerissen wurde, finden, so schnell wie möglich.

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Sidelock

Auszug 1

Auroren zu langsam oder zu faul?

Auroren sind auch nicht mehr das was sie einmal waren. Früher hatten sie wenigsten noch alles unter Kontrolle, wenn jemand Probleme gemacht hat. Sind die Auroren überarbeitet? Wenn ja, dann sollten sie sich einen neuen Beruf suchen, denn für diesen sind sie nicht geeignet. Es gibt viele andere, die geeigneter wären diesen Beruf auszuführen und bei denen man sich Nachts- und Tagsüber sicher fühlen kann.

Auroren sind doch dazu da um uns die Sicherheit zu gewährleisten, doch wenn sie nicht zur Stelle sind, dann müssen wir eben selbst handeln. Wenn die Auroren zu einem Einsatz gerufen werden, sind sie meistens bereits zu spät und die Todesser sind bereits verschwunden und haben ein riesiges Chaos hinterlassen. Manche Orte haben sie, wegen der fehlenden Schnelligkeit der Auroren ausgelöscht. Von ihnen blieb kaum mehr als ein Krater übrig und die verkohlten Leichen.

Oder sind die Auroren nur zu faul, um sich aus ihren gemütlichen Sesseln im Aurorenbüro zu erheben und zur Hilfe zu eilen?

Oder sind sie nicht faul, sondern haben einfach nur Angst den Todessern gegenüber zu treten? Die Ministerin sollte ihre Mitarbeiter wirklich sorgfältiger auswählen. Denn wenn wir nur so von inkompetenten Menschen umgeben sind, wie können wir dann noch in einer Zivilisation zusammen leben, die die Sicherheit gewährleisten sollte und es dennoch nicht tut?

Aus sicheren Quellen haben wir erfahren, dass die Auroren bereits seit mehrere Jahren von den Todesser und dem-dessen-Name-nicht-genannt-werden-darf gewusst und dennoch nichts unternommen haben. Sie haben sich in Sicherheit gewogen, denn sie dachten wahrscheinlich, dass dieses Problem sicher von alleine wieder weggehen würde. Doch das ist es nicht!

Hätten die Auroren früher reagiert und etwas dagegen unternommen, würden die Todesser nicht frei herumspazieren, denn wir hätten gar keine! Aber nein, die werten Auroren waren sich zu fein die Sicherheit ihrer Mitmenschen zu gewährleisten. Wenn sie nicht sind, wer soll denn dann vor den Todessern schützen? Wir selbst? Auf das wollen sie sicher hinaus, dass wir uns selbst helfen und untergehen, weil wir keine Chance haben!

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Tagesprophet

Auszug 2

Dementoren immer noch nicht gefasst

Das Ministerium, mit Ministerin Bagnold, haben die entflohenen Dementoren immer noch nicht gefunden. Seit knapp einem halben Jahr sind sie spurlos verschwunden und nicht einmal der kleinste Hinweis deutet darauf hin, dass sie irgendwo aufgetaucht sind. Sie scheinen wie vom Erdboden verschluckt worden zu sein.

Das einzige, offizielle Auftreten der Dementoren, wo man sie auch fassen konnte und ins Ministerium brachte, war in Hogsmeade. Das bekannte Zaubererdorf in der Nähe von Hogwarts. Was das Schlimmste war, an diesem Tag hatten die Schüler Ausgang zu ihrem Hogsmeade-Wochenende.

Einige Schüler wurden von den Dementoren beinahe geküsst, wie wir in Erfahrung bringen konnten. Die Auroren waren sofort zur Stelle und konnten noch schlimmere Auswirkungen verhindern. Was wäre gewesen, wenn sie zu langsam gewesen wären? Was wäre gewesen, wenn niemand die Dementoren so lange zurückhalten hätte können, bis die Auroren eingetroffen waren?

Wie bereits erwähnt, waren die Auroren rechtzeitig in Hogsmeade, doch bei einigen Schülern, besser gesagt fast allen, mit ein paar Ausnahmen (die gibt es immer), waren alle von einer Panikattacke befallen gewesen und zitterten am ganzen Körper.

Sie wurden sofort nach Hogwarts gebracht, wo sie im Krankflügel von der dortigen Krankenschwester sofort versorgt wurden. Es wurden sogar noch Heiler aus dem St. Mungo's nach Hogwarts geholt, um den Schüler helfen zu können. Einige Schüler litten nach diesem Erlebnis, vor allem, da sie ihre schlimmsten Erlebnisse wieder erlebt haben, unter einem Trauma, bei denen ihnen Gespräche mit den zuständigen Heilern ein wenig halfen.

Es ist nicht leicht für ein Kind, etwas Schlimmes, dass man bereits glaubte verarbeitet zu haben oder verdrängt hatte oder einfach nicht mehr wusste, wieder zu erleben und das so nahe, dass man glaub, man würde dort sein, es wieder erleben und vielen Zauberern und Hexen ist dieses Gefühl auch schon zum Verhängnis geworden. Sie sind mit ihren Gefühlen nicht ins Reine gekommen!

Den Schülern geht es aber wieder gut und es gab keine weiteren Verletzungen.

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Hexe

Auszug 3

Ein Traum in Dunkelrot!

Viele denken wahrscheinlich daran, wenn sie die Auroren sehen, an diese dunkelroten Umhänge, die sich geschmeidig um ihre Körper winden und ihnen einen Hauch von Eleganz verleihen.

Einer der begehrtesten Berufe die es bei uns gibt, doch viele wagen es sich nicht ihn zu ergreifen. Sie finden, dass sie keine Chance haben? Glauben Sie mir, es sind auch genügend Frauen als Aurorinnen zu finden und nicht nur Männer, obwohl der größte Anteil wohl wirklich aus Männern besteht.

Wie heißt es doch so schön: Ein Auror, kann doch nicht alleine sein!

Also Ladies, wenn sie die Möglichkeit haben, mit einem Auroren zu flirten, machen sie es, glauben Sie mir, Sie werden es nicht bereuen!

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Solche und ähnliche Zeitungsartikel waren in den verschiedensten Zeitschriften der Zaubererwelt zu finden. Einige einfach nur sinnlos, andere nur große Lügengeschichten.

Durch diese ganzen Artikel, wurde das Ministerium schlecht gemacht. Das Vertrauen in das Ministerium sank mit jedem Artikel, der etwas aussagte, was überhaupt nicht stimmte, immer weiter. Es wurde versucht den Zeitschriften zu verbieten, solche aus den Fingernägeln gezogenen Geschichten zu veröffentlichen. Doch die ließen sich nicht einmal mit einer Androhung durch Notschließung beeindrucken.

Durch diese ganzen Artikel, stiegen bei vielen Blättern die Auflage erheblich, denn viele Menschen fanden, dass solche Artikel, die die Kritik wirklich hervorbrachten und sie nicht verschönerten, einfach nur wahr sein konnte. Der einzige Tagesprophet gehörte dem Ministerium und dieser bekam auch die Informationen, die sie nach außen hin schreiben durften. Die wichtigsten Informationen, sprich die grausamsten wurden unter Verschluss gehalten. Es zwar nicht fair der magischen Gesellschaft gegenüber, aber so konnten das Ministerium, soweit dies überhaupt noch möglich war, im geheimen arbeiten und nicht von Schaulustigen und Neugierigen belagert wurden.

Es war bereits knapp vor Mitternacht, als Benjamin alles bearbeitet hatte. Er machte sich so schnell wie möglich auf ins Atrium, wo er dann auf das Potteranwesen apparierte.

Da die Potters dieses Anwesen kaum nutzten und es eigentlich fast immer leer stand, bis auf die Hauselfen, die eben dort wohnten und das Schloss sauber hielten, herrschte Totenstille. Die Potters hatten sich in Godric's Hollow ein Haus gebaut und dort wohnten. Auch war das Anwesen viel zu groß für eine einzige Familie. Familienerbstücke wurden ebenfalls auf dem Anwesen aufbewahrt, genauso wie die gesamten Bücher, die die Potters besaßen. Einige fand man auch in Godric's Hollow, doch die Bibliothek im Anwesen, der konnte nicht einmal Hogwarts das Wasser reichen. Alle Bücher konnte man dort finden, einige standen sogar auf dem verbotenen Index des Ministeriums, was aber viele auch nicht wussten war, dass die Potters diese Bücher auf diesen Index schreiben ließen, sich selbst jedoch ein Exemplar behielten.

Als Auroren sollte man doch immer über diverse Dinge bescheid wissen. Denn im Ministerium, waren zwar auch alle Bücher und Dinge zu finden, jedoch dauerte es Ewigkeiten, bis das gefunden hatte, was man suchte, doch die Potters hatten ihre privaten Gegenstände gut geordnet. Nach Kategorie und alphabethisch, so dass man einfach nur noch wissen musste nach was man suchte.

Benjamin rannte die langen Gänge entlang, welche durch die plötzlich aufflammenden Fackeln gut beleuchtet waren. Mit dem Pergament in der Hand stieß er die Türen zur Bibliothek auf und stürmte hinein.

unus breath of nex", murmelte er vor sich hin. Zwar waren die Worte auf dieser Seite in Uralt-Runen geschrieben, aber der Titel war in einem reinen Latein. Benjamin wusste, dass er dieses Buch schon einmal in den Händen gehalten hatte, es war ihm wegen seiner Sprache, die nur in diesem einzigen Buch auftauchte, was sich in der Bibliothek befand. Er hatte sich gefragt, warum Titel und Inhalt des Buches in einer anderen Sprache verfasst war und diese Seite sollte ihm seine Fragen beantworten.

An den Inhalt des Buches konnte er sich nur noch wage erinnern. Er hatte es schon vor Jahren einmal gelesen, er wusste einfach nicht mehr, was genau darin vorkam. Etwas Grobes wusste er, aber diese Seite, sollte das komplette Buch erklären, so hatten sie es ihm gesagt.

Kurze Zeit später stand er vor dem Regal, wo sich das Buch befand. Er ließ seine Augen über die Bücherrücken wandern, ehe er vor einem in schwarzes Leder gebundenes Buch halt machte. Vorsichtig nahm er es heraus und ging mit dem Buch, zu dem Tisch, der in der nähe des großen Fensters aufgebaut war.

Benjamin betrachtete das Buch eingehend. Vom Aussehen her würde man ihm gar nicht zumuten, dass es etwas Wichtiges war, es wirkte eigentlich nur, wie ein altes, abgenutztes Buch und nicht wie etwas, dass vielleicht Probleme machen konnte. Er kannte die meisten Bücher dieser Bibliothek. Doch dieses Buch hätte er nie aus dem Regal genommen, wenn er nicht ein anders Buch daneben herausnehmen wollte und ihm besagtes Buch auf den Boden viel.

Es lag aufgeschlagen auf dem Boden und er hob es auf, doch plötzlich packte ihn die Neugier, wegen dieser komischen Schrift, die dort stand. Seine Eltern hatten ihm diese Sprache beigebracht, aber sie sagten ihm auch, dass diese Schrift schon seit Jahrhunderten nicht mehr verwendet wurde und alle Bücher, die mit dieser Schrift geschrieben wurden, waren verschwunden.

Er stellte das Buch, das er eigentlich lesen wollte, wieder in das Regal zurück und setzte sich mit dem Buch an den Tisch, so wie er heute tat.


Hi!

Ich wag mich ja kaum noch hier her, weil ich immer so lange kein Kapitel poste. Ich weiß auch, dass das Warten ziemlich lästig ist, aber Kapitel kommen sicher, wann, ist nicht ganz sicher, aber ich hänge sehr an dieser FF, als das ich sie einfach aufhören würde. Mirmacht es einfach Spaß an dieser FF zu schreiben, weil es in dieser FF um etwas geht und nicht wie in meinen bisherigen FFs einfach nur Friede, Freude, Eierkuchen! Das werden diejenigen unter euch mit Sicherheit bemerkt haben, die eine andere FF von mir gelesen haben.. Ich würde mich freuen, wenn auch die Schwarzleser unter euch, mal ein Review hinterlassen würden!

Knuddelz
Magic