Disclaimer: Alles, alles, alles gehört JKR... aber mir gehört ein virtueller Keks und den ess ich ganz alleine.
A/N: Hier kommt endlich das Kapitel, auf das alle gewartet haben. Alle Fragen werden beantwortet... aber werden sie es wirklich?
Schatten der Wahl
4. Antworten
Sie betraten einen Raum auf der anderen Seite der Halle. Er enthielt eine große Feuerstelle, einen wuchtigen Schreibtisch und ein Lesepult. Die Wände waren gefüllt mit Bücherregalen. Mr. Malfoy nahm hinter dem Schreibtisch Platz. Seine Frau stellte sich neben ihn und lächelte Harry zu. Malfoy bedeutete Harry und seinem Sohn, auf den Stühlen vor dem Schreibtisch Platz zu nehmen. Sowohl Harry als auch Draco taten es angespannt.
„Ihr habt beide sicher eine Menge Fragen.", begann Malfoy. „Vielleicht ist es das beste, wenn ich am Anfang beginne."
Mr. Malfoy lehnte sich in seinen Stuhl zurück und betrachtete sie kühl. Seine Frau legte ihre Hand auf seine Schulter und drückte sie ermutigend. Malfoy sah kurz zu ihr hoch und lächelte flüchtig, dann wandte er sich wieder Harry und Draco zu und begann mit ruhiger, fast gleichgültiger Stimme zu sprechen.
„Ich habe es nur wenige Male in meinem Leben nötig gefunden, mich dem Dunklen Lord zu widersetzen. Das erste Mal tötete ich meinen Mentor, seinen Tränkemeister, Neleus Snape. Er vergab mir, denn ich brachte ihm Severus dafür – und Severus war talentierter als sein Vater jemals hoffen konnte zu sein. Das zweite Mal wurde Narcissa schwanger. Du weißt es nicht, Draco, aber du warst nicht unser erstes Kind. Wir hatten eine Tochter, drei Jahre älter als du. Ihr Name war Livia."
Draco starrte seinen Vater überrascht an. Mrs. Malfoy wirkte plötzlich sehr niedergedrückt.
„Der Dunkle Lord erlaubt jedem seiner Gefolgsleute ein Kind. Aber wir waren nicht zufrieden mit einer Tochter. Wir wollten einen Sohn, einen Erben um den Namen Malfoy zu erhalten. Wir bezahlten teuer für unseren Hochmut. Als er herausfand, dass Narcissa schwanger war, verlangte er, die Schwangerschaft abzubrechen. Aber wir wussten bereits, dass das Kind männlich war. Ich weigerte mich. Also bestrafte er mich... und er tötete Livia."
Mrs. Malfoy presste die Lippen zusammen. Mr. Malfoy strich beruhigend über ihre Hand, aber sein kalter Gesichtsausdruck änderte sich nicht.
„Zu diesem Zeitpunkt war die Schwangerschaft noch frisch. Als sie jedoch weiter fortschritt wurde uns klar, dass Narcissa nicht nur ein Kind trug, sondern zwei. Stellt euch unser Entsetzen vor. Wir wussten, er würde das niemals tolerieren, einen dritten Ungehorsam... dennoch beschlossen wir, die Kinder zur Welt kommen zu lassen. Wir überlegten lange, wie wir beide Kinder am Leben halten konnten. Es war uns nur zu klar, dass wir nicht beide behalten konnten. Dies war einer der wenigen Momente, die ich wünschte, mein Lord würde fallen..."
Für einen Augenblick sah Mr. Malfoy auf die Tischplatte, dann sah er auf, unbewegt wie zuvor.
„Schließlich schloss ich einen Handel mit den Dunkelelben. Sie sollten das erste Kind nehmen, sobald es geboren war, und einem reinblütigen Paar der Gegenseite geben, dessen Frau ebenfalls schwanger war. Das Kind würde einen Trank bekommen, der es wie deren Kind erscheinen ließ. Sie würden den Tausch niemals bemerken, und wir würden niemals wissen, wer unser Kind erhalten hat. Dein Bruder, Draco, wurde am 31. Juli geboren. Du kamst zwei Tage später zur Welt. Zu diesem Zeitpunkt hatten wir Tigris bereits weggegeben."
In Dracos Gesicht stand nun Schock und Unglauben. Diese Gefühle empfand Harry ebenfalls. Etwas in ihm ahnte, wohin diese Geschichte führte, aber er wollte es nicht hören. Dennoch konnte er seine Aufmerksamkeit nicht von dem älteren Malfoy abwenden.
„Ein knappes Jahr später fiel der Dunkle Lord. Zuerst zweifelten wir daran, dass er wirklich gegangen war. Die Schwester deiner Mutter war besessen davon, ihn zu suchen, aber sie scheiterte, und sie, ihr Mann und ihr Schwager landeten in Askaban. Zwei Jahre verstrichen, ohne ein Zeichen von ihm. Das Dunkle Mal auf unseren Armen verschwand. Da begannen wir, es zu glauben. Um diese Zeit herum begann Narcissa, mich zu bitten, nach unserem verlorenen Zwilling zu suchen. Schließlich hörte ich auf sie und wandte mich an die Elben. Aber auch die Elben waren durch den Krieg in Mitleidenschaft gezogen worden. Meine früheren Kontaktleute lebten nicht mehr. Diejenigen, die damals mit der Aufgabe betraut worden waren, waren nicht mehr aufzufinden. Sie versprachen uns, zu suchen... aber Jahre vergingen, und wir begruben die Hoffnung. Ja, wir vergaßen es... bis ich, vor zwei Wochen, eine Nachricht bekam. Man hatte den Elben gefunden, der den Tausch vollzogen hatte... und damit die Zieheltern unseres Sohnes. Ich war nicht sicher, was ich mit dieser Information tun sollte. Immerhin würde er nun alt sein... fünfzehn... er würde sie als seine Eltern ansehen... Das müsste sich auch niemals ändern, der Trank hält ein Leben lang. Zudem war der Dunkle Lord wiedergekehrt... zornig auf uns alle, die wir ihn nicht gesucht hatten... der schlechteste Zeitpunkt... Ich war versucht, das Pergament nie zu öffnen. Aber dann gewann die Neugier. Ich wollte wissen, wo mein Sohn lebte, ob es ihm gut ging... und so tat ich es. Stellt euch vor, was ich fühlte, als ich den Namen des Paares las..."
Malfoys Stimme war immer leiser geworden bis zu diesem Satz. Nun sah er Harry an, sein Blick bohrte sich geradezu in ihn. Dann sagte er das, was Harry seit Beginn der Geschichte fürchtete.
„Lily und James Potter."
Draco schüttelte leicht den Kopf, als wollte er seinem Vater widersprechen. Harry selbst fühlte sich, als wäre etwas schweres auf ihn gefallen.
„Ich war außer mir vor Wut. Ich wünschte, ich hätte niemals nachgeforscht, überhaupt niemals diese Entscheidungen getroffen. Er rief mich in dieser Nacht, das war das einzige, was mir half, mich zu beruhigen. Danach war ich am Boden zerstört. Mein Sohn war der Junge, der meinen Lord mehr als einmal besiegt hat. Die Hoffnung der Zaubererwelt... unser größter Feind. Ich wusste nicht, was ich tun sollte. Aber dann sprach ich mit Narcissa. Sie brachte mich dazu, mehr über ihn herauszufinden. Immerhin, so sagte sie, ist er nur ein Junge, unter der Vormundschaft von Dumbledore aufgewachsen... Wir fragten Severus über ihn. Er wusste nicht viel. Aber er teilte uns etwas schockierendes mit: Unser Kind wurde von Muggeln aufgezogen. Narcissa ließ mir danach keine Ruhe. Sie wollte sicher sein, das es ihm gut ging. Schließlich ließ ich mich überzeugen.
Ich benutzte meine Beziehungen im Ministerium, um die Namen seiner Verwandten herauszufinden. Unsere Blutsverwandtschaft ermöglichte es, durch die Schilde zu kommen. Was wir fanden, entsetzte uns. Nachdem wir diese Muggel gesehen hatten, war uns klar, dass unser Sohn nicht dort bleiben konnte, unbeachtet der Konsequenzen. Und so brachten wir dich hierher, Harry. Auch wenn das nicht dein richtiger Name ist. Du bist Tigris. Unser Sohn."
Eine Weile herrschte Stille. Dann sprang Draco plötzlich auf.
„Ihr behauptet, dass er mein BRUDER ist?", fauchte er. „Mein Zwillingsbruder? Mein ÄLTERER Bruder noch zudem?"
Seine Wangen waren pink angelaufen vor Zorn.
„Das ist richtig.", sagte Narcissa Malfoy ruhig.
„Ich glaube euch nicht!", spie Draco.
Damit stürmte er aus dem Raum und schlug die Tür hinter sich ins Schloss. Beide Erwachsenen zuckten zusammen.
Lucius Malfoy erhob sich halb aus seinem Sessel. Dann ließ er sich zurückfallen, seufzte und sah zu Harry.
„Dein Bruder hat die Neuigkeiten offensichtlich nicht sehr gut aufgenommen. Was ist mit dir?"
Harry starrte ihn an.
„Sie behaupten, mein Vater zu sein? Wieso sollte ich Ihnen glauben?"
„Eine gute Frage."
Malfoy stellte ein Fläschchen vor sich auf den Tisch.
„Der Trank, der für dein Aussehen verantwortlich ist, ist der Cyfnewid'Rhieni Trunk der Elben. Es gibt nur sehr wenige, abgesehen von den Elben selbst, die von der Existenz dieses Trankes wissen. Niemand außer ihnen selbst weiß, wie man ihn braut. Hat dir als Kind nie jemand Geschichten über die Elben erzählt?" Malfoy lachte humorlos. „Ich vermute nicht. Früher hat man zu unartigen kleinen Kindern gesagt: ‚Du bist nicht mein Kind, sondern ein Wechselbalg.' Es gibt Märchen darüber, dass die Elben Kinder aus der Krippe stehlen und dafür eins ihrer eigenen zurücklassen. Das ist nicht nur ein Märchen. Die dunklen Elben wurden vor langer Zeit aus unserer Welt vertrieben, weil törichte Zauberer sie fürchteten. Elben sind dunkle Geschöpfe mit ihrer eigenen Magie und ihren eigenen Gesetzen. Wir Zauberer mögen die Elben verstoßen haben, aber sie haben das Interesse an unserer Welt nie aufgegeben. Darum lassen sie von Zeit zu Zeit eins ihrer Kinder von Zauberern großziehen, damit es neues Wissen mit in ihre Welt bringt. Was hingegen wirklich ein Märchen ist, sind die Geschichten über Menschen, die von Elben aufgezogen werden. Elben verachten die Menschen seit ihrer Vertreibung. Sie benötigen das Blut des menschlichen Kindes, damit der Trank wirkt. Das ist einer der Gründe, warum kein vergleichbarer Trank in der Zaubererwelt existiert. Dieses Serum hier, Resacro genannt, ist ein starkes Gegenmittel gegen tarnende Tränke, das einzige, was gegen diesen Trunk wirkt. Wenn dies dein wirkliches Aussehen ist, wird es nichts bewirken. Aber wenn dein Aussehen nur eine Täuschung ist, wird es dein wahres Äußeres hervorbringen."
Harry starrte auf die Phiole, die eine trübe, bläuliche Flüssigkeit enthielt. Er hatte noch immer das beklemmende Gefühl er befände sich in einem absurden Traum, aus dem er jeden Moment erwachen würde. Im Moment ergab nichts für ihn einen Sinn. Er verfolgte mit den Augen die Hand Malfoys, der die Phiole nahm und einen Schluck daraus trank.
„Wie du siehst, hat es auf mich keinen Effekt." Er stellte die Phiole vor Harry hin. „Vorher möchte ich mich aber noch um etwas anderes kümmern."
Malfoy stand auf. Unwillkürlich wich Harry ein wenig auf seinem Stuhl zurück.
„Deine Narbe stellt eine Verbindung zu dem Dunklen Lord dar, richtig?"
Harry nickte zögernd, unsicher worauf der Mann hinaus wollte.
„Nun, das können wir nicht zulassen, wie du sicher begreifst. Er könnte entdecken, dass du noch lebst."
„Und was wollen Sie dagegen tun?", fragte Harry nervös.
„Sie entfernen, natürlich."
Malfoy trat um den Tisch herum auf Harry zu.
„Dumbledore sagt, das ist unmöglich.", entgegnete Harry, und widerstand dem Drang, aufzuspringen und so viel Abstand wie möglich zwischen sie zu bringen.
Malfoy lächelte überheblich und winkte Narcissa. „Der alte Narr weiß nicht alles. Das ist dunkle Magie, zugegeben. Aber es war auch dunkle Magie, die sie erzeugt hat. Halt einfach still und warte, bis es vorbei ist."
Er hob seinen Stab in Harrys Richtung und Harry zuckte zurück. Malfoy packte Harry am Kinn und drehte seinen Kopf zur Seite, so dass er die Narbe vor sich hatte.
„Ruhig, sonst sorge ich dafür, dass du es bist."
Harry ballte die Fäuste und erstarrte. Lucius Malfoy hatte beiläufig geklungen, wie jemand, der eine Bemerkung über das Wetter macht. Das täuschte Harry nicht darüber hinweg, dass Malfoy seinen Stab in der Hand hatte und er nichts hatte, um es ihm entgegen zu setzen. Narcissa krempelte ihren Ärmel hoch. Harry spannte sich, als Malfoy einen Dolch vom Tisch nahm, aber er benutzte ihn nur, um Narcissa über den Arm zu schneiden. Sie zuckte nicht zusammen. Malfoy tauchte seinen Finger in die Wunde und strich das Blut über die Narbe auf Harrys Stirn. Harry schauderte, wich aber nicht zurück. Malfoy richtete seinen Stab auf ihn.
„Sanguis genetricis, pontem extingue!"
Narcissa strich ebenfalls das Blut auf seine Stirn und wiederholte den Spruch. Malfoy strich dann das Blut ein drittes Mal auf und beide sprachen zusammen: „Pontem extinctum es! Arvadek adava, arvadek adava, arvadek adava!"
Ein stechender Schmerz schoss durch Harrys Stirn und er keuchte auf. Er fuhr mit der Hand zur Stirn und fühlte etwas feuchtes, nicht Narcissas Blut, sondern sein eigenes. Narcissa lächelte ihm zu und sprach einen Zauber. Harry spürte ein leichtes Prickeln. Als er dann über seine Stirn fuhr, war da nichts mehr. Mr. Malfoy grinste und hielt ihm einen Spiegel hin. Harry starrte auf sein Spiegelbild mit einer makellosen Stirn. Es war eigenartig. Diese Narbe hatte ihn so lange verfolgt, bestimmt was er war, ihn verflucht... durch sie hatte er die Gedanken Voldemorts gesehen. Harry hatte akzeptiert, dass sie sein Fluch war, sein Schicksal. Nun war sie fort, einfach so. Er gab den Spiegel zurück. Er fühlte sich eigenartig. In seinem Kopf schwirrte alles durcheinander, was Mr. Malfoy getan und gesagt hatte, und es war nichts als verwirrend. Der ältere Malfoy drückte ihm die Phiole mit dem Trank in die Hand.
„Vielleicht ist es das beste, wenn du jetzt in dein Zimmer zurückgehst. Du hast eine ganze Menge nachzudenken."
Harry nickte langsam und stand auf. Narcissa trat plötzlich auf ihn zu und umarmte ihn.
„Ich bin froh, dich zurückzuhaben, Tigris. Ich verspreche, wir werden die Zeit wieder gut machen, die du mit diesen schrecklichen Muggeln verbringen musstest."
Als Harry nicht reagierte trat sie zurück und musterte ihn forschend. Harry begegnete ihrem Blick teilnahmslos und trat dann zurück.
„Gute Nacht, Mr. Malfoy, Mrs. Malfoy."
Narcissas Lächeln wankte etwas. „Gute Nacht, Tigris."
Mr. Malfoy nickte nur. Harry wandte sich ab und verließ den Raum. Zu seiner Überraschung fand er das Zimmer auch ohne Hauselfe. Er stellte die Phiole auf den Tisch. Dann warf er sich auf das Bett und starrte auf den Betthimmel. Es machte keinen Sinn... es konnte keinen Sinn machen... Er lag noch eine Weile wach, bis der Schlaf ihn vereinnahmte.
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Lucius bemerkte Narcissas eingefallene Schultern und legte den Arm um sie.
„Gib ihm Zeit, Cis. Wir können nicht erwarten, dass er uns auf einmal Mutter und Vater nennt."
„Ich weiß.", flüsterte sie. „Dennoch..." Ihre Stimme zitterte leicht. „Sollte er nicht glücklich sein, nachdem er gezwungen war, mit diesem widerlichen Muggeln zu leben? Wir geben ihm ein Heim, eine Familie... Man sollte glauben, das ist das, was er sich immer gewünscht hat."
Lucius seufzte. Er liebte Narcissa, jedoch manchmal... „Denk nach, Cissy. Denk daran, wer er ist. Er ist dazu erzogen worden, uns zu hassen. Das lässt sich nicht von einem Moment auf den nächsten ändern. Er wird begreifen, was er ist, was er uns bedeutet. Aber er braucht Zeit."
„Und wenn die Zeit nicht genügt?", flüsterte sie tonlos.
Lucius fühlte einen Stich in der Brust, aber verbannte ihn aus seinem Bewusstsein. „Ich werde ihm so viel Zeit geben, wie möglich. Alles andere werde ich dann entscheiden."
Sie schlang die Arme um ihn und verbarg ihr Gesicht an seiner Brust. „Das ist alles so furchtbar."
Lucius strich über ihr langes Haar. „Du hast mich davon überzeugt, das es das Richtige ist, Cis..."
Sie schluchzte. „Ich weiß, Lucius. Das ist es auch, er ist unser Sohn. Egal was er war, er ist ein Malfoy, unser Fleisch und Blut, er hat ein Recht auf sein Erbe. Wir dürfen ihn nicht verstoßen. Aber es ist alles so verfahren."
Lucius starrte auf die hölzerne Tür, hinter der ihr älterer Sohn verschwunden war. Er sah noch immer so verdammt aus wie ein Potter. Die Brille, das unordentliche braune Haar... die grünen Augen, vermutlich von seiner Schlammblut-Mutter. SIE IST NICHT SEINE MUTTER, rief er sich ins Gedächtnis. Immer, wenn er diesen Jungen bisher getroffen hatte, zeigte er sämtliche Anzeichen eines närrischen Gryffindor. Dieser unnütze und fehlplatzierte Mut, dieses Bedürfnis sich in alles einzumischen. Sein Verhalten heute hatte Lucius überrascht, aber dann war es vielleicht nur der Schock. Lucius konnte sich nicht vorstellen, wie er diesem Jungen Vernunft beibringen sollte. Aber Narcissa hatte recht, er hatte ein Recht auf sein Erbe... Er küsste flüchtig ihre Stirn.
„Ich weiß, Liebling, ich weiß..."
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Harry erwachte später in der Nacht von dem Geräusch der sich öffnenden Tür. Jemand betrat den Raum und kam in Richtung seines Bettes. Er tat so, als würde er schlafen. Die Person entfernte sich wieder.
„Hallo, Vater.", ertönte plötzlich Draco Malfoys sarkastische Stimme vom Flur aus. „Siehst du nach deinem kostbaren Sohn?"
„Sei leise, er schläft.", entgegnete Lucius Malfoy ruhig. „Wir müssen uns unterhalten."
„Wirklich?" Draco klang nun nur noch kühl und gleichgültig. „Nimm die andere, ich brauche etwas, um mich zu erinnern."
„Wie du meinst."
Die Tür schloss sich. Es war still, und Harry schlief wieder ein.
Danke an Vestia, Padfoot's Mate, Leony, YanisTamiem, Fee-der-Nacht, skateZ, xerperus, Kissymouse, Chrisy.
Padfoot's Mate: Das mit den Reviews habe ich ganz am Anfang eingestellt und dann total vergessen. Du hast recht, ich bin selbst immer zu faul, einzuloggen... also habe ich die Einstellung geändert: Anonyme Reviews ab jetzt willkommen!
Leony: Sorry, kein Slash, jedenfalls nicht in der Haupthandlung. Ganz sicher nicht DxH (warum sagt dir sicher dieses Kapitel).
